Worte wirken – Behinderung in den Medien neu denken
Sonntag Trifft IGEL – Der Sonntagstalk mit Jennifer Sonntag und Sascha Lang
19.07.2026 61 min Sascha Lang & Jennifer Sonntag
Zusammenfassung & Show Notes
Worte wirken – Behinderung in den Medien neu denken
Sonntag Trifft IGEL – Der Sonntagstalk mit Jennifer Sonntag und Sascha Lang
Worte sind nie nur Worte. Sie können Türen öffnen, Menschen stärken – oder ungewollt Vorurteile festigen. Gerade wenn es um Behinderung geht, begegnen uns bis heute Formulierungen, die längst überholt sind und dennoch täglich in Medien, Politik und im privaten Umfeld verwendet werden. Doch wann ist Sprache wirklich respektvoll? Und wer entscheidet eigentlich darüber?
In dieser Ausgabe von Sonntag trifft IGEL sprechen Jennifer Sonntag und Sascha Lang über Begriffe, die viele von uns schon unzählige Male gehört haben: „an den Rollstuhl gefesselt“, „ans Bett gebunden“ oder „mit seinem Blindenhund“. Warum wirken solche Formulierungen auf den ersten Blick harmlos und transportieren dennoch ein bestimmtes Menschenbild? Gleichzeitig stellen wir uns die Frage, ob es überhaupt die eine richtige Sprache geben kann oder ob wir vielmehr lernen müssen, zuzuhören und unterschiedliche Perspektiven auszuhalten.
Dabei geht es nicht um Sprachpolizei oder darum, Menschen für jedes falsche Wort zu verurteilen. Es geht um Bewusstsein. Denn Sprache beeinflusst unsere Haltung – und unsere Haltung entscheidet darüber, ob Inklusion gelingt oder nur ein gut gemeintes Schlagwort bleibt.
Freut euch auf eine ehrliche, kontroverse und gleichzeitig wertschätzende Diskussion über Worte, Wirkung und Wahrnehmung. Eine Episode, die Denkanstöße liefert, Gewohntes hinterfragt und deutlich macht: Inklusion beginnt nicht erst mit Gesetzen oder Barrierefreiheit. Sie beginnt oft mit den Worten, die wir wählen – und mit der Bereitschaft, den Menschen vor der Behinderung zu sehen.
Hört rein, diskutiert mit und erzählt uns: Welche Begriffe begegnen euch immer wieder, bei denen ihr denkt – das müsste sich endlich ändern?
Links aus der Episode:
Kolumne von Jennifer Sonntag auf „Die Neue Norm“:
Tipps für die Berichterstattung über Menschen mit Behinderung:
Leitfaden für die inklusive Berichterstattung:
Webseite der Leidmedien mit buchbaren Workshops für Journalist*innen:
Hier geht es zu Jennifer Sonntag:
Instagram:
Facebook:
Link zu Sascha Lang
Facebook:
Links zum IGEL Podcast
Podcast „IGEL – Inklusion Ganz Einfach Leben“
Webseite: http://www.inklusator.com <http://www.inklusator.com>
Social Media:
Facebook: https://www.facebook.com/igelpodcast
Feedback: sonntagtrifftigel@inklusator.com <mailto:sonntagtrifftigel@inklusator.com> <mailto:sonntagtrifftigel@inklusator.com <mailto:sonntagtrifftigel@inklusator.com> > <mailto:sonntagtrifftigel@inklusator.com <mailto:sonntagtrifftigel@inklusator.com <mailto:sonntagtrifftigel@inklusator.com%20%3cmailto:sonntagtrifftigel@inklusator.com> > > <mailto:sonntagtrifftigel@inklusator.com <mailto:sonntagtrifftigel@inklusator.com <mailto:sonntagtrifftigel@inklusator.com%20%3cmailto:sonntagtrifftigel@inklusator.com <mailto:sonntagtrifftigel@inklusator.com%20%3cmailto:sonntagtrifftigel@inklusator.com%20%3cmailto:sonntagtrifftigel@inklusator.com%20%3cmailto:sonntagtrifftigel@inklusator.com> > > >
#IGELPodcast
#SonntagTrifftIGEL
#Inklusator
#JenniferSonntag
#SaschaLang
#Inklusion
#Behinderung
#Barrierefreiheit
#Teilhabe
#SpracheSchafftRealität
#WorteWirken
#RespektStattMitleid
#Perspektivwechsel
#Medien
#Assistenzhund
#RollstuhlIstFreiheit
#Selbstbestimmung
#VielfaltLeben
#BewusstseinSchaffen
#InklusionBeginntImKopf
#SonntagTrifftIGEL
#Inklusator
#JenniferSonntag
#SaschaLang
#Inklusion
#Behinderung
#Barrierefreiheit
#Teilhabe
#SpracheSchafftRealität
#WorteWirken
#RespektStattMitleid
#Perspektivwechsel
#Medien
#Assistenzhund
#RollstuhlIstFreiheit
#Selbstbestimmung
#VielfaltLeben
#BewusstseinSchaffen
#InklusionBeginntImKopf
Transkript
Mit eurem Inklusator Sascha Lang.
Herzlich willkommen in der Episode 340 vom IGL-Podcast. IGL-Inklusion,
ganz einfach leben. Dein Podcast für gelebte Inklusion. Mein Name ist Sascha
Lang, ich bin euer Inklusator.
Ich könnte jetzt sagen, immer wieder sonntags. Aber das wäre nicht gut,
weil Stefan Ross mit seiner Sendung steht auf dem Abstellgleis,
wird dieses Jahr abgeschafft sozusagen.
Und unsere Rubrik Sonntag trifft IGL, die wird definitiv nicht abgeschafft.
Weil hier kommt sie, die großartige, die wundervolle Jennifer Sonntag.
Ich wünsche viel Spaß bei dieser Ausgabe. Mein Name ist das Schlank,
ich bin euer Inklusator. Gute Unterhaltung.
19. Juli 2026. Es ist der dritte Sonntag im Monat. Es ist Time for Sunday Drift
Igel. Wie heißt das? Igel.
Sonntag trifft Igel. Herzlich willkommen, liebe Jennifer Sonntag.
Hallo, lieber Sascha. Also jetzt, das habe ich ja noch nie gehört.
Jetzt bist du eskaliert hier.
Ja, aber wie heißt es nochmal? Igel auf Englisch. Das muss ich mal recherchieren gleich.
Du bist wahrscheinlich, wie heißt es denn auf...
Sonntag heißt Sonntag, ja. Und Igel, entweder sagt man es Igel,
aber der richtige Begriff für Igel auf Luxemburgisch ist an sich Keisecker.
Oh Gott, ist das niedlich.
Der Keisecker. Ja, das finde ich sehr, sehr niedlich. Weißt du,
wie ein Baby heißt? Nein.
Ich finde das sehr charismatisch, wäre jetzt das falsche Wort.
Es ist eher putzig. Wurzig, ne? Puppelchen. Ja, der Puppelchen.
Ja, soweit dazu, aber wie Igel auf Englisch heißt.
Sorry, ich habe es vergessen, aber ich werde es parallel zu unserem Gespräch hier nachlesen.
Da habe ich jetzt auch eine Bildungslücke gerade. Also das ist Hausaufgabe. Ich bin jetzt ganz hier,
Igel auf, ich mache das jetzt live, ja? Igel auf Englisch. Muss auch richtig
schreiben, nicht Engel.
Ich habe ja eine Dyslexie hier scheinbar. So, Igel auf Englisch, zack, dann tell me.
Ich weiß natürlich dann nicht, wie es ausgesprochen hat, Igel.
Igel auf Englisch.
So, wir kommen hier mal. Igel heißt auf Englisch.
Hedgehog. Ein Hedgehog. Stimmt! Das hatten wir sogar schon mal thematisiert,
Sascha. Ich glaube, ja. Okay, also nochmal.
Fangen wir von vorne gescratcht, ne? Das ist der 19. Juli 2026.
Welcome to the show. Sunday meets Hedgehog.
Hört sich auch ein bisschen so nach Schock an. Manchmal müssen wir auch schwere
Themen besprechen und das ist durchaus manchmal auch ein emotionaler Schock. Schock oder Schott?
Vielleicht auch ein Shot, also wenn wir ein Schnäppchen dabei trinken,
dann durchaus ein Sekt am Sonntagmorgen.
Klar, liebe Türen, wir sind mittendrin, statt nur dabei, Sonntag trifft Igel.
Und wie habe ich in meiner Anmoderation gesagt, man könnte sagen,
fast immer wieder sonntags, aber diese wird abgesetzt von Stefan Ross,
also wir werden nicht abgesetzt. Wir machen zwar, das haben wir gerade beschlossen,
oder besser gesagt, ich habe den Wunsch geäußert, dass wir im August eine Sonntag
trifft Igel Pause machen.
Wir sprechen zum Schluss der Episode nochmal über die mentalen Folgen dieser
Entscheidung. Die lassen wir jetzt mal aus. Wir starten jetzt in dieser Episode.
Und erstens mal, um eine Sache aufzuklären, der Kopfhörer ist wieder da.
Ja, ja, das wissen natürlich jetzt nur die Menschen, die die letzte Folge gehört
haben und sehr tapfer waren. Also sorry, sorry, sorry nochmal dafür.
Die Soundqualität, die war nicht gut.
Gerade bei dem Thema Musik und Ohrenmenschen.
Ich habe einen falschen Kopfhörer genutzt. Das war mein Backup.
Es passiert blinden Menschen manchmal, die verbummeln auch mal was.
Und ausgerechnet mir, wo ich so eine Ordnung halte. Ich bin wirklich absoluter Ordnungsmensch.
