IGEL - Inklusion Ganz Einfach Leben

Sascha Lang - Inklusator
Since 04/2021 312 Episoden

Zero Conference 2026 - der Weg zur Inklusion geht nur in Weltweiter Zusammenarbeit

Ein Gespräch mit Martin Essel (Gründer des Essel Fundation) & Michael Fembek (CEO Zero Project)

08.03.2026 43 min

Zusammenfassung & Show Notes

In dieser Episode des IGEL Podcasts nimmt euch Inklusator Sascha Lang mit nach Wien zur Zero Project Conference 2026, einer der weltweit wichtigsten Konferenzen rund um Innovationen für Inklusion und den Abbau von Barrieren. In der UNO-City treffen sich jedes Jahr Expertinnen und Experten aus über 90 Ländern, um gemeinsam Lösungen für eine barrierefreie Zukunft zu entwickeln.
Im Gespräch mit Martin Essl, Gründer der Essl Foundation, und Michael Fembek, CEO des Zero Project, geht es um die Entstehung der Konferenz, ihre internationale Bedeutung und die Rolle von Innovationen für eine inklusive Gesellschaft.
Die beiden geben spannende Einblicke in die Entwicklung des Zero Project, das inzwischen ein globales Netzwerk mit tausenden Expertinnen und Experten umfasst. Dabei wird deutlich: Inklusion kann nur gelingen, wenn Länder weltweit voneinander lernen und erfolgreiche Ideen gemeinsam weiterentwickeln.
Ein besonderer Fokus der Konferenz liegt auf innovativen Lösungen aus Technologie, Bildung, Arbeit und gesellschaftlicher Teilhabe. Vorgestellt werden Projekte aus allen Teilen der Welt – von digitalen Notrufsystemen für nichtsprechende Menschen bis hin zu neuen Ansätzen in der Gesundheitsversorgung.
Auch die Frage steht im Raum: Warum denken wir Barrierefreiheit oft nur für Menschen mit Behinderung, obwohl sie letztlich allen zugutekommt?
Diese Episode zeigt, wie wichtig internationale Kooperation, Innovation und Vernetzung sind, um Barrieren dauerhaft abzubauen und Teilhabe für alle Menschen zu ermöglichen.
Hört rein und erfahrt, warum der Weg zu einer inklusiven Welt nur gemeinsam gegangen werden kann.
Hier geht es zur Zero Conference:
 
 
Links zum IGEL Podcast
Podcast „IGEL – Inklusion Ganz Einfach Leben“
 
Webseite: www.inklusator.com
 
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Transkript

Mit DL-Produkten arbeitest du mit Rückenwind. Nicht so, Donne! Oh, ich kann Italien sehen! IGL Inklusion, ganz einfach leben, Der Podcast für gelebte Inklusion. Mit eurem Inklusator Sascha Lang. Legal Inklusion, ganz einfach leben, dein Podcast für gelebte Inklusion. Herzlich willkommen, das ist die Episode 308. Und wir waren vom 17. bis 20. Februar in Wien zu Gast bei der Zero Project Conference, eine internationale Konferenz über den Abbau von Barrieren. Eine Konferenz, die in diesem Jahr ihren 15. Geburtstag feierte. Und es gibt 20 Jahre bereits die Stiftung, über 20 Jahre, nein, 20 Jahre die Stiftung, die diese Konferenz ins Leben gerufen hat. Und wir sind im Jahre 2026, 20 Jahre nach dem ersten Entwurf der UN-Binnenrechtskonvention. Alles das in dieser Episode und zwar im Gespräch bei mir sind Martin Esser. Er ist der Founder der Essen Foundation, der Stiftung, die das ganze Zero Project Conference auf die Beine gestellt hat. Und Michael Fembeck, er ist der CEO von der Zero Conference. Viel Spaß bei diesen sehr spannenden Interviews über das Thema der Zero Conference, warum sie steht, warum sie so wichtig ist und warum sie jedes Jahr auch in der UNO City in Wien stattfindet. Mein Name ist Sascha Lang, ich bin euer Inklusator, ich wünsche gute Unterhaltung. Igel Inklusion, ganz einfach leben, der Podcast für gelebte Inklusion. Wie ihr schon in der einen oder anderen Ausgabe mitbekommen habt, war ich Mitte Februar für einige Tage in Wien bei der Zero Conference. Und ich habe mir diesmal vorgenommen, weil es ja, wenn ich richtig kalkuliert habe, schon über 15 Zero-Konferenzen gab und wir im Jahre 2026, auch 20 Jahre UN-Bindernrechtskonvention, schon anfangen zu feiern. Gibt es einige Gründe, um einmal ein bisschen intensiver auf die Zero Conference einzugehen, aber auch natürlich auf die Gründungszeit. Bei mir zu Gast ist Martin Essel. Er ist der CEO oder der Chef, der Gründer mit seiner Familie der Essel Stiftung. Und die Essel Foundation hat unter anderem die Zero Conference ins Leben gerufen. Und dazu kommt dann noch Michael Fembeck. Er ist der CEO von der Zero Conference. Herzlich willkommen, ihr beiden. Dankeschön. Herzlichen Dank für die Einladung. Herr Essel, fangen wir mal bei der Entstehung an. Ich glaube, wenn ich mich richtig erinnere, haben Sie im Parlament gesagt, 2008 haben Sie die Foundation gegründet. Was war damals die Motivation, die Essel Foundation zu gründen und sie dann aber auch ins Thema Inklusion zu bringen? Ja, wir haben ja seit vielen Jahren ein Familienunternehmen geführt. In dem wir auch Menschen