Eisgrillen: Wir feiern Zukunftsplanung
Aus der Rubrik: Lust auf Zukunftsplanung - Ellen Keune im Gespräch mit Céline Müller, Björn Abramsen und Weiteren
13.09.2026 111 min Ellen Keune
Zusammenfassung & Show Notes
Eisgrillen: Wir feiern Zukunftsplanung
Aus der Rubrik: Lust auf Zukunftsplanung: Ellen Keune im Gespräch
mit Céline Müller, Björn Abramsen und Weiteren
Link: https://igel-inklusion-ganz-einfach-leben.letscast.fm/episode/eisgrillen-wir-feiern-zukunftsplanung
Seit rund 15 Jahren werden mit "Wunschwege" Persönliche Zukunftsplanungen bei Leben mit Behinderung in Hambburg ermöglicht. Céline Müller und Björn Abramsen waren von Anfang an dabei. Die beiden erzählen im Interview mit der Moderatorin Ellen Keune worauf sie achten, welche Herausforderungen es gibt und wie es doch meistens eine Lösung gibt. Im August feierten sie wie jedes Jahr einzelnen Planungen und die Persönliche Zukunftsplanung im Allgemeinen. Dabei bekommen Klient*innen einen Bühne, es gibt viel zum staunen, lernen und lachen. Bei diesem großen Fest erfährt man vieles ganz ungezwungen über Persönliche Zukunftsplanung und kann auch schon ein bisschen ausprobieren. Die Moderatorin hat es sich nicht nehmen lassen persönlich beim "Eisgrillen" vorbei zu schauen und für diese Folge von "Lust auf Zukunftsplanung" ein paar Originaltöne einzufangen.
Warum das Fest "Eisgrillen" heißt, wie dort gefeiert wird und was bei "Wunschwege" sonst so passiert, hörst du in dieser Episode von Lust auf Zukunftsplanung, der Rubrik im IGEL-Podcast über Zukunft und Zukunftsplanung. Wir hören uns in der Zukunft.
Die Episoden dieser Rubrik „Lust auf Zukunftsplanung“ erscheinen im IGEL-Podcast immer am 2. Sonntag in den ungeraden Monaten. Ellen Keune freut sich über Feedback, Anmerkungen und Wünsche per Mail an laz@ellen-keune.de oder auf Social Media:
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Transkript
IGEL - Inklusion Ganz Einfach Leben. Der Podcast für gelebte Inklusion. Mit eurem Inklusator, Sascha Lang.
Igel - Inklusion Ganz EinfachLleben. Der Podcast für geliebte Inklusion.
Es ist ein ungerader Monat. Es ist der zweite Sonntag im Monat. Es ist September.
Und ich weiß, dass ihr wisst, was jetzt ansteht. Nämlich Lust auf Zukunftsplanung.
Deshalb mache ich die Bühne frei hier für die großartige Ellen Keune,
die mit ihrem Interview zu Gast in meiner zweiten Heimat, nämlich dem Hohen Norden ist.
Gute Unterhaltung wünscht euer Inklusator Sascha Lang.
Du bist vom selben Stern wie ich.
Ich habe mal wieder ganz doll Lust auf Zukunftsplanung und das bedeutet,
wir haben einen ungeraden Monat und wir starten wieder rein in die Rubrik Lust auf Zukunftsplanung.
Mein Name ist Ellen Keune und ich habe mir wieder ganz tolle Gäste eingeladen.
Diesmal sind wir, also aus meiner Stuttgarter Sicht, im hohen Norden in Hamburg.
Und ich habe heute sogar zwei Gäste. Das müssen wir ja eigentlich feiern,
weil oft habe ich nur eine Person vor dem Mikrofon.
Herzlich willkommen, Céline Müller und Björn Abramsen. Schön, dass ihr da seid.
Ja, vielen Dank für die Einladung zu diesem Podcast. Wir freuen uns auch,
aus dem hohen Norden zugeschaltet zu sein und heute mit dir über Zukunftsplanung
zu sprechen. Moin, moin.
Schöne Grüße aus Hamburg. Bei schönem Wetter übrigens draußen.
Ja, sehr schön. Kein Regen.
Nein, das ist ein Gerücht, dass es hier regnet.
Immer regnet und grau ist. Wir haben hier viel mehr Sonnenstunden,
weil wir ja eben viel mehr im hohen Norden sind.
Achso, verstehe.
Ja, viele, die hier zuhören, kennen euch noch gar nicht, einige kennen euch bestimmt.
Aber könnt ihr euch mal kurz vorstellen, bitte?
Okay, Björn, magst du anfangen? Dann fange ich einfach an. Ja,
also ich bin Björn, Björn Abramsen,
bin auch wirklich gebürtiger Hamburger, bin knapp über 50 und versuche hier
in Hamburg zusammen mit vielen anderen die Zukunftsplanung zu verbreiten,
schon seit mehreren Jahren.
Und ich will jetzt nicht so doll ins Detail gehen. Was willst du denn noch über
uns wissen? Weil du sagst vorstellen, aber was willst du über uns wissen?
Na, einfach kurz, dass die ZuhörerInnen einen Eindruck von euch haben.
Aber wir gehen gleich sicherlich noch mehr ins Detail.
Dann stelle ich mich erst mal vor, ich bin Céline, Céline Müller,
ich bin auch gebürtige Hamburgerin, wohne aber jetzt etwas weiter südlich im
schönen Lüneburg und bin etwas weniger knapp über 50 als Björn.
Genau, und habe eine Familie und einen Hund in Lüneburg und bin seit 2011 bren' ich
für das Thema persönliche Zukunftsplanung und bin
ganz aufgeregt, das auch jetzt mit euch zu teilen, was sozusagen alles so rund
um Zukunftsplanung passiert bei uns bei Wunschwege hier bei Leben mit Behinderung Hamburg.
Da arbeiten wir beide für. Ich habe hier ein FSJ gemacht bei Leben mit Behinderung
Hamburg, eine große Einrichtung in Hamburg.
Seit 1956 gibt es diesen Elternverein und die Sozialorganisation.
Wir bieten ganz viel Unterstützung und Assistenz für Menschen mit Beeinträchtigungen an.
Und wir beide arbeiten, also wir arbeiten schon beide sehr, sehr lange hier,
und kennen uns deshalb auch schon lange, weil wir schon mittlerweile fast 30 Jahre hier arbeiten.
Das heißt, es scheint auch ein ganz guter Arbeitgeber zu sein,
wo viel los ist. Aber darüber berichten wir wahrscheinlich später.
Das scheint der Fall zu sein bei 30 Jahren.
Normalerweise frage ich meine GästInnen immer, was denn so ihre Stärken sind.
Heute hätten wir die Chance, dass ihr gegenseitig sagt, was ihr aneinander mögt
und was ihr denkt, was die Stärken von jeweils anderen sind.
Celine, magst du mal anfangen, was du am Björn besonders schätzt?
Also die Stärken von Björn, da sind also die Top 3, weil der hat so viele
Stärken, aber ich beschränke jetzt mich mal auf die Top 3, ist,
dass Björn unheimlich kreativ ist.
Der hat so viele Ideen, die alle begeisternd sind und auch tatsächlich mal so
ein bisschen out of the box, ein bisschen darüber hinaus denken.
Das ist richtig cool und macht deswegen auch so viel Spaß, mit ihm zusammenzuarbeiten.
Dann ist er jemand, der dieses Denken und Leben in Möglichkeiten total ernst
nimmt und auch da immer sozusagen mit ihm sucht.
Und er ist jemand, der unheimlich gut formulieren kann, es ist immer druckreif und
er hat da eine sehr gute Wortwahl und kann sozusagen die Begeisterung,
die er für vieles hat, auch sozusagen dann in Schrift geben.
Das sind so die ersten Top 3, die mir einfallen. Aber er kann auch kochen und
so. Also es gibt da noch ganz viele andere tolle Stärken, die er hat.
Er kann Dialekte nachmachen. Das kann ich null. Aber er kann hier den Hamburger
spielen und Dialekte sehr gut nachmachen. Also ein gutes Gehör für Sprache und für Melodie.
Aber jetzt höre ich auf, weil sonst ist die Zeit um und wir wissen vor allen
Dingen, was Björn für Stärken hat und ehrlicherweise wird er auch ganz rot.
Ja,Gott sei Dank kann mans jetzt nicht sehen. Also ich bin wirklich rot geworden.
Vielen Dank, Celine. Vielen Dank für das, was ich da höre.
Und da ist man ja immer ganz überrascht, wenn man das von einer anderen Person
hört, auch einer anderen Person,
die man sehr gerne mag und weiß dann gar nicht, was man dazu sagen soll.
Aber Dankeschön. Ja, was mag und schätze ich an Celine und was finde ich,
was ihre Stärken sind, um das jetzt einmal zu sagen, Celine ist einfach mein,
sie ist meine Ehepartnerin in der Arbeit sozusagen, also meine bessere Hälfte.
Und im Privaten sind wir beide vergeben, aber hier passen wir total gut zusammen,
weil wir uns auch so ergänzen, weil Celine die Sachen.
Die sie mir jetzt nicht angedichtet hat, sondern mir zugeschrieben hat,
vieles davon hat sie selber.
Also vieles davon, also was ich aber noch bei Celine zusätzlich,
Celine ist jemand, die so viel Energie hat, die so viel Engagement hat,
wo ich immer denke, wie schafft die das?
Sie muss sozusagen fünf, sechs Akkus haben, die durch ganz komische Kräfte aufgeladen
werden. Also wir haben schon gehört, das Wetter ist manchmal schön.
Vielleicht sind es auch Solarsachen, weil sie liebt auch die Sonne.
Aber sie hat unglaublich viel
Energie und die nutzt sie aber aus meiner Sicht immer für das Richtige.
Weil sie ist eine, die für Dinge kämpft. Und sie kämpft eben dafür.
Dass etwas sich ändern kann für Menschen, die oft benachteiligt sind,
benachteiligt werden oder diskriminiert werden.
Und sie ist da total stark in dem, was sie tut und total klar und hört damit nicht auf.
Und außerdem mag ich, das habe ich ihr noch nie gesagt vielleicht,
ich mag auch, dass sie so viel lacht. Also insgesamt, auch wenn sie mal,
wie wir alle, auch mal grätzig sein kann und sich ärgert über die Dinge,
wenn sie nicht so laufen.
Ich finde, dass sie ihn ganz schnell wieder dahin findet, zu lachen und zwar
nicht nur das Lächeln im Gesicht zu haben, sondern dass sich ihr Inneres dann
auch verändert und gleich wieder hin zu den Möglichkeiten geht und hin zu,
aber irgendwie schaffen wir das doch.
Und genau, das sind Sachen, die ich total gut finde, nicht nur gut finde an
dir, die sind einfach meine Verbündete. Punkt.
Und ich glaube, das ist ganz wichtig, Verbündete zu haben. Auf jeden Fall.
Björn, du hast ja gerade gesagt, die bessere Hälfte.
Also ja, wir arbeiten sehr gut im Tandem zusammen und ergänzen uns gut und tragen
aber auch die gleichen Leidenschaften und auch die gleichen Energien.
Und genau, insofern sind wir hier ein gutes Tandem und auch sozusagen haben
Wunschwege hier mit aufgebaut.
Ob sie gut kochen kann, weiß ich übrigens nicht, aber sie macht einen sehr guten Schokokuchen.
Und ich weiß, und Celine, was nochmal wichtig ist, Celine ist ja zur Hälfte
auch, sie hat ja auch einen französischen Pass.
Und was ich total mag, jetzt kommt, ich mag total gerne, wenn ich höre,
dass sie französisch redet, weil dann redet sie ganz anders und ist für mich
eine ganz andere Person.
Ich kriege das mit, wenn sie mit ihren Kindern französisch redet.
Und dann passiert was anderes. Sie sieht auch anders aus dabei.
Und sie ist dann noch schneller. Celine ist ein sehr schneller Mensch im Denken, im Handeln.
Aber manchmal brauche ich das auch.
Okay, das ist eine interessante Beobachtung. Hat mir auch noch nie jemand so
gesagt, aber kann ich mir gut vorstellen.
Früher, wenn ich in einer Klassenfahrt immer zu Hause angerufen habe,
dann hatte ich immer eine ganze Traube von Menschen um mich herum,
die alle hören wollten, wie ich Französisch rede.
Das war mir immer etwas unangenehm, aber ich wusste ja, dass sie nichts verstehen.
Insofern war ich dann da wieder entspannt. Aber sie wollten alle der Sprache lauschen.
Ja cool, dann hoffe ich, dass wir heute noch hinterher kommen,
wenn es vielleicht schnell wird, aber ich glaube, wir kriegen das gut hin.
Ihr habt gerade schon angesprochen, ihr habt Wunschwege aufgebaut und vorhin
habt ihr von Leben mit Behinderung gesprochen.
Was ist denn da der Unterschied oder wie hängt das miteinander zusammen?
Also Wunschwege, das ist ein Ort, aber auch ein Angebot von Leben mit Behinderung.
Also Leben mit Behinderung ist die Organisation, ein großer Träger,
Céline kann viel mehr dazu gleich nochmal sagen, aber ein großer Träger der
Eingliederungshilfe in Hamburg.
Und Wunschwege ist da ein besonderer, wie wir finden, ein besonderer Ort.
Nämlich Wunschwege ist der Ort, wo es um Zukunft geht, wo Menschen, wo Gruppen.
Über ihre Zukunft reden können, nachdenken können, sie planen können.
All das passiert bei Wunschwege und noch darüber hinaus machen wir noch ganz
viele andere Sachen, da kommen vielleicht später zu, auch bei Wunschwege.
Aber das fällt mir zu ein. Was fällt dir noch ein zu Leben mit Behinderung,
was vielleicht auch wichtig ist für die, die zuhören heute?
Vielleicht tatsächlich das Gründungsjahr, ich weiß nicht, wie ich es vorhin
schon gesagt habe, 1956 von jemandem, der während des Zweiten Weltkriegs und
der NS-Diktatur im Exil war, in Schweden, der wiederkam und etwas anderes wollte.
Und manchmal habe ich so das Gefühl, dass dieses, wir wollen etwas anderes und
geben uns mit dem nicht zufrieden, was da ist, sich immer noch so ein bisschen
widerspiegelt in den Träger und wie er Strategien entwickelt und was er,
will und möchte und auch erreichen möchte mit den Menschen, für die Menschen zusammen.
Genau und insofern war tatsächlich 2011 dieses Angebot, diese Idee,
zwei Kolleginnen haben bei Ines Boban und Andreas Hinz die Weiterbildung zur
persönlichen Zukunftsplanung gemacht,
und die Verantwortlichen hier bei Leben mit Behinderung,
denen war klar, dass es nicht ausreicht, Menschen zu einer Weiterbildung zu
schicken und dann zu erwarten, dass sie das umsetzen, was sie dort gelernt oder erfahren haben.
