„Inklusion ist ein nie endender Prozess“ Genau zu diesem Prozess lädt der Podcast „IGEL – Inklusion Ganz Einfach Leben“ ein. Der Podcast richtet sich an Menschen mit und ohne Behinderung – kurzum: an die gesamte Gesellschaft. Wenn du bereit bist, die Barrieren im Kopf abzubauen und täglich an einer inklusiven Gesellschaft mitwirken möchtest, dann bist du hier genau richtig. Im Podcast lasse ich Personen zu Wort kommen, die Inklusion leben, auf Hürden treffen, am Prozess wachsen oder auch mal verzweifeln. Und auch ich zeige dir aus meiner Sicht als Betroffener (ich bin seit meinem dritten Lebensjahr blind) wie ich die (inklusive) Welt erlebe und möchte mit meinen Beiträgen inspirieren, motivieren und sensibilisieren. Die inklusive Welt wird hier nicht mit einer rosaroten Brille gesehen, sondern authentisch und ehrlich dargestellt. Ich lege großen Wert darauf zu motivieren, denn Inklusion gelingt nur, wenn wir das Ganze gemeinsam angehen. Das bedeutet in diesem Podcast geht es um Inklusion, Barrierefreiheit, Gleichstellung, Diskriminierung, Behinderungen und Handicaps jeglicher Art und Teilhabe. Bist du bereit in die inklusive Welt einzutauchen? Dann höre jetzt direkt rein.
Sommerloch und Politikverdrossenheit – Inklusion wartet nicht auf bessere Zeiten
Monatsrückblick auf den Monat August mit Ottmar Miles-paul von den kobinet Nachrichten
01.09.2026 52 min Sascha Lang und Ottmar Miles-Paul
Sommerloch? Von wegen! 196 Meldungen bei den kobinet-nachrichten zeigen: Auch im August 2026 stand die Behindertenpolitik alles andere als still.
Im Monatsrückblick diskutieren Sascha Lang und Ottmar Miles-Paul über einen Sommer zwischen politischen Reformversprechen, wachsendem Kostendruck und der Sorge vor sozialen Rückschritten.
Ein Schwerpunkt ist die Reform der Kinder- und Jugendhilfe und die Frage, was neue Gruppen- und Poolingmodelle bei der Schulassistenz für Kinder mit Behinderungen tatsächlich bedeuten.
Denn aus einer guten Idee kann schnell ein Problem werden, wenn individuelle Rechtsansprüche dem Sparzwang zum Opfer fallen.
Auch auf dem Arbeitsmarkt sind die Zahlen alarmierend: Mehr als 194.000 schwerbehinderte Menschen waren Ende August arbeitslos – und gleichzeitig warten viele weiterhin auf echte Alternativen zur Werkstatt.
Sascha und Ottmar sprechen über Dumpingpreise bei Werkstattaufträgen, niedrige Entlohnung und die Frage, warum sich trotz jahrzehntelanger Debatten strukturell so wenig verändert.
Ein wichtiges Signal kommt dagegen vom Bundesverfassungsgericht: Beim Persönlichen Budget dürfen Kostenträger notwendige Assistenz nicht einfach unzureichend finanzieren und Betroffene mit den Folgen alleinlassen.
Denn Assistenz ist kein Luxus – sie entscheidet über Selbstbestimmung, Arbeit, gesellschaftliche Teilhabe und manchmal über elementare Dinge des täglichen Lebens.
Auch 20 Jahre Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz sind Thema – und die Bilanz fällt ernüchternd aus.
Sechs von zehn Befragten berichten laut einer in der Episode angesprochenen Erhebung von Diskriminierungserfahrungen in den vergangenen fünf Jahren.
„Viele Diskriminierungen haben mit ‚geht nicht‘ gar nichts zu tun. Sie haben damit zu tun: wollen nicht.“
Warum fehlen weiterhin Frauenbeauftragte in Wohneinrichtungen, obwohl gerade dort Schutz, Selbstvertretung und unabhängige Ansprechpartnerinnen besonders wichtig wären?
Über all diesen Themen steht eine unbequeme Frage: Kämpfen Menschen mit Behinderungen derzeit noch um neue Rechte – oder längst darum, bereits erkämpfte Rechte nicht wieder zu verlieren?
Ottmar Miles-Paul beschreibt die aktuelle Entwicklung als eine drohende „Rolle rückwärts“, die sich in vielen vermeintlich kleinen Kürzungen und Verschlechterungen bemerkbar machen könnte.
Doch die Episode bleibt nicht bei Frust und Kritik stehen, sondern erinnert daran, was jahrzehntelanges Engagement bereits verändert hat.
Fast 500 „Gute Nachrichten zur Inklusion“ hat das gleichnamige Projekt seit 2021 sichtbar gemacht – von selbstbestimmtem Wohnen und Arbeit bis zu neuen Ideen für mehr Barrierefreiheit im Alltag.