mit Behinderung beschäftigt haben im ersten Arbeitsmarkt. Und letztlich hat es dazu geführt, dass ich im Jahr 2006 mit meiner Frau und mit unseren vier Kindern die Entscheidung getroffen habe, die Hälfte unseres Vermögens in eine gemeinnützige österreichische Privatstiftung einzubringen und soziale Projekte zu unterstützen. Und da waren wir natürlich auf der Suche und haben dann letztlich mit Michael Fehnbeck einen kongenialen Partner gefunden. Die SL Foundation ist ja dann fast auch 20 Jahre alt, ne? Ja, das stimmt. Sehr schön. Also es gibt viele Gründe zu feiern. Die Zero Conference, wie ist die denn entstanden, Michael? Wie ist die denn sozusagen aus der Taufe gehoben worden? Und warum heißt sie Zero Conference oder Zero Project? Ja, also zum Thema Feiern noch kurz. Also es ist die 15. Zero-Project-Conference und es ist auch 20 Jahre UNO-Konvention für die Rechte von Menschen behindern. Dieses Jahr gibt es einiges zu feiern. Aber zu deiner Frage. Wir sind dann nach ungefähr einem Jahr, wo wir sehr viele Stakeholder-Dialoge geführt haben und einigen versuchen festzustellen, was eine österreichische, sehr klar ausgerichtete Stiftung tatsächlich weltweit tun kann, zu unserer Methode gekommen, dass diese Mischung aus einem guten Research von dem, was wirklich Innovative Practices und Innovative Policies sind und einem Kommunikationskanal dazu, der die Konferenz ist, Diese Lösung hatten wir ungefähr so 2011, 2012 fertig und wir hatten damals einen sehr guten Brand- und Marketingberater, dem wir gesagt haben, wir wollen da wirklich groß hinaus und wir haben da globale Perspektive, er soll uns helfen, einen schönen Namen, einen passenden Namen zu finden. Und die Idee von ihm, die uns dann sofort Martin und mich begeistert hat, war, er hat gesagt, jeder andere, was er kennt, arbeitet daran, irgendwas aufzubauen. Ihr arbeitet daran, irgendwas abzubauen, nämlich Barrieren. Und deswegen würde er sagen, ihr seid jetzt am Weg zu Zero, nämlich Zero Barriers und deswegen Zero Project. Also so ist der Name Zero Project entstanden, For a World with Zero Barriers. Wir haben auf dieser Konferenz, ich war das erste Mal dieses Jahr dabei, Obwohl es sich schon 15 Jahre gibt, Die Ausrichtung dieser Konferenz war immer in diese globale Weltrichtung. Wir haben ja Länder von Burkina Faso über Indien bis Mosambik, bis Deutschland, Österreich, Frankreich, Belgien, England, Amerika. Wir haben ja alles da so ein bisschen wiedergefunden. War das immer die Ausrichtung, das Ganze globale zu schauen und die Zero-Barrieren weltweit abzubauen? Nein, das war es eigentlich nicht. Wir haben ja als kleine Stiftung und Familie in einem kleinen Land lebend niemals den Anspruch gehabt, irgendetwas Globales zu entwickeln, sondern das hat sich einfach im Laufe der Zeit ergeben. Mir als Unternehmer war es immer wichtig, auch Innovationen in den Vordergrund zu stellen. Weil die Wirtschaft nur durch Innovationen konkurrenzfähig ist und ihren Konsumentinnen und Konsumenten eine bessere Leistung bieten muss, als es das die Mitbewerber tun. Und wir haben relativ rasch auch festgestellt, dass im Sozialbereich Innovationen nur spärlich vorhanden sind und wenn sie vorhanden sind, sind sie meistens unbekannt und dem wollten wir Unterstützung geben, indem wir gesagt haben, lasst uns nach Innovationen suchen und diese Innovationen bekannt machen Und aus 60 Expertinnen, mit denen Michael Fehmbeck die Studie für 15 Länder erarbeitet hat, stehen wir heute bei einem globalen Netzwerk mit über 10.000 Expertinnen aus 180 Ländern, also wirklich aus fast allen Ländern dieser Welt. Und haben damit natürlich auch eine Breitenwirkung, die uns selbst überrascht und wirklich glücklich und tief dankbar macht. Michael, ihr habt jedes Jahr ein bisschen einen anderen Fokus. Es geht natürlich immer um Nullbarrieren oder Innovationen, aber immer wechselt das Fokus. Ist das ein wichtiger Grund, dass ihr immer mal so die Perspektive ändert? Und ich glaube, vor drei Jahren oder zwei Jahren war es Bildung, dann gab es Arbeit. Dieses Jahr war es Innovationen, auch das Thema Sicherheit und Katastrophenschutz war dieses Jahr ein zentrales Thema. Gibt es immer so zentrale Themen und variieren die oder an was fixiert ihr diese wichtigen Themen oder diese Aufhänger, nenne ich sie mal? Ja, das ist eine sehr gute Frage und das ist tatsächlich etwas, was unseren Ansatz besonders gut kennzeichnet. Wir hatten 2012 die erste Konferenz und da hatten wir diese Themenunterteilung nicht. Und wir haben dann verstanden, aufgrund des Feedbacks der Teilnehmer. Dass das Thema viel zu vielfältig ist und viel zu breit ist, als dass man mit einer damals doch relativ überschaubaren Konferenz hier wirklich die richtigen Gesprächspartner