Und deswegen wurde, wie halt üblich, ein Projekt ins Leben gerufen,
und wir haben dann überlegt, wie nennen wir denn dieses Projekt und ehrlicherweise
haben die Sachen bei Leben mit Behinderung immer so ein bisschen interessante
Namen und das hieß dann halt Wunschwege, weil es um Wünsche ging und um verschiedene
Wege, die man einschlagen kann,
und das wurde dann die Abteilung für persönliche Zukunftsplanung und mittlerweile
nicht nur für persönliche Zukunftsplanung, sondern auch für Personenzentrierung
und Entwicklung und fachliche Organisationsentwicklung,
die wir hier mit anderen natürlich zusammen, aber im Unternehmen betreiben,
um unsere Angebote weiterzuentwickeln und uns zu reflektieren und auch den Auftrag ernst zu nehmen.
Und Wunschwege, das sind nicht nur Celine und ich, das sind auch weitere Kolleginnen
und Kollegen um uns herum und das ist auch ein Pool von Menschen, die eine, Moderationsausbildung, also eine
Ausbildung gemacht haben zur Persönlichen Zukunftsplanung und dann Lust hatten,
zu moderieren oder auch in den verschiedenen kleineren oder größeren Formaten
Menschen zu unterstützen, über ihr Leben nachzudenken in Situationen,
die vielleicht kompliziert sind oder in Situationen, wo einfach was Neues entstehen soll.
Und wir machen es nicht allein, sondern wir sind diejenigen,
die so ein bisschen mehr die Hüte uns da aufnehmen.
Aber wir arbeiten hier mit ganz vielen tollen Kolleginnen zusammen.
Und mittlerweile, glaube ich, in den letzten Jahren haben wir,
Menschen in dieser inklusiven Weiterbildung, die auch das Netzwerk immer unterstützt,
haben wir bisher wahrscheinlich 25 Moderatorinnen und Moderatoren ausgebildet.
Und genau, und die sind bei uns tätig und machen das, worauf wir bestimmt später
noch zu sprechen kommen.
Okay, also das heißt, Leben mit Behinderung gibt es schon viel länger,
aber ist auch so ein bisschen schon anders denkend angefangen, sage ich jetzt mal.
Und Wunschwege hat dann 2011 als Projekt angefangen. Und ist das immer noch ein Projekt?
Nee, tatsächlich war es ein Projekt, dann war es ein Nachfolgeprojekt und dann haben wir so,
viele tolle Dinge etabliert, dass sozusagen von Seiten der Geschäftsführung,
entschieden wurde, dass es uns weiterhin braucht, Nämlich als Innovationsmotor,
als direkte Verbindung zu den Klientinnen und Klienten, als,
Abteilung oder Bereich, der ganz viel Wissen zu Methoden hat.
Und deswegen gibt es uns sozusagen jetzt als ganz reguläre Stelle,
die sozusagen Angebote schafft für die Organisation, aber auch für die Stadt
Hamburg, weil wir manchmal auch
zu Schulen oder Universitäten eingeladen werden, um darüber zu erzählen.
Insofern sind wir da sozusagen tätig in diesem Feld für intern,
aber auch sozusagen für die Stadt Hamburg und drumherum.
Und wir sind auch von der Geschäftsführung immer eingeladen,
auch unbequem zu sein, also Fragen zu stellen oder fachlich darauf aufmerksam zu machen, wenn,
die Organisation, das sind wir ja schließlich, wir sind eine Institution,
eine Organisation, vielleicht wieder sehr institutionsbezogen denkt und handelt.
Und da sollen wir auch dann sagen, hey, was macht ihr denn eigentlich?
Es kann ja mal passieren, aber da sind wir auch immer zu eingeladen.
Und wir merken ja auch, dass in einer, also Träger, kommt von Träge,
wissen wir, da passieren nicht alle Sachen so schnell.
Und ich glaube, Celine sagte eben so mit Motor, wir sind auch schon so ein Schwungrad
für so Themen und verbinden uns da aber auch mit ganz, ganz vielen Menschen hier.
Intern, aber auch außerhalb.
Das muss man vielleicht auch sagen, dass dazu gehört, dass sozusagen wir sehr gewollt sind.
Also Björn sagte gerade, wir dürfen unbequem sein, wir dürfen anstrengende Fragen
stellen, wir dürfen kritisch sein und das ist schon ein großer Schatz und da
wissen wir schon das sehr zu schätzen.
Dass wir diese Position innehaben, dass die Türen offen sind,
dass wir machen dürfen und dass wir sozusagen die Ressourcen auch haben.
Weil Björn sagte ja auch so, das gibt ja nicht nur uns, sondern auch mit geringen
Stellenanteilen, aber trotzdem gibt es einfach noch mehrere Menschen,
die eben Zukunftsplanung begleiten, Menschen dabei begleiten,
ihren Weg zu finden und genau.
Also das heißt, ihr seid so die, die unbequem sein dürfen, habt ihr gerade gesagt, aber was sind denn
eure Aufgaben oder was macht ihr denn alles in Sachen Personenzentrierung und
Persönliche Zukunftsplanung?
Oh, na zuerst mal das Erste, was ja, also man denkt, wenn man über Persönliche
Zukunftsplanung nachdenkt, dass alle das wollen, weil das einfach so gut ist.
Aber die Schwierigkeit ist ja, es wissen ja nicht alle, dass es das überhaupt gibt und was es ist.
Das heißt, das Erste ist, wir müssen das einfach in die Welt bringen.
Wir müssen einfach das zeigen. Wir müssen davon berichten und nicht nur wir,
sondern wir müssen auch andere Menschen, die es auch gemacht haben,
davon berichten lassen.
Das heißt, wir bringen das Thema Zukunftsplanung in die Öffentlichkeit.
Sind wir so eine Botschaft? Ja, das ist das Wichtige vom Botschaften.
Das sind wir irgendwie auch. Das machen wir aber nicht allein.
Das machen nicht die Celine und ich, sondern das machen auch ganz viele,
die schon Zukunftsplanung selber für sich erlebt haben oder in Unterstützungskreisen aktiv waren.
Aber das ist, finde ich, das Erste, was wir machen.
Genau. Und dann ist es schon so, dass wir eben,
also Persönliche Zukunftsplanung ja als freiwilliges Angebot sozusagen für die
Klientinnen und Klienten von Leben mit Behinderung Hamburg oder auch die Vereinsmitglieder anbieten,
sodass wir ganz viele Zukunftsplanungen begleiten und moderieren.
Und bei uns heißt Zukunftsplanung, dass wir erstmal offen rangehen.
Eine Zukunftsplanung ist nicht immer so oder so.
Wir sind da erstmal, weil es dabei ja immer um die Person und ihr Thema geht.
Wir gucken, was könnte hilfreich sein.
In der Situation, in der die Person auf uns zukommt, in der wir sie erleben,
da gibt es auch keine Grundvoraussetzung. Wir bieten Zukunftsplanung an für jede und jeden.
Also da ist es wirklich egal. Du brauchst ja keine Grundvoraussetzung.
Ob man nun eine aktive Lautsprache hat oder nicht, ob man alt ist oder jung
ist, das ist völlig egal.
Und wichtig ist auch, wir machen das nicht nach irgendeinem Schema F oder wir
bieten nur einen methodischen Ansatz an, sondern vielleicht ist es einmal,
dass wir sagen, hier muss eine Person für sich mal die Waage machen.
Das ist eine eher kleinere Methode, die nicht so viel Zeit braucht, deshalb kleiner.
Oder wir machen auch sowas wie Maps und Paths.
Das sind eher so größere Ansätze, wo man in einem großen, sehr diversen Unterstützungskreis
die Zukunft wirklich plant. Und dazwischen,
gibts bei uns alles. Aber wichtig für die Zuhörerinnen und Zühörer ist ja vielleicht auch, weil wir ja eine große Einrichtung sind - ein großer Anbierter, dass Zukunftsplanung nicht unser sogenanntes Hilfeplangespräch ist oder ein Bedarfsfeststellungsinstrument sondern, dass es wirklich etwas ganz anderes ist und da ganz andere Ansprüche daran hat. Nämlich, dass es freiwillig ist, dass man im Unterstützungskreis
a lso mit mehreren Menschen zusammen, genau, und dass es auch losgelöst ist von
unseren Angeboten oder so.
Genau, das ist vielleicht nochmal wichtig, weil ja die Frage,
inwiefern gehört Zukunftsplanung eben nicht in Organisationen,
sondern eher sozusagen
frei nach außen oder ist ja berechtigt und dem stellen wir uns auch immer kritisch
und trotzdem ist sozusagen also mein Sozialarbeiterinnenherz,
halt auch zu sehen, dass ganz viele Menschen nicht die Möglichkeit haben sozusagen,
nicht die Ressourcen haben, so etwas Externes anzufragen, weil sie die Menschen
nicht kennen, weil sie die Assistenz dafür nicht erhalten.
Und auch diese Menschen haben ja ihre Menschenrechte und ihr Recht auf würdevolles
Leben und auf eine gute Zukunft und ein cooles Leben.
Und deswegen versuchen wir da sozusagen diesen Spagat, aber wir versuchen ihnen,
auch da sozusagen was anzubieten.
Und da sind wir manchmal auch streng. Also streng, da fangen wir nicht an und
sagen, ein Unterstützungskreis ist super, wenn ganz viele bezahlte Unterstützer
und Unterstützerinnen von Leben mit Behinderung dabei sind.
Nein, nicht mehr vom Gleichen, sondern wir versuchen da Menschen dazu zu holen,
die mit Leben mit Behinderung natürlich gar nichts zu tun haben,
die da draußen sind, wo das wahre Leben ist und nicht in Sondersystemen und
in Unterstützungssettings, sondern wir wollen,
Zukunftsplanung geht ja immer darum.
Inklusiven, also ein Schlüssel zu sein in das wahre Leben und nicht Sondersysteme
zu stützen und das ist, finde ich, unser stärkstes Motiv auch.
Und dann passiert auch wirklich was.
Zu viel vom Gleichen war noch nie gut für die Suche nach einer neuen Antwort.
Okay, ich habe so viele Fragen an euch. Ja, schieß los.
Also ich bin jetzt angenommen, ich bin jetzt irgendwie, ich wohne bei Leben
mit Behinderung oder so und ich habe jetzt davon gehört, da gibt es irgendwas
mit Zukunftsplanung von,
einem Botschafter oder einer Botschafterin, vielleicht ja von meiner Mitbewohnerin zum Beispiel.
Und was mache ich dann? Habt ihr dann sowas wie ein Büro, wo ich anrufen kann?
Oder wie komme ich da zu euch?
Also wenn du von uns Assistenz im Wohnen erhältst, also von Leben mit Behinderung
Hamburg, dann kannst du uns,
eine E-Mail schreiben oder eine Postkarte schicken oder anrufen oder einfach vorbeikommen.
Also wir versuchen da möglichst niedrig, schwellig ist ja das Wort,
also möglichst wenig Hürden der Erreichbarkeit,
zu haben und kannst uns sozusagen anfragen und sagen, hey, ich habe von,
dem Format, dieser Idee der Persönlichen Zukunftsplanung gehört, da war ja vor kurzem eine,
Frau die war 42, ich wollte jetzt gerade sagen junge Frau, aber die war jünger
als ich, 42 und die hatte den Erklärfilm gesehen und hat dann sozusagen mit ihrer
Mutter gesagt, irgendwie sowas will ich auch.
Und dann hat sie sozusagen Kontakt aufgenommen. Wir haben dann telefoniert.
Sie ist vorbeigekommen und hat, man spürte richtig so, sie hat dieses Bild der
Rakete in diesem Erklärfilm so,
sie war so voller Energie und wollte auch einen Raketenstart in ihrem Leben
hinlegen und deswegen sozusagen eine Zukunftsplanung zu haben oder beziehungsweise anzufragen.
Und dann nehmen wir Kontakt auf und gucken, was das Anliegen ist und dann legen
wir einen Termin fest und los geht's.
Das ist zum Beispiel auch unüblich,
anders als bei vielleicht auch anderen Dingen in der Organisation.
Da füllen wir keine Formulare aus und da gibt es auch keine Sachen,
die die Person erstmal erfüllen muss, weil dann kommt es ja sowieso nicht dazu, das wissen wir.
Dann sind wir abgeschreckt, sondern möglichst auf jemanden treffen,
wenn du uns anrufst, dann triffst du hier auch Personen, die erstmal dir sagen,
wie cool das ist, dass du den Mut hast, eine Zukunftsplanung zu machen und dass
du das willst und wir zeigen dann alles, dass wir diejenigen sind die dich bei
der Idee erstmal unterstützen,
und dann solltest du dich,
möglichst schon schnell gut aufgehoben fühlen und sicher fühlen und dann kriegst
du Informationen von uns, was es bedeutet und dann,
ja und dann versuchen wir von Wunschwege das erstmal zu koordinieren,
intern, ja untereinander und zu sagen, für wen könnte, also wer könnte jetzt
moderieren, damit es möglichst schnell geht, weil vielleicht haben manche Menschen auch,
ich weiß nicht Ellen, wenn du sagst, oh ich hab hier eine dringliche Frage, dann ist
ja blöd, wenn wir sagen, ja und in
acht Monaten da könnte jemand dann zu dir kommen, sondern uns ist es ein Anliegen
dass jemand ganz, ganz schnell auf dich zukommt, ihr euch kennenlernt und,
du deine Frage oder deine Lebenssituation aufzeigst und es schnell zu einer
Planung kommt. Und das versuchen wir.
Okay, das heißt, ihr guckt, wer am besten zur Person passen würde.
Darf ich aber, wenn ich jetzt weiß, oh, ich kenne die Céline,
ich habe die schon mal irgendwo gesehen, ich will unbedingt,
dass die Céline meine Zukunftsplanung moderiert.
Darf ich den Wunsch auch äußern oder das eher schwierig sein kann,
dass Céline gar keine Zeit hat oder so?
Also Wünsche, wir sind ja Wunschwege, also Wünsche äußern.
Und wir wissen, Wunsch ist das eine, Wille ist das andere.
Ja, also wenn jemand richtig sagt, boah, ich will, dass Céline das macht,
dann finden wir das erstmal gut und versuchen es, außer, und jetzt kommt eine
Einschränkung, wenn die Céline aber eigentlich jemand ist, die die Person.
Also nehmen wir mal dich Ellen, Wenn ihr euch sehr gut kennen würdet und vielleicht,
die Celine auch zu dicht an dir dran wäre, dann würden wir immer sagen,
nee, die Celine, die kommt zu dir vielleicht, wenn du Lust hast,
lad sie ein in deinen Unterstützungskreis, aber moderieren ist dann vielleicht nicht das Richtige.
