Wunschbüro, Wunschfesttag und Wunschtandems: Persönliche Zukunftsplanung in der Stiftung Säntisblick (Schweiz)
Aus der Rubrik: Lust auf Zukunftsplanung: Ellen Keune im Gespräch mit Caroline Parpan
11.01.2026 53 min ellen Keune
Zusammenfassung & Show Notes
Wunschbüro, Wunschfesttag und Wunschtandems: Persönliche Zukunftsplanung in der Stiftung Säntisblick (Schweiz)
Aus der Rubrik: Lust auf Zukunftsplanung: Ellen Keune im Gespräch mit Caroline Parpan
Die Moderatorin für Persönliche Zukunftsplanung Caroline Parpan erzählt in dieser Folge von Lust auf Zukunftsplanung voller Freude und Stolz, wie sie ihren Traum von einem Wunschbüro in der Stiftung Säntisblick (Schweiz) in die Tat umsetzt. Auch ein Wunschfesttag ist in Planung. Damit an diesem Tag alle teilnehmen können, die auch teilnehmen wollen, wurden vorab Wunschtandems gebildet. Caro berichtet der Gastgeberin Ellen Keune davon, dass sie sich nicht nur für die banalen Wünsche, sondern auch sehr für die tiefgründigen Lebenswünsche interessiert. Gleichzeitig sprechen Sie auch über Haltung von Mitarbeitenden und wie sie Methoden der Persönlichen Zukunftsplanung ebenso in Mitarbeitendengesprächen gut nutzen kann.
Über viele innovative Ideen aus der Schweiz hörst du in dieser Episode von Lust auf Zukunftsplanung, der Rubrik im IGEL-Podcast über Zukunft und Zukunftsplanung. Wir hören uns in der Zukunft.
Die Episoden dieser Rubrik „Lust auf Zukunftsplanung“ erscheinen im IGEL-Podcast immer am 2. Sonntag in den ungeraden Monaten. Ellen Keune freut sich über Feedback, Anmerkungen und Wünsche per Mail an laz@ellen-keune.de oder auf Social Media:
LinkedIn: linkedin.com/in/ellen-keune-zukunft-staerken-inklusive, https://www.linkedin.com/in/ellen-keune-zukunft-staerken-inklusive>
Internet: www.ellen-keune.de
Weitere Informationen und Kontakt zu Caroline Parpan:
Stiftung Säntisblick: https://www.stiftungsaentisblick.ch
WINklusion: https://www.winklusion.ch/
Und hier gibt’s Informationen zum Thema Persönliche Zukunftsplanung: www.persoenliche-zukunftsplanung.eu https://www.persoenliche-zukunftsplanung.eu/,
und hier geht’s zur IGEL-Internetseite: www.igelmedia.com https://igelmedia.com/.
Links zum IGEL Podcast
Podcast „IGEL – Inklusion Ganz Einfach Leben“
Webseite: www.inklusator.com
Socialmedia:
Facebook: https://www.facebook.com/igelpodcast
Feedback: office@inklusator.com
Transkript
Igel. Inklusion Ganz Einfach leben.
Der Podcast für gelebte Inklusion.
Mit eurem Inklusator Sascha Lang.
Igel Inklusion, Ganz Einfach Leben der Podcast für geliebte Inklusion.
Herzlich willkommen an diesem Sonntag, dem zweiten Sonntag im Monat.
Es ist ein ungerader Monat und wir schreiben den 11. Januar 2026.
Mein Name ist Sascha Lang, ich bin euer Inklusator. Wir sind in der Episode
302 angekommen und diese Episode
beschäftigt sich mit Lust auf Zukunftsplanung.
Schön, dass ihr mit dabei seid. Ich wünsche jetzt viel Spaß mit unserer Gastgeberin Ellen Keune.
Wir haben Sie schon in der Folge 10 von Lust auf Zukunftsplanung ganz,
ganz kurz gehört, schon ein bisschen über Sie gehört, meine heutige Gästin.
Es ist wieder Zeit für Lust auf Zukunftsplanung, denn wir haben den zweiten
Sonntag in einem ungeraden Monat.
Und deshalb habe ich wieder Lust auf Zukunftsplanung. Ich hoffe, ihr auch.
Und ich hoffe, du, liebe Caroline Parpan, auch.
Schön, dass du da bist. Danke, danke.
Freut mich, hier zu sein und ein bisschen zu erzählen. Genau,
du sitzt gerade in der Schweiz. Ich sitze zu Hause in meinem Büro.
Das heißt, wir sind digital miteinander verbunden.
Magst du dich mal kurz vorstellen und so deine Verbindung zur persönlichen Zukunftsplanung?
Ja, gerne. Also ich bin Caro Parpan.
Ich bin Abteilungsleiterin oder Bereichsleiterin in einer Organisation für Menschen
mit kognitiver Beeinträchtigung,
also erwachsenen Menschen.
Und da bin ich zuständig fürs Wohnen, genauer fürs Wohnen im Dorf.
Das heisst in diesem Dorf, also das ist Degersheim, wo auch das WIRZHaus steht,
das im vergangenen Podcast gehört oder darüber erzählt wurde.
Und wir haben verschiedene Wohnformen, die Menschen mit einer kognitiven Beeinträchtigung wählen können.
Und da gibt es verschiedene Wohnformen im Sinne von, man kann klassische WGs
beziehen, man kann auch allein wohnen, man kann zu zweit wohnen.
Und wir legen Wert darauf, dass die Wohnungen oder die Häuser, die wir anbieten,
da leben auch noch andere Menschen ohne Beeinträchtigung, die nichts mit der
Stiftung in diesem Sinne zu tun haben.
