Wer arbeiten will, muss mitmachen und wählen dürfen
Podiumsdiskussion anlässlich des europäischen Protesttages am 05. Mai in Kiel auf Einladung von ZSL Nord, BSVSH und Lebenshilfe SH.
13.05.2026 99 min
Zusammenfassung & Show Notes
Wer arbeiten will, muss mitmachen und wählen dürfen
Podiumsdiskussion anlässlich des europäischen Protesttages am 05. Mai in Kiel auf Einladung von ZSL Nord, BSVSH und Lebenshilfe SH.
Arbeit und Beschäftigung - unter diesem starken Titel stand die Podiumsdiskussion zum Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung am 05. Mai 2026 in Kiel.
Der IGEL Podcast war live im Kulturforum zu Gast und Sascha Lang moderierte eine intensive und emotionale Diskussion rund um Arbeit, Beschäftigung, Teilhabe und Selbstbestimmung.
Eingeladen hatten das Zentrum für Selbstbestimmtes Leben Norddeutschland (ZSL Nord), die Lebenshilfe Schleswig-Holstein sowie der Blinden- und Sehbehindertenverein Schleswig-Holstein (BSVSH).
Unterstützt wurde die Veranstaltung von der Aktion Mensch.
Zum Auftakt begrüßte Janine Kolbig vom ZSL Nord die Gäste und machte deutlich, dass Gleichstellung noch immer keine Selbstverständlichkeit ist.
Gerade in Zeiten sozialer Kürzungen müsse man laut bleiben und für Rechte kämpfen.
Moderiert wurde die Runde von Sascha Lang, dem Inklusator und Host des IGEL Podcasts.
Mit auf dem Podium war Michaela Pries, Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderung in Schleswig-Holstein.
Ebenfalls beteiligt waren Ingo Scheuse, Kerstin Scheinert, Birgit Ehlers sowie weitere Expertinnen und Experten aus Selbstvertretung, Politik, Verwaltung und Praxis.
Im Mittelpunkt standen Fragen rund um den Zugang zum Arbeitsmarkt für Menschen mit Behinderung.
Diskutiert wurde über Werkstätten für behinderte Menschen, den allgemeinen Arbeitsmarkt sowie über echte Wahlfreiheit.
Die Teilnehmenden machten deutlich, dass Arbeit weit mehr bedeutet als nur Geld zu verdienen.
Arbeit bedeutet Teilhabe, Sichtbarkeit, Selbstbestimmung und gesellschaftliche Anerkennung.
Kritisch beleuchtet wurden bürokratische Hürden, komplizierte Zuständigkeiten und mangelnde Unterstützungssysteme.
Mehrfach wurde betont, dass Arbeitgeber oft bereit wären, Menschen mit Behinderung einzustellen, das System jedoch zu kompliziert sei.
Auch die UN-Behindertenrechtskonvention spielte eine zentrale Rolle in der Diskussion.
Die Forderung war klar: Rechte müssen umgesetzt und nicht nur besprochen werden.
Besonders eindrücklich waren die persönlichen Erfahrungen und Praxisbeispiele der Gäste.
Es wurde darüber gesprochen, wie wichtig Mut zur Inklusion und ein Perspektivwechsel in Politik und Gesellschaft sind.
Die Runde zeigte, dass Inklusion nur funktioniert, wenn Menschen selbst mitentscheiden dürfen.
Sascha Lang betonte mehrfach, dass niemand mehr in alte Systeme gezwängt werden dürfe.
Das Ziel müsse ein inklusiver Arbeitsmarkt sein, in dem Menschen mit Behinderung selbstverständlich dazugehören.
Die Diskussion machte deutlich, dass Schleswig-Holstein bereits gute Ansätze zeigt, viele Herausforderungen aber bundesweit bestehen.
Eine starke, ehrliche und ungeschnittene Liveaufnahme voller Impulse, Forderungen und echter Stimmen für mehr Teilhabe.
Der IGEL Podcast war live im Kulturforum zu Gast und Sascha Lang moderierte eine intensive und emotionale Diskussion rund um Arbeit, Beschäftigung, Teilhabe und Selbstbestimmung.
Eingeladen hatten das Zentrum für Selbstbestimmtes Leben Norddeutschland (ZSL Nord), die Lebenshilfe Schleswig-Holstein sowie der Blinden- und Sehbehindertenverein Schleswig-Holstein (BSVSH).
Unterstützt wurde die Veranstaltung von der Aktion Mensch.
Zum Auftakt begrüßte Janine Kolbig vom ZSL Nord die Gäste und machte deutlich, dass Gleichstellung noch immer keine Selbstverständlichkeit ist.
Gerade in Zeiten sozialer Kürzungen müsse man laut bleiben und für Rechte kämpfen.
Moderiert wurde die Runde von Sascha Lang, dem Inklusator und Host des IGEL Podcasts.
Mit auf dem Podium war Michaela Pries, Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderung in Schleswig-Holstein.
Ebenfalls beteiligt waren Ingo Scheuse, Kerstin Scheinert, Birgit Ehlers sowie weitere Expertinnen und Experten aus Selbstvertretung, Politik, Verwaltung und Praxis.
Im Mittelpunkt standen Fragen rund um den Zugang zum Arbeitsmarkt für Menschen mit Behinderung.
Diskutiert wurde über Werkstätten für behinderte Menschen, den allgemeinen Arbeitsmarkt sowie über echte Wahlfreiheit.
Die Teilnehmenden machten deutlich, dass Arbeit weit mehr bedeutet als nur Geld zu verdienen.
Arbeit bedeutet Teilhabe, Sichtbarkeit, Selbstbestimmung und gesellschaftliche Anerkennung.
Kritisch beleuchtet wurden bürokratische Hürden, komplizierte Zuständigkeiten und mangelnde Unterstützungssysteme.
Mehrfach wurde betont, dass Arbeitgeber oft bereit wären, Menschen mit Behinderung einzustellen, das System jedoch zu kompliziert sei.
Auch die UN-Behindertenrechtskonvention spielte eine zentrale Rolle in der Diskussion.
Die Forderung war klar: Rechte müssen umgesetzt und nicht nur besprochen werden.
Besonders eindrücklich waren die persönlichen Erfahrungen und Praxisbeispiele der Gäste.
Es wurde darüber gesprochen, wie wichtig Mut zur Inklusion und ein Perspektivwechsel in Politik und Gesellschaft sind.
Die Runde zeigte, dass Inklusion nur funktioniert, wenn Menschen selbst mitentscheiden dürfen.
Sascha Lang betonte mehrfach, dass niemand mehr in alte Systeme gezwängt werden dürfe.
Das Ziel müsse ein inklusiver Arbeitsmarkt sein, in dem Menschen mit Behinderung selbstverständlich dazugehören.
Die Diskussion machte deutlich, dass Schleswig-Holstein bereits gute Ansätze zeigt, viele Herausforderungen aber bundesweit bestehen.
Eine starke, ehrliche und ungeschnittene Liveaufnahme voller Impulse, Forderungen und echter Stimmen für mehr Teilhabe.
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Transkript
Mit eurem Inklusator Sascha Lang,
Es gibt Momente im Leben, da macht Podcasten noch mehr Spaß,
als wenn man zu Hause sitzt und vor seinem Zoom-Programm oder andere Programme
eine Aufzeichnung mit jemandem macht, der weit weg von einem sitzt.
Das sind die Momente, wo man live ist, wo man draußen ist und wo man eine Podiumsdiskussion
moderieren kann mit echten Menschen, Im Publikum und natürlich auch rechts und links neben einem.
Igel Inklusion, ganz einfach lebend, ein Podcast für gelebte Inklusion war am 5.
Mai 2026 auf Einladung von ZSL Nord, der Aktion Mensch und aber auch der Lebenshilfe
Schleswig-Holstein und dem Blinden
und Zivilenverein Schleswig-Holstein in Kiel zu Gast im Kulturforum.
Arbeit und Beschäftigung hieß der Titel der Podiumsdiskussion im Rahmen des
Europäischen Protesttages. Ganz spannende Gäste waren bei mir.
Ich wünsche nun gute Unterhaltung von dieser Podiumsdiskussion,
eine integrale Aufnahme, die hier ohne Schneidung gehört wird.
Also wir schnippeln nicht drumherum, ihr kriegt es live auf die Ohren.
Viel Spaß und gute Unterhaltung wünsche euer Inklusator Sascha Lang.
Freue mich, dass Sie alle heute hier sind zum Europäischen Protesttag zur Gleichstellung
von Menschen mit Behinderung.
Ein Tag, der daran erinnert, dass Gleichstellung noch immer keine Selbstverständlichkeit ist.
Und gerade jetzt, wo über Einsparungen im sozialen Bereich diskutiert wird,
ist es umso wichtiger, dass wir laut sind und unsere Rechte verteidigen.
Ich freue mich sehr, dass wir diesen Tag gemeinsam mit einem Planungsgremium
planen konnten und organisieren konnten.
Gemeinsam mit dabei waren nämlich die Lebenshilfe Schleswig-Holstein, Wir Pflegen e.V.
Und der Blinden- und Sehbehindertenverein Schleswig-Holstein.
Ich finde, das ist ein total gutes Zeichen, dass man gemeinsam ganz viel schaffen
kann. Also finde ich wirklich toll.
Genau. Heute erwartet uns unter anderem eine Podiumsdiskussion,
auf die ich super gespannt bin und vielleicht, ich glaube nicht alle kennen
mich, Sie haben sich vielleicht gefragt, wer bin ich überhaupt?
Mein Name ist Janine Keubig vom Zentrum für Selbstbestimmtes Leben Norddeutschland.
Wir sind eine Selbstvertretungsorganisation und setzen uns dafür ein,
dass Menschen mit Behinderung ihre Rechte kennen, diese einfordern können und
ein selbstbestimmtes Leben führen können.
Deshalb sprechen wir heute über ein ganz wichtiges Thema, nämlich Arbeit und Beschäftigung.
Denn Arbeit bedeutet nicht nur Einkommen, sondern auch Teilhabe,
Selbstbestimmung und vor allem auch Sichtbarkeit in der Gesellschaft.
Ich freue mich sehr, dass wir heute tolle Gäste da haben, die ihre Perspektiven,
Erfahrungen und Impulse mit uns teilen werden.
Ein besonderer Dank gilt der Aktion Mensch, die uns heute an diesem Tag unterstützt haben.
Mit dem Motto, Menschenrechte sind nicht verhandelbar. werden wir uns anschließen
und zwar mit dem Appell, mehr Mut zur Inklusion.
Lassen Sie uns gemeinsam diskutieren, zuhören und hinterfragen,
denn Veränderung beginnt heute hier.
Nun freue ich mich besonders, die Moderation in gute Hände zu geben.
Lieber Sascha, schön, dass du heute hier bist.
Ich freue mich und ich würde sagen, ich übergebe jetzt das Wort an dich und
die Moderation und wünsche uns eine tolle Veranstaltung.
Vielen Dank.
Ja, einen wunderschönen guten Abend kann man um diese Zeit schon sagen. Es ist der 5.
Mai, es ist der europäische Protesttag und wir müssen laut sein oder lauter
werden bei all dem, was wir mittlerweile aus der Politik mitbekommen haben.
Diese Gesprächsrunde wird als Podcast aufgezeichnet für die,
die den Podcast nicht kennen. heißt Igel, Inklusion, ganz einfach leben.
Wobei das Leben in den letzten sechs Wochen etwas schwieriger gefallen ist,
wenn man das hört, was so aus der Politik auf uns runterprasselt und uns derzeit
so ein bisschen auf den Boden drückt.
Aber wir stehen auf, ob im Rollstuhl, ob mit Blindenstock, ob gehörlos oder wie auch immer.
Wir stehen auf und zeigen Flagge. Deshalb Menschenrechte sind nicht verhandelbar.
Und ich möchte, dass ihr sowohl für die, die gerade per Zoom zugeschaltet sind,
aber auch die dann nächste Woche den Podcast hören werden, einfach mal ganz
laut werdet und sagt, Menschenrechte sind nicht verhandelbar.
Ein kleiner, lauter Applaus hier aus dem Raum, bitte.
Stellvertretend sind hier viele Menschen, die es geschafft haben,
hier hinzukommen, aber wir wissen ganz genau, dass draußen ganz viele Menschen
es nicht hierhin geschafft haben oder nicht zu den Protesten schaffen,
weil sie einfach nicht teilnehmen können, weil Teilhabe nicht in Deutschland funktioniert.
Und auch weil sie vielleicht keine Arbeit haben, bei der sie vernünftiges Geld
verdienen können, um sich überhaupt eine Reise hin nach Kiel,
nach Berlin, nach Hamburg, nach über 500 verschiedenen Veranstaltungsorten zu leisten.
Und deshalb ist Arbeit ein wichtiges Element.
Es ist nicht nur Einkommen, es ist Teilhabe, es ist einfach ein wichtiger Aspekt
in dieser Gesellschaft auch gesehen zu werden.
Sichtbarkeit. Deshalb ist Arbeit wichtig. Und wir sprechen heute über die Arbeit.
Wir sprechen heute über das, was wir unter Arbeit verstehen oder was wir auch unter Arbeit brauchen.
Und zwar schauen wir uns nicht nur den ersten allgemeinen Arbeitsmarkt an,
sondern wir schauen uns auch die Werkstätten an.
Es gibt Menschen, für die sind die Werkstätten unabdingbar.
Die brauchen sie. Und es geht auch gar nicht darum, wer die UN-Behindernrechtskonvention richtig liest.
Da steht gar nicht drin, dass wir die Werkstätten abschaffen müssen,
dass wir die Förderzentren abschaffen müssen.
Wer sowas gelesen hat, der interpretiert diese UN-Behindernrechtskonvention falsch.
Wir müssen dem Menschen mit Behinderung die Möglichkeit geben, die jeder andere hat.