Bei uns ist es so, wir gucken immer, dass die, die dann das begleiten und moderieren,
nicht in irgendeiner Form anders in der Assistenz sind, weil dann kann ich vielleicht
ein guter Unterstützer, Unterstützerin sein, aber das Moderieren wird schwieriger.
Wenn das aber nicht ist, sondern derjenige hat Céline nur mal gesehen und findet
Céline super klasse, dann versuchen wir es natürlich auch, dass das zustande
kommt, weil das ist der erste Punkt für,
Vertrauen, jemanden toll finden und da kann ich eine Anekdote kurz noch erzählen,
weil es gab auch mal eine Frau,
da habe ich das Vorgespräch geführt und...
Und finde mich natürlich auch ganz gut als Moderator, bin ja erfahren.
Und die hat aber am Ende auch gesagt, nö, den will ich nicht, der ist mir zu alt.
Das war eine junge Frau und die hat einfach gesagt, nee, der ist mir irgendwie
zu alt. Ich will jemanden haben, der jünger ist und ich will auch jemanden haben,
den, der vielleicht aus ihrer Sicht dann auch, genau, eine Frau ist.
Und deshalb war ich unten durch und dann musste ich damit leben, was auch okay ist.
War natürlich dann erstmal traurig. Aber das ist nicht ihr Problem,
sondern haben wir jemand anderen gesucht. Also da gibt es schon auch dann auch
Auswahlmöglichkeiten.
Und Björn, was du ansprichst, also ist ja sozusagen dieses, die Rolle der Moderation,
also die Person, die parteiisch für die Planeperson ist, aber trotzdem ja moderierend
und nicht im Alltag begleitet.
So, dass wir sagen, und das können wir herstellen, weil wir so eine große Organisation
sind, dass sozusagen niemand diese Doppelrolle ausfüllt und dass,
wenn ich sozusagen jemanden im Alltag assistiere und ich begleite diesen Menschen,
eine persönliche Zukunftsplanung anzufragen und zufälligerweise bin ich auch
Moderatorin, dann werde ich diese Moderation nicht übernehmen.
Weil wir sagen, wir machen das sozusagen so überkreuzt, dass wir in den unterschiedlichen
Bereichen dann Moderation übernehmen, damit wir nicht involviert sind in Alltagsassistenz.
Weil das macht eng im Kopf. Und wir wollen ja, dass es weit wird,
dass wir uns nach links, rechts, über, unter uns und in eine ganz andere Richtung gucken können.
Und das kann man nicht, wenn man schon zu viel von der Person kennt.
Das ist was, was ich ganz oft höre, aber dass das ja eigentlich dann besonders
gut wäre, wenn ich die Person schon gut kenne und dann moderiere,
weil ich kenne die Person ja schon gut.
Könnt ihr das nochmal ein bisschen genauer erklären, warum das so wichtig ist,
dass es vielleicht nicht die direkte Assistenzperson ist?
Ja, also mit der direkten Assistenzperson weiß ich, kann ich jetzt keine Anekdote
zu erzählen, weil ich nicht mehr in der direkten Assistenz arbeite
seitdem ich Wunschwege mache.
Aber ich kann erzählen, dass zum Beispiel ich eine Zukunft, also diesen Fall
hatte oder diese Situation, dass eine junge Frau, die von uns Assistenz im Wohnen
erhält, angefragt hat für eine Persönliche Zukunftsplanung.
Und wir machen ja schon auch so vorbereitende Gespräche.
Und sie fand diese vorbereitenden Gespräche, die haben ihr Spaß gemacht.
Sie hat von sich erzählt. Wir bringen dann ja auch sozusagen die ganzen Fragen
mit, nach Stärken, nach Talenten, nach Lebensvorstellungen. Und das hat ihr wirklich
sichtlich Freude bereitet.
Und irgendwann verschwamm das so, dass ich gar nicht mehr in dieser Rolle war,
dass ich das hätte gut moderieren können, weil ich wurde so zu einer Verbündeten von ihr.
Die Beziehung wurde sehr, ich hätte eine gute Person im Unterstützungskreis
werden können, Aber ich konnte nicht mehr dieses moderierend etwas sozusagen durch den Kopf,
Prozess ist jetzt ein technischer Begriff, aber durch das Format führen und deswegen,
weiß ich gar nicht, ob das so viel besser wird, wenn ich die Person so gut kenne,
weil irgendwann tappe ich selber in meine Fallen, dass ich bestimmte Dinge vielleicht
gar nicht mehr frage, weil ich schon ein Bild habe von der Person und ihrem
Lebensumfeld. Aber was sagst du dazu, Björn?
Wir haben ja vorhin über die bessere Hälfte, ich hätte es gar nicht besser sagen können.
Nee, er hätte dafür gedruckt. Und mir passiert es schon häufiger, dass,
ich auch sage, nee, bei der Person, ich kenne sie auch, ich habe vielleicht
vor fünf Jahren war ich da auch mal und habe die Person in ihrem Alltag,
in ihrem Wohnalltag als Assistent unterstützt und merke, dass ich da noch immer,
eine Form von Beziehung verspüre, Dass ich aber auch vielleicht in dieser Assistenz
damals auch gewisse Problemlagen auch schon gesehen habe, aber auch gewisse
Sachen, die ihr Spaß machen.
Ich habe da ein Bild und das ist vielleicht ein zu fertiges Bild,
wie Celine sagte und das wollen wir vermeiden.
Wir wollen sehr offen, wir wollen sehr unverstellt einsteigen und deshalb ist
das für uns etwas, neben auch anderen Dingen, ist das ein No-Go.
Beziehungsweise etwas, wo wir sagen, ups, Vorsicht, hier gehe ich zu dicht
ran und werde sozusagen Teil ihres Systems und Teil,
ihrer Lebenssituation und bin nicht mehr so die Person, die von außen moderiert,
also den Prozess begleitet.
Kann es auch dann manchmal vorkommen, wenn jetzt eine Person,
eine zweite oder dritte Zukunftsplanung macht, dass es dann ihr merkt,
dass es wichtig ist, dass die ModeratorInnen andere werden, weil die,
erste Moderatorin oder der erste Moderator schon zu dicht dran ist?
Das kann vorkommen, dass das gesagt wird. Manchmal ist es aber auch so,
dass die Menschen sich vielleicht, was sehr selten vorkommt,
aber auch jemand anderes auch wünschen, weil vielleicht bin ich da auch selbst
neugierig, wie es auch anders sein könnte.
Also das kann alles passieren. Also das ist nochmal das Wichtige auch und das ist das Gute.
Wenn bei Wunschwege etwas passiert, dann geht es nicht nach einer vorgefertigten
Schrittigkeit, sondern kann alles passieren.
Es kann jemand anderes moderieren, es können die gleichen moderieren,
weil es einfach einen Sinn ergibt, dass es so oder so passiert und am Ende entscheidet
die Person, die eine Planung für sich machen will.
Die können auch Dinge entscheiden, die oftmals in dieser Organisationslogik
plötzlich von anderen entschieden werden leider.
Das passiert bei allem, was Zukunftsplanung ist, einfach nicht.
Genau, und ansonsten versuchen wir aber immer, viel möglich zu machen.
Also wer wären wir, wenn wir sozusagen sagen, nach der Zukunftsplanung fangen
die Möglichkeiten an, sondern mit uns fängt es sozusagen mit der Anfrage an,
in Möglichkeiten zu denken.
Und das wirkt sich auch zum Beispiel auf die Auswahl der ModeratorInnen aus,
aber auch auf zum Beispiel den Zeitpunkt der Planung.
Also Björn, hast du mal gezählt, wie viel Planung du schon am Wochenende auch gemacht hast und.
Auch an interessanten Orten und da versuchen wir halt auch,
der Person und ihrer Situation gut nachzukommen und da sozusagen auch viel möglich
zu machen, in dem wir sonntags an entfernten Orten zum Beispiel moderieren,
einfach weil das sozusagen sich gut auf das Ergebnis auswirkt,
weil dann alle Zeit haben, der Unterstützungskreis zusammenkommen kann,
der Onkel teilnehmen kann, das einfach ein guter Ort ist und nicht irgendwo,
dazwischen gequetscht.
Finde ich auch nochmal, ja, gerade gut. Auf jeden Fall. Und was wir merken,
also es ist jetzt vielleicht nochmal eine andere Form, aber,
also eine Planung sieht eben nicht so immer aus oder so, sondern wir hatten
es auch schon, erinnerst du dich, das haben wir zusammen gemacht,
da haben wir, da hat ein junger Mann, der konnte nicht,
für sich das gut eigentlich aushalten, der fand das gut, dass es eine Planung
war, aber mittendrin hat er sich aufs Sofa gelegt und ist eingeschlafen.
Hat auch ein bisschen geatmet, geschnarcht.
Aber das war für ihn die Art, wie er bei seiner eigenen Zukunftsplanung dabei sein konnte.
Und ganz plötzlich ist er aufgestanden, wurde wach, ist zum Plakat gelaufen
und hat uns zu jedem Punkt etwas gesagt oder gezeigt und war total drin wieder.
Und ja, wir achten darauf, dass Menschen einfach dabei sein können. Und das ist
zum Beispiel auch etwas, was uns wichtig ist. Wir machen keine Planung stellvertretend
für Menschen, sondern die Person ist immer dabei.
Und das ist uns auch nochmal wichtig. Und dann gucken wir, wie ist es möglich,
dass die Person dabei sein kann.
Wobei, ehrlicherweise, wir waren sehr erschrocken, dass diese Person eingeschlafen
ist bei ihrer eigenen Planung und haben erst überlegt,
oh mein Gott, haben wir was falsch gemacht, hätten wir was anderes machen und
sind dann aber durchs Reflektieren -Das ist eine Person aus dem Autismus-Spektrum -
wo wir gesagt haben, nein, diese Person, das war ihre Art und Weise,
wie sie daran teilnehmen konnte, weil diese Person ist sehr unruhig,
sie hat einen guten Bewegungsdrang und Zwänge,
und die hätte sozusagen in einem anderen Zustand gar nicht im Raum bleiben können.
Und so hat sie sozusagen diese Person den Weg gefunden, daran teilzuhaben.
Wie du sagst, sie hat das ja total aufmerksam verfolgt und war dann ja sofort
dabei, diese Visualisierung, mit denen wir ja auch, das ist ja auch ein wichtiges Merkmal von uns.
Dass wir sozusagen, dass sie dem total nachfolgen konnten, was dann da gesprochen wurde.
Sodass wir am Ende sagen wollen, das ist, entspricht ja diesen Nichts über uns
ohne uns und gleichzeitig aber in einem Anführungszeichen Zustand,
der ein bisschen am ersten Blick erst mal komisch war.
Und was habt ihr dann währenddessen gemacht? Also habt ihr dann Pause gemacht
oder habt ihr einfach weitergemacht, als die Person eingeschlafen war?
Also am Anfang dachten wir schon und haben auch gefragt, die anderen,
und da waren Eltern dabei, da waren Menschen auch aus den, die ihn unterstützen sonst.
Und wir haben natürlich in die Runde gefragt, sollen wir jetzt eine Pause machen?
Und sofort sagten alle, nee, nee, das ist schon okay.
Dadurch, dass er dabei ist, also dass er auf jeden Fall erstmal offensichtlich
physisch dabei ist, wir wussten ja auch nicht, was er auch mitbekommt im Halbschlaf,
wurde gesagt, nee, wir machen mal weiter, weil das ist die Art und Weise.
Wie er trotzdem bei seiner Planung dabei ist.
Und am Ende hat er, und das war das Gute, es wurden ja auch Ideen genannt und
mancher hat er gar nicht in dem Moment mitbekommen, Aber als er aufgewacht ist,
hat er sofort, ist er aufgestanden und hat gesagt, das ja, das nicht, das ja, das nicht.
Und konnte, und das ist ja das Wichtige bei einer Zukunftsplanung,
wir laden Menschen dazu ein, auch
Ideen bereitzustellen, an die die Person vielleicht nicht gedacht hat.
Aber entscheiden tut die Person und niemand anderes. Und deshalb war es für
uns ganz fein, auch wenn es überraschend war.
Aber das passiert nicht oft, das ist uns einmal passiert.
Ihr habt gerade von ungewöhnlichen oder fernen Orten gesprochen.
Was sind es denn für Orte?
Also wir versuchen ja, wenn ein Mensch die Zukunftsplanung macht,
immer zu fragen, hast du eine Idee, wo würdest du gern planen?
Am besten ist natürlich bei dir zu Hause, aber manche sagen,
ich will gerade nicht zu Hause bei mir planen. Und manchmal,
vielleicht ist der Raum auch gar nicht da, um 15 Menschen in diesem Raum unterzubringen.
Und deshalb machen wir uns zusammen auf die Suche und gucken,
wo könnte ein geeigneter Raum sein. Und das können,
gemietete Räume sein, das können Räume im Gemeinwesen sein, das kann bei einer
Kirchengemeinde sein. Genauso wie zum Beispiel bei einem Stadtteiltreff.
Das kann aber auch in der Häuslichkeit sein.
Und wenn alles zusammenbricht, dann finden wir irgendwo einen Raum.
Ob es denn ungewöhnlich ist, ich denke dann meistens eher an das,
was entsteht, ist eher ungewöhnlich manchmal oder ist es auf jeden Fall oftmals
nicht, womit wir am Anfang rechnen. Und das ist so wunderbar.
Das ist auch, finde ich, das, was uns Spaß macht.
Man geht mit einer Idee hinein und etwas ganz anderes passiert.
Hast du da ein Beispiel für? Na, ich bereite mich schon vor.
Ich würde gleich von Céline gerne auch hören. Ich bereite mich schon vor und.
Versuche aber nicht übervorbereitet zu sein.
Weil ich muss ja auch ein bisschen offen sein. Aber natürlich passieren verschiedene Dinge.
Was uns oft gesagt wird, gerade bei Menschen, die vielleicht,
wie nennt man es, einen komplexen Assistenzbedarf haben.
Dass uns gesagt wird, ja, die Person, die bleibt sowieso nur zehn Minuten im Raum.
Darauf stelle ich mich ein. Das passiert aber gar nicht Ellen,
sondern diese Menschen bleiben drei Stunden im Raum, weil sie nämlich merken,
hier geht es um sie, um ihre Themen.
Manchmal ist es eher auch das Erspüren, hier passiert etwas anderes.
Hier ist es nicht so, wir sitzen um einen Tisch rum und am Ende reden die anderen
über mich, sondern hier wird mit mir geredet und zwar die ganze Zeit.
Und dann entstehen einfach Sachen, dass Menschen die ganze Zeit dabei sind.
Und ich hatte einen jungen Mann, für den war es aber trotzdem schwer.
Der wusste aber, er hat mich ganz viel vorbereitet. Er war ja Gastgeber und
hat vorbereitet seine Party, seine Zukunftsparty.
