Reden wir darüber: Behinderung, Begehren und Selbstbestimmung – Feedbackrunde
Sonntag Trifft IGEL – der Sonntagstalk von Jennifer Sonntag und Sascha Lang
18.01.2026 60 min
Zusammenfassung & Show Notes
Reden wir darüber: Behinderung, Begehren und Selbstbestimmung – Feedbackrunde
Sonntag Trifft IGEL – der Sonntagstalk von Jennifer Sonntag und Sascha Lang
In Episode 303 von Sonntag trifft IGEL treffen sich Sascha Lang und Jennifer Sonntag zum Januargespräch 2026 und starten mit persönlichen Einblicken in einen herausfordernden Jahresbeginn. Themen wie Umzug ohne Internet, Pflegeorganisation nach einem schweren Unfall und die praktischen wie emotionalen Belastungen von Assistenz und Abhängigkeit bilden den Einstieg.
Ein positives Gegenbeispiel liefert ein Konzertbesuch, bei dem kurzfristige Barrierefreiheit, flexible Ticketlösungen und respektvolle Assistenz vorbildlich funktioniert haben. Von dort aus schlägt das Gespräch den Bogen zu strukturellen Fragen von Pflege, Assistenz, Monopolstrukturen und einem System, das Betroffene oft zusätzlich belastet.
Zentraler Schwerpunkt der Folge ist die ausführliche Feedbackrunde zur November-Episode über Fetischisierung von Behinderung. Es geht um Machtgefälle, Einvernehmlichkeit, Schutz vor Übergriffen, Helfersyndrom, falsche Nähe, Devotees, Amelotatismus sowie die feine Grenze zwischen selbstbestimmter Sexualität und Objektivierung.
Erfahrungsberichte, Buchempfehlungen und persönliche Beispiele machen deutlich, wie verletzlich Menschen mit Behinderung in Abhängigkeitsverhältnissen sein können – und wie wichtig klare Kommunikation, Solidarität, Empowerment und Respekt sind. Die Folge endet mit einem klaren Plädoyer: Menschen mit Behinderung sind zuerst Menschen – mit Rechten, Grenzen und dem Anspruch auf Selbstbestimmung.
Hier die Links aus der Rubrik:
Die erwähnten Bücher:
Blind verliebt
Fuck Disability
Liebe mit Laufmaschen
Der erwähnte Künstler:
Hilfetelefone:
Hier geht es zu Jennifer Sonntag:
www.jennifer-sonntag.de <http://www.jennifer-sonntag.de> <http://www.jennifer-sonntag.de> <http://www.jennifer-sonntag.de>
Links zum IGEL Podcast
Podcast „IGEL – Inklusion Ganz Einfach Leben“
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Transkript
يل. Inklusion, ganz einfach leben.
Der Podcast für gelebte Inklusion.
Mit eurem Inklusator Sascha Lang.
Die Girl Inklusion kann sein Verleben. Es ist Sonntag, der 18.
Januar 2026. Herzlich willkommen zu Episode 303 vom Podcast.
Deines Vertrauens sozusagen. Mein Name ist Sascha Lang, ich bin dein Inklusator
und wir sind heute wieder am dritten Sonntag des Monats und wir bleiben bei unserer Tradition.
Heute trifft Sonntag auf Igel oder Igel auf Sonntag. Die Reihenfolge ist egal.
Ich wünsche gute Unterhaltung bei diesem interessanten Thema.
Wir werden definitiv eine Feedback-Runde zu unserem Podcast im November machen.
Und was wir sonst noch für Themen haben.
Wie würde Rüdi Karel sagen? Lass dich überraschen.
Viel Spaß und gute Unterhaltung.
Igel Inklusion, ganz einfach leben, das ist die Episode 303.
Herzlich willkommen, Sonntag trifft Igel. Wir schreiben den, müsste der 18.
Januar sein, wenn ich mich richtig erste. Ja, keine Ahnung, ich weiß nicht mehr
genau. Ja, ich meine, 4, 11, 18. 18.
Januar, genau, heute sind wir den 18. Januar. Herzlich willkommen,
liebe Jennifer Sonntag.
Hallo, lieber Sascha, im Jahre 2026 und hallo ihr da draußen, liebe Igelnagen.
