IGEL - Inklusion Ganz Einfach Leben

Sascha Lang - Inklusator
Since 04/2021 318 Episoden

Wie wohnst du denn? - Auf was achten Menschen mit Behinderung beim wohnen?

Sonntag Trifft IGEL - Der Sonntagstalk mit Jennifer Sonntag und Sascha Lang

19.04.2026 69 min sascha Lang & Jennifer Sonntag

Zusammenfassung & Show Notes

In dieser Ausgabe von Sonntag trifft IGEL spricht Jennifer Sonntag mit Sascha Lang über ein Thema, das uns alle betrifft: Wohnen mit Behinderung – ganz praktisch, ganz persönlich und manchmal auch überraschend humorvoll.
Wie wohnen blinde Menschen eigentlich? Brauchen sie Licht? Haben sie Spiegel? Und wie funktioniert Alltag zwischen Ordnungssystemen, Technik und Gefühl für Räume? Jennifer und Sascha nehmen euch mit in ihre Wohnungen – und räumen dabei mit einigen Klischees auf.
„Man denkt, Blinde brauchen keine Lampen – aber wir leben ja nicht allein auf der Welt.“
Es geht um Barrierefreiheit, um Selbstständigkeit und darum, wie wichtig Struktur im Alltag ist – vom Kleiderschrank bis zur Küche. Auch Themen wie Assistenz, Vertrauen und die Suche nach der passenden Wohnung kommen zur Sprache.
„Es muss sich gut anfühlen – das ist für mich entscheidend.“
Neben persönlichen Einblicken erfahrt ihr, welche Hilfsmittel unterstützen können, warum Technik nicht alles ist und weshalb Wohnen immer auch ein emotionaler Ort bleibt.
Eine Folge über Lebensrealität, Teilhabe und die Frage: Wie fühlt sich Zuhause eigentlich an?
👉 Wie lebt ihr? Was braucht ihr, um euch zuhause wohlzufühlen? Schreibt uns eure Erfahrungen und Tipps an: sonntagtrifftigel@inklusator.com
 
Hier geht es zu Jennifer Sonntag:
Instagram:
Facebook:
 
Link zu Sascha Lang Facebook:
               
Links zum IGEL Podcast
Podcast „IGEL – Inklusion Ganz Einfach Leben“
 
 
Social Media:
 
 
 
 
 
 
 


Wie wohnst du denn? - Auf was achten Menschen mit Behinderung beim wohnen?
                
Sonntag Trifft IGEL - Der Sonntagstalk mit Jennifer Sonntag und Sascha Lang
 
In dieser Ausgabe von Sonntag trifft IGEL spricht Jennifer Sonntag mit Sascha Lang über ein Thema, das uns alle betrifft: Wohnen mit Behinderung – ganz praktisch, ganz persönlich und manchmal auch überraschend humorvoll.
Wie wohnen blinde Menschen eigentlich? Brauchen sie Licht? Haben sie Spiegel? Und wie funktioniert Alltag zwischen Ordnungssystemen, Technik und Gefühl für Räume? Jennifer und Sascha nehmen euch mit in ihre Wohnungen – und räumen dabei mit einigen Klischees auf.
„Man denkt, Blinde brauchen keine Lampen – aber wir leben ja nicht allein auf der Welt.“
Es geht um Barrierefreiheit, um Selbstständigkeit und darum, wie wichtig Struktur im Alltag ist – vom Kleiderschrank bis zur Küche. Auch Themen wie Assistenz, Vertrauen und die Suche nach der passenden Wohnung kommen zur Sprache.
„Es muss sich gut anfühlen – das ist für mich entscheidend.“
Neben persönlichen Einblicken erfahrt ihr, welche Hilfsmittel unterstützen können, warum Technik nicht alles ist und weshalb Wohnen immer auch ein emotionaler Ort bleibt.
Eine Folge über Lebensrealität, Teilhabe und die Frage: Wie fühlt sich Zuhause eigentlich an?
👉 Wie lebt ihr? Was braucht ihr, um euch zuhause wohlzufühlen? Schreibt uns eure Erfahrungen und Tipps an: sonntagtrifftigel@inklusator.com
 
Hier geht es zu Jennifer Sonntag:
Instagram:
Facebook:
 
Link zu Sascha Lang Facebook:
               
Links zum IGEL Podcast
Podcast „IGEL – Inklusion Ganz Einfach Leben“
 
 
Social Media:
 
 
 
 
 
 
 
 
 
#Inklusion
 #IGELPodcast
 #SonntagTrifftIGEL
 #WohnenMitBehinderung
 #Barrierefreiheit
 #SelbstbestimmtLeben
 #Blindheit
 #Sehbehinderung
 #AlltagMitBehinderung
 #Hilfsmittel
 #InklusionImAlltag
 #Accessibility
 #Teilhabe
 #LebenMitHandicap
 #Inklusator
#JenniferSonntag