zusammenbringt. Das war dann eher Zufall, dass jemand, die an einer Bildungstechnologie arbeitet, mit jemandem, der die Verkehrsbetriebe barrierefrei machen wollte. Das ist einfach zu breit. Und die Lehre damals war, fassen wir das doch in größere, aber doch klar getrennte Themenbereiche zusammen und finden wir einen Zyklus. Und wir haben dann einen Vierjahreszyklus definiert, wo wir diese Themen in diesem Zyklus abarbeiten. Die vier Themen sind Bildung, Beschäftigung, Barrierefreiheit und das vierte Thema ist selbstbestimmt Leben und politische Teilhabe. Wir haben dann im Jahr 2019 dann eine Zusatzentscheidung getroffen, weil ganz klar sich herausgestellt hat, aus offensichtlichen Gründen, dass Technologie der biggest game changer, also der größte Treiber von Innovationen ist. Und wir haben deswegen dazu jedes Jahr das Thema Technologie gehabt, zu welchem Thema immer sich die Technologie befasst. Es sind doch meistens themenübergreifend aus unserem Spektrum. Also das Thema ist immer eines dieser vier und dazu die Technologie. Heuer haben wir ausnahmsweise aufgrund der Dringlichkeit des Themas und des dringenden Wunsches unserer Community, das wir vielfach gehört haben. Ausnahmsweise hat das Thema auf Englisch Crisis Response, also Katastrophenschutz, dazugenommen. Wir werden euch ja im nächsten Jahr einfach wieder zu unserem System zurückgekommen. Im nächsten Jahr ist das Thema selbstbestimmt lebend. Und politische Teilhabe und eben wieder Plus-Technologie. Das Thema, ja? Wir haben dann ein weiteres Thema noch ergänzt und da geht es um Inclusive Arts, also Kunst allen Menschen mit und ohne Behinderung zugänglich zu machen und zwar nicht nur Museen oder die großen Kulturhäuser architektonisch barrierefrei zu sehen, sondern auch die Kunstvermittlung und auch Künstler mit Behinderung ebenfalls zu unterstützen und zu fördern. Das ist ein Bereich, den meine Tochter aufgebaut hat und der sich auch sehr bewährt hat, weil es wichtig ist, dass wir nicht nur, also dass wir wirklich alle Bereiche des Lebens einbringen. Das steht auch in der UN-Konvention, und haben im heiligen Jahr neben Crisis Response auch den Bereich Inclusive Healthcare, also die Gesundheitsversorgung allen Menschen zugänglich zu machen, mit und ohne Behinderung ins Programm genommen. Über die Crisis Response werden wir noch in einem gesonderten Podcast nochmal sprechen. Dafür konnte ich Michael Fembeck direkt auf der Zero-Konferenz schon interviewen. Das kommt noch und wir verlinken dann gegebenenfalls nochmal in den Show Notes hier diesen Podcast. Ja, die Technologie, Herr Essel, 2019 ist die sozusagen zum regelmäßigen Bestandteil geworden. Lassen wir uns mal zurückdenken. Gibt es denn jährlich genug Innovationen, die den globalen Markt betreffen? Mir ist so ein bisschen aufgefallen, es gibt Innovationen, die dann vielleicht, ich nehme jetzt mal Beispiele, ohne das negativ zu machen, die dann in Indien für die indische Kommunität als eine Innovation gilt. Für uns ist das aber schon Alltag, ist aber noch nicht in Indien angekommen oder ist in Indien gar nicht so finanzierbar, wie wir es hier machen. Ist die Technik so beweglich, dass sie sich weiterentwickelt? Haben Sie das Gefühl, dass jedes Jahr auch neue Sachen dazukommen oder dreht sich der Markt ein bisschen? Wie würden Sie das einschätzen, so nach sieben Jahren Technologie auf der Zero Conference? Dieser Aspekt der Technologie entwickelt sich ja ganz ungemein. Und so rasch, dass man dem kaum folgen kann, vor einigen wenigen Jahren, Dann ist jetzt auch die Intelligenz, die KI und Artificial Intelligence in aller Munde und betrifft natürlich sehr viele Technologien. Und weil Sie das gerade angesprochen haben, nachdem wir eine mittlerweile global tätige Organisation sind, ist es uns wichtig, dass wir für alle Regionen nach Innovationen suchen. Wir dürfen nicht vergessen, dass etwa 70 Prozent der Menschen mit Behinderung, und das sind 15 Prozent der Weltbevölkerung, aber 70 Prozent davon im globalen Süden leben. Und für die es natürlich relativ uninteressant ist, wenn es ein besonderes Feature auf einem Rollstuhl gibt oder irgendeine komplizierte Brillenkonstruktion, wo man sich nur durchnavigieren kann durch die Welt. Und so muss man sehr gut unterscheiden nach den finanziellen Ressourcen, die auch die Menschen mit Behinderung haben. Und deswegen ist es eigentlich immer wieder überraschend und erfreulich zugleich, wie viele Nominierungen durch unser weltweites Netzwerk jedes Jahr neu auf uns zukommen. Wir haben im heurigen Jahr 586 Nominierungen. Nominierungen aus 93 Ländern gehabt und daraus hat die Community und das ist auch ein spezieller Aspekt unserer Arbeit, dass nicht wir die Innovationen aussuchen. Sondern 400 Expertinnen