Nämlich die Wahl, selbstbestimmend entscheiden zu können,
wo will ich hin und was will ich mit meinem Leben machen und es nicht von der
Politik vordemonstrieren oder vorzeichen lassen oder uns in irgendwelche Kostüme
zu zwängen, die uns überhaupt schon lange nicht mehr passen,
denn uns passt nur noch das Inklusionskostüm,
alles andere ist zu eng und schnürt uns die Luft ab.
Janine hat es bereits angedeutet, das Team hat großartige Gäste mir zur Verfügung
gestellt für dieses Gespräch und ich probiere mit einer Hand zu lesen,
mit der anderen Hand das Mikrofon zu halten. Das ist nicht immer so einfach,
aber das wird schon irgendwie gehen.
Einige Gäste kenne ich so gut, dass ich nichts mehr extra vorlesen muss.
Zuerst mal bei uns zu Gast ist Michaela Priess, Landesbindernbeauftragte für
die Belange der Menschen mit Behinderung.
Sie steht zwischen Menschen mit Behinderung und der Politik und sie versucht
der Politik klarzumachen, dass Menschen mit Behinderung etwas wert sind.
Das ist nicht immer einfach, wird sie uns vielleicht auch gleich ein bisschen erklären.
Sie versucht die Prozesse etwas weiter zu bringen. Michaela Priess, herzlich willkommen.
Das wäre großartig, wenn ich das tief dazu kriegen würde.
Michaela wollte Stativ spielen, aber anderthalb Stunden ist etwas lang.
Jetzt habe ich ein Stativ und habe zwei Hände frei. Super, das ist live.
Dann haben wir zu Gast Kerstin Scheinert. Sie arbeitet in einer Werkstatt.
Dort als Werkstatträtin ist sie aktiv. Sie vertritt die Interessen der Beschäftigten
und bringt ihre Erfahrungen aus dem Arbeitsalltag hier in dieses Gespräch mit ein.
Damit steht sie für die Perspektive, die wir als Menschen mit Behinderung auch
brauchen, um die es heute also geht.
Herzlich willkommen, liebe Kerstin. Dankeschön.
Politik darf in unserer Runde nicht fehlen. Eka van Kalben, sie ist die Sprecherin
zum Thema Inklusion bei der Landtagsfraktion von Bündnis 90 Die Grünen.
Außerdem, und das ist auch wichtig, kümmert sie sich um europäische Themen und
vertritt dort Schleswig-Holstein im Ausschuss der Regionen auf EU-Ebene.
Dort arbeitet sie in den Bereichen Umwelt, Klima, Energie und natürliche Ressourcen.
Natürliche Ressourcen sind unter anderem auch wir Menschen. Wir sind natürliche
Ressourcen, ganz wichtig.
Nur ein kleiner Wink mit dem Zaunfall. In ihrer Arbeit beschäftigt sie sich
unter anderem auch mit dem Thema Landwirtschaft, Gesundheit,
Tourismus, Fischerei und Verbraucherschutz und Katastrophenschutz.
Herzlich willkommen, Frau van Kalbel. Hallo.
Peter Gottskula-Lüdemann. Ich hoffe, ich habe den Namen richtig ausgesprochen.
Er nickt mit dem Kopf. Super, ich habe es gesehen. Er ist Fachbereichsleiter
für Rehabilitation in der regionalen Direktion Nord der Bundesagentur für Arbeit.
Er beschäftigt sich intensiv auch
mit dem Zugang zum Arbeitsmarkt und den strukturellen Rahmenbedingungen.
Was für ein schwerer Text, den ich da geschrieben habe. Dabei kennt er die Herausforderungen
aus Verwaltung und Praxis gleichermaßen. Herzlich willkommen.
Annette Schmidt, sie ist Bereichsleiterin für Arbeit und Bildung bei der Stiftung Drachensee.
Zu ihrem Bereich gehören Werkstätten,
Ganz wichtig jetzt, ausgelagerte Arbeitsplätze und aber auch Berufsbildungsbereich.
Sie bringt über 30 Jahre Erfahrung aus ihrer Arbeit mit und aus der Einbildungshilfe.
Herzlich willkommen, Frau Schmidt.
Wenn wir über Arbeit reden, brauchen wir Sie definitiv, die Unternehmer.
Und stellvertretend für Sie heute zu Gast Ingo Scheuse. Er ist Hauptgeschäftsführer
des Unternehmensverbandes Kiel.
Im Unternehmensverband finden wir rund 370 regionale Unternehmen wieder,
die mehr als 50.000 sozialversicherte Arbeitnehmer beschäftigen.
Und somit ist jeder zweite Beschäftigte Schleswig-Holsteiner in Kiel hier in
diesem Verband regruppiert, also sozialversichert.
Ein ganz wichtiger Faktor. Herzlich willkommen, Herr Scheuser.
So, jetzt wisst ihr, mit wem wir es zu tun haben. Und jetzt geht die Fragerunde
los. Michaela Priest hat schon
vorhin gesagt, sie freut sich auf meine Fragen. Ich hoffe, es ist so.
Michaela, welche konkreten Maßnahmen sind aktuell auf dem Tisch?
Und welche kommt das wirklich an? Und welche kommen bei den Menschen mit Behinderungen an?
Also was treibt die Politik derzeit, wenn es um den Arbeitsmarkt geht?
Sascha, erstmal vielen Dank, dass du meine Aufgabe so wunderbar beschrieben hast.
Genau diese mittleren zwischen echtem Leben, dann unseren Lebensbedingungen,
die wir mit einer Behinderung unterwegs sind und eben der Politik.
Das ist genau das, was ich tue.
Und insofern, das wird selten so präzise formuliert. Das nehme ich mal genauso
mit, wie du das gerade gemacht hast für die Zukunft.
Das verstehen dann Menschen vielleicht besser, was mein Job ist.
Thema Arbeit und Beschäftigung. Wo stehen wir?
Ich habe jetzt, und ich sage das jetzt wirklich mal ganz ehrlich,
ich habe gerade ein kleines Problem.
Wir sind gerade als Team Landesbeauftragte in einem sehr engen Prozess mit dem
Sozialministerium und weiteren Häusern,
um genau zu diesem Thema konkrete Maßnahmen zu entwickeln und was an den Start zu kriegen.
Das Ganze ist ein Ergebnis aus einem Prozess, den wir angestoßen haben,
gemeinsam unter anderem mit Kerstin Scheinert für die Werkstatträte,
Landesarbeitsgemeinschaft, Teilhabe, Bildung, nee, A.
B, T, Arbeit, Bildung, Teilhabe, so rum ist das, alles in Ruhe machen und anderen relevanten Akteuren.
Und dieser Prozess, den wir angestoßen haben, um zu schauen,
wie kriegen wir hier in Schleswig-Holstein in den Bereichen,
wo wir wirklich als Land auch selber entscheiden können,
also nicht wir schauen nach Berlin oder wir schauen nach Europa oder sonst wo,
sondern was können wir in Schleswig-Holstein abseits dieser Dinge dort hier
wirklich selber tun und haben es in der Hand, das zu gestalten.
Das haben wir versucht herauszufinden und daraus Maßnahmen und Verantwortlichkeiten zu definieren.
Und nun haben wir gerade letzte Woche einen Termin gehabt, um mal zu sprechen,
wo stehen wir denn eigentlich in diesem Prozess?
Und ich habe in diesem Termin gefragt, Mensch, ich habe nächste Woche, 5.
Mai, hier genau dieses Thema.
Wie öffentlich ist denn das schon, was wir hier besprechen?
Und dann habe ich gestern am späten Nachmittag eine E-Mail bekommen und da stand
dann drin, nee, das ist noch nicht öffentlich.
So, und da stehe ich ein Stück weit im Wort, zumindest was diese Runde betrifft.
Natürlich kann ich allgemein sagen, worum es geht, aus ganz klar unserer Sicht
und eben dem, was wir rückkoppeln, mit all denen, die in diesem System irgendwie
auch eine Rolle spielen.
Nein, wir dürfen nicht nur in einem Rechtskreis denken. Ich glaube, das ist ganz klar.
Dieses Thema ist, wenn ich auf die landespolitische Ebene schaue,
ist das ein Thema für ein Sozialministerium, das ist ein Thema für ein Wirtschaftsministerium,
das ist ein Thema für ein Bildungsministerium.
Und es macht keinen Sinn, wenn nur ein Ministerium mit Expertinnen und Experten
daran rumpuzzelt, sondern das sind die drei, die schon mal für sich irgendwie
zusammenkommen müssen, um da einen Schuh draus zu machen.
Das, was die dann wiederum tun, muss Anpassung haben, muss angedockt sein an
das, was weitere Akteure auf dem Arbeitsmarkt tun,
zum Beispiel Bundesagentur, zum Beispiel Arbeitnehmerperspektive,
zum Beispiel Bereich Eingliederungshilfe, Werkstätten.
Es muss zum Ziel haben.
Dieses starre System, was wir bisher haben, durchlässiger zu machen.
Es muss möglich sein, dass Menschen, egal wo sie sich gerade befinden,
ob phasenweise in einer Werkstatt zum Beispiel für Menschen mit Behinderung,
eine Möglichkeit haben, auch auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt oder aber auf
anderen Arbeitsplätzen tätig zu sein.
Und es muss eine Durchlässigkeit sozusagen in beide Seiten möglich sein.
Auch wenn ich feststelle, allgemeiner Arbeitsmarkt ist noch zu herausfordern,
kriege ich nicht hin, muss ich die Möglichkeit haben, auch wieder in einen geschützten
Arbeitsbereich zu kommen.
Unser System macht all diese Dinge gerade richtig schwer.
Bis hin zur Frage, wie komme ich eigentlich, wenn ich aus der Schule komme,
mit welchen Empfehlungen gehe ich eigentlich aus einer Schule?
Wo muss ich eigentlich, also was hat das für mich für einen zukünftigen Weg?
Bin ich quasi eine Kandidatin, Kandidat, die automatisch übergeleitet wird mit
einer Empfehlung Werkstatt für Menschen mit Behinderung, was nicht per se immer
was Schlimmes sein muss.
Deswegen bin ich froh, dass Kerstin hier ist und dass wir das auch mal transparent heute besprechen.
Wir malen immer gerne so Katastrophenszenarien, wenn man in einer Werkstatt
für Menschen mit Behinderung arbeitet, ist das Leben vorbei und alles ganz furchtbar.
Nee, es geht um die Bedingungen.
Es geht um die Strukturen und Bedingungen und um gleichwertige Teilhabe.
Es geht um Bezahlung und all diese Dinge.
Darum geht es. Aber dass ich einen geschützten Arbeitsbereich habe.
Entweder für immer oder für eine gewisse Zeit, finde ich, ist per se eine sehr, sehr gute Sache.
Und wie ich das dann benenne, ich finde den Namen Werkstatt nicht gut.
Ja, ich würde mir auch wünschen, dass diese Menschen nicht Beschäftigte sind,
sondern Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und quasi Teil.
Dass diese geschützten Bereiche Teil eines allgemeinen Arbeitsmarktes sind. Vielen Dank.
Ja, und wir diese Unterscheidung eben nicht mehr haben. Das muss unser Ziel sein.
Und all diese Rahmenbedingungen, die ich dir gerade beschrieben habe, Sascha,
sind die, die wir gerade versuchen, konkret in den Zuständigkeiten,
die wir für Schleswig-Holstein haben, aber auch auf der Bundesebene.
Nur du weißt, ich bin mit den Beauftragten der Länder und des Bundes und anderen ordentlich unterwegs.
Wir versuchen auf allen Ebenen unseren Einfluss geltend zu machen.
Versuchen wir in diesem Sinne, Weichen anders zu stellen, die Beteiligten einzuladen,
mit uns darauf zu schauen, welche Möglichkeiten haben wir,
welche Anreizsysteme können wir schaffen, auch für Unternehmen,
wo ist denn das Problem, auch Menschen zu beschäftigen, neu einzustellen.
Aber für Unternehmerinnen und Unternehmer natürlich auch ganz klar die Frage,
wie halten wir die, die im Laufe ihres Berufslebens eine Behinderung erwerben?
Das sind wichtige Arbeitskräfte, auf die wir nicht gut verzichten können.
Also es muss immer ein Mehrklang von allem sein.
Und so simpel ich es gerne manchmal hätte und du vielleicht auch in meiner Antwort
und andere auch, dass wir mit einer isolierten Forderung rausgehen und sagen,
so das muss es jetzt sein, Kann ich aus meiner Erfahrung nur sagen,
das alleine ist nicht das Pudels Kern, das ist nicht die Lösung.
Es ist immer das Zusammenspiel von ganz vielen Maßnahmen aus ganz unterschiedlichen
Rechtsbereichen, die miteinander gut funktionieren müssen und die ganz zuvorderst
gemeinsam mit den Menschen,
die in diesem System quasi Leistungen bisher empfangen,
dass das mit denen gemeinsam entwickelt wird.
Und nicht von irgendjemandem und die werden nachher einfach konfrontiert mit
irgendeinem Ergebnis, das wiederum.
Richtig gutem, echten Leben gar nichts zu tun hat. Damit hast du auch schon
die zweite Frage fast beantwortet.
Die Lücken zwischen Anspruch und Realität hast du, glaube ich,
in deiner ersten Frage mit aufgezeigt.
Deshalb würde ich gerne mit Frau van Kallen kurz sprechen.
Welche Rolle spielt Europa bei dem Thema Inklusion auf dem ersten Arbeitsmarkt?
Wir haben gerade gesagt, hier Schleswig-Holstein probiert was.
Der Bund muss da auch noch mitmischen. Ob wir den mit motiviert kriegen,
schauen wir da mal. Aber welche Rolle könnte da Europa eventuell spielen?
Europa ist natürlich immer sowas, was erstmal uns sehr weit weg vorkommt und sehr unkonkret.
Und im Grunde ist es das natürlich auch. Ich bin regelmäßig in Brüssel,
wo im Ausschuss der Regionen, da sitzen also Leute dann, die Bürgermeister in
Warschau sind oder Stadträtin in Paris oder so.
Und dann tauscht man sich darüber aus, wie macht ihr das eigentlich?