Mein Kopfhörer war weg, mein Headset war weg.
Und ich habe mir so einen Ersatz-Kopfhörer bestellen lassen von einem lieben Menschen.
Und dieser liebe Mensch, der hat aber eine Fälschung bestellt.
Wir wollen ja keine Produktnamen nennen.
Aber sah optisch aus wie, war aber nicht.
War aber tatsächlich ein sehr, sehr schlechtes Produkt. Und das hat sich auf
die Soundqualität ausgewirkt.
Heute habe ich aber mein Original wieder und habe mir nochmal einen Originalersatz
bestellt und bin jetzt gut ausgestattet. Also liebe Leute, die Ohren können
sich wieder ein bisschen entspannen.
Du klingst auch wieder fantastisch, muss ich sagen. Ach, danke,
danke. Ich hoffe sehr, ja.
Ja, wir wollten uns heute mit einem Thema beschäftigen. Wir waren ja,
also wir nicht, wir beide nicht, aber unsere Zunft der Menschen mit Behinderung
war in den letzten zwei, drei Monaten etwas mehr in der Presse vertreten.
Die Medienlandschaft hat uns als potenzielle Nachrichtenproduzenten entdeckt.
Durch das, was so passiert ist. Menschen, die sich an Eisenbahnen anketten oder
hochklettern mit Rollstühlen.
Aber auch Proteste vor dem Reichstag, vor dem Bundestag.
Vom Reichstagsgebäude heißt das, glaube ich. Richtig, wenn ich das richtig erinnere.
Oder aber auch Menschen, die das Wirtschaftsministerium besetzen.
Es gab ja einiges. Die Protestveranstaltung am 5. Mai. Und die Medien hatten
ja da auch erzählt, 6000 Leute waren bei der Protestfanschau am 5.
Mai, Tagesschau und so weiter.
Aber in der Medienberichterstattung, da rumpfen wir manchmal so die Narbe.
Aber bevor wir vielleicht dazu kommen, du hast ja heute Notizen gemacht.
Ich habe ja Notizen gemacht, ja. Wir wollen natürlich jetzt keine Liste abarbeiten,
was dürfen JournalistInnen sagen, welche Namen oder welche Begriffe dürfen sie
nutzen und welche nicht.
Du sagst, es sind manchmal so Nasenrumpfer dabei. In erster Linie sind wir ja
froh, wenn über uns berichtet wird. Und das war in letzter Zeit sehr, sehr nötig.
Wir können es schon alle gar nicht mehr hören, aber wir wollen es immer wieder
sagen. Stichwort BGG-Gesetzesentwurf.
Und es ist ganz wichtig, dass man uns auf dem Schirm hat, dass wir nicht nur
selber in unserer Bubble ständig darüber berichten.
Wir haben uns wahnsinnig gefreut darüber, dass Mainstream-Medien über dieses
Thema berichtet haben und das ist auch passiert und da kneift man schon das
ein oder andere Auge mal zu, wenn da was nicht ganz so korrekt formuliert ist.
Aber in der Vergangenheit gab es ja immer wieder auch zum Thema Sport-Events,
über Menschen mit Behinderung, Formulierungen, die wir nicht so geglückt finden.
Ich wollte das Thema gerne mal aufgreifen, weil es jetzt mal wieder brennt.
In der Behindertenpolitik ist mächtig was los und Berichterstattung ist ein
Thema, worüber man da einfach immer reden kann und vielleicht auch,
wie man gut darüber reden kann.
Und es gab ja jetzt, weil du gerade sagst Anketten und so, gab ja jetzt wieder
auch eine richtig coole Schlagzeile zum Thema, ein Krüppel, der kämpft,
ist ein Krüppel, der lebt.
Das ist natürlich ein aus der Community geborenes Credo.
Würde das jetzt ein Journalist ohne Behinderung schreiben?
Das wäre schon eine andere Nummer, oder Sascha? Das wäre schon eine andere Nummer,
aber ja, um das Ganze zu verstärken, fände ich das schon cool.
Also die haben es ja teilweise dann auch übernommen, waren zwar auch teilweise
schockiert, habe ich so das Gefühl gehabt, über die Wortwahl,
dass wir so drastische Wortwahl nehmen.
Aber du hast gesagt, die Medien würden sich manchmal so an Texten,
also an der Sprache vergreifen.
Ich habe noch irgendwo mal einen Post in Erinnerung von einem Ministerium,
wo es nicht viel besser war.
Und ich erinnere an das Gespräch mit dem Politiker Wilfried Oellers,
der seit Jahren einen Rollstuhlfahrer bei sich arbeiten hat,
der auch an seinen Rollstuhl gefesselt ist. Das ist ja der Standard.
Das ist ja was los bei denen, oder? Die fesseln ihre Mitarbeiter. Das ist Wahnsinn.
Und das ist die CDU, christlich-demokratische Union.
Da habe ich mir gedacht, wie lange arbeitest du mit dem schon zusammen?
Oder hat der das noch nie darauf hingewiesen? Ich kann ja nicht vorstellen,
dass die nicht darauf hingewiesen wären.
Aber wie gesagt, auch beim Ministerium, da muss ich übrigens,
kleine Klammer auf, der hat jetzt nichts mit unserem Thema zu tun,
aber ich musste so lachen.
Ich habe gestern einen Beitrag vom Arbeitsministerium gesehen,
gesehen vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales von Ninia La Grande.
Und da machen sie eine große Werbung über Barrierefreiheit.
Und dann musste ich aber so lachen, dass dieses Ministerium jetzt in dieser
Situation sich traut, einen Poster abzusetzen, über wie wichtig Barrierefreiheit ist.
Und das Ministerium ist mitverantwortlich für ein desaströses BGG,
wo Barrierefreiheit mit Füßen getreten wird. Ich denke manchmal.
Glaubt ihr wirklich, wir wären doof? So, Klammer zu.
Zu den Medien. Ja, das ist nicht mal nur das Wording. Das sind manchmal auch
einfach so völlig konträre Handlungen oder Statements und Verblendungen,
die natürlich auch genau in dieses Thema mit reingehören.
Und weil du gerade Wilfried Oellers genannt hast, der ja auch retrospektiv andere
Menschen wie Wolfgang Schäuble auch mit an den Rollstuhl gefesselt hat,
das war für mich auch der Aufhänger so ein bisschen mit für das Thema.
Weil wir hatten auch in einer IGL-Folge darüber gesprochen, wo ist denn da eigentlich der Unterschied?
Also es ist natürlich wirklich komplett aus dem Wortschatz zu streichen, diese Formulierung.
Und doch gibt es Communities, die darüber sprechen, nämlich unsere ME-CFS-Community,
dass wir bettgebunden sind oder hausgebunden.
Und da hattest du mich gefragt, sag mal, wieso ist denn das da eigentlich ganz
etabliert und man nutzt es auch bewusst und an anderer Stelle nutzen wir es
nicht und da ist es auch verteufelt.
Daraufhin habe ich eine Kolumne bei Die neue Norm veröffentlicht,
um das nochmal auch herauszuarbeiten, weil ich das ganz wichtig finde.
Es gibt immer auch bei den Leitmedien Leit mit D geschriebenen.
So einen ganz klaren Katalog von Begrifflichkeiten, die einfach nicht mehr zeitgemäß sind.
Und dann ist es aber wichtig, auch über Details zu sprechen oder über Menschen,
die Dinge auch anders sehen.
Und bei ME-CFS ist es ja so, das ist eine, habe ich schon öfter mal erklärt,
eine schwere Multisystemerkrankung. Ich lebe selber auch damit.
Und hier ist es ganz wichtig, auch aus politischen Gründen, auch aus diagnostischen
Gründen, ganz klar über Nachteile zu sprechen und die großen Lebenseinschränkungen,
die Menschen auch haben.
Und hier reden wir sehr bewusst darüber, Bett- oder Hausgebunden zu sein.
Es gibt auch verschiedene Schweregrade, die man damit klassifizieren kann.
Das habe ich in dem Text nochmal so ausgearbeitet und das muss man natürlich
auch JournalistInnen genau erklären, weil die natürlich dann nicht verstehen,
naja, wieso darf man das eine sagen, das andere nicht.
Und dieses differenziert darüber sprechen, finde ich auch bei anderen Begriffen
ganz wichtig, weil es gibt ja durchaus auch Menschen, die zum Beispiel.
Durch eine neu erworbene Behinderung erstmal in der Situation zurechtkommen
müssen oder eine schwere chronische Erkrankung haben, die durchaus vielleicht
auch leiden unter der Situation.
Und man wird denen nicht gerecht, weil man denen ja auch wieder die Wahrnehmung
abspricht, weil man sagt, nee, nee, ich habe in einem Workshop gelernt,
ihr leidet ja nicht unter eurer Situation.
Weißt du, wie ich meine? Ja, ja,
Aber die meisten Menschen glauben, wir würden leiden. Genau.
Und deswegen finde ich immer, man muss erst mal diese große Regel darüber schreiben,
Menschen mit Behinderung sind keine leidenden Menschen.
Die wollen auch nicht ständig in Filmen, Fernsehen und Medien als leidende Menschen
dargestellt werden. Es ist immer wieder das alte Narrativ, wogegen man sich wehrt.
Und es ist auch immer dieser Begriff, trotz, jemand kann was trotz seiner Behinderung.
Und jemand muss sein Schicksal tapfer meistern. Und das ist so ein Bild,
das möchte man nicht haben. Wir sind nicht die trauernden Tröpfe hinter vergilbten Gardinen.
Und das finde ich auch ganz wichtig, dass man das so als großes Motiv erstmal.
In Workshops vermittelt, dass wir aus diesem Bild rauskommen.
Und man darf aber zulassen, dass es viele Facetten gibt.