So können wir eine aktive gesellschaftliche Teilhabe eigentlich schon durch die Tatsache,
dass Menschen da leben unter anderen oder unter Menschen, die keine Beeinträchtigung
haben oder einen anderen Tagesverlauf haben,
sich da einfach ja, gesellschaftlich schon teilhaben können. Da müssen wir nichts für tun.
Das ist eigentlich schon. Und ich finde das ein bisschen normaler,
so in Anführungszeichen, als die Wohnheime irgendwo am Rand von einem Dorf wo so
aktive Teilhabe gemacht werden muss.
Und da nur schon das gemacht werden muss, finde ich, schon ein bisschen schwieriger.
Wir haben aber auch Menschen mit erhöhtem Betreuungsbedarf,
die leben dann auch im Dorf, auch sehr zentral, aber in Wohnungen,
die dafür konzipiert sind, also sprich sind rollstuhlgängig, es gibt Pflegeeinrichtungen,
die Menschen, die das benötigen,
auch Zugang haben. Das ist uns schon wichtig.
Genau. Und mein Bezug zur Zukunftsplanung, ach, das ist schon sehr lange her, als vor Jahren.
Wir hatten mal einen Supervisor, Gunter Tschofen, die meisten oder viele in der
Schweiz kennen ihn. und er hatte irgendwie so lustige Ansätze und das hat mich gerührt.
Also ich habe immer gesagt, der macht irgendwie etwas, der macht das irgendwie anders als andere.
Und dann habe ich ihn darauf angesprochen, hat er mir das subito erklärt, was das ist.
Persönliche Zukunftsplanung und ich durfte dann mal bei einer dabei sein und
zeichnen, gleich zeichnen, weil die Zeichnerin ausgefallen ist da.
Oh, da wurdest du gleich sozusagen.
Habe ich da gleich gezeichnet und das war sehr spannend.
Und er hat mich dann aufmerksam gemacht auf Inklusion erstmal und dann habe
ich einen Lehrgang besucht und seither nutze ich eigentlich für alles im Alltag Anfallende
für mich nutze ich immer Methoden vom PZP. Ja.
Auf verschiedenen Ebenen.
Genau. So bin ich dazu gekommen. Genau.
Was zeichnet dich denn besonders aus?
Was sind denn deine Stärken, die du da sowohl in die Persönliche Zukunftsplanung
mit einbringst, als auch so, naja, wobei, du hast gerade gesagt,
dein ganzer Alltag wird begleitet von Persönlicher Zukunftsplanung,
aber was sind denn da deine besonderen Fähigkeiten und Talente?
Ja, ich glaube, ich traue mich ziemlich viel, einfach mal zu machen.
Also ich glaube, das ist meine grösste Stärke, ist eine gewisse Tatkraft,
sodass ich meist einen Zugang finde oder das Gefühl habe, da könnte man doch
und dann tue ich es eigentlich gleich. Das ist so.
Und dann manchmal misslingt es auch und das hält mich aber nicht davon ab,
irgendetwas weiterzuentwickeln oder so.
Ich glaube, das ist meine Größte Stärke mich nicht entmutigen zu lassen.
Und ich glaube, ich habe eine gewisse Gelassenheit.
Vielleicht Risiken gegenüber oder so. Ich frage mich sehr oft,
was wäre das Schlimmste, was passieren kann.
Und dann ist das meistens nicht so gravierend. und das zeichnet mich vielleicht aus.
Ich weiß von dir, dass du ein Wunschbüro eröffnet hast.
Brauchtest du für diese Eröffnung oder für diese Idee auch viel Mut und Tatkraft?
Mut eigentlich nicht, weil es ist eine Riesenfreude, dass ich das tun darf.
Ich glaube, Mut braucht eher mein Vorgesetzter oder vielleicht der Stiftungsrat.
Und da bin ich aber sehr dankbar, dass ich das einfach machen darf.
Aber Mut, das umzusetzen, braucht es nicht. Ich habe oft, also jedes Mal,
wenn ich eigentlich Björn von Wunschwege gesehen habe oder auch Celine,
habe ich immer das Gefühl, ah, das möchte ich auch haben.
Das finde ich echt super, wo man hingehen kann.
Also, dass Menschen jeden Couleurs eigentlich hingehen können und sich da beraten lassen,
wie sie zu mehr Lebensqualität kommen und dass es auch noch lustvoll und mit
viel Freude passieren kann.
Und das hat mich fasziniert jedes Mal, wenn ich wieder etwas davon gehört habe.
Und das wollte ich einfach für uns, jetzt in erster Linie für die Stiftung,
also für die Menschen, die bei uns leben.
Aber ich kann mir das gut vorstellen, dass man das auch öffnen kann für andere Menschen.
Aber im Moment ist mir sehr wichtig, dass die Menschen, die sich entschieden
haben, im Sentisblick zu leben, dass die eine Möglichkeit haben, das kennenzulernen.
Also viele kennen es schon, aber dass es trotzdem nicht so eine Suppe wird,
dass nur die Stiftung da ist.
Wir arbeiten mit externen Moderatorinnen auch.
Aber einfach einen Ort zu haben, wo mein Wunsch htema ist oder mein Wunsch nach
Veränderung, auch wenn ich das noch nicht so genau weiß als Person.
Aber das war mir wichtig und dann hat sich das ergeben, dass ich ein neues Büro brauchte,
weil wir das Leitungsteam erweitert haben und dann bin ich in ein Haus gezogen,
in dem schon eine WG besteht.
Also das sind verschiedene Wohnformen. Hier gerade explizit leben zwei Frauen
alleine und dann gibt es auch immerzu Zweit Wohnungen.
und da haben sie aber auch Gemeinschaftsräume. Und da konnte ich eine Vierzimmerwohnung,
das ist relativ viel, dazu mieten.