Und darüber steht dann aber die Grundlage, dass in Europa eben natürlich die
Europäische Charta der Grundrechte gilt, die UN-Behindertenrechtskonvention
und dass man versucht, die umzusetzen.
Und die Kommission, also die Regierung von Europa hat so eine Strategie entwickelt
von 2021 bis 2030, Also sie ist schon fast bald wieder um.
Wo es um die Rechte für Menschen mit Behinderung geht, wo auch ganz viel drinsteht
zur Förderung von Arbeit.
Und was steht dann dahinter? Dahinter stehen Fortbildungsprogramme,
Tipps für Unternehmer, wie schaffe ich das, meine Arbeit inklusiver zu machen,
Netzwerke, also wo sich dann eben so verschiedene Länder austauschen können.
Wie macht ihr das? Wie macht ihr das? Und auch Geld.
Es gibt einen europäischen Sozialfonds, heißt der.
Der ist aber gerade ganz fürchterlich unter Beschuss. Wir machen dazu auch eine
Veranstaltung Ende Mai.
Da können wir auch gut Unterstützung gebrauchen, weil da kommen alle aus unseren
ganzen Europaabgeordneten, die im Parlament sitzen, also SPD,
CDU und Grüne, sind da gemeinsam auf dem Podium.
Und wenn da der eine oder der andere von euch dann auch kommt und die Stimme
erhebt und sagt, dass man am Sozialfonds nicht sparen darf, wäre ich dafür sehr dankbar.
Das findet im DAK statt, DAK-Haus.
Wenn ihr da mehr zu wissen wollt, fragt, wen auch immer.
Aber das findet man heraus. Auf unserer Homepage ist es auf jeden Fall.
Also es gibt dann diese Strategie und Geld und Fortbildung. Das ist aber trotzdem
weit weg und ich glaube, viele kennen das gar nicht.
Also ich wüsste nicht, ob im Unternehmerverband Kiel man schon mal auf guckt,
was bietet eigentlich Europa so an Tipps an, wie man Inklusion machen kann.
Und deswegen ist das immer hilfreich und ein Baustein, wie Michaela gesagt hat, aber nur ein kleiner.
Wichtiger ist, glaube ich, dass man einen Rahmen hat.
Also zum Beispiel schreibt die EU vor, dass jedes Land in Europa einen konkreten
Handlungsplan machen muss, wie Arbeit inklusiver geschieht.
Und da werden dann Berichte gemacht. Und wir hatten zum Beispiel eine Veranstaltung
auch mal im Landeshaus zur Umsetzung der UN, also auf Weltebene Behindertenrechtskonvention.
Und dann kriegt so eine Landesregierung auch mal eine Aufforderung,
ein bisschen besser zu werden.
Also insofern ist das wichtig in Europa und diese Rahmen zu haben.
Aber es ist natürlich nicht so konkret wie das, was jetzt mit dem Sozialministerium
und anderen und hier konkret gemacht wird.
Ich glaube, dass die Gesetze und die Forderungen, die es auf europäischer Ebene
gibt, schon sehr, sehr gut sind.
Das Problem ist eher die Umsetzung. Also wird das auch wirklich gemacht?
Und was im Moment auch diskutiert wird, ist, wie man den Begriff Behinderung
noch mehr vereinheitlicht.
Also dass man, wen soll eigentlich was betreffen?
Es gibt ja jetzt neuerdings auch einen europäischen Ausweis,
Schwerbehindertenausweis, Damit man eben,
wenn man reist, nicht jedes Mal sozusagen wieder an neue Barrieren stößt,
wenn man seinen schwerbehinderten Ausweis vorstellt oder auch wenn man im Ausland
arbeiten will, dafür gibt es auch Förderprogramme,
dass dann die eigene Schwerbehinderung auch im Ausland anerkannt wird und man
nicht dort nochmal durch die Mühlen. Viele von ihnen kennen das.
Manchmal dauert das ja wirklich Jahre, bis man endlich den Bescheid hat, die Anerkennung hat.
So ist das jedenfalls bei meiner Tochter gewesen. Die hat sehr lange darauf gewartet.
Und als sie dann überlegt hatte, vielleicht mal nach Brüssel zu ihrer Schwester,
also meiner anderen Tochter, zu ziehen, dann muss ich das da ja wieder neu beantragen.
Dann geht das ja alles wieder von vorne los.
Das versucht Europa zum Beispiel einheitlicher zu machen, damit auch Menschen
mit Behinderung überall, möglichst in fast allen Ländern, die gleichen Rechte haben.
Aber es gibt große Unterschiede und dazu kommen wir aber in eine andere Frage
noch. Deswegen möchte ich das jetzt nicht...
Wenn wir uns jetzt das mal angehört haben, Michaela durfte ja noch nicht aus
dem Nähkästchen plaudern, leider.
Also wir haben noch nicht so ganz intensiv gehört, was politisch jetzt auf uns
zukommt. Aber ich frage jetzt mal so ganz in die Runde, wer antworten mag,
kreilt sich ein Mikrofon.
Wer von euch oder von Ihnen spürt denn überhaupt eine politische Entwicklung im Alltag?
Wer will?
Also ich meinte hier in der Runde, also hier, das Publikum holen wir später.
Ja, guck mal, da waren wir jetzt gerade irritiert. Achso, Entschuldigung,
da habe ich mich nicht deutlich ausgedrückt.
Der Moderate spricht nicht deutlich. Darf ich ganz kurz dazu was sagen,
weil ich bisher nur Europa durfte?
Also ich bin ja auch für Inklusion hier im Land zuständig und wir merken halt
den Druck im Moment in der Politik sehr groß,
dass in den Kommunen und auch von manchen Politikern hier und von manchen PolitikerInnen
im Bund über Kürzungen gesprochen wird und das macht die Menschen total unruhig und unzufrieden.
Die Menschen, die in der Eingliederungshilfe arbeiten, die Menschen,
die Eingliederungshilfe bekommen und es wird zu wenig darüber gesprochen,
wie machen wir es eigentlich einfacher für die Menschen.
Also wie komme ich schneller an das Budget für Arbeit, wie kriege ich schneller
eine Maßnahme Und es wird sehr viel über anderes gesprochen und gleichzeitig.
Und deswegen, ja, man darf sicherlich noch nicht sagen, was ihr entwickelt habt,
Michaela, aber im Sozialausschuss wurde ja schon auch immer mal wieder berichtet, was so grob geplant ist.
Und es geht eben darum, wirklich den Übergang von Schule zur Arbeit zum Beispiel
zu verbessern, weil aus meiner Sicht ist da wirklich ein totaler Knackpunkt.
Dieser Weg sozusagen von der Förderschule in die Werkstatt, ohne dass wirklich
eine freie Wahl da ist für eine Ausbildung oder so.
Und ich glaube, dass das zumindest einer der vielen Punkte ist,
die ich zumindest schon mal gehört habe in der Diskussion und auch im Sozialausschuss.
Noch jemand hier an unserem nicht vorhandenen, unsichtbaren Tisch?
Also das Stichwort für mich war gerade Übergang Schule Beruf,
weil das unheimlich wichtig ist, finde ich.
Das ist schon Weichenstellung auch dann für das spätere Leben.
Also was wir jetzt bundesweit, aber auch in Schleswig-Holstein in den kommenden
zwei Jahren machen werden, ist in einer Region in Schleswig-Holstein.
Ja haptische Berufsorientierung, das ist das Stichwort zu erproben.
Also intensive Berufsordnung haptisch bedeutet, also wenn jemand mit Lego Serious
Play schon zu tun hatte zum Beispiel,
also wo man sozusagen dann auch Dinge als junger Mensch, Dinge about,
also sozusagen sich bildlich vorstellt. Das macht man auch im Management.
Also das ist nicht so, dass man sagt, okay, das ist etwas für junge Menschen,
die irgendwelche Einschränkungen haben, sondern das funktioniert auch im Management,
dass man praktisch auch in der Strategieentwicklung, und hier geht es ja um
die eigene Zukunft, dass man das wirklich dann auch in die Hand nimmt.
Und da gibt es unterschiedliche Elemente, die eben dazu dienen sollen,
sich frühzeitig auch mit den
Stärken zu beschäftigen und das Ganze unter Einbeziehung der Wirtschaft.
Also das wird ganz wichtig, das wird eine Herausforderung sein,
dass wir das natürlich gemeinsam mit Unternehmen und Unternehmern machen,
die dann entsprechend auch Praktika dann ermöglichen.
Ja, weil ich sage mal so Praktika, das ist für mich so wie, oder anders gesagt,
Berufsorientierung ohne Praktikum ist wie Schwimmen lernen ohne Wasser.
Kann man machen, ja, dann springt man ins Wasser und merkt, oh,
das, was ich theoretisch so gelernt habe, das fühlt sich ganz anders an.
Deshalb auch hier wird es darum gehen,
eben auch frühzeitig Kontakte zu knüpfen in die Wirtschaft, sich eben auszuprobieren,
nicht in der Werkstatt, also irgendwo im Labor, im geschützten Raum,
sondern eben auch unter Echtbedienung.
Und ich hoffe sehr, dass wir in zwei Jahren, das wird wissenschaftlich evaluiert, begleitet,
Prototypen gab es in Sachsen und in Nordrhein-Westfalen und das macht Mut,
dass da auch wirklich auch mehr gelingt als im Moment.
Und ich hoffe, dass wir, wenn wir in zwei Jahren darüber sprechen,
dass ich dann schon aus dem Nähkästchen plaudern kann, was das Ganze dann auch.
Ich würde gerne eine Zwischenfrage stellen, bevor das Nähkästchen geöffnet wird,
wurde denn daran gedacht, dass bei den Praktikas auch die begleitenden Maßnahmen
für die Menschen mit Behinderung dabei ist?
Also wenn eine Assistenz braucht, wenn eine Hilfsmittel braucht,
ist das mit eingeplant, weil es ja oft so, dass Menschen gerne Praktikas machen
würden, aber dann gibt es kein Geld oder keine Unterstützung.
Das Integrationsamt sagt ja, du bist noch nicht für uns wichtig.
Die Schule sagt, du bist bei uns raus. Also dieser Luftlehrerraum,
ist der denn jetzt da mit abgedeckt und wird geguckt, dass die Menschen dann
da auch ihre Unterstützung kriegen, überhaupt das Praktika vernünftig zu bewerkstelligen?
Also wir machen das Hand in Hand mit dem Land, Schäßwig-Holstein,
weil wir das nur in gemeinsamer Verantwortung hinbekommen.
Das ist das, was Sie richtigerweise ansprechen.
Wir haben eben sehr...
Es gibt geteilte, manche sagen fragmentierte Zuständigkeiten.
Es gibt nicht die Institution, die alles kann, sondern hier geht es eben alle
und auch eben auch das Land, das Bildung, das Sozialmission mit ins Boot zu
nehmen und das, was es braucht.
Und da hat auch die Bundesagentur auch einige Leistungen im Portfolio.
Also alles, was geht, wird möglich gemacht, kann ich nur an der Stelle sagen.
Natürlich, wenn man so ein Pilotprojekt macht, dann lernt man auch,
was sind da die Hürden, was sind da möglicherweise auch Lücken,
die dann auch gestoßen werden müssen.
Nur dann kann man am Ende des Tages sagen, ja, wir machen das jetzt auch in der Breite.
Das wäre jetzt tatsächlich auch nochmal meine Frage gewesen,
inwieweit Praktika tatsächlich für Schulabgänger und Gängerinnen auch für alle zugänglich sind.
Also wie ist es dann mit der Begleitung im Betrieb, dass man da tatsächlich
auch alle jungen Menschen mitdenkt und niemanden dann ausgrenzt? Das ist der Anspruch.
Wir wissen, Anspruch und Wirklichkeit. Deshalb pilotiert man sowas,
um zu sehen, wie geht das?
Wie kriegt man alle tatsächlich ins Boot und wie kann man das alles gut verzahnen,
dass es am Ende des Tages auch eben den jungen Menschen ist, besonders wahr.
Erfahrungen aus Sachsen, aus den Regionen, wo das pilotiert worden ist.
Also das klingt vielversprechend, dass wenn eben die Kommune, das Land,
die Bundesagentur, also alle, die da Verantwortung tragen, das gemeinsam anpacken,
dass da mehr geht als das, was heute möglich ist.
Kerstin Scheinert, Sie arbeiten in einer Werkstatt. Was bedeutet diese Arbeit
in einer Werkstatt für Sie persönlich?
Also ich würde ganz gerne im
Vorhinein sagen, dass ich jetzt keine Fürsprecherin von Werkstätten bin.
Im Gegenteil, ich spreche für die Menschen, die dort tagtäglich arbeiten.
Jetzt zu mir persönlich, was bedeutet für mich die Arbeit in der Werkstatt?
Es ist für mich tagtäglich, dass ich dort hingehe, meinen Tagwertu gesehen werde.
Und für mich war es, muss ich sagen, anfangs, ich hatte einen Unfall,
die erste Möglichkeit, wo ich überhaupt arbeiten konnte nach meinem Unfall,
weil ich nicht mehr in meinen normalen Beruf zurück konnte und es ist halt,
Ein Ort, die Werkstatt, wo ich nicht nur aufbewahrt werde, sondern wo ich auch
wirklich gesehen werde und wo man meine Leistung anerkennt.
Sie haben gesagt, Sie sprechen nicht für Werkstätten, sondern für sich und Ihre
Kolleginnen, die dort tätig sind.
Wenn Sie was verändern würden in den Werkstätten, was wäre das so ganz spontan?
Ja, das würde eigentlich jeder sagen. Das ist natürlich allererst das Berufs-Nach-Luft-Nach-Oben,
wo ist Kritikpunkt einer Werkstatt.
Es ist das Entgelt natürlich, es ist die Möglichkeit des Überganges,
es ist die mangelnde Bildung, die mangelnde Möglichkeit, überhaupt eine Ausbildung zu machen.
Ich dümpel zwei oder zwei Jahre im Berufsbildungsbereich herum,
habe aber keinen anerkannten Abschluss.
Das ist wirklich kritikfähig. Das sagen wir auch schon als Landesarbeitsgemeinschaft
schon seit Jahren, muss ich sagen.
