IGEL - Inklusion Ganz Einfach Leben

Sascha Lang - Inklusator
Since 04/2021 307 Episoden

Von Pleiten bis Stillstand – auch der Januar bringt die Inklusion nicht nach vorne

Monatsrückblick auf den Monat Januar 2026 mit Ottmar Miles-Paul, Redakteur der Kobinet Nachrichten und Sascha lang, Inklusator

01.02.2026 44 min Sascha Lang & Ottmar Miles-Paul

Zusammenfassung & Show Notes

In der 304. Episode des IGEL Podcasts werfen Sascha Lang und Ottmar Miles-Paul einen gemeinsamen Blick auf den Monat Januar 2026. Der Jahresauftakt verlief zwar etwas ruhiger, brachte aber dennoch wichtige Themen aus den Bereichen Inklusion, Antidiskriminierung und Gesellschaft mit sich. Ein zentrales Thema ist ein Urteil des Bundesgerichtshofs, das klarstellt, dass Maklerinnen und Makler Menschen nicht diskriminieren dürfen. Auch wenn es dabei nicht um Barrierefreiheit ging, wird deutlich, wie relevant solche Entscheidungen für den Diskriminierungsschutz insgesamt sind und welche Signalwirkung sie haben.
 
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf den Kobinet-Nachrichten und dem Projekt „Gute Nachrichten zur Inklusion“, das weiterhin positive Entwicklungen sichtbar macht und noch bis September 2026 läuft. Vorgestellt wird außerdem eine neue kostenlose Braille-Trainer-App der Deutschen Blindenstudienanstalt, die anlässlich des Geburtstags von Louis Braille veröffentlicht wurde und einen niedrigschwelligen Einstieg in die Brailleschrift ermöglicht.
 
International geht der Blick in die USA, wo ein Gerichtsurteil gegen American Airlines die Fluggesellschaft verpflichtet, massiv in barrierefreies Reisen zu investieren. Ergänzend wird das Projekt „Respekt-Land“ der Antidiskriminierungsstelle des Bundes thematisiert, das sich mit Respekt, Gleichbehandlung und dem Abbau von Diskriminierung in der Gesellschaft auseinandersetzt. Abschließend geben Sascha und Ottmar einen Ausblick auf den Februar 2026, unter anderem auf das Zero Project in Wien, persönliche Reiseerfahrungen sowie anstehende Podcast-Themen. Ein Monatsrückblick, der zeigt, wie Rechtsprechung, politische Initiativen und gelebte Inklusion zusammenhängen.
Weiter News git bes unter www.kobinet-nachrichten.org
 
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Podcast „IGEL – Inklusion Ganz Einfach Leben“
 
 
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Von Pleiten bis Stillstand – auch der Januar bringt die Inklusion nicht nach vorne
 
Monatsrückblick auf den Monat Januar 2026 mit Ottmar Miles-Paul, Redakteur der Kobinet Nachrichten und Sascha lang, Inklusator
 
 
In der 304. Episode des IGEL Podcasts werfen Sascha Lang und Ottmar Miles-Paul einen gemeinsamen Blick auf den Monat Januar 2026. 
 
Der Jahresauftakt verlief zwar etwas ruhiger, brachte aber dennoch wichtige Themen aus den Bereichen Inklusion, Antidiskriminierung und Gesellschaft mit sich. Ein zentrales Thema ist ein Urteil des Bundesgerichtshofs, das klarstellt, dass Maklerinnen und Makler Menschen nicht diskriminieren dürfen. Auch wenn es dabei nicht um Barrierefreiheit ging, wird deutlich, wie relevant solche Entscheidungen für den Diskriminierungsschutz insgesamt sind und welche Signalwirkung sie haben.
 
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf den Kobinet-Nachrichten und dem Projekt „Gute Nachrichten zur Inklusion“, das weiterhin positive Entwicklungen sichtbar macht und noch bis September 2026 läuft. Vorgestellt wird außerdem eine neue kostenlose Braille-Trainer-App der Deutschen Blindenstudienanstalt, die anlässlich des Geburtstags von Louis Braille veröffentlicht wurde und einen niedrigschwelligen Einstieg in die Brailleschrift ermöglicht.
 
International geht der Blick in die USA, wo ein Gerichtsurteil gegen American Airlines die Fluggesellschaft verpflichtet, massiv in barrierefreies Reisen zu investieren. Ergänzend wird das Projekt „Respekt-Land“ der Antidiskriminierungsstelle des Bundes thematisiert, das sich mit Respekt, Gleichbehandlung und dem Abbau von Diskriminierung in der Gesellschaft auseinandersetzt. Abschließend geben Sascha und Ottmar einen Ausblick auf den Februar 2026, unter anderem auf das Zero Project in Wien, persönliche Reiseerfahrungen sowie anstehende Podcast-Themen. Ein Monatsrückblick, der zeigt, wie Rechtsprechung, politische Initiativen und gelebte Inklusion zusammenhängen.
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Transkript