Dass es viele Facetten gibt und dass natürlich der Einzelne,
der vielleicht mit einem Journalisten in einer Interviewsituation sitzt,
dass der sagt, naja, ich habe eine schwere chronische Erkrankung oder ich bin.
Jetzt mit der Behinderung konfrontiert.
Und trotz dieser Behinderung mache ich aber dies und das. Oder ich leide unter
dieser Situation aufgrund von Diskriminierung.
Wenn das eine selbst getroffene Aussage ist, wenn das nicht eine fertige Schablone
von diesem Journalisten ist, der sich das jetzt ausgedacht hat und der behinderte
Mensch soll das da so rein erzählen.
Also ich finde wichtig, dass wir auch zulassen, dass eine betroffene Person,
das für sich auch formulieren darf, wenn das so ist.
Also diese, warum ich darauf komme, ich habe ja 15, 16 Jahre auch mit Menschen.
Erblindeten Menschen zusammengearbeitet, die im Laufe ihres Lebens in diese
Situation hinein geraten sind, ihr Augenlicht zu verlieren und damit erstmal
zurechtkommen mussten.
Und wenn ich denen gesagt hätte, nee, also du leidest unter der Situation nicht,
dann hätte ich denen auch Unrecht getan, weil das am Anfang manchmal schon so
ist, wenn man mit einer Behinderung selbst neu konfrontiert ist.
Also man darf das nicht aussparen, dass das auch im Einzelfall so sein kann,
aber man darf als Berichterstattender nicht davon ausgehen, dass jeder Mensch
unter seiner Behinderung leidet.
Das ist immer ein bisschen komplexer, als es von außen vielleicht aussieht.
Ja, aber wie willst du das einem Journalistin klar machen? Wann weiß der,
wie man, oder gibt es dann die goldene Regel, dass gesagt wird,
wenn ein Behinderter selbst das, also ein Mensch mit Behinderung das selber sagt.
Wie sagt man das? Mensch mit Behinderung oder ein behinderter Mensch?
Da fängt es ja schon mal an. Was sind wir eigentlich? Laut der UN-Behindertenrechtskonvention
darf man den Begriff behindert noch immer nennen und Mensch mit Behinderung
oder behinderter, ja Mensch mit Behinderung.
Andererseits wird eher gesagt, Menschen mit Beeinträchtigung.
Es fängt ja schon bei uns in der Zunft an, dass wir schon gar nicht mehr wissen,
wie wir das Kind immer nennen sollen.
Wie wollen denn Menschen, die nicht tagtäglich mit dem Thema zu tun haben,
wie wollen die denn damit umgehen?
Also ich finde immer, die Selbstbezeichnung zählt, wenn ich als journalistisch
Tätiger die Möglichkeit habe, einen Menschen mit Behinderung zu interviewen
oder eine Berichterstattung abzuliefern und mit einer bestimmten Person spreche.
Dann zählt natürlich immer die Selbstbezeichnung und da würde ich drüber reden.
Da würde ich vorher sagen, was ist dir wichtig? Möchtest du als Mensch mit Behinderung,
als behinderter Mensch bezeichnet werden?
Es gibt natürlich Tabus. Also man sagt jetzt als nicht behinderter Journalist
nicht Krüppel. Also dass es uns überlassen, wir dürfen uns da Begriffe zurückholen.
Das ist ja auch dieses Empowernde dabei, dass wir uns Begriffe zurückgeholt
haben, die früher gegen uns gerichtet wurden, womit man uns eigentlich diskriminiert
und klein gemacht hat. Und daher kam ja auch das Krüppeltribunal und diese ganze Krüppelbewegung.
Und da fallen manchmal auch journalistisch Tätige drauf rein.
Ich habe solche Dinge auch erlebt.
Die haben dann gedacht, die brechen jetzt das Eis, wenn die damit ums Eck kommen.
Also da muss man aufpassen.
Das Wording, was Menschen mit Behinderung sich zurückgeholt haben, das gehört auch denen.
Ansonsten bin ich immer dafür, den betroffenen Menschen zu fragen,
Wie ist deine Selbstbezeichnung?
Manche Menschen möchten zum Beispiel das Wort geistige Behinderung nicht nutzen.
Die möchten Menschen mit Lernschwierigkeiten nutzen.
Ich habe aber auch schon erlebt, dass Menschen mit Lernschwierigkeiten mit dieser
Formulierung überfordert sind. Also nicht alle Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen,
jetzt bringe ich das nächste Wort ins Spiel, möchten dieses Lernschwierigkeiten haben.
Also muss auch ich, nicht mal nur im journalistischen Zusammenhang,
sondern auch einfach im Miteinander, wenn wir kreative Projekte machen oder
so, ich muss immer fragen, wie ist deine Selbstbezeichnung, wie hättest du es am liebsten?
Oder taub, schrägstrich gehörlos, ist ja auch ähnlich, oder?
Und also mir ist es immer ganz wichtig, dass derjenige sich wohlfühlt in dieser Bezeichnung.
Ja, aber wenn ich jetzt, das ist schon gut, das geht im direkten Kontakt.
Ich bin Journalist und bin im direkten Gespräch mit Menschen mit Behinderung,
dann ist das okay. Aber ich sitze jetzt in meiner Redaktion und.
Ich habe jetzt eine Demo zu besprechen, zu beschreiben. Ich habe eine DPA oder
eine AP-Nachricht bekommen, wo das alles drinsteht mit tollen Bildern und so weiter.
So, wo nehme ich denn da meine Kreativität her, dass sie nicht übergreifend
oder überstülpend, übergreifend ist?
Oder ja, wie kriege ich es dann hin, wenn ich nicht direkt einen,
weil in den 99,9 Prozent der Redaktionen sitzt ja kein Mensch mit Behinderung, der mit da drin sitzt.
Das wissen wir ja. Und sagen wir mal, 85 Prozent der Journalisten haben selten
oder noch nie mit Menschen mit Behinderung zu tun gehabt.
So, das heißt, wo nehme ich dann meine Informationen? Wo wäre denn eine Quelle,
wo ich sagen könnte, wie kann ich mir das Wording mal angucken, wie es besser klingt?
Also dann würde ich mich immer wirklich an Leitmedien orientieren.
Da werden Workshops angeboten. Da gibt es auch schon ein gutes,
grobes Infomaterial mit so ein paar Statements, die man einfach so nicht mehr benutzen würde.
Und es gibt auch ein, das können wir vielleicht sogar in den Shownotes verlinken,
das ist von einer Hochschule rausgegeben worden in Zusammenarbeit mit Leitmedien.
Da kann man auch nochmal gut nachlesen, wie sind so die Umgangsformen,
was sollte man nicht sagen.
Das ist, glaube ich, schon mal sehr hilfreich. Also so allgemeine Hinweise, die zu beachten sind.
Also man sagt Mensch mit Behinderung oder behinderter Mensch,
man nimmt aber das Wort Mensch immer dazu. Also so eine Überschrift wie Behinderte
lehnen sich gegen, was weiß ich.
BGG-Gesetzesentwurf auf. Das ist,
auf jeden Fall immer eine Frage auch von Knackigkeit und zu viel Worten.
Man möchte das Wort Mensch dann immer gern weglassen. Für uns ist das aber eine,
diskriminierende Frage.
Wenn man das Wort Mensch weglässt. Ich möchte auch bei blind immer das Wort
Mensch dazu haben. Andere legen da nicht so einen Wert drauf.
Ich habe auch von Journalisten schon gehört, sogar in Weiterbildungsmaterialien
stand das drin, ja, es ist die liebevollere Formulierung, wo ich so denke,
nein, das hat nichts mit liebevoll zu tun.
Wir sind ja nicht im Kindergarten. Das hat was mit der UN-Behindertenrechtskonvention
zu tun. Und Mensch mit Behinderung, das hat einen politischen Hintergrund.
Das hat nichts mit Ididai zu tun, sondern wir müssen wirklich überlegen.
Es gibt ja noch viel schlimmere Formulierungen. Ich habe sehr viel Abilistisches
auch in so Lehrmaterialien gefunden.
Also man sagt nicht aus liebevollen Gründen nicht mehr sowas wie,
die haben ein mongoloides Kind oder sowas. Also das ist einfach,
sowas gehört durchgestrichen und abgewatscht.
Sowas ist klar, sowas kann man nachlesen und sowas...
Ist in Fleisch und Blut einfach irgendwann bei Journalistinnen.
Aber nicht bei jedem. Also solche Quellen, das können wir in die Show Notes
packen. Das ist wirklich leicht zu finden.
Und im direkten Gespräch, das kommt auch nicht selten vor. Wir haben ja wirklich,
zum Glück auch hin und wieder so Interviewsituationen.
Da kann man konkret nochmal Dinge erfragen. Und dann kann der Mensch mit Behinderung
auch selber rechtfertigen, warum ihm das wichtig ist.
Und gerade mit dem ganzen Kampf um das Thema ME-CFS, also hier ist es dann besonders
wichtig zu sagen, die Menschen sind in großer Not und da muss ein,
bestimmtes Wording rein, was sich woanders, wo Menschen eben nicht leiden und
nicht in dieser Not sind, gerade weglassen würde.
Also da ist es wichtig, dass ein Journalist diesen Unterschied versteht.
Was in den letzten Monaten passiert ist, ist ja, dass wir Menschen mit Behinderung
nicht nur von Journalisten übernommen,
aber auch von Politikern auf unsere Schwächen reduziert wurden und,
als Belastung dargestellt wurden, als teures Spielzeug der Gesellschaft.
Das haben Journalisten nicht immer ganz sauber ordentlich auseinandergetrennt, ne?