Gab es einen Moment, der besonders wichtig für Sie war? also,
also ein Moment der glücklich für mich ist ist wenn, also Glück mich glücklich
macht, wenn ein Kollege kommt der lange gesagt hat ich will gar nicht in die
Werkstatt ich bin ja nicht behindert,
gehöre ja nicht hier hin wenn der ein paar Jahre später zu mir sagt,
ja ich bin froh oder doch froh, dass ich doch hier geblieben bin,
und es tut mir gut hier und wenn ich das mit mir vergleiche mich hat hier glücklich
gemacht Wie gesagt, dass ich gesehen werde, dass ich Anerkennung bekomme,
vielleicht auch für meinen Job als Werkstattrat vor Ort.
Und was mir gut getan hat, ganz ehrlich, es geht mir gesundheitlich besser,
wenn ich jetzt nicht in die Werkstatt gegangen wäre, wäre ich nicht da,
wo ich jetzt bin. Ich könnte nicht so sprechen.
Ich wäre nicht in eine eigene Wohnung gezogen. Ich hätte mich nicht getraut.
Man hat mir was zugetraut.
Also der genaue Moment, der war am Anfang im Berufsbildungsbereich,
muss ich sagen, in den ersten Jahren.
Da habe ich mich unheimlich weiterentwickelt.
Frau Schmidt, wir haben uns vorhin angedeutet, dass Sie schon ganz viele Jahre
Erfahrung haben, auch natürlich mit Außenarbeitsplätzen, mit den Werkstätten.
Wo liegen denn die Stärken und die Grenzen der Werkstätten?
Also wo sind die Stärken drin und wo, sagen Sie, da prallen wir regelmäßig gegen die Wand?
Genau, also einmal haben wir natürlich viele personenzentrierte Qualifizierungs-
und Bildungsangebote für die unterschiedlichsten Menschen und was wir auch haben,
ist tatsächlich ein breites Arbeitsangebot.
Das heißt, die Menschen können sich in den unterschiedlichsten Berufsfeldern ausprobieren.
Wir haben die unterschiedlichsten Tätigkeiten und von daher ist es da natürlich
auch möglich, ohne Zeitdruck Dinge quasi auch auszuprobieren,
sich zu erproben, aber eben auch Talente zu entdecken.
Also vielfach haben wir einfach Menschen, die sagen, Mensch,
das traue ich mir gar nicht zu, aber ich würde das jetzt mal im geschützten Rahmen ausprobieren.
Und ja, das ist, finde ich, immer für viele einfach sehr erkenntnisreich.
Also für die Menschen selber, für uns selber.
Und ich finde, das ist eine große Stärke, die wir da haben.
Die Grenzen sind tatsächlich gesellschaftlich. Manchmal sind wir das auch die
Grenze. Und manchmal sind es die Menschen selber.
Also es ist einfach sehr unterschiedlich. Ich finde, es muss ja immer alles zusammenpassen.
Einige Menschen sagen Wunsch und Wahlrecht, ich möchte gerne eine Werkstatt
besuchen. Andere Menschen sagen, auf keinen Fall möchte ich in eine Werkstatt gehen.
Ich möchte mich lieber erst mal mit einem ausgelagerten Arbeitsplatz erproben
und dann ins Budget für Arbeit übergehen. Ich finde, das sind alles gute Maßnahmen.
Manchmal sind die formalen Hürden einfach sehr hoch. Das muss man einfach auch sagen.
Also man muss dann schon immer gucken, Mensch, wo muss ich denn welchen Antrag stellen?
Ich finde, das könnte deutlich einfacher werden. Da weiß ich tatsächlich nicht,
wie das so europäisch ist, ob es da einfach andere Modelle gibt,
um tatsächlich Dinge auch zugänglicher zu gestalten, dass die Menschen auch zu ihrem Recht kommen.
Und Politik ist natürlich auch eine ganz klare Grenze, wurde ja eingangs auch
benannt mit den ganzen Einsparungen.
Das wird nicht dazu führen, dass die Menschen deutlich bessere Übergangschancen haben.
Und ich würde mir auch, wir arbeiten ja auch eng mit der Wirtschaft zusammen,
gerade was ausgelagerte Arbeitsplätze anbelangt, ausgelagerte Arbeitsgruppen,
da tatsächlich noch mehr Offenheit wünschen. Ich finde, da ist schon super viele
Bewegungen gekommen in den letzten 30 Jahren.
Vor 30 Jahren waren ausgelagerte Einzelarbeitsplätze tatsächlich völlig unbekannt
und die Menschen dachten, oh je, oder die Firmen, nee, das können wir gar nicht.
Ich finde, das hat sich wirklich gut entwickelt, sodass auch Firmen in Werkstätten
anrufen und fragen, Mensch, wir hätten ja Arbeitsmöglichkeiten,
können wir da zusammenarbeiten? Ich finde, das ist eine positive Entwicklung,
aber wir müssen unglaublich aufpassen, dass die Menschen weiterhin zu ihrem Recht kommen.
Und ich finde, dass Werkstätten, vorhin ist es glaube ich hier auch gesagt worden,
ein Teil des allgemeinen Arbeitsmarktes sind.
Und das ist einfach, eine Werkstatt hat tatsächlich ja auch hohe soziale Aspekte.
Weiterentwicklungsmöglichkeiten und Werkstatt ist viel mehr als nur Arbeit.
Und natürlich muss man auch das Entgelt in den Blick nehmen und sagen,
Mensch, wie kann sich die Entgeltsituation von den Menschen,
die in Werkstätten arbeiten, auch verändern? Und das ist, glaube ich,
nochmal eine große Herausforderung auch für Politik und Gesellschaft.
Und ja, da bin ich einfach mal gespannt, wie sich das so weiterentwickelt und
was es dann da so im geheimen Papier alles so gibt.
Kann man pauschal die Frage stellen, für wen sind Werkstätten gut und für wen ja nicht?
Das finde ich ist total schwer zu beantworten. Ich finde, das ist ein Wunsch-
und Wahlrecht jeder Person.
Und von daher finde ich, gibt es da nichts, wo man sagen kann,
für die Person ist das was und für die ist das nichts.
Wie gesagt, Wunsch- und Wahlrecht ist einfach ganz klar und es ist halt eben auch so,
dass man natürlich einen Leistungsanspruch haben muss und da ist natürlich die
Einigungshilfe, also das heißt die Leistungsträger dran in der Bedarfsfeststellung,
sodass ja manchmal die Menschen dann auch, ja da kein Bedarf festgestellt wird
oder auch darum kämpfen müssen, dass sie in einer Werkstatt tätig sein können. Also ja, das ist das.
Gibt es wirklich das Wunsch- und Wahlrecht, wenn ich doch merke,
dass nur 0,33 Prozent der Menschen in Werkstätten auf den ersten Arbeitsmarkt kommen können?
Prinzipiell die meisten, die in den Werkstätten anfangen, keine Wahl haben,
also direkt mal nicht den ersten Arbeitsmarkt begegnen.
Es gibt auch welche, die vom ersten Arbeitsmarkt in die Werkstätten gehen,
das ist ja auch okay, aber es ist wirklich Wunsch- und Wahlrecht,
wenn ich Äpfel mit Birnen vergleichen muss und nicht Äpfel mit Äpfel? Nein, auf keinen Fall.
Also das hatten wir vorhin schon beim Thema, welche berufliche Bildung gibt
es für junge Menschen, also für Schulabgängerinnen und Gänger und mir ging es
tatsächlich eher um das Wunsch- und Wahlrecht, möchte ich da eine Werkstatt besuchen oder nicht.
Die Frage ist dann, was gibt es für Alternativen und ich glaube,
da müssen wir uns tatsächlich weiterentwickeln, dass es wirkliche Alternativen
gibt. Also wie nochmal andere Maßnahmen, wie Menschen einfach auch in Firmen
des allgemeinen Arbeitsmarktes arbeiten können.
Aber das bezog sich tatsächlich eher darauf irgendwie, dass die Menschen für
sich entscheiden, natürlich unter eingeschränkten Bedingungen,
ob sie eine Werkstatt besuchen wollen oder nicht.
Und das bezog sich darauf, für welche Menschen ist das was und für welche nicht.
Das kann ich tatsächlich nicht sagen.
Kerstin, hattest du die Wahl? Konntest du auch eventuell sagen,
ich will doch wieder auf den ersten Arbeitsmarkt?
Nein, ich habe mich entschieden, obwohl ich immer gesagt habe,
nein, never ever, Werkstatt nie ist nicht meins. Ich sehe mich dort nicht.
Ich habe mich aber auch nicht dort gesehen nach meinem Unfall,
wo ich herkam. Das wäre nicht gegangen.
Ich wusste, dass mein gesundheitlicher Zustand war dementsprechend schlecht,
dass ich gesagt habe, ich will irgendwas tun, deshalb entscheide ich mich für die Werkstatt.
Weil das war circa vor 30 Jahren, da hat man nicht nur daran gedacht,
Menschen mit Behinderung die Wahl zu geben, sich einen Job zu suchen.
Das wäre undenkbar. Das gab es vielleicht in Einzelfällen. Aber das wäre schwierig gewesen.
Und was ich noch dazu sagen wollte, zu Wahlfreiheit. Freiheit heißt ja,
die Wahlfreiheit, dann muss ich ja die Freiheit haben, etwas auszuwählen.
Und was ist, wenn ich keine Auswahl habe?
Wenn es nur zwei Dinge gibt, also es gibt nur die Werkstatt für mich,
den allgemeinen Arbeitsmarkt.
Der allgemeine Arbeitsmarkt ist mir zu schwer und der will mich vielleicht gar
nicht, der ist nicht inklusiv genug, dann habe ich keine Freiheit und ohne Freiheit
ist es nicht würdevoll für einen Menschen mit Behinderung.
Das ist dann ganz klar.
Darf ich eine Sache ergänzen?
Ja, klar. Ja, ich habe, seit ich das Thema mache, ziemlich viele Werkstätten
besucht in Schleswig-Holstein.
Also ich glaube 15 oder so.
Und was mir aufgefallen ist, in vielen Gesprächen auch mit den Trägern,
ist, dass natürlich der Druck auch doch in den Werkstätten relativ hoch ist,
eine bestimmte Anzahl an Produktionen zu schaffen.
Und dass es dann manchmal so ist, zumindest hinter vorgehaltener Hand,
auch ganz ehrlich gesagt wird, wir tun viel für den Übergang.
Wir wollen, dass die Menschen eine Ausbildung machen oder sich probieren können
in ausgelagerten Arbeitsplätzen.
Aber manchmal wollen wir auch bestimmte Personen, die sich so gut machen und
die vielleicht auch den anderen helfen und in der Gruppe sozusagen für eine
gute Stimmung sorgen, die wollen wir eigentlich auch ganz gern behalten.
Also es ist durchaus auch so und dafür habe ich auch Verständnis,
weil so ein System soll ja auch funktionieren.
Ich brauche ja Leute auch in der Gruppe sozusagen, die gut sind und ich weiß,
dass viele, wirklich viele Maßnahmen stattfinden, auch jetzt,
dass es endlich mal wirkliche Abschlüsse gibt.
Da gibt es ja dieses Bamberger Modell, also dass man wirklich auch dafür sorgt,
dass Menschen einen Abschluss machen können.
Aber solange wir auch den Druck dann auf diese, ich sage jetzt mal Betriebe,
ich sage jetzt extra nicht Werkstätten, sondern auf diese Betriebe zu hoch haben.
Einen Eigenanteil zu erwirtschaften, ist es natürlich dann auch wieder schwierig.
Also ich glaube, deswegen ist das System ziemlich komplex und man muss da insgesamt
hingucken, weil diese Aussage,
die ich manchmal höre, ehrlich gesagt auch von Vertreterin meiner Partei,
die Werkstatt, die machen ja alle unheimlich viel Geld auf den Kosten der Menschen
mit Behinderung, die halte ich halt für totalen Quatsch.
Herr Scheuse, wenn ich doch als Arbeitgeber, als Unternehmen einen ausgelagerten
Arbeitsplatz einer Werkstatt anbiete, was hindert mich denn daran,
den Arbeitnehmer aus der Werkstatt so einzustellen, dass das Arbeitsumfeld zu
ihm passt und ihn nicht in ein Arbeitskostüm zwängen, was ihm nicht passt?
Da antworte ich gleich mal drauf. Ein Satz vorweg.
Also ich bin als Arbeitgebervertreter nicht so oft auf my Protestkundgebung.
Ich glaube, das ist die erste. Sollten Sie sich ändern?
Aber auf diese komme ich gerne und das tue ich auch gerne auch in Zukunft.
Der zweite Punkt, ich wurde einmal gefragt, was weiß der Unternehmensverband,
was auf europäischer Ebene sich tut oder was es für Möglichkeiten gibt.
Ich kann hier ja nur für unseren eigenen Tanzbereich in der Kiel-Region sprechen.
Und in der Kiel-Region sind wir ganz gut vernetzt.
Also wir haben viele Firmen, die Menschen mit Behinderung beschäftigen.
Die Stiftung Drachensee ist auch Mitglied bei unserem Arbeitgeberverband,
genauso wie die heutige Gastgeberin.
Ganz neu dazu gekommen sogar, freuen wir uns sehr drüber.
Aber andere Bereiche der Lebenshilfe, DRK-Therapie, Schul- und Therapiezentrum,
also ganz viele Unternehmungen, die es schon gibt. Wir haben Firmen,
die IT machen und mit Behinderten arbeiten.
Wir haben produzierende Firmen, also von und bis und das sind eben nicht nur Werkstätten.
Die Stiftung Drachensee ist sogar bei uns mit im Vorstand und Beirat unseres
Verbandes organisiert, auch schon sehr lange und wir sind da eben vernetzt.
Ich kenne auch einige Leute, die hier sitzen, schon aus anderen Begegnungen,
in Werkstättenräten und wir machen da eine ganze Menge und wir versuchen da
auch, zumindest hier in Kiel, auch ganz gut gelebt Brücken zu bauen.