Und er saß zwischendurch, hat immer zugehört und so alle zehn Minuten sprang
er auf, fing an zu tanzen und rief Party.
Und alle an einem Raum mussten dann auch aufspringen und Party machen.
Und dann haben wir uns wieder hingesetzt, haben weitergemacht in einem ganz
anderen Gefühl, weil schließlich sollte es um auch eine Zukunft gehen,
die sich mehr für ihn anfühlt wie Party.
Genau, also vielleicht ist dieses ungewöhnlich gar nicht so,
also gar nicht so exotisch, gar nicht so, wir haben auch nie irgendwie auf einem
Schiff, könnte man ja meinen, weil wir in Hamburg sind oder irgendwie so,
also gar nicht so, aber schon, dass wir überlegen,
dass es eben nicht den Charakter einer Besprechung hat und man sozusagen,
das so auch herrichtet, sondern dass es sich mehr anfühlt wie Freude aufs Leben,
vielleicht auch Party, auf alle Fälle so ein guter Ort, an dem man sich gut
treffen kann, an dem die Menschen Gastgeber sind für ihre Planung.
Das ist schon etwas, was wir versuchen sozusagen mitzugestalten und auch der
Person zu geben und ihrer Assistenz,
dass sie sozusagen Gastgeberin für ihre Persönliche Zukunftsplanung ist und
sich überlegt, was möchte ich anbieten, was sollen meine Gäste bekommen,
was natürlich dann eben diese Zusagen und Absagen nochmal ganz gut beeinflusst.
Weil wenn ich für eine Zukunftsparty eingeladen werde, dann komme ich sicherlich
viel eher vorbei, als wenn ich zu einem Zukunftsgespräch im Büro eingeladen werde.
Und so hatten wir zum Beispiel auch, ich werde das nie vergessen.
Ein Herr, der dann zum ersten Mal einen Kuchen gebacken hat,
weil er sich überlegt hat, ich möchte meinen Gästen einen Kuchen anbieten und,
sich dann sozusagen nebenbei dann noch diese Premiere des Kuchen backens hatte. Toll.
Ihr habt vorhin auch gesagt, ihr wollt nicht mehr vom Gleichen und das war da bezogen,
auf Menschen, die unterstützen und aus dem, ich weiß gar nicht,
ob ihr es Hilfesystem genannt habt.
Wie kommt ihr denn dazu, also wie macht ihr das, dass ihr noch andere Menschen findet?
Ich meine, klar, manchmal kennt man ja andere Menschen, aber es gibt ja auch Menschen,
die haben gar nicht so viel Kontakt zu anderen Menschen und die Menschen,
die sie kennen, sind eben, weiß ich nicht, Physiotherapeuten,
andere Therapeuten, Assistenzkräfte, vielleicht noch Friseurin oder so,
Aber das sind ja alles bezahlte Menschen.
Wie schafft ihr das, da noch andere Menschen mit reinzubringen?
Das, was du gerade fragst, das ist die Hauptaufgabe von uns als Begleitende,
als Prozessbegleiter, als Prozessbegleiterin und auch Moderatorin.
Wie macht man das, dass es erstmal nicht eine Zukunftsplanung ist,
wo immer die Gleichen da sind?
Und die erste Frage ist ja auch, Mensch, wer sind die Menschen, die dir wichtig sind?
Und dann merken wir, das sind die, die sowieso um mich rum sind.
Und dann müssen wir sagen, ah, das reicht nicht. So, jetzt fangen wir mal an zu forschen.
Jetzt holen wir mal die Lupe raus oder wir holen das Fernglas raus.
Wir müssen nochmal genau hingucken, aber wir müssen auch weit gucken.
Und dann müssen wir anfangen zu fragen, so wem begegnest du denn,
wenn du über den Tag dich rausbegibst?
Für manche Menschen müssen wir es auch stellvertretend fragen.
Wo hält sich diese Person auf?
Wo ist sie häufig? Und dann gucken wir Orte, an Orten sind meistens auch Menschen.
Dann ist es vielleicht die Nachbarschaft, dann ist es vielleicht der Arbeitsort,
dann ist es vielleicht der Ort, wo ich gerne zum Kiosk gehe oder wie wir es
auch hatten zur Tankstelle.
Und Céline, du hattest dann auch eine Person, die wurde eingeladen,
weil wir so geguckt haben, die hat der junge Mann, damals war der noch jünger,
aber der Mann hat die beim Einkaufen immer getroffen.
Genau, es war die Frau hinter der Wursttheke,
also ich glaube Fleischerei-Fachverkäuferin wäre der offizielle.
Begriff, aber genau, es war die Person, die,
der Mann beim Einkaufen traf und die sozusagen dann immer,
ein bisschen geschnackt haben und sich ausgetauscht haben, sich gegrüßt haben
und da sind wir ja auch bei denen so, in welchen Rollen sind Menschen unterwegs
und da war er halt definitiv Kunde und,
der sich für die Woche sozusagen da seinen Aufschnitt besorgte.
Und ja, die hat er eingeladen und sie kam auch. Und das war ehrlicherweise mit
dem Onkel, die die besten Ideen hatten. Also deswegen ist dieses nicht mehr vom Gleichen.
Ich glaube, wir kriegen immer nur die gleichen Antworten oder dieselben Antworten,
wenn wir dieselben Menschen einladen.
Und deswegen zu gucken, okay, wie können wir wirklich einen Unterschied machen?
Und ich glaube, das fängt damit an,
dass wir sagen, okay, lass mal die Lupe oder das Fernrohr rausholen und zu gucken, wer noch da ist.
Aber Björn, ich finde das ganz wichtig, vielleicht nochmal zu sagen,
wenn wir die Lupe rausgeholt haben und das Fernglas und wir haben niemanden
entdeckt, dann sagen wir niemanden, nee, dann machen wir keine Zukunftsplanung,
sondern dann ist das vielleicht,
der erste Schritt oder die erste Idee, wie kann ich nochmal auch andere Menschen
kennenlernen und begegnen und Kontakte knüpfen.
Weil ich glaube tatsächlich, diese Begegnungen ist ja so der erste Schritt für
so vieles, was Menschen sich wünschen und was sie wollen. Und
deswegen ist das so, dann einfach der Schritt davor. Und der fehlt halt und
dann muss man den halt gucken, wie man da das erweitern kann.
Und was Menschen brauchen, um eben Kontakte zu pflegen und Menschen zu begegnen. Und wie geht das?
Wie geht das? Das ist gut. Also erstmal muss es ja, also wir sind oftmals schon
einen Schritt zu weit. Wir reden schon über Freundschaften, über Beziehungen
und wie Céline sagt, das erste ist Kontakt. In Kontakt treten überhaupt.
Wir beobachten das so oft, dass wir arbeiten in einem ja, muss man sagen,
auch wenn wir voll des Lobes für unseren Arbeitgeber sind, arbeiten wir in einem Sondersystem.
In einem geschlossenen System. Ja, in einem geschlossenen System. Und die Menschen, die
da draußen sind, die haben meistens zu diesem, also da gibt es einfach,
da gibt es Zäune, da gibt es auch Gräben und die versuchen wir natürlich zu
schließen. Wo findet erstmal Kontakt statt?
Und da, wo wir es schaffen, Kontakte herzustellen, das ist der erste Schritt
hin zu vielleicht einer Beziehung. Oder vielleicht bleibt es auch beim Kontakt,
aber Kontakte sind ja auch schon cool.
Wir hatten einen jungen Mann, der hatte das als Thema eben,
Freunde finden. Der ist umgezogen, die Familie ist umgezogen und er wollte in
seinem neuen Stadtteil Freunde finden.
Und die Kollegin, die das begleitet hat damals, sagte, ui, sie dachte in dem
Moment, das wird schwierig.
Und die Familie und die anderen Unterstützer und Unterstützerinnen,
die er eingeladen hat, die waren auch völlig perplex. Bis einer auf die Idee
kam, was heißt eigentlich Freundschaft? Und
dann konnte das mit ihm zusammen rausgefunden werden, weil er sich nicht so
eindeutig immer mitteilen kann.
Freundschaft bedeutet für ihn, er wird erkannt und grüßt Menschen.
Das sind Freunde. Und er wollte in dem neuen Stadtteil wieder,
dass er erkannt wird, dass er Menschen kennt und dass er an Orte kommt,
wo ihn der Kioskbesitzer kennt und morgens grüßt und fragt, wie geht es dir?
Und er fragt ihn, wie es ihm geht.
Und ich glaube, wir müssen dafür sorgen, dass durch Zukunftsplanung und vielleicht
auch in Vorbereitung von der Zukunftsplanung, dass wir mutig sind.
Dass wir mutig versuchen, Menschen anzusprechen. Das Schlimmste,
was passieren kann, ist, dass Menschen sagen, du, ich komme nicht.
Aber was verlieren wir dann?
Also gar nichts. Und wir erleben die Menschen, die eine Zukunftsplanung für
sich machen, oft als sehr mutig, schon mal indem sie sich das überhaupt vorstellen
können, andere Menschen in ihr Leben einzuladen.
Und manchmal machen wir es auch so, dass wir Ideen haben und vielleicht auch
aus unserem eigenen Netzwerk auch sagen, hier, darf ich den eigentlich mitbringen?
Kann ich vielleicht jemanden mitbringen, den du noch gar nicht kennst?
Und da hat Céline gerade auch eine coole Idee. Da haben wir gerade eine Zukunftsplanung
von einem Mann, der sagt, er kennt kaum Leute und kennt ihr vielleicht jemanden.
Und da hattest du eine Idee, Céline.
Ja genau, ich habe bei Instagram, es gibt ja Pflegesmile hier aus Hamburg-Bergedorf,
ein inzwischen, Rashid Hamid, ein inzwischen sehr bekannter Pflegedienstinhaber, der sozusagen
da eine große Präsenz hat und der hat so eine Gang gegründet in Bergedorf von lauter Herren,
die sozusagen Lust auf das Leben haben.
Und das passt total gut zu einer anfragenden Person. Und meine Idee war jetzt
mal gucken, ob es klappt, dass wir den einfach mal ansprechen.
Vielleicht, also nicht, dass der in die Gang aufgenommen wird,
weil ich glaube, auch da muss man ja gucken, ob es passt, ob die Chemie passt.
Aber vielleicht haben die nochmal coole Ideen, wo man überhaupt Menschen trifft.
Weil das, was du ja sagtest, so Kontakte, das ist ja auch immer,
also wenn ich Menschen treffe, dann findet das ja auch immer an Orten statt.
Also meinetwegen auch digitale Orte, also im Internet oder so,
aber tatsächlich auch auf der Straße, beim Eisladen,
beim Kiosk, in der Bahn, auf dem Weg irgendwo hin und da zu gucken, okay, was sind die Orte?
Und ich habe ja in Corona-Zeiten einen jungen Mann etwas länger.
Bei uns sind sie alle jung, die Männer. Wir haben auch junge Frauen.
Außer ich. Ich bin der alte Mann hier.
Nein, also einen Herrn begleitet in einer mobilen Tagesförderung.
Das ist auch so ein Angebot, was wir haben. Und der hat mich durch seinen Stadtteil
geführt. Das war ganz spannend. Ich habe mich einfach sozusagen auf seinen Orientierungssinn verlassen.
Er war mit dem Verstehen, hatte ich so meine Schwierigkeiten,
aber ich habe mich einfach darauf verlassen und er hat mir immer links,
rechts den Weg gezeigt und wir sind dann sozusagen durch sein Quartier gefahren,
beziehungsweise habe ich ihn geschoben im Rollstuhl.
Und es war so spannend, was er mir alles für Orte gezeigt hat und vor allen
Dingen, wie viele Menschen er kannte.
Also gerade bei Menschen, die uns ja nicht mitteilen können und uns erzählen
können, das sind die Menschen, die ich alle kenne.
Aber tatsächlich sich darauf einzulassen, seinen Stadtteil, den ich bisher nicht kannte,
kennenzulernen und auch zu sehen, wie wahnsinnig viele Menschen ihn so,
freundlich und herzlich begrüßen und mit ihm Checker-Faust und ich weiß nicht,
was dann machen. Das war sehr spannend.
Und das wäre etwas, wo manch ein Assistent vielleicht sagen würde,
der kennt doch gar keinen.
Was hat er denn für Kontakte? Aber wer sind wir, dass wir das bewerten auch,
was sozusagen wertvolle Kontakte sind?
Und das finde ich auch immer nochmal spannend, so im Kontext von Zukunftsplanung,
wie wertend man doch manchmal unterwegs ist und wie man mit seiner Brille und
seinem Anspruch an Freundschaften und mit seiner Definition dann doch unterwegs ist.
Das heißt, wenn ihr eine Anfrage bekommt für eine Zukunftsplanung,
dann kann es manchmal ganz schnell gehen, weil es irgendwie eine dringende Frage ist.
Aber es kann, so wie es gerade klingt, auch sein, dass da zwischen Zukunftsplanung
und Anfrage erstmal eine gewisse Zeit vergeht, wo ihr guckt,
was gibt es denn schon alles, oder?
Ja, also es kann aus unterschiedlichen Gründen etwas länger dauern.
Es kann auch länger dauern, weil die Person vielleicht auch sich gar nicht so
sicher ist oder weil die Person so gerne jemanden dabei hat,
der vielleicht schwierig zu erreichen ist, aber es so abhängig davon ist, weil,
meine Zukunft zu planen, ohne diese Person kann ich mir gar nicht vorstellen.
Wir versuchen einfach, dass es schon, weil wir gehen immer davon aus,
dass Menschen, die uns anfragen, dass die etwas wollen, die wollen etwas,
die wollen, dass sich ihr Leben in irgendeine Richtung verändert.
Manchmal sind es übrigens auch Menschen um sie rum, die sagen,
ich sehe, dass es dieser Person nicht gut geht.
Ich habe so Lust, dass da wieder was aufkeimen kann, dass wieder was blühen
kann, weil da ist so viel, viel versteckt und.
Dann können wir nicht sagen, ja komm, wir warten mal ein Jahr,
bis das passiert. Wir versuchen schon, eine Dringlichkeit herzustellen.
Wir versuchen schon zu zeigen, dass es bald stattfinden muss,
aber manchmal brauchst du einfach Vorbereitung.
Aber da ist ja Energie. Die Energie wollen wir nicht verlieren.
Wenn eine Person, wie die Celine gerade erzählt hat, sagt, ich will die Regina
in diesem Film sein, ich will, dass die Rakete startet, dann können wir nicht
sagen, okay, der Countdown zählt runter von 420 Tage,
bis zum Tag 1, sondern dann wollen wir,
dass diese Rakete bald startet.