Mit DL-Produkten arbeitest du mit Rückenwind. So viel Rückenwind! Bis zum nächsten Mal. Sascha Lang, IGN Inklusion, ganz einfach leben, dein Podcast für geliebte Inklusion. Herzlich willkommen, das ist die Episode 304. Mein Name ist Sascha Lang, ich bin euer Inklusator und ich freue mich auf diese Ausgabe. Es ist nämlich wieder Zeit für einen Monatsrückblick. Wir schreiben den 1. Februar 2026. Moin Moin und herzlich willkommen und gute Unterhaltung. Iger Inklusion, ganz einfach leben. Herzlich willkommen. Das ist der 1. Februar 2026. Wir schreiben die Episode, wenn ich richtig gezählt habe, Nummer 304. Ja, im Januar kam nicht so viel raus. 301 hatten wir mit Kobinett Nachrichten und 304 haben wir mit Kobinett Nachrichten gefüllt. Und zwar den Monatsrückblick. Trotzdem herzlich willkommen, lieber Ottmar Malz-Paul. Ja, hallo in die Runde. Hallo, liebe Sascha und alle, die uns zuhören. Wir sind schon im Februar. Wahnsinn. Ja, und gefürchtet hattest du, dass eventuell diese Episode ausfallen würde, weil ich mich im Dezember und Januar mega viel im Umzug befunden habe. Aber du weißt, wir sind hartnäckig und wir kriegen auch das hin. Ja, ich finde, das wäre auch mal okay gewesen, wenn ein Monatsrückblick ausfällt, weil ich weiß, was Umzug bedeutet, wie viel Aufwand das ist. Du weißt es auch und hast es zum Glück geschafft. Ja, und so sitzen wir heute hier mal wieder bei einem Monatsrückblick. Ja, ich habe den nun so geschafft. Das war eine Herausforderung, weil noch kurzfristig meine Frau sich den Fuß gebrochen hatte. Und das war natürlich eine gehende Kraft weniger, eine rollende Kraft mehr. Aber und dann noch eine barrierefreie Wohnung zu finden auf dem Markt. Das bringt uns auch zum ersten Thema des Themas Wohnungssuche. Ich glaube, das wäre auch noch ein Thema, was ich mit Jenny im Sonntag trifft. Igel nochmal eingehen kann. Man trifft sehr viel auf Diskriminierung bei der Wohnungssuche, sei es soziale Diskriminierung, sei es People-of-Color-Diskriminierung, sei es aber auch Behinderungsdiskriminierung. Und ich bin auch der Überzeugung, dass ich in meinem Leben schon einige unsichtbare Diskriminierungen miterlebt habe. Blonde Frau, blinder Mann, das kann ja nicht funktionieren. Das klingt jetzt vielleicht ein bisschen brutal, wenn ich das so sage, aber Diskriminierung am Wohnungsmarkt, gerade mit der Lage, dass jeder Wohnungen sucht und nicht so viele Wohnungen da sind, ist an der Tagesordnung. Aber trotzdem hat der Bundesgerichtshof jetzt mal ein bisschen Tacheles geredet, ne? Ja, da brauchen wir uns, glaube ich, keine Illusionen machen, dass gerade bei der Wohnungssuche, da muss man immer gucken, sind das größere Wohnbaugesellschaften oder sind das Einzelvermieter. Ja, wenn wir da auflaufen, sei es jetzt mit dem Handicap oder mit anderer Hautfarbe oder vielleicht auch jemand, der nicht viel Geld hat, da merkt man, glaube ich, relativ schnell, vor allem auch bei der Konkurrenz, dass man da hinten runterfällt. Und das ist ohnehin eine große Herausforderung bei dem Wohnungsmangel und dann reden wir ja noch von massiven Wohnungsmangel, was Barrierefreiheit angeht. Also von daher Glückspilze, dass ihr so schnell eine Wohnung gefunden habt, die auch noch barrierefrei ist, also Hut ab. Das ist leider nicht der Standard, da warten viele lange dafür. Und dann kommt natürlich wirklich dazu diese Benachteiligung. Also man wird vielleicht erst gar nicht zur Wohnungsbesichtigung eingeladen, wenn man anklingen lässt, dass man Behinderung hat, wenn man einen Namen hat, der schon darauf schließen lässt, dass der jetzt nicht irgendwie ein deutscher Name ist, dann ist das noch oft viel offensichtlicher. Und so ging es einer Frau, ich glaube, sie kam aus Afghanistan, ist eine Lehrerin und die hatte sich an Makler gewandt und hatte immer wieder bekommen, nee, die Wohnung ist schon vergeben und ab einem gewissen Punkt hat sie dann gesagt. Das lasse ich jetzt mal prüfen, ich glaube es nicht wirklich. Und dann hat sie mal Leute Kontrollanrufe machen lassen. Und das ist eine bewährte Methode, wenn man rausfinden will zum Beispiel. Ob, wenn man in den Club nicht reinkommt, kommen andere rein, man selber nicht. Dann lassen wir mal andere das prüfen. Und siehe da, ich glaube Schneider, Schmidt und noch ein anderer deutscher Namen, die wurden dann eingeladen zur Wohnungsbesichtigung und sie nicht. Und sie hat jetzt fünf Jahre durchgehalten. Das ist ja auch dieses Problem. Man klagt dagegen. Sie hat Recht bekommen. Die Maklerfirma ist dann dagegen noch mal vorgegangen. Die sind jetzt beim Bundesgerichtshof, also beim höchsten Zivilgericht, sind sie jetzt gelandet. Und da kam die Entscheidung jetzt Ende Januar. Und die war für die Frau positiv. Denn es ging auch um die Frage, sind nicht nur Vermieter an die Nichtdiskriminierung gebunden, sondern auch Makler. Und das war eine wichtige Entscheidung, dass auch Makler in diesem Falle einen ganz wichtigen Beitrag dazu leisten haben, dass eben Menschen nicht bei der Wohnungssuche diskriminiert werden. Das allgemeine Gleichbehandlungsgesetz hilft dort. Und es hat sich auch gleich die Antidiskriminierungsbeauftragte zu Wort gemeldet auf Bundesebene, die Ferda Attermann. Ja, die hat natürlich erstens nochmal gesagt, naja, dass so eine Frau bis fünf Jahre lang sozusagen vor Gericht sich erstreiten muss. Um dann jetzt, ich sag mal, 3000 Entschädigungen zu bekommen, 3000 Euro, das ist ja nicht die Masse und die ganzen Gerichtskosten. Das wäre natürlich sehr lobenswert, aber das ist nicht der Alltag der Menschen, die diskriminiert werden. Und deshalb hat sie auch gesagt, müssten wir nochmal Klarstellungen und Verbesserungen im allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz schaffen. Und damit ist natürlich der Bogen zu einem Gesetz gespannt, über das wir ja auch schon öfters gesprochen haben, wo die Reform immer noch nicht zu sehen ist. Das heißt immer, es kommt bald, es kommt bald, aber es liegt immer noch kein Referentenentwurf vor. Ja, wir rechnen jetzt, dass Februar, März eventuell da was kommen könnte. Ich bin ja so ein bisschen Bündnis, AGG-Reform jetzt und ja, wir bleiben