Transkript

Mit eurem Inklusator, Sascha Lang. Moin Moin und herzlich willkommen. Es ist der Sonntag, der 19. April 2026. Das ist der dritte Sonntag im Monat und das heißt für alle Kenner des Igel-Podcasts, genau, Sonntag trifft Igel. Gleich zu Gast Jennifer Sonntag und wir sprechen heute über das Wohnen. Das ist der Podcast für gelebte Inklusion, Eagle Inklusion, ganz einfach leben, dein Podcast für gelebte Inklusion. Herzlich willkommen in der Episode 313. Ich wünsche dir viel Spaß beim Zuhören. Einvollleben, der Podcast für geliebte Inklusion. Wir zeichnen auf am 9. April 2026. Deshalb kann ich heute beim Start auch noch nicht sagen, welche Episode das ist. Bei der Anmoderation, die später erfolgt, werde ich das definitiv sagen, was wir dann heute für eine Nummer auf unser Plakettchen schreiben werden. Es ist aber der dritte Sonntag im Monat und das müsste laut meiner Kalkulation... Was müsste das sein? Jetzt bin ich auch mal am Überlegen. Das ist dann schon der... Der dritte Sonntag im Monat, das ist dann... Komm Jenny, hilf mir doch. Achso, ich soll hier mit einsteigen. Sascha, ich merke, der Kopf qualmt, der Kopf rauf. Du möchtest jetzt eine Zahl, die wievielte Sonntag trifft. Igel-Folge wird es geben. Nein, nein, nein, ich will wissen, welcher Sonntag wir sind. Warte, ich gucke mal, ich meine, ich habe hier so einen schlauen Freikalender hier. Ja, du hast diesen schönen Tastkalender. Tastkalender hier, 19. April, ich wusste es doch, warum war ich mir da nicht eingefallen. 19. April ist die nächste Ausgabe. Das ist also heute, wenn ihr zuhört. Herzlich willkommen in Sonntag trifft Igel. Grüezi miteinander. Es ist April, der Frühling hat angefangen, aber auch morgens ist es noch ziemlich kalt. Und das ist nicht unser Thema, deshalb habe ich damit angefangen. Aber dann haben wir das auch mal abgekastet. Das Wetter sollte man immer mal in einem Gespräch mit erwähnen. Das nennt man Smalltalk oder oberflächliches Gelaber. Wir gehen aber heute wieder in die Tiefe. Es gibt eine Firma, die macht mit Wohns noch oder lebst du schon Werbung, ohne sie hier zu nennen. Wir wollen uns heute übers Wohnen unterhalten. Das war deine Idee, Jenny. Jaja, und du warst die Inspiration, weil du bist ja umgezogen, lieber Sascha. Und ich habe mir so gedacht, warum reden wir nicht einfach mal darüber, wie blinde Menschen wohnen oder Menschen mit Behinderung generell. Und ich habe mich da erinnert an eine Situation, wo ich gefragt wurde, ob ich zu Hause auch Lampen an den Decken habe und Bilder an den Wänden oder ob ich überhaupt Spiegel habe, weil ich ja blind bin. Man hat so gedacht, naja, Mensch, wie macht denn die das? Wie wohnt denn die? Und ich fand das ein bisschen lustig, aber natürlich irgendwo auch berechtigt. Und ein blinder Freund von mir, der hatte mal einen Kumpel zu Besuch und der hatte so Fliegengitter am Fenster. Und da hat der Kumpel gesagt, ach so, du hast das ja am Fenster, damit du nicht rausfällst. Also irgendwie kommen dann Sehende manchmal auch sehr komische Ideen, warum Blinde irgendwelche Tools in der Wohnung haben, die eigentlich ganz normal sind, gar nichts mit Blindheit zu tun haben. Das Fliegengitter würde uns jetzt natürlich nicht davor schützen, aus dem Fenster zu fallen. Und ich habe so gedacht, vielleicht reden wir einfach mal darüber, was wir wirklich an den Wänden haben und ob wir vielleicht nicht doch auch mal eine Lampe in der Wohnung haben und wie das für dich war, Sascha, mit Wohnungssuche und Barrierefreiheit und was uns alles dazu einfällt. Ja, also Ich habe ja ständig immer Auseinandersetzungen mit den Elektro-, also mit diesen Firmen, die da den Stromanbieter, Stromanbieter heißen die genau, weil ich nicht genug Strom konsumiere, weil ich zu oft Licht aus habe. Deshalb ärgern die sich immer, dass sie an mir kein Geld verdienen. Nein, das war jetzt ein Witz. Ich habe es kurz geglaubt. Ganz kurz. Ich wohne ja mit sehenden Menschen zusammen. Und auch als ich meine allererste Wohnung ganz alleine hatte, hatte ich auch Licht im Haus. Weil wenn dann jemand nach Hause gekommen ist, der sehend war. Wir haben ja ganz viele sehende Freunde. Wir sind ja nicht nur in unserer Blindenbubble unterwegs und haben nur blinde Menschen als Freunde. Wir sind auch so sozialisiert, dass wir auch sehende Freunde in unserem Umfeld haben. Und die freuen sich natürlich ganz herrlich, wenn sie auch dann mal Licht haben, wenn sie zu uns nach Hause kommen. Ich kann nur die Anekdote von meinem besten Freund Mike erzählen, der dann immer mal zu mir nach Hause gekommen ist und ich natürlich intuitiv das Licht nicht angemacht habe. Und er sieht sehr gut. Und ja, er war deshalb, hat er gesagt, er wäre dadurch schon ein bisschen auch geübter gewesen, als wir dann in Hamburg im Dialog im Dunkeln waren. Fühlte er sich nicht mehr so. Also es war schon für ihn eine ganz neue Welt trotzdem. Aber er fühlte sich nicht so beängstigt, als wäre er noch nie so mit dem Dunkeln so viel konfrontiert werden. Er war bei mir halt geübt, dass ich manchmal einfach vergesse, Licht anzumachen. Anzumachen, besser gesagt. Also ich denke da, sofern vergesse ich das dann natürlich auch auszumachen, weil ich habe natürlich Kinder im Haus und wer Kinder hat, weiß, dass die natürlich auch nicht immer den Schalter finden, aus Bequemlichkeit und somit leuchtet dann auch schon manchmal nachts über bei uns im Haus das Licht, weil dann die Tochter ins Bett geht und Papa als Letzter unterwegs ist, aber nicht mehr mit dem Handy rum. Damelt und guckt, gibt es da noch einen höheren oder tieferen Piepston, also Licht an oder Licht aus. Aber. Ja, ich mag es auch dekoriert, muss ich sagen. Also wie ist es denn bei dir? Du hast auch wahrscheinlich Schlampen, weil du hast auch einen Sehnenfreundspartner. Genau, und der braucht sogar auch Spiegel. Also der möchte auch hin und wieder mal in den Spiegel gucken. Und ich profitiere inzwischen auch vom Spiegel, weil wir ja die wunderbare App haben wie MyEyes und auch andere Apps, die sich da gerade so entwickeln. Ich erprobe gerade zum Beispiel ScribeMe. Die soll dann auch in Echtzeit Bilder beschreiben über die laufende Kamera. Also nicht, dass man da so einzelne Fotos machen muss und die nach und nach beschreiben lässt, sondern man soll wirklich mit laufender Kamera sich bewegen können und auch Umgebungen beschreiben können, auch innerhalb der Wohnung, zum Beispiel auch die Dekoration oder wenn man was sucht. Aktuell ist die noch nicht so fit, muss ich sagen. Die soll ja dann auch auf die Smart Glasses, ich glaube auf die Meta-Brille ganz konkret. Aber die Technik entwickelt sich und deswegen profitiere ich inzwischen sogar auch von unseren Spiegeln. Ich habe dann irgendwann mal gemerkt, wo wir eigentlich überall große Spiegel auch haben. Also mein Partner in seinem Zimmer, wir im Bad natürlich sowieso und, Auch wenn ich die viele, viele Jahre für mich nicht nutzen konnte, ist es natürlich ganz klar, dass wir auch an die sehenden Mitmenschen denken. Ich habe gerade noch überlegt, ob man es erklären muss, was du gesagt hast. Mir geht das nämlich auch so, dass ich das Licht oft ausschalten muss, weil mein sehender Partner das nicht macht. Der vergisst es oft. Und dann ist es ja so, dass... Ach, das sind nicht nur die Kinder. Nicht nur die Kinder. Das gefällt mir, okay. Genau. Und dann muss man als blinde Person natürlich wissen, dass dann Leute in die Fenster reinschauen können. Also wir haben so relativ offene Gardinen und ich musste das manchmal auch so blinden Freundinnen und Freunden nochmal näher bringen, die das vergessen hatten. Damals konnte ich noch ein bisschen sehen und ich habe gemerkt, so bei meinen geburtsblinden Freunden, die haben manchmal nicht gewusst, dass man so von außen reingucken kann. Und ich habe das irgendwann dann auch vergessen, bis mir dann irgendwann mal so Nachbarn vom Nebenhaus gesagt haben, bei euch kann man komplett durchgucken. Ah, das sieht aber gut aus, wenn du duschst. Also das ist sowas, was man dann wirklich auch wissen muss als blinde Person. Sobald es dunkel wird, kann man natürlich in beleuchtete Räume gucken. Und du hattest was angesprochen mit dem Handy, mit dem Ton. Also es gibt ja sogenannte Lichtfinder, wo wir blinden Menschen dann mit Hilfsmitteln überprüfen können, ob irgendwo noch eine Lichtquelle ist. Und je heller das ist, umso schriller wird dann der Ton und je düsterer das Licht ist, wenn es vielleicht auch nur ein kleiner Lichtschein ist, umso dumpfer wird der Ton. Und das hat mir tatsächlich auch geholfen. Und diese konkreten Lichtfinder, die es damals gab, als es noch nicht diese Handyfunktion gab, die konnten teilweise auch rausfinden, ob irgendwo ein Kontrolllämpchen brennt oder so an einem technischen Gerät. Und um zur Wanddeko zu kommen, weil du das gefragt hattest, also ich habe sehr viel Wanddeko, teilweise auch taktile Bilder mit Applikationen. Also zum Beispiel so Frauen, die sitzen elegant bei einem Weinglas. Das sind so große, kunstvolle Installationen, nenne ich es jetzt mal. In meinem Schlafzimmer habe ich überhaupt sehr viel so Frauenthemen, auch Skulpturen, die so alle zusammenpassen innerhalb dieser Frauenwelt. Ich mag einfach die Körperlichkeit und diese künstlerische Darstellung und habe natürlich mehr davon, wenn man so ein Wandbild oder auch ein Deko-Element, wenn man das auch erfüllen kann. Deswegen habe ich persönlich jetzt wenig Fotos zum Beispiel an der Wand, wäre aber mittlerweile auch weniger ein Problem, weil man sich ja auch die über Apps und auch sehende Menschen vorher beschreiben lassen kann. Also man wüsste ja, was man sich da an die Wand hängt. Wie ist es mit dir bei Wanddeko? Ja, also ich komme ja aus zwei Welten. Ich war ja verheiratet mit Steffi und Steffi ist Dekorateurin von Beruf. Das heißt, unser Haus war immer schön geschmückt, schön dekoriert, viele Bilder, viele Wandtattoos und so weiter und so fort. Jetzt bin ich mit Lara, meiner Tochter, zusammengezogen, wir beide alleine. Und meine Tochter Lara ist etwas minimalistisch, was das anbelangt. Es hängt in unserem ziemlich langen Flur, glaube ich, der mit um die Ecke rum so ungefähr sechs Meter hat, hängt ein Bild. Das ist ein Blickfang. Ein Blickfang. Und es war das Bild von meinem ersten Hund, von Tiana. Das gab es in einer riesen, das ist DIN A3, DIN A2 oder sogar DIN A1 Format. Und aus Holz. Also richtig, richtig schickes Bild. Und das haben wir aufgehängt. Und in meinem Zimmer habe ich natürlich die Schränke ein bisschen dekoriert. Ich habe damals, ich war ja mal ganz früh in meiner ganz jungen Jugend. Also mit 13 war ich ein bisschen sportlich aktiv und habe einen Poker. Ja. Und der ist mittlerweile, der Pokal ist mittlerweile 38 Jahre alt. Jetzt kann jeder ausrechnen, wie alt ich dann war, als ich den gewonnen habe. Ich mache das