Und wir merken ja, das ist es ja, worum es bei Zukunftsplanung geht,
dass Energie entsteht, dass die Menschen nach vorne rücken auf ihren Stühlen,
dass sie zusammenrücken und nicht sich zurücklehnen immer und alles so lassen wollen.
Deshalb, manchmal brauchst du schon ein bisschen Arbeit in der Vorbereitung
und dann dauert es vielleicht auch mal sechs Monate.
Wir versuchen schon, dass es aber das möglichst schnell geht und deshalb geht
es darum, dass alle sich der Wichtigkeit auch bewusst sind, etwas zu tun.
Jetzt müssen wir in die Hände spucken und auch etwas tun, einen Raum finden,
die Menschen suchen, finden, einladen und die Einladung so formulieren,
dass man es nicht ablehnen kann und dann lasst uns zusammenkommen und lasst
einfach eine Zukunftsplanung beginnen.
Wie formuliert man eine Einladung, dass die Menschen nicht ablehnen können?
Ach, also indem man eine Zukunftsparty oder wie ein Fest das formuliert und
nicht wie ein Vorstellungstermin in einer Behörde, sondern die Lust hat,
die auch klar macht, was dort passieren soll.
Ich glaube, die eine Einladung, die du mir gerade gezeigt hast von der einen Planung,
die ich übernehme, weil die mussten wir tatsächlich absagen,
weil bei 40 Grad kann ja keiner mehr irgendwie gut denken. Deswegen mussten
wir zum ersten Mal wegen Hitze eine Zukunftsplanung verschieben.
Und jetzt übernehme ich sie, weil Björn dann im Urlaub ist bei dem nächsten Termin.
Und das war gestaltet wie eine schöne Einladung zu einem Geburtstag oder einer
wichtigen Feier und es wurde auch deutlich so, ich brauche dich für gute Ideen,
weil das ist ja tatsächlich etwas,
was ich auch immer wieder feststelle, dieses, also es ist ja jetzt ein sehr
platter Spruch, aber ich weiß ja nicht, was ich nicht weiß.
Also wenn man Menschen fragt, was stellst du dir vor oder möchtest du etwas
anders haben oder so, Also das ist ja schon eine sehr komplexe Fragestellung
und deswegen auch zu sagen, ich brauche dich einfach für Ideen.
Auch für dein Netzwerk, weil jeder kennt jemanden, der jemanden kennt.
Und plötzlich wird sozusagen die Fahrt im Porsche möglich, weil ich jemanden
kenne, der im Porsche Club Seevetal irgendwie Mitglied ist.
Und das ist jetzt sehr groß, aber zeigt so ein bisschen so diese Idee,
ich kenne da jemanden, der jemanden kennt, dass das echt ein Prinzip ist,
was in so einem Unterstützungskreis dann einfach immer gut zumindest was möglich macht.
Oder vielleicht kenne ich den noch nicht, aber liebe plane Person,
ich mache mich zusammen mit dir auf die Suche, weil ich finde das auch total
spannend und das kann ja nicht sein, dass wir gar keinen kennen.
Auf jeden Fall kennen wir viele Leute. Wir wissen manchmal gar nicht, wen wir kennen.
Also müssen wir im Vorwege schon gucken, dass auch auf jeden Fall Netzwerkerinnen
und Netzwerker in so einen Unterstützungskreis kommen, die vielleicht nur ihre
Fähigkeit bereitstellen und ihre Kompetenzen.
Ich habe eigentlich ein virtuelles oder tatsächliches Büchlein mit so vielen
Namen, denen ich auch gewisse Sachen zuschreibe. Das müssen wir immer haben.
Warte mal kurz Björn, ich soll dich nochmal fragen von der letzten Zukunftsplanung,
ob du Tim Mälzer kennst oder jemanden kennst, der Tim Mälzer kennt.
Ich habe mit Tim Mälzer mal gekickert, aber ich kenne ihn nicht wirklich,
aber wir sind ihm mal begegnet, da haben wir eine inklusive Stadtführung organisiert,
meine Frau und ich, für eine tolle Besuchergruppe aus Dresden.
Und da haben wir Tim Mälzer übrigens auf seinem Parkplatz getroffen.
Der war ganz offen, der war ganz nett. Ich glaube, da kann man nochmal was machen.
Tim Mälzer, der hat natürlich viel vor, aber warum nicht einladen?
Ja, also zumindest irgendwie Kontakt, weil die Person möchte gerne mal mit Tim Mälzer kochen.
Sie hat das im Fernsehen gesehen und nicht nur, dass sie Regina gesehen hat,
das war die Regina, sondern sie möchte auch mal mit Tim Mälzer kochen.
Und dann habe ich gedacht, ich frage nochmal meinen Kollegen Björn,
habe ich vergessen, aber kann ich ja jetzt heute hier in dem Podcast machen.
Aber ihr seht, möglichst diese Fragen teilen und das ist so eine Sache,
die wir sehr bewusst machen,
Anliegen teilen, weil irgendwo fällt es hin und jemand greift es und nimmt sich
das und sagt, ich habe da eine Idee.
Ich kann es selber oder ich kenne da jemanden und das funktioniert, das ist echt spannend.
Also in vielen Fällen. Also in viel mehr Fällen funktioniert es,
als dass man bedenkt und dass man denkt, ich muss das alles alleine machen und
ich muss das auf den Weg bringen und ich kenne doch Tim Mälzer gar nicht und
außerdem mag ich das gar nicht, was der Kochberuf.
Mir fällt noch was ein zu deiner Frage, Ellen, nämlich wie kommen die Menschen
und wie gestaltet man so eine Einladung?
Céline hat ja schon gesagt, auf jeden Fall muss es ein bisschen anders sein
und es muss persönlich sein.
Unsere Kollegin und Freundin Niki aus Österreich, die hat uns mal gesagt,
Persönliche Zukunftsplanung heißt auch so, weil es immer persönlich wird.
Und nicht nur, weil es von der Person aus geht, sondern was wir da tun,
dann wird es immer persönlich. Und so gestalten wir auch die Einladung.
Also Céline hat es eben gesagt mit, wir brauchen vielleicht Leute,
die Ideen haben, dann schreibe ich es rauf.
Ich lade dich genau ein, weil ich weiß, dass du immer tolle Ideen hast.
Oder ich lade dich ein, weil du diejenige bist, die mir so viel Liebe entgegenbringt.
Oder ich lade dich ein, weil ich weiß, mit dir gibt es immer auch was zu lachen.
Oder ich lade dich ein, weil du richtig auch immer auch auf die Details guckst.
Und all das, wir brauchen ja all das und deshalb schreibt es in die Einladung
rein und schreibt, warum ihr auch jemanden einladen wollt.
Ich kann das, ich merke es selber, ich kann eben nichts einladen,
wo da steht, Björn, ich möchte dich dabei haben, weil du einfach immer so gute
Ideen hast, wer wäre ich dann nicht zu kommen, oder? Ja, ja.
Und vielleicht auch tatsächlich so, ich lade dich ein, weil es mir einfach gut
geht, wenn du dabei bist.
Also gar nicht so sehr, da schon an die Erwartungen zu schnüpfen,
weil manchmal haben wir ja, dass das Menschen dann nachfragen und sagen,
ja, aber ich kann noch gar nichts übernehmen, ich habe gerade momentan so viel
zu tun, die Kinder sind klein und, und, und.
Und dann sagt man, nee, darum geht es ja gar nicht. Vielleicht geht es ja auch
darum, einfach da zu sein und irgendwie den Menschen zu zeigen,
dass das eine Bedeutung hat, eine persönliche Bedeutung.
Und das ist ja dann auch der Punkt, Björn, was du vorhin sagtest,
dass viele, viele Menschen das sehr genießen, diese Runde und eben auch mit
voller Aufmerksamkeit dabei sind.
Obwohl sonst sozusagen Assistentinnen sagen, nee,
irgendwie mehr als 20 Minuten darf das nicht dauern, wo ich dann manchmal denke,
naja, liebe Assistenz, das ist für dich vielleicht schwierig,
länger als 20 Minuten hier zu sitzen, aber nicht für die planende Person.
Jetzt habt ihr ganz viel erzählt, was ihr so macht und was ihr mitbringt,
vielleicht auch wie viel Zeit ihr mitbringt.
Und ich kann mir vorstellen, dass es einige ZuhörerInnen gibt,
die sagen, boah, das klingt zu schön, um wahr zu sein.
Wie schaffen die das? Wie finanzieren die das vielleicht auch?
Weil, also ja, würde ich auch gern machen, kann ich mir eigentlich auch gut
vorstellen, aber das würde mein Arbeitgeber gar nicht zahlen.
Wahrscheinlich eine riesengroße Frage, aber vielleicht könnt ihr da ein bisschen
was zu sagen, weil irgendwoher müsst ihr ja auch euer Geld kriegen.
Also ich kann diese Frage sehr gut verstehen und wir können gleich erzählen,
wie wir es machen. Ich glaube, das ist aber grundsätzlich eine Frage,
die uns oftmals eher selber Grenzen setzt, als Möglichkeiten aufzeigt.
Wenn wir uns bei allen Dingen erstmal fragen, ja, wie sollen das gehen und nicht,
sagen, hey, wir gucken, wie es geht, dann sind wir schon mal,
finde ich, ganz oft dabei, gar nicht loszugehen, uns in Bewegung zu setzen.
Die Celine wird gleich nochmal genaueres darüber erzählen, wie es bei uns ist,
aber ich würde allen, die es in die Welt bringen wollen, sagen,
fangt erstmal an, unabhängig von der Frage, wie lässt sich es langfristig finanzieren,
sondern fangt an, es irgendwo zu machen und auch wenn ihr kein Geld erstmal
dafür bekommt im ersten Moment,
bringt es in die Welt, weil wir müssen erstmal ja sehen, was es überhaupt ist.
Und deshalb finde ich diese Frage manchmal auch schwierig, weil sie uns wiederum,
wie so viele Sachen auch behindert im Leben.
Und trotzdem ist es eine Frage, die wir beantworten müssen. Céline,
was würdest du sagen, wie können wir gut erklären, wie es bei uns ist?
Also ich hatte ja vorhin schon erzählt, dass wir hier eine Geschäftsführung
oder Verantwortliche haben, die dem sehr positiv gegenüberstehen und die deswegen
die Ressourcen damit frei,
also uns zur Verfügung stellen und unsere Stellen sozusagen bezahlen.
Weil sie sehen, wie das Format sozusagen auf das, was wir erbringen müssen,
sozusagen aufgrund dessen, dass wir die sogenannte Eingliederungshilfe hier
anbieten, nämlich Menschen ein selbstständiges Leben führen zu lassen,
was in der Gemeinschaft stattfindet, wie wir das sozusagen mit dem Format Persönliche
Zukunftsplanung sozusagen ja auch erreichen, sodass das jetzt kein Standardangebot
wird und in unsere Leistungen mit verwoben wird, in Assistenz im Wohnen oder Assistenz,
im Bereich Arbeit,
aber dass es trotzdem etwas ist,
was eine Organisation sozusagen querfinanziert, indem sie Mittel dafür zur Verfügung
stellt. Weil gesehen wird, wie das sozusagen auf die großen Ziele Selbstständigkeit,
Leben in der Gemeinschaft, in der Gesellschaft einzahlt, sagt man,
doofes Wort, aber dass das sozusagen dazu führt und einen Beitrag dazu leistet.
Und diesen Stellenwert hat Persönliche Zukunftsplanung beziehungsweise all das,
was sozusagen dazugehört.
Und insofern gibt es uns.
Und was die eigentlichen Persönlichen Zukunftsplanung, Ellen,
du hast ja gesagt, das klingt ja um zu schön und wahr zu sein.
Wir könnten auch von frustrigen Situationen erzählen, von Zukunftsplanungen,
die nicht zustande kommen, wo sich das sozusagen verläuft.
Das könnten wir auch erzählen, aber das ein andermal. Und das ist nicht die
Mehrzahl, sondern wir können auch wirklich, das ist hier keine Werbeveranstaltung,
wir können eher vom, und zwar richtig, viel mehr vom Guten erzählen, was passiert.
Und Céline hat es eben gesagt, also unsere Organisation leistet sich das.
Und zwar, das ist eine gute Investition, weil auch Menschen,
die zu uns kommen, die zu uns ziehen, die Assistenz von uns bekommen,
die wissen auch, dass sie sich auf eine Organisation einlassen, in Anführungszeichen,
die genauso was will, die sich wirklich dafür interessiert, wie ich leben will.
Und das merken auch noch die Menschen, die zu uns kommen und bei uns arbeiten
wollen, die sagen, was macht ihr denn Geiles?
Da möchte ich ein Teil von sein. Also so neudeutsch heißt es, glaube ich, Branding.
Also wer sind wir eigentlich? Und ich glaube, Zukunftsplanung zeigt auch,
was ist Leben mit Behinderung für eine Organisation, die sich Wunschwege und
all das drumherum auch leistet?
Dann können die ja nicht so schief gewickelt sein.
Und tatsächlich, was wir ja damit auch machen, ist, dass wir Menschen stärken.
Also wir hatten das ja gerade schon erzählt, dass Menschen einfach sehr gestärkt
durch diese Stärken werden.
Wir hatten das ja eingangs ja auch, die Stärken, die du mir,
Björn, gesagt hast. Also das lässt mich ja größer werden. Manchmal denke ich,
die Menschen gehen zehn Zentimeter größer raus aus ihrer Planung,
als sie sozusagen ihren Raum betreten haben.
Und das spielt ja auch noch Rolle bei solchen Themen, denen wir uns ja als Organisation,
auch an anderen Stellen beschäftigen. Also das Thema Gewaltschutz,
wenn ich Menschen habe, die um ihre Grenzen wissen, die Nein sagen können.
Und das ist ja ein Thema, dem muss sich eine Organisation auch widmen.
Und das ist auch das Thema, das sogenannte herausfordernde Verhalten oder uns
herausforderndes Verhalten oder wie auch immer.
Und dass das sozusagen, wie reagieren Menschen gut in Krisen,
was brauchen sie dann und das ist ja etwas, von dem eine Organisation daher
so viel profitieren kann,
genau, dass wir bisher, wir hoffen, das geht so weiter, aber sozusagen tätig sein dürfen,
aber halt begrenzt sozusagen auf die Klientinnen und Klienten,
die von uns Assistenz erhalten oder halt an den Verein angebunden sind.
Also Zukunftsplanung anzubieten, ist eine Investition in die Zukunft und ist
die beste Zukunftsplanung, die man machen kann.
Das würden wir gerne jedem Träger, jeder Organisation und Institution sagen.
Probiert es einfach mal aus und guckt nicht erstmal, was dem entgegenspricht.
Es gibt so viele Sachen, die dafür sprechen und einfach mal loslegen.
Und das entspricht ja auch so ein bisschen, wer will, findet Möglichkeiten,
wer nicht will, findet Gründe.