und Experten haben im Selektionsprozess, der fast ein halbes Jahr andauert, mitgewirkt, sodass es wirklich ein Preis und eine Auszeichnung der weltweiten Community ist, die den Zero-Project-Award für die Community so attraktiv macht. Und zum Dritten ist auch die Räumlichkeit der Vereinten Nationen hier in Wien natürlich auch ein besonderes Feature. Weil wir genau dort den Menschen die Bühne geben dürfen, wo es auch hingehört, wo die UN-Konvention für Menschen mit Behinderung entstanden ist. Und sie erhalten dann in den Räumlichkeiten der UNO-City ihre Auszeichnung, die ihnen dann hilft, mehr finanzielle Ressourcen auch zu bekommen und sich wirklich durch Vernetzungen, die in der Konferenz möglich sind, weiterzuentwickeln und wirklich eine größere Hilfe zu sein wie der Vergangenheit. Sonst oder meistens, wenn es Innovationen gibt oder soziale Themen, wird sehr auf den Fokus gemeinnützig gelegt, so sozial und es darf am besten für niemanden was kosten, es soll immer günstig sein. Was mir ein bisschen bei euch aufgefallen ist auf der SEO-Konferenz, hier geht es auch ratzekalt um Business und das finde ich sehr spannend, weil ich finde auch, dass ja in der heutigen Zeit auch Business von Menschen mit Behinderung, Mitmenschen mit Behinderung, das gehört zum Alltag dazu, Menschen mit Behinderung sind Konsumenten, da liegt ja auch Wert drauf, dass der Mensch mit Behinderung sowohl als Businesspartner wie auch als Konsument geschätzt wird und auch gewertschätzt wird und es geht nicht nur darum auf eurer Konferenz, dass alles gemeinnützig verschleudert wird. Wie kommt das, Michael? Ja, wir befassen sehr viel mit dem Aspekt, welche Innovationen, Technologien und alle anderen sozial Orientierten möglichst schnell und möglichst einfach und welche das größte Potenzial haben, sich zu verbreiten. Und da ist einfach ein Businessmodell eines davon. Wenn es ein Geschäftsmodell ergibt, finden Sie sofort Menschen, die das aufgreifen, einfach weil die Wirtschaft so funktioniert. Es gibt aber auch andere Skalierungsmodelle und wir versuchen alle bei uns unterzubringen, weil es ja im Grunde egal ist, auf welche Art und Weise eine Innovation zu Menschen mit Behinderungen kommt. Ich würde dann genauso erwähnen, das ist bei uns auch ein Thema, auch Regierungen können innovativ sein und sind das auch. Also wir haben zum Beispiel den kanadischen Barrierefrei-Akt vorgestellt, der einfach auf der Regierungs-, auf der Regulierungsebene so weichend so gestellt hat, dass viel mehr passiert als vorher. Also Innovationen können auch auf ganz anderen Ebenen passieren, auf der Regierungs-Ebene, auf der Regulierungsebene, auf der Business-Ebene und eben, wie du gesagt hast, natürlich auch auf der NGO-Ebene. Innovationen, die kostenlos zur Verfügung gestellt werden, sind natürlich toll und die gibt es auch. Manche Dinge gibt es einfach dann in einem App Store. Umsonst ist aber eher der Einzelfall. Wir suchen im Grunde nach allen verschiedenen Modellen, um die Innovationen zum Wachsen bringen können. Herr Essel, Sie haben schon bereits angedeutet, Sie sind zu Gast seit einiger Zeit in der UNO-City im International Center in Wien. Eine sehr spannende Location. Man wird zuerst mal gefilzt, bevor man reinkommt. Man wird kontrolliert, man muss sich anmelden. Also es hat schon was von, ich bin auf einem ganz anderen Territorium, man hat die ganzen Fahnen von der UNO, die um einen her wedeln, wenn man durch den Hof geht. Man kommt da rein und sieht, da ist ja auch die Atom, die IA, wie heißt sie genau, die Atomagentur ist da ja auch untergebracht, die internationale. So, man geht da durch, man sieht rechts und links in dem Eingang ein paar interessante Exponate. Wie kam es dazu, dass die Zero-Konferenz zur UNO gewandert ist? Da, wo sie, wie sie wirklich folgerichtig sagen, einfach an sich auch hingehört irgendwie. Naja, das war ein Prozess, der wirklich über einige Jahre gegangen ist und mit vereinten Kräften und letztlich auch der Unterstützung unseres ehemaligen Bundespräsidenten Heinz Fischer, der mit dem ehemaligen Generalsekretär der Vereinten Nationen Ban Ki-moon auch befreundet ist und auch der Hilfe und Unterstützung des Außenministeriums ist es nach drei Jahren dann gelungen, die UNO zu überzeugen, dass sie uns die Räumlichkeiten für diese drei Tage zur Verfügung stellt. Und daraus ist eine wunderbare Partnerschaft geworden, die jetzt schon über zehn Jahre anhält und wo sie auch, glaube ich, mit unserer Konferenz und mit den Entwicklungen, die man hier vorgestellt bekommt, sehr glücklich und zufrieden sind. Und es ist eine sehr, sehr gute Partnerschaft entstanden, interessanterweise auch auf Augenhöhe. Aber darüber hinaus haben wir auch in Österreich Aktivitäten gesetzt, wie