da dran, aber so wie es der Frau ging mit den fünf Jahren, so geht es auch dem Bündnis. Es ist furchtbar, wie lange die Dinge dauern, aber an der Stelle sage ich mal, ein Erfolg und auch solche Erfolge sind gerade in solcher Zeit enorm wichtig. Ja, das BGG ist immer noch nicht weiter. Das hast du gerade erwähnt. Das heißt, wir sitzen noch auf heißen Kohlen, ob überhaupt was passiert. Und wenn ich dann so ein paar Artikel auch bei euch lese, ja, die Bundesregierung kann Barrierefreiheit nicht. Also da ist ja Nachholbedarf. Und wenn ich dann so auch heute Morgen wieder in den Nachrichten gehört habe, was jetzt da eine CDU-Gruppe angeboten hat wegen Reformen, Steuersenkungen für die Leute, aber dann auch hier und da an den Kratzbaum gehen und die und da abkratzen von der Eingliederungshilfe bis, bis, bis. Die Landesbehindertenbeauftragten haben sich auch dazu geäußert, dass da im Moment eine große Schieflage ist und das so nicht weitergeht. Ja, die Landesbehindertenbeauftragten, da gibt es ja immer so die Konferenz der Beauftragten der Länder und des Bundes. Die sind in den letzten, ich sage mal, zwei, drei Jahren richtig aktiv, haben auch zu aktuellen Themen immer wieder Stellung bezogen, so natürlich auch zu Reformbehindertengleichstellungsgesetz, aber auch natürlich, was Eingliederungshilfe-Reform-Diskussion angeht. Und das betrifft ja viele behinderte Menschen, die Leistungen bekommen. Und da ist schon gut, dass die Beauftragten sich zu Wort gemeldet haben. Aber man muss halt natürlich wissen, ja, das ist ein großes Rad, das hier gedreht wird. Wir hatten jetzt ja die Ergebnisse auch der Sozialstaatskommission. Man kommt ja überhaupt nicht mehr hinterher, was für Kommissionen es im Moment gibt. Und dann poppt immer irgendwas auf. Aha, was droht, was blüht uns? Gibt es Verbesserungen, gibt es Verschlechterungen? ist immer so ein bisschen schwierig, das zu analysieren. Und ich habe mal so reingeguckt bei der Eingliederungshilfe. Naja, was bleibt? Es bleibt, wir müssen sparen. Und dann kommt, was weiß ich, dann kommt Bürokratie, Abbau, Pauschalierung. Und das sind alles solche Begriffe, die sind noch nicht gefüllt, was das konkret heißt. Und ja, da sind ganz viele unsicher, nervös. Und es ist bedrohlich, weil wenn ich die Hilfe, die ich brauche, nicht mehr bekomme. Ist ja auch für Leute, die Bürgergeld bekommen, das ja bald nicht mehr so heißen wird. Wenn mir noch mal weiter Geld abgezogen wird. Dann sind das ernsthafte Bedrohungen und in so einer Gemengenlage sind wir im Moment und dann kommen immer wieder irgendwelche Vorschläge, dann werden die Arbeitnehmer als faul pauschal beschimpft, dann heißt Teilzeit soll nicht mehr gehen, dann gucke ich auf die Arbeitsmarktzahlen, seit zwölf Jahren die höchste Arbeitslosigkeit und da denke ich auch immer, ach, es wäre einfach gut, wenn die Regierung sich mal um ihr Kerngeschäft kümmert und nicht einfach in die Welt rausgeplärt wird, was man noch alles verschlechtern könnte. Das ist Stimmungsmache und das passt auch in die Zeit, weil da wird ein Boden bereitet, wo es vielleicht dann doch mal richtige Kürzungen gibt. Und da wird gerade, glaube ich, ganz viel auch von eher konservativen Kräften ausgetestet. Ja, was können wir jetzt gerade mal durchsetzen? was jahrelang nicht denkbar war. Also Teilzeit abschaffen, so ein Quatsch. Man kann froh sein, wenn Leute Teilzeit arbeiten, die vielleicht nicht arbeiten würden. Leute müssen sich um ihre Kinder, um Eltern kümmern, die vielleicht Unterstützung, Pflege brauchen. Und dann will man da jetzt irgendwie Teilzeit da schlecht machen. Also das sind lauter so Dinge. Ich denke, die Regierung sollte mal einfach ihre Geschäfte machen. Und das haben wir halt auch beim Bundesbehindertengleichstellungsgesetz. Das liegt immer noch im Schreibtisch und wurde immer noch nicht vom Kabinett verabschiedet. Und das geht jetzt ja schon jahrelang so. Du siehst mein Leiden an der Stelle, weil ich berichte ja natürlich gerne über das, was passiert. Aber ich möchte auch Erfolge sehen und dass Leute, die sich engagieren, dass wir endlich auch mal mehr Barrierefreiheit und Teilhabe bekommen, denn da haben wir noch einiges, was ansteht. Ja, aber jetzt sind schon wieder 30 Tage vergangen und einiges, was ansteht, geht nicht voran. Aber es kommen auch mal so die eine oder andere positive Nachricht dran. Jetzt habe ich gesehen, das kleinste Bundesland ist es, glaube ich, Saarland, will jetzt das Gleichstellungsgesetz mal anpassen. Ja, das ist so ein Prozess. Du zögerst so, das klingt so. Ja, das klingt gut, aber. Genau, dieses Aber, weil ich hatte eine Bekannte, die hier im Podcast auch schon war, die Dr. Maria Andrino, die hatte mir die Pressemeldung geschickt und dann habe ich geguckt und habe gedacht, jetzt bin ich mal gespannt, weil das war gerade an dem Tag, wo ich dachte, naja, vielleicht macht ja die Bundesregierung, kommt sie doch voran mit ihrem Behinderten-Gleichstellungsgesetz. Und da habe ich halt im Saarland mal geguckt und ja, da sind schon eine Reihe von Ideen drin, Stärkung des Behindertenbeauftragten, Stärkung des Behindertenrats und solche Dinge. Aber dieser Kern, dass die Kneipe an der Ecke, dass der Bäcker in der nächsten Straße, dass die barrierefrei werden, da gehen auch die Länder, da kommen die auch nicht richtig ran. Und deshalb ist es gut, wenn die Länder immer nach und nach auch ihre Gesetze reformieren, neuen Sachstand anpassen, zum Beispiel auch das Thema Bereitstellung von verständlicher, leichter Sprache, dass man überhaupt mal weiß, was tun sie und gerade auch an die Digitalisierung aufzupassen. Also Saarland, ja, es bewegt sich, aber ich denke immer, es ist so mühsam, es geht so langsam und wir könnten doch jetzt mal einen schönen großen Wurf hinkriegen und das dürfte der Saarland-Entwurf nicht sein. Okay, dann aber eine positive Bilanz zu einem wunderschönen Programm namens Respekt. Respekt, da geht es um Sport. Habe ich das richtig? Das muss man gucken. Also hier steht, ich habe das hier bei den Co-Millen-Nachrichten gelesen, dass es ein bundesweites Programm ist. Respekt. Da muss ich mal gucken, weil ich