IGEL - Inklusion Ganz Einfach Leben

Sascha Lang - Inklusator
Since 04/2021 357 Episoden

Teddybäraugen trotz Schmerz – Leben mit Fibromyalgie

Was lokale Vibration mit novafon bei Fibromyalgie leisten kann – und was die Forschung sagt - ein Gespräch mit Alexandra Schubert - Therapeutin & Produktmanagerin bei Novafon

28.10.2026 50 min Sascha Lang (Inklusator) & Alexandra Schubert (Novafon)

Zusammenfassung & Show Notes

Teddybäraugen – Trotz Schmerzen leben mit Fibromyalgie
„Du siehst doch gesund aus!“ Ein Satz, der Menschen mit Fibromyalgie häufig begegnet. Doch was, wenn der Schmerz unsichtbar ist und trotzdem jeden Tag das Leben bestimmt?
In dieser IGEL-Episode spricht Sascha Lang mit Alexandra Schubert, Therapeutin und Produktmanagerin bei NOVAFON, über eine Erkrankung, die noch immer zu wenig verstanden wird. Gemeinsam schauen sie hinter die sogenannten Teddybäraugen und fragen: Was verbirgt sich hinter einem Lächeln, wenn der Körper schmerzt und die Kraft fehlt?
Alexandra erklärt, wie sich Fibromyalgie äußern kann und warum der Weg zur Diagnose für viele Betroffene lang ist. Neben Schmerzen können auch Erschöpfung, nicht erholsamer Schlaf und Konzentrationsprobleme den Alltag erschweren. Gute und schlechte Tage wechseln sich ab – und für Außenstehende ist oft schwer zu erkennen, wie es einem Menschen wirklich geht.
Das Gespräch zeigt, welche Folgen das für Familie, Beruf und gesellschaftliche Teilhabe haben kann. Wie können Angehörige und Arbeitgeber unterstützen? Warum ist es so wichtig, Betroffenen zuzuhören und ihre Schmerzen ernst zu nehmen? Und wie können ein Schmerztagebuch oder der Austausch in einer Selbsthilfegruppe helfen?
Außerdem sprechen Sascha und Alexandra über verschiedene therapeutische Ansätze und darüber, welche Rolle die lokale Vibrationstherapie mit NOVAFON bei der Linderung von Beschwerden spielen kann. Ob eine Anwendung individuell geeignet ist, sollte mit der behandelnden Ärztin, dem Arzt oder therapeutischem Fachpersonal besprochen werden.
Eine Episode über unsichtbare Schmerzen, mehr Verständnis und den Wunsch, wieder unbeschwert umarmt werden zu können.
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Transkript

Mit eurem Inklusator, Sascha Lang. Igel Inklusion, ganz einfach leben. Der Podcast für gelebte Inklusion. 28. Oktober 2026. Das Veröffentlichungsdatum der Episode 354. Zu Gast bei uns dieses Jahr, wie schon bereits die letzten zwei Jahre, ist die Firma Novaphone. Es wird also etwas hier über die Geräte von Novaphone erzählt. Meine Gästin wird sein, Alexandra Schubert, Therapeutin und Produktmanagerin bei Novaphone. Aber ein großer Teil unserer Episode widmet sich den Teddybäraugen und der Fibromyalgie. Lasst euch überraschen, es ist eine sehr spannende Episode und wir erfahren sehr viel über die nicht sichtbare Behinderung, Beeinträchtigung, Fibromyalgie. Und wie Novaphone eventuell auch hier etwas Linderung schaffen kann. Mein Name ist Sasch Lang, ich bin euer Inklusator und ich wünsche jetzt gute Unterhaltung. Achso, übrigens, Prozente gibt es bei der Novavon-Bestellung, wenn man in der Kasse Inklusator 10 eingibt. Let's go! Wer ein treuer Zuhörer vom Eagle Podcast ist, weiß, dass wir eine sehr enge Verbindung mit der Firma Novaphone haben. Also dies wird eine kleine Werbeepisode werden. Nicht ganz, weil wir auch sehr viel interessantes Input kriegen. Wir sprechen heute über die Teddybäraugen. Unter anderem, was die Teddybäraugen, uns zu erzählen haben und warum sie mit Novaphone in Verbindung gebracht werden. Und vor allem, warum heute unser Thema Fibromyalgie ist. Eine körperliche Erkrankung oder wie man das ganz genau definiert, werden wir gleich erfahren, die auch extrem beeinträchtigen und behindern kann. Deshalb ist das Thema für uns heute ein wichtiges Thema. Und dazu begrüße ich natürlich sozusagen nicht die Werbestimme von Novafone, die ist ja von Stefanie Lang gesprochen, aber die Produktstimme von Novafone. Herzlich willkommen, Alexandra Schubert. Hallo Sascha. Ich freue mich einfach so sehr, dass wir uns wieder hören. Richtig klasse. Vielen, vielen Dank für deine Einladung. Ja, ich finde es immer wieder schön, weil wir interessante Themen haben und ich auch mittlerweile ganz viel Feedback kriege. Wir haben sogar, die Person hat zwar leider nicht unseren kleinen Code damals benutzt, um das NovaFone-Gerät bei euch zu kaufen, aber in einer Praxis in Bad Sigeberg wird mittlerweile NovaFone eingesetzt. Die Tante von Stefanie hat das erzählt und hat gesagt, ja, die haben auch jetzt Novavon. Das ist sehr gut, da haben wir doch alles richtig gemacht, weil die davon erzählt hat. Also ja, wir sprechen gleich über Novavon für die Hörer, die Alexandra Schubert noch nicht kennen. Erzähl uns mal kurz, wer ist die wundervolle Alexandra Schubert? Die Alexandra Schubert. Hat schon das halbe Jahrhundert überschritten und ist auch schon gute 30 Jahre in der Gesundheitsbranche tätig als Therapeutin in verschiedenen Bereichen. Und es gibt ganz viele Herzensangelegenheiten und ich arbeite seit 2018 als Produktmanagerin und Therapeutin bei der Firma Novafone. Und meine Kernaufgabe ist tatsächlich eben auch hier Aufklärungsarbeit zu machen, was die Anwendung der lokalen Vibrationstherapie angeht, aber auch natürlich, Anwendungsspektren da zu unterstützen. Und natürlich auch bei so einem wichtigen Thema wie heute, nämlich der Fibromyalgie, auch mit aufzuklären. Und über Fibromyalgie wird viel zu selten gesprochen. Und wenn, dann oft halt leider auch mit einem Unterton. Ist das überhaupt eine richtige Krankheit? Unsere Folge haben wir übertitelt Teddybäraugen trotz Schmerzen leben mit Fibromyalgie. Warum die Teddybäraugen? Das werden wir natürlich auch erklären. Lass