Und jetzt haben wir hier so einen Gemeinschaftsraum eingerichtet,
mit meinem Büro unter anderem und eben dieses Wunschbüro.
Sodass ein größtmöglicher Nutzen für alle
daraus entstehen kann. Also Mut braucht es nicht, es braucht ein bisschen Infrastruktur
und Mut von anderen oder auch das Vertrauen von der Stiftung oder von den Betroffenen,
mir das zu erlauben,
dass ich das machen kann und es ist vor allem Freude darüber.
Celine und Björn sind von Wunschwege aus Hamburg, die werden wir hier in einer
Folge sicherlich auch mal zu Gast haben.
Wie kann ich mir denn das Wunschbüro vorstellen?
Also Büro klingt ja jetzt erstmal, du hast ja gesagt, in dieser Vier-Zimmer-Wohnung
mit Gemeinschaftsraum und deinem Büro und eben dieses Wunschbüro.
Also unter Büro stelle ich mir ein Zimmer, auf jeden Fall mit Schreibtisch,
vielleicht mit Bücherregal vor und irgendjemand Beschäftigtes sitzt hinterm Schreibtisch.
Ist das so? Das ist nicht so.
Vielleicht ist es eher eine Wunschstube das war ein bisschen blöd ich habe,
ich oder ich den Arbeitstitel Wunschbüro gegeben und dann wurde ich nicht mehr los,
vielleicht verändert sich das mal noch aber man muss sich das vorstellen,
es ist ein Raum und da ist bereits ein Stuhlkreis und es hat eigentlich an
Material, Es hat einen ganz kleinen Tisch in der Ecke und Material hat es nur
Zukunftsplanungsutensilien und Bücher darüber, Bilder und so weiter.
Die Wände sind so übers Eck ausgekleidet, so dass man nur Papier so hinstecken kann,
so wie eine Moltonwand und so eine Pinnwand und da kann man gleich loslassen mit Zeichnen und so.
Und kleine Versionen und grössere. Und in der Mitte ist ein schöner Teppich
und rundherum sind Stühle verschiedenste Stühle fertig. Mehr hat es nicht.
Ah, okay. Das heißt, das ist jetzt nicht so, dass man da alleine mit einem Wunsch
hinkommt und erstmal nur mit dir zum Beispiel spricht,
sondern da können gleich schon mehrere loslegen aus diesem Wunsch,
auch was zu machen. Sowohl als auch, das geht beides.
Nebenan ist ja noch ein Wohnzimmer und mein Büro.
Man kann auch zu zweit hinsetzen und sich erstmal überlegen,
wie sieht denn das aus oder wie geht man weiter mit einem Wohnsch und so.
Aber man kann auch gleich loslegen.
Angenommen, ich würde jetzt da wohnen und hätte davon gehört,
Wie würde ich denn dann da hinkommen?
Also kann ich einfach so, wann ich halt will, vorbeikommen oder brauche ich
da einen festen Termin oder wie funktioniert das?
Und mit was kann ich alles ins Wunschbüro kommen?
Aber mit kommen kann man mit allen. Dann schauen wir dann mal,
was vielleicht, wenn sich jemand jetzt vielleicht eine Ferienwoche wünscht oder
so, braucht es dafür vielleicht keine PZP.
Vielleicht kann man da den zuständigen Beistand oder die gesetzliche Vertretung
anrufen, wie sind die Finanzen aus und die Ferienplanung fertig.
Und da kann ich unterstützend wirken, weil es dann doch oft nicht so ganz
klar ist, für welche Wünsche oder welche Bedürfnisse brauche ich welche Unterstützung.
Aber das kann man in einem Erstgespräch meistens eigentlich verabreden, wie gehen wir weiter.
Also es ist eigentlich kein Wunsch zu klein, ins Wunschbüro zu kommen.
Und jetzt, für die, die es bis anhin kennen, die kommen einfach vorbei oder sagen, bist du da?
Also bist du da? Dann komme ich und dann kommen sie fertig.
Und man kann auch einen Termin abmachen, wenn man sicher gehen will,
dass ich da bin, macht man vielleicht schlauer einen Termin ab.
Und ansonsten kann man mich anrufen da, genau. Genau.
Also auf unserer Homepage von der Stiftung Sendingsblick findet man mich unter
Kontaktpersonen mit Nummer, Mail und allem. Genau.
Seit wann gibt es dieses Wunschbüro? Seit April diesen Jahres.
Dieses Jahr haben wir. Also April 25.
Und wurde es bis jetzt schon gut angenommen? Kommen da viele Menschen vorbei?
Ja, es vermischt sich ein bisschen mit diesem Gemeinschaftsraum.
Nebenan habe ich ja vorher so einen Freizeitraum eingerichtet.
Das Ziel ist es, dass da so betreuungsfreie Zone ist.
Dass Menschen, die sich da begegnen wollen, die können da hinkommen und sich
begegnen, machen was auch immer.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten.
Und dadurch, das haben schon einige genutzt, Und das Wunschbüro explizit für
Planungen, ja, ich glaube, ich habe fünf Planungen mittlerweile gemacht.
Also in unterschiedlicher Zusammensetzung, manchmal mit Zeichner,
manchmal mit anderen Menschen zusammen, ja.
Ja, also und jetzt, da kommen wir vielleicht noch drauf, haben wir ein grösseres Projekt,
einen sogenannten Wunschtag oder Wunschtfesttag und da soll als eines das Wunschbüro auch
genauer vorgestellt werden, So,
an diesem Tag dann.
Und dann erhoffe ich mir, dass es noch mehr Menschen finden und auch ganz niederschwellig.
Das ist mir noch wichtig, dass es nicht eine große oder möglichst keine Hürde
gibt, in das Wunschbüro zu kommen.
Man kann einfach vorbeigehen. Man kann auch einfach einen Kaffee trinken und kommen.