Ja, also da kriege ich auch große Bauchschmerzen. Ich habe das,
glaube ich, auch schon oft gesagt und da muss man auch aufpassen, dass man nicht kippt.
In dieses Leistungsdenken. Aber ich wehre mich innerlich so dagegen,
dass wir immer die Belastung sind.
Da sind wir im Nazisprech, da müssen wir ganz so aufpassen.
Da sind wir schnell bei der Ballast-Existenz und Menschen mit Behinderung sind die Schwachen.
Ich sehe das ja sowieso ganz anders, das ist ja noch so eine Definitionsfrage,
aber ein gut gebildeter, inkludierter Mensch ist kein schwacher Mensch.
Menschen mit Behinderung haben dazu immer noch auch ihre Behinderung zu kompensieren
und einen Beruf zu erlernen und vielleicht noch völlig unterbezahlt irgendwo
zu arbeiten. Das ist eine große Stärke. Also das müssen andere erstmal hinkriegen.
Menschen mit Behinderung sind oft sehr starke Menschen, sehr resiliente Menschen,
weil sie, ich spare mir jetzt die Formulierung, so viel meistern müssen.
Das wollen wir ja nicht sagen. Aber sie müssen schon oft überkompensieren und,
ihre Grenzen überschreiten. Und eigentlich ist das eine Mehrleistung,
die sie ständig aufbringen müssen.
Und sie als schwach zu bezeichnen, das ist für mich wirklich das falsche Wording.
Und ich hatte ja auch schon mal gesagt, ohne dass das arrogant klingen soll, aber ich habe...
Ich habe einen Einser-Abi hingelegt, ich habe ein unfassbar gutes Diplom hingelegt
im Studium und nicht, weil ich es so leicht hatte.
Ich hatte es immer viel, viel schwerer als alle anderen. Ich habe die Unterstützung
nicht bekommen, musste immer kämpfen und mir stimmt das Kämpfen wirklich.
Und möchte mir jetzt nicht sagen lassen, dass ich die leistungsschwache bin,
weil viele aus meiner Klasse oder auch aus meinem Studiengang damals,
die hatten keine Behinderung, die waren aber viel leistungsschwächer.
Und wenn man das so argumentiert, ist das aber sehr unsympathisch,
weil wir dann ja ständig auch wieder uns beweisen müssen, immer in diesem Leistungssprech drin sind.
Aber wir sind natürlich auch, wir pushen natürlich auch die Wirtschaft,
wenn wir denn kaufen dürfen. Also was ich schon alles der Wirtschaft für einen
Nutzen gebracht hätte, wenn ich denn hätte barrierefreie Produkte kaufen dürfen.
Das ist ein kompletter Denkfehler. Man muss es wirklich einmal komplett bei
den Leuten im Kopf umdrehen, die da so falsch argumentieren und uns immer so
als Wirtschaftsstörfaktor.
Betiteln und als Schwach und als Ballast. Wo ich ja nicht ganz immer einverstanden
bin mit Gleichgesinnten.
Das ist so das Thema, wenn Menschen, die vermeintlich keine sichtbare Behinderung
haben, also die sich als, Klammer auf, normal bezeichnen, wenn die im Gespräch
dann sagen, boah, was du alles leistest, ja Wahnsinn und so weiter,
Es gibt Menschen mit Behinderung, die damit ein Problem haben.
Warum? Ich habe damit kein Problem.
Weil ich weiß erst mal, was ich leiste. Ich wüsste nicht, ob ich es leisten
würde ohne Behinderung.
Ich weiß, was ich leiste. Ich weiß, dass ich es leiste, egal ob mit oder ohne
Behinderung. Ich leiste es einfach.
Aber warum stört uns dann oft so, dass die Leute eine Art Bewunderung oder Faszination
oder, boah, das würde ich mir, es gibt viele, die sagen, ich reise ja sehr viel,
ich bin viel unterwegs, so die sagen, ich würde mir das als Sehender mal gar nicht trauen.
Ja, das ist doch okay, aber warum stört uns das so oft, dass die Menschen da
so fasziniert oder begeistert sind oder was auch immer? Warum?
Ja, das ist ein interessanter Punkt. Ich habe es jetzt neulich bei Stöckchen
mit Lohn mal auf Insta gehört.
Sie hat sich da umgekehrt drüber aufgeregt. Sie hat gesagt, sie stört das eigentlich
total, wenn sie was nicht kann und sagt, ich bin da in irgendwas zum Beispiel nicht gut.
Und die Leute, die beziehen das aber auf ihre Behinderung, die sagen dann,
ach ja, das ist nicht so schlimm, das fällt mir ja schon als Nichtbehinderte
oder als sehende Person schon schwer.
Und dann sagt sie, nee, dass ich das nicht gut kann, das hat gar nichts mit
meiner Behinderung zu tun, sondern ich kann es einfach nicht gut und ich möchte
nicht, dass dann alle immer sagen, ach, das ist nicht so schlimm,
du kannst ja auch nicht alles können, wenn du blind bist.
Und ich glaube, das ist die umgekehrte Variante zu dem, was du gerade gemeint
hast. Also das muss ja jetzt gar nicht unbedingt, weil du so bist,
wie du bist und vielleicht viele
tolle Dinge machst und dafür vielleicht irgendwie Anerkennung bekommst.
Hat das jetzt unbedingt was damit zu tun, dass du die Behinderung hast?
Würdest du die nicht auch so machen?
Und ich weiß nicht, es ist auch nicht immer nur Anerkennung,
wenn du als behinderter Mensch was leistest. Manchmal haben Leute auch ein Problem
damit, dass es so ist, da ist dann Misswunsch und Neid im Spiel.
Ja, und deswegen traue ich mir manchmal gar nicht so zu sagen.
Dass das Argument hinkt, Menschen mit Behinderung würden nicht so gut sein in Dingen, weil...
Darüber diskutiert, also das ist für mich ganz klar. Menschenbehinderung,
also kein Mensch mit, kein Mensch,
Und dann bleibe ich beim Mensch, Punkt, oder Ausrufezeichen, fünfmal.
Kein Mensch kann alles und kein Mensch ist überall gut, Punkt.
Und das ist egal, ob man eine Behinderung hat oder nicht.
Wir sind keine perfekten Wesen, sonst wären wir Roboter. Und deshalb ist für
mich die Diskussion gar nicht da, dass Menschen mit Behinderung das und das
nicht können oder da schwächer sind oder das nicht leisten können.
Weil wir sind als Mensch nicht in der Lage, alles zu können.
Es gibt Menschen, die sehend sind, die nicht malern können. Also die nicht ihre
Wohnung streichen können.
Es gibt aber andere Menschen, die das können und es gibt Menschen,
die sehend sind, die sich nicht orientieren können. Dafür gibt es aber Blinde,
die sich mega gut orientieren können.
Also das hat gar nicht, zuerst kommt für mich immer der Mensch und deshalb hast
du auch recht, dass wir ganz klar immer beim Begriff Menschen mit Behinderung oder.
Ein behinderter Mensch oder so, oder dass wir den Begriff Mensch,
weil das ist das, was an vorderster Stelle steht, weil es geht um uns als Lebewesen Mensch.
Es geht nicht um, könnte ich auch sagen, Hund mit Behinderung.
Ja, das sage ich auch. Wenn der Hund eine Behinderung hat, ist es ein Hund mit
Behinderung. Da sage ich auch nicht der Behinderte.
Da sage ich auch der Hund, weil ich definieren will, welches Lebewesen ist.
Mensch ist für mich ganz klar, als erstes bin ich Mensch.
Und dann kommt erst meine Behinderung. Das heißt, wenn ich als Mensch einen
scheiß Charakter habe, habe ich den auch als Mensch mit Behinderung.
Und dann hätte ich den auch als Mensch ohne Behinderung. Weil das vergessen
einige, dass wir zuerst immer Menschen sind.
Natürlich prägt uns die Behinderung, natürlich prägt uns das Umfeld,
natürlich verändert uns vielleicht das Umfeld auch. Wir werden vielleicht frustrierter,
wir werden Meck-ra-ra-ra-ra-ra-ra.
Mürbe. Mürbe, das ist alles Macht, das ist alles Dings.
Aber auch die Menschen, die vermeintlich keine Behinderung haben,
werden von ihrer Umwelt geprägt und geformt.
Deshalb ist für mich gar keine Diskussion, dass wir zuerst Mensch sind und dann kommt die Behinderung.
Und ich bin ja noch immer der Überzeugung, ich bin nicht die Behinderung,
ich habe die Behinderung. Das ist auch für mich ein ganz großer Unterschied.
Ich bin nicht der Mensch, der der Behinderung ist. Ich habe sie.
Ja, und weil du das gerade sagst, fällt mir auch eine Ausschreibung ein.
Vielleicht haben einige von euch die auch bekommen. Also ein Journalist ist
jetzt zum Beispiel auf der Suche nach blinden Menschen und möchte schauen,
wie gestalten die ihre Wohnung.
Ja, da muss ich an unsere letzte Rubrik, an eine Ausgabe denken.
Ich müsste ihm den Podcast schicken. Habe ich gemacht, Sascha.
Hast du gemacht? Super, cool.
Genau, und an der Stelle habe ich mir gewünscht, dass der auch erst mal so ein
Gefühl kriegt für unsere Lebensrealitäten, unsere Lebenswelten.
Ich habe dem das auch ganz lieb geschrieben.
Er hatte sich so festgeochst an dieser Idee,
die Person muss vollblind sein, sowas verstehe ich auch erstmal,
weil sonst funktioniert seine Idee dahinter nicht, dass man sehr auf Tasten
und auf innere Bilder und sowas fokussiert.
Das wäre jetzt schwierig, wenn jemand noch einen Sehrest hat.