uns aber mal kurz nochmal drauf zu sprechen kommen, was ist denn eigentlich Fibromyalgie und wie äußert sie sich eigentlich? Übersetzt heißt Fibromyalgie Fasermuskelschmerz. Das klingt, als wäre ein Muskel etwas kaputt. Ist es aber nicht. Muskeln, Sehnen und Gelenke sind bei Fibromyalgie nicht entzündet, und nicht zerstört. Aber der Schmerz ist richtig echt. Ich hole mal so ein bisschen aus, denn die Weltgesundheitsorganisation hat so etwas wie ein großes Krankheitslexikon, die ICD. Und die steht halt für die internationale Klassifikation der Krankheiten. Und darin hat jede Erkrankung ihren eigenen Code. Die Ärzte schreiben den zum Beispiel dann auch auf eine Krankmeldung drauf. Und in der neuesten Ausgabe, der ICD-11 müsste es sein, gibt es seit 2022 einen neuen Platz für die Fibromyalgie. Sie steht also jetzt bei einem sogenannten oder als ein sogenanntes chronisches primäres Schmerzbild. Und früher hieß das Ganze oder wurde es eher als Weichteilräumer bezeichnet. Der neue Name sagt aber jetzt aus, dass Schmerz hier wirklich nicht ein Symptom ist von etwas anderem, sondern der Schmerz selbst ist die Erkrankung. Und leider betrifft es auch einige Menschen in Deutschland. Zum Beispiel gibt es da auch eine Statistik, die etwa sagt, dass zum Beispiel zwei bis vier Prozent der Erwachsenen betroffen sind. Frauen sind tatsächlich deutlich häufiger betroffen als Männer und meist beginnt es zwischen dem 20. Und 40. Lebensjahr. Also mitten im Leben, wenn man arbeitet, Familie hat, eigentlich, wenn man so sagen möchte, voll im Saft stehen sollte. Und die Diagnose ist halt auch eine sehr, sehr lange Reise. Richtig. Und manchmal wird sie auch, sie ist beeinträchtigend. Also viele Menschen erleben da ganz heftige Beeinträchtigungen. Sie ist aber manchmal schwierig auch in der Anerkennung zu nehmen, wenn es jetzt um den Behindertengrad geht. Da wird es noch oft ignoriert. Ja, tatsächlich. Also wenn die Reise dann mal wirklich, also wenn man wirklich eigentlich mal anfängt, da auch so ein bisschen auf den Grund zu gehen, könnte das in Richtung Fibromyalgie vielleicht mal diagnostiziert werden oder mal untersucht werden. Ich sagte ja gerade schon, dass es eine lange Reise gibt. Es gibt halt leider keinen Bluttest und auch kein Röntgenbild, das Fibromyalgie zeigt. Die Ärzte stellen dann eher eine Diagnose anhand der Beschwerden. Schmerzen werden in mehreren Körperregionen seit mindestens drei Monaten, das ist so ein Parameter, dann. Festgehalten. Dazu Erschöpfung, schlechter Schlaf, Konzentrationsprobleme. Dennoch muss man oder sollte man auch natürlich ein Labor und ein bildgebendes Verfahren vorliegen haben, um dann andere Erkrankungen auszuschließen. Aber wie gesagt, das ist eine ziemlich lange Reise und leider bekommen viele unterwegs zu hören, das ist psychisch. Und genau das ist der Punkt, an dem die Teddybär-Augen ins Spiel kommen. Okay, darüber sprechen wir gleich. Stimmt das, dass man sagt, dass Fibromyalgie die Ursache der Fibromyalgie Traumatas sind? Ist das ausschließlich Traumatas oder ist das Stress? Oder gibt es da überhaupt eine Ursachenforschung, wo diese Fibromyalgie herkommen kann? Weil jeder hat sie. Du hast gesagt, zwei bis vier Prozent der Menschheit. Das sind die anderen 96, die haben sie nicht. Also worum kommt diese Erkrankung oder diese Problematik der Fibromyalgie eigentlich her? Also zwei bis vier Prozent, also ich finde das ist schon eine enorme Zahl und ich denke mal aber auch, dass einfach aufgrund des langen Diagnoseweges oder auch aufgrund der falschen Einschätzung, oder der nicht richtigen Einschätzung besser gesagt, da noch viel mehr Betroffene, sind. Aber man weiß also zumindestens heutzutage, dass Fibromyalgie verschiedene Verursachungen haben kann. Traumata ist das eine, tatsächlich aber auch Genetik. Man hat glaube ich so 26 verschiedene Gene da mal entdeckt, die sagen, ja, da liegt schon was vor von der Disposition her. Dann können aber auch andere Verursachungen ein Thema sein, wie zum Beispiel. Die Belastung, die dauerhafte Belastung. Stress ist ein enormer Faktor, das ist eigentlich wie so ein kleiner Kreislauf, wo dann irgendwann, wo man auch sagen kann, oder hinterfragen kann, gab es da vielleicht mal ein tiefer liegendes Traumata in der Vergangenheit. Dann sind es aber auch Faktoren, was Fibromyalgie mit begünstigt, so der Klassiker wie Alkohol, Rauchen und so weiter und so fort. Also man weiß das schon inzwischen recht viel und da gibt es auch schon sehr gute Forschungsarbeiten. Teddybäraugen ist unsere Folge übertitelt, als ich dir das geschrieben habe, haben wir gedacht. Wolltest du mich testen, ob ich das kenne? Richtig, wir wollten, weil wir kennen die Teddybäraugen von, jetzt zähle ich wirklich aus unserer Kindheit, unsere Tochter hatte diese Teddybäraugen, also ganz fühlbar, so diese kleinen Augen auf dem Rücken, über dem Hintern liegen die ja dann. Man spricht ja bei der Fibromyalgie ganz viel von Triggerpunkten. Und die Teddybäraugen sind scheinbar auch eine der Triggerpunkten. Oder warum haben wir gerade die Teddybäraugen, die du dann auch kanntest, in unserer Folge hier auch erwähnt, weil sie ein ganz wichtiger Bestandteil von Fibromyalgie sind? Also ich versuche mal ganz gern so ein Bild zu kreieren, indem ich die Teddybäraugen so in drei Ebenen aufteile. Und eine Ebene, ich fange jetzt erstmal so mit der. Ebene an, die tatsächlich dann eben auch so diese Unwirklichkeit hervorruft mit der Fragestellung, ist da überhaupt eine echte Krankheit? Und zwar die erste Ebene ist das Gesicht. Denkt man nämlich an einen Teddybären, dann guckt er ja immer freundlich. Egal, ob er im Regen auf der Parkbank vergessen wurde oder ob ein Hund ihn zum Beispiel angekaut hat, die