Was ist denn ein Wunschtag? Findet der auch im Wunschbüro statt?
Nein, dazu brauchen wir unsere sogenannte Tagesstruktur.
Das ist so eine Werkstatt.
Wir sind unten im Dorf und da gibt es ein großes Gebäude mit verschiedenen Ateliers.
Und wir haben an diesem - das ist ein Samstag,
da sind ja normalerweise die Werkstätten geschlossen und dann haben wir einfach
in jedem Atelier Möglichkeiten, stellen wir vor,
wie man seine Bedürfnisse eventuell,
also wie komme ich überhaupt drauf, was habe ich überhaupt für Bedürfnisse,
was habe ich für Wünsche.
Und da machen wir verschiedene Workshops, also alles mit Menschen,
die den Lehrgang gemacht haben.
Da sind wir mittlerweile zu fünft in der Stiftung und auf verschiedene Art und Weise.
Also zum Beispiel, wir haben einiges auch in Duderstadt abgeguckt.
Wir haben die verschiedenen Workshops da angeschaut und machen das jetzt einfach ein bisschen nach.
Und so zum Beispiel macht eine Person ein Atelier,
wo sie so Armbänder herstellen können mit so Buchstabenperlen und ihren Lebenswunsch
dann am Handgelenk mit sich herumtragen,
die die möchten. Dann machen wir so eine Wanderausstellung, also stellen verschiedene
Bilder her, mit Malen, Zeichnen und so weiter.
In einem Atelier stellt ein Selbstvertreter
unseren Rat, unseren Selbstvertreterrat vor und dann erklärt.
auch anderen, die Interesse haben, wie setzen wir im Säntisblick die UN-BRK um.
Also was bedeutet das für die Stiftung, was bedeutet das für die einzelnen Personen,
was für Möglichkeiten gibt es innerhalb der Stiftung, welche vielleicht ausserhalb.
Das ist aber so eine Peer-Beratung, also sollte ja auch in diesem Sinne getragen
werden. und einem Atelier stelle ich das Wunschbüro vor mit den ganzen Möglichkeiten vom PZP.
Dann gibt es rundherum ein Fest, ein bisschen eine Party, damit es auch schön Lust macht.
Und da haben einige sind jetzt dabei, sich auszudenken, was sie backen könnten
und verschenken dann das.
Und dass es einfach ein schöner Tag wird und ich erwarte oder wünsche mir davon, dass...
Dass wie eine Kultur so zur freien Wunschäußerung oder vielleicht zu einer tiefen
Wunschäußerung kommen kann.
Vielleicht, wie möchte ich mein Leben wirklich gestalten? und nicht was wünsche ich mir für einen Geburtstagskuchen?
Nicht so banal. Ich möchte, dass das weitergeht und dass sich Menschen trauen,
ihre Wünsche auszusprechen und zu merken, dass diese Wünsche legitim sind.
Da könnten wir noch mehr tun. Und das möchte ich unbedingt ein bisschen vorantreiben, ja.
Und ist dieser Tag auch so ein bisschen dafür gedacht,
erst mal zu informieren, was man alles für Wünsche haben kann und damit man überhaupt Ideen hat?
Und weil ich stelle mir vor, wenn man in so einer großen Einrichtung wohnt,
dann hat man irgendwann vielleicht darauf gehört,
sein Leben zu planen, weil viel vorgegeben wird und gar nicht mehr so viele
Ideen, was denn überhaupt möglich wäre.
Ja, also wir arbeiten schon länger mit so wirklich ernst gemeinter Sozialraumorientierung.
Und da verspreche ich mir auch wieder neue Möglichkeiten
davon, weil ich das Gefühl habe, dass Menschen, die schon sehr lange bei uns gibt, seit 53 Jahren,
dass viele Menschen ja vielleicht ein bisschen aufgehört haben oder außerhalb
der Struktur ist ja auch ein bisschen unbequem.
Außerhalb von der Komfortzone sich zu bewegen.
Aber ich möchte, darum ist es mir so wichtig, dass das ein Fest ist, dass man Lust bekommt.
Wieder vielleicht neu oder auch alte Wünsche wieder aufzugreifen und mal zu
schauen, was denn da, da hat sich ja was getan in den letzten 50 Jahren.
Und vielleicht ist jetzt mehr möglich. Und ich glaube schon,
dass wir viele Möglichkeiten haben, auch oder gerade als Institution,
auch Menschen, die vielleicht keinen verbalen Zugang haben.
Und da haben wir auch Vorprogramme gemacht.
Damit die auch wünschen können.
Aber so, dass einfach der Mut entsteht, sich einfach mal Gedanken zu machen
und was möchte ich denn verändern oder was könnte auch anders sein.
Was habt ihr da für Vorprogramme gemacht?
Ja, ich habe ja vorher schon erwähnt, dass wir ein Wohnheim haben,
Das heisst Waldeck bei uns,
da leben Menschen mit erhöhtem Betreuungsbedarf,
also mit multiplen Behinderungsbildern und wirklich kaum jemand eine Verbalsprache
und auch die Kognition stark eingeschränkt ist.
Und da haben wir jetzt mit ein paar Planungen sogenannte Wunschtandems gegründet.
Das ging so vor sich, dass die Menschen mit Beeinträchtigung bekamen zwei Ballone,
jeweils in einer Farbe und durften sich von den anderen,
von den Menschen ohne Beeinträchtigung irgendjemanden aussuchen,
wenn sie möchten, dass diese Person sie begleitet in diesem Thema und ausschliesslich in diesem Thema.
Dann haben sich die beiden zusammengesetzt und auch wieder in Anleitung von
uns ein sogenanntes Stärkeblatt oder so eine Seite über mich,
aber nur was kann ich besonders gut.