bin nicht immer auf der Höhe, weil einiges nämlich auch mein Kollege Hartmut Smikac berichtet. Und dann muss ich immer gucken. Positive Bilanz zum Respekt heißt das Programm von der Antidiskriminierungsprogramm. Ah, Sascha, ja, jetzt bin ich auf Kurs. Und zwar Respekt. Das war auch live. Wir schneiden das jetzt schon. Ja, ja, das ist überhaupt. Wir wollen, dass die Hörer das mal mitkriegen, dass wir manchmal, wir sind ja noch mal kurz zur Erwähnung für die Neuen dazugekommenen. Also Ottmar weiß nicht, was ich frage. Ich überlege mir morgens, ich hier aufzeichne nur kurz Internet und dann machen wir zum Respekt weiter. Aber dass die Leute auch verstehen und Respekt haben dafür, wie das hier abläuft. Wir sprechen uns vorher nicht ab. Ich checke die Nachrichten von Kobinett, fliege drüber, nehme mir auch manchmal JGPD zur Verfügung und sage, JGPD sucht mir die spannendsten Nachrichten raus. Und dann kommen die hier auf mein Display und ich setze die dann in meine Datei. Und Ottmar weiß nicht, was auf ihn zukommt. Das heißt, der muss die 200 Nachrichten, die bei Kobinett sind, entweder wissen oder nicht. Und hier kam mal einmal in den letzten 56 Episoden, wo ich Ottmar auf dem falschen Fuß erwischt habe. Ja, weil Sascha, sonst habe ich immer das Glück, du sagst immer noch ein paar Takte dazu. Und dann weiß ich, ah, darum geht es. Aber für mich ist das immer, das ist wunderbar, weil da muss ich richtig wach sein. Weil das ist wie eine Prüfung. Also im Januar haben wir 205 Nachrichten in den Kobinet-Nachrichten veröffentlicht. Und die habe ich nicht alle selber bearbeitet, sondern da gibt es auch noch andere, die schreiben. Also die hat man dann auch nicht ganz so im Gedächtnis wie die eigenen. Aber beim Thema Respekt, jetzt habe ich nämlich, weil es gab das Programm Respekt Land. So hieß das. Das ist ein Förderprogramm der Antidiskriminierungsstelle des Bundes. Das wurde vor drei Jahren gestartet und ich hatte mich damals auch mit dafür eingesetzt, dass wir das bekommen, weil die Antidiskriminierungsstelle hatte damals auch richtig erkannt, ich bin da auch im Beirat, hatte richtig erkannt, dass wir einfach viel zu wenig Beratungs- und Unterstützungsangebote in Sachen Antidiskriminierungsstelle, Antidiskriminierung haben. Also wenn man Diskriminierung erlebt, wo geht man hin? Ja, man kann sich bei der Antidiskriminierungsstelle des Bundes melden, dort eine Eingabe machen. Die prüfen, bearbeiten das aber eine intensivere Beratung. Das wäre natürlich gut, wenn die in der Nähe wären. So haben die 35 Projekte, waren es glaube ich. Haben die gefördert. Die hatten, glaube ich, 5 Millionen Euro zur Verfügung pro Jahr, drei Jahre lang. Und es war immer so ein Gebibber, schafft man es, dass die Haushaltsmittel auch fürs nächste Jahr zur Verfügung gestellt werden. Und unter der Ampelregierung ist das immer wieder gelungen, weil zum Teil musste man noch die Abgeordneten anschreiben. Und ich weiß auch, die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland, die hat zusammen mit dem Berliner Verein AXE, haben die auch eine Fachstelle Antidiskriminierungsberatung, die sich nochmal gezielt auch mit behinderten Menschen beschäftigt. Und dieses Mal ist es nicht gelungen. Das Geld wurde sozusagen nicht mehr bewilligt. Es gibt auch keine Ersatzprogramme. Und das ändert trotzdem nicht daran, dass das eine positive Sache war. Also das hat schon die Antidiskriminierungsberatungsstellen gestärkt. Das hat viele zusammengebracht, weil viele Antidiskriminierungsberatungsstellen, Die haben so ihren Schwerpunkt. Also manche kommen so aus dem Rassismusbereich, Migration, andere kommen aus dem Bereich, ja, Schwule, Lesben, LSBTQ oder wie es heißt. Und ja, wir haben halt das Thema Behinderung, geht dann schon manchmal unter. Und da hat die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland mit diesem Projekt eine ganze Menge an Schulungen, an Austausch gehabt, dass auch die anderen Beratungsstellen ein besseres Verständnis über Behinderung und welche Diskriminierung wir erfahren bekommen. Also das war eine richtig gute Sache. Halt natürlich schade, wenn es dann so endet. Und ich sage mal, für die Antidiskriminierungsstelle des Bundes ist es leider auch eine Schwächung jetzt, weil sie hatten einfach auch mal Projektmittel. Weil sie sollen ja auch gerade diese Beratung unterstützen. Also ein gutes Programm, das hoffentlich irgendwo mal wieder Fuß fassen kann, aber bei den letzten Haushaltsberatungen unter den Tisch gefallen ist. Und das zeigt auch wieder so ein bisschen, wir haben gute Sachen, wir haben gute Ansätze, wir haben auch Leute, die gute Arbeit machen, die sich reinfuchsen. Dann ist man wieder projektabhängig und da bröckeln uns im Moment eine ganze Reihe von Projekten weg. Wir hatten über Disability Studies gesprochen, die man mühsam erkämpft und aufgebaut hat. Ja, und das bereitet mir schon Sorge. Aber das Projekt Respektland, das war richtig gut. Sehr gut. Wir haben noch die Kurve gekriegt. Respekt für deine, wie sagen wir, die Kurve. Schön, dass wir da nochmal reingekommen sind. Ja, ich hatte ein bisschen an Informationen gemangelt. Das muss ich mir Asche auf meinen Hauch. Das macht gar nichts. Dadurch haben wir mal beleuchtet, wie das hier läuft. Das war gut. Absolut, absolut. Absolut. Und bei 55 Episoden einmal ein, ich weiß gerade gar nicht, um was es geht, finde ich schon bei jedem Monat fast 200 Nachrichten Respekt. Lieber Ottmar, ja, wir könnten uns in diesem negativen Dreck suhlen, sage ich jetzt mal so, in diesen ständigen, ja, die Grundsicherung soll reformiert werden, da fallen wieder Menschen mit Behinderung runter. Oder ich habe heute noch, wie gesagt, noch Sachen gehört, wo ich gedacht habe, boah, Jungs, was macht ihr denn? Was ist das? Ihr seid doch ganz anders angetreten. Und jetzt kommen sie mit Reformen um die Ecke. Welche davon natürlich nachher umgesetzt werden, ist natürlich mit der SPD nicht so klar. Aber da die Brandmauern ja auch fallen, auch wie ich das jetzt gelesen habe, dass sogar die Bevölkerung die Brandmauern in Sachsen, glaube ich, wo die nächsten Wahlen sind. Akzeptieren