jetzt nicht. Und der Pokal, der steht auch noch immer da. Und dann habe ich noch die Urne von Tiana. Die haben wir eingeäschert damals, habe ich auch noch mit einem Bild da stehen. Ich habe auch meine Hundeurne. Dann habe ich noch ein Foto, glaube ich, von meinem Vater, glaube ich, da stehen. So ein paar Sachen auf zwei so Schränke, die ich aufgehängt habe. Und über meinem Keyboard, also im Endeffekt in meinem Büro in Bad Zickeberg ist Büro und Schlafzimmer. Die rechte Hälfte ist Büro, die linke Seite ist Schlafzimmer. Gott sei Dank sieht man, wenn ich dann ein Video mache, sieht man dann das Schlafzimmer nicht mehr, den Bereich. Aber hinter mir dann, am Schreiblich sitzen, hinter mir steht mein E-Piano, was ich mir jetzt zugelegt habe, weil mein anderes Piano ich weggegeben habe. Das passt nicht mehr in die Wohnung rein. Und da drüber hängt ein Strandbild. Das Strandbild hat auch schon eine ganz lange Historie. Wir haben es damals in Trier gehabt und da hing es draußen auf der Terrasse. Dann kam es nach Siegeberg mit, da hing es auch eine ganze Zeit lang. Und dann gab es so Diskussionen, keiner wollte es mehr haben. Aber für mich, ich verbinde mit diesem Bild, ohne es jemals überhaupt mit einer Be My Eyes App gescannt zu haben und es mir vorgelesen zu haben, ich verbinde einfach mit diesem Bild das Gefühl. Gefühlstrand, Sommer. Und wenn ich dann so am Keyboard sitze, schaue ich auf das Bild, klingt jetzt komisch, aber ist so, und fühle mich dann so als Strandpianist so ein bisschen. Das Rauschen vom Meer fehlt noch, das könnte ich mir über Alexa noch anmachen. Aber ansonsten, aber ich gehe jetzt nicht hin, Wie du das jetzt machst oder so, dass ich mir die Bilder nochmal vorlesen darf. Ich weiß, sie sind da. Lara hat auch ein bisschen auf der Fensterbank ein paar Vasen, ein paar schöne Vasen hingestellt. Manchmal haben wir auch ein bisschen Blumen da. Aber ich gehe jetzt nicht hin und lasse mir das regelmäßig beschreiben oder so, weil das ist nicht so meine Welt. Also das ist, es fühlt sich gemütlich an und das reicht auch so. Ich habe auch bei dem Einzug in diese neue Wohnung Lara sehr viel Freiraum überlassen. Sie konnte, wir haben neue Möbel gesucht und wir haben Teppiche und so weiter. Da konnte sie sehr viel entscheiden, weil mir geht es darum, mich wohlzufühlen. Und ich war nicht mit allem so ganz begeistert, was sie ausgewählt hat. Aber mittlerweile habe ich mich mit ganz vielem angefreundet und sage auch, ja, im Nachgang alles gut. Aber das war schon eine ganz interessante Herausforderung. Auch als ich meine erste Wohnung gemacht habe, da habe ich sehr viel aus meinem alten Haus, wo ich bei meinen Eltern gewohnt habe, mitgenommen und dann erst langsam umgeswitcht und selber eingerichtet, so wie ich das haben wollte. Also es war bei meiner ersten Wohnung. Aber ich bin da sehr, das ist für mich einfach nur Material. Es muss funktional sein. Es muss jetzt nicht hübsch sein. Da verlasse ich mich dann doch eher wirklich auf meine sehenden Begleiter, die mir dann ein bisschen erzählen, Ja, das passt und das passt nicht oder so. Ich muss jetzt neue Mülltonnen, Mülleimer für die Küche raussuchen, die aber nicht in der Küche integriert sind, weil sie sind viel zu klein, sondern draußen. Und da hat zum Beispiel Noemi, meine älteste Tochter, mir geholfen, geguckt, was passt zum Interieur, was passt dahin und so weiter. Also ich lasse mich da gerne beeinflussen von meinen sehenden Umgebungen. Auch Stefanie ist noch manchmal da und guckt und schaut und hilft und unterstützt und zeigt, was dann so noch passen würde. Aber für mich ist das, das muss einfach ein gutes Gefühl geben, sowas auch bei der Wohnungssuche. Finde ich sehr interessant. Also ich bin da so ein bisschen ähnlich wie beim Styling, bei Kleidung bei mir, bin ich so ähnlich auch bei der Wohnung. Deswegen laufe ich sehr, sehr viel mit dem Handy rum und mit Apps, die mir Dinge beschreiben und bin mega dankbar, dass es die gibt. Vorher gab es die nicht. Da habe ich einfach mit dem Tastsinn allein ganz viel gemacht. Jetzt kriege ich natürlich immer mal noch das Feedback von der KI und da auch Anregungen, wofür ich sehr dankbar bin. Also während ich im Schlafzimmer ganz viel so diese Frauenthemen habe, habe ich im Wohnzimmer ganz viel Gothic und sehr, sehr viele Elemente, die so ein bisschen nach Skurrilitätenkabinett aussehen und liebe diese ganzen Gegenstände. Ja, so sehr magisch und mystisch ist das alles auch mit alten Apothekerfläschchen und alten Wagen und alten Büchern und so. Und das muss natürlich irgendwie auch schön angerichtet sein. Und was du aber sagst, also dass es auch praktisch sein muss, das geht mir auch so. Also ich möchte gar nicht oft viele Möbelwechsel haben oder so. Also die Schränke, die ich einmal habe oder die Ausrüstung oder Ausstattung, die ich habe, die habe ich verstanden. Ich könnte mich also jetzt auch nicht ständig umgewöhnen, wie irgendwas ist oder... Und das ist ja auch so die Frage, ich habe Wandfarben, die habe ich mir nun einmal ausgedacht und die sollen auch so bleiben. Und das hat auch sehr stark für Verwirrung gesorgt auf dem Baumarkt, weil einmal war die Wandfarbe nicht so, wie wir die ausgesucht hatten. Das war also ein sehr aggressives Grün geworden, weil da irgendwie so eine Farbkomponente gefehlt hat, die die da nicht mit reingemischt haben. Und da musste natürlich die Blinde wirklich über die Farbe reden und mit diesem Baumarktmenschen diskutieren, dass es ja ein anderes Grün war, was wir ursprünglich gedacht hatten. Und dann haben wir auch noch so Terrakotta-Töne. Also ich behalte dann auch einmal das Konzept, was ich habe, gerne bei, weil mir das dann schwerfällt, mich da nochmal so innerlich mit meinen Bildern umzugewöhnen. Aber wir haben ja auch nicht gestrichen als wir jetzt in die neue Wohnung gezogen die war erst gestrichen. Zwei Jahre alt haben wir jetzt auch nicht gestrichen und wie gesagt, ich habe mich da wirklich auf Lara verlassen und gesagt, mach du such du die Couch raus such du den Teppich raus, such du die Tische raus und ja, jeder der da hinkommt sagt auch, boah das ist ja wirklich cool das sieht gut aus es ist stimmig, es ist nicht überfüllt Also da war ich wirklich, das ist ein bisschen so der Unterschied dann, Lara ist sehr spartanisch in der Hinsicht, was die Sachen anbelangt, also wir haben nicht zu viele Sachen da stehen, ich habe die ganze Zeit versucht mit ihr zu verhandeln, noch eine Kommode in den Flur zu kriegen, aber da ist sie, da beiße ich auf Granit, also das ist wie Trump und der Iran, also da kriege ich Lara nicht überzeugt. Eine Kommode in den Flur zu stellen, weil sie sagt, wir haben ja so einen Riesenplatz im Flur. Ein heftiger Vergleich. Ich weiß, ich weiß. Aber damit wollte ich untermalen, wie stur sie dann ist. Und sie hat auch nicht ganz Unrecht, wenn man da jetzt eine Kunde, die muss schmal sein. Und dann sagt sie, was willst du denn da reinmachen? Wenn du so viel Platz hast, um Sachen reinzumachen, sammelst du viel Scheiß. Und sie hat ja nicht ganz Unrecht. Also das ist schon, schon, ja. Das war auch so, wir sind ja, ich bin ja schon ein paar Mal umgezogen. Und als wir dann die Wohnung, das ist auch ganz verrückt, also wir haben ja dann entschieden, irgendwann, dass wir aus dem Haus rausgehen, da in Bad Sikkeberg und dass wir dann unsere eigenen Wege gehen, also Lara und ich, Stefanie und Noemi, so jeder ging ja dann seinen Weg, Lara und ich waren zusammen und Lara suchte im Internet eine Wohnung, hat einer gefunden, hat gesagt, ja, dann lass uns die mal gucken gehen. Wir gingen die Wohnung gucken. Das sind so Wohnblock, Burgfeldquartier heißt das. Und da gab es zwei Wohnungen. Eine unten, Erdgeschoss, Terrasse und so weiter. Zwei Zimmer, Schlafzimmer unterschiedlicher Größe, Wohnzimmer und so weiter. Und ich hatte Schwierigkeiten, diese Wohnung zu verinnerlichen, also abzuspeichern. Wir waren auch nicht alleine da. Da war noch jemand mit gucken. Das hat mich ein bisschen irritiert. Ich konnte also nicht so rumlaufen, wie ich das wollte. Und dann waren wir die zweite Wohnung gucken. das war erster Stock, sie war kleiner, sie war anders und sie hatte keine Terrasse, aber einen Balkon. Und interessanterweise, ja, ich hätte an sich gerne die mit der Terrasse genommen. Ich habe sie auch jetzt, aber das ist eine andere Geschichte, die erzähle ich dann weiter später. Ich hätte lieber gerne die mit der Terrasse genommen, aber ich habe natürlich auch gemerkt, die Zimmer waren so unterschiedlich groß, das wäre zwischen mir und Lara eine Diskussion gewesen, wer kriegt denn jetzt welches Zimmer? Und ich bin jetzt nicht so, ich bin der Papa und ich habe Recht da drauf, sondern ich will auch, dass Lara sich wohlfühlt. Also es ist nicht so, dass ich dann sage, sie ist 17 Jahre alt, ich entscheide und ich bezahle, ich entscheide. Das ist gar nicht meine Attitüde, mit meinen Kindern umzugehen. Und Lara wollte aber auch nicht unten, weil sie gesagt hat, wenn ich unten bin und ich schlafe gerne mal mit Fenster auf, Erdgeschoss und so weiter, das ist blöd, die Leute gehen da dran vorbei. Und dann war dann irgendwann die Entscheidung auch gefallen, dass wir die Ober-, also die Wohnung im ersten OG im Wohnblock D dann genommen haben. Und wir sind sehr zufrieden, weil die Zimmer sind gleich groß. Es gab also keinen Streit. Es ging nur darum, wer nimmt das erste Zimmer, wer nimmt das zweite Zimmer. Und was ich sehr niedlich finde, am Anfang habe ich gedacht, ja, ist das wichtig. Aber im Wohnzimmer gibt es so eine kleine Wohnzimmer-Esszimmer-Küche. Es gibt so eine kleine Nische, wo wir die Couch reingestellt haben. Und das ist so... Ja, ich habe das jetzt auch noch in einer Studie gelesen und gehört im Radio, dass das ganz interessant ist, dass das sehr wichtig ist, dass man so das Gefühl hat, dass diese Wohnzimmerecke, diese Couch-Ecke einen beschützenden Instinkt hat. Das hat was mit dem Wohlfühlen zu tun. Ich fand das sehr spannend, als ich das dann gehört habe und mir gedacht habe, ja, warum hat Lara darauf so Wert gelegt, dass das so in einer Nische steht und so weiter. Also ja, wir haben uns dann wirklich für diese Wohnung entschieden und ging aber gar nicht mal um Barrierefreiheit, weil ich brauche ja prinzipiell keine riesen Barrierefreiheit, ob schon die Wohnung barrierefrei ist. Also du kommst stufenlos in die Dusche rein, natürlich nicht in die Badewanne, aber sie ist schon barrierefrei. Es gibt einen Aufzug, bis in die Wohnung gibt es keine Stufen. Du kannst natürlich Stufen laufen, wenn du willst, sogar bis in den Keller rein, alles super. Und jetzt zur Story wegen der zweiten Wohnung, die ich dann mit Lara angeguckt habe. Das Lustige. Als wir dann aus dem Haus ja ausziehen musste, hat Steffi sich ja unglücklicherweise den Fuß gebrochen. Und