Und dann haben sie sich ja so auf diese Weise einander vorgestellt und das
hängt jetzt überall, also es ist bildlich.
Wir haben nur mit Piktogrammen gearbeitet, es durfte kein Wort aufgeschrieben
werden, weil niemand lesen kann halt.
Aber das ist wirklich auf einer Ebene, wo Information stattfinden kann oder
Kommunikation stattfinden kann, im besten Falle.
Das ist als Vorbereitung für diesen Wunschtag. Und diese Menschen werden jetzt
an diesem Wunschfesttag begleitet von der Person, die sie sich ausgesucht haben.
Also wirklich eins zu eins und dass man das sehr genau.
Dass sie sich eine Chance haben, da mitzumachen.
Das heißt, die wurden gleich als Tandem eingeladen. Ja, genau.
Auch da konnten die teilnehmen, die möchten. Das ist kein Muss.
Aber es wird rege genutzt. Es sind sehr viele.
Du hast ja gerade gesagt, dass die sich aussuchen dürften, wen sie als Tandempartner
oder Partnerin haben wollen.
Gab es da eine Auswahl an Mitarbeitenden oder war es klar, alle Mitarbeitenden müssen mitmachen?
Oder, weil ich stelle mir vor, dass Mitarbeitende in einer Einrichtung auch
unterschiedliche Haltungen haben können, vielleicht nicht jeder da bereit ist,
so groß zu denken. Das war freiwillig.
Wir haben das einfach erzählt und dargestellt, was wir da vorhaben und dann
konnten die Mitarbeitenden, die da Lust drauf haben, mitmachen.
Es musste niemand und es ist gut aufgegangen.
Da sind genug gekommen, ein Mitarbeiter sogar aus den Ferien,
es war ihm so wichtig, da teilzuhaben.
Das freut mich dann einfach. Ich glaube schon, dass wir schon viel geschafft haben im Thema Haltung.
Dass das dann getragen wird und ja, und auch Freiwilligkeit,
da habe ich die besten Erfahrungen gemacht mit.
Ist ja auch ein,
Grundprinzip und ein Qualitätspunkt, die Freiwilligkeit an sich,
bei persönlicher Zukunftsplanung.
Ja, und da bin ich schon sehr sicher, wenn ich für die begleiteten Personen
einen Wunsch oder so auf die Leidenschaft beruhenden oder stärken Tag machen möchte,
Da müssen die Mitarbeitenden auch diese Leidenschaft haben,
diese Lust auf Beziehung oder auch den Wunsch haben, das wirklich mitzutragen.
Sonst scheitert das.
Also da bin ich schon sehr sicher, emotional ist bei uns niemand beeinträchtigt.
Die spüren das schon haargenau, wenn ich das muss.
Ja, da glaube ich nicht, das fällt nicht auf fruchtbaren Boden.
Das ist auch, alle PZPs, das ist immer freiwillig, die Begleitung darin.
Es kommen genug, also was möchte ich?
Ich möchte nicht jemandem dazu, jemandem das auferlegen, der keine Lust drauf hat.
Ich glaube, das scheitert dann, das bringt nichts niemandem.
Ja, du hast gerade gesagt, ihr habt schon in der Haltung viel geschafft.
Wenn du das so vergleichst, was ihr geschafft habt, was hat sich denn verändert?
Ich glaube, die Grundstimmung oder die Kultur, das war vielleicht früher schon,
aber ich bin jetzt 25 Jahre da und in dieser Zeit erlebe ich schon eine Veränderung
im Thema Kultur oder in eine Stimmung kommen oder in eine Verbindlichkeit in Beziehungen.
Vielleicht in diese Richtung hat es sich verändert in eine positive Richtung.
Und ich glaube, ganz viel hat es damit zu tun, dass es immer Einladungen sind, da mitzumachen.
Und ich glaube, dass wir haben relativ, ich vergleiche mit anderen Einrichtungen
in der Nähe oder so, haben wir eine ziemlich geringe Fluktuation.
Ich glaube, das kommt zurück.
Wenn ich wo gerne arbeite und meine Leidenschaften einbringen kann, die sind gefragt hier.
Meine Stärken, auch wenn die jetzt nichts direkt mit sozialer Arbeit oder mit
Sozialkädagogik zu tun haben.
Aber es gibt Menschen, die sehr gerne stricken zum Beispiel und dann sitzen
die an einem Abend zusammen Und dann kommt es nicht darauf an,
diese strickende Person hat eine Beeinträchtigung und diese vielleicht nicht.
Das spielt überhaupt keine Rolle.
Es geht um Stricken. Das ist einfach ein Beispiel.
Ich glaube, diese Kulturen, die leben wir oder haben wir geschafft,
so zu leben. Und das gibt...
Verbindliche Beziehungen daraus, die nicht nur zu tun haben mit der unmittelbaren
Arbeit, sondern die zu tun haben mit dem Alltag, mit dem gelebten Alltag.
Und dann kommt es manchmal gar nicht so darauf an, welche Person jetzt bezahlt wird und welche nicht.
Es ist manchmal so ein Wechselspiel. und ich glaube, das ist etwas ganz Wesentliches im Säntisblick.
Es gibt auch viele Mitarbeiter, die kommen und denen gefällt das nicht so oder
finden uns vielleicht ein bisschen komisch oder so.
Eigenartig komisch, nicht lustig komisch. Und die gehen dann auch wieder,
aber das finde ich gar kein Problem.
Ja. Wir versuchen halt auch mit anderen, also mit Mensch Zuerst zum Beispiel,
arbeiten wir oft oder arbeiten wir ja, machen wir viel ab und so und laden auch
andere ein, also dass es ein bisschen durchlässig ist und nicht, dass wir so ein,
isolierter Haufen werden, das finde ich dann auch schwierig so,
aber ich glaube so eine wohlwollende ja und ein bisschen eine fröhliche Kultur.