Aber er hat sich so konzentriert auf, die Person muss vollblind sein und alleine wohnen.
Und wenn sie aber mit jemandem zusammenwohnt, muss die andere Person auch vollblind
sein. Und da dachte ich, weil du gerade so meintest, wir sind ja Mensch und
jeder Mensch ist ja erst mal an sich individuell und hat so seine Eigenschaften.
Er hat dann zurückgeschrieben, ja, bei Gelegenheit, vielen Dank, höre ich mir gern an.
Aber ich suche erst mal Protagonisten und ich dachte, verstehe doch erst mal
unsere Lebensrealität. Also das ist mir bei Journalismus immer so wahnsinnig
wichtig, weil da ist auch so ein Denkfehler drin.
Es kann ja jemand ganz allein wohnen, vollblind sein und trotzdem hat die Mutti,
oder Tante oder wer auch immer die Wohnung eingerichtet und er hat da gar nicht
seinen Geist und irgendwie so seine Leidenschaften reingegeben,
weil er dafür vielleicht gar kein Gefühl hat oder so.
Also da sieht man auch nicht, was ist ein Er und was ist vielleicht der sehende Angehörige.
Der wohnt da nicht, aber der hat vielleicht das alles gestaltet oder so.
Und bei mir ist es so, ich wohne ja mit einer sehenden Person zusammen,
aber ich habe hier die ganze Wohnung gestaltet. Also mein Partner,
der macht das alles mit, der ist ja später auch in die Wohnung gekommen.
Aber alles, was ich so an meiner Gothic-Welt und meine ganzen Frauenthemen,
die Farben, die hier drin sind, das ganze Taktile, hat null mit ihm zu tun.
Und ich denke, dieser Journalist nimmt sich da viele,
viele Facetten weg, wenn er jetzt denkt, er muss jetzt nur blinde Personen in
Erwägung ziehen, die mit Blinden zusammen wohnen.
Ja, deshalb habe ich mich auch nicht gemeldet, weil ich wohne mit einer sehenden
Tochter zusammen 17 Jahre. Das wäre auch mal ein spannendes Feld gewesen. Total, ja.
Aber ich wollte ihm wirklich, aber du hast ja schon die Sache geschickt, das ist doch wunderbar.
Ja, einfach mal in die Welt hineinfühlen und dann macht man dann einen anderen Artikel draus.
Ich denke, das ist eben wichtig, dass man unsere Medien auch hört.
Viele Journalisten machen das ja auch.
Die lesen die neue Norm oder hören hoffentlich auch den IGEL-Podcast.
Das würde mir zumindest sehr, sehr helfen, wenn ich keine Behinderung hätte
und aber Berichterstattung machen würde über Menschen mit Behinderung.
Egal zu welchem Thema, da würde ich erst mal schauen, was ist denn da schon im Netz zu finden?
Wäre da vielleicht schon auch ein Podcast drüber gemacht, vielleicht auch gerade
so einen plauderlaunigen, wo ich gar nicht so trockene Gesetzestexte lesen muss, sondern auch.
Themen, die du mit Ottmar besprichst, wo das einfach so ist,
als säße man irgendwo zusammen bei einem kühlen Getränk und einer erklärt mal,
was ist denn da jetzt los mit dem BGG?
Was ist denn jetzt eigentlich so der Trend in der Behindertenpolitik?
Was treibt Menschen mit Behinderung um? Ich glaube, da ist das eine sehr dankbare
Sache, sich da mal umzugucken.
Deswegen bin ich auch Fan der Igel-Folgen der ersten Stunde,
weil das von Anfang an im Prinzip auch so ein leichtflüssiges Format ist,
wo man aber schwere Themen auch zugänglich machen kann.
Muss ich auch ganz ehrlich sagen, für einen außenstehenden Menschen manchmal
nicht so easy zu verstehen sind.
Und wenn ich das Gefühl habe, ich bin ja fast mit am Tisch, die unterhalten
sich da, ich sitze da fast mit dabei und könnte sogar vielleicht gleich noch
mit einsteigen und eine Frage stellen, dass man da so auf Augenhöhe ist.
Ich finde das sehr hilfreich. Das würde ich immer empfehlen.
Lest die Medien, hört die Medien der Menschen mit Behinderung.
Und übrigens, wenn ihr Hörenden euch jetzt angesprochen fühlt von dieser Idee
oder von dem Journalisten, der dort, das soll eine ganze Fotostrecke werden.
Er möchte also verschiedene blinde Menschen zeigen in ihrem Wohnumfeld.
Meldet euch gerne bei uns, bei Sonntag trifft Igel, diese Adresse,
die E-Mail-Adresse, die haben wir.
Sonntag trifft Igel, sonntag trifft Igel at inklusator.com Genau,
also dann vermitteln wir das, weil das ist auch immer so eine Frage,
Sascha, ich weiß nicht, wie du das siehst.
Es ist ein dünnes Eis. Also einerseits finde ich das sehr, sehr gut,
wenn auch gezeigt wird, also auch Medien und Mainstream wirksam,
wie ist denn unsere Lebensrealität?
Nicht nur immer zu den harten Themen, aber die müssen halt auch kommen,
weil das betrifft unser Leben noch viel mehr.
Ja, aber auch vielleicht zu solchen soften Themen mal. Ich finde es immer gut,
wenn das Journalismus auch macht.
Und es darf aber nicht so kippen in dieses Sensationsheischende.
Jetzt gucken wir mal bei den Blinden in den Kleiderschrank. Genau,
ob der Schlüpper unterm Bett liegt, dass ihr den vergessen habt und es nicht gesehen habt.
Ja, ja, lang. Oder die Frosse. Naja, kennst du das Gefühl.
Das muss wirklich so rüberkommen, nicht so über euch, ohne euch, sondern so mit euch.
Wir wollen wirklich, ja, was wollen wir eigentlich?
Wir wollen nicht Sensation, Sensation, sondern wir wollen eure Welt auch mit
euch zusammen ein bisschen transparent machen.
Ich finde es cool. Ich bin fasziniert über die Verbreitung dieses Aufrufes.
Das ist Wahnsinn, wie viele Leute das geteilt haben, verbreitet haben.
Der DBSV war sogar mit dabei, hat das riesen aufgezogen.
Wobei ich auch gedacht habe, vielleicht hätten die auch mal mit dem Journalisten
vorab ein Gespräch führen können.
Sondern das wäre so die gute Arbeit gewesen eines DBSV, die da,
ich weiß es nicht, also wir können uns hier nicht sagen, ob mit dem Journalisten
gesprochen wurde im Vorfeld, ob er ein bisschen gebrieft wurde,
ob er vielleicht auch auf die Leitmedien hingewiesen wurde und so weiter,
um sich auch ein bisschen in die andere Richtung zu informieren.
Aber ich finde das gut, was mich, und das hat Raul ja auch in einem letzten
Post geschrieben, was mittlerweile aber wirklich anstrengend geworden ist,
sind die Tausenden von Umfragen und Recherche, Arbeiten und so Geschichten.
Wie findest du das? Wirst du da auch oft gefragt und ob du ein Interview mitmachen
kannst über barrierefreie Digitalisierung rechts, barrierefreie Digitalisierung
links, barrierefreie Digitalisierung oben, unten, links?
Oder was auch immer. Also das ist ja mittlerweile, ich finde es natürlich auch
wichtig, dass das gemacht wird.
Aber ich habe das Gefühl, dass die Themen sich alle irgendwann gleichen und
dabei, was mir fehlt, ist dabei danach irgendwas wirklich Cooles dabei rauskommen.
Ah, wir haben hier was Geiles entdeckt und da können wir das und das draus machen.
Oder ich sage jetzt mal, eine Forschungsteam oder eine Umfragestellerin oder
Steller hat was entdeckt und gesagt, daraus mache ich jetzt mal ein Start-up
oder sowas, das fehlt mir ein bisschen.
Also diese Umfragen, ich mache ganz wenig mit, weil das ist erstmal viel zu
viel Arbeit und ja, und ich finde auch da muss man irgendwann mal auf die Bremse treten.
Es dürfen nicht immer nur dieselben angeschrieben werden. Ich habe da auch so
Phasen und war froh, dass Raoul das mal ausgesprochen hat.
Natürlich auch Professoren, Professorinnen motivieren ihre Studierenden.
Wendet euch direkt an Menschen mit Behinderung, weil wir wollen ja raus aus
diesem über euch, ohne euch.
Und dann schreiben die uns natürlich auch an. Ich habe da unfassbar viele Anfragen
auch über Insta bekommen und so. Und habe das dann auch alles mitgemacht,
weil ich dachte, klar, wir wollen die jungen Leute unterstützen.
Aber dann kannst du eigentlich jeden Tag drei so Umfragen machen,
dann gern noch mit Video und dann noch Aufbereitung und nochmal hier, nochmal da.
Dann haben die sich einfallen lassen, irgendwann vielleicht auch eine kleine
Aufwandsentschädigung, vielleicht einen Gutschein, vielleicht ein kleines Honorar,
weil die gemerkt haben, das geht den Menschen mit Behinderung,
wenn es immer dieselben sind, irgendwann auch auf den Sack, weil die haben in
der Zeit natürlich auch irgendwie einen Dienstausfall.
Also ich habe dann gemerkt, ich habe so schon wenig Energie.
Aufgrund meiner chronischen Erkrankung muss ich meine Energiefenster effizient nutzen.
In der Zeit, wo ich solche Umfragen mache, kann ich keinen journalistischen Beitrag schreiben.
Dann fehlen mir wirklich diese drei Stunden, wo ich hätte mal durchpowern können.