sie hatte Wohnungen im Blick, aber all diese Wohnungen hatten entweder Stufen für rein oder Stufen in der Wohnung. Und mit einem ziemlich heftig gebrochenen Fuß, wo sie durch ihre Fibromyalgie nicht mit den Krücken laufen kann, war es natürlich klar, sie sitzt im Rollstuhl, mindestens zwei, drei Monate lang. Ja. Oder braucht einen Rollator. Und die Wohnungen sind alle rausgefallen, plumps, plumps, plumps, plumps, plumps. Und dann standen wir so fünf Tage, bevor wir aus dem Haus raus mussten, noch mit der Tatsache, dass Steffi noch immer keine Wohnung hatte. Und ich dann meinen Vermieter angerufen habe. Ich habe gesagt, hast du die Wohnung da unten noch frei? Sagt er, ja, habe ich noch. Gut, dann mussten wir ein bisschen verhandeln, weil unser Vermieter auch sehr interessant, wichtigerweise gerne darauf hält, dass man nur 40 Prozent seines Gehaltes für Wohnungen ausgibt. Deshalb verstand ich auch, dass diese Wohnung etwas länger leer stand, weil sie war größer und teurer, zwar nur 40 Euro, aber sie war teurer. Und dann musste ich ein bisschen mit ihm verhandeln, weil ich dann mit den zwei Wohnungen, weil Stefanie ja von mir in der Zeit noch unterstützt wird, dass ich dann mit den zwei Wohnungen über die 45 Prozent gekommen bin. Und das habe ich aber mit ihm hingekriegt. Und jetzt wohnt Steffi an sich in der Wohnung, in der ich an sich wohnen wollte, wo Lara nicht wohnen wollte. Ah, okay. Ja, für sie ist das cool, weil sie wollte natürlich eine Terrasse haben und die Wohnung ist groß, sie hat ihr Schlafzimmer jetzt und da, wo das kleinere Zimmer, hat sie Atelier jetzt gemacht. Also ganz verrückt und die Wohnung ist auch barrierefrei, wirklich mit einer sehr großen Dusche und das hat wirklich für sie gepasst. Also barrierefrei und alles war drin, aber diese ganzen Wohnungen da sind barrierefrei. Die sind nach einem ganz klaren Konzept, also nicht für alle Rollstühle, also nicht alle Elektrorollstühle würden da in die Wohnungen im 1. OG oder so passen, aber bei Stefanie würde definitiv auch ein Elektrorollstuhl durch die Türen passen. Die Türen sind auch ziemlich breit gemacht, für das Badezimmer, für das Gästeklob ein bisschen weniger, aber also sehr, sehr interessant. Ja, also bei mir ist es leider so, dass meine Freundin im Rollstuhl mich nicht besuchen könnte. Wir mussten uns also damals draußen auf den Parkplatz treten und Tisch und Blümchen und Kuchen alles mit rausnehmen und eine andere Freundin ist temporär auf den Rollstuhl angewiesen und kann die Treppe noch gehen. Aber das ist alte Bausubstanz, das sind so alte Arbeiter. Mietshäuser, Altneubau heißt das, auch leider sehr hellhörig, also für meine Bedürfnisse in vielerlei Hinsicht gar nicht gut geeignet, weil man hört wirklich die obere Etage komplett, was dort telefoniert wird, was die Person im Fernsehen schaut. Deswegen habe ich auch, Gesucht nach neuen Wohnungen, die aber wirklich sehr, sehr teuer sind. Hatte auch eine im Blick und man muss sich das gut überlegen, was Bezahlbarkeit betrifft. Wir sind immer noch so ein bisschen am Suchen, weil ich perspektivisch aus dieser Wohnung rausführe. Die ist auch für uns ein bisschen klein. Wir haben das auch so aufgeteilt. Mein Partner hat ein Schlaf- und Arbeitszimmer, ich habe ein Schlaf- und Arbeitszimmer. Und dann wäre auch so die Frage, sieht man der Wohnung eigentlich die Behinderung an? Also wie du schon sagst, bei blinden Menschen ist so diese Barrierefreiheit vielleicht nicht so offensichtlich. Es sei denn, man möchte auch Freunde und Freundinnen mit Rollstuhl empfangen oder jemand muss mal auf Krücken gehen. Mein Partner hatte ja auch diesen schweren Unfall, musste viele Monate auf Krücken gehen. Da war dann die eine Treppe schon wirklich zu viel. Oder der Hund war mal verletzt und musste getragen werden. Da merkt man dann auch schon, wie hilfreich das wäre, wenn da keine Treppe wäre. Aber ja, So an sich unsere Räume, Sascha, ich wollte dich mal fragen, den sieht man ja jetzt nicht unbedingt gleich an, dass da ein Mensch mit einer Behinderung wohnt. Ich würde gerne mal in die Räume so reinschauen. Also unsere Mithörenden haben ja sicherlich auch so ganz eigene Tricks und Kniffe, wie sie ihre Wohnung so aufbereiten, dass sie zurechtkommen. Wie ist das zum Beispiel in eurem Küchenbereich? Also es gibt ja diese sprechenden Küchengeräte von Feelware. Ich habe die noch nicht, weil ich habe ja noch meine alten Geräte. Solange die halten, habe ich die erst mal mit taktilen Applikationen ausgestattet und hatte auch mal die ein oder andere sprechende Küchenwaage oder so diese typischen Hilfsmittel für blinde Menschen zum Schälen und zum Aufbewahren. Ist in deiner Küche irgendwas typisch blind? Auch da eine kurze Anekdote. Als wir uns dann für die Wohnung im ersten OG entschlossen haben und ich dann irgendwann in der Wohnung von Stefanie war und das dann geguckt habe, alles, habe ich gesagt, super geile Entscheidung, in die andere Wohnung zu gehen, weil der Geschirrspüler nicht barrierefrei ist bei Stefanie. Ich hätte nicht spülen können, weil der ist definitiv absolut gar nicht barrierefrei. Die Herde sind barrierefrei, da sind noch Drehknöpfe dran. Das fand ich sehr cool. Und bei uns, die Spülmaschine hat mit Knöpfen, da muss ich viermal piep, piep, piep, piep und dann ist alles gut. Ich habe nur von viele, die damals, die sich leider anscheinend nicht mehr im Angebot haben, die Heißlufttritteuse, die HLF, die beschriftet ist, die habe ich. Ansonsten habe ich gar keine Geräte, die barrierefrei sind. Also die barrierefrei, die mit irgendwelchen Ausstattungen sind. Die Kaffeemaschine, die muss einer, wenn der Strom mal rausgeht, muss einer die einstellen. Und danach kann ich damit arbeiten. Ich kann die nicht selber einstellen. Aber ansonsten habe ich absolut gar keine Gerätschaften. Ich bin am Überlegen, mir das Icon, Icon, glaube ich, heißt die, nicht Icon oder Icon, anzuschaffen. Das ist an sich eine dänische, glaube ich, Erfindung. Das ist eine App und das sind Geräte, die über die App gesteuert sind. Das heißt, der Blinde kann sie mit der App steuern und die werden dann über Bluetooth verbunden, von Küchenwaage bis Personenwagen. Und der Sehende kann sie so nutzen, ohne dass gelabert und geblubbert wird. Ah, verstehe. Das ist also nochmal eine andere Philosophie als Feelware. Richtig, richtig. Also die sind nicht ausgestattet, die funktionieren. Aber das ist halt, das ist nicht der Herd oder die Waschmaschine. Ich muss ganz ehrlich sagen, dass mir diese Gerätschaften auch extrem, extrem. Also ich würde mir keine Miele Waschmaschine, Entschuldigung, aber das sind die, die jetzt mit Sprachausgabe ausgestattet sind, für 1200 oder 1400 Euro eine Waschmaschine da hinstellen. Das finde ich einfach eine Frechheit und übertrieben. Ich versuche immer noch, und meine Waschmaschine läuft noch und mein Trockner auch noch, über haptische Wege mit mir piepen und so weiter. Ich habe gar nichts beschriftet, weder an der Waschmaschine noch am Trockner. Ich zähle einfach und, aber das ist meine Art damit umzugehen. Es gibt andere Leute, die beschriften sich alles. Das ist auch okay. Aber ich mache das nicht. Ich habe da wirklich gar keine Gerätschaften da stehen. Das Einzige, was ich im Moment suche nach dem Umzug, ist meine Personenwaage, weil die hat mit mir gesprochen. Hat sie auch mal gelügt. Hab ich auch. Sie hat immer mehr Kilos drauf gemacht. Ja, die lügen. Die lügen immer. Sprich und faden. Ja, ja. Und irgendwann, als sie schwerer war, hat sie gesagt, bitte einzeln auftreten. Bitte nur den großen C auflegen. Ja, ja. Aber die finde ich nicht mehr wieder. Ich weiß aber nicht. Ich meine, einige meinen, ich hätte sie weggeschmissen aus Wut. Ich bin aber der Meinung, dass die irgendwo eingepackt habe. Die liegt irgendwo in einem Karton und wer umgezogen ist, wer weiß, wenn man umzieht und wie gesagt ein Haus in zwei Wohnungen aufteilt mit Garage und so weiter, der weiß, wie viele Kartons da noch stehen, die noch nicht ausgepackt sind. Die wahrscheinlich auch in drei Jahren noch nicht ausgepackt sind. Und dann kann man ja die Kartons einnehmen und wegschmeißen. Aber das war schon, ich habe jetzt die Abrechnung gekriegt. Ich glaube, wir haben zwei Tonnen Müll aus dem Haus weggeschmissen. Zwei Tonnen Müll. Das habt ihr euch erleichtert. Ja, wir haben einen Container vor die Haustür gestellt. Und einfach alles reingeschmissen, was wir nicht mehr haben wollten. Und das war schon sehr ergiebig und erleichternd. Trotzdem haben wir noch viel mitgenommen. Also als Steffi in ihre Wohnung eingezogen ist und sich angefangen hat, Und mit ihr dieses Atelier dann aufzuräumen, das war schon, ich habe schon irgendwann gedacht, du kommst hier nie rein, du kommst hier nie mehr raus. Aber es lichtet sich so langsam, weil ich helfe ihr noch immer die Kisten, kann ja die Kisten noch immer nicht so tragen mit ihrem Fuß. Es ist zwar jetzt schon besser, muss man ja zugeben, aber ja, also es ist spannend. Und ja, jetzt habe ich die, wie gesagt, Steffi wohnt in der Wohnung fast gegenüber da und ich bin da manchmal auch zu Gast, wir trinken manchmal Tee zusammen. Also irgendwie habe ich jetzt die zwei Wohnungen, obschon ich nur in der einen lebe und in der anderen bin ich nur zu Besuch. Aber es ist ganz lustig. Und ich muss dir ganz ehrlich gestehen, dass das für mich auch immer Kriterien waren. Du hast vorhin mit der Geräuschkulisse angesprochen. Ich bin kein Wohnungsmensch gewesen. Absolut. No-Go. Weil ich immer gesagt habe, ich will meine Ruhe haben. Ich will dann ans Klavier gehen, wenn ich ans Klavier gehen will. Ich will dann laut Musik hören, wenn ich laut Musik hören will. Ich bin da ein bisschen eigenbrödlerisch. Ich möchte mich ganz ungerne einschränken. Diese Häuser, die da stehen, die sehen von außen aus wie Bunker. Und von innen sind sie es auch. Es ist irgendwie fast, die Wände sind nicht verputzt. Du kommst da rein, hast das Gefühl, du würdest da so in einen überdachten Hausblock kommen. Also die Wohnungen sind irgendwie verrückt. Und das hat so Flair. Für mich hat das, auch wenn ich das nicht sehen kann, aber das hat so wirklich ein Flair, als würdest du in eine Häusereihe kommen, die überdacht ist aber. Wo die Eingänge vorne alle überdacht sind und dann gehst du von Haustür zu Haustür und in der Wohnung ist es sehr, sehr still. Also ich höre fast kaum bei den Nachbarn. Ich höre nur das kleine Kindenehmen an, wenn ich im Badezimmer bin, wenn das dann schreit oder irgendwo hochklettert, wo es nicht soll, dann höre ich die. Aber ansonsten hörst du fast kaum was. Wir haben zwar auch nur auf der einen Seite wirklich Leute, wo wir dann mitkriegen. Auf der anderen Seite ist der Aufzug. Aber du hörst auch nichts von oben. Ich weiß gar nicht, ob oben Leute wohnen. Normalerweise ist ja alles