Kannst du kurz erklären, was Mensch zuerst ist? Mensch zuerst ist eine Vereinigung,
ich glaube, die gibt es auch in Deutschland, aber in der Schweiz ist es so,
da gibt es zwei Büros, eine ist in Zürich, eine ist in Rorschach.
Rorschach ist bei uns in der Nähe, ist am Bodensee.
Und das sind Menschen, die Selbstvertreterinnen sind.
Die engagieren sich zum Teil politisch, Engagierende machen Peer-Ausbildungen
bieten die an, die haben auch sogenannte Überprüferinnen,
also gehen in Einrichtungen und überprüfen die Qualität mittels Interviews mit
anderen also Klientinnen der jeweiligen Organisationen.
Und wir haben einen angenehmen Kontakt, also im Bezug auf PZP zeigt sich das manchmal,
Wenn wir einen Unterstützerkreis nur so quasi aus eigenen Leuten haben,
dann laden wir uns gegenseitig ein, zum Beispiel um den Unterstützerkreis zu erweitern.
Auch das machen wir manchmal mit denen. Oder manchmal machen wir einfach eine
Party zusammen, das ist auch super.
Das ist einfach ein schöner Kontakt.
Du hast vorhin gesagt, ihr setzt ernst gemeinte Sozialraumorientierung um.
Ich glaube, so hast du das genannt. Ist das ein Teil davon?
Ja, das kann ein Teil sein, also wenn Beziehungen schon bestehen,
aber die Sozialraumporientierung bezieht sich bei uns auch zum Beispiel,
wenn jemand einen Zukunftsplan oder eine Frau hat eine Zukunftsplanung gemacht
und wollte unbedingt den Mann einladen,der hat hier einen Kebab, so einen Dönerladen.
Und sie geht jeweils am Freitag, geht sie gern dahin.
Und die hat den eingeladen für ihre Zukunftsplanung.
Ja, der kommt mittlerweile fast in jede Zukunftsplanung.
Das fanden alle eine gute Idee. Oder zum Beispiel, dass der Friseur oder die Friseurin kommt.
Und so, dass wir wirklich schauen, dass wir nicht im Unterstützerkreis nicht
zu sehr bezahlte MitarbeiterInnen haben.
Also Menschen, die bezahlt sind, um eine Beziehung zu haben.
Das ist uns ganz wichtig.
Und sonst, wenn jemand das nicht hat, dann versuchen wir halt unseren Sozialraum reinzubringen,
damit sich dieser Unterstützerkreis möglichst erweitert.
Wie sieht es dann zum Beispiel aus?
Dass ich zum Beispiel Menschen, die mit mir im Lehrgang waren oder Menschen
von Winklusion dazu bitte.
Könnt ihr euch vorstellen, in diesen Unterstützerkreis zu kommen oder so.
Oder Kolleginnen von früher oder von der Schule. Ich unterrichte manchmal noch.
Und so einfach auszuweiten, die nicht in unmittelbarer Beziehung mit den betroffenen
Personen sind, sondern vielleicht eher mit uns.
Genau so.
Du hast jetzt schon ein paar Mal Winklusion genannt. Ja.
Ich glaube, so manch eine Zuhörerin oder so mancher Zuhörer denkt sich jetzt, was ist Winklusion?
Winklusion ist ja schon, der Name ist schon einfach toll, oder win?
Und dass Inklusion ein Gewinn ist, das ist schon mal. Und dann ist es einfach,
du hast das PZP-Netzwerk von der Schweiz.
Das ist eigentlich wieder das Netzwerk Persönliche Zukunftsplanung.
Und wir sind, Winklusion ist das Netzwerk in der Schweiz, eine sogenannte Regionalgruppe,
wobei die ganze Schweiz gemeint ist.
Genau. Vielleicht gibt es da auch mal eine Folge einfach nur über Winklusion. Wer weiß, mal schauen.
Du hast jetzt ganz viel genannt, was ihr für die KlientInnen oder wie auch immer ihr die nennt,
für eure BewohnerInnen tut oder mit ihnen macht in Sachen persönlicher Zukunftsplanung
und dass da ganz viele Mitarbeitende auch mithelfen und ihre Leidenschaft mit
einbringen, Lust drauf haben.
Sammeln die Mitarbeitenden auch selbst in eigener Sache Erfahrungen mit persönlicher Zukunftsplanung?
Ja, also wahrscheinlich schon.
Zum einen sind sie oft eingeladen zu PZPs,
Aber ich mache in meinem Bereich alle Mitarbeiterinnen-Gespräche mit Methoden
von persönlicher Zukunftsplanung.
Meistens nutze ich dafür den Traumzirkel und das ergibt dann das Mitarbeiterinnen-Gespräch.
Und manchmal, also ist es so, ich habe ja eigentlich nur Teamleitungen unterstellt
und da machen wir das meistens zu zweit.
Also ich zeichne gleichzeitig oder schreibe dann in diesem Fall und moderiere auch.
Aber das wäre ja auch sonst meine Rolle in einem Mitarbeiterinnengespräch.
Aber einfach auf dieser Basis,
mich überzeugt das sehr, weil es ja auch für Mitarbeiterinnen eine schöne Erfahrung
sein kann, wenn man ressourcenorientiert arbeitet.
Ich glaube, das ist der Hauptpunkt, dass das sehr angenehm ist für Mitarbeiterinnen,
wenn sie das erfahren können.
Aha, das kann ich einbringen, das ist meine Leidenschaft, das sind auch meine
Möglichkeiten in diesem Rahmen.
Und es ist gar keine Frage, was musst du noch lernen, höchstens was willst du
lernen oder so, aber es ist nicht zwingend eine.