zum Beispiel die Voreröffnung zur jährlichen Zero-Project-Konferenz. Und hier haben wir im Plenarsaal des österreichischen Parlaments eine ganz einzigartige Konzeption entwickeln dürfen, die sich auch sehr bewährt hat. Wir haben in Österreich im Parlament fünf Parteien vertreten, die jeweils auch BehindertensprecherInnen haben und es ist uns gelungen, alle Parteien zu überzeugen, aus dem Portfolio unserer Zero-Project-PreisträgerInnen und PreisträgerInnen. Eine Innovation auszuwählen, gemeinsam mit den Innovatoren sie im Parlament vorzustellen und als Mentor und Unterstützer in der Implementierung in Österreich mitzuwirken. Und das dürfen wir jetzt seit sieben Jahren machen und ich bin darüber sehr dankbar, dass das wirklich diese enormen Kreise zieht. Das heißt, wir sind am Anfang im österreichischen Parlament, gehen dann in die UNO und Sie können sich vorstellen, dass uns das wirklich viel Freude bereitet, weil damit auch die Wertschätzung der Community zum Ausdruck gebracht wird. Lass uns dann jetzt mal einen Blick auf die 2026er Ausgabe, die 15. Werfen. Sie fand in Wien statt, wenn wir das Parlament mitnehmen, vom 17. bis 20. Februar. Eine sehr spannende Zeit mit ganz viel zum Schluss ein bisschen Schneechaos. Michael, du hast erzählt, das ist eine schöne Anekdote, dass sich einige Menschen über Schnee gefreut haben, die sonst noch nicht Schnee erlebt haben. Und erzähl uns das mal, weil ich finde das auch eine spannende Side-Story für diese Zero-Project-Konferenz. Ja, also wir wissen nicht genau, wie viele, aber es waren sicher weit über 100 Teilnehmer, die das erste Mal Schnee erleben konnten. Und das in der UNO City in Wien, also vor allem die Teilnehmer aus Sub-Saharan-Afrika und teilweise auch aus Indien, für die war das ein einmaliges Erlebnis, dass da Schnee gefallen ist. Es ist nämlich ziemlich viel Schnee gefallen, also in einer Nacht waren es über 20 Zentimeter. Und die sind dann am Abend raus, wie es geschneit hat, haben einen Schneebeschlacht gemacht vor der UNO-Kulisse. Da gibt es ganz fantastische Fotos und Videos und besonders beeindruckend war für mich ein blinder Teilnehmer aus Indien, der hat gesagt, ich habe schon mal Schnee in der Hand gehabt, aber ich habe noch nie Schneeflocken im Gesicht gespürt und der hat sich dann etliche Minuten rausgestellt, um nur einfach zu spüren, wie sich Schneeflocken im Gesicht anfühlen. Also wir haben da, glaube ich, teilweise wirklich wunderbare Einmalige-Erlebnisse. So en passant, neben allen Problemen, die der Schnee gebracht hat, aber doch auch wunderbare Erlebnisse vermitteln dürfen. Das sind Geschichten, die dann so ein Zero-Project-Konferenz dann neben der Konferenz schreibt. Kommen wir aber jetzt mal an die Storys, die geschrieben wurden. Herr Essel, Sie haben schon gesagt, über 500 Projekte wurden eingereicht. Dieses Jahr war das Thema Healthcare und Innovationen insgesamt, aber auch Krisenbewältigung ein großes Thema. Wenn Sie jetzt zwei, drei Projekte oder zwei, drei Konferenzen, zwei, drei Vorträge herauspicken könnten, was waren so Ihre Highlights dieses Jahr? Fangen wir bei Herr Essel an und danach Michael. Ja, also ich möchte da herausstellen, die Innovationen, die wir im Parlament vorgestellt haben, das waren fünf Innovationen für eine integrierte Gesundheitsversorgung, die aus Spanien gekommen ist. Dann ein besonderes Erlebnis war, dass wir im Vorfeld zur Konferenz mit einem Abgeordneten, der ALS erkrankt ist und damit eine massive Stimmbeeinträchtigung hat. Über den Einsatz von einer KI-Lösung, Unterstützung in seine Stimme wiedergeben durften. Und er seine Tätigkeit als Justizsprecher und Vorsitzende des Justiz-Ausschusses auch weiterführen kann. Und hier hat es eine weitere Innovation aus den Vereinigten Staaten gegeben, die wir dort vorgestellt haben, die Talk-to-me-goos geheißen hat, wo es um eine KI-unterstützte App geht, um Kommunikation in eigener Sprache wieder zu ermöglichen. Und das war wirklich ganz besonders berührend, weil alle Parteien diese Initiative und diese Umsetzung in besonderer Weise gewertschätzt haben und einer ihrer Kollegen auch damit weiterhin sein politisches Amt erfolgreich umsetzen kann. Das Gänsehauptmoment im Parlament wurde gesprochen von den Politikern. Diesen Ausdruck in einem Parlament habe ich selten gehört. Also das war schon wirklich ein ganz interessanter Moment, dass da auch einheitlich alle Parteien bei diesem Moment am selben Strang gezogen haben. Das war schon faszinierend, als sie das präsentiert haben und darüber gesprochen wurde. Und auf der Konferenz hat mich eine Gesundheitsinnovation aus Israel besonders beeindruckt, wo es darum geht, Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung zu unterstützen, wenn sie zum