Augen lächeln. Und so geht es vielen Menschen mit Fibromyalgie. Nach außen sind sie warm, zugewandt, sie funktionieren, innen arbeitet aber eben der Schmerz. Und genau deshalb bekommt dieser Satz, du siehst doch gesund aus, der ist meist gar nicht böse gemeint, Aber er tut weh, weil er sagt... Was ich nicht sehe, gibt es nicht. Und die zweite Ebene, die ich dann mal versuche zu erklären, sind die Augen selbst. Und zwar, Teddybären haben ja oft dunkle, runde Knopfaugen. Und wenn man genau hinschaut, bei Menschen mit Fibromyalgie sieht man manchmal das auch so. Also dunkle Schatten unter den Augen, müde Augen. Und das ist ein Grund, ein Kernsymptom der Fibromyalgie ist dann nämlich zum Beispiel auch nicht erholsamer Schlaf. Man schläft vielleicht acht Stunden und wacht trotzdem auf, als hätte man die Nacht durchgearbeitet. Dazu kommt dann Erschöpfung. Die Fachleute sprechen dann auch von Fatigue. Und dieser Nebel im Kopf, die viele betroffene Fibrofog oder Fibrofog dann in dem Moment nennen. Man findet im Prinzip dann. Die Worte nicht, so wie ich gerade eben, aber man verliert den Fahnen und vergisst auch Termine. Also es entsteht so ein richtiger Hirnnebel. Und wenn die Augen aber eben diese Müdigkeit ausstrahlen, dann ist das schon ein Fenster auf das Nervensystem, das nachts halt nicht richtig runterfährt. Schlechter Schlaf verstärkt den Schmerz und Schmerz verschlechtert den Schlaf. Und das ist halt ein enormer Kreislauf, ein Teufelskreis. Die dritte Ebene, die möchte ich jetzt da anknüpfen, was du nämlich eben gerade schon erwähnt hast. Das ist eigentlich auch so mein, ich will nicht sagen Lieblingsbild, aber die ist für viele vielleicht noch ein bisschen eher greifbar. Denn wenn man halt diese Augen von einem Teddy auch nochmal anschaut, dann werden sie ja angenäht. Also Quikknöpfe, festgesucht im Stoff. Und wenn man da drauf drückt, dann spürt man die auch. Also man kann die ertasten. Und genau so beschreiben Therapeutinnen und Therapeuten den Körper bei Fibromyalgie. Beim Abtasten finden sie Stellen, die extrem druckempfindlich sind. Meist dort, wo Muskeln in Sehnen übergehen. Am Nacken, an den Schultern, am Ellbogen, an der Hüfte, an den Knien. Früher hatte man dann auch eher von Tender Points gesprochen. Man kann sich das so vorstellen, wie kleine Knopfaugen verteilt über den ganzen Körper. Du bist auch von Phybalgie betroffen, ist das richtig? Ich habe es noch nicht weiter verfolgt, muss ich gestehen, weil natürlich, ich hatte ja eben gerade schon erwähnt, dass Frauen mehr betroffen sein können oder sind tatsächlich auch von der Statistik her als Männer, weil irgendwann natürlich auch im Lebenszyklus über die Wechseljahre hormonelle Umstellung kommt. Also da gibt es natürlich auch noch ein zusätzliches Reinspielen, wenn man so möchte. Und das sind Symptome wie Brain Fog, Schmerzen, Gelenke und so. Das verläuft ziemlich ähnlich. Aber das wäre dann halt eben auch dann ein Wink, da mal weiter am Ball zu bleiben. Und da kann man, würde ich vielleicht nachher nochmal ganz kurz zukommen, da kann man dann tatsächlich auch dann über ein Führen eines Schmerztagebuches zum Beispiel auch für sich so ein bisschen mehr das Bild, herauskristallisieren oder sich ein bisschen fundierter vor Augen halten und vor allem mit so einem Bild über ein Schmerztagebuch dann eben auch die adäquate Beratung aufsuchen. Und soweit bin ich jetzt noch nicht, aber ich weiß, dass ich das auf jeden Fall mal angehen sollte. Du hast vorhin gesagt, dass der Alltag eines Fibromyalgisten. Sehr beeinträchtigt sein kann. Kannst du es nochmal in drei Sätzen resümieren? Was hat das für einen Einfluss auf den Alltag? Der Einfluss auf den Alltag, also es fängt schon eigentlich damit an, dass Betroffene versuchen erstmal so die Symptome zu überspielen. Also ich bin halt dann heute nicht gut drauf, ich habe Schmerzen, ja vielleicht ist morgen ein besserer Tag. Und die Menschen ziehen sich in der Regel auch immer mehr zurück. Man versucht dann auch die Außenwelt eher nicht so zu belasten, weil das ist das, was im Alltag so ein bisschen das Bild wieder abrundet, das Verständnis eben für die Person. Das ist ganz schwer zu greifen. Also natürlich auch für das Umfeld schwer zu verstehen, weil es gibt den guten Tag, es gibt den schlechten Tag. Dann die stigmatisierenden Sätze wie, ja wieso, also gestern ging es dir doch noch gut, warum hast du dann heute solche Schmerzen? Also das ist so, ja, die Realität für Fibromyalgie-Betroffene ist, ich sag mal, schwer zu greifen, weil du musst dir vorstellen, wenn du der Teddybär bist, dann... Also man möchte ja mal den Teddybär umarmen, man möchte ihn knuddeln, aber das tut einem Fibromyalgie-Betroffenen schon weh. Das ist für viele Menschen mit Fibromyalgie-Realität, eine liebevolle Umarmung. Einen Klapser so an der Schulter mal so ein bisschen anditschen oder eine zu enge Jeans, die einem dann richtig Schmerzen bereitet. Und dafür muss ganz viel Verständnis und Klarheit aufgebaut werden. Nicht für den Betroffenen, erst mal vom Diagnoseweg her, sondern natürlich auch für das Umfeld. Und das ist manchmal sehr schwer zu erklären, weil der Nichtbetroffene das nicht nachvollziehen kann und nachverstehen kann. Zu den Diagnosen jetzt zu kommen, wie lange man für eine Diagnose braucht, wird schwierig sein, weil das individuell abhängt von jedem und welchen Arzt man auch trifft, ob der überhaupt darauf fokussiert ist. Immer mehr Ärzte checken das mittlerweile, muss ich ganz ehrlich zugeben. Aber es sind immer noch trotzdem sehr viele von den Ärzten, die sagen, ja, das hat hier mitzutun, da mitzutun, aber kommen nicht auf die Fibromyalgie, die, wie du sagst, ja, verbreitet ist. Aber wie fühlt sich denn der