Also ich verlange nichts in diesen Mitarbeitendengesprächen, sondern was ist da,
was kannst du einsetzen und was bist du bereit an Energie auch zu geben und
das beflügelt sehr, ja, das ist toll.
Oder irgendwelche agogischen Fragen oder Probleme zum Beispiel mit dem Donut
anzuschauen, also halt zu schauen, was ist mein Job jetzt in dieser Frage, was ist nicht mein Job,
was könnte ich allemal noch
machen, aber das gibt in ganz vielen Situationen, gibt das eine ungeheure Klarheit und
das macht einfach Spaß. Ja, ich glaube, das ist eine sehr wertvolle Erfahrung
für Mitarbeitende. Wow.
Jetzt bin ich schon neugierig geworden.
So ein Mitarbeitenden-Gespräch, so wie ich es kenne, da bin ich meistens mit
meiner Chefin alleine oder vielleicht sind wir auch zu dritt.
Aber wenn ich mir so eine Zukunftsplanung vorstelle, da gehört ja immer ein
Unterstützungskreis oder zumindest in den meisten Fällen ein Unterstützungskreis dazu.
Wie machst du das dann bei den Mitarbeitenden-Gesprächen? Sind da auch andere
Menschen dabei oder macht ihr das tatsächlich in sehr kleinem Kreis?
Meistens mache ich es wirklich in sehr kleinem Kreis, also zu zweit.
Aber wir haben das schon gemacht, zum Beispiel mit einem ganzen Team.
Das war damals für eine lernende Person und es ging darum, diese lernende Person zu stärken.
Das war ein bisschen schwierig für sie, die ganze Ausbildung,
aber sie hatte eine wunderbare Haltung und praktisch war das eine ganz tolle Frau.
Und dann haben wir mit dem ganzen Team eine Planung gemacht.
Diese lernende Frau und ja, das hat Wunder gewirkt, das ist einfach so besonderlich.
Das ist viel toller als jetzt zu sagen, ja, du bist nicht so gut in der Schule,
dann müsstest du lernen. Ja, das bringt ja nichts.
Und das bestärkt so sehr.
Und ja, ich würde am liebsten, würde ich immer solche Teammitarbeiterinnen Gespräche
machen, aber das ist ein bisschen heikel, weil manchmal ist das auch ein bisschen
peinlich, die betroffene Person,
sodass dann alle wirklich bis ins Detail alles wissen und da versuche ich,
das halt im kleinen Kreis zu machen, aber bestimmt mindestens das, oder?
Und manchmal taucht etwas auf, wo ein Unterstützkreis passend ist und dann machen wir das.
Aber mindestens im kleinen Kreis. Cool.
Glaubst du auch, wir hatten es ja vorhin von der Haltung, die sich so verändert hat,
diese andere Art Mitarbeitendengespräche zu führen, glaubst du,
dass das auch in der Haltung dann der Mitarbeitenden was verändert hat.
Ja, ich bin eigentlich eine Vertreterin vor der Haltung
so wie ich mich mit meinen Mitarbeiterinnen behandle, so werden sie die
begleiteten Personen behandeln.
Das ist eine simple Regel, glaube ich. Und wenn ich da auf den Mitarbeitenden
herumhacke oder Befehle rausgebe, dann geht das genau eine Hackordnung weiter
nach unten und dann passiert dasselbe.
Und da so möchte ich nicht arbeiten und Mitarbeitende bestimmt auch nicht.
Das ist eigentlich eine einfache Geschichte.
Also ist eigentlich auch wichtig, ein gutes Vorbild zu sein. Ja, das glaube ich, ja.
Aber es ist ja nicht schwierig.
Es macht ja Freude. Das merkt man doch.
Ich habe das Gefühl, wenn ich so arbeite, habe ich erstens selber Lust.
Ich kann mitarbeiten, ich stehe auch nicht immer gerne Montagmorgen früh auf. Das ist so.
Aber spätestens auf dem Arbeitsweg, also ich kann zu Fuß zu arbeiten,
das ist nicht so wahnsinnig weit, aber bekomme ich ja Lust drauf.
Und wenn ich das weitergeben kann ich bin sicher,
dass das wirkt auch auf andere und ist ja eine Freude dann, es ist ja nicht
ein Muss oder ich muss mich jetzt anstrengen ich muss jetzt eine andere Haltung haben,
ich glaube das ist auch noch wesentlich, ich habe im Leben keine andere Haltung als bei der Arbeit,
ich lebe ja auch bei der Arbeit, das ist für mich eins,
so Work-Life Balance, das war mir immer suspekt.
Ich habe eigentlich nur life,
noch etwas Wichtiges, was du in die Welt auf diesem Wege bringen möchtest?
Ja, ich glaube, das Wichtigste, was ich wirklich, ist diese Freude,
das entdeckt zu haben, also persönliche Zukunftsplanung.
Die Haltung hatte ich wahrscheinlich immer, aber ich wusste nicht so ganz genau,
wie kann ich das leben oder in meine Arbeit einbringen und ich finde,
durch diese Entdeckung oder diese Methoden hat sich zum einen mein Leben und
Arbeiten oder Beziehungsleben mit Menschen,
die in Säntisblick sind,
verändert und ich glaube mittlerweile halt sehr viele, betrifft das sehr viele Menschen.
Darüber habe ich eine große Dankbarkeit und eine noch größere Freude daran.
Das ist mir wichtig.
Das sollten eigentlich alle machen, mal probieren. Das ist super.
Ich kann das empfehlen.
Wenn man dazu Fragen hat, darf man dich dann anschreiben?
Ja, auf jeden Fall. Ich glaube, ich könnte vielleicht im Detail oder wenn ich
es zeige, besser erklären, wie es gelingen könnte.