würden, wenn die Brandmauer fällt, also dass die AfD in die Verantwortung kommen sollte, frage ich mich, wo wird das sozialmäßig hingehen? Wo werden wir Menschen mit Behinderung stehen? Traust du dich da, eine Prognose zu stellen? Oder glaubst du, wir kriegen noch irgendwie die Kurve und es kommt noch jemand um die Ecke, der das Ganze noch mal ein bisschen, weil Friedrich Merz, der können wir ja wirklich definitiv, glaube nicht, dass der noch mal für eine Kandidatur antreten sollte. Ich glaube, dass der hinten runterfällt, wann man auch die Zahlen sieht. Das ist ja Wahnsinn. Und der macht es in verschiedenen Hinsichten Trump ja nicht, also der ist ja eine Light-Version von Trump in verschiedenen Hinsichten. Nicht in dem Blödsinn, den er erzählt, aber in der Art und Weise, wie er regiert. Das ist das große Problem. Also es ist ja nicht nur theoretisch, was da gerade stattfindet. Also wir haben, glaube ich, dieses Jahr vier oder fünf Landtagswahlen anstehen. Die ersten im März, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und dann kommen die Wahlen in den neuen Ländern. Ich glaube, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und ich weiß nicht, ob Brandenburg auch noch ansteht. Da kippelt es ja auch. Und ich habe halt immer diesen Blick in die USA, weil ich dort Freunde, Bekannte habe. Und da gruselt es so ein bisschen, weil man sieht, wie es von Sprüchen, von Aussagen dann in die bittere Praxis kommen kann. Und ich sage mal was Positives, also der Bruce Springsteen hat ja einen Song gemacht zu Minneapolis, der wurde schon über drei Millionen Mal angeklickt. Und da dachte ich mir, oh, jetzt kommt die Kultur endlich auch. Die Kultur meldet sich mehr für Worte. Weil ich weiß, als ich in den 80er Jahren aktiv war, da war ja auch so hohe Arbeitslosigkeit, dann mit den Pershing-2-Raketen, man wusste nicht, wohin es geht, Sozialkürzungen und da hat die Kultur eine ganz wichtige Rolle gespielt. Da waren ganz tolle Künstler aktiv und ich hoffe, dass diese Szene so langsam auch mal wieder emotional die Menschen berührt, weil faktisch wir sind völlig überfordert, wir sind völlig erschlagen, was da täglich rausgehauen wird und man guckt schon oft gar nicht mehr, was kommt. Ich denke, das ist die eine Sache. Ich war etwas herausgefordert damit, wo geht das Ganze hin, wo bewegen wir uns hin, als ich meinen zweiten Roman geschrieben habe, den ich jetzt endlich am 1. Januar freigekriegt habe zur Veröffentlichung. Und zwar, ich habe aus der Perspektive 2034 geschrieben. Und da musste ich mich ein bisschen damit auseinandersetzen. Ich glaube, es wird wirklich einiges schlechter. Ich glaube auch, wir werden uns eine ganze Menge Herausforderungen stellen müssen. Ich sehe, dass das nicht widerspruchslos hingenommen wird, dass also Leute auch anfangen, wieder verstärkt zusammenzuarbeiten, sich zu wehren. Und wir werden auch immer mal wieder Erfolge erzielen. Also solche Gerichtsentscheidungen sind total wichtig. Ich bin davon überzeugt, dass es noch wichtiger wird, dass wir uns gegenseitig unterstützen, dass wir gerade auch Menschen, die sagen, ich will inklusiver, ich will selbstbestimmter Leben. Ja, dein Buch habe ich von Patinensystem geschrieben, dass wir einfach auch die Leute unterstützen, an die Seite stehen. Also ich denke, wir werden schon was hinnehmen, aber ich glaube, wir stehen wieder auf. Wir werden uns wieder aufrichten und das ist in der Politik auch eine Sache. Es geht rauf, es geht runter und dann kann man so hoffen, dass es nicht so schlimm wird, dass es wieder hoch geht. Und das glaube ich auch in den USA, so bedrohlich das alles wird. Und ich glaube auch bei uns, die Leute werden schon irgendwann mal erleben, es ist nicht so einfach, wie man sich denkt. Da kommt irgendwie eine starke Hand, die richtet das alles. Ich glaube, wir müssen da nochmal Demokratie auch nochmal neu lernen. Sicherlich einiges anders machen, aber ich war richtig frustriert, lange Zeit und ich komme so langsam wieder hoch, wo ich denke, jo, wir müssen uns jetzt dafür bereit auch machen, aktiv wieder zu werden, mehr aktiv, gezielter aktiv, aber dann auch vor allem, dass wir wieder mal richtig was erreichen und da glaube ich dran. Demokratie wieder lernen, will die Politik, dass wir Demokratie wieder lernen? Machen Sie nicht seit Corona einiges dafür, dass wir es nicht mehr können. Ja, ich habe auch viele Gedanken daran verwendet, wo ich dann irgendwann gesagt habe, wie war das früher, als ich politisch aufgewachsen bin, also gerade so in den 80er Jahren und da brauchen wir uns nichts vormachen, da war die Welt auch kein Kuschel zu oben. Und für uns, als ich dann anfing behindernpolitisch mich zu engagieren, wir waren ja meistens gegen eine riesige Mauer sind wir angestoßen mit unseren Ideen, Selbstbestimmung und all das. Das war kein Kuschelzoo und wir haben uns Schritt für Schritt vorangekämpft. Und ich glaube, die Regierungen haben immer wieder mal Zugestände, sie haben sich weiterentwickelt, aber die Regierungen waren oft jetzt nicht so daran interessiert, dass es so viel Demokratie gibt, dass sie gegen ihre Beschlüsse demonstriert wurden. Und ich glaube, es liegt bei den Menschen. Ich denke, es liegt an den Menschen, inwieweit man auch für die Rechte eintritt, inwieweit man sich auch engagiert. Weil wenn ich mich nicht engagiere, dann überlasse ich den anderen das Feld. Also wenn andere Hassbotschaften schreiben und ich nichts mache, dann stehen die da. Aber wenn auch andere Stimmen kommen, die die Leute unterstützen, dann sieht das anders aus. Das beobachte ich auch in den USA. Also meine Ex-Frau, die ist da sehr aktiv. Da schließen sich Leute in den Städten, in den Gemeinden verstärkt zusammen. Und das meine ich auch wieder, mehr Demokratie zu lernen. Ja, es lebt von uns und es lebt davon, dass wir auch gute Leute finden und wählen, die sich einsetzen. Ja, weil die haben es schwer. Wer was Gutes bewegen will, ist oft allein und da kann es schon helfen, wenn man auch mal bei ihnen irgendwas gemacht wird. Mensch, habt ihr gut gemacht oder was kann ich tun, um euch zu unterstützen? Denn wie gesagt, das ist alles ein