Schmerz an? Und was unterscheidet er sich zum Beispiel von diesem normalen Muskelkater oder auch Rückenschmerzen? Weil manchmal weiß man ja nicht, hat man jetzt schon Anzeichen von Fibromyalgie oder ist es einfach nur, der Rücken tut weh oder Muskelkater, weil ich zu viel Sport gemacht habe oder was auch immer. Wie fühlt sich das an und wie kann man das unterscheiden? Ja, also ich muss sofort gerade an eine ganz liebe Therapeutenkollegin denken aus der Schweiz, die mit einem Mann verheiratet ist aus Deutschland. Und sie meinte, als ich meinem Mann das Snowboarden beibringen wollte, der konnte am nächsten Tag nicht mehr aus dem Bett steigen durch diesen extremen Muskelkater. Und das ist das, was auch wirklich Fibromyalgie-Betroffene spüren. Also dieses, ich kann nicht, ich schaffe das jetzt nicht. Also das tut einfach alles weh. Jede Berührung tut schon weh. Und dann gibt es aber auch dann natürlich wieder bessere Phasen. Nur wie gesagt, das muss man halt irgendwie greifen können. Und wenn man dann weiß, dass es Fibromyalgie ist, dann kann man es sicherlich auch ein bisschen besser einnorden und auch steuern. Und da ist es mir halt auch wichtig, dann mehr Verständnis für diese Situation aufzubringen, also nicht nur für den Betroffenen, sondern auch für das Umfeld, weil das sind dann so auch Parameter, die. Gewisse Leitlinien, Also in den Leitlinien weiß man heutzutage schon, dass Bewegung in einem gewissen Maß, also das heißt nicht bis über die Schmerzgrenze und gib ihn, sondern Bewegung tatsächlich ein sehr gutes, ein guter Weg ist, um sich dann aus solchen Schmerzkaskaden herauszubringen. Aber der Weg dann halt zur Bewegung, dass man das zulassen kann, das ist dann auch eine Hürde, wo wir dann zum Beispiel auch wieder ins Spiel kommen. Also sprich, wo dann zum Beispiel eben auch über schmerzableitende oder schmerzverarbeitende Verfahren wie die lokale Vibrationstherapie, ein Weg sein kann, der in dem Moment also eine kleine Dämpfung dann mit sich bringt und letztendlich dann auch die, Bewegung hier dann zulassen kann. Also Bewegung ist von den Leitfäden, von den füllenden Leitfäden, die sind jetzt auch, ich glaube vor zwei Jahren, darf man mich jetzt nicht festnageln, vor zwei oder drei Jahren sind die tatsächlich auch nochmal neu definiert worden. Also aus den Behandlungsleitfäden oder Leitlinien besser gesagt. Da weiß man eben aus dieser gesamten Arbeit und Forschung, die bisher vorliegt, dass eben eine Bewegung oder Bewegung, Dehnung etc., dass das halt oftmals dann schon wieder etwas Linderung bringen kann. Wobei da natürlich der innere Schweinehund, wenn du Schmerzen hast und du sollst dich dann bewegen mit diesen Schmerzen, das ist natürlich dann eine Überwindung, die extrem viel Kraft kostet auch. Genau. Und das ist ja auch, also da soll man jetzt nicht über diesen Schmerzpunkt hinausgehen. Also nicht bitte nicht verankern. Das heißt, ich soll mich bewegen. Also halte ich das jetzt mit Biegen und Brechen aus? Nein, das ist nicht der richtige Weg, weil das verschlimmert es eigentlich nur an der Stelle. Sondern wichtig ist einfach da ein gesundes Maß zu finden. Und da braucht man dann natürlich eine gute Unterstützung, also einfach auch für sich einen Plan beziehungsweise eine gute Betreuung seitens der therapeutischen, Stellen, was auch ein sehr, sehr guter Weg ist. Ich wollte es eigentlich erst später ansprechen, aber ich würde es jetzt schon mal mit einbringen, Deswegen ist auch hier der Weg zu Selbsthilfegruppen, der Austausch mit Betroffenen, da, wird man verstanden, der Blick sozusagen hinter den Teddy-Augen muss man nicht mehr erklären, sondern jeder weiß, mit was es da auf sich hat. Und ja, und im Prinzip einfach auch ein gutes Selbstmanagement für sich rauszufinden. Und da gibt es eben auch keinen. Einheitsplan, sondern der kann recht unterschiedlich und tatsächlich auch manchmal von Tag zu Tag unterschiedlich sein. Unterm Strich sage ich oftmals auch. Man sollte einfach auch das tun, was einen in dem Moment gut tut. Und das ist auch wieder schwer, da das Verständnis nach außen hin, seitens zum Beispiel vom Arbeitgeber oder eben aber auch im Familienumfeld. Das zu bekommen, dieses Verständnis dafür, dass halt dann jetzt gerade in dem Moment das nicht so laufen kann, sondern ich mache das, was mir jetzt halt gut tut. Und das ist aber wichtig, dass das halt eben irgendwo eine gesunde Einheit ergibt. Wir haben vorhin schon am Anfang erklärt oder herausgefunden, dass das ja irgendwie so ein Kreislauf ist. Dieser Schmerz, der tagsüber da ist, erschöpft natürlich. Abends geht man ins Bett und man will schlafen, man ist hundemüde, man schläft aber nicht gut, weil dieser Schmerz natürlich nicht in die Pause geht, sondern der bewegt sich durch die Nacht mit. Und man wacht wieder auf mit Schmerzen und mit einem nicht guten Schlaffolge. Erschöpfung tagsüber wieder. Du hast gesagt Konzentrationsmangel und so weiter. Das sind ja alles diese Kreisläufe, aus denen man das Gefühl hat, man würde nicht ausbrechen können. Genau. Ich würde da vielleicht auch nochmal ein ganz klein wenig fachlich einsteigen. Aber ich versuche es ganz in einfachen Worten nochmal zu erklären. Weil das, was glaube ich auch wichtig ist, es ist halt nicht einfach eine Muskelerkrankung, sondern da passiert eben ganz viel auch im Nervensystem. Man spricht dann auch in der Fachwelt von gewissen Bildern von Krankheit, also ich sage mal so vom fachlichen Wort her von Allodinie. Das bedeutet, dass zum Beispiel eben ein Reiz, der normalerweise gar nicht wehtut, wird als Schmerz empfunden. Und dann entsteht halt dieser Effekt, dass eine Umarmung zum Beispiel eben wirklich. Einfach schmerzhaft ist. Und ein weiteres Wort, was ich hier