Das ist eigentlich auch genau der Punkt.
Brücken bauen ist wichtig durch alle Akteure.
Ich bin auch zum Beispiel Vorsitzender des Verwaltungsausschusses der Agentur
für Arbeit in Kiel, also auch da gibt es Schnittstellen.
Aber was wir eigentlich immer feststellen ist, es sind so viele Akteure da,
die machen sich Gedanken, wie das gelingen kann.
Das haben wir eben auch gerade gehört von der Agentur für Arbeit,
von der Regionaldirektion.
Wer da alles eingebunden ist, die Politik und so weiter, aber die Unternehmen eben nicht.
Und wenn die Fragestellung ist, was brauchen eigentlich Unternehmen,
damit das besser geht, dann,
Dann frage ich mich manchmal alle die Leute, die jetzt in der Politik oder in
der Verwaltung sich darüber Gedanken machen, wie kommen die eigentlich zu ihren
Einschätzungen, wenn die nie in einem Unternehmen sind?
Und mal fragen und mal gucken, weil Unternehmen ist genauso pauschal wie Behinderung.
Also ein Unternehmen kann alles sein. Es ist eigentlich eine Gruppe von Menschen,
die ein gemeinsames Ziel verfolgen, ein unternehmerisches Ziel.
Unternehmen sind Menschen.
Und da gibt es eben Unternehmen, die produzieren was. Es gibt Unternehmen,
die sind in der Dienstleistung unterwegs.
Es gibt gemeinnützige Unternehmen und all die haben sich gemeinsam zusammengeschlossen,
in diesem Fall zu einem Verband.
Und mit den Menschen muss man sprechen.
Und da ist jeder Fall genauso individuell wie jeder Mensch, der hier im Raum sitzt.
Manchmal passt es, manchmal gibt es eine solche Arbeitsmöglichkeit,
manchmal kann man sie schaffen und manchmal passt es eben auch nicht,
weil die Menschen, die diesen Arbeitsplatz dann einnehmen sollen und vielleicht
auch ihre besonderen Fähigkeiten oder ihre Beeinträchtigungen sind alle ganz unterschiedlich.
Und wir haben das ja heute auch gehört, jemand war im Arbeitsmarkt tätig ohne
eine Behinderung, dann passiert etwas im Lebensweg und oftmals ist man behindert.
Und das kann man vielleicht sogar fortsetzen.
Vielleicht geht es nicht mehr so, vielleicht geht es nicht mehr in mein Unternehmen,
vielleicht geht es dann nur noch in der Werkstatt, vielleicht geht es in einem anderen Unternehmen.
Und ich glaube, das Allerwichtigste ist eben, dass sich alle Akteure kennen.
Verständnis für die jeweilig andere Situation entwickeln und dann gemeinsam
versuchen, die Dinge besser zu machen und nicht nur darüber zu reden oder,
sorry, mit Legosteinen zu spielen.
Ich kenne das, das machen viele Unternehmen, aber ich finde es besser,
wenn man einfach mal versucht, da wirklich Dinge auf den Bund zu kriegen.
Die Unternehmen mehr einbinden, Michaela, ein wichtiger Aspekt.
Sie scheinen sich nicht gesehen zu fühlen, die Unternehmen. Das ist vielleicht
ein ganz wichtiger Aspekt, den wir vielleicht von heute schon mal mitnehmen.
Also nicht nur über die Unternehmen, also auch wie mit den Menschen mit Behinderung,
nicht über uns, sondern mit uns reden.
Passt an sich, wir sitzen in einem Boot, stelle ich gerade fest. Kleiner Wink am Rande.
Michaela, wenn wir nicht doch einen Arbeitsmarkt auslagern, Warum glaubst du,
dass es dann doch unternehmens schwieriger fällt, den Menschen dann einfach zu engagieren?
Schwupps weg, zack, wenn er doch kann, wenn man ihn doch in diesem Übergang
oder diesem ausgelagerten Arbeitsverhältnis beschäftigen kann,
wo er vielleicht nicht die acht Stunden volle Leistung bringt,
aber da geht es, warum geht es denn nicht, wenn er mein Arbeitnehmer ist,
wenn er dann als Unternehmen mein Arbeitnehmer ist? Wo glaubst du, hakt das da?
Also ich kann ja nur auf so zentrale Punkte schauen, ohne jetzt den individuellen
Fall sozusagen abzubilden.
Es kann auch in Betrieben manchmal ganz besondere Gründe haben,
die auch vielleicht an Personen dann liegen.
Das weiß ich nicht. Aber in den Strukturen, ich erinnere mich gerade an eine
große Veranstaltung im Land, eingeladen hatte die Staatskanzlei.
Es ging um eine Nachwuchskräftegewinnungsoffensive für die Landesbetriebe,
um zu schauen, kriegen wir nicht junge Menschen mit Behinderung als Nachwuchskräfte
gezielt auch angeworben.
Und dann haben wir eine tolle Runde gemacht mit Expertinnen und Experten aus
allen Bereichen, auch BA und so weiter.
Wir waren also alle wunderbar da zusammen, hatten auch Gäste eingeladen,
die eben sich vorgestellt haben mit ihren unterschiedlichen Bedarfen auch im Berufsleben.
Und dann ging es an die offene Fragerunde und es kamen aus zwei Abteilungen ganz konkrete Fragen.
Wo es nämlich um Personen tatsächlich ging mit Behinderungen und die Frage von
Zuständigkeiten für Finanzierung und so weiter.
So und da hoffte man in dieser Runde nun auf eine Klärung und Lösung,
welchen Weg man denn jetzt gehen müsste, um diese Person einstellen zu können
und gute Perspektiven bieten zu können und das alles mit besten Bedingungen vor Ort.
Und es entspannt sich und das ist keine Geschichte, die ich mir ausdenke jetzt,
sondern dass es tatsächlich passiert.
Haben wir 30 Minuten heiß diskutiert zwischen unterschiedlichen Kostenträgern.
Was denn jetzt mit dieser Person, von der wir den Rahmen kannten,
wir wussten also, was ist das für ein Mensch, wo kommt der her und so weiter und so weiter,
es nicht möglich war, in dieser Runde mit allen Expertinnen und Experten einen
klaren Weg aufzuzeigen, was kann der Arbeitgeber, in diesem Fall das Land Schleswig-Holstein,
woher bekommen, wer ist für was zuständig, wer tut jetzt was,
Damit diese Person jetzt als Nachwuchskraft entsprechend eingestellt werden
kann und einen guten Weg nehmen kann.
Ich glaube, damit ist das zentrale Problem sehr gut schon beschrieben, Sascha.
Wir sind in so vielen unterschiedlichen Kostenzuständigkeiten.
Wir müssen so unfassbar viele administrative Dinge beachten.
Und wenn ich jetzt Arbeitgeberin bin mit einem Betrieb, freie Wirtschaft,
ich kriege vom Staat, und das sind die Argumente, die wir ja immer zu hören
bekommen, ich kriege vom Staat diverse Auflagen, nicht nur zum Thema Inklusion
und inklusive Arbeitsmarkt, sondern auch zu ganz vielen anderen Dingen.
Ja, was muss ich alles erfüllen?
Energetisch und Lieferkettengesetz und ich weiß nicht was alles.
So, dass wir dann auf Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber treffen,
die nicht unbedingt die Neigung haben, sich, ich sag mal in Tüdelchen,
noch ein Problem ranzuholen, selbst wenn sie es nicht als Problem sehen, sondern gerne wollen.
Aber etwas, was zusätzliche Zeit erfordert, weil die Prozesse eben nicht klar
sind, weil die Finanzierungen eben nicht klar sind.
Also es ist nicht das Rundum-Sorglos-Paket, sondern es bedeutet unheimlich viel
Einsatz, den man da zusätzlich noch bringen muss und Ressource,
die man aus dem Betrieb sozusagen noch zusätzlich zur Verfügung stellen muss.
Und ich weiß, wir wissen das alle, ich weiß auch, dass es verschiedene Ansätze
gibt, Lösungen dazu finden, Hilfen aus einer Hand, Unterstützung aus einer Hand,
Arbeitgeber, was weiß ich. Also tolle Programme auch seitens der BA.
Aber da komme ich auf das, was ich als Beauftragte immer sage.
Das steht alles toll auf Papieren, in Konzepten, in Hochglanzbroschüren.
Und es kommt im echten Leben nicht an. Das ist das Problem. Diesen Transfer kriegen wir nicht hin.
Frau Schmidt, ich breche Sie auch jetzt direkt an, weil Sie auch die Auslagerung
sozusagen mit begleiten in Ihrer Werkstatt in der Stiftung Drachensee.
Teilen Sie das Gefühl von Michaela Pries?
Ja, es ist halt bei den Firmen ganz unterschiedlich. Also natürlich gestalten
wir auch Übergänge ins Budget für Ausbildung oder auch ins Budget für Arbeit,
wenn die Menschen das auch wollen, wenn die Firma das will, wenn das quasi alles zusammenpasst.
Ich glaube aber, dass deutlich mehr gehen würde und wir müssen halt einfach
aufpassen, dass Firmen sich das dann nicht zu einfach machen und ausgelagerte
Arbeitsplätze über die Werkstatt quasi generieren und sagen,
ja, ja, nee, da muss ich ja die Person nicht einstellen.
Also da müssen wir schon ganz genau aufpassen irgendwie, dass da quasi nicht
so ein, ja, weiß ich auch nicht,
so ein System entsteht, dass die Firmen dann quasi ihrer Pflicht nicht nachkommen,
die Menschen auch sozialversicherungspflichtig einzustellen.
Und ich glaube, das ist noch eine große Hürde.
Also das Budget für Arbeit, finde ich, ist eigentlich eine gute Maßnahme,
Übergänge zu gestalten.
Aber die Firmen sind da einfach sehr, ja, weiß ich auch nicht,
sehr zurückhaltend, sage ich jetzt mal.
Und ich glaube, da ist einfach noch nicht genug Aufklärungsarbeit geleistet
worden, um Firmen da auch offener zu machen. Und manchmal haben wir aber auch
Menschen, die sagen, ich bin ausgelagert tätig und ich möchte keinen Übergang.
Also auch das gibt es ja, dass die Menschen sagen, ich möchte aber in dem System bleiben.
Und nochmal quasi so auf das Thema Produktion, Produktionsdruck von Werkstätten,
das finde ich einfach ein ganz, ganz wichtiges Thema, dass die Werkstätten auch
reformiert werden können.
Also die Werkstättenverordnung ist aus den 80er Jahren.
Seitdem hat sich überhaupt nichts weiterentwickelt. Das heißt,
wir haben Produktionsdruck, aber müssen auch allen Menschen eine gute Qualifizierung
und gute Arbeitsplätze anbieten.
Und da bewegt sich, glaube ich, auch bundespolitisch überhaupt nichts,
um zu gucken, wie können denn Werkstätten sich auch reformieren.
Und ich glaube, der Reformdruck ist total hoch und die Reformfreude von Werkstätten ist auch total hoch.
Aber da bewegt sich einfach auch politisch nichts.
Und ich glaube, wenn auch da mehr ins...
Laufen würde und auch die ganzen Leistungsträger von Werkstätten.
Wir brauchen Leistungsvereinbarungen und so weiter und so fort.
Das ist einfach alles hochkomplex, was wir verhandeln müssen.
Ich glaube, da wären so einfachere Wege deutlich besser und würden tatsächlich
auch viel, viel besser bei den Menschen ankommen.
Eine Reform, die noch im Schubladen schlummert und verstaubt,
wie bei vielen Reformen bei der jetzigen Bundesregierung. Wir warten drauf und sind geduldig.
Herr Gottskuller-Liedemann, der Übergang ist ja ein wichtiger Aspekt.
Wir haben darüber gesprochen.
Wo liegen denn derzeit die großen strukturellen Probleme bei diesen Übergängen?
Wo erkennen Sie die größten Probleme?
Vielleicht so zwei Seiten der Medaille. Zunächst eben so die Struktur bei den Hilfesystemen.
Vieles haben wir davon gehört.
Also ich glaube, das, was ich jetzt sage, wird niemanden überraschen.
Also wir haben nicht zu wenig Konzepte. Wir haben eine ganze Menge guter Konzepte.
Das Problem ist, wie die Konzepte ineinander greifen oder eben nicht.
Das ist so die größte Herausforderung, finde ich.
Und dann, das kam auch, glaube ich, in der Diskussion schon deutlich zum Ausdruck,
dass das Recht sehr stark fragmentiert ist im Sinne.
Es gibt ganz viele unterschiedliche Zuständigkeiten und solange es eine ergänzende,
unabhängige Beratung braucht, um das System zu erklären,
also den Menschen das System zu erklären, solange es dann einheitliche Ansprechstellen
für Arbeitgeber braucht, um den Arbeitgebern zu erklären, was alles geht.
Denn ich habe hier auch eine Hochglanzbroschüre gemeinsam gemacht mit dem Land,
haben wir alles aufgenommen.
Was wir eben an Unterstützung, an Förderung gewinnen können,
kann ich ja auslegen, kann man erst annähen.
Also es ist eine ganze Menge da, aber da sozusagen einen Überblick zu behalten.
Das Recht ist sehr komplex.
Ich durfte aufgrund der Demografie vor einem Jahr eine neue Beraterin in meinem
Fachbereich einstellen. Vor einem Jahr und jetzt ist sie eingearbeitet.
Also sie brauchte wirklich ein Jahr, um dieses komplexe Recht dann wirklich
sicher auch anwenden zu können.
Also auch für die Beschäftigten bei den unterschiedlichen Trägern.
Also es ist nicht nur für die Menschen komplex.
Das ist auch für mich. Ich lerne jeden Tag dazu. Der Wille, der politische Wille
ist da mit Teilhabestärkungsgesetz, mit unterschiedlichen Fristen.
Also da wird versucht, viel versucht, auch in die Prävention zu investieren.
Auf der anderen Seite ist das Problem auch ein strukturelles Problem in der
Verzahnung der medizinischen, sozialen, beruflichen Rehabilitation.