Prozess und am Ende zählt, ob man eine Mehrheit findet oder nicht. Das klingt sehr gut, aber wir haben uns jetzt so viel mit negativen Sachen beschäftigt, Ottmar. Diesen Monat gab es ja noch eine schöne Nachricht, die ich gerne hervorheben will. Ottmar Malz-Paul veröffentlicht seinen zweiten Roman. Der Autor von dem ersten Johann Zündel an den Strukturen, da war der Wunsch nach einer Fortsetzung. Du hast uns schon im ersten Podcast davon erzählt, im ersten Podcast des Jahres. Wie war denn so die erste Veröffentlichung? Wie sind die Reaktionen? Was sagen die Groupies? Ja, die Groupies. Ehrlich gesagt, wenn man so ein Buch veröffentlicht, dann ist man natürlich erstmal total froh, wenn man Rückmeldungen bekommt. Und der Uwe Heinecker, der war beim ersten Buch, war der unheimlich schnell. Da hatte ich, das war veröffentlicht, da kam schon eine Nachricht, oh Mensch, toll und dem hatte ich einfach die PDF-Datei geschickt und dann kam irgendwie, ich hatte es morgens geschickt, abends kam ohne Unterbrechung, nur ganz kurz beim Mittagessen hat er es gelesen, hat auch eine kleine, auf Amazon eine kleine Rückmeldung da, Rezension geschrieben und das hat total geholfen, dass da so ein Rückenwind kam. Weil gerade die ersten Reaktionen, wenn du da hörst, oh was für Mist, oh da hättest du das machen, Also das würde einen so richtig runterhauen und bisher hatte ich recht viel Glück mit den Rückmeldungen. Wir hatten auch schon eine Dunkellesung in Kassel, da war der Raum beim Zentrum für Selbstbestimmtes Leben, der war gut voll und das war auch eine schöne Diskussion, weil bei der Lesung, du kriegst ja nur einen Ausschnitt. Also es war auch eine gute Diskussion. Und was ich jetzt so merke, und das macht richtig Spaß, dass Leute sich jetzt so einzelne Punkte aus dem Roman, es ist ja nicht einfach nur ein Roman für sich, sondern da ist ja auch Botschaft natürlich dahinter, ich will raus von der Exklusion zur Inklusion. Dass Leute sagen, Mensch, das ist interessant mit den Patinen. Ja, ich überlege auch, was kann man da machen? Dann habe ich gestern eine Anfrage bekommen aus jemandem aus Süddeutschstadt. Gibt es das schon mit den alternativen Arbeitsplätzen zur Werkstatt oder ist das erst 2034, aus dem ich das Buch geschrieben habe? Dann habe ich mich natürlich hingesetzt, habe mir die Paragraphen rausgesucht, ein paar Filmen. Also zur Beruhigung, es gibt es schon, Gott sei Dank. Es gibt es schon, ja. Und sie ist halt auch dabei, Leute zu unterstützen, irgendwie andere Wege zu gehen. Und mit Jennifer Sonntag hatte ich einen total guten Austausch. Die hat sich per WhatsApp meldet und hatte dann auch ihre Erfahrungen geschildert. Und da muss ich sagen, das macht mir Spaß. Also die müssen jetzt ja, Daniel Horneber hat mir Rezensionen geschrieben. Die war eigentlich auch gut. Er sagt auch, hat Spaß gemacht zu lesen. Er hat dann noch ein paar Sachen angemalt. Was weiß ich, warum der Polizeikommissar, ob das so wichtig ist, dass er eine Schwägerin hat, die einen Rollstuhl nutzt. Wie gesagt, ich liebe ja Kritik. Das kann positiv, das kann negativ sein. Aber es hat mich jetzt im Januar doch beschäftigt, weil dann immer wieder mal Leute sich melden und nachfragen. Und jetzt bin ich mal gespannt. Wir haben jetzt eine Online-Lesung am 4. Februar. Am 5. Bin ich in der Fernsehsendung in Hannover mit anschließender Lesung. Ich bin mal richtig gespannt, was holen sich die Leute aus dem Roman raus, denn es ist schon vielschichtig, was da drin ist und das ist wieder, finde ich, schön, weil wenn es die Leute ins Denken bringt oder ins Fragen oder wenn man da in einen Austausch kommt, dann denke ich auch gut, was willst du mehr mit dem Buch erreichen, also bisher macht das echt Spaß. Und ich war eigentlich verhalten mit Lesungen, aber jetzt habe ich doch wieder ein paar angenommen. Das klingt gut. Sehr, sehr, sehr gut. Diesem Zusammenhang können wir schon mal ganz sanft und zärtlich uns auf den Februar vorbereiten. Oder hast du noch irgendwas, was ich vergessen habe im Januar? Es waren so viele Nachrichten, aber gibt es noch was? Die haben sich ja auch teilweise viele um dieselben Themen gedreht, die wir gerade angeschnitten haben. Oder gibt es noch ein Thema, was ich vielleicht übersehen habe? Ja, ich glaube, dass das war es eigentlich. Also weil, wie gesagt, es dreht sich wirklich, ich denke, bin ich immer so gut, da denke ich, oh, das sind alles alte, bekannte, die Themen. Wir hatten jetzt ja diese Gedenkveranstaltungen, die sind im Januar immer mit dem Holocaust-Gedenken. Fand ich eigentlich, jetzt ist ein schwieriges Thema, aber ich fand es gut, dass sich da wirklich auch wieder viele Leute engagiert haben, auch dass bei den Gedenkstätten die Besucherzahlen gestiegen sind nochmal, da hatten wir Berichte. Das ist immer so der Abschluss des Januars. Und wie gesagt, und dann hat mich natürlich gefreut, dass dieses Wohnungsurteil kam. Da dachte ich, jo, der Januar, wir kommen weiter ins Licht zum Frühling und mehr davon. Also da war jetzt erstmal noch nichts bei den guten Nachrichten. Habe ich noch was, wenn du was wissen willst? Ja, ja, selbstverständlich. Ich wollte gerade ansprechen. Noch läuft das Projekt Gute Nachrichten zur Inklusion bis Ende September 2026. Das ist richtig, ne? Ja, wir haben jetzt noch acht Monate. Genau. Und wir wären ja nicht der IGL-Podcast Monatsrückblick über die Kubinett-Nachrichten, wenn wir nicht uns Richtung Ende mit den guten Nachrichten beschäftigen würden. Ja, ich habe zwei Sachen. Also ich treffe ja immer mal wieder auf Leute und gerade auch, weil ich viele Lesungen mit der Sabine Lohner mache. Darum konnten wir auch eine Dunkellesung machen, weil die liest nämlich von ihrer Preilzeile ab. Und dann sind immer ganz viele so fasziniert, so Breilschrift. Hat auch wieder was so ein bisschen von Geheimschrift, so von früher in der Schule, wie man hatte. Und jetzt gibt es eine neue kostenlose App, die ist von der Deutschen Blinden Studienanstalt, auch zum Tag des Geburtstages von Louis Breil, in dem Zusammenhang erschienen. Und zwar kann man mit dieser App, da gibt es einen Braille Trainer. Da kann man