noch mit einbringen möchte, ist die Hyperalgesie und das heißt, es tut nicht nur einfach etwas weh, also dass es nur ein bisschen weh tut, sondern es ist eine Schmerzverstärkung bei den Menschen oder bei den Betroffenen. Das bedeutet also das, was wir oder in dem Moment der Nicht-Betroffene sagt, ich habe jetzt vielleicht kurz den Finger oder den Ellbogen gestoßen, nicht schlimm. Das tut einem Fibromyalgie-Betroffenen wirklich sehr, sehr weh. Und ich versuche das oftmals so ein bisschen wie so eine Lautstärkeanlage zu erklären. Also stell dir einfach vor, dein Nervensystem hat einen Regler für Schmerz. Bei den meisten Menschen steht er auf normal und bei Fibromyalgie ist er hochgedreht, bis zum Anschlag hochgedreht. Fachleute nennen das auch zentrale Sensibilisierung. Das ist dann so, dass im Rückenmarkt ein Türsteher, so muss man sich das vorstellen, steht. Also im Rückenmark sitzt da quasi ein Türsteher und der entscheidet, ist das jetzt, was da aus dem Körper ankommt, wirklich wichtig? Muss das vom Gehirn, muss das überhaupt das Gehirn erfahren? Ist es Druck oder ist es eine Berührung? Und das Gehirn schickt normalerweise Signale nach unten und sagt, bleib mal ruhig, das ist harmlos, das ist eine körpereigene Schmerzhemmung, die wir selber in uns haben und auch so dann am Prinzip Schmerzen verarbeiten. Und bei Fibromyalgie funktioniert diese Bremse einfach schlecht, also mehr schlecht als recht. Der Türsteher lässt mehr durch und das Gehirn reagiert stärker. Und in Untersuchungen mit bildgebenden Verfahren sieht man dann bei den Betroffenen tatsächlich auch im Zuge der schmerzverarbeitenden Regionen, dass da entsprechende Fasern dann eben auch verletzt sind, also Nervenfaser verletzt sind. Das ist so die eine Gruppe bei Fibromyalgie und dann gibt es aber eben auch die andere Gruppe noch, wo eben da auch zum Beispiel alles, was vielleicht hier so über eine. Läsion etc. in den Nervenbahnen vorliegt, drüber hinaus eben nicht so diagnostiziert werden konnte, aber trotzdem natürlich das Thema Fibromyalgie präsent ist. Und da sind dann halt einfach andere Verursachungen vorliegen. Also unterm Strich, ich kürze es kurz ab, die Reize wären einfach enorm stark wahrgenommen, viel, viel stärker als bei einem Gesunden. Und deswegen, mir ist es so wichtig, dass halt... Da auch dann im Prinzip das wahrgenommen wird, wird das Verständnis halt dafür auch zustande kommen, weil das Ganze ist eben keine Einbildung, die Fibromyalgie. Es ist eine veränderte Verarbeitung von Signalen. Denn das ist reelles Leid, auch wenn das Röntgenbild, wenn man so möchte, sauber ist. Und. Wenn man sich fragt, warum heißt das, dass man dann, oder warum ist das so, dass halt eben dieser Schmerzregler halt so hochgedreht ist, da spielen mehrere Faktoren tatsächlich eine Rolle. Es gibt, wie ich eingänglich sagte, halt die Komponente erblicher Natur, aber im Dauerstress, körperlich, seelisch, all das spielt eine große Rolle. Und bis hin dann eben auch zu den Traumata, die vielleicht nicht entdeckt sind, Schlafmangel, wenig Bewegung und so weiter und so fort. Und häufig tritt halt Fibromyalgie auch aber mit entzündlichen Rheumaerkrankungen auf. Also es ist auch da jetzt nicht nur, es kann auch eine Folgeerscheinung sein, eine Folgeerkrankung sein. Ja, also es gibt da unfassbar viel zu berichten über die Fibromyalgie, aber ein ganz großer Faktor, wo man vielleicht auch dann Verständnis aufbauen könnte, ist, wenn eben der Betroffene sagt, ich brauche mal für mich. Und das Recht hat er allemal. Das bedeutet, sich rauszunehmen aus der Situation, um so zum Beispiel auch über dieses Runterkommen, mal zur Ruhe kommen, die Schmerzen hier vielleicht schon mal ansatzweise ein bisschen besser zu verarbeiten. Dann Stress bedeutet eben auch Schmerz. Und deswegen ziehen sich dann eben auch Betroffene zurück. Und das ist, finde ich, total verständlich. Novafone liefert mit ihrer lokalen Vibrationstherapie. Ganz viele Möglichkeiten und wir wären natürlich nicht in dieser Folge mit Novafon, wenn Novafon nicht auch für die Fibromalgie eventuell eine Möglichkeit wäre. Wir wissen ganz genau, dass Novafon nicht alles wegmachen kann. Das wäre ein Zaubermittel. Das haben wir nicht, auch wenn es ein schöner Stab ist, den man da in der Hand hält. Aber zaubern kann er leider nicht. Die kleine Pistole. Nein, nein, das kann er nicht. Einiges bewegen. Genau. Wie habt ihr denn herausgefunden, dass eventuell diese lokale Vibrationstherapie der Fibromyalgie mal ein bisschen einen Gegenwind bieten könnte, wenn ich das mal ausdrücken kann? Da Novafon tatsächlich ja schon, also was seine schmerzlindernde Wirkung angeht oder die schmerzlindernde Wirkung der lokalen Vibrationstherapie, Die ist ja schon seit 1931 erforscht, wenn man so möchte, über verschiedenste Evidenzen. Ich muss fairerweise sagen, und das ist mir auch eigentlich wichtig an der Stelle, es gibt keine Studie zu Novaphon in Verbindung mit Fibromergie, aber man hat hier schon diverse Untersuchungen gemacht. Vor allem, wenn es halt dann eben um diese Schmerzsymptome geht. Also wir wissen, dass über gewisses Anbahnen in Richtung der, Schmerzregionen, also das Interessante ist ja, ich habe ja vorhin von diesen Tender Points oder Triggerpunkte, hattest du sie ja auch genannt, diese Schmerzpunkte genannt. Es ist in dem Moment in der Therapie so, dass wir dann sagen, okay, allein die Berührung auf der Haut ist manchmal gar nicht machbar, aber dieses Anbahnen mit Vibrationen von außerhalb dieser Schmerzpunkte in Richtung dieser Schmerzregionen, das hat sich als sehr gangbarer Weg dann auch herauskristallisiert. Und hier berichten dann eben auch Fibromyalgie-Betroffene, dass sie damit letztendlich auch erfahren haben, ein