Zahnarzt gehen. In der Vergangenheit sind 40 Prozent der Patientinnen mit intellektueller Behinderung dann mit Anästhesie ruhiggestellt worden, um diese Untersuchungen bzw. Kleinen Operationen am Zahn durchzuführen. Und mit einer besonderen Innovation ist es gelungen, von 40% auf nur mehr 4% eines Sie-Einsatz, die Patienten betreuen zu können und damit natürlich auch den Stress der Patienten auf der einen Seite und auch den Stress des Körpers so weit wie möglich zu reduzieren. Also das sind wunderbare Momente, die einem wirklich die Tränen in die Augen treiben. Michael, was hast du? Was war für dich? Ja, du hast mir schon eine kurze Vorbereitungszeit gegeben für die Frage, aber es ist gar nicht so einfach. Wir hatten nämlich 240 Einzelsessions, über 340 Speaker auf der Konferenz. Also ich möchte kurz hervorheben. Also für mich die Innovation, die wahrscheinlich die meisten Wählen geschlagen hat und weiter, ist eine aus Großbritannien. Die heißt Tab SOS. Das ist eine Notrufplattform, die man jede existierende Telefon-Notrufplattform anhängen kann im Hintergrund. Und jeder Mensch, der aus irgendwelchen Gründen nonverbal ist, temporär oder generell, auch die Möglichkeit bekommt, einen Notruf abzusetzen und sich zu artikulieren. Das ist von, je nachdem, was der Bedarf ist, egal was der Bedarf ist, diese Plattform kann das. Und die ist in England ausgerollt und die hat sehr viel Interesse erweckt. Dass wie gesagt Tab SOS heißt, wieder Tab SOS. Die Session, wo die am emotionalsten war, war die zum Thema Frauen mit Behinderung. Also da war eine unglaubliche Stimmung im Raum. Das war so ein richtiges Aufbruchgefühl. Wir Frauen haben eigentlich nur zusätzliche Besürfnisse und wir müssen uns da noch zusätzlich artikulieren können. Also das war ein bisschen Gänsehaut, wenn man als Mann da drinnen war. Und ansonsten möchte ich noch hervorheben, was wir bis jetzt noch nicht erwähnt haben. Wir haben im Vorfeld der Konferenz auch das sogenannte Technologie-Forum, wo wir 24 ausgewählte Technologien in einem, wir sagen Business-to-Business dazu. Stakeholdern vorstellen, die ganz gezielt und extrem gut vorbereitet aufeinandertreffen. Da geht es nicht um Präsentationen, also nicht um längere Vorträge, sondern da geht es einfach nur ums Treffen, Kennenlernen nach einer gut vorbereiteten Methode. Also das ist ein sehr spannendes Format, das wir versuchen jetzt in anderen Ländern auszurollen. Sie sind basiert in Österreich mit der SEO-Konferenz. Die ESSEL Foundation sitzt in Österreich. Natürlich wird auch dort geguckt, was kann von Innovationen in Österreich sich etablieren. Wie ist denn so die Bilanz nach 15 Jahren? Konnten da einige Sachen aus der großen, weiten Welt in Österreich Fuß fassen? Und wenn ja, wie? Und wenn nein, warum vielleicht nicht? Wie schätzt ihr das beide ein? Ja, fangen wir vielleicht mit unseren Aktivitäten, die wir in Österreich setzen. Wir haben in den letzten zehn Jahren sogenannte Unternehmensdialoge ins Leben gerufen, bei denen Unternehmen motiviert werden, zusätzlich Menschen mit Behinderung zu beschäftigen, so wie wir das im Familienunternehmen systemisch eigentlich vorgenommen haben. Und binden da alle Stakeholder von der Politik, der Regionalpolitik über die Service Provider. Über Unternehmen, aber auch Menschen mit Behinderung natürlich mit ein und konnten in diesen zehn Jahren 2000 Unternehmen ansprechen, nur in Österreich und sie motivieren, weitere Menschen mit Behinderung zu beschäftigen. Und wir verwenden da immer sogenannte Best Practices, so wie es halt das Zero-Project-System ist, anhand von innovativen Formen, die dort präsentiert werden von den Unternehmen und von den Menschen mit Behinderung, zu zeigen, es funktioniert. Und mittlerweile führen wir auch Branchendialoge, sogenannte Branchendialoge durch, und laden dann zum Beispiel die ganzen IT-Unternehmen ein. Da hat es jetzt in der Zentrale von Microsoft in Österreich im November einen großen Event gegeben. Oder wir haben einen Gesundheitsdialog im vergangenen Jahr gehabt, wo alle Gesundheitsinstitutionen mit dabei gewesen sind. Und da verwenden wir dann auch teilweise Innovationen aus dem Ausland, die wir hier vorstellen. Und da kann ich als ein Beispiel erwähnen, dass wir inspiriert durch den großen Netzwerkbetreiber Cisco, den Weltmarktführer, hier eine IT-Akademie ins Leben gerufen haben. Und dort wurden 15 Studierende mit fünf unterschiedlichen Behinderungsarten, haben in einem sechs Monate. Zum sechsmonatigen Kurs, wurden sie zum Data Security Experten und Expertinnen ausgebildet und von diesen 15 Studierenden haben die internationale Prüfung von Cisco 14 beim ersten Mal erfolgreich absolviert und sie haben dann auch die Möglichkeit eines Jobs bekommen. Also wir