Wir haben keine fließenden Übergänge.
Manchmal braucht es eine Unterbrechung in der beruflichen Rehabilitation,
dann geht es in die medizinische Rehabilitation. Aber wenn die Person ein Jahr
auf den Termin für die Therapie wartet, dann haben wir Brüche.
Also auch ein strukturelles Problem.
Dann haben wir natürlich auch alle den Anspruch, frühzeitig,
frühzeitig, möglichst präventiv dann auch mit Maßnahmen zu starten.
Häufig ist das so, dass eben erst wenn die Erkrankung sich oder die Einschränkung
verfestigt, dann wird erst sozusagen begonnen.
Das hat auch unterschiedliche, unterschiedliche Ursachen.
Eine davon ist eben, dass das für viele Menschen eben so undurchschaubar ist.
Das ist wie so ein Hürdenlauf, auch sozusagen da man sich dann schon vielleicht verloren vorkommt.
Welche Systeme, wer ist wofür zuständig, das haben wir mehrfach gehört.
Und genau unterschiedlich, wie die Menschen sind, kann ich auch bestätigen.
Gibt nicht den Arbeitgeber.
Denn wir haben ja im Recht eine Beschäftigungspflicht.
Also wenn ein Arbeitgeber 20 Beschäftigte oder mehr hat, muss er 5% mit Menschen
mit Behinderung beschäftigen.
Wenn nicht, dann muss eine Ausgleichsabgabe gezahlt werden.
Und wir haben immerhin ein Viertel der Arbeitgeber der TN-Sches wie Kostan,
die die Beschäftigungspflicht über erfüllen, also mehr beschäftigen, als sie es müssten.
Genauso viele haben wir, die die Beschäftigungspflicht gar nicht erfüllen und
dann haben wir über 30 Prozent, die die Beschäftigungspflicht teilweise erfüllen.
Und deshalb kann man nicht sagen, die Welt ist so oder so, sondern da kann ich
wirklich auch bestätigen,
es kommt immer darauf an. Da muss man eben auch.
Im Einzelfall gucken, welche Brücken man bauen kann.
Aber in diesem komplexen Recht, wo es dann noch vorgelagerte Systeme gibt,
die das eigentliche Regelsystem erklären, das ist für mich sozusagen das Grundübel,
weshalb wir da nicht wirklich auch vorankommen.
Was aus meiner Sicht auf keinen Fall hilft,
wenn wir neue Systeme, neue Unterstützungssysteme etablieren,
sondern es hilft, wenn wir das Bestehende so aufeinander abstimmen,
dass es bei den Menschen wie aus einer Hand ankommt.
Das mutet so ein bisschen wie Quadratur des Kreises an, aufgrund der unterschiedlichen
Finanzkreise und Zuständigkeiten.
Aber das muss irgendwie dann doch unser Anspruch sein.
Sehr schön. Unsere Zuhörer, die den Podcast hören, wissen das jetzt vielleicht nicht.
Die sehen erstmal die Gebärdendolmetscher hier nicht, die das jetzt,
was wir hier erzählen, übersetzen müssen.
Aber ich möchte an dieser Stelle einen großen Applaus für die Übersetzer der
leichten Sprache geben, weil ich glaube, das hier alles zu übersetzen,
leichte Sprache, Vielen Dank.
Also insgesamt ist Dolmetscher schon schwere Arbeit, aber das noch in leichte
Sprache zu übersetzen, das Komplexe, was wir hier versuchen klarzumachen,
holler die Waldfähig, ich beleide euch nicht, aber ich feiere euch.
Wir haben bereits kurz erwähnt, es gibt strukturelle Probleme,
aber ich bin natürlich und die Hörer, die den Igel-Podcast hören,
wissen, dass ich nicht immer jemand bin, der nur Trübsal blasen will,
sondern ich will auch manchmal so einen kleinen Lichtblick entdecken und zwar
gibt es dann auch gute, gelungene Beispiele für Übergänge.
Wer hat an dieser Runde hier vor der Bühne, mein Hund will was sagen,
wer hat da ein gutes Beispiel, ein gut gelungener Übergang?
Gibt es da jemand, der mir jetzt mal so ein bisschen Licht am Ende des Tunnels zeigen kann?
Auch wenn ich es nicht sehe, aber mindestens gefühlt.
Da habe ich sogar ein Beispiel. Ah, super, Kerstin. Ein Arbeitskollege von mir,
der ist vor, ich sage mal, ich weiß die Zeit nicht mehr, da war ich schon Werkstattrat,
das war vor zehn Jahren, in die Werkstatt gekommen, auch mit dieser Einstellung,
ich gehöre nicht hierhin.
Er hat einen Förderschulabschluss und eine Zeit lang in der Werkstatt gearbeitet,
Dann über einen Außenarbeitsplatz,
nee Quatsch, über eine Außenarbeitsgruppe in einen Einzelaußenarbeitsplatz gewechselt.
Das wurde dann zum Budget für Arbeit und ist dann längerfristig,
so wie es sein soll, in einen sozialversicherungspflichtigen Ort.
In ein Arbeitsverhältnis übergegangen. Und dieser Arbeitskollege wohnt nun zufällig
direkt in meiner Nachbarschaft, hat in der Zwischenzeit geheiratet,
hat ein kleines Baby bekommen,
ganz süß, und fühlt sich als Teil der Gesellschaft, denke ich.
Ja, ich habe auch ein Beispiel.
Ich kann doch was ergänzen. Drei Fälle sogar. Eine Bekannte von mir,
die heißt Sibylle, die wohnt in Niedersachsen.
Die kenne ich schon, seitdem ich auf der Welt bin im Grunde.
Und Sibylle hatte irgendwie die Prognose als junges Mädchen bekommen,
du wirst nicht älter als 19.
Das ist ausgeschlossen. Und Sibylle lebt aber immer noch, die ist so wie ich
jetzt deutlich in den 50ern, war lange in einer Werkstatt, hat das auch nie so richtig verstanden,
konnte unheimlich gut Fußball spielen und Sibylle ist in der Gastronomie und
ich habe sie neulich mal besucht in dem Restaurant, wo sie arbeitet. Das ist ein Beispiel.
Ein zweites Beispiel ist eine junge Dame, die bei uns in der Nachbarschaft wohnt,
die im Grunde auch lange in der Werkstatt gearbeitet hat und jetzt eine Ausbildung
zur Feuerwehrfrau gemacht hat. Die arbeitet bei der Feuerwehr.
Finde ich auch super. Und ein drittes Beispiel ist eine tolle Reiterin,
die für die Special Olympics gestartet ist.
Auch, glaube ich, eine ganze Zeit beim Drachensee war.
Und auch den Weg sozusagen jetzt in die normale Wirtschaft, ich glaube sie arbeitet
auf dem Reiterhof oder so, geschaffen hat.
Also das gibt es und das ist vielleicht auch genau das, was man aus Sicht der
Wirtschaft braucht, denn wenn ich das noch eben ergänzen darf,
wir haben ja gehört, es ist alles sehr kompliziert, schwer zu verstehen und
üblicherweise sagt die Wirtschaft immer zwei Dinge, die so ein bisschen widersprüchlich sind.
A, wir brauchen nicht noch mehr Regelungen.
Und dann sagen sie aber auch, wir brauchen klare Regelungen,
um zu wissen, was noch im nächsten und im übernächsten Jahr gilt.
Also irgendwo da in der Mitte ist die Wahrheit.
Das stimmt. Und wenn man sich anguckt, wo die meisten Integrationen gelingen,
das ist die Verwaltung, meistens die öffentliche Verwaltung.
Da steckt auch die Wahrheit drin, dass die öffentliche Verwaltung das Geld nicht
selbst verdienen muss, was sie ausgibt.
Das muss man aber in einer freien Wirtschaft, da ist man im Wettbewerb.
Das heißt, es stimmt schon, die Firmen brauchen auch oft einen Zuschuss.
Die machen das nicht einfach so, weil sie eben auch mit den Lohnkosten klarkommen
müssen, mit der Produktivität klarkommen müssen.
Aber was wir am allermeisten brauchen, ist glaube ich einfach nur mal den Mut, es auszuprobieren.
Und dafür sind solche Beispiele, wie wir eben gehört haben, die ich auch mal
mitbringen kann, genau richtig.
Wir brauchen viel mehr Leuchttürme, wo man mal sagen kann, guckt euch das mal an.
Geht da meinetwegen auch mal hin und fragt doch mal nach, wo waren denn wirklich
die Schwierigkeiten. Macht mal einen Erfahrungsaustausch.
Geht dahin und nicht, Entschuldigung, dass ich das ein bisschen hart kritisiert
habe, aber redet nicht über die Sache, sondern redet mit den Leuten,
die Experten in eigener Sache sind.
Das sind behinderte Menschen auf der einen Seite und das sind eben Unternehmen
auf der Arbeitgeberseite. Und ich glaube, da geht auch noch ein bisschen was in Kiel.
Da wollen wir natürlich auch alle daran arbeiten, dass da auch der Anteil noch
ein bisschen weiter steigt. Sehr gut.
Frau van Calden, gibt es denn auch vielleicht europäische gute Beispiele,
die wir hier noch anführen können, die es besser machen oder wo es besser funktioniert?
Ich weiß, in meinem Heimatland Luxemburg zum Beispiel, ja, da hängt der Markt auch so ein bisschen.
Das liegt aber daran, da verdienen die Menschen in den Werkstätten derzeit schon den Mindestlohn.
Das heißt, denen geht es da finanziell wenigstens mal besser.
Die brauchen also nicht so schnell den Übergang, denen geht es da gut.
Aber trotzdem gibt es da ganz viele Übergänge, muss ich sagen.
Aber auch da hängt es immer zwischen Schule und dann dem Arbeitsmarkt.
Da ist auch im Moment noch eine Lücke, die derzeit geschlossen wird.
Aber was ist in Europa geplant?
Ich habe letztes Mal irgendwo gelesen, dass die Europäische Kommission auch
Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderungen anbietet und so weiter.
Was haben Sie noch mitgebracht?
Ja, ich habe vor allen Dingen geguckt sozusagen, wie es in anderen Ländern ist,
weniger die Europäische Kommission.
Die haben natürlich auch genauso wie in Deutschland eine Quote.
Die sie möglichst erreichen sollen, wie viele Menschen mit Behinderung sie auch einstellen.
Nein, aber das Schwierige ist, dass die Länder eben so unterschiedliche Systeme haben.
Also hier wurde ja schon gesagt, bei uns ist alles so kompliziert.
Manches wird im Bund, manches im Land, manches in der Stadt geregelt.
Und zum Beispiel in Dänemark ist das System viel einfacher.
Da ist es wirklich sehr stark, das Dorf oder die Stadt, also die Kommune,
die etwas regelt und da auch relativ viel Freiheit hat.
Und deshalb haben die auch mehr Erfolge, weil die wirklich dann in ihrem Bereich
die Unternehmen kennen, die sie ansprechen können, die Kinder gehen auch,
und das ist auch ein Erfolgsfaktor, viel länger zusammen zur Schule und werden
dann automatisch als Teil der Gesellschaft angesehen und nicht wegsortiert.
Und dann soll man sie hinterher in den Arbeitsmarkt wieder reinbringen. Das ist schwierig.
Wenn eine Gesellschaft von vornherein schon bei den Kindern trennt,
dann trennt sie meistens auch hinterher im Arbeitsleben.
Deswegen ist es so, dass es Länder gibt, gerade Skandinavien,
Dänemark, wie gesagt, ist da sehr weit.
Die haben fast gar keine Werkstätten. Da wird ganz viel direkt im Arbeitsmarkt inkludiert.
Und ein Punkt, den die haben, die nennen das irgendwie Train,
den Train oder irgendwie, weiß nicht, habe ich jetzt gerade nicht im Kopf.
Jedenfalls geht es da weniger, ich mache mal hier ein Praktikum und da ein Praktikum
und dann mache ich hier nochmal eine Fortbildungsmaßnahme übers Arbeitsamt und
da nochmal eine Integration, sondern die gehen in eine Firma.
Und machen einen Job und werden dort, die kriegen einen Jobcoach,
der ihnen hilft und werden dort in der Firma quasi unterrichtet,
kriegen das beigebracht,
was sie dort machen sollen und nicht mit noch einer Maßnahme und noch einer
Maßnahme, sondern viel praktischer in einem Betrieb,
den man natürlich auch wechseln kann. Also Dänemark ist ja auch ein freies Land.
Dann gibt es Länder wie zum Beispiel Italien, da sind über 99 Prozent aller
Kinder in ganz normalen Schulen.
Also eigentlich fast alle. Und die haben damit einen hohen Erfolg,
weil nämlich der Übergang dann in Ausbildung ein besserer und einfacher ist.
Und die dritte Möglichkeit, die wird auch ganz oft genannt, ist Spanien.
Die haben praktisch statt Werkstätten Integrationsbetriebe.
Kann man sagen, ist ja nur ein anderer Name, ist es aber nicht,
weil wie in Luxemburg gibt es dann eben einen Lohn und es gibt ein anderes System.
Und das ist auch etwas, wir haben das ja auch, Integrationsbetriebe und was
aus meiner Sicht auch ein Teil der Lösung sein könnte.
Und deshalb, was ich mir wünschen würde, ist, dass man aus den ganzen europäischen
Beispielen sich das Beste rauspickt und versucht, für Deutschland etwas aufzusetzen.
Und das geht nur, wenn wir es einfacher machen.
Und dann wird es Ärger geben, weil dann mal finden die einen das doof und die anderen das doof.
Aber wir müssen das System einfacher machen für alle, weil sonst verwalten wir
uns zu Tode und es hilft niemandem.
99 Prozent der Kinder in Italien sind inklusiv. Wie heißt der Tübinger Bürgermeister,
der gemeint hat, Inklusion ist gescheitert? Der würde ja eine Krise kriegen, ne?
Der würde ja krank werden dabei und mehrt es mit. Schwierig.