bisschen runterzukommen aus dieser Schmerzkaskade. Im therapeutischen Kontext ist es dann so, dass in dem Moment, wo die Schmerzkaskade runtergefahren wurde, halt auch eine angepasste Bewegung möglich ist. Ja, und dieses, ich hatte es vorhin über die Leitlinien kurz schon erläutert, aber, mit Bewegung, aber eben diese angepassten Bewegung und nicht Zähne zusammenbeißen und durch, kann man hier dann tatsächlich den Umgang mit diesen Schmerzschüben der Fibromyalgie weitaus, besser umgehen, beziehungsweise hier dann eben auch mehr Lebensqualität erfahren. Du hast es richtig auf den Punkt gebracht. Also das Novafone ist jetzt an der Stelle nicht das Allheilmittel, aber es ist ein Baustein. Ein Baustein, der tatsächlich aber auch wieder in der Heimanwendung als Mittel, zur Selbsthilfe zur Verfügung stehen kann. Weil wann kommen die Schübe? Die kommen nicht innerhalb einer Therapiesitzung. Das kann abends auf dem Sofa sein, das kann morgens nach dem Aufstehen sein, das kann im Schlaf sein. Und dann ist es einfach dann natürlich auch schön zu wissen, dass man sich über diesen Weg zumindestens halt wieder ein bisschen mehr Qualität. Was das Schmerzmanagement angeht, also was die Schmerzerfahrung angeht, antun kann. Und tatsächlich ist hier dann der sogenannte Türsteher, den ich gerade erwähnt habe, besser bedient. Das heißt, der wird quasi abgelenkt. Und das ist auch schon wieder eine Forschung, die seit 1965 existiert von Stoud Robinson-Goldman-Price, also das sogenannte Gait-Control-Prinzip. Man weiß, dass gewisse Reize wie Schmerzreize auf einer dünnen Nervenbahn übers Rückenmark zum Gehirn geleitet wird, aber auf einer dickeren Nervenbahn, die schneller leitet, kommen alle sensorischen Reize, in dem Fall positive Reize, schneller zum Tragen. Und so wird dann im Prinzip dieser Torwächter abgelenkt. Das Tor geht etwas zu und man erfährt hier eben eine Dämpfung, eine Linderung dann der Schmerzsituation. Ihr habt ja mehrere Novavon-Geräte, die ihr habt. Jetzt das Richtige rauszufinden, aber da gibt es ja auch diese Unterschiede mit der Tiefe, mit der Stärke und so weiter. Wie würdest du denn empfehlen, wo man welches Gerät am besten anwenden kann oder ist es genauso individuell wie die Schmerzen? Also was ich auf jeden Fall als, und das ist tagtäglich auch bei mir in den Beratungen, also bei Nobafund gibt es ja eine Anwendungsberatung, wo man uns im Therapeutenteam, da kann man kostenfrei sich Telefontermine buchen, so oft wie man möchte und man wird zu dem Zeitpunkt dann von uns angerufen, was einem recht ist. Und dann kann man eben natürlich auch hier so gewisse Faktoren, was Anwendung und Häufigkeit und dergleichen angeht, neben dem natürlich, dass hier der Fibromyalgiebetroffene oder Betroffene ja auch, hier möglichst einen Therapeuten oder einen Arzt da noch an der Seite hat. Da kann man natürlich ganz gut drauf eingehen. Aber aus meiner Erfahrung ist es so, dass hier nicht unbedingt Kraft an erster Stelle steht, sondern sanfte Vibrationseinheiten. Und deswegen, da arbeite ich tatsächlich auch am liebsten und das ist auch so, von den Betroffenen häufig zurückgespiegelt mit den etwas sanfteren Geräten, das Novaphone One oder One Plus. Und die haben auch jeweils die Frequenzen, die man dann hier unterschiedlichst einsetzen kann. Also ich versuche das immer ganz gerne wie so eine kleine Treppe zu beschreiben, dass man sich das besser vorstellen kann, 50, 75 und 100 Hertz. Man darf ja ruhig tatsächlich erst einmal so mit der lockernd entspannenden und lösenden Stufe 50 Hertz Die Muskulatur entspannen und da erstmal so ein bisschen auch auf das Nervensystem entspannend eingehen. 75 Hertz haben, je nach Gerät, welches man dann zur Hand hat, also das eine hat auch 75 Hertz, da sind wir schon im Bereich der Durchblutungsförderung, und dass die Muskulatur sanft aktiviert wird. Und 100 Hertz nutzt man dann eben ganz effektiv, um Schmerzlinderung zu erfahren und um diese einzelnen Schmerzpunkte zu behandeln. Da kann man dann zum Beispiel auch an solchen direkten Schmerzpunkten, wenn man sich da jetzt schon so herantasten oder heranschleichen konnte, direkt an diesen Schmerzpunkt, an diesen Tenderpoint, auch mit einem Kugelaufsatz arbeiten, wo man wie so ein, als wenn man mit dem Finger in dem Bereich entlang kreist, hier dann auch ganz gezielt an diesem Punkt dann arbeiten. Unterm Strich aber, Sascha, ist es mir wichtig, nochmal zu erwähnen, hier nichts überfordern, nichts überreizen, sondern wirklich das zu tun, was einem gut tut. Das bedeutet, in dem Moment, wo auch dann hier zum Beispiel der betroffene Patient sagt, oh, das wird mir gerade ein bisschen zu viel, dann streicht man einfach wieder ein bisschen weiter weg von der entsprechenden Stelle und bleibt dann halt in entfernteren Regionen. Aber Vibrationsreize haben hier einfach. Einen unfassbar guten Effekt, nämlich einfach, es ist wie ein Ablenkungsmanöver, was Positives wieder zu erfahren und wahrzunehmen. Also die Wahrnehmung wird hier sensorisch ganz, ganz toll angesprochen. Und das hilft oftmals auch dann zum Beispiel, dass man abends vielleicht sogar besser schlafen kann. Also meine Empfehlung wäre ja auch, abends so ein kleines Ritual zu machen, direkt schon am besten an der Bettkante. Ich komme auch gleich nochmal dazu, ob man das am Gesicht anwenden kann, weil wir sind ja immer noch bei den Teddybäraugen. Da wurde ich oft gefragt, ob man dann auch diese Teddybäraugen behandeln kann. Aber immer unabhängig davon, so ein kleines Abendritual anwenden kann, an der Bettkante durchzuführen, dass man zum Beispiel auch mal den Kiefer am Gesicht, behandelt, um da mal so ein bisschen lockerer von der Kieferregion zu kommen. Bei Schmerzen, da beißen wir uns