also lernen, die Breilschrift. die ja im Kern aus sechs Punkten besteht. Und das finde ich schon spannend, auch nach Wegen zu suchen, wie kann man das einer breiteren Öffentlichkeit zur Verfügung stellen. Ja, weil so schwer ist es gar nicht. Ich meine, du machst manchmal Breitkurse. Im Detail ist es wahrscheinlich schwerer, wie man denkt. Aber ich sage mal, die Grundzüge der Breitschrift zu erkennen und auch, ich sage mal, für Kinder, Jugendliche damit auch mal rumzuspielen, fand ich eine gute Sache. Und eine zweite Sache hat mit dem Flugverkehr zu tun. Du bist ja auch jemand, der oft fliegen muss. Nicht nur zur Kneipe raus, sondern wirklich mit dem Flugzeug. Ja, Americans Airline, die hatte in den USA ein zünftiges Urteil eingefahren. Und nun wurde entschieden, dass die 16,8 Millionen US-Dollar in Maßnahmen stecken müssen, um eben barrierefreies Reisen zu verbessern. Und das fand ich jetzt mal eine schöne Sache. Das eine ist ja, wenn jemand verklagt wird. Aber das andere ist natürlich zu sagen, okay, hier, das hast du jetzt konkret zu tun und da müssen neue Bordrollstühle angeschafft werden, Praktiken, wie das ist, dass zum Beispiel der Rolli nicht verloren geht, dass behinderte Menschen würdig behandelt werden, müssen geändert werden und da dachte ich, aha, guck mal, es geht doch. Ja, sagen wir mal so, das Gericht hat das jetzt so entschieden. Die Frage ist, ob Mr. Donald das so dann läst, weil er will ja an sich mehr Diskriminierung als weniger. Ja, ich habe noch nichts von der Intervention gehört. Das gibt es auf anderen Bereichen, gerade in den USA. Aber das fand ich jetzt mal, dass so eine Airline auch eine klare Ansage kriegt, ihr müsst da jetzt ran. Sehr gut. Lass uns jetzt nach vorne schauen auf den Februar. Ich plane dieses Jahr zum Zero Project nach Wien zu fahren. Da geht es um Assistive Technologies. Weltweit großes Event, immer wieder im Februar, März stattfindet. Ich habe dieses Jahr wirklich vorgenommen. So, das ist meine Auszeit mit meinem Assistenten, mit Noah. Ich freue mich da drauf. Ja, super. Zero Project ist ja was. Die sind schon seit vielen Jahren dran. Die zeichnen immer interessante Projekte aus. Das ist schon so eine Konferenz in Wien. Da kommen schon viele spannende Leute zusammen. Da bin ich mal gespannt, was du zu berichten hast. Ja, und werde dann auch endlich mal Martin Latsch, der da hoffentlich persönlich kennenlernen. Also das ist mal das Ziel. Ich habe schon in meinem Kontakt in Wien gesagt, du musst mich unbedingt mit Martin zusammenbringen. Also lass uns endlich mal persönlich kennenlernen. Wir haben schon vieles miteinander getan, seit dem Radiosender schon. Also über 16 Jahre kenne ich den ja fast so lange wie dich. Ziemlich direkt danach kennengelernt. Aber nur online. Wir haben uns live noch nie getroffen. Ja, hoffentlich klappt es. Also Martin Latschetter ist schon ein guter Freund von mir. Also hoch engagiert in Österreich über so viele Jahre und auch in einer fachlichen Tiefe, die doch immer wieder beeindruckend ist. Also ich hoffe, ihr kommt mal zusammen. Der Martin isst gern. Vielleicht klappt das ja, dass ihr mal ein lecker Essen oder irgendwas habt. Aber auf der Konferenz wird es wahrscheinlich hektisch sein. Das kann gut sein. Ja, und dann werde ich zum ersten Mal wahrscheinlich eine andere Airline mit ausprobieren. Also ich bin ja ziemlich oft mit der Luxair geflogen. Mittlerweile sind wir ein Team, die Luxair und ich. Also es geht mit Assistenz alles gut, außer an den Flughäfen. Da liegen wir natürlich nicht unter der Macht der Luxair, sondern in Hamburg beginnt ja heute auch am 1. Februar eine neue Firma. Das ist die Firma aus Berlin. Ich hoffe, Sie haben aus den Fehlern in Berlin gelernt und machen die Assistenz in Hamburg besser. Sie haben sich ja am Anfang wenig Personal von der jetzigen Roten Kreuz mitgenommen. Weil sie gedacht haben, sie können das alle alleine meistern. Und jetzt sind sie auf einmal den Leuten vom Roten Kreuz mal hinterhergelaufen und sie trotzdem zu engagieren. Sehr spannendes Phänomen, wenn dann so eine langjährige Tradition, das Rote Kreuz hat in Hamburg die Assistenz geregelt bis jetzt immer. Und sie haben aber im Ausschreibeverfahren hat der Hamburger Flughafen entschieden, die Firma aus Berlin zu engagieren, die das auch am BER macht. Das ist manchmal gut, manchmal weniger gut. Wir schauen mal, was das wird. Das ist aber auch eine Herausforderung für diesen Monat. Und wie gesagt, ich fliege dieses Jahr wahrscheinlich zuerst mal mit Australian Airlines von Wien nach Hamburg. Und ich bin mal gespannt, wie das da abläuft mit der Assistenz und mit dem Blind und mit dem Hund und alles so. Das ist ja immer so wieder eine Herausforderung. Es gibt sicherlich die ein oder andere, die schon mit Australian Airlines geflogen sind. Wer mir vielleicht einen kleinen Tipp geben will, der kann das gerne machen. Ihr kennt ja unsere Daten. Und darauf will ich jetzt hinaus. In diesem Februar, wir haben Ottmar Malz-Paul's Buch angesprochen. Was für ein Zungenbrecher, ne? Ottmar Malz-Paul's Buch angesprochen. Da gibt es eine coole News für unseren Igel-Podcast. Erzähl mal. Ja, das war dank deiner Flexibilität. Schaffen wir das hoffentlich. Und zwar, die Sozialhelden hatten angefragt, ob ich eine Online-Lesung mache. Und ich habe ja schon von einigen Leuten so, kommst du denn zu uns in die Stadt und machst du da eine Lesung? Und ich schaffe es halt immer nur ganz begrenzt. und dann dachte ich, Online-Lesung ist super und vor allem auch, ich kriege immer mal wieder Anfragen, habt ihr auch Gebärdendolmetscher? Ja, die haben Gebärdendolmetscher. Wir machen am 4. Februar eine Online-Lesung. Die Sabine Lohner wird mit dabei sein. Das ist diese tolle Leserin aus Frankfurt, die von ihrer Wahlzeile abliest. Und da haben wir die Möglichkeit, dass wir die Lesung für den Igel-Podcast mitschneiden und anschließend werde ich noch ein Gespräch mit Jennifer Sonntag führen. Die Idee kam auf, weil wir hatten so einen WhatsApp-Austausch und ich dachte, Jenny, du hast so viele spannende Fragen, aber auch deine eigenen Erfahrungen als Schreibende, dass wir