Also auch da versuchen wir viel in Möglichkeit zu denken, aber man muss natürlich
auch fairerweise sagen, auch andere versuchen hier Möglichkeiten zu finden.
Wir sind hier nicht alleine oder werden nicht alleine gelassen in Möglichkeiten
finden und entdecken, sondern haben hier gute Verbündete.
Vielleicht noch eine letzte Frage dazu. Das heißt,
ich bin ja eingestiegen mit, wenn ich Lust auf eine Zukunftsplanung habe und
von euch gehört habe und da anrufe, sprecht ihr dann
über Geld oder spielt das dann gar keine Rolle und es wird anderweitig gerechnet?
Das spielt wirklich erstmal keine Rolle. Céline hat es vorhin gesagt,
je niedriger die Hürden sind, etwas zu machen, desto eher werde ich es tun.
Das heißt, das ist gratis für die Menschen, aber nicht umsonst.
Dass es etwas gibt, die wichtig ist, dass Menschen trotzdem etwas investieren.
Aber sie investieren eher Energie dafür, nämlich GastgeberIn zu sein.
Und vielleicht investieren sie manchmal auch in einen Raum, den wir jetzt nicht.
Bezahlen. oder sie kaufen ja auch ein dafür überhaupt, die Menschen zu verpflegen.
Das ist ja kein All-Inclusive-Urlaub, den wir anbieten, sondern Menschen tun wirklich was dafür.
Aber uns jetzt, wenn man bei Leben mit Behinderung, mit Leben mit Behinderung
verwoben ist, ist trotzdem die Moderation, die Begleitung, die ist eben gratis.
Kostenfrei. Ist kostenfrei, ja. Und manchmal spenden dann Menschen auch für uns.
Dann haben wir Möglichkeiten damit sozusagen Lernreisen zu finanzieren oder,
da sozusagen dann Mittel zu haben für etwas, wo wir dann nicht unsere Geschäftsführung
bitten müssen um Geld, sondern haben dann ein paar Mittel.
Oder ein Fest zu feiern wie Eisgrillen. Ja genau, das Eisgrillen,
Björn. Nächste Woche geht's los.
Was ist denn das Eisgrillen? Wollen wir das mal erzählen? Weiß ich nicht,
Ellen. Möchtest du was davon hören?
Äh, ja, aber ich hätte vorher noch kurz eine andere Frage, bevor wir zum Eisgrillen kommen.
Und zwar, ihr habt gerade gesagt, wenn man mit Leben mit Behinderung verwoben ist, wie ist das denn?
Kann ich auch sagen, wenn ich jetzt den Podcast gehört habe und vielleicht aus
Hamburg komme, aber noch nie was von Leben mit Behinderung oder Wunschwege gehört habe,
und denke, boah, ich will aber auch eine Zukunftsplanung haben,
darf ich dann auch zu euch kommen?
Erstmal darf jeder zu uns kommen. Also da sagen wir nicht, nee Entschuldigung,
wir sind nur für die Menschen, die bei Leben mit Behinderung sind, ansprechbar.
Aber natürlich müssen wir dann uns überlegen, wie sieht es aus,
wie kann derjenige in irgendeiner Form
trotzdem uns bezahlen, weil Céline und ich, wir arbeiten sehr viel und versuchen
schon neben unserer bezahlten Arbeit auch ehrenamtlich das ein oder andere zu machen.
Und können deshalb dann nicht sagen, oh, das machen wir auch noch ehrenamtlich
überall und jederzeit, sondern dass es dann darum geht, das,
was wir auch erlebt haben, dass Menschen von außerhalb kommen und sagen,
ah, und dafür könnte ich euch das anbieten oder,
wir können einen anderen Betrag zahlen, das kann es manchmal auch geben.
Und da müssen wir mal gucken, haben wir Kapazitäten? Wir versuchen eher,
diese Idee auch überall woanders zu streuen, damit wir irgendwann,
und das ist unser Traum eigentlich. Wir wollen unabhängig,
Büros für Zukunftsplanung überall in Hamburg und in Deutschland,
wo Menschen einfach hingehen können, unabhängig von irgendwelchen Organisationen und Trägern, sondern,
dass es uns denn gar nicht mehr in dieser Form braucht, sondern dann gibt es
diese Angebote unabhängig auch von Leben mit Behinderung.
Das ist das, wonach wir eigentlich streben.
Genau, also auch an den Teilhabeberatungen oder so, da gibt es ja einige,
die sozusagen die Weiterbildung besucht haben und da versuchen wir dann eher
auch sozusagen dahin zu überweisen.
Wir haben ja auch viele Kolleginnen und Kollegen aus dem Netzwerk,
also da zu kommen, weil unser Tag wird ja auch, wenn die Leidenschaft groß ist,
aber wir kriegen keine Verlängerung des Tages.
Also nur weil unsere Leidenschaft groß ist, hat unser Tag nicht 30 Stunden,
auch wenn wir die auch gut fühlen könnten, ehrlicherweise.
Aber dann, genau, insofern versuchen wir dann da auch ins Netzwerk Kontakte
zu knüpfen an wunderbare Kolleginnen und Kollegen, die sowas auch anbieten.
Also, ich kann, egal wer ich bin, zuerst mal zu euch kommen und dann gucken
wir, wie es weitergehen könnte.
Aber ihr habt gerade schon Stichwort gesagt, Eisgrillen.
Wie kann man Eis grillen? Das schmilzt doch dann, wenn man Eis grillt, oder nicht?
Ja, das ist tatsächlich ein sehr schräges Bild. Das muss man vielleicht verstehen.
Ich erkläre es einmal kurz, wie dieser Begriff entstanden ist.
Eigentlich wollten wir nämlich, als wir das Projekt gestartet sind,
ein inklusives Projekt mit Menschen mit und ohne Beeinträchtigung,
haben wir sozusagen dieses Projekt aufgesetzt. 2011, hatte ich schon erzählt.
Und wir wollten eine Weihnachtsfeier machen und haben aber keinen Termin für
eine Weihnachtsfeier gefunden, weil der Dezember ja immer so kurz ist und so
voll und so. Und dann haben wir gedacht, ach, dann machen wir das doch im Januar.
Aber wir haben gesagt, okay, wir können keine Weihnachtsfeier im Januar machen.
Deswegen haben wir gesagt, es ist ja eisig und dann grillen wir.
Und dagegen entstand Eisgrillen als eine zu späte Weihnachtsfeier.
Und dieser Begriff hat sich einfach
festgesetzt in den Köpfen. Und letztendlich wollten wir mit dieser Weihnachtsfeier
dann die Menschen, die sozusagen Planung gemacht haben, einfach so miteinander verbinden.
Also auch da sozusagen einen Ort schaffen, wo Kontakte entstehen,
wo man sich voneinander erzählt von der Zukunftsplanung, anderen Interessierten,
aber tatsächlich mal so eine Bühne hat für sich, für seine Ideen,
für sein Leben, um davon anderen zu erzählen, um sich zu inspirieren.
Und genau, das machen wir seit, ich glaube, seit 2013, sage ich jetzt mal so,
2012 machen wir das und...
Das wird immer größer und in Corona-Zeiten, also weil wir sind ja wirklich krasse
Möglichkeiten DenkerInnen, da haben wir gesagt, nee, ausfallen geht nicht.
Dann haben wir es einfach digital gemacht. Wir haben hier wilde,
digitale Partys gefeiert, was ganz lustig war, weil plötzlich konnten auch,
wir hatten so viele Gäste auch aus Österreich und der Schweiz und so dabei,
die daran teilgenommen haben, haben dann so kleine Care-Pakete verschickt,
damit die Menschen das Equipment zu Hause hatten. Zum Grillen? Genau.
Und nach Corona waren dann halt die Beschränkungen im Winter einfach immer noch
deutlich strenger als im Sommer und dann sind wir in den Sommer gegangen und
jetzt bleiben wir auch im Sommer.
Da passt das Eis erstens besser hin und zweitens haben wir dann halt einfach
noch unser Außengelände, weil inzwischen Björn, wie viele Anmeldungen haben wir für nächste Woche?
Boah, ich habe jetzt gar nicht direkt geguckt, aber so 150 werden schon sein
und jetzt kann man sagen, 150 ist nicht viel.
Ich glaube in den Raum passen hundert hinein.
Das wird eine gute Stimmung sein und wenn man sich das vorstellt für all die,
die zuhören, Celine hat es gesagt, da gibt es eine Bühne.
Eine Bühne für ein Thema und eine Bühne für Menschen. Und,
und es werden Geschichten erzählt. Es gibt sowas wie eine Gala immer,
wo es Menschen gibt, die ihre Geschichten erzählen, die bebildert sind.
Die sich da auch zeigen. Und es gibt ganz viele Mitmachsachen.
Und davor und danach dreht sich alles um die Zukunftsplanung, kann man sagen.
Und das Coole ist, nicht Céline und ich organisieren und machen alles,
sondern da gibt es jetzt so viele Menschen,
auch SelbstvertreterInnen, die die anpacken, die ihre Ideen dort umsetzen,
die sich dort zeigen bei dieser Veranstaltung, auch davor, darum.
Und es hat immer ein Motto jetzt, seit ein paar Jahren hat es immer ein Motto.
Weißt du, wie dieses Jahr das Motto ist? Auf der Suche nach dem Nordstern und
tatsächlich so dieses wichtige Merkmal von etwas beitragen.
Also das ist, dass wir, dass so viele Menschen etwas beitragen können.
Also sei es, dass sie von ihrer Zukunftsplanung erzählen oder eine kleine Aktivität
oder etwas vorsingen, etwas rappen oder einen Salat beisteuern oder mit Eis umhergehen.
Also auch da versuchen wir sozusagen das, was wir verändern wollen,
schon mit reinzunehmen in das Fest selbst und jeder sozusagen je nach seinen
Stärken und Talenten etwas beiträgt.
Und ja, du wirst ja unser Gast sein.
Ich freue mich schon wahnsinnig, dich dann auch live zu sehen und dann kannst
du das sozusagen live sehen, wie das Eisgrillen ist. Alle anderen können das
auf unserem Instagram-Kanal dann sich angucken und die Bilder dazu sehen.
Und genau, es ist auf alle Fälle immer bunt und trubelig und einfach auch das
Leben, so wie es ist und mit ganz vielen Anteilen von der Menschen selbst.
Also da auch nichts über uns ohne uns und das ist so das Fest der Menschen und
deswegen hat das auch so ein Alleinstellungsmerkmal und darf hier dann auch
immer stattfinden und es ist außer Frage, dass es da keine Wiederholung von gibt.
Und ein Merkmal gibt es noch, es glitzert immer furchtbar. Also nicht furchtbar,
sondern furchtbar schön.
Es glitzert und funkelt, weil...
Das Leben eigentlich für uns alle auch zwischendurch glitzern und funkeln sollte.
Und an dem Tag macht es das auf jeden Fall.
Und immer schon, wenn Menschen in diesen Raum kommen, denken sie,
boah, okay, was passiert hier? Hier passiert was Besonderes.
Und das, was bei einer Zukunftsplanung passieren soll, das passiert beim Eisgrillen.
Menschen kommen und merken, das ist hier was anderes als sonstige Feste.
Menschen kommen in Kontakt, die normal nicht in Kontakt kommen.
Also Menschen hören etwas, was vielleicht ihren Horizont erweitert und sie dazu
bringt, über das eigene Leben nachzudenken.
Und genau wie bei Zukunftsplanung, wo wir oft hören, gerade letztens hatte ich
es bei einer Zukunftsplanung, wo mich der Schwager der Person,
die geplant hat, angesprochen hat und gesagt, wo kann ich das machen?
Ich habe noch nie davon gehört.
Das ist für mich eine total neue Sache, aber das müsste doch jeder Mensch eigentlich machen.
Und bei ihm eine neue Perspektive kam. So hoffen wir auch, dass nach dem Eisgrillen
jemand, und vielleicht ist es nur, dass er sagt, die Wurst war aber ganz schön
geil, die habe ich noch nie so gegessen.
Aber dass es auch den Horizont erweitert und das versuchen wir durchs Eisgrillen herzustellen.
Und es wird schön chaotisch, also im positiven Sinne. Ellen, wir freuen uns auf dich.
Ja, ich freue mich auch schon ganz arg. Und ich glaube, ich muss das einmal
für die Zuhörenden erklären, weil der Podcast erscheint,
im September und wir zeichnen aber jetzt gerade im August auf.
Und im August wird auch das Eisgrillen stattfinden.
Das heißt, wer auf Instagram guckt, muss vielleicht ein bisschen zurück,
wie sagt man denn das, scrollen oder wischen.
Wischen ist ein gutes Wort bei Instagram.
Ja, genau. Und ja, ich freue mich auch schon ganz doll und vielleicht können
wir jetzt hier an dieser Stelle ein paar O-Töne einspielen.
Mal gucken, ob ich das hinkriege, dann in einer Woche so ein paar Eindrücke da einzufangen.
Ich hoffe, es gelingt.
Du bist vom selben Stern wie ich.
So, ich bin jetzt schon in den Räumlichkeiten von Leben mit Behinderung und
bald fängt das Eisgrillen an.
Ich bin schon ein bisschen früher da und habe die Anne getroffen in der Halle,
wie es glaube ich heißt, wo gleich alles stattfinden wird.
Und wir haben uns jetzt in einen Ruheraum zurückgezogen, damit Anne in Ruhe
erzählen kann, was es denn so alles gibt in der großen Halle.
Ja, schon am Eingang wurde ich freundlich von zwei Frauen begrüßt.
Ich bekam ein Namensschild mit einem goldenen Stern angeheftet.
Überall ist lustige Deko, Girlanden aus silbernen Streifen und goldenen Sternen.
Und im Zuschauersaal sind Stuhlreihen und eine Bühne zu sehen.
Auf der einen Seite der Bühne steht ein Tischchen und zwei Stühle.
Auf dem Tischchen ein Cocktail.
Auf der anderen Seite eine Stuhlreihe. Und ich glaube, da sitzen nachher die,
die immer wieder auf die Bühne gehen, damit die möglichst schnell oben sind.
Ja, auf die Bühne führt seitlich eine Rampe und vorne zwei Treppenstufen.
Ein großes Fenster zum Hof nach draußen. Und dort sind Festzeltgarnaturen und
andere Sitzgelegenheiten aufgebaut.
Und unter einem Vordach stehen Stände, an denen es was zu trinken gibt und später
wahrscheinlich auch was zu essen.
Ja, ich glaube, weil es Eisgrillen heißt, gibt es da nach dem Bühnenprogramm
was zu grillen. Und ich glaube jetzt, wenn es gleich anfängt,
gibt es schon Kaffee und Kuchen, so viel ich weiß. Ja, vielen Dank.