wollten damit einfach zeigen, es funktioniert, es geht nur darum, die entsprechenden Barrieren für die Menschen mit Behinderung abzubauen und auf Augenhöhe mit ihnen zu agieren. Und dann sind sie in der Lage, eine Karriere zu machen, wie jeder andere Mensch auch, und ihre Talente in der Gesellschaft viel besser einsetzen. Stellen Sie sich vor, alle 15 Prozent der Menschen mit Behinderung, die wir auf der ganzen Welt haben, würden wir intensiver in der Gesellschaft aufnehmen und von ihren Talenten und Erfahrungen und so weiter profitieren. Also wir könnten hier die Herausforderung der Zukunft gemeinsam, indem wir alle mit einbinden. Viel besser lösen, als dass wir sagen, naja, wir arbeiten ein System aus, wo nur die Stärksten hier zu Wort kommen. Das ist nicht der Weg, den wir gehen wollen. Michael, wie ist deine Einschätzung? Für mich ist die Hauptwirkung, dass viel mehr miteinander gesprochen wird, dass Österreich sich auch besser vernetzt, dass die Diskussion anders läuft, auch mit allen Stakeholdern, für mich ist das eigentlich der größte Effekt, dass Probleme anders angegangen wird, dass viel mehr Verständnis da ist, dass man mit Innovationen arbeiten nicht nur kann, sondern auch muss. Also das ist für mich die größte Wirkung, dass die Diskussion und die Entscheidungsfindungsprozesse, egal wo man innen schaut, anders laufen. Martin hat es schon erwähnt, wir sind auch in den österreichischen Bundesländern und diese Wirkung des Zero Project ist, also das ist für mich die Hauptwirkung, dass anders miteinander Probleme angegangen und gelöst werden, weniger, dass es Einzelinnovationen sind, die wir da ganz gezielt nach Österreich bringen konnten, was ja nicht die eigentliche Aufgabe ist, wir sind ja weltweit unsere Mission. 20 Jahre UNB-Anrechtskonvention, 20 Jahre ESSEL Foundation, 15 Jahre Zero-Konferenz. Mir fällt auf, dass wir bei alledem, was wir an Handwerkszeug mittlerweile haben, auch die UNB-Anrechtskonvention, immer noch verschiedene Themen sehr spartig denken. Also ich röche jetzt zum Beispiel über das Thema Barrierefreiheit. Wir reden immer noch, das ist für Menschen mit Behinderung. Im Endeffekt haben wir festgestellt, dass viele Innovationen, die jetzt schon auf dem Markt sind oder mal auf den Markt kommen, irgendwann nicht nur für Menschen mit Behinderungen gut sind, sondern für alle Menschen gut sind. Wie könnten wir aus eurer Sicht eventuell diesen Fokus verändern, dass wir es so klein denken und in diesen 15 Prozent alleine denken, wo wir vielleicht aber schon bei 90 Prozent profitieren könnten? Davon, wie können wir aus dieser Ecke rauskommen? Und weil ich das Gefühl habe, dass wenn wir das tun, nicht mehr in der Sparte denken, sondern groß denken, dass wir dann vielleicht einen ganz anderen gesellschaftlichen Spirit kriegen und eine ganz andere gesellschaftliche Diskussion. Gehe ich, liege ich da in eurem Sinne oder bin ich da auf dem Holzpfiff? Also ist eure persönliche Meinung auch da? Naja, die großen IT-Unternehmen haben es ja verstanden. Sie wollen jetzt den gesamten Kuchen auch anschneiden und entwickeln Systeme, die für alle nutzen. Oder auch die Markenartikelindustrie. Wir haben einen Markenartikel ausgezeichnet, der die Verpackung mit Braille ergänzt hat, sodass auch Menschen, die blind sind, sich im Einkauf leichter tun und nicht angewiesen sind auf die Hilfe anderer bzw. Auf andere Technologien, die es mittlerweile auch schon gibt mit Braillen, wo einem das alles vorgelesen wird. Also es gibt hier viele Unternehmen, die das verstanden haben und die das gut umsetzen und damit auch für alle, so wie Sie es gesagt haben, ganz richtig, hier für alle Menschen etwas anzubieten und das, was für Menschen mit Behinderung funktioniert, das hilft auch allen anderen Menschen. Und meine Kinder, die jetzt ihre Kinder bekommen und mit dem Kinderwagen unterwegs sind, die brauchen eine ähnliche Barrierefreiheit, wie das auch ein Rollstuhlfahrer braucht oder jemand, der mit dem Rollator unterwegs ist. Also es gibt Phasen, wo man hier die Barrierefreiheit braucht, dann gibt es wieder Phasen, wenn man es nicht eine permanente Behinderung hat, wo man es dann nicht mehr benötigt, aber es ist in jedem Fall angenehmer, wenn wir in einer barrierenfreien Welt leben. Und das setzt sich jetzt langsam durch und das muss man auch wirklich sagen, dass in den vergangenen 20 Jahren und vor allem durch die Ratifizierung, wo ja Unternehmen alle fünf Jahre einen Bericht abgeben müssen. Wie weit sie in der Umsetzung gekommen sind, hilft das schon sehr, dass hier ein Umdäglichprozess stattfindet. Michael, siehst du das auch so? Ich bin da nicht ganz optimistisch, weil für mich ist es ein bisschen unverständlich, warum der Prozess so langsam geht. Also