„Wenn die Selbstvertretung irgendwann sagt: Klappe zu, kein Bock mehr – dann geht uns richtig was verloren.“
Der Blick geht deshalb nach vorne: Im September stehen politische Entscheidungen, Haushaltsberatungen, Veranstaltungen und neue Auseinandersetzungen um Teilhabe und Selbstbestimmung an.
Auch Luxemburg steht vor einem wichtigen Schritt: Der neue Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention soll mit mehr als 100 Aktionen die Behindertenpolitik der kommenden Jahre prägen.
Ein Monatsrückblick über Rechte unter Druck, politische Müdigkeit, notwendige Gegenwehr – und darüber, warum gerade jetzt Engagement, Selbstvertretung und gute Nachrichten wichtiger sind denn je.
Im Monatsrückblick diskutieren Sascha Lang und Ottmar Miles-Paul über einen Sommer zwischen politischen Reformversprechen, wachsendem Kostendruck und der Sorge vor sozialen Rückschritten.
Ein Schwerpunkt ist die Reform der Kinder- und Jugendhilfe und die Frage, was neue Gruppen- und Poolingmodelle bei der Schulassistenz für Kinder mit Behinderungen tatsächlich bedeuten.
Denn aus einer guten Idee kann schnell ein Problem werden, wenn individuelle Rechtsansprüche dem Sparzwang zum Opfer fallen.
Auch auf dem Arbeitsmarkt sind die Zahlen alarmierend: Mehr als 194.000 schwerbehinderte Menschen waren Ende August arbeitslos – und gleichzeitig warten viele weiterhin auf echte Alternativen zur Werkstatt.
Sascha und Ottmar sprechen über Dumpingpreise bei Werkstattaufträgen, niedrige Entlohnung und die Frage, warum sich trotz jahrzehntelanger Debatten strukturell so wenig verändert.
Ein wichtiges Signal kommt dagegen vom Bundesverfassungsgericht: Beim Persönlichen Budget dürfen Kostenträger notwendige Assistenz nicht einfach unzureichend finanzieren und Betroffene mit den Folgen alleinlassen.
Denn Assistenz ist kein Luxus – sie entscheidet über Selbstbestimmung, Arbeit, gesellschaftliche Teilhabe und manchmal über elementare Dinge des täglichen Lebens.
Auch 20 Jahre Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz sind Thema – und die Bilanz fällt ernüchternd aus.
Sechs von zehn Befragten berichten laut einer in der Episode angesprochenen Erhebung von Diskriminierungserfahrungen in den vergangenen fünf Jahren.
„Viele Diskriminierungen haben mit ‚geht nicht‘ gar nichts zu tun. Sie haben damit zu tun: wollen nicht.“
Warum fehlen weiterhin Frauenbeauftragte in Wohneinrichtungen, obwohl gerade dort Schutz, Selbstvertretung und unabhängige Ansprechpartnerinnen besonders wichtig wären?
Über all diesen Themen steht eine unbequeme Frage: Kämpfen Menschen mit Behinderungen derzeit noch um neue Rechte – oder längst darum, bereits erkämpfte Rechte nicht wieder zu verlieren?
Ottmar Miles-Paul beschreibt die aktuelle Entwicklung als eine drohende „Rolle rückwärts“, die sich in vielen vermeintlich kleinen Kürzungen und Verschlechterungen bemerkbar machen könnte.
Doch die Episode bleibt nicht bei Frust und Kritik stehen, sondern erinnert daran, was jahrzehntelanges Engagement bereits verändert hat.
Fast 500 „Gute Nachrichten zur Inklusion“ hat das gleichnamige Projekt seit 2021 sichtbar gemacht – von selbstbestimmtem Wohnen und Arbeit bis zu neuen Ideen für mehr Barrierefreiheit im Alltag.
„Wenn die Selbstvertretung irgendwann sagt: Klappe zu, kein Bock mehr – dann geht uns richtig was verloren.“
Der Blick geht deshalb nach vorne: Im September stehen politische Entscheidungen, Haushaltsberatungen, Veranstaltungen und neue Auseinandersetzungen um Teilhabe und Selbstbestimmung an.
Auch Luxemburg steht vor einem wichtigen Schritt: Der neue Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention soll mit mehr als 100 Aktionen die Behindertenpolitik der kommenden Jahre prägen.
Ein Monatsrückblick über Rechte unter Druck, politische Müdigkeit, notwendige Gegenwehr – und darüber, warum gerade jetzt Engagement, Selbstvertretung und gute Nachrichten wichtiger sind denn je.
Die News sind nachzulesen auf: www.kobinet-nachrichten.org.
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Links zum IGEL Podcast
Podcast „IGEL – Inklusion Ganz Einfach Leben“
Webseite: www.inklusator.com
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