Und vielleicht kann man es einfach auch besser verteilen. Es gibt ja Menschen
mit Behinderung, die kriegen relativ wenig Anfragen, machen sowas aber gerne.
Absolut richtig, dass man uns direkt anspricht. Das ist gut. Ja.
Die Sozialhelden, die haben ja auch so einen Pool, wenn es jetzt spezielle Anfragen
gibt, auch zu journalistischen Themen, dann wird das so verteilt an einzelne
Menschen mit Behinderung, die sich da eingetragen haben. Zu welchem Thema kannst
du berichten? Zu welchem Thema möchtest du interviewt werden?
Und dann kann man ja auch zum Beispiel echt verhandeln und fragen,
gibt es hier ein Honorar, gibt es hier eine Aufwandsentschädigung?
Weil es dürfte jedem klar werden, dass es für uns auch Lebenszeit ist,
dass die das oft entweder aus studentischen Perspektiven heraus,
aber auch oft vom bezahlten Schreibtisch aus machen, während wir dann da ehrenamtlich sitzen.
Und das Gefühl, das war für mich irgendwann sehr niederschmetternd,
zu wissen, dass ich manchmal stundenlang hier zu Hause sitze,
das alles unbezahlt mache und das Gegenüber da am Telefon, bei dem klingelt
ja gerade irgendwie die Kasse so.
Ich hatte mal so eine Geschichte mitgemacht im März. Das fand ich sehr spannend.
Das war irgendwie über den Tourismusministerium in Schleswig-Holstein.
Die haben drei Menschen mit verschiedenen Behinderungen gefragt,
die eine Reise planen, blind, mit Barrierefreiheit. und ich habe die Aufgabe
gestellt bekommen. Ich musste mit dem Auto anreisen, barrierefrei mit Hund und so weiter.
Und dann musste ich denen alles schildern, wie ich die Reise gesucht habe,
wie ich sie gebucht habe, welche
Informationen ich habe, welche Freizeitgestaltung ich machen konnte.
Ich durfte natürlich nichts buchen. Ich hatte ein Budget vorbekommen,
mit dem ich spielen durfte.
Und da gab es auch wirklich eine Entschädigung. Wir durften nur maximal sechs
Stunden Zeitraum mit verbringen.
Und es gab, glaube ich, 250 Euro oder so. Und das fand ich eine schöne,
weil das wird jetzt genutzt, um zu gucken, wie barrierefrei ist der Tourismus
eigentlich wirklich in Schleswig-Holstein.
Das fand ich wirklich eine gute...
Eine gute Investition von Zeit und auch natürlich Ressourcen und ich fand es
auch gut, dass sie eine Aufwandsentschädigung bezahlt haben.
Das ist okay, ich will auch nicht für jeden Studenten eine Aufwandsentschädigung,
das ist nicht das Ding, aber wie du sagst, wenn da ein Forschungsbüro,
ein Forschungsinstitut auf uns zukommt,
da muss man schon ein bisschen differenzieren, wo ist hier der Zweck der Forschung
und wo mache ich danach Geld vielleicht mit,
meiner Auswertung oder wo ist der Student, der eine Frage hat,
aber auch da finde ich, dass die Studenten sich überlegen sollten in Zukunft,
was mache ich eigentlich damit?
Brauche ich, wie viele dieser Auswertungen gibt es schon? Blinde leben alleine zu Hause als Beispiel.
Wie viele Forschungsergebnisse oder Studien gibt es davon schon? Muss ich die 12.
Oder die 17. oder die 125. dazu schreiben oder habe ich vielleicht eine andere
Idee, ein anderes Thema?
Und da gibt es ja Themen ohne Ende, wo ich mich dann in meiner Arbeit,
in meinem Studium damit beschäftigen kann, wo es dann vielleicht spannenderen
Themen gibt, wo du nicht erstellig dieselben Fragen beantworten musst.
Ja, also ich habe oft gehofft, wir können da wirklich auch was verbessern, strukturell.
Also gerade das Thema Kliniken, barrierefreie Klinikstandards,
diese Ablehnungserfahrungen, was wir jetzt auch wieder aktuell hatten mit der blinden Frau.
Und ich habe im Vorfeld, weil ich vor zehn Jahren fing das ja an,
dass ich bei verschiedenen Trägern abgelehnt wurde aufgrund der Blindheit.
Dann habe ich an verschiedenen Studien teilgenommen, verschiedenen Arbeitskreisen und so weiter.
Und ich dachte, Mensch, toll, dass Leute dazu auch arbeiten,
auch teilweise Menschen mit Behinderung selbst, weil die natürlich auch was voranbringen wollten.
Dann haben wir dazu eine Facharbeit, dann haben wir einen Studenten mit Behinderung, der darüber schreibt.
Aber es ändert sich dann in der Praxis nichts. Das liegt dann irgendwo in der
Schublade. Wir haben Erkenntnisse dazu, wir haben Interviews geführt und das
spiegelt sich nirgendwo wieder. Und das ist natürlich auch so ein bisschen deprimierend.
Und was ich auch so einen wichtigen Punkt finde,
Wenn auf uns zugegangen wird und egal ob JournalistInnen oder auch Menschen,
die vielleicht Studien machen, es ist ja immer auch so eine Frage,
was ist für uns Menschen mit Behinderung wichtig in so einer Interview-Situation.
Und da habe ich jetzt auch so ein paar vielleicht Stichpunkte wie in einem kleinen Katalog gefunden.
Das ist auch so was, was wir in den Shownotes verlinken können,
weil ich das wirklich toll finde.
Ich habe ganz oft das Problem, dass dann die Menschen ohne Behinderung einfach
die Kriterien nicht akzeptieren, die ein Mensch mit Behinderung hat.
Also ich habe das ganz oft mit Fotos gehabt. In meiner Vergangenheit als junge
blinde Frau habe ich keine Sonnenbrille getragen zum Beispiel.
Und heute mache ich das, heute stehe ich dazu.
Damals besaß ich gar keine. Und die Bild-Zeitung, die hat dann immer gesagt,
naja, aber setzen Sie da eine Sonnenbrille auf. Wir machen dann auch ein Fotoshooting.
Die Fotografen verdienen ja dann nochmal extra.
Die eine Person schreibt, die andere fotografiert.
Und mehrfach wurden mir dann einfach Beiträge abgesagt, als ich dann gesagt
habe, nee, Sonnenbrille habe ich gar nicht. Oder diese oder jene Sache auf Fotos
würde ich jetzt nicht machen, weil ich das in meinem Alltag auch nicht mache.
Und das haben die nicht akzeptiert. Die hatten ihre Fotoidee,
ihr Fotokonzept und das sollte ich dann so hinkörpern irgendwie.
Also es ist einfach unfassbar wichtig auch für Journalisten.
Zu akzeptieren, wie ist denn die Realität des behinderten Menschen und bei uns
blinden Menschen in der Absprache, im Vorfeld, sollte man einfach akzeptieren,
benutzen wir hier barrierefreie Tools.
Also wenn man Dinge online macht, wenn man Apps benutzt, sind die auch für den
blinden Menschen zugänglich.
Wenn wir Fotos machen oder Videoaufnahmen, muss man da schon auch nochmal andere
Hilfestellungen geben. Wie ist denn der blinde Mensch jetzt in der Kamera?
Gucke ich jetzt in die richtige Richtung oder fühle ich mich dann bloßgestellt?
War für mich immer ein großes Thema durch die vielen Jahre auch vor der Kamera.
Ich wollte natürlich nicht, dass ich da jetzt besonders unbeholfen oder besonders
blind oder wie auch immer abgebildet werde.
Und mir ist es aber immer wieder, gerade in Kombination mit der Bild-Zeitung,
mit denen ich jetzt auch echt nicht mehr zusammenarbeite, manchmal bin ich da
reingeraten und wollte es gar nicht, wo ich gesagt habe, bitte nicht den Verband.
Ich hatte da einen Fußverband.
Bitte nicht fotografieren. Und die haben volles Rohr dann fotografiert,
was sie nicht sollten. Und schön den Fuß verband, damit es doppelt so behindert aussieht.
Also hast du da so spezielle Wünsche oder Erfahrungen mit Fotografen?
Ist das immer gut gelungen? Oder hast du da jetzt nicht so speziell als blinde
Person den Wunsch an Medienschaffende?
Ich hatte bis jetzt noch nie das große Glück, von irgendwelchen so komischen
Medien wie Bild oder so interviewt zu werden.
Ich habe dann nie so Sonderwünsche gehabt, ich habe nur gesagt,
sagt mir Bescheid, ob ich in die Kamera gucke oder so, diese Sachen waren für
mich wichtig, weil ich oft die Tendenz habe, nach oben zu gucken.
Ich richte mich gerne gegen den Himmel.
Er hatte bis jetzt noch nie so diese Probleme, aber das ist,
glaube ich, bei Frauen nochmal ein bisschen was anderes.
Würde ich mal sagen. Und je nachdem, mit welchem Medium du es zu tun hast.
Du warst ja doch mehr da in der Öffentlichkeit wie ich. Auch schon in der Öffentlichkeit,
aber hat mir da auch nie so viele Gedanken gemacht. Macht man sich vielleicht als Mann weniger.
Willst du schon wieder sagen, Frauen sind eitler? Nein, nein,
nein, nein, natürlich nicht.
Jetzt sind die ganzen Frauenwelt an den Hals. Das schaffe ich gar nicht.
Aber ich glaube, so generell als Tipp, weil oft hat man ja so die Kombi,
Bild und Text für ein Printmedium oder so.
Es sei denn, es ist dann auch nochmal ein Videobeitrag. Im Umgang mit blinden
oder sehbehinderten Menschen ist es nochmal so ein Umdenken.