nach der Lesung noch einen kurzen Autorenaustausch hinten anhängen. Und ja, da freue ich mich drauf, weil das sind so Momente wieder, wo man mit Leuten einfach ins Gespräch kommt und auch nochmal Reaktionen auf den Roman kriegt. Also von daher ist der Februar für mich davon gezeichnet und ich denke, die schaffen wir vielleicht, dass der Podcast auch im Februar veröffentlicht werden kann. Und dann habe ich für mich noch, es wird um die Eingliederungshilfe im Februar gehen, da informiert das Bundesministerium für Arbeit und Soziales über den Stand der Dinge, wenn sie schon keine gescheite Beteiligung hinbekommen. Also dann bin ich jetzt mal gespannt, wie sich das entwickeln wird. Ja, und ansonsten hoffe ich natürlich, dass uns der Februar wieder ein bisschen mehr Sonne bringt, mehr Zuversicht. Das können wir alle gebrauchen und die tanke ich dann auch, wenn sie draußen ist, die Sonne. Im Februar gibt es noch natürlich den Sonntag trifft Igel Podcast. Das wird natürlich da definitiv die Episode dann passieren. Und im Februar machen wir noch mal ein bisschen mit unserer Serie weiter, die wir angefangen haben. Wir haben ja im August eine Sendung über Frida Kahlo gemacht und was das mit Menschen macht. Diese Personen, die mit Behinderung leben und die sich trotzdem da in der Welt gut durchboxen, weil welche Inspiration sie geben. Und Februar wird ein Podcast erscheinen. Ich habe da ja nicht geschafft, im Rhythmus zu bleiben, wie ich das wollte, alle zwei Monate. Aber Nina Schweppe wird zu Gast sein und sie ist inspiriert von Margarete Steif. Margarete Steif ist diejenige, die diese Plüschtiere oder sind das Plüschtiere, kann man das so nennen? Sie diese Stofftiere entwickelt hat, die Steiftiere, die ja einen Riesenerfolg auch haben. Und Margarete hatte auch eine Behinderung. Und ja, welche Behinderung und wie sie Nina Schweppe, die selber auch selbstständig ist, inspiriert Und wie das beides funktioniert und wie man auch mit trotz Behinderung selbstständig sein kann in den heutigen Zeiten, das werden wir dann im Februar auch in einem Podcast hören. Und ich kann jetzt schon heute am 1. Februar zusagen, dass es wieder, ich denke mal, mehrere Ausgaben gibt. Wie viel weiß ich noch nicht im Februar. Ich gebe mir noch im Februar ein bisschen Ruhe, um das Ganze zusammenzubauen hier. Da gibt es noch ein paar Sachen durch den Umzug, die man umändern kann. Das beeinträchtigt einen schon, wenn man auch noch bedenkt, dass ich ja nebenbei meine feste Arbeit in Luxemburg habe. und da auch nicht die Arbeit weniger ist, weil wir da nämlich am Aktionsplan arbeiten und wir bis zum... Mitte Juli das Ganze auf dem Tisch liegen haben müssen, damit unser Minister das weitergeben kann und am 30. September soll unser Aktionsplan 3.0, den wir aber nicht so nennen in Luxemburg, über die Wege der Regierungsrates gehen und dann freigegeben werden, dass wir dann für 26, 27 bis Open End daran arbeiten können. Und wir haben nämlich kein Ende gesetzt in diesem Plan, weil wir festgestellt haben, dass ein Ende auch immer problematisch ist, wenn man europäische Gelder beantragt. Wenn dann auf einmal die europäischen Gelder laufen und du hast einen Aktionsplan, der zu Ende geht, das kollidiert miteinander. Das ist lustig, nicht schön für die, die Gelder kriegen, aber manchmal sehr kompliziert. Und deshalb haben wir gesagt, wir machen Open End und der Aktionsplan ist auf dem guten Weg. Ganz spannende Themen, ganz spannende Gespräche. Wir hatten jetzt mit der Behörde Finanzamt zu tun und zu gucken, wie wir da Barrierefreiheit einschieben können. Also ich bin immer wieder begeistert, wie viel man da erfährt und wie viel man da auf der anderen Seite der Medaille, also nicht als Aktivist, sondern als Mitgestalter auch mitgestalten kann. Also ja, sehr, sehr, sehr spannend, muss ich ganz ehrlich sagen. Und das passt natürlich auch zum Weiterkommen und macht natürlich auch spannende Themen für neue Podcasts auch in Luxemburg. Ja, Sascha, das klingt spannend. Aktionsplan, ich erinnere mich, das war glaube ich 2009, 2010, als ich da in Rheinland-Pfalz tief drin war in der Entwicklung des Aktionsplans. Das ist eine richtig kreative Chance. Also von daher, ich drücke dir die Daumen, ich weiß, wie viel Arbeit es ist und dass du das eh immer alles noch schaffst mit Eagle Podcast, jetzt den Umzug, unterwegs sein und dann noch in Luxemburg arbeiten. Das ist eh unglaublich. Von daher, ich freue mich immer auf jeden IG-Podcast, der kommt und vor allem auch auf den über die Margarete Steiff. Da gibt es auch einen schönen Film dazu. Also da habt ihr eine interessante Frau und ein gutes Thema gefunden. Ottmar, dir drücke ich für den Monat Februar die Daumen. Ich freue mich auf den Podcast über deine Lesung. Dein Buch habe ich leider noch nicht lesen können. Ich bin ja keine so eine Leseratte. Aber vielleicht kann ich mir das mal über eine App vorlesen lassen von einer künstlichen Stimme. Sabine Stimme wäre natürlich schöner, aber das wird so schnell nicht passieren. Deshalb, dir wünsche ich ganz viel Glück für deine Lesungen, für deinen Roman. Und wenn es irgendwas Aktuelles zu Berichten gibt, irgendwelche aktuelle News, dann werden wir gegebenenfalls auch eine Sonderepisode einfügen. Wir sind ja da sehr spannton, wie man so schön sagt oder wie Happy Feet gesagt hat, sehr spannton. Wir werden da definitiv drinbleiben und die Aktualität begutachten und hoffen, dass im Februar vielleicht weniger Blödsinn von Politikern verzapft wird, als das im Januar war. Also, wenn ich mich an Davos erinnere, kriege ich heute noch Bauchschmerzen. Aber das soll jetzt nicht unser Thema sein. Ich wünsche eine wunderschöne Zeit, liebe Zuhörer und Zuhörerinnen. Und wir hören uns wieder, lieber Ottmar. Jo, macht's gut. Tschüss. Die wichtigsten Informationen gibt es auf www.kobinet-nachrichten.org. Da könnt ihr alle Nachrichten nochmal nachlesen, über die wir heute gesprochen haben. Euch eine schöne Zeit und bis demnächst. Euer Inklusator Sascha Lange. Ganz einfach leben wird dir präsentiert von Inklusator, Infos zum Inklusator und weitere Folgen findest du unter www.igelmedia.com.