vermietet. Aber du hörst sehr wenig. Bei Stefanie hört man manchmal den Nachbarn, der zockt abends und zieht sich auch manchmal eine kleine Bon rein. Und wenn der da am Zocken ist und irgendwie einen Sieg feiert oder so, dann hörst du den schon manchmal schreien vor Freude. Das finde ich auch cool. Und bei ihr hört man manchmal auch, wenn Leute oben drüber laufen, das sind glaube ich Kinder oder so, aber es hält sich alles in Grenzen. Ich bin da wirklich, Sehr begeistert, wie abgeschützt. Und wie gesagt, ich wollte nie in einer Wohnung wohnen, aber jetzt bin ich wirklich begeistert. Auch vor allem, wenn man so bedenkt, was man nicht mehr alles machen muss. Den Müll rausbringen, also rausbringen schon in die großen Tonnen, aber nicht mehr daran denken, jetzt kommt der Wegezweckverband und muss das wieder raus. Oder den Garten, muss wieder einen Gärtner finden, der das dann macht und so weiter. Und du hast natürlich auch Hausmeister, die müssen sich um alles kümmern. Das ist der Punkt. Naja, du bist sicherlich im Haus aufgewachsen. Ich bin immer in Wohnungen aufgewachsen, entweder einmal in einem Altbau, dann in einem krassen Hochhaus, Neubau. Also ich kenne so diese ganzen Wohnungsformen und auch Bausubstanzen in den Häusern. Und jetzt bin ich in einer Wohnung, wo ich viel investiert habe, wirklich in Noise-Canceling. Also Noise-Canceling-Kopfhörer, damit ich arbeiten kann, weil das so ablenkend ist, wenn du jedes Wort von oben drüber verstehst. Oder auch Schlaf-Kopfhörer, weil ich stehe sonst wirklich auch jeden Früh halb fünf mit meiner Übernachbarin auf. Weil das kann man jetzt im Nachhinein nicht mehr installieren. Die Häuser sind halt, wie sie sind. Das wäre was, wo ich wirklich darauf achten würde, wenn ich nochmal umziehe. Aber wer du gerade sagtest, Müll und so, das ist ja auch was, was man sich irgendwie einrichten muss, zum Beispiel die Mülltonnen unterscheiden. Ich habe so bestimmte Aufgaben übernommen, als mein Partner nicht laufen konnte und dazu gehört dann auch der Müll und unsere Mülltonnen haben alle unterschiedliche Farben und die werden auch in einer bestimmten Reihenfolge in so einem Müllgatter aufgestellt. Also was ist Papiermüll und Biomüll und Restmüll und so weiter. Und manchmal werden die aber dann auch durcheinander gebracht. Hast du da Möglichkeiten, dir diese Mülltonnen irgendwie zu merken oder zu markieren? Ja, pass auf. Wie machst du das? Pass auf. Vor, ich glaube, zwei oder drei Jahren hat Hamburg eingeführt, dass man beim damaligen Wegezweckverband Aufkleber bestellen konnte für die Mülltonnen. Und damals habe ich mich noch aufgeregt. Dann wurde die Frage gestellt, ob wir das in Bad Sigiberg bauen. Da habe ich gesagt, ja nett, ich wohne zwar nicht in einem, damals wohnte ich ja noch nicht da, aber ich finde das Blödsinn. So habe ich es auch gesagt und geäußert. Ich habe gesagt, wichtiger wäre, dass sie mal ihre Bescheide und ihre Informationen barrierefrei gestalten würden, bevor sie unsere Mülltonnenbarriere freigestalten. Ja. Gut, jetzt bin ich dann in dieses Wohngebäude gezogen und habe natürlich dann davon profitiert, dass es die Aufkleber in Bad Segeberg gibt. Ich habe sie mittlerweile noch nicht aufgeklebt. Warum? Weil ich was entdeckt habe. Ganz interessant. Aber das geht natürlich nur für Menschen, die dann auch diese Druckschrift lesen können. Also die Druckbuchstaben. Ja. Auf der, es gibt bei uns zwei Anbieter. Das ist der WG Zweckverband. Und da gibt es eben so einen Geldmacheranbieter, der den Plastikmüll mittlerweile in Tonnen abholt. Und diese Plastikmülltonne, da steht RZ irgendwas drauf, irgendeinen Buchstabe kann ich da lesen. Die ist größer, also erkenne ich die schon mal da drin. Dann gibt es bei der Restmülltonne und bei der Papiertonne steht ganz klar drauf, Restmüll und Papier, aber in Druckschrift. Ja. Und als ich das entdeckt habe, habe ich gedacht, wow, super, cool. Aber natürlich, nicht jeder Blinde kann diese Druckschrift lesen. Und deshalb ist es natürlich ein bisschen schwierig. Ich habe die Aufkleber jetzt. Ich habe mir sie dann nochmal bestellt gehabt, bevor ich das entdeckt hatte. Aber ich brauche das jetzt natürlich nicht. Also wenn du das brauchen solltest, ich kann dir gerne die Aufkleber mal schicken. Ich finde, das müsste einfach in jedem, das ist nicht so kompliziert. Das kann ja an sich jeder, jede Müllabfuhrfirma kann sich das ja, die können das ja unter sich ein bisschen aufteilen und bestellen. Also das müsste ja machbar sein. Das Ding ist nur, das passiert dann auch wiederum. Wenn du das dann draufklebst und entweder werden die Tonnen getauscht, das wäre dann das Blöde, dann wäre es weg. Oder das Problem ist, dass es dann auch Leute gibt, die denken, was ist das denn für ein Scheiß, ich reiß das mal runter, wenn ich die Tonne sauber mache. So passiert ganz oft bei Klingelschildern an Türen. Oder als ich mal die Stechuhr bei meinem früheren Arbeitgeber mit Punkten beklebt habe oder unsere Kaffeemaschine, die wir eine Zeit lang bei uns jetzt auf dem Ministerium hatten, dann waren irgendwann die Punkte weg, weil irgendjemand gedacht hat, das wäre Blödsinn, das muss man wegnehmen. Und das befürchte ich noch mit diesen Aufklebern. Aber ich finde es schon mal gut, dass es sie gibt. Auch wenn ich mich damals darüber aufgeregt habe, dass ich besser gefunden hätte, sie hätten barrierefreie Dokumente gestaltet. Sie könnten auch beides machen. Mittlerweile habe ich ihnen das auch nochmal mitgeteilt, Weil bei uns ist der WGZweckverband eine öffentliche Einrichtung. Das heißt, sie sind verpflichtet, Barrierefrei-Dokumente zu machen. Das ist ja nicht nur ein, ich mache das mal, weil ich Sascha sympathisch finde, sondern es ist eine Pflicht. Aber ja, ich finde das cool und mittlerweile kann ich dann auch den Müll rausbringen, was mich mal gestört hat, dass ich das nicht so konnte, weil ich finde, das gehört auch für mich dazu. Das ist immer ein bisschen blöd, rechts den Stock oder links den Hund und dann eine Tüte. Richtig, ja. Und dann, aber das geht alles. Also es ist alles machbar. Dann noch den Schlüssel, bei uns muss man dann auch noch so eine Box aufschließen. Ach so, das muss man bei uns nicht. Bei uns stehen die offen, direkt greifbar und ich weiß gar nicht, ob sie immer in derselben Reihenfolge stehen. Ich fühle einfach drauf. Ist natürlich auch nicht so cool, da drauf zu packen. Aber ach mein Gott, ich habe ja auch im Haus den Müll rausgebracht. Die Mülltonnen habe ich auch angefasst. Also dann weicht man sich nachher die Finger und dann ist gut. Also weil Handschuhe, dann müsstest du schon so Einweg-Handschuhe ganz dünne anziehen, wo du die Schrift noch lesen kannst. Ich finde das jetzt nicht so dramatisch. Also wir packen so viel Mist an. Also das gehört einfach zu unserem Leben auch dazu, dass wir Sachen anpacken, wo wir nicht wissen, wie sauber sie im Endeffekt sind. Das ist gut, das nochmal zu beschreiben, weil ja nicht alle unserer Zuhörenden auch blind und sehbehindert sind und wir natürlich jetzt speziell über barrierefreies Wohnen für unsere Personengruppe sprechen. Wir sind natürlich auch ganz interessiert daran, was ihr so für Modifikationen findet und Anpassungen. Und Sascha, du sagst es, also nicht alle blinden Menschen können die, man nennt das ja Schwarzschrift, Also diese Schrift, die sehende Kinder in der Schule lesen lernen, das nennt man Schwarzschrift in unseren Kreisen und dann gibt es ja noch die Breilschrift. Genau, bei der Schwarzschrift gibt es aber die Unterschiede unter Druckschrift und Schreibschrift. Genau, die Druckschrift muss man sich einfach vorstellen, das sind dann die Buchstaben, die etwas ausgeschriebener sind, größer sind auch und die sind halt auf diesen Tonnen haptisch. Also man kann sie wirklich fühlen, das ist wirklich so geprägt. Und ich kann die lesen, weil damals meine Schwester mit Magnettafel mir die beigebracht hat. Deshalb kann ich auch meine Unterschrift selber machen und so weiter. Also es war ein sehr großer Vorteil, dass ich die Schrift lesen kann. Man kann damit kein Buch lesen, ist klar, weil das müsste dann zu groß geschrieben sein. Es ist zu schwer abzubilden, deswegen hat sich die Puntschrift bewährt. Also da denken ja auch viele, die sich jetzt mit dem Tastsinn noch nicht so gut auseinandergesetzt haben, warum nimmt man nicht einfach die normalen Buchstaben und macht die dann tastbar, auch in Büchern. Das ist technisch einfach nicht möglich, diese Buchstaben so zu prägen und dann in der Fülle, da bräuchte man riesengroße Bücher. Es gab es mal, ich habe das auch mal gesehen, das war ja früher die Stachelschrift, da gibt es auch so kleine Module, wo man da jeden Buchstaben einstacheln kann, aber das ist ein unheimlicher Aufwand. Und das zu lesen mit der Fingerspitze, das braucht viel länger Zeit, als wirklich über die Punktsymbole zu gleiten. Und aber so, wie wir also auch gemacht sind, ich bin spät erblindet, ich habe also die Punktschrift sehr spät gelernt, kann aber logischerweise noch die Schwarzschrift sehr gut. Aber so markieren wir uns natürlich auch unsere Forderungen. Ja, Küchenutensil möglicherweise. Das ist so die Frage. Beschriftet man sich da bestimmte Dinge? Teesorten sind ja manchmal schon von Hause aus von der Apotheke her beschriftet. Oder Gewürze, da kann man dran riechen oder sich die in kleine Behältnisse packen. Überhaupt ist sehr, sehr viel immer so Ordnung und Struktur. Also das wird ja auch empfohlen. Es gibt ja für blinde Menschen die sogenannten lebenspraktischen Fertigkeiten. Übrigens, ich hacke kurz ein, feiert dieses Jahr 50. Jubiläum. LPF feiert dieses Jahr 50. Jubiläum. Mensch Sascha. Müssen wir mal eine Folge darüber machen? Unbedingt. Okay, mal nur eine kurze Einwand. Ja, wichtiger Einwand, weil ich bin da natürlich ein Fan von. Ich habe mal in einer Rehabilitationseinrichtung für blinde und sehbehinderte Menschen gearbeitet und da war natürlich neben Punktschrift und das Laufen mit dem weißen Langstock, LPF, also lebenspraktische Fertigkeiten, ein ganz wesentliches Fach, Unterrichtsfach. Und da lernte man so Dinge auch, nicht nur den Haushalt zu führen oder Körperpflege, sondern auch, wie man Flächen reinigt oder wie man sich auch Dinge sortiert und ordnet. Und für uns ist das schon so ganz normal. Ich merke immer, dass das nicht so normal ist, weil mein Partner, mein sehender Partner, der ist natürlich ganz anders, der hat diese Ordnungssysteme nicht. und da kommen manchmal Sehende und Blinde so ein bisschen ins Gehege, weil eher so meine, ja, meine Struktur ein bisschen durcheinander bringt. Er ist natürlich auf seine Weise auch ein sehr sortierter Mensch, aber der muss nicht so denken wie ich. Auch im Bad, ich habe da überall meine eigenen Fächer, ich weiß genau, wo alles steht, im Kleiderschrank. Da darf mir