Personenorientierte Haltung und vielleicht auch PZP oder Persönliche Zukunftsplanung
auf verschiedenen Ebenen in einer Organisation zu implementieren.
Ich glaube, da könnte ich was dazu erzählen.
Aber noch besser kann ich es zeigen.
Und wenn jemand Lust hat, bitte gerne. Wer den Kontakt zu dir finden will,
kann in die Shownotes schauen.
Da gibt es verschiedene Links und ich bin mir sicher, man findet den Weg zu dir dann.
Das wäre schön, ja. Ich stelle all meinen GästInnen am Schluss immer drei kurze Fragen.
Die müssen aber nicht kurz beantwortet werden, die dürfen auch lange beantwortet werden.
Und zwar frage ich immer nach den Kraftquellern. Ich glaube,
eine Kraftquelle hat man schon rausgehört bei dir.
Das ist die persönliche Zukunftsplanung und die Haltung und die Freude an sich.
Aber vielleicht hast du ja noch mehr Kraftquellen, um so viele coole,
tolle Projekte auf den Weg zu bringen.
Ja, ich glaube, dass ich sehr gerne einfach mit Menschen zusammen bin,
dass ich sehr neugierig bin, auch auf neue Menschen und gerne Begegnungen habe.
Ja, das geht recht weit, also überall, wo ich bin, begegne ich gerne Menschen
und forsche auch, wie die denken und so und das interessiert mich dann.
Das ist bestimmt eine Kraftquelle.
Ich brauche auch meine Zeit allein, weil ich doch jeden Tag,
eigentlich von morgen, wenn ich aus dem Haus gehe, bis am Abend wieder rein,
spreche ich immer oder bin in irgendeinem Kontakt mit jemandem.
Und dann brauche ich manchmal Zeit für mich alleine und ich stricke dann sehr gern.
Ich stricke sehr viel und gern und das ist für mich wirklich eine wesentliche Kraftquelle.
Bist du dann auch in dem Strickclub im WIRZhaus? Ja natürlich. Das Beispiel war jetzt ein bisschen blöd.
Ja, ja, natürlich. Das interessiert mich sehr.
Genau. Ja, das ist für mich noch wichtig.
Der Ort, wo ich lebe, das ist in Toggenburg, Appenzellerland.
Ich bin gerne in dieser Gegend. Ich fühle mich hier sehr wohl und da rauszugehen,
man braucht nur rauszuschauen.
Und die Kultur hier ist ein bisschen eigentümlich. Es gibt hier Bräuche,
die es sonst nirgends in der Schweiz gibt.
Und so, das gibt mir wahnsinnig viel, so die traditionellen Geschichten auch
um mich herum. Ja, das beantwortet fast schon die zweite Frage nach deinem Lieblingsort.
Mein Lieblingsort, neben meinem Zuhause ist Hamburg.
Das passt jetzt nicht so ganz zum Appenzellerland, aber ja, mein Zuhause ist
mir wichtig und Hamburg ist ein Kraftort für mich.
Warum, weiß ich nicht, aber es holt mich jedes Mal ab, wenn ich da bin.
Was wird dein nächster Schritt sein, wenn wir hier das Gespräch beendet haben?
Das ist ja auch eine der wichtigen Fragen bei einer persönlichen Zukunftsplanung.
Was machst du, nachdem du auf den Ausknopf gedrückt hast?
Ich muss, nein, ich freue mich darauf.
Wir backen morgen Weihnachtskekse. Wir haben uns ein paar Freundinnen treffen sich.
Und ich muss noch zwei Teige machen. Und das werde ich nachher noch machen.
Genau, das ist mein extra Schritt. Okay, also was ganz Praktisches.
Ganz Praktisches, ja, das zieht sich durch.
Praxis, also ich bin keine Theoretikerin.
Liebe Caro, vielen, vielen, vielen herzlichen Dank, dass du zwischen den ganzen
Projekten dir Zeit genommen hast, uns von deinen Projekten und deiner Haltung
und deinem ganzen Tun zu erzählen.
Ich bedanke mich auch beim Inklusator Sascha Lang für die Möglichkeit,
dass wir uns hier treffen dürfen und diese ganzen Ideen und Geschichten in die Welt zu tragen.
Vielen Dank fürs Zuhören. Und wer Fragen oder Anmerkungen hat,
kann gerne sich bei mir über Social Media melden oder eine E-Mail schreiben an laz@ellen-keune.de.
LAZ steht für Lust auf Zukunftsplanung at ellen-keune.de.
Wir hören uns in der Zukunft. Mehr Informationen zum heutigen Thema gibt es in den Shownotes.
Mein Name ist Sascha Lang. Ich bedanke mich bei Ellen Keune für diese wundervolle
Episode und freue uns demnächst auf die nächste. Bis dann, alles Gute,
euer Inklusator Sascha Lang.
Für den Inklusator Sascha Lang bedeutet Inklusion. Inklusion ist ein Gesellschaftsprojekt.
Inklusion bedeutet, dass jeder Mensch ganz natürlich dazugehört.
Egal wie du aussiehst, welche Sprache du sprichst oder ob du eine Behinderung hast.
Inklusion heißt teilhaben.
Wir möchten dich mit unserem Podcast dazu zu motivieren, bereits jetzt an der Gesellschaft teilzunehmen.
Denn nur so können Barrieren abgebaut werden.
Barrieren, die nicht nur im Alltag bestehen, sondern auch in den Köpfen.
Lasst uns diese gemeinsam abbauen.
IGEL. Inklusion Ganz Einfach Leben. Wird dir präsentiert von Inklusator.
Infos zum Inklusator und weitere Folgen findest du unter www.igelmedia.com,
Möchtest du uns kontaktieren? Dann schreibe uns eine Mail an moin@igelmedia.com.