Fotografen haben ja oft gelernt, wie fotografiere ich eine sehende Person,
guck mal in die Kamera, guck mal so, guck mal so.
Das muss man bei uns ein bisschen anders machen, damit ein blinder Mensch auch
gut abgebildet ist, ob eitel oder nicht.
Das kommt vielleicht noch dazu, aber ich glaube, Die Tendenz,
nach oben zu gucken, die habe ich inzwischen auch. Also wenn man so gar keine
Kontrolle mehr über die eigenen Augen hat, das passiert dann schnell.
Und ja, das ist so ein Umgangstipp für blinde Menschen. Aber hat man zum Beispiel
Kontakt zu einem gehörlosen Menschen, dann ist wichtig, dass man weiß,
da ist vielleicht ein Gebärdensprachdolmetscher dabei.
Da gibt es ja auch Regeln, ganz normale Umgangsformen, die nicht nur für Journalisten
oder Journalistinnen gelten, sondern überhaupt in Begegnungen mit Menschen mit
Behinderung wichtig sind und die,
haben Nichtbehinderte oft nicht auf dem Schirm. Und nun hat man dann vielleicht
eine journalistische Situation.
Derjenige ist ja genauso vorurteilsbehaftet oft wie alle anderen auch,
die die Berührung noch nicht hatten.
Also man muss dann wissen, ich gucke trotzdem den zu Interviewenden an,
nicht den Dolmetscher oder die Dolmetscherin.
Oder man sucht eine ruhige Umgebung, wenn derjenige schwerhörig ist,
noch ein Hörvermögen hat und braucht einfach jetzt nicht noch eine lärmende
Kulisse in irgendeinem Café, wenn man dort das Interview führt.
Oder wenn man jetzt jemanden hat, der stottert, dann unterbricht man den nicht.
Also es gibt da auch so ganz, eigentlich ganz einfache Leitlinien.
Zum Beispiel auch, wenn man Menschen im Autismus-Spektrum interviewt,
dass man da auch fragt, wo ist es denn gut, eine ruhige Umgebung zu suchen,
vielleicht auch bestimmte Tageszeiten oder Umfelder aufzusuchen.
ME-CFS Betroffene, wenn man die interviewt, ist es auch wichtig,
dass man bedenkt, es kann ein Tag sein, wo derjenige einen Crash hat und bettlägerig ist.
Da muss man auch ein bisschen flexibel sein dann als Journalist.
Und so fallen uns bestimmt noch ein paar andere Kriterien ein.
Bei körperlichen Behinderungen, bei rollstuhl nutzenden Menschen sollte man
keine Location aussuchen, wo keine Behindertentoilette, kein barrierefreier Zugang vorhanden sind.
Das Es hat es alles auch schon gegeben. Man verabredet sich,
die Person im Rollstuhl hat gar keine Möglichkeit, dort anzureisen.
Die Haltestellen müssen barrierefrei sein. Es braucht auch Wegbeschreibungen.
Also Verabredungen für Interviews, journalistische Beiträge ist immer so ein
bisschen auch wie bei barrierefrei feiern, wie wir das da machen.
Hinkommen, reinkommen, klarkommen.
Also es ist nicht, eigentlich gelten die Grundregeln für alles.
Also man muss sich ein bisschen mit dem Thema Behinderung auseinandersetzen.
Absolut. Das ist ein gutes Stichwort. Aber das macht man ja auch bei anderen.
Also ich habe auch das Gefühl, man informiert sich ja auch, wenn man jemand
anders interviewt, informiert man sich ja auch vorher.
Man guckt ja vorher auch, mit wem hat man es zu tun, mit wem muss man da gucken.
Und ich glaube, dass das an sich auch wiederum hier, sorry, ich komme nochmal
zurück drauf, der Mensch.
Also ich komme immer wieder darauf zurück, zuerst der Mensch,
was sind die Bedürfnisse des Menschen?
Zusätzlich zu der Tatsache, was sind die Bedürfnisse, weil er eine Behinderung
hat, aber was sind mal die Bedürfnisse des Menschen an sich?
Und dann wird das schon ein guter Schritt weiter. Wir haben ja ganz viele Sachen
auch verlinkt in den Shownotes.
Ich glaube, dass wir es bei dieser Länge der Episode lassen,
weil Journalisten ja auch nicht so viel Zeit haben zuzuhören.
Deshalb denke ich mal, dass wir hier vieles gesagt haben, vieles mit auf den
Weg gegeben haben und wir hoffen, dass diese Episode vielleicht auch in dem
einen oder anderen Journalistenkurs nochmal auftauchen könnte.
Das wäre natürlich ganz toll. Wir würden uns darüber sehr freuen.
Jennifer Sonntag. Der Sommer steht vor der Tür. Wir machen im August eine kleine
Pause. Ich habe vorhin in der Anmoderation gesagt, wir müssen noch über die
moralischen, seelischen, psychischen Konsequenzen diskutieren.
Wie wirst du das verkraften, meine Liebe? Ich will ja natürlich nicht,
dass du in eine Hedgehog-Depression fällst.
Genau. Also ich falle wirklich in einen Hedgehog.
Ich werde das Leben in völliger Dunkelheit verbringen. Würde jetzt ein Journalist schreiben.
Und das ist auch schon wieder so. Das kann man auch schon wieder auf zwei Weisen interpretieren.
Der Blinde lebt natürlich nicht in ständiger Dunkelheit. Menschen mit dem ECFS,
oft schon in dunklen Räumen.
Also nee, ich werde das gar nicht gut verkraften, Sascha. Wenn du mich jetzt
hier einen Monat lang alleine lässt. Nein, Spaß.
Ich freue mich natürlich wahnsinnig über den Sommer auf den Sommer.
Ich werde auch wieder in unser kleines Ferienhäuschen am Wasser fahren und viel
Schwimmen mit meiner Schwimmbuie.
Und ich bin jetzt gerade auch viel draußen und bin froh, dass ich da so einen
Ausgleich finde und dass ich auch diese Phasen habe, wo ich mich draußen bewegen
kann und nicht nur liegen muss.
Was treibst du denn jetzt im schönen Sommer? Verrätst du uns?
Festival habe ich auch noch vor mir. Du hast ja deins schon hinter dir.
Was habe ich hinter mir? Festival.
Mein Festival ist vorbei. Richtig, ja, ja. Das ist vorbei. Das war übrigens
ganz angenehm, ganz cool, sehr barrierefrei, wobei die Winderntribünen nicht
bei allen Bühnen richtig gut standen, aber es war okay, es war nicht schlecht.
Sehr spannend und sehr zuvorkommend. Also wir haben dann, ich habe prinzipiell
nicht den Stock, also den Hund habe ich ja gar nicht dabei gehabt,
der durfte ja rein theoretisch nicht mit auf dem Festival, ich wollte da auch
keine Diskussion lancieren.
Aber ich hatte den Stock dabei und wenn es wirklich Massen an Publikum war,
habe ich den Stock auch genutzt.
Und das hat auch immer wieder geholfen. Also die Leute waren dann schon aufmerksamer.
Das war auch eine Erleichterung für Lara, die mich ja gefüttert hat, meine Tochter.
Also wenn der Stock mit unterwegs war und ich den nur in der Hand hielt schon,
das war schon ein ganz anderes Gefühl. Die Leute waren aufmerksamer, rücksichtsvoller.
Das war schon ganz cool. Also das Festival war sehr angenehm.
Das Einzige, was ein bisschen blöd war, ist, dass es keine richtige Bring- und
Abholmöglichkeit für Menschen mit Behinderung gab.
Es gab zwar auch einen Campingplatz für Menschen mit Behinderung,
das finde ich alles toll, aber es gab wirklich keinen Drop-off-Point für Menschen mit Behinderung.
Das werde ich nochmal dem Veranstalter rückmelden. Das war schon ziemlich chaotisch,
zumal beim letzten Tag, wo wir trotz Behindertenausweis, wo unsere Abholservice
nicht ranfahren konnte und wir wirklich, das war Wahnsinn.
Also das war ein bisschen chaotisch. Ansonsten, was mache ich?
Naja, ich mache zwar noch weiter im Sommer, also kommen Eagle-Podcast-Episoden
raus über den Sommer, ein bisschen weniger vielleicht.
Und ich habe in Luxemburg Urlaub vom 10. August bis zum 28.
August in Luxemburg. Das heißt nicht, dass ich ganz gar nichts mache,
sondern habe noch ein bisschen Papierkram zu erledigen, aber will ein bisschen entspannen.
Wir wohnen ja dreiviertel Stunde von der Ostsee entfernt und wir hoffen,
dass das Wetter noch ein bisschen manchmal schön wird. Es muss keine 36 Grad
werden, aber so 27 Grad. Wir waren letztes Mal am Strand und das ist doch schön, auch mit dem Hund.
Die hat sich richtig toll gefreut, ist zuerst mal so richtig im Meer geschwommen.
Das war sehr spannend. Also ein bisschen entspannen, ein bisschen ruhiger machen,
vielleicht ein paar Leute besuchen.
Ja, und der Rest, es gibt noch viel zu tun. Ich muss eine Hausarbeit schreiben
für meine Arbeit in Luxemburg über die Entwicklung eines nationalen Bewohnerrates
für Menschen mit Behinderung.
Also ich habe was zu tun und natürlich neue Themen entwickeln,
neue Ideen entwickeln für den IGL-Podcast, Inklusator neu strukturieren.
Also, there is a lot to do. Ich kann nicht ruhig sitzen, weil ich kann nichts
tun. Das ist nicht meine DNA.
Aber ich freue mich trotzdem auf diese Sommerzeit und genieße ein bisschen die
Ruhe. Meine Tochter hat noch ein bisschen Urlaub. Die fängt am 18.