auch kein Sehender irgendwie reinpfuschen, da finde ich nichts wieder. Ich hatte mal mit der Grazia Schade zusammen ein YouTube-Video, da wurden wir von der Laura interviewt, das war ein ganz schönes Projekt, ob denn behinderte Frauen mehr Platz im Kleiderschrank brauchen. Und es ist ja mal eine interessante Frage, brauchen wir mehr oder weniger Platz? Sie würden vielleicht denken, naja, behinderte Menschen, die haben vielleicht nicht so viel anzuziehen. Für uns entstand so die Erkenntnis, eigentlich brauchen wir beide mehr Platz, weil wir auch so unsere Ordnungssysteme haben. Grazia, obwohl, sage ich jetzt mal überspitzt, sie im Rollstuhl unterwegs ist, trägt sie gerne schicke Schuhe. Also gerade deshalb, warum sich eine Frau im Rollstuhl nicht für Schuhe interessieren, ist ja auch so ein Denkfehler. Ich hänge viel auf Bügel, weil ich so zusammengefaltete Kleidung sonst mit den Fingerspitzen nicht so gut zuordnen kann. Deswegen brauche ich zwei Kleiderschränke. Dann habe ich noch einen Schrank für Accessoires. Also damals in meiner Fernseharbeit brauchte ich immer viele Accessoires, das habe ich jetzt so beibehalten. Und das kann sein, dass andere behinderte Menschen jetzt sagen, ja schön Jenny, dass du das so erzählst. Bei mir ist das überhaupt nicht so. Ich brauche ganz wenig. Ich muss auch die Kleidung nicht hängen. Wie ist denn das bei dir, Sascha? Wie ordnest du deine Utensilien im Bad und im Kleiderschrank und so? Also ich habe so vielen ja nicht. Ich bin ja ein Mann. Ja, ich habe es. Gut, auch das variiert. Es gibt ja auch Männer, die viel brauchen. Ich brauche jetzt im Bad nicht so viel. Da habe ich alles sozusagen am Waschbecken stehen jetzt hier. Ich gehe jetzt mal von Luxemburg aus in Bad Sikkeberg, haben wir es getrennt. Rechts stehen meine Sache, links stehen die von Lara. Und definitiv hat Lara mehr da stehen als ich, ganz klar. Schranke habe ich mir jetzt, witzigerweise, weil mein Zimmer dann doch wegen der Integration von Büro, Musik, Schlafen und so weiter, nicht so ganz groß ist, habe ich mir jetzt so ganz witzigerweise so einen Stoffschrank gekauft. Ich habe eine Kommode da stehen, da liegen dann, da liegen ganz viele Sachen, Pullis und Hosen und so weiter drin. Und ich habe mir so einen Stoffschrank gekauft, weil mir das dann doch ein bisschen zu viel aufeinander gepresst war und so weiter. Da liegt auch viel, da hängt auch viel. Ich trage mittlerweile immer mehr Hemden aufgrund meiner beruflichen Entwicklung. Bicky-Micky-Micky. Ja, also man merkt auch einfach, dass man ein bisschen mehr, ja, man ist mehr in der Öffentlichkeit, man wird mehr gesehen und ich finde es für mich auch schöner, Hemden zu tragen und etwas, ja, etwas anschaulicher zu sein für andere. Also ich mache es aber auch für mich, weil ich mich wohlfühle, wenn ich auf einen Termin, ich sage jetzt mal, wenn wir im Büro einen Termin mit dem Minister haben, dann komme ich im Hemd. Also dann komme ich nicht im Pullover oder in der Jeans. Die ziehe ich natürlich. Jeans ist immer mein Begleiter. Ich habe ganz selten so Korthosen oder so Kostümhosen an. Jeans ist immer da. Aber ich ziehe ganz gerne dann Hemde an, wenn ich so Termine habe. Das ist einfach ganz, ganz wichtig. Und in Luxemburg habe ich nicht so die Megaordnung, weil der Schrank etwas kleiner ist. Aber in Bad Siggeberg probiere ich dann schon die Ordnung zu zahlen. Habe es aber auch nicht farblich organisiert, weil die meisten Farben, die ich habe, passen einfach zusammen. Ich habe so gekauft. Ich kaufe so auch ein, wenn ich in den Shop gehe, sage ich, also ich gehe ganz, ganz oft zu Tom Taylor, ohne Werbung zu machen, aber der Berliner Tom Taylor im Schlossgarten, im Schloss-Einkaufszentrum, Mache ich jetzt einmal Werbung, die haben eine mega, mega genial, sind auch ein bisschen geübt auf blinde Menschen, muss ich ganz ehrlich zugehen, aber eine mega coole Beratung. Vor allem vertraue ich auch, wenn sie zu mir sagt, da siehst du einfach nicht gut drin aus. Also das hat sie wirklich, das sagt sie dann so wortwörtlich, das passt nicht zu dir, da bist du zu blass oder so. Ich finde das mega, weil ich das selber nicht, sogar wenn ich das mit C&I oder mit Be My Eyes machen würde, Be My Eyes würde ja keine Wertung abgeben, glaube ich. Und ich finde das schön. Und bis jetzt kamen die Sachen, die ich dann auch gekauft habe, immer gut an. Also ich lege da schon ganz viel Wert drauf. Und ja, ich muss natürlich aber dazu gestehen, dass mein Zimmer chaotisch aussieht. Muss ich einfach dazu gestehen. Es gibt auch chaotische Blinde, willst du sagen. Ja, absolut. Also das Chaos, der Genie beherrscht das Chaos oder so. Also ich habe nicht immer ein aufgeräumtes Büro oder auch nicht immer ein aufgeräumtes Zimmer. Ich probiere schon. Was ich aber noch wissen wollte, Jenny, das interessiert mich jetzt. Ich habe manchmal, es gibt ja mal Wochen oder so, wenn die Haushaltshilfe ausfällt und wenn man dann ein bisschen so lethargisch ist und nicht so sauber macht oder nicht saugt. Ja, es gibt ja so Momente, hat ja jeder mal. Spürst du, wenn sich deine Wohnung nicht sauber anfühlt? Das kommt bei uns, das kommt bei uns nie vor. Also es ist ja so, wir blinden Menschen. Oder wenn du zu jemand anders gehst, der das nicht so macht, spürst du bei dem dann, also spürst du das? Das ist ja jetzt auch Quatsch, was ich gesagt habe. Ich habe einen blinden Führhund. Wir haben immer Fell im Haus. Und mein Freund, der ist da so hinterher mit dem Staubsauger. Und er ist natürlich so bei uns das Auge. Wir haben die Aufteilung, dass ich die Miete übernehme und er assistiert im Haushalt. Und deswegen haben wir jetzt keine externe Haushaltshilfe. Und wir Blinden sind aber so, dass wir, glaube ich, Dinge entdecken, die das Auge nicht entdeckt. Also manchmal. Ja, genau. Zum Beispiel hinter der Tür, unterm Waschbecken irgendwelche. Oder auf dem Tisch. Die Leute, die machen sauber und dann fühle ich da eine Stelle, die nicht sauber ist. Richtig. So was kriegen wir raus. Manchmal tut mir das auch richtig leid, weil ich weiß, jemand hat sich da wirklich Mühe gemacht mit dem Saubermachen. Und dadurch, dass wir uns ja entlanghangeln und entlangtasten, um uns im Raum zurechtzufinden, recht zu finden, kommen unsere Fingerspitzen auch überall vorbei, wo ein Sehender jetzt nicht hindenkt. Der guckt mit dem Auge drüber und denkt, die Oberfläche sieht sauber aus. Und natürlich, ich habe da schon Spinnweben und Zahnpasta unter Möbeln im Bad. Das habe ich regelmäßig alles unter den Fingern. Und natürlich entsteht da erst mal ein Bild im Kopf, wo man denkt, oh, hier ist Staub, hier ist unsauber. Und wenn man dann im Nachhinein mit Menschen drüber spricht, dann sagen die, nee, das sah da schon ordentlich aus. Wobei ich da jetzt auch überhaupt nicht bei anderen Leuten pingelig bin oder so. Ich bin da eigentlich recht tolerant, wie es bei anderen ist. Aber ich habe da ein anderes Bild. Also ich würde mir dann, auch wenn Handtücher, das ist auch so ein Ding bei mir, wenn Handtücher komisch riechen, also ich trockne mir die Hände ab und merke dann. Oh, meine Hände, die schnüffeln jetzt irgendwie komisch nach einem alten Handtuchgeruch. So, das hatte ich auch in einem meiner Bücher mal geschrieben, wie das für uns ist, wenn wir uns in anderen Wohnungen sozusagen bewegen und umschauen. Und seitdem ist eine Freundin von mir da immer so ganz genau und sagt, ich habe extra ganz frische Heimtücher hingehängt und die duften auch so. Und ich so denke, ha! Mach dir doch da keinen Kopf. Also meine Handtücher, die haben bestimmt auch manchmal einen komischen Geruch angenommen, weil man das manchmal auch nicht so beeinflussen kann. Deswegen sind die nicht schmutzig. Aber für uns sehen die dann schmutzig aus, weil die komisch riechen. Kennst du den Effekt? Ja, aber wie gesagt, ich habe das Gefühl, dass ich das merke und wie gesagt, das ist uns schon passiert, da stehe ich einfach dazu, dass das manchmal so, dass mit dem Saubermachen ein bisschen liegen geblieben ist, auch mit Trotzhund und so weiter. Ich habe mir aber jetzt allerdings auch, ich habe ja eine Haushaltshilfe, ich habe mir aber trotzdem jetzt, ich hatte einen Staubsauger-Roboter. Den habe ich jetzt getauscht durch einen Staubsauger-Wisch-Roboter, weil ich einfach auch gerne das Sauber haben will. Ich finde das, also das ist ein Gefühl, der, ja, also meine Haushaltshilfe macht das gut jede Woche, aber die macht das nur einmal die Woche und auch mit Toskana, egal wie viel du sie bürstest, die Haare trotzdem immer wieder und das geht so schnell und der Boden, man sieht das auf dem Boden auch, man hat es dann unter den Socken und so weiter, man trägt es ins Bett und blablabla und so weiter. Und wir haben jetzt die Minna, so heißt mein Staubsauger-Roboter, da habe ich ihn getauft auf Minna. Ich wusste, ich wollte dich noch fragen, ob der einen Namen hat, aber ich habe es mir gedacht. Und Steffi hat dann meinen Staubsauger Roboter gekriegt und den habe ich ihr dann eingerichtet und habe ich den Steffis James genannt. Wie cool ist das denn? Und unsere heißt Salas Minna. Sehr schön. Und es kam an sich, weil Laras Freund, der hat erzählt, dass sie für ihre Spülmaschine auch Minna sagen. Und da habe ich gesagt, perfekt und deshalb ist es unsere Minna. Und die kann ich auch mit der A-Dame, also mit der Alexa, kann ich auch steuern. Da kann ich sagen, Alexa starte. Jetzt ist bei allen in der Wohnung die A-Dame angegangen, Sascha. Weil du den Namen ja nicht genannt hast. Deshalb habe ich jetzt auch geachtet, weil meine Luxemburger Alexa ist mit der Deutschen in Bad Zickeberg verbunden. Und wenn ich jetzt den Befehl gegeben hätte, dann geht alles an. Alles an, genau. Aber ich finde das mittlerweile, wir haben das am Montag eingerichtet und wir haben die beobachtet. Die Katze war gar nicht froh, die hat geschimpft, weil die Minna fuhr auch noch unter die Couch. Oh, da passt die drunter? Ja, die passt drunter. Wo meine Haushaltshilfe nicht drunter gekommen, klettern kann. Und dann die Couch und die Katze, die da so ihr Quartier eingerichtet hat unter der Couch, die fand das gar nicht so mega cool, dass die Minna da in ihr Revier fuhr und da die Katzenhaare wegsaugte. Und die hat die immer angefaucht und hat immer beobachtet, was macht die jetzt? Wo geht die hin? Die hat sich nicht draufgesetzt, aber hat sich so begutachtet. Und Toskana, die lag da in ihrem Dings, hat gesagt, außer als die Minna so auf ihren Korb zugefahren kam, hat sie gesagt, das wird jetzt ein bisschen komisch, nicht, dass die hier reinklettern will, das ist mein Korb. Aber ich finde das schon wichtig, also ich räume auch regelmäßig dann, also das machen wir jetzt bei allen, beide Lara und ich, Spülmaschine ein- und ausräumen und so weiter. Also es ist schon wichtig, dass man den Tisch sauber