Okay, Entschuldigung, war ein kurzer Ausflug. Ich habe nur ein bisschen laut gedacht.
Herr Scheuse, was brauchen Unternehmen denn jetzt wirklich konkret?
Was können wir jetzt hier, zack, jetzt legen wir einfach mal auf den Tisch.
Das brauchen wir, damit wir Menschen mit Behinderung beschäftigen.
Und direkt die Frage hinterher dran, was hält ein Unternehmen zurück?
Okay, fangen wir mal mit dem Übergang an. Also wir haben ein System in Deutschland,
auf das wir unheimlich stolz sind, wo auch die ganze Welt drauf guckt und das
heißt die berufliche Ausbildung im dualen System, also Unterricht in der Berufsschule,
aber vor allen Dingen eben die Lehre im Betrieb.
Das ist aber mittlerweile so schwierig geworden für ganz viele Menschen,
egal ob mit oder ohne Behinderung, dass viele daran scheitern.
Und es wäre toll, wenn man das duale System entschärfen könnte,
dass viel mehr junge Leute eine Lehre machen können, aber dann vielleicht nicht
mit all den Anforderungen, die man im vollen Umfang im Moment noch braucht,
sondern dass man das auch abgestuft in Teilbereichen macht.
Das wäre ein Riesenfortschritt, weil wir bisher sonst immer von ungelernten
Kräften sprechen und das ist im Grunde auch eine Stigmatisierung und das ist
auch ein Problem nachher bei der Vergütung,
weil dann ist man im Mindestlohn, aber selbst in Tarifverträgen in der ersten
Lohngruppe und das wird dem Ganzen nicht gerecht.
Also es würde helfen, wenn wir das Ausbildungssystem viel durchlässiger machen würden.
Erstens. Zweitens, wenn wir es auch stärker auf Teilzeit ausrichten können,
denn viele Menschen können gar nicht in Vollzeit in die Ausbildung gehen.
Die haben vielleicht auch noch eine Familie oder irgendwelche andere Dinge,
Kinder, um die sie sich kümmern müssen.
Das würde also ganz viele Menschen betreffen und wir könnten viel mehr Menschen
dazu bringen, dass sie etwas lernen. In anderen Ländern ist das so.
Da muss man keine Ausbildung haben. Da geht man in die Firma,
vielleicht ist es auch in Dänemark so oder in England und fängt an und lernt
dann in einer Bäckerei vielleicht Brot zu backen oder die Waren zu verkaufen
und wird dann eben immer besser.
Wir müssen eine Ausbildung machen, die geht dann über drei Jahre mit Berufsschule
und allen möglichen Prüfungen in Chemie.
Das ist vielleicht auch ganz gut in vielen Fällen, aber vielleicht muss nicht
jeder alles können, der da arbeitet.
Vielleicht kann jemand auch eine Ausbildung machen, die etwas abgeschärft ist.
Was brauchen die Unternehmen dann? Wir brauchen Möglichkeiten,
die Menschen gut in dem Betrieb zu behalten, die nicht mit einer Behinderung
geboren worden sind, sondern sie irgendwann im Laufe der Zeit bekommen,
wegen eines Unfalls oder was auch immer, einer Erkrankung.
Und da gibt es viel Unterstützung schon, da gibt es auch viel finanzielle Unterstützung.
Viele Dinge, die da möglich gemacht werden, aber das muss noch bekannter werden.
Und es muss einfacher werden vor allem.
Darf ich kurz dazu sagen? Einfacher, bekannter, vor allem bekannter,
das war für mich so das Stichwort, weil wir über die Komplexität ja heute gesprochen haben.
Und rein richtig ist es möglich, jede Ausbildung zu machen.
Fachpraktika-Ausbildung, also eine reduzierte Ausbildung dazu stellen.
Und es ist auch richtig möglich, mit einer Behinderung auch eine Teilzeitausbildung
durchzuführen, auch entsprechend dann länger.
Das Problem ist natürlich, wenn wir jetzt nur Einzelfälle haben,
dann auch Berufsschulklassen darauf auszurichten.
Also da gibt es wieder dann institucionelle Hürden, aber man sieht so der politische
Wille. Also sind viele Dinge möglich, aber nicht transparent.
Kein Mensch weiß es vielleicht. Und es gibt zu hohe dann institutionelle Hürden
wahrscheinlich, schätze ich mal, weil ansonsten fragt man sich,
warum findet das so nicht statt?
Und die Initiative, also die Menschen, Stichwort gute Konzepte,
also es gibt gute Konzepte, das Problem ist sie dann auch umzusetzen.
Genau, also das wäre eben wünschenswert, dass das viel schlanker wird,
aber eben auch bekannter.
Und Sie sagten ja selber, man muss doch irgendjemanden einstellen,
der neutral ist, um das gesamte soziale Sicherungssystem zu verstehen oder zu
vermitteln. Selbst an Fachleute ist das ja offenbar schwer.
Also das ist einfacher, ist wichtig. Das Nächste, was ich auch ganz wichtig
finde, ist, wir sind eben mit den Betrieben auch im Wettbewerb. Das ist so.
Also wir haben bestimmte Lohnkosten, wir haben Mindestlohn, wir haben verschiedene
andere Dinge und wir müssen,
nicht alle, aber viele müssen ihre Produkte, ihre Dienstleistungen in einem
sehr, sehr starken Wettbewerb anbieten und können das eben nicht so wie eine
Verwaltung handhaben, die sagt,
wir können ein paar Mehrplätze stellen, weil eine Kommune ist nicht im Wettbewerb.
Also es gibt nur eine Kommune Kiel und nicht noch eine zweite,
die sagt, geh du weg, ich will es jetzt sein.
Aber wenn sie fünf Bäckereien haben, um da mal zu bleiben und einer kriegt das
nicht hin, dann gibt es am Ende vielleicht nur noch vier Bäckereien,
weil einer an den Kosten einfach hängen geblieben ist und das nicht umlegen
konnte auf seine Produkte. Aber….
Wer Mindestlöhne fordert, egal wo oder wie, in welchem Kontext,
der sollte vielleicht auch in bestimmten Bereichen Mindestpreise garantieren,
insbesondere dann, wenn das Land selber einkauft.
Und das haben wir eben nicht. Das würde sehr helfen, denn viele Betriebe hier
auch in Kiel, die haben die öffentliche Hand,
also die Behörden als Auftraggeber, um dort Ware hinzuliefern,
um dort zu reinigen, um dort IT-Technik zu machen, was auch immer.
Die kriegen aber eine Vorgabe, Tariftreue oder Mindestdun oder was auch immer.
Aber ausgeschrieben wird es immer an denjenigen, der das dann am billigsten anbietet.
Das würde, naja, mit bestimmten Rahmenbedingungen, aber das würde helfen.
Und das Dritte, was ich schon sagte, es hilft, wenn wir einfach gute,
erfolgreiche Integrationen, gute, erfolgreiche Außenarbeitsplätze ein bisschen
bekannter machen würden.
Wenn wir damit mehr werben würden, das einfach noch ein bisschen mehr in den
Fokus ziehen, sodass viele Firmen dann auch einfach mal sagen,
ich probiere es jetzt einfach mal aus und wenn es dann nicht klappt,
okay, dann war es so, aber wenn es klappt, habe ich was gewonnen.
Ich würde gerne nochmal, wir haben vorhin über Europa gesprochen,
also vielleicht habt ihr schon mitgekriegt, ich komme aus einem ganz kleinen Land, Luxemburg.
Wir haben nur 660.000 Einwohner, davon sind nur noch 400.000 Luxemburg,
nicht 400.000, 400.000 haben wir wenigstens noch.
Und in Luxemburg gibt es übrigens den Statut des Behindertenarbeitnehmers. Was bedeutet das?
Das heißt, wenn man als Mensch mit Behinderung Arbeitnehmer wird,
geht man zur Agentur für Arbeit und erhält dort ein Statut.
Und das ist kein Stempel auf die Stirn, sondern man ist dann als behinderte
Arbeitnehmer registriert. Was bedeutet das, wenn ich dann auf den ersten Arbeitsmarkt komme?
Ich kriege bis Maximum, also ich nicht, sondern der Arbeitgeber kriegt vom Staat
bis Maximum 40 Prozent meines Lohnes gedeckt.
Die werden also an den Arbeitgeber bezahlt. Der kann damit, wenn ich dann nicht
so gut performe wie vielleicht mein Nachbar, kann er das abdecken.
Er kann eventuell vielleicht auch dafür sorgen, dass ich ein bisschen Assistenz
kriege, weil in Luxemburg fehlt noch die Arbeitsassistenz.
Die gibt es noch gar nicht in Luxemburg. Aber 40 Prozent von meinem Lohn werden
vom Staat übernommen und werden gedeckt.
Dazu natürlich die benötigten Hilfsmittel von Breitzeilen über Gebänden-Dolmetscher
bis was auch immer man braucht.
Also das ist möglich und das macht natürlich auch die Möglichkeit einfacher
für Arbeitgeber, obwohl wir dasselbe Problem in Luxemburg haben wie in Deutschland.
Wir haben das alles, aber viele wissen es immer noch nicht. Auch wenn wir so
klein sind, dringt es nicht von Norden bis Süden, von Osten bis Westen.
Das nur, wie es in Luxemburg funktionieren kann. Vielleicht wäre das ein Beispiel
in Deutschland, dass man da vielleicht was übernehmen könnte.
Vielleicht kann Michaela das ja mitnehmen. Vielleicht ist Schleswig-Holstein
das erste Land, was so vielleicht in die Gänge kommt.
Michaela, wer sitzt denn überhaupt bei euch da am Tisch, wenn ihr da diskutiert?
Du hast gesagt, du kannst nicht so alles aus dem Nähekästchen plaudern, was ihr diskutiert.
Aber wer sitzt denn überhaupt da am Tisch? Ich habe gehört, die Arbeitgeber sind nicht dabei.
Die Arbeitgeber kommen jetzt mit rein.
Seit heute? Nein, nein, nein, seit vergangener Woche.
Ich habe gedacht, das wäre heute so der ausschlaggebende Punkt,
dass du sie mitnimmst. Nein, da haben wir lange gebohrt und wir werden eine
wunderbare Kommunikation da und eine Zusammenarbeit miteinander haben.
Und das ist, was wir jetzt da besprochen haben und wo wir uns jetzt auf den Weg gemacht haben.
Das wird auch nicht das Allheilmittel sein. Das wird kein Konzept sein,
was von Landesseiten jetzt irgendwie auf den Tisch kommt und plötzlich ist alles subi.
So wird es nicht sein. Aber es sind sehr, wie wir zumindest denken,
gute, richtige Ansätze, für die wir jahrelang jetzt geworben haben,
sind da drin. Und mit wem sitzen wir an einem Tisch?
Wir laden zum Beispiel die Landespolitik regelmäßig ein zu den Runden.
Werden auch umgekehrt eingeladen von der Landespolitik.
Wir sind natürlich mit der LRG Werkstatträte, LRG ABT, sagte ich eben schon,
Arbeit, Bildung, Teilhabe, zusammen.
Wir sind mit der BA Regionaldirektion an einem Tisch.
Wir sind mit allen, die im weiteren Arbeitsmarkt irgendeine Relevanz haben,
auch die Leistungserbringer selbst im Bereich Eingliederungshilfe,
Werkstätten, sind wir an einem Tisch.
Hier ein ganz wichtiger Punkt, finde ich, der wird viel zu wenig auch benannt,
dass wir das Thema Qualifikation und lebenslanges Lernen, also Bildung,
lebenslange Bildung über die Werkstätten schon in einem ganz anderen Maße heute
erleben und abbilden, als es früher der Fall war.
Da hat es eine enorme Weiterentwicklung einfach gegeben und eben jetzt auch
diese Qualifizierungsoffensiven, dass wir...
Tatsächlich auch Teilqualifizierungen haben, die dann eben über die Handelskammern
zum Beispiel eine Anerkennung haben,
sodass man damit auch im Zweifel auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nachher irgendwas
in der Hand hat und etwas arbeiten kann, was Sie gerade sagten,
wir müssen Arbeit vielleicht auch und Ausbildung neu organisieren,
indem wir Teilabschnitte machen.
Nicht jeder muss das volle Paket mitbringen, sondern nach seinen Fähigkeiten,
Neigungen, Arbeit einfach neu einzuteilen und auch entsprechend die Qualifizierung
und Ausbildung zu machen.
Und die Erfahrung zeigt, wenn man erstmal einen Fuß irgendwo drin hat und eine
Motivation entwickelt,
dann wird man meist auch besser und erweitert auch seinen Horizont und andere
finden einfach dann auch nur in dem Teilbereich, ohne nur Werten zu meinen,
aber in diesem Teilbereich einfach ihre gute Zukunft.
Und was mich so ein bisschen immer wieder antriggert, Entschuldigung,
dass ich das so deutlich sage, ist, wir reden alle immer von dieser Komplexität.
Das ist ja genau das, also wie schwierig das System ist, wie viele Rechtskreise,
wie viele Kostenträger und wer wo wie und je nachdem, woher ich komme und wie
alt ich bin und wo ich vorher war und so weiter.
Das ist richtig kompliziert. Deswegen haben wir ja aus meinem Team heraus gesagt,
erstmal gucken wir jetzt auf Schleswig-Holstein, abseits der ganz, ganz großen Linien.
Wo können wir im eigenen Stall sozusagen mal ausmisten und können da mal die
Akteure zusammenkriegen.
Und auf der anderen Seite mein ganz dringender Appell wirklich,
und den versuche ich auch nach Berlin und überall hinzukriegen,
alles, was wir allzu kompliziert bezeichnen, ist von Menschen gemacht.
Und das ist wirklich kompliziert.
Und das kann auch von Menschen wieder geändert werden. Wir tun immer so,
als wenn das vom Himmel gefallen wäre.
Und das provoziert mich geradezu.
Im besten Sinne, dass ich mich wirklich anstrenge, im Rahmen meiner Möglichkeiten
mit meinem Team gemeinsam genau an diesen Stellschrauben zu arbeiten.