Ich habe auch Tamara und Frank getroffen, die mir erzählt haben,
warum sie schon seit Jahren begeistert vom Eisgrillen sind.
Ich bin Tamara Wert, bin 36 Jahre alt und lebe in Hamburg.
Und der ein oder die andere kenne ich vielleicht von einer Folge,
wo der Sascha bzw. die Susanne Göbel dich schon interviewt haben zum Thema Zukunftsplanung.
Aber wir sind ja hier gerade beim Eisgrillen. Warst du schon oft beim Eisgrillen?
Ich bin fast jedes Jahr mit dabei.
Okay, das heißt, du bist richtiger Eisgrillen-Fan.
Oder Fanin? Ich weiß gar nicht, wie man das sagt. Ich bin sehr begeistert davon. Genau.
Was findest du denn das Besondere am Eisgrillen? Das Besondere daran finde ich,
dass alle Menschen, die bei Leben mit Behinderung mitwirken oder auch Klienten oder wie auch immer,
hier zum Fest kommen und einfach gemeinsam feiern.
So nicht Ausgrenzung und gar nichts.
Das ist für mich das Besondere. Oder einfach zusammen feiern,
mal die Zeit vergessen.
Genau, ich bin Frank Nester. Ich arbeite für den Träger Leben mit Behinderung
Hamburg und bin ja zuständig für das freiwillige Engagement.
Das heißt, ich versuche, Freiwillige in unsere Standorte mit einzubinden und
vor allen Dingen darauf zu achten, dass Hauptamt und Ehrenamt miteinander harmonisieren.
Okay, und was machst du hier heute beim Eisgrillen? Heute beim Eisgrillen geht
es vor allen Dingen darum, das Thema Menschen mit Behinderung als Freiwillige zu gewinnen.
Das heißt, wir machen einen kleinen Fragebogen, versuchen erstmal herauszubekommen,
wenn ein Grundinteresse da ist, was für ein Engagement-Typ bin ich eigentlich und
versuchen darüber herauszubekommen, welche möglichen Engagements könnten denn eventuell passen.
Und der nächste Schritt wäre dann ein Erstgespräch und dann guckt man,
ob man vielleicht ganz niedrigschwellig erstmal anfängt, sich auszuprobieren,
ist ein Engagement überhaupt ein mögliches Feld für mich.
Und du warst sicherlich schon öfters beim Eisgrillen. Was ist das Besondere
am Eisgrillen aus deiner Sicht?
Aus meiner Sicht ist das Besondere des Eisgrillens, dass so viele Klientinnen
und Klienten hier sind, gemeinsam
feiern, gemeinsam neue Ideen aushecken und dass man einfach eine schöne Zeit
hat, die man zusammen und gemeinsam verbringen kann. Vielen Dank.
So, ich bin jetzt gerade zurück in der Unterkunft vom Eisgrillern und bevor
es für mich ins Bett geht, will ich euch doch noch schnell erzählen, wie es denn so war,
bei Leben mit Behinderung und Wunschwege und dem Eisgrillern.
Ihr habt ja gerade schon von Frank gehört, dass er einen Stand hatte zum Thema
Ehrenamt, wo man erstmal rausfinden konnte, was für ein Ehrenamtstipp man denn
so eigentlich ist. Ich bin übrigens Ehrenamtstyp Planerin.
Es gab auch einen Stand zum Thema Träumen und Traumkatern, die von Céline und
Björn übrigens neu aufgelegt wurden und aktualisiert wurden vor ein paar Jahren.
Und bevor das Bühnenprogramm gestartet
hat, konnte man noch an verschiedenen anderen Aktionen teilnehmen.
Man konnte sich zum Beispiel Glitzer abholen es gab Glitzer für alle.
Es gab einen Stand zum Thema Respektiert werden, wo man auf Herzen schreiben
konnte, wann man sich respektiert fühlt.
Die Herzen konnte man dann an einen Zweig hängen und wenn einem das zu persönlich
war, dann konnte man die auch in eine Box werfen.
Es gab eine Fotobox, wo man lustige oder auch ernste Fotos machen konnte.
Man konnte sich porträtieren lassen und da gab es auch schon das Thema Wählen
dabei, denn man konnte wählen, wie man sich porträtieren lassen wollte,
ob als Bleistiftzeichnung,
als Kohlezeichnung oder vielleicht auch mit einem Marker.
Und das war eine richtig ausgelassene Stimmung. Alle waren ganz gespannt auf
das Bühnenprogramm und haben sich erst mal stärken können mit Kaffee und Kuchen.
Wem das zu trubelig war und zu viel war, der konnte auch eine Pause machen im
Ruheraum und dann hat endlich das Bühnenprogramm gestartet.
Ich glaube, über eine Stunde lang ging das und moderiert wurde es von Dörte, Fiete und Hain.
Fiete und Hain wohnen normalerweise auf einem Krabbenkutter,
aber fürs Eisgrillern sind sie extra wieder nach Hamburg gekommen,
weil sie eben das Eisgrillen so richtig toll fanden und haben es natürlich dann
auch gleich moderiert und von ihren Abenteuern im letzten Jahr berichtet.
Es haben auch andere vom letzten Jahr berichtet, nämlich verschiedene Personen,
die im letzten Jahr eine persönliche Zukunftsplanung bei Leben mit Behinderung
gemacht haben und genau haben von ihren Planungen, von ihren Träumen,
und von ihren Wünschen erzählt.
Es gab auch zum Beispiel eine Person, die Klavier gespielt hat,
weil in ihrer Zukunftsplanung vorkam, dass sie gerne Klavier spielen lernen möchte.
Ja, mehr möchte ich aber von den Personen, die Zukunftsplanung hatten,
gar nicht erzählen, denn,
vielleicht gibt es demnächst ganze Folgen zu einzelnen Personen,
die Zukunftsplanung gemacht haben, unter anderem natürlich auch aus Hamburg.
Es gab auch ein Quiz natürlich zum Thema Sterne und auch ein Theaterstück zum
Stern der wertgeschätzten oder wertvollen Erfahrungen.
Ja, es war eine richtig, richtig coole Stimmung. Das Lied, das gesungen wurde,
wo man vorher wählen konnte über einen QR-Code und abstimmen konnte,
welches Sternenlied denn.
Gesungen werden soll, wurde natürlich auch von allen gesungen.
Und danach, nach dem Bühnenprogramm, gab es Gegrilltes und es wurde auch Eis
verteilt, weil was gibt es denn sonst beim Eisgrillen?
Und tatsächlich haben Céline und Björn vorhin im Interview nicht übertrieben,
wenn sie gesagt haben, es soll für jeden was dabei sein und soll jeder was mitnehmen
können. Ich glaube, das wurde auf jeden Fall erfüllt, dieses Ziel.
Und es war auch gar nicht schlimm, dass es ein bisschen geregnet hat nach dem Bühnenprogramm.
Die Laune war trotzdem riesengroß und gut.
Genau, soweit zum Eisgrillen, was ich so erlebt habe.
Und bevor es mit dem Interview weitergeht, habe ich noch Céline gefragt,
warum denn Feiern bei persönlicher Zukunftsplanung so eine große Rolle spielt
und warum es so überhaupt so wichtig ist.
Tja, warum ist Feiern bei persönlicher Zukunftsplanung so wichtig?
Es geht um Stärken und Möglichkeiten.
Es geht darum, die sichtbar zu machen, sich dessen bewusst zu werden,
um sie dann einzusetzen, um neue eigene Wege gehen zu können.
Das muss doch eigentlich gefeiert werden, oder?
Denn Feiern bringt ja auch Menschen zusammen, macht gute Laune und Zuversicht.
Wichtig dabei ist aber auf jeden Fall, dass jeder Mensch auf seine eigene Art feiert und feiern kann.
Und dann wird aus manch einer Persönlichen Zukunftsplanung auch ein Zukunftsfest
oder sogar eine Zukunftsparty.
Lasst uns das Leben und die Zukunft feiern und immer daran denken,
dass auch die kleinen Dinge gefeiert werden können.
Und ich wollte gerade nachfragen, weil ihr gesagt habt, es geht ja auch ums Beitragen.
Und was kann ich denn beitragen? Aber ich habe vielleicht schon eine Idee.
Ich hätte hier, ich glaube, 100 müssten es sein, goldene Glitzersterne,
wo man mit speziellen Stiften was draufschreiben kann. Man kann sie aber auch
einfach so aufhängen. Vielleicht bringe ich die einfach mit. Ist das eine Idee?
Das wäre eine super coole Idee. noch mehr Glitzer und noch mehr Sterne und genau,
alle was dazu beitragen und das super, ey. Ich freue mich jetzt noch mehr.
Ja, cool. Ich bin gespannt und vielleicht kann ich danach ja auch noch ein bisschen
so berichten, was ich da noch alles gesehen habe, weil ich kann ja mit dem Mikrofon,
nur Töne einfangen und nichts Visuelles, aber berichten geht ja trotzdem.
Ist das dann auch immer so ein bisschen so ein Abschluss von so einer Zukunftsplanung?
Also werde ich immer automatisch mit eingerechnet in das Eisgrillern,
wenn ich mit euch eine Zukunftsplanung gemacht habe? Oder geht es dann vielleicht
auch manchmal erst richtig los?
Also wir haben schon, dass wir die planenden Personen des letzten Jahres sozusagen
aktiv anfragen und auch die sozusagen,
aktiv anfragen, ob sie etwas sozusagen von ihrer Planung erzählen wollen und
dem, was danach passiert ist.
Und ansonsten haben wir aber einen riesen Fanclub, der sozusagen regelmäßig
dabei ist und alle Jahre wieder sozusagen das einfach als
wunderschönen Anlass sieht, zusammenzukommen und auf Menschen sich zu begegnen.
Genau, aber aktiv schreiben wir vor allen Dingen die an, die eine Planung gerade gemacht haben.
Und ansonsten ist es aber sozusagen, machen wir ja auch intern und extern dafür
Werbung, sodass auch andere interessierte Menschen kommen können.
Und 2027, weil das ja im September erst ausgestrahlt wird, planen wir das auch
wieder. Der Termin steht schon, ich habe ihn noch nicht im Kopf,
aber auch da wird es wieder ein Eisgrillen geben.
Und ich erinnere mich gerne daran, dass wir ja verschiedene Mottos haben.
Wir hatten mal eine Gala, das war bei unserem Jubiläum.
Da hatten wir eine Gala mit Preisverleihung
für die erste Zukunftsplanung, die stattgefunden hat. Es gab sogar,
ein Lebenswerk. Das war für unseren Kollegen Volker Bentin, der die erste Weiterbildung
gemacht hat und der da ganz viel rein investiert hat.
Da haben wir so kleine Oscars verliehen. Das war auch lustig.
Also ja, wir sind immer sehr kreativ an der Stelle und lassen uns da was einfallen
und haben dabei vor allen Dingen aber auch wunderschöne Unterstützung,
von unserer Kollegin Marina und anderen noch, die da auch ganz viele Ideen in den Raum werfen.
Und da gibt es eben, letztes Jahr hatten wir das Motto, Wunschweg geht auf Reise,
weil da waren es all die Zukunftsplanungen, die sich auch vielleicht mit dem
Thema Reisen sich aufmachen, zu neuen Ufern aufmachen.
Wir hatten Wunschwege sucht die Liebe.
Da waren ganz viele, da ging es um Liebe, aber auch Leidenschaften für Themen.
Und diesmal ist es eben Wunschwege auf der Suche nach dem Nordstern.
Und wir werden uns viel mit dem Nordstern, der auch in der Zukunftsplanung eine
große Rolle spielt, beschäftigen.
Und auch mit dem Stern, der die wertvollen Erfahrungen aufzeigt,
die die Menschen sammeln können. Ihr habt ja schon einen benannt,
nämlich etwas beitragen und werden uns auch viele andere Sternzacken da angucken
und nicht nur angucken, die werden wir miteinander betreten.
Und erfahren, genau.
Und der Stern, der auch in dieser Podcast-Rubrik dieses Jahr eine besondere
Rolle spielt, wir hatten ihn nämlich schon zweimal als Thema dieses Jahr.
Passt also irgendwie voll gut rein. Auf jeden Fall.
Gibt es was, was wir noch unbedingt ansprechen müssen?
Also unbedingt, unbedingt gibt es nie. Das ist wie bei einer Zukunftsplanung, muss es unbedingt.
Das entscheidet da die Person und wir können auch mal überlegen,
gibt es aber irgendwas, wo wir denken, das ist für die, die jetzt zuhören, total spannend.
Wir hoffen sowieso, ihr habt gern zugehört und wir haben jetzt viel wieder gesprochen, Céline.
Da merkt man, da geht uns das Herz auf und manchmal das Herz auch ein bisschen drüber.
Deshalb hoffen wir, ihr konntet uns allen folgen. Und apropos Folgen.
Wir würden gerne nicht nur Werbung machen, dass ihr überall Persönliche Zukunftsplanung
weitertragt, die ihr davon hört, sondern auch, wir bieten ja auch,
genau wie ganz viele andere,
Vereine, Organisationen und Institutionen,
auch eine Weiterbildung zur Persönlichen Zukunftsplanung an.
Und ich glaube, das ist auch ein guter Ort, um dafür nochmal Werbung zu machen.
Genau, die startet im Januar und hier in Hamburg und wir bieten sie wieder an.
Auf der Seite des Netzwerks Persönliche Zukunftsplanung findet man ja auch andere
Orte, aber dieses Jahr auch wieder in Hamburg.
Und vielleicht habt ihr Lust, Teil dieser Weiterbildung in Sachen persönlicher
Zukunftsplanung und inklusivem Tun zu sein und sozusagen zu erfahren,
wie das denn so geht und was man so machen kann.
Das ist auf jeden Fall etwas, genau, guckt auf die Netzwerkseite,
da findet ihr diese Weiterbildung oder guckt auf der Seite von Leben mit Behinderung,
da gibt es auch etwas über Persönliche Zukunftsplanung, da werdet ihr dann auch
alles dazu finden, weil das ist wie bei Zukunftsplanung.
Da braucht es eine richtig bunte, gute Gruppe, damit was Neues passiert und
nicht so viel von Gleichem.
Deshalb gibt es hoffentlich ganz viele Interessierte, die das jetzt hören und
sagen, ah, das könnte für mich was sein.
Ihr müsst ja gar nicht im Norden wohnen. Vielleicht könnt ihr dann immer einen
schönen Besuch machen und kennt vielleicht Leute hier, die ihr sowieso schon
lange mal treffen oder sehen wolltet.
Kommt nach Hamburg. Es wird auf jeden Fall eine ganz wunderbare Weiterbildung
geben zum persönlichen Zukunftsplan. Und das ist uns schon ein Anliegen, darüber zu sprechen.
Ja, weil wir den Leuten ja auch die Möglichkeit bieten wollen,
das eben auch sozusagen zu machen.