hat. Also das muss sich schon, ich finde, das muss sich schon einfühlen. Also es fühlt sich schon bei mir, es muss sich schon gut anfühlen. Auch wenn ich es nicht sehe, ich fühle das. Und das ist für mich ein ganz wichtiger Aspekt, dass da auch die Wohnung für mich dann auch sauber sein muss. Und riechen, bei mir ist riechen auch so ein einziges wichtiger Punkt. Wir haben ja eine Katze und wir haben Katzenklos, die nicht abgedeckt sind, sondern die offen da stehen. Und auch wenn man da Streu reinmacht, der an sich binden soll, so ganz binden tut er dann nicht und da haben wir uns jetzt auch so ein Sprayding in den Flur gestellt, der dann regelmäßig sprüht und so weiter. Das finde ich auch sehr angenehm. Auch Fenster putzen, also auch wenn ich zu den Fenstern nie rausgucken kann, aber ich finde, es sind so alles kleine Elemente, die für mich eine Rolle spielen, auch wenn man sie nicht sieht, wenn man gefühlt daran denkt, das braucht doch ein Blinder gar nicht, also ich brauche das. Ich glaube aber, dass es da auch wieder einen Unterschied gibt zwischen denen, denen, die wirklich als geburtsblind auf die Welt kommen und die, die eventuell du noch später wie ich, aber leicht spät erblindet sind, glaube, dass das auch noch ein Unterschied ist. Und ja, ich finde das aber sehr, Vielleicht auch nicht. Vielleicht haben wir einfach da so ein Empfinden. Also ich weiß noch eine Freundin von mir, die auch geburtsblind ist, die wollte auch immer saubere Fenster haben und dann wurde sie aber mal betrogen, weil ihre Haushaltshilfe die Fenster nicht gut geputzt hat. Und dann saßen alle Geburtstagsgäste da und wussten nicht, wie sagen wir es ihr? Die Fenster, die sehen wirklich schlimm aus und irgendjemand hat es dann gesagt. Und da hat sie auch ganz doll geweint, weil sie ja extra eine Person bezahlt hat, damit für diese Feier alles schön aussieht. Das tat mir wirklich auch echt leid. Ja, und so zum Thema Düfte fiel mir noch ein. Ich bedufte auch sehr viel meine Wohnung so mit Ölen und so einer Duftlampe natürlich ohne Feuer, weil ich schon Respekt habe vor offenem Feuer und Kerzenschein. Seit ich es nicht mehr sehe, habe ich dann eher so flammlose Beleuchtung quasi, aber auch atmosphärisch. Also das spielt für mich doch auch eine Rolle, dass ich auf meinem Balkon eine schöne Beleuchtung habe, sehr viel Elfenhaftes, Verwunschenes und auch sehr viele Duftpflanzen. Also ich liebe ja so meine Kräuter, meine Duftpflanzen, alles, was ich vielleicht sogar auch noch mit in den Speiseplan einbauen kann. Mein Freund ist ja Koch, der kann das dann auch benutzen, aber ich kann es auch für Atmosphäre und Wohlgefühl nutzen. diese kleine Oase. Habt ihr da auch die Möglichkeit, mit Pflanzen euch ein bisschen Stimmung zu machen? Wir haben sehr wenig. Also Lara hat sich jetzt für ihr Schlafzimmer ein bisschen was gekauft. Wir haben da sehr wenig, weil wir einfach nicht den grünen Daumen haben. Ich vergesse dann zu gießen oder so Blödsinn. Also das wäre so. Aber wir sind am überlegen. Ich wollte mir jetzt so im Mai nochmal ein bisschen an der Terrasse ein paar Sachen machen. Auch eventuell ein bisschen was mit Kräutern. Ich hätte unbedingt gerne Pfefferminz. So ein Freak von Pfefferminz oder so. Also ich bin am gucken, ob wir uns ein paar Sachen an den Balkon hängen wollen, die pflegeleicht sind, sage ich mal einfach so. Richtig. Ich bin auch keine gute Gießerin. Bei uns wächst alles auch nur draußen. In der Wohnung haben wir keinen Nullgründaum, aber draußen klappt es gut. Deswegen freue ich mich jetzt echt so auf Frühjahr und Sommer. Da wird es wieder sprießen. Da haben wir einen kleinen Urwald draußen. Ich wollte das nochmal aufgreifen, falls Menschen sich das gar nicht so gut vorstellen können. Wir hatten ja auch über Küchengeräte und Dinge, die man sich so vorstellt als Hilfsmittel vorhin gesprochen. Also insgesamt in unseren Wohnungen redet, glaube ich, relativ viel. Also sogar oder nicht sogar, sondern erst recht unser Büro. Ja, da haben wir ja viele Rechner stehen. Also ich drei, du wahrscheinlich auch einiges an Laptop, Handy redet. Dann hat man vielleicht noch das ein oder andere Diktiergerät oder einen Wecker oder so. Also bei blinden Menschen kann man im Haushalt, wenn man die Waage findet, auch damit rechnen, dass da viel redet. Und das ist das, was wir so nutzen, taktile Hilfsmittel und redende Hilfsmittel. Und was wir vorhin vielleicht noch nicht so ausführlich erklärt haben, weil ich gesagt habe, viel mehr. Also das ist eine Firma, die hat sich zur Aufgabe gemacht, Küchengeräte sprechend zu machen. Und da kann man zum Beispiel auch die Knöpfe ersetzen von bereits bestehenden Küchengeräten. Da ist dann so ein Sprachmodul drin. Ich habe das selber noch nicht nachgerüstet. Ich habe nur diese taktilen Aufkleber. Da kann man sich so Symbole aufkleben, dass man dann weiß, wo stehe ich hier genau bei der Waschmaschine. Also was ist jetzt welche Temperatur oder was ist Schleudern? Braucht nicht jeder, wie Sascha schon sagt, aber ich weiß, wir sind da manchmal so in unserem Blindensprech und manche können sich das gar nicht so vorstellen. Also meine Waschmaschine klebt komplett voll mit taktilen Symbolen von Feelbear und manche blinde Menschen nutzen aber auch diese sprechenden Geräte. Manchmal kann man auch nachrüsten mit diesen sprechenden Drehknöpfen. Da könnt ihr ja mal berichten, weil ich kenne mich da noch nicht so aus. Ich habe da noch nichts davon. Ich habe einen Wäschetrockner, den hat mir damals die Firma empfohlen, weil man da als blinde Person ganz gut zurechtkommt. Grundsätzlich sind ja solche Geräte im Mainstream nicht für blinde Menschen gemacht. Die haben immer irgendwie Displays, zunehmend mehr Displays. Die haben keine Sprachausgaben. Und deswegen ist es immer gut, wenn es da Möglichkeiten gibt, das für uns so anzupassen. Deswegen war das eine Idee, die du vorhin gesagt hast, Sascha, wo man sich verbinden kann über eine App oder über das Internet, um das Gerät irgendwie anzusteuern. Oder man muss es eben so machen, dass man es irgendwie im Nachhinein über Hilfsmittelfirmen angepasst bekommt mit Sprachausgabe oder Tastmöglichkeiten. Und mir fällt das immer dann auf, wenn jemand krank ist in meinem seelten Haushalt, dann merke ich erst mal, Mist, das funktioniert jetzt für mich. Wenn ich alleine auf mich gestellt bin, funktioniert das jetzt nicht, weil ich keinen fragen kann. Wer jetzt natürlich sagt, ja und wo finde ich denn so Hilfsmittel? Machen wir ganz kurz Werbung für die Side City 2026 vom 27 bis 29. Mai. Wer also nach Frankfurt reisen will, da gibt es wirklich ganz großartige Angebote und da kann man auch Feelware treffen und auch ganz viele andere. Kann man vor Ort mal schauen, was sie dann so anbieten. Also immer eine gute Adresse in die Suicide City zu fahren nach Frankfurt. Eine sehr tolle Messe, die immer mehr wächst und groß wird und wirklich auch spannend. Und jedes Jahr schaffen sie es immer wieder, noch einen draufzusetzen. Also ja, einfach mal ganz kurz Werbung. Wir werden auch in diesem Eagle-Podcast demnächst noch mehr über die Side City erfahren. Nur so kurz Werbung am Rande, weil ich finde das auch wichtig, dass die Leute wissen, wo sie dann Informationen kriegen. Für die, die immer noch nicht wissen, ja, wo gibt es denn so Informationen? Oder die auf dem Weg der Erblindung sind und sagen, ja, was mache ich denn bloß? Wie komme ich denn jetzt voran? Also geht euch das mal angucken. Da sind sehr spannende Sachen dabei und ich bin auch überzeugt davon, dass da ganz, ganz, ganz, ganz, ganz vieles kompensiert werden kann, um einem auch die Angst zu nehmen, zu erblinden oder irgendwann nicht mehr klar zu kommen. Also da gibt es auch Menschen in unserem Umfeld, die Sachen leisten, trotz ihrer Blindheit, Mithilfsmittel, wo ich sogar staune und sage, wow, also ich kenne jemand, der mittlerweile ist verrentet, 70 Jahre alt, der arbeitet noch fleißig im Garten als blinde Person oder ein anderer, der geht noch an seinen Stromkasten oder verlegt noch elektrisch und so weiter. Und er auch später blindet zwar, aber der weiß noch genau, was er tut und holt sich vielleicht auch dann mit dem Handy die Hilfe, die er braucht, die Information, die er braucht. Ich finde das faszinierend und es geht, es geht vieles. Dank natürlich der künstlichen Intelligenz und dank natürlich auch der modernen Technologien geht es ja vieles. Also es ist nicht, dass man dann denken soll, dass es schwieriger wird. Man muss natürlich aber sich bewusst sein, dass man mit diesen digitalen Sachen umgehen lernen muss und kann. Aber das ist eine Erleichterung, die enorm ist. Und ja, auch wenn ich zum Beispiel sehr wenig zu Hause habe, was blubbert und spricht in der Küche. Und so komme ich damit klar, weil ich sehr viel auf Gefühl gebe. Also ich habe auch nie eine sprechende Mikrowelle gehabt. Ich weiß, wie ich die einstelle und dann läuft die und dann wird es gut. Und wenn es nicht gut wird, dann muss es halt noch länger laufen. Also auf der Arbeit habe ich auch keine sprechende. Ich habe da eine haptische und eine digitale. Die digitale nutze ich gar nicht, aber die haptische, die haben wir auch erlaubt bekommen. Es war ganz spannend, weil an sich mussten wir auf der Arbeit, durften wir keine eigenen Geräte mitbringen. Und bei uns stand damals schon in der Küche die zweite haptische Mikrowelle. Und als wir jetzt umgezogen sind, kam wieder ein Schreiben raus, dass wir an sich nur die digitale nutzen dürfen. Und dann haben wir aber einen Antrag gestellt wegen mir, dass wir die haptische, die da war, die wir bei uns hatten, dass wir die weiter benutzen dürfen. Und das wurde uns erlaubt. Somit steht dann noch eine haptische Mikrowelle da, die ich benutzen kann. Ja, und es gibt ja, weil du gerade die Side City erwähnst, die Reha-Messe mit vielen Hilfsmitteln auch fürs Wohnen. Es gibt ja auch Hilfsmittel-Kataloge, wo man sich mal informieren kann und auch Ansprechpartner findet, die dazu beraten. Und am Anfang, weil du sagst, du machst auch viel über das Gefühl. Am Anfang, als ich erblindet bin, dachte ich, ich muss jetzt eine richtig gute Blinde sein. Ich habe mir sehr viele Hilfsmittel auch bestellt. Was weiß ich, vom Zwiebelschneider bis zum Apfelschäler. Und irgendwann habe ich gemerkt, ich brauche jetzt wirklich nicht alles davon. Also das nimmt viel Platz weg. Und manches nimmt man aus dem sehenden Leben auch noch mit an Technik und muss das blind jetzt ein bisschen umlernen. Dazu gibt es dann die lebenspraktischen Fertigkeiten und ganz, ganz viele Hilfsmittel. diese Messer und Schneidbretter und so weiter, da muss man wirklich gucken, brauche ich das jetzt alles? Ich habe so einen Eiertrenner oder so, wo ich mir denke, boah, ja, wer nutzt das denn wirklich alles? Das ist dann manchmal viel