Wir können nicht kapitulieren. Wir können uns nicht damit zufriedengeben,
dass auch politisch verantwortliche Menschen mitbekommen.
Auch quasi kapitulierend sagen, das sind so dicke Bretter, das kriegen wir in
diesem Leben nicht mehr hin.
Ja, Herrschaftszeiten, was denn dann? Also das ist wirklich Bankrotterklärung
und das ist unsere Aufgabe eben und auch die Aufgabe all derer,
die heute hier sind, das sichtbar zu machen.
Deswegen haben wir auch diese Protesttage, deswegen haben wir die Aufmerksamkeit auf solche Themen.
Wir müssen es sichtbar machen in all seiner Absurdität. Es geht um Menschen
und es gibt einfache Lösungen oder zumindest einfachere Lösungen,
so möchte ich es mal formulieren.
Und ich glaube, wir müssen einander auch wieder viel mehr vertrauen.
Dieses Misstrauen, was wir in unserer Gesellschaft haben, egal wer gegen wen,
also der sogenannte Staat, ich sage mal, wir alle sind der Staat,
aber die politisch Handelnden gegen Leistungserbringer oder Menschen,
die die Systeme ausnutzen und angeblich im Luxus leben und alles mitnehmen, was geht und so weiter.
Das ist ja ein ständiges Ping-Pong-Spiel und ich finde das mittlerweile unerträglich,
dass wir es nicht schaffen, wieder Vertrauen ineinander zu haben,
dass wir über Budgetlösungen mehr Verantwortung wieder an die richtige Stelle
regional geben und auch den Menschen vertrauen, den Institutionen vertrauen und sagen,
so in einem Rahmen, den wir dann setzen, dafür wird das Geld ausgegeben.
Anders, glaube ich, kommen wir aus der Nummer gar nicht mehr raus.
Wir verwalten uns hinten raus. Es kostet irre viel Geld.
Wir reden über Ausgabendynamik in der Eingliederungshilfe mit Sparvorschlägen,
wo ich sage, da entstehen die wenigsten Kosten.
Und Menschen zu Kostenposten zu machen und ihnen ständig ein Gefühl zu geben.
Im Weg zu sein, anstrengend zu sein, eine Kostenposition zu sein.
Was ist das für eine Gesellschaft? Was ist das ethisch, moralisch für einen Ansatz eigentlich?
Und dann sind es ja nicht mal die entsprechenden Faktoren, sondern die liegen
ganz woanders, wie wir wissen. Wir können in alle Untersuchungen schauen,
worin die Kostenentwicklungen bestehen und das sind nicht die Menschen in ihrem Leistungsbezug.
Und das heute auch nochmal sichtbar zu machen, so zum Thema Menschenrechte sind nicht verhandelbar.
Also ich finde, das ist, ja, ich rede mich in Rage, sorry, stopp mich Sascha.
Dieser Appell, der jetzt kommt, ist kurz an das Publikum gerichtet.
Überlegt euch, zwei, drei Publikumseinwürfe werden wir noch annehmen.
Bevor wir dazu kommen, will ich nochmal hier unsere sechs Menschen auf der fiktiven
Bühne nochmal zu Wort kommen lassen.
Eine Maßnahme nennt mir bitte eine Maßnahme, zwei Sätze, die jetzt sofort umgesetzt werden müssen.
Ich würde in Europa beginnen sozusagen, ob schon Schleswig-Holstein direkt neben dran liegt.
Frau van Kalmen, was würden Sie jetzt als erste Maßnahme direkt umsetzen,
wenn Sie vor die Tür rausgehen würden und dürften? Ich würde anknüpfen an das,
was ich von Ihnen gehört habe, vom Unternehmerverband.
Ich würde vorschlagen, dass wir einmal jeden Betrieb in Schleswig-Holstein fragen,
was brauchen sie konkret, um mehr Menschen mit Behinderung einzustellen und
was hindert sie bisher daran.
Das wäre für mich was sehr Konkretes. Und was übergeordnet ist,
hat Michaela schon gesagt,
ich würde viel mehr auf Vertrauen und weniger auf Kontrolle setzen,
selbst wenn dann vielleicht irgendein Mensch mit Behinderung gefördert wird,
der nicht hätte gefördert werden dürfen.
Ich glaube, die Wahrscheinlichkeit ist sehr gering. Ich würde alle Kontrollen
erstmal abschaffen und machen.
Annette Schmidt. Ich würde ein Aktionsbündnis Arbeit für alle in Kiel gründen
und mit den unterschiedlichsten Institutionen, Unternehmen, Politik und Gesellschaft
tolle Projekte und Arbeit für alle schaffen.
Michael, du hast schon einiges genannt, aber jetzt nochmal so eine ganz konkrete.
Ich würde das Aktionsbündnis, was Annette gerade benannt hat,
für ganz Schleswig-Holstein sehen und da sind wir im Grunde dran.
Und das auf alle Fälle mit aller Kraft vorantreiben.
Super.
Peter Gotts, Kula, Lüdemann, Ihre konkrete Aktion.
Also ich wäre bei den Betrieben dabei, weil ich mir sicher bin.
Also eingangs habe ich gesagt, wir haben wunderbare Konzepte für alles.
Und ich habe vom Moderator gehört, Luxemburg zahlt Zuschüsse.
Haben wir auch. Und zwar bis zu 70 Prozent des Gehaltes.
Bis zu 96 Monate können bis zu 70 Prozent des Gehaltes übernommen werden.
Weiß vielleicht kein Mensch. in besonderen Fällen.
Deshalb, also ich bin mir sicher, wir könnten jedem Unternehmen,
wo es daran geht, Rahmenbedingungen zu verbessern, zu schaffen,
klar, es wird nicht immer passen.
Die Qualifikation, die Wettbewerbsfähigkeit muss da sein.
Aber wir können ganze Menge mehr, was aber für die,
Erstmal Transparenz sorgen, was eben das Ganze dann auch individuell begreifbar,
anfassbar und einfacher sich dann anfühlt.
So verliert sich alles sozusagen in diesem Unterschaubaren. Dankeschön.
Ingo Scheuse, was würden Sie tun? Ich würde sagen, jedes Unternehmen bietet
einen Praktikumsplatz an, sofort.
Und guckt mal, wie das überhaupt ist. Man lernt sich kennen und schaut,
was man daraus entwickeln kann. Und ich fange hiermit an. Wer will, kostet.
Kerstin Scheinert? Also ich würde erstmal eine große Kampagne starten und klar
machen, es gibt viele Konzepte, aber bitte denkt daran, es gibt Menschen,
die passen nicht in diese Konzepte.
Die können diese Anforderungen des allgemeinen Arbeitsmarktes nicht erfüllen
und die arbeiten gerne in Werkstätten und machen da super Arbeit und das ist
Arbeit, die wertzuschätzen ist,
sage ich einfach so ganz fordernd.
Und bitte denken Sie dran, nicht jeder Mensch mit Behinderung kann einfach so
einen Außenarbeitsplatz oder ein Praktikum machen.
Ich glaube, wir reden manchmal nicht über dieselben Menschen mit Behinderung. Ja, das ist leider.
So, ich würde gerne drei Zu-Wort-Meldungen akzeptieren.
Nur ihr müsst wissen, ihr werdet weltweit gehört, weil der Podcast wird nächste
Woche erscheinen. Und der wird wirklich weltweit gehört.
Ich habe Zuhörer aus Brasilien, Amerika und auch Deutschland, zufälligerweise.
Nein, also er wird weltweit gehört. Wer will kurz, also bitte ganz kurz fassen,
einfach nur Statement, was habt ihr auch für heute mitgenommen oder was wollt
ihr kurz mitgeben, aber bitte fasst euch kurz.
Haben wir nur eins mit der Schnur? Ah, danke.
Super. Ich will einfach nur mitgeben, jeder, der gesund ist und nicht gesund,
naja, der gesund ist, kann auch selber beeinträchtigt werden.
Herr Scheuse, vielen Dank für den Microman.
Bewerbung?
Unternehmensverband Kiel. Unternehmensverband Kiel.
Na klar. Okay. Okay.
Ich finde, die Menschen, alle, die arbeiten wollen, sollen arbeiten gehen.
Und die Menschen, auch die eine Bedürfung haben, die haben das Recht,
alle auch zu arbeiten zu können.
Ja, Birgit Ehlers Lebenshilfe. Ich finde das super interessant,
so eine Arbeitsgemeinschaft zu gründen tatsächlich.
Ich habe Anfang der 90er über 20 Jahre in einer Beratungsstelle gearbeitet,
die von einer Arbeitsagentur gefördert wurde, damals unter Paragraph 10.
Wir haben eine freie Förderung gehabt und durften alle Menschen beraten.
Und da war es völlig egal, ob es jemand mit Behinderung war, ohne Behinderung.
Wir haben mit den Unternehmen zusammengearbeitet und haben geguckt,
okay, was braucht der gerade und welche Förderung können wir anbieten?
Und das in Kommunikation und in Vernetzung mit den Arbeitsagenturen oder anderen Leistungsträgern.
Und ich glaube, genau daran fehlt es wieder. Wir haben so viele Hürden eingearbeitet,
wir haben so viele Barrieren eingebaut, die nicht notwendig sind.
Ich habe angefangen mit dem Arbeitsförderungsgesetz, das war so klein,
es waren nur ein paar Seiten und wir sind inzwischen beim SGB II,
was so viele Seiten hat und was so komplex geworden ist, dass es wirklich keiner mehr weiß.
Und ich glaube tatsächlich, es würde wieder eine Verschlankung helfen.
Es würde ein Netzwerk helfen, was die Kommunikation vielleicht erleichtert zwischen
allen. Das würde ich mir wünschen.
Liebe Gäste hier auf unserer fiktiven Bühne liebe Gäste hier im Saal,
aber auch liebe Gäste draußen, weil wir waren über Zoom auch weltweit bereits zu sehen, zu hören,
ich als Moderator von dieser Runde und vom IGL Podcast möchte mich herzlich
bedanken, erstmal beim ZSL bei der Lebenshilfe und beim BSVSH für die Anfrage
dass ich das hier moderieren durfte, ich finde es mega cool,
dass wir das auch als Podcast jetzt veröffentlichen dürfen,
denn hier sind ein paar große Ansätze gesagt worden, ein paar große Ideen auf
den Tisch gekommen, die nicht nur für Schleswig-Holstein wichtig sind,
sondern deutschlandweit.
Und wir müssen es raustragen, wir müssen kommunizieren, wir müssen laut bleiben.
Ich glaube, dass wir auch in Schleswig-Holstein diese Tage hier,
rund um die Protesttage, ich habe mittlerweile von so vielen Veranstaltungen
gehört, ich hätte am liebsten mir eine ganze Woche freigenommen und wäre auf
Tour gegangen durch Schleswig-Holstein.
Leider habe ich zu spät von vielen gehört. Also auch da müssen wir noch dran
arbeiten, die Kommunikation zu verbessern.
Also nächstes Jahr bitte rechtzeitig mir melden. Ich komme euch besuchen, ich verspreche es.
Also das soll jeder hier mitkriegen. Und ich möchte mich wirklich bedanken,
a. für das Vertrauen, diese Moderation machen zu dürfen, aber auch b.
Für eure Präsenz, weil es ist wichtig, dass wir auch zeigen,
was möglich ist. Und wir haben einen Podcast aufgezeichnet mit Janine Kolbig,
Ottmar Malz-Paul und Lena Groh-Trautmann.
Sie ist die Geschäftsführerin von Jugend Teilhabe Camp.
Und wir haben darüber gesprochen, dass bereits kleine, kleine Elemente,
kleine Nadelstiche wichtig sind, um einen Protest groß zu machen.
Und jede Veranstaltung, wir haben in Deutschland dieses Jahr über 500 Veranstaltungen
rund um die Protesttage gefördert von der Aktion Mensch, denen auch hier ein
Dankeschön gilt, weil ohne dieses Geld wäre einiges gar nicht machbar.
Wenn die Politik das Geld schon nicht gibt, muss irgendein Verein Geld geben.
Das ist schon dramatisch, wenn man sich das überlegt. Aber trotzdem,
wir sind dankbar, dass das möglich ist und dass diese Protesttage stattfinden können.
Und es darf nicht nach dieser Woche aufhören, weil ich glaube,
wenn wir der Politik nicht jetzt klare Kante zeigen, dann werden wir überrollt
mit der Dampfwalze und nicht nur mit dem ICE.
Also wir müssen aufstehen, wir müssen laut werden, so klein und so kleine Möglichkeiten
wir auch haben, ob zu Hause digital,
am Telefon, wenn wir mit anderen Nichtbehinderten Menschen sprechen,
ob wir draußen auf der Straße schreien, in der deutschen Bahn,
die zu spät kommt, egal wo wir uns äußeren.
Bitte überall laut kundtun, dass man unsere Menschenrechte nicht verhandeln
kann und dass wir das Recht haben, dass diese UN-Behindertenrechtskonvention
auch in Deutschland definitiv umgesetzt werden muss. und nicht nur besprochen.
Www.zsl-nord.de aber auch Lebenshilfe Schleswig-Holstein die Aktion Mensch und
auch den Blinden und Zivilenverein, alle denen würde ich hier mit danken für
das Vertrauen um diese Podiumsdiskussion moderieren zu dürfen aber auch allen Gästen,
die mit dabei waren Ich hoffe, ihr konntet da eine Menge rausholen.
Spannende, interessante Themen. Klar, es war mehr auf Schleswig-Holstein bedacht,
aber ich glaube, dass wir da vielleicht auch die eine oder andere,
die rausholen konnten, die man über andere Bundesländer legen könnte.
Und wir hoffen, dass es vorangeht und dass gute Beispiele auch zur Motivation
von Arbeitgebern finden, damit diese Menschen mit Behinderung engagieren.
Vielen Dank, alles Gute, bis demnächst. Euren Klusator Sascha Lang.
IGL. Inklusion. Ganz einfach leben. Wird dir präsentiert von Inklusator.
Infos zum Inklusator und weitere Folgen findest du unter www.igelmedia.com.