ich mache das jetzt seit 15 Jahren und das Argument, das wir diskutieren, ist extrem schlagend und ist leicht nachvollziehbar. Und es passiert aus meiner Sicht oft relativ wenig in diese Richtung, um zum Beispiel Verpackungen nicht generell diese Merkmale haben, die sowieso bedruckt werden. Sascha, ich glaube, da wirst du mir zustimmen, dass das nicht nachvollziehbar ist. Wieso? Da gibt es ja wieder temporäre oder lokalisierte Ansätze. Also ich bin damit in dem Bereich der Innovation, den du ansprichst, würde mir wünschen, dass da mehr passiert. Aber ich gebe dir noch ein konkretes Beispiel, was der Martin hat das ja angesprochen mit der Technologie, wo es, was meine ich, gerade neue Wege beschritten werden. Es gibt ja diese neue Brille von Meta, die du ja sicher kennst und die ist ja wohl in unserer Konferenz ja auch ausgezeichnet, vorgestellten und auch getestet. Das Spannende an dem ist jetzt natürlich die Technologie und die Zusammenarbeit mit einem Brillenhersteller, aber auch die Zusammenarbeit mit einem sehr innovativen Unternehmen mit Be My Eyes und diese Kooperation mit Be My Eyes löst das Thema, dass man die Technologie alleine trotzdem nicht alle Probleme lösen kann, die sich der Mensch mit der die Brille eröffnet, gegenüber sieht, sondern man kann aber dann einfach eine Verbindung mit der Be My Eyes Community herstellen und über Menschen, Zusammenarbeit dann individuelle Probleme lösen. Mein Punkt ist, die Technologie hilft vielleicht das, was du angesprochen hast, einen weiteren Push zu geben, weil es neue Möglichkeiten gibt, was passiert ist. Vor der Konferenz ist nach der Konferenz, 2027 soll weitergehen. Wie sind denn die Perspektiven, Herr Essel? Wie soll es in Zukunft weitergehen? Was sind so Ihre Gedanken, Ihre Wünsche für die SEO-Konferenz als tragende Foundation? Naja, wir haben ja in den letzten fünf Jahren auch noch einen weiteren Schritt übernommen oder unternommen, nämlich Regionalisierungskonferenzen und Regionalisierungstechnologieforen einzurichten, gemeinsam mit strategischen Partnern. Und so gelingt es, die Innovationen, die die Community auswählt, nach Lateinamerika zu bringen, wo die große Sprachbarriere auch wettfällt, indem die lateinamerikanische Konferenz in Spanisch und in Portugiesisch abgehalten wird, um dann letztlich auch Brasilien mit zu berücksichtigen. Das ist dann eine Region in der Welt mit 500 Millionen Menschen, die in ihrer Muttersprache diese ganzen Innovationen diskutieren können. Dann haben wir eine Konferenz in Neu-Delhi in Indien, die jährlich stattfindet, immer auch ergänzt mit dem Technologieforum. Und wir sind in Singapur für den südostasiatischen Raum ebenfalls jährlich mit einem Zero-Project-Event. Und da suchen wir immer nachhaltige strategische Partner, wie im Fall von Singapur SGN Able. Das ist so eine staatliche Organisation, die wirklich extrem fortschrittlich ist. und damit können wir unsere Wirkung noch zusätzlich deutlich erhöhen. Was ist deine Vision von der Zero-Project-Konferenz oder vom Zero-Project, Michael, für die Zukunft? Ja, also auf das Aufbauen, was Martin gerade gesagt hat, ist, dass wir die Zero-Project noch stärker lokalisieren. Es hat aus unserer Sicht viel mehr Fantasie und auch Möglichkeiten, die Zero-Project-Idee und die Kompetenz und die Innovationen in die Weltregionen zu bringen. Wir haben das Format von den Technologiefahren, von der Konferenz und was jetzt noch nicht erwähnt wurde, Wir arbeiten auch massiv daran, über kunstliche Intelligenz unserer Community noch ganz neue Arten von Services, Dienstleistungen und Vermittlungsmöglichkeiten anzubieten. Das steht schließlich für uns fast immer und ich glaube, wir brauchen nicht lange in die Details gehen. Es ist ganz klar, dass ein gut aufsetzter KI-Ansatz auch ganz neue Möglichkeiten der Kontakt- und Wissensvermittlung rund um Innovationen ergeben wird. Das sind so die großen strategischen Schwerpunkte. Links zu der Zero Conference für 2026 gibt es in unseren Shownotes. Informationen natürlich auch im Internet. Martin Essel von der Essel Foundation und Michael Fembeck, CEO von Zero Project Conference. Herzlichen Dank für eure Zeit und wir freuen uns auf 2027, würde ich dann mal sagen. Herzlichen Dank für Ihre Einladung und Ihnen auch alles Gute. Danke und alles Gute. Informationen zu Zero Conference 2026 gibt es in unseren Shownotes. Dort kann man natürlich auch alle Konferenzen nochmal nachhören und auch schon mal vorausschauen auf 27. Alles Gute bis dahin, euer Klusator. Igel. Inklusion. Ganz einfach leben. Wird dir präsentiert von Inklusator. Infos zum Inklusator und weitere Folgen findest du unter www.igelmedia.com, Du möchtest uns kontaktieren? 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