komplizierter, als wenn man es macht, aber das sind alles Sachen, die man erlernen darf, die man erlernen muss. Am 6.6. übrigens in Rendsburg für die Nordlichter unter uns, gibt es da auch, der Blind- und Zivilenverein macht seinen Tag der Möglichkeiten und da auch ist das Thema Küche und Kochen und Wohnen auch ein wichtiges Thema. Und natürlich auch, dann schließen wir das aber auch ab, für noch andere Menschen mit Bindung. Wir haben nicht nur Blinde und Sehbinder, die uns zuhören, sondern auch andere. Die Irma in Hamburg, auch da gibt es ganz viele Informationen zum Bereich Wohnen, wie man sich auch seine Wohnung barrierefrei einrichten kann. Und die RehaCare Ende September steht natürlich auch ins Haus. So, jetzt habe ich, glaube ich, für alle die Messen auch Werbung gemacht, die wichtig sind. Weil, was ich daran sehr spannend finde, ist, dass man da geballt alles zusammenfindet. Es ist für uns sehr mühselig, mit jedem Anbieter in Kontakt zu treten, zu gucken, was jeder hat. Ich finde es auch so messend spannend, weil man da auf einen Blick ziemlich viel an Informationen sammeln kann und danach gucken kann, was passt denn jetzt zu mir. Oder was brauche ich wirklich in meinem Wohnumfeld? Und deshalb finde ich die Messen sehr spannend und möchte auch immer wieder darauf hinweisen. Ich weiß nicht, jeder kann auf solche Messen reisen, aber ja, es ist wert, darüber zu reden. Teilweise gibt es auch gute Podcasts zu den Messen, zum Beispiel von der Side City macht ja der Christian Stahlberg immer einen Podcast, der auch noch im Netz verfügbar ist. Also da kann man sich auch im Nachhinein nochmal durchhören oder beim Blinden- und Sehbehindertenverband nachfragen. Und ansonsten kennt ihr natürlich eure Verbände, je nachdem, welche Behinderung ihr auch habt. Und solltet ihr da noch nicht Kontakt aufgenommen haben, dann macht das unbedingt. Weil dafür sind die spezifischen Behindertenverbände ja zuständig, euch da auch in Sachen Hilfsmittel und auch Wohnen zu beraten. Ich, wie du schon sagst, verschiedene Behinderungen, Sascha. Also da sind wir auch ganz interessiert daran, wie es euch da geht. Ich weiß es von meiner Freundin, die eine körperliche Behinderung hat und auch temporär den Rollstuhl nutzt. Von ihr hatte ich vorhin schon gesprochen. Sie hat zum Beispiel auch ein spezielles Hilfsmittel, um die Tür aufzuschließen. So ein Hebel, weil sie sonst mit ihrer Hand den Schlüssel nicht rumkriegt. Also es geht oft schon damit los, überhaupt in die Wohnung erst reinzukommen. Dann haben wir ja schon besprochen, Lift. Manchmal werden Applikationen wieder abgemacht. Das kenne ich auch. Also ich habe mir da den Fahrstuhl versucht auszustatten, weil er nicht ausgestattet war. Damals bei meiner Arbeitsstelle, in einer Beratungsstelle, da wurden dann meine taktilen Markierungen aber von der Reinigungsfirma wieder entfernt. Ja, Klassiker. Klassiker, genau. Aber wenn ihr da so im Haushalt bestimmte Dinge verwendet, wenn ihr eure Wohnung speziell angepasst habt, gerade auch auf die Höhe eures Rollstuhls, wie könnt ihr euch da gut bewegen, was habt ihr da für Möglichkeiten, wo habt ihr vielleicht auch Assistenz? Ich weiß, es ist auch unfassbar schwer, Assistenz zu bekommen im Bereich Haushalt. Und wie ist das da auch mit dem Vertrauensverhalten? ist, wenn man jemanden wirklich direkt in die Wohnung lässt. Also das ist auch so ein Punkt, kenne ich auch von Freundinnen, weil die gucken ja ins Intimste und da muss man auch eine Person finden, der man da absolut vertraut im Wohnumfeld und das sind alles... Bei uns muss man ja natürlich auch, das kommt ja noch dazu, wenn jetzt sehende Personen eine Haushaltshilfe haben, die können ja direkt rausfinden, macht die das sauber oder macht die das nicht sauber. Macht die das gut, ja, wie mit den Fenstern. Genau, und wir sind natürlich wirklich darauf angewiesen, dass entweder der nachher jemand sagt, das ist sauber geworden oder das ist nicht sauber geworden und sind die 20 Euro pro Stunde, die mittlerweile eine Haushaltshilfe gerne haben will, sind es die wert oder sind es die nicht wert? Ja, und da muss man schon regelmäßig dranbleiben und regelmäßig auch überprüfen lassen. Vertrauen ist gut, Kontrolle ist aber genauso wichtig und das ist manchmal schon eine Herausforderung, finde ich, ganz spannend und ja, gerne schreibt. Also ich habe ja auch, als dann Steffi im Rollstuhl saß und ich dann auch umdenken musste, was ist denn jetzt für sie wichtig? Ich kannte ja das, was für mich wichtig war, aber ich musste dann sie, also ich musste nicht, aber ich habe sie unterstützt, indem wir geguckt haben, was braucht sie jetzt hier in der Wohnung, damit sie hier auch autark und selbstständig leben kann. Sie hat natürlich Hilfe gehabt, der Tagespflegedienst kam regelmäßig vorbei oder so, aber das waren ganz wenige, viel Zeit haben die ja nicht und viel Zeit kriegst du ja auch nicht für die. Wie ist es mit dem Kochen? Wie ist es mit die Spülmaschine einräumen, ausräumen. Ganz, ganz wichtige Elemente. Und das war ja mitten im Umzug. Wir mussten auch gucken, dass sie dann mit dem Rollstuhl überall durchkommt, Kisten wegräumen. Das war schon... Eine ganz andere Welt auch für mich und für sie natürlich auch, weil sie auf einmal angewiesen darauf war, Unterstützung zu kriegen, wenn man selber immer so autark und selber machen will und selber, da muss man auf einmal lernen, Hilfe anzunehmen. Das ist schon Wahnsinn. Also gerne Feedback an uns. Sonntag trifft eagle at inclusator.com. Schickt uns gerne eure Feedbacks. Was ist für euch wichtig? Ich weiß, dass die Wohnungssuche für richtig barrierefreie Wohnungen ein Drahtseilakt ist. Es gibt zu wenige. Es ist schwierig. Aber trotzdem schickt uns mal ein bisschen, auf was kommt es bei euch an? Was ist für euch wichtig bei der Wohnungssuche oder was ist bei euch wichtig in Wohnungen? Habt ihr viel Dekoration? Habt ihr gar keine Dekoration? Wie ist es ihr eigentlich mit den verschiedenen Festen? Habt ihr Ostern dekoriert oder dekoriert ihr an Weihnachten? Wir haben ja schon auch das Thema gehabt, über Weihnachten zu sprechen und so weiter. Aber dekoriert ihr diese Saisons auch oder habt ihr viele Bilder? Wie ist es auch für euch Blinde und Sehbehinderte? Scannen die die Bilder regelmäßig nochmal ab und guckt nochmal, was drauf ist? Oder wenn das einmal hängt und ihr einmal die Erklärungen habt, dann wisst ihr, was drauf ist und dann ist gut. Wir sind natürlich neugierig und warten auf euer Feedback. Ja, wir freuen uns wahnsinnig. Lasst uns mal in eure Wohnungen. Wir haben euch jetzt mit in unsere Wohnungen genommen. Ihr habt jetzt ein Bild und stellt euch die Wohnungen im Geiste vor. Und das machen wir dann auch mit euren Wohnungen, ohne dass wir uns jetzt Fotos zeigen müssen. Das finde ich eigentlich auch ganz schön, dass da immer so auch ein bisschen Raum für Fantasie ist. Und ich wurde das tatsächlich gefragt, öfter schon gefragt, wie ich wohne. Und auch wenn man jetzt nicht jedem immer gleich alles so auf einem Video oder Foto zeigt will, glaube ich, haben wir jetzt schöne Rundgänge gemacht durch unsere ganz persönlichen Bereiche und alles, was ihr mit euch teilen wollt, finden wir natürlich auch mega spannend und wir freuen uns da sehr drauf. In diesem Sinne wünschen wir euch noch eine schöne Zeit. Wir hören uns wieder im Mai und zwar ist das der. 17. Mai. Dann hören wir uns wieder. Mai ist ein ganz wilder Monat, weil wir werden Anfang Mai mit fünf Folgen in fünf Tagen, was, was zehn, ja, acht Tagen, fünf Folgen in acht Tagen rauskommen, weil da ist nämlich Protesttag und wir haben eine wunderschöne Aktion mit der Aktion Mensch, wo wir mal auf den politischen Zahn fühlen. Ich habe es geschafft, alle vier Behindertenbeauftragten der Bundestagsparteien zu gewinnen, also Frau Holbach, Herr Pellmann, Herr Oehlers und Frau Rüffer, die werden im Interview sein und werden mit mir über die derzeitigen Reformen sprechen. Ich werde Ihnen wirklich auf den Zahn fühlen und der Abschluss macht Jürgen Dusel und dann sprechen wir über auch das, was dann ansteht. Ein Jahr Bundesregierung, ein Jahr behindertenpolitische Katastrophe. Wir werden darüber sprechen und die Politiker wirklich an ihre Grenzen bringen mit den Fragen, die wir stellen und sie müssen Farbe bekennen. Ganz spannend, ganz interessante Geschichte, freue ich mich sehr darauf. Ich bin wirklich sehr froh, dass ich alle vier gekriegt habe. Ich musste ein bisschen kämpfen. Drei waren ziemlich schnell, eine war ein bisschen langsamer, aber ich habe sie alle vier gekriegt, da bin ich sehr stolz drauf. AfD habe ich bewusst nicht kontaktiert, damit das auch klar ist, die will ich gar nicht interviewen. Dafür nehme ich mir irgendwann mal Zeit, vielleicht als allerletzten Podcast, bevor ich in Rente gehe, mache ich die AfD und mache sie dann platt. Aber das ist eine andere Geschichte. Nein, ich will keine Partei platt machen. Solange sie demokratisch gewählt werden, müssen wir mit denen lieben und gucken, dass wir sie klein halten. Das ist das Wichtigste. Aber wir können sie nicht platt machen. Das ist nicht mein Demokratieverständnis. Aber wir müssen sie klein halten. Das ist wichtig. Bevor du in Rente gehst, Sascha, gibt es die nicht mehr. Das wäre natürlich zu wünschen. Ich hoffe, dass es bis dahin kein Trump, keine AfD mehr gibt, keine Rechtsradikalen mehr gibt. Das wäre ein Paradies. Das ist ein wunderschönes Schlusswort. Das wünschen wir uns alle. Deshalb, ich darf noch nicht in Rente gehen. Ja, da müssen wir jetzt mal drüber nachdenken. Du darfst nicht in Rente gehen. Noch nicht so schnell. Ja, nee, nee, das stimmt. Aber andererseits vielleicht auch, wenn das ein Indiz dafür wäre, dass es die dann nicht mehr gibt, dann müsstest du sehr schnell in Rente gehen. Ja, aber erst darf es die nicht mehr geben. Dann darf ich erst in Rente gehen. Ach, so ist die Rechnung. Glaub ich mal. Also habe ich dich verstanden oder nicht? Ja, Auslegungssache. Aber auf jeden Fall wäre das ein sehr optimistischer Ausblick. Bei dem bleiben wir jetzt mal. Bei dem bleiben wir. Optimistischer Ausblick, liebe Zuhörer. Vielen Dank fürs Zuhören. Jenny, vielen Dank für unseren wundervollen Austausch. Ich weiß jetzt, wie es bei dir aussieht. Frauensachen im Zimmer. Und mystische Sachen im Wohnzimmer. Und Elfen auf der Terrasse. Ja. Und sehr viel Hund. Mit diesen Bildern im Kopf verabschieden wir uns für heute. Tschüss, bye-bye. Das war Sonntag trifft. Egel. Ciao, danke. Ciao. Danke bis dahin fürs Zuhören. Wir hören uns wieder mit Sonntag trifft Igel am 17. Mai 2026 und ansonsten hier in den kommenden Episoden beim Igel Podcast. Danke bis dann, euer Inklusator Sascha Lang. Inklusion, ganz einfach leben, wird dir präsentiert von Inklusator. Willst uns kontaktieren? Dann schreibe uns eine Mail an moin.igelmedia.com.