Es lohnt sich ja auf jeden Fall auch euch zu treffen, auch wenn man sonst niemanden kennt in Hamburg.
Und Hamburg ist, glaube ich, schon auch immer eine Reise wert.
Oder vielleicht auch dann mehrere Reisen in einem Jahr. Ja, auf jeden Fall.
Das sagen jetzt zwei Hamburger, aber ist okay. Du, das stimmt schon so.
Komm vorbei, guck mal, was es hier so gibt. Das ist schon gut bei uns im Norden, ne?
Und es ist definitiv mehr als Fischbrötchen, weil es gibt ja auch Franzbrötchen zum Beispiel.
Auf jeden Fall, genau, die Seite, die Internetseite vom Netzwerk Persönliche
Zukunftsplanung befindet sich in allen Folgen der Rubrik Lust auf Zukunftsplanung.
Leben mit Behinderung beziehungsweise Wunschwege verlinken wir dieses Mal auf
jeden Fall auch und euren Instagram-Kanal auf jeden Fall auch,
weil dann können die Leute ja gucken, wie es dann,
Moment, wie muss ich das jetzt formulieren?
Futur 2 gewesen sein wird beim Eisgrillen.
War das jetzt richtig? Wahrscheinlich schon. Bestimmt. Ich hoffe,
mich haben alle verstanden.
Genau. Sehr cool. Ja, vielen Dank. Ich habe noch drei kurze Fragen,
die ihr aber sehr gerne auch lange beantworten dürft, die ich allen meinen GästInnen zum Fluss stelle.
Und ich glaube, bei euch ist das eine Frage,
die wirklich Sinn macht und ihr habt sie, nee, du Björn, glaube ich, hast sie am Anfang auch,
schon angedeutet, als du die Stärken von Céline gesagt hast,
du hast dich gefragt, woher nimmt diese Frau die Energie?
Und das ist eine meiner Fragen. Woher nehmt ihr eure Energie,
um das alles auf die Beine zu stellen?
Jetzt bekommst du die Antwort vielleicht, Björn. Mhm.
Ja, also ich fange mal an, weil ich bin sehr gespannt jetzt gleich im Zuhören,
was Céline mir sagen wird.
Ich lasse dir noch ganz kurz Zeit, während ich antworte. Das hört sich jetzt
sehr blöd an, aber eine Energie nehme ich daraus, indem ich mich mit so vielen
Menschen verbinden kann.
Also mein Job besteht auch daraus, dass mir Menschen um mich rum total Energie geben.
Also die Verbindung mit ihnen lässt einen stärker sein, also diese Verbundenheit
lässt einen Kraft spüren, wo man selber vielleicht auch verzagt ist,
was mir ja auch passiert.
Und zum anderen ist es vielleicht auch, und das hört sich jetzt blöd an,
aber ist es auch das, was nicht gut ist in der Welt.
Da, wo ich merke, dass es Diskriminierung gibt, da, wo ich merke,
dass etwas völlig verkehrt läuft, gerade das kann auch total Energie bringen
zu sagen, und jetzt erst recht und jetzt noch mehr.
Und dann geht man vielleicht auch ein bisschen weiter mit der Energie,
als man sonst gehen würde, weil es einfach sonst nicht geht.
Und dann gibt es eine Dringlichkeit, die in einem was ankurbelt,
wo man gar nicht dachte, dass diese Energie vorhanden ist.
Aber jetzt möchte ich hören, Céline, wohin nimmst du wirklich Energie,
weil du hast Energie für zwei oder drei?
Ja, das weiß ich ja gar nicht. Mein Tag ist ja auch nur begrenzt lang und manchmal bin ich schon K.O.
Aber tatsächlich nehme ich, glaube ich, die Energie vor allen Dingen daraus
zu sehen, dass man einen Unterschied machen kann.
Also mit der Energie, die ich einsetze, bewirke ich etwas.
Also ich fühle mich immer sehr selbstwirksam, weil ich wirklich sehe,
wie sich Dinge verändern können, wie ich einen Unterschied machen kann.
Und Menschen sozusagen etwas erfahren durch diese Persönliche Zukunftsplanung,
was sie sonst nicht erfahren hätten, nämlich diese Stärkung,
dieses ich werde mit meinen Talenten gesehen, ich habe eine positive Idee von
meiner Zukunft, weg von diesem es ist so vorgegeben.
Das ist halt so, das ist etwas, was ich gar nicht ertrage und deswegen sehe
ich da ganz viel und spüre, dass ich einen Unterschied machen kann und das lässt
mich dann sozusagen noch, wie du gesagt hast, Björn, etwas mehr Energie, als einem
vielleicht gut tut, aber noch da investieren, weil einfach so viel anderes passieren kann.
Etwas, was mich sonst auch manchmal empört oder zornig macht oder traurig macht,
aber da mich sozusagen wirksam zu erleben und Menschen dabei zu begleiten,
einen Unterschied zu machen.
Denn tatsächlich, also das ist auch die Energie, warum, ich habe es ja selber
für mich auch in meiner eigenen Biografie, war ich an einem Punkt,
wo mir nicht klar war, wie ich sozusagen etwas machen kann.
Und dieses Drehen, dieses Denken in Möglichkeiten, dieses Denken in einem Unterstützungskreis,
dass das sozusagen dann Dinge möglich gemacht hat, von denen mir viele Menschen
gesagt haben, dass das nicht möglich ist, hat unter anderem dazu geführt,
dass wir jetzt einen Hund haben.
Und auch, dass ich die Arbeit wieder aufgenommen habe und wir beide sozusagen,
dieses wunderbare Projekt voranbringen konnten.
Toll. Die zweite Frage, die ich zum
Schluss immer stelle, habt ihr einen Lieblingsort und wenn ja, wo ist der?
Oh, das ist sehr spannend, weil ich glaube, die sind sehr unterschiedlich.
Björn sagte ja schon, dass wir uns sehr gut ergänzen.
Also Lieblingsort, mein Lieblingsort ist tatsächlich das Meer und der Sandstrand
und die Weite, das ist ein Ort, an dem ich sehr gut entspannen und auch Energie tanken kann.
Ansonsten ist es die Natur und da nähern wir uns, glaube ich,
wieder an, auch wenn ich Björn nichts vorwegnehmen will.
Aber tatsächlich die Weite und die Natur und dann auch tatsächlich die Ruhe,
und dieses Gedanken schweifen lassen, das sind so schon meine Lieblingsorte.
Und jetzt bei dir, Björn?
Also Natur schafft es ja einfach, dass man sich anders fühlt.
Vielleicht fühlt man sich manchmal ein bisschen demütiger, vielleicht fühlt man sich entspannt.
Deshalb schätze ich das schon sehr, aber mir ist dann für mich zu allgemein
zu sagen, oh, in der Natur fühle ich mich immer wohl. Es gibt auch Natur,
die mich überfordert, wenn die Mücken auf mir sitzen, mich stechen.
Oder Bremsen, genau, die auf einem sind. Aber wirklich, ich fahre sehr,
sehr gerne mit meiner Frau in einem alten, ein bisschen verbeulten Camper herum.
Das ist so ein Kastenwagen und dann kommen wir immer an neue Orte und
wir fahren wirklich so los und
das ist vielleicht nochmal witzig als Zukunftsplaner, wir planen nichts.
Wir planen nicht mehr, in welches Land wir fahren oft, sondern wir fahren einfach
los und entscheiden uns sehr spontan, in welche Richtung es geht.
Das war ein Alptraum für mich.
Und hatten einmal sogar, dass wir in einem Kreisel in Südtirol waren und nicht
wussten, fahren wir Richtung Kroatien oder eher Richtung Frankreich.
Und haben uns da denn spontan, sind viermal in diesem Kreisel rumgefahren und
wussten dann erst, dass wir - also sehr spontan - in welche Richtung wir fahren.
Und mein Lieblingsort ist eigentlich hinten in diesem Bus zu liegen,
also immer an die Orte zu kommen.
Aber wenn wir in diesem Bus sind und die Vorhänge zumachen,
und wir hinten drinnen liegen zusammen und dann morgens ich nicht mehr weiß,
wo wir jetzt eigentlich stehen und die Vorhänge aufzumachen,
das ist für mich so ein Ort, wo es mir dann total gut geht, weil ich mich auch
sicher fühle, auch in der Fremde dann.
Toll.
Ich könnte euch noch richtig lang zuhören, aber vielleicht gibt es ja irgendwann
mal, euch noch mal zu hören, hier auf diesem Sender sozusagen,
mit ganz neuen Fragen und neuen Aspekten zum Thema Zukunft oder Zukunftsplanung.
Meine letzte Frage ist, um vielleicht wieder so ein bisschen ins Hier und Jetzt reinzukommen.
Wo geht es für euch als nächstes hin? Was ist euer nächster Schritt?
Ihr seid ja gerade zusammen in einem Büroraum.
Arbeitet ihr was zusammen oder müsst ihr gleich in unterschiedliche Richtungen los?
Also mein nächster, genau, wir werden noch ein, zwei Sachen für das sogenannte
Eisgrillen und für die Weiterbildung noch besprechen, bevor wir,
heute ist ja Freitag, bevor wir ins Wochenende starten.
Ich habe dann tatsächlich noch einen Termin mit einer Frau,
die in einer Krise sich gerade befindet, die gerade sozusagen im Krankenhaus
ist, wo es unklar ist, welche, also was braucht sie,
damit es ihr gut geht, was ist ihr wichtig, was ist für sie wichtig und da werde
ich eine Kollegin, die sie assistiert, begleiten.
Ich kenne diese Frau noch nicht und werde mit ihr gucken und versuchen auszuschreiben,
was ihr wichtig ist und was für sie wichtig ist.
Das ist noch ein Termin, den ich jetzt noch habe und dann starte ich jetzt Wochenende.
Ja, Céline hat es gesagt, wir müssen uns über wichtige Themen noch unterhalten.
Und dann beim Eisgrillen habe ich heute noch einen Termin, wo ich mich treffe.
Weil beim Eisgrillen werde ich gar nicht dabei sein, sondern da gibt es nur Hein und Fiete.
Das sind so zwei Norddeutsche von der Hallig, die von der Hallig wegkommen.
Und da bereiten wir uns heute darauf vor, mal in diese Rolle zu schlüpfen.
Und genau, deshalb treffe ich mich und Hein und Fiete, die jedes Mal beim Eisgrillen
auftreten und Geschichten da so ein bisschen auch erzählen.
Die treffen nämlich auch, die haben jemanden neues im Schlepptau,
nämlich Dörte. Ich will nicht zu viel spoilern, aber da bereiten wir uns heute vor.
Und das ist noch der nächste Termin. Und dann auch ab ins sonnige Wochenende.
Das ist der nächste Schritt heute. Und den vollziehe ich auch ganz gern.
Okay, na vielleicht hören wir den ja oder die in den O-tönen.
Ich hoffe, ich treffe die dann auch beim Eisgrillen.
Die Wahrscheinlichkeit ist sehr hoch.
Genau. Okay. Ja, vielen, vielen, vielen lieben Dank an euch beide.
Danke für die Einladung und für die Möglichkeit von uns und unserer Arbeit und
unserer Leidenschaft zu erzählen.
Ja, sehr gerne. Und ich freue mich, euch in einer Woche zu sehen.
Und zu euch in den hohen Norden zu kommen.
Und für alle anderen, die hier gerade zuhören, es geht weiter in zwei Monaten.
Wieder am zweiten Sonntag im.. das wäre dann der November 2026.
Wem die Zeit bis dahin zu lange dauert, kann natürlich auch in etwas ältere Folgen reinhören.
Wer zum Beispiel Interesse hat allgemein an dem Thema Weiterbildung,
kann die Folge mit Carolin Emrich anhören.
Oder es ging heute auch um Unterstützungskreise. Da empfehle ich die Folge mit Sandra Fietkau.
Oder ihr hört einfach in die Folgen von diesem Jahr rein, wo es um den Stern
ging, um die fünf wertgeschätzten Erfahrungen.
Auch das sehr empfehlenswert. Oder ihr schaut einfach in die Shownotes.
Da findet ihr alle Links, auch zum Stern, auch zu Leben mit Behinderung oder
zum Netzwerk Persönliche Zukunftsplanung.
Wenn ihr Fragen habt oder Anregungen oder Anliegen, dann könnt ihr sehr gerne schreiben an laz -
das steht für Lust auf Zukunftsplanung - at ellen-keune.de.
Laz@ellen-keune.de.
Auch mal auf was zu den Stern zu reisen. Ja.
Das können wir ja mal tun. Oh, das war schon immer mein großer Traum.
Zum Nordstehen? Zum Nordstehen, stimmt. Das wollten wir immer schon machen.
Ja, bloß mit der, mit der Hallig.. kommen wir da ja nicht hin. Und mit unserem Kutter?
Warum denn nicht? Naja, der schwimmt doch. Ach so.
Dann brauchen wir eben eine Rakete.
Äh, äh, äh, äh. Ne, also eine Rakete ist mir irgendwie nicht geheuer.
Also mir wäre unser Kran dann auch ein bisschen lieber.
Euer Kram? Naja, so Rettungsring, Positionslichter, Schiffsglocke, was Vernünftiges eben.
Immer nur das die Gleiche. Ihr müsst auch mal was anderes ausprobieren.
Euch was Neues trauen. Darum geht's doch in der Zukunftsplanung.
Wer sagt denn, dass das eine Rakete nicht kann?
Dörte? Weißt du was, was wir nicht wissen?
Ich wüsste da schon eine Rakete, die zu uns passt.
Eine Rakete? Eine Krabbenkutter-taugliche Rakete? Mit Rettungsring?
Mit Rettungsring. Mit Schiffsglocke? Auch. Oh, na ja.
Aber fliegt die überhaupt? Keine Ahnung. Äh, das beruhigt mich jetzt nicht.
Dann
brauchen wir eben einen Probestart. Okay, Probestart. Dann müssen wir mal gucken
hier, wie ist es mit dem Probestart? Komm mal zu Sachen, ich trau mich sonst
nicht. Komm mal ran hier. Probestart.
Und du? Ist dir das überhaupt TÜV geprüft?
Fiete, du fährst dann mit einem Kragenkuder ins Bermudadreieck.
Ja, das ist auch wieder nichts. Okay.
So, für einen ordentlichen Start brauchen wir das Publikum. Wir zählen jetzt
alle zusammen von drei. Drei.
Zwei. Eins.
Stopp.
Oh... Ich dachte, das geht los. Wir müssen noch mal zählen. Das hat nicht geklappt.
Ich glaube, die Rakete stoppt. Wollen wir noch mal zählen? Noch mal.
Drei. Zwei. Eins. *Rakete startet*
Wir hören uns in der Zukunft.
IGEL - Inklusion Ganz Einfach Leben. Wird dir präsentiert von Inklusator.
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