auch durchs Leben. Also wir sind am Körper an sich dann einfach auch viel spanniger und Zähne beißen heftiger aufeinander und, und, und. Also das kann schon eine kleine Maßnahme sein. Warum kann denn Vibrationsschmerzen dämpfen eigentlich? Das ist tatsächlich, das hat hier was mit der Reizverarbeitung zu tun. Also so wie ich es gerade kurz angedeutet hatte mit dem Torwächter und der langsamen Nervenbahn und der schnellen Nervenbahn. Weil eigentlich sind so Sachen wie Berührung, leichter Druck, aber auch Vibrationen sind ganz angenehme sensorische Reize. Und die werden einfach schneller vom Gehirn verarbeitet, weil sie schneller über eine schnellere Nervenbahn geleitet werden. Und Schmerzen, das ist natürlich auch ein Schutzmechanismus des Körpers, was natürlich so in die Wiege gelegt wurde. Aber Schmerzen werden über eine dünne und langsame Nervenbahn geleitet. Wenn natürlich ein Schmerz akut ist, dann reagiert auch das Schmerzzentrum ganz schnell, damit Gefahr gedämmt wird. Aber bei so anhaltenden, chronifizierten Schmerzen, die immer unterschwellig da sind, ist es hier eben eine Wohltat, die andere Seite zu bedienen, nämlich diese Reizverarbeitung zu schüren, die uns angenehm erscheint. Und da gehört Vibration dazu tatsächlich, auch Wärme oder Kälte. Also wenn wir uns irgendwo den Finger geklemmt haben, dann pusten wir an den Finger. Das ist dann so diese kühle Luft manchmal, die auch so Linderung verschaffen könnte. Oder wenn wir Bauchschmerzen haben, dann reiben wir uns und halten und kneten den Bauch vielleicht. Das ist der Druck, der uns in dem Moment als angenehm erscheint. Also es ist ein Prozess, der uns so sensorisch von den Nerven her vorliegt. Du hast gesagt, die Forschung ist auf großem Vormarsch. Es wird immer mehr geforscht, mehr versucht herauszufinden, wie man Fibromalgie behandeln kann, auch natürlich mit verschiedenen therapeutischen Ansätzen. Du hast schon ein paar Sachen angesetzt. Wo stehen wir gerade und wo gibt es denn noch große Lücken? Wo müssen wir noch nachbohren oder nachforschen? Also die Forschungsarbeit geht da schon in großen Schritten voran, aber es ist einfach, um doch wirklich nochmal fundierter oder ich sag mal prägnanter das Verständnis aufzubauen, was da passiert oder bis es halt zu dem Weg kommen kann, dass wir halt wissen, das ist jetzt einfach symptomatisch wirklich die Fibromyalgie, da muss einfach noch ganz viel Aufklärungsarbeit auch gemacht werden. Also deswegen so diese, was ich eingangs sage, diese stigmatisierten Sätze. Gestern warst du ja besser drauf, heute ist auf einmal alles anders oder auch du siehst doch gesund aus oder Klassiker eben, das muss psychisch sein, deswegen geht es dir so schlecht, dass man da einfach nochmal ein bisschen tiefer einsteigt, was die Aufklärungsarbeit angeht. Und ansonsten hat man also hier tatsächlich auch schon zum Beispiel durch verschiedene Arbeitsgruppen, eine ist vielleicht ja auch nochmal nennenswert von der Anne-Luise Oakländer, die hat 2013 Hautproben von Menschen mit Fibromyalgie untersucht. Und da hat man dann zum Beispiel dann eben auch rausgefunden, dass bei 41 Prozent Hinweise eben auf Schädigung der kleinen Nervenfasern, diese Symptomatik oder dieses Krankheitsbild zurückzuführen ist. Und tatsächlich haben Vergleichsgruppen trotzdem auch hier durch andere Verursachungen mit den Themen zu tun und da fehlt es dann natürlich noch ein bisschen mehr. Aber es gibt, wie gesagt, schon ganz, ganz viel. Große, große Arbeit machen dann hier tatsächlich auch dann eben die verschiedenen, Verbände und Selbsthilfegruppen, was die Aufklärung angeht, aber auch was Hilfestellung angeht. Und ich glaube, in der Hilfestellung, da kann man auch natürlich nochmal ein bisschen arbeiten. Ja, weiter und schneller voranschreiten. Wir haben schon gesagt, dass NovaPhone unterstützen kann. Für wen ist denn das NovaPhone-Gerät jetzt definitiv nichts? Wo würdest du sagen, bitte Finger weg? Genau, also ich bezeichne in dem Zusammenhang NovaPhone eigentlich ganz gern so ein bisschen als, also wie du ja auch schon ganz gut auf den Punkt gebracht hast, nicht als absolutes Mittel der Wahl, aber als Türöffner. Und der Türöffner ist in dem Moment, dass ich halt die Kaskade mal runterfahren kann, um zum Beispiel wieder Bewegung anzupassen oder einfach auch aus verkrampften Situationen, muskulär gesehen, aber auch was Stressmanagement angeht, da mal runterfahren zu können und zu lindern. Und natürlich ist es wie bei allen anderen Situationen auch einmal bitte durch die Kontraindikation zu gehen, sprich da auch gerne immer mal Rücksprache zu halten mit dem behandelnden Therapeuten oder Arzt oder auch natürlich direkt bei uns über die Anwendungsberatung. Und Kontraindikationen sind dann, was die lokale Vibrationstherapie mit dem Novaphon angeht, eigentlich auch, ich sag mal jetzt, nichts Befremdliches. Also überall da, wo zum Beispiel aus Evidenzgründen keine vorliegt, müssen wir halt von einer Behandlung abraten. Da gehören zum Beispiel tumoröse Situationen dazu oder während der Schwangerschaft. Aus ethischen Gründen sind zum Beispiel diese Patientengruppen ausgeschlossen. Da gehören auch Herz-Hirn-Schrittmacher-Betroffene dazu. Und dann können wir halt auch keine Empfehlung aussprechen. Wenn man mit Entzündungen zu tun hat oder ein Implantat im Körper, das sind dann so lokal begrenzte Kontraindikationen, da arbeitet man nicht direkt drauf. Aber das ist halt sehr, sehr gut bei uns auch aufgelästet. also auf der Website, in den Gebrauchsanweisungen, da einmal tatsächlich durchgehen. Gerne bei uns aber auch nochmal Rücksprache halten oder mit dem Arzt oder Therapeuten. Und wenn man das alles ausschließen kann, es steht dann nichts im Wege, sich da