August erst mit der Schule an.
Wie orientierst du dich im offenen Wasser, Sascha? Also ich bin ja so eine Wassermann.
Nicht alleine, nicht alleine.
Also es gibt Sachen, die mache ich einfach nicht alleine. Ich würde nicht alleine
auf den Dom oder in den Hansapark oder in den Heidepark oder wie wo Christian
Ohrens auch immer hingeht alleine.
Erstens, das würde ich nicht tun. Das ist nicht mein Ding. Das ist mir zu anstrengend, zu stressig.
Und ich würde nicht alleine ins offene Meer rausgehen.
Erstens mal, wenn ich zurückkomme, weiß ich nicht mehr, wo ich bin.
Wie soll ich mich wiederfinden?
Also ich mache solche Sachen gerne mit Menschen zusammen, mit Menschen,
die mir wichtig sind, mit Menschen, mit denen ich Spaß habe.
Das macht viel mehr Spaß, als wenn man das alleine macht. Also in einem Schwimmbad,
da gehe ich schon alleine hin, aber so auf einer See oder mehr,
nee, das mache ich nicht. Ich muss mich nicht selber in Gefahr bringen.
Ich muss nicht der Held sein.
Ich muss mir nichts beweisen und ich muss niemand anderem was beweisen.
Mein Partner, der schwimmt ja nicht. Also der ist ausgesprochen wasserscheu.
Der kann zwar sehen, wäre mir
eine gute Hilfe im Wasser, aber er hat da negative Erfahrungen gemacht.
Damals schon in seiner Kindheit, Jugend ist er traumatisiert.
Und das ist natürlich für mich schlecht. Ich bin eine absolute Wasserratte.
Und mir hat da jemand einen guten Tipp gegeben.
Es gibt ja so Bojen, die kann man sich um die Talie klippen.
Und dann schwimmt hinter dir an so einem Band so eine Boje. Und das ist für
mich ganz hilfreich. Also ich schwimme dann eher navigiert vom Strand aus und
sage dann immer ein bisschen links, ein bisschen rechts, damit ich dann nicht
wirklich ins offene Gewässer gerate.
Und die Boje ist für mich natürlich auch total hilfreich, wenn ich wirklich
dann zu schwach bin aufgrund meiner chronischen Erkrankung und vielleicht wirklich
einfach nicht mehr schwimmen kann. Dann kann ich mich da auflegen und treiben lassen.
Und man würde mich aber dann auch sehen im Notfall.
Also die leuchtet, das ist eine leuchtende Boje, die kommt aus dem Sportbereich.
Die ist eigentlich auch für Leistungsschwimmer, wenn die mal einen Krampf haben.
Also jeder kann ja im Wasser auch mal, was weiß ich, einen Krampf,
einen Herzinfarkt oder sonst was bekommen.
Und dafür ist es entwickelt worden ursprünglich, finde ich auch eine gute Idee,
dass jeder Mensch geschützt ist und für mich ist das eine optimale Hilfe.
Mein Freund ist beruhigt, weil der wüsste, der könnte mich gar nicht retten,
der kann das gar nicht und ich bin da als Blinde gesichert, werde gesehen,
kann mich aber auch bei einem Schwächeanfall da so auflegen und kann mir da
auch ein Handy reinpacken.
Ich glaube, trotzdem ist er ja da. Er ist jetzt nicht im Wasser,
aber er ist am Rand und könnte dich gegebenenfalls lautstark trotzdem orientierend wieder zurückholen.
Also das wäre, wenn du jetzt noch Kraft genug hättest und schwimmen könntest,
wäre es ja trotzdem, ich meine, man weiß ja trotzdem, also die meisten haben
ein gewisses Gefühl, wie weit bin ich jetzt vom Strand weg und so weiter.
Oder von der, also man hat da schon ein gewisses Gefühl dafür.
Und alleine die Tatsache zu wissen, dass ein Sehender da ist,
der auf einen guckt, auf einen achtet, das ist schon mal gut,
der dann auch schnell Rettung holen könnte im Notfall.
Also ich glaube, dass das schon mal wichtiger ist, als wenn man wirklich da
so als Held alleine ins Wasser geht. Nee, das verlierst du.
Genau, du verlierst wirklich komplett ganz schnell die Richtung. Also ganz schnell.
Ich bin ja dann wirklich auch in die falsche Richtung geschwommen,
weil wenn irgendwo Sandbänke sind, denkst du, okay, ich bin jetzt in der Nähe
Ufer und schwimmst aber falsch in die ganz andere Richtung. Also das verliert
man komplett, das Gefühl.
Ein Trick von Andrea Eber ist noch, die hat ja dann oft eine Musikbox an den
Strand gestellt und hat dann gehört, okay, ich muss zur Musik zurück.
Hätte ich schon wieder viel zu viel Panik, dass einer die ausmacht.
Den stört das, der klaut die.
Da würde ich dann auch Panik kriegen, wenn da kein Sehender irgendwo steht und navigiert.
Und da bist du im Wasser absolut verloren, so alleine. Und wie gesagt,
ich bleibe dabei, ich bin blind.
Also ich habe diese Behinderung, aber ich muss kein Held sein,
weder für mich noch für andere. Ich muss nicht beweisen, dass ich alleine.
Von Scharbeutz nach Niedemark schwimmen kann und geradeaus ankomme.
Ich muss das keinem beweisen. Vor allem mir muss ich das gar nicht beweisen.
Ich brauche das gar nicht. Ich brauche diese Anerkennung, diesen Lob oder was
auch immer. Das habe ich gar nicht. Ich brauche das, ich will das gar nicht.
Und deshalb gibt es einfach Sachen, die ich nicht alleine mache oder wo ich mir Hilfe hole.
Vielleicht manchmal sagen eine aus Bequemlichkeit, dann ist es so,
ich habe für mich persönlich entschieden, ich mache so viel,
habe so viel zu tun, muss an so viele Sachen, bin für so viele Menschen unterwegs,
die mir wichtig sind, um die ich mich kümmere, in irgendeiner Form,
egal auch immer und ich muss nichts anderes, ich muss kein Held sein und mich
da in Gefahren bringen oder mich noch über meine Grenzen.
Ich gehe schon sehr viel über meine Grenzen und ich muss nicht ständig.
Mein nicht vorhandenes Sehvermögen über die Grenzen streifen.
Das muss ich einfach nicht mehr. Da bin ich raus. Gott sei Dank seit einigen
Jahren, dass ich das nicht mehr so habe.
Jetzt sind wir wieder bei dieser Helden-Story oder Schicksals-Story.
Wir sind weder hilflos, noch sind wir Helden. Wir haben Leben,
die wir uns so gestalten, wie sie einfach für uns möglich sind.
Und da sind schon viele Sachen dabei, die andere für atemberaubend halten und
die sind für uns gar nicht so haltenhaft.
Und dann sind dann auch manchmal so Sachen, die kosten uns viel Kraft und die
sehen andere gar nicht so. Die finden andere dann wieder nicht atemberaubend.
Irgendwo dazwischen liegt die Wahrheit. Und ich finde es aber gut,
dass wir unsere Geschichten erzählen, wie sie wirklich sind.
Das wünschen sich Menschen mit Behinderung auch im Film, in der Berichterstattung.
Da sind wir wieder beim Anfang.
Und auch in unserer Urlaubsgestaltung. Also die ist ja auch sehr vielseitig.
Absolut. In diesem Sinne wünsche ich dir eine wundervolle Zeit.
Genieße sie. Schwimm nicht zu weit raus. Und ich freue mich dann auf unsere nächste Episode.
Jetzt kalkuliere ich mal ganz kurz in meinem ganz schlauen Gedächtnis.
Das ist der 6. September, ist der erste Sonntag im September.
Also treffen wir uns wieder am 20. September. Genau.
Und ich glaube, das ist der Weltkindertag. Also lass uns irgendwas,
ein Thema Kinder überlegen.
Am 20. September ist Weltkindertag. und ich würde gerne mit dir ein Thema in
dieser Hinsicht bearbeiten.
Was wir da besprechen, weiß ich noch nicht. Vielleicht habt ihr auch,
liebe Zuhörer, eine Idee, über was Jenny vor Sonntag und Sascha Lang im Sonntag
trifft Igel sich in der September-Ausgabe am Weltkindertag unterhalten können.
Wir freuen uns auf sonntagtrifftigel.inklusator.com. Könnt ihr uns eure Informationen
schicken und auch die Menschen, die nochmal wissen wollten,
welcher Journalist da gerne über Blinde berichtet in ihren Wohnungen,
Die können auch bei uns eine Nachricht schicken.
Feedback gibt es an uns und die Shownotes gibt es natürlich auch ganz viele
Links zu dem Thema, was wir heute haben. Und Journalisten, die Fragen haben
an uns, dürfen sich natürlich auch ganz gerne bei uns melden.
Wir beantworten das, was wir beantworten können. Jenny, mach's gut.
Mach's gut und ihr da draußen auch. Eine schöne Zeit. Ciao, ciao.
Die wichtigsten Links aus unserer Episode gibt es wie immer in den Shownotes.
Vielen Dank fürs Zuhören und gebt uns gerne so viel wie möglich Feedback,
damit wir auf eure Einwände, Informationen, Hinweise auch reagieren können und
daraus vielleicht dann demnächst mal wieder eine neue Episode gestalten können.
Bis dann, macht's gut, euer Inklusator Sascha Lang.
IGL. Inklusion. Ganz einfach leben. Wird dir präsentiert von Inklusator.
Infos zum Inklusator und weitere Folgen findest du unter www.igelmedia.com.
Du möchtest uns kontaktieren? Dann schreibe uns eine Mail an moin.igelmedia.com.