dann auch wirklich was Gutes zu tun. Jetzt... Da haben wir ja schon mehrfach ein bisschen darüber auch gesprochen, dass die Phypomyalgie, diese Schmerzen immer wieder nicht greifbar sind für jeden und trotzdem einen enormen Einfluss auf Teilhabe und Inklusion haben können. Wir haben das ja schon mal beruflich kurz erwähnt. Lass uns mal kurz resümieren, wo würdest du gerne oder wo wünschst du dir gerne, dass Ärzte, Arbeitgeber oder wer auch immer ein bisschen mehr Verständnis dafür haben. Ich glaube, dass das aber mit allen unsichtbaren Behinderungen so ein Problem ist. Also wir würden jetzt mir Fibromyalgie als Bild nehmen dafür, für alle unsichtbaren Behinderungen, weil ich glaube, da treffen ganz viele auf immer wieder Hürden, sich erklären zu müssen, sich zu, rechtfertigen zu müssen. Was wünschst du dir da in diesem Zusammenhang? Ich wünsche mir da tatsächlich, ja ich sag mal, den Blick hinter die Teddybäraugen. Ganz praktisch, dass das wirklich. Mehr geübt wird, dass über den Weg mehr das Verständnis auch aufgebaut wird. Und also zum Beispiel, dass wenn halt jemand, also wenn der Betroffene sagt, ich habe heute Schmerzen, dann ist das auch so. Und dass das halt dann eben auch nicht belächelt wird, weil es eben gestern noch gut geht. Das sind eigentlich auch so ein paar, ich sage mal so drei Fakten, die ich auch hier gerne den Betroffenen mit auf den Weg geben möchte. Nämlich erstens glauben. Also wenn jemand halt sagt, ich habe heute Schmerzen, dann ist das auch so. Zweitens, nachfragen statt bewerten. Nicht gestern ging es doch noch gut, sondern was brauchst du heute? Hybromöagie schwankt, es gibt gute Tage, schlechte Tage und das hat nichts mit Willen zu tun. Und im Beruf, da ist es nämlich oft auch mit am schwersten. Viele trauen sich nicht, über die Erkrankung zu sprechen, aus Angst als unzuverlässig zu gelten. Dabei helfen oft kleine Dinge wie flexible Arbeitszeiten, ein guter Stuhl, die Möglichkeit zwischendurch aufzustehen, Homeoffice an schlechten Tagen. Und übrigens auch mal fünf Minuten zum Beispiel Pause zu machen, um sich halt dann mit dem Novavon den Nacken behandeln zu können. Bei den Behörden ist es ebenfalls schwierig, etwa eben beim Grad der Behinderung, weil man die Schmerzen eben nicht messen kann. Und da lohnt es sich, Beschwerden wirklich gut zu dokumentieren, sich beraten zu lassen, zum Beispiel bei der Rheumaliga. Das ist eine Möglichkeit. Und weil ich vorhin schon erwähnte, es ist dann auch so eine Herzensangelegenheit, eben dieses Schmerztagebuch zu führen. Das bedeutet wirklich aufzuschreiben, wann kam der Schmerz, wo, was habe ich gemacht, hat es geholfen. Nach ein paar Wochen sieht man tatsächlich dann auch ein Muster und man merkt dann zum Beispiel, wenn, also auch so Faktoren, wenn ich abends den Nacken behandle, schlafe ich besser oder nach Stress im Büro kommt zwei Tage später der Schub. Also all diese Faktoren mal so als Kontrolle zu definieren und das hilft beim Arztgespräch und auch tatsächlich bei Anträgen manchmal doch. Ja und unbedingt, also hilft es hier auch dann den Kontakt zu Selbsthilfegruppen, dann dort sitzen halt auch Menschen, denen man nichts erklären muss. Die sehen die Teddybär-Augen und wissen sofort, was dahinter los ist und das sind alles entlastende Faktoren an der Stelle auch. Wir haben gesagt, Diagnosen zu erhalten, ist ein langer Weg. Wenn man dann da angekommen ist, was würdest du gerne Menschen mit auf den Weg geben, die gerade zuhören und sagen, oh ja, gestern habe ich die Diagnose bekommen für Bromioidin. Was passiert jetzt? Wie kriege ich meine Infos? Wie kriege ich einen tollen Unterstützung? Was würdest du den Menschen gerne mit auf den Weg geben? Also drei Dinge, die ich einfach an der Stelle gerne sagen möchte. Du bildest dir das nicht ein. Dein Nervensystem ist laut gestellt und dafür gibt es eine Erklärung. Das. Ist das Erste. ist das Erste. Vor allem zu den genannten Kontraindikationen. Und wenn ich einen Wunsch hätte, Sascha, die Teddybäraugen wirklich einen Wunsch frei hätten. Dass man es einfach nicht mehr übersieht. Dass jemand hinschaut und fragt, wie geht es dir wirklich und dann zuhört. Und natürlich wünsche ich mir von Herzen, dass die Umarmungen wieder einfach schön sind. Was für ein wundervolles Schlusswort. Wer ein Novaphone-Gerät sich zulegen will nach Rücksprache mit seinem Therapeut, mit seinem Arzt, hat die Möglichkeit, auch da etwas Kleines zu sparen, weil du diesen Podcast gehört hast. Genau, Inklusator 10 ist das Codewort, was du zum Schluss in der Kasse angeben sollst. Und dann gibt es da einen Rabatt. Den haben wir jetzt dann mit Novaphone ausgearbeitet. Alexandra Schubert, wir hören uns wieder im November. Und dann haben wir auch ein ganz spannendes Thema, was wir euch jetzt noch nicht verraten. Aber dann erst aber auch ein ganz spannendes Thema. Da geht es um unsere Kinder, glaube ich. Wenn ich mich richtig erinnere. Ja, könnte in die Richtung gehen. Genau. Ich freue mich jedenfalls riesig. Danke dir, Sascha. Ich freue mich auch. Vielen Dank für diese sehr spannenden Informationen über Fibromyalgie. Ich hoffe, dass die Menschen, die sich damit beschäftigen, noch mehr Informationen bekommen könnten. Bis dahin alles Gute. Euer Inklusator Sascha Lang. Vielen Dank, liebe Alexandra. Tschüss, danke dir. Wir hören Novafon wieder in der 356. Episode und dann gibt es um neue interessante Aufsätze für die Novafon Geräte. Wir sind gespannt. Bis dahin. Alles Gute. Euer Inklusator Sascha Lang. IGL. Inklusion. Ganz einfach leben. Wird dir präsentiert von Inklusator. Infos zum Inklusator und weitere Folgen findest du unter www.igelmedia.com. Du möchtest uns kontaktieren? Dann schreibe uns eine Mail an moin.igelmedia.com.