Ja, wir wünschen euch natürlich auch von unserem Team hier ein frohes neues Jahr.
Die einen oder anderen haben bereits in die Episoden reingehört,
die es schon gab. Da wurde schon mal fleißig neues Jahr gewünscht.
Es ist ein bisschen ruhiger derzeit auf der Eagle Erscheinungsfront im Januar 2026.
Das hat damit zu tun, dass ich gerade am Umziehen bin, in der neuen Wohnung
noch kein Internet habe.
Schönen Gruß an die Kollegen von GF-Gespan.
Ohne sie jetzt auswendig zu nennen, aber die Leute, die wissen,
mit wem ich zu tun habe für Internet, die wissen, wen ich meine.
Die sind nicht die schnellsten, auch wenn sie schnelles Internet anbieten.
Ja, DGF, wenn man es ganz richtig nennen will. Ich will es nicht aussprechen,
nicht, dass ich hier noch eine Verleumdungsklage an den Hals kriege.
Ich habe den aber angedroht, wenn sie bis Freitag nicht liefern,
dann muss ich eine Alternative suchen.
Die gibt es aber da nicht, weil die so Monopolstellungen haben.
Ich wusste nicht, dass es das noch heute gibt, dass so eine Firma Monopolstellung auf Leitungen hat.
Aber das ist ein anderes Thema und dann kommt noch hinzu, dass Stefanie sich
in diesem Monat den Fuß gebrochen hat und zwar so heftig,
dass wir mit Pflegedienst arbeiten müssen und so weiter und dass man natürlich
für den Umzug hier etwas sich gestaltet und ich auch noch kleine Aufgaben im
Pflegebereich übernehmen muss, also anziehen, ausziehen und so weiter.
Das klappt. Man muss nur immer sehr vorsichtig sein. Das ist das,
was immer so, wenn man so blind ist und so rumtapst, ist das immer natürlich
so bei so einem gebrochenen Fuß mit Schrauben und Platten drin.
Eine sehr spannende Aufgabe, aber wir haben es geschafft.
Und Jenny, ich war gestern, das ist nicht dein Musikstil, also am Mittwoch,
war ich bei einem Konzert und ich muss da kurz einhaken, bevor wir auf unser
Thema kommen. Ich war bei Xavier Nadu in Hamburg.
Die einen oder anderen sagen Xavier Nadu, Verrückung, Technik,
Verschwörungstheoretiker, bla bla bla und seine Musik und er bla bla bla. Also ich,
Mir geht es um den Künstler. Ich kenne ihn persönlich. Also es ist zwar schon
18 Jahre her, dass wir uns das letzte Mal getroffen haben.
Ich kenne ihn persönlich. Was er eine politische Auffassung ist oder so, das ist die eine Sache.
Was ich ihm aber immer wieder auch hochhalten muss, ist, dass das ein wahnsinniger
Musiker, wahnsinniger Künstler ist.
Das war gestern eine Show, da können sich einige heute moderne Künstler wirklich
die Finger drum lecken. die haben kein politisches Statement teilweise und die
haben keine politische Meinung.
Ob man die mag jetzt oder nicht, das ist eine ganz andere Geschichte,
darum geht es auch gar nicht.
Aber das, was er singt und wie er mit seiner Band agiert und ich habe mich so
gefreut, Ralf Guske auf dem Schlagzeug und Neil Palmer auf dem Keyboard sind
immer noch seine treuen Wegbegleiter.
Was ich aber auch dazu sagen wollte ist, wir haben ja eine neue Situation gehabt,
in dem also ich hatte kein besonderes Ticket geholt, weil blind kann ich überall
sitzen mit meinem Geplanfall, dass wir zu fit da hingehen würden.
Meine älteste Die Tochter hat dann abgesagt, weil sie derzeit nicht konnte so.
Und ja, wir hatten dann am Montag die Situation, dass Stefanie aus dem Krankenhaus
entlassen wurde, einen Rollstuhl hatte und wir keinen Rollstuhlplatz hatten.
Und das war ein Geschenk für Stefanies Geburtstag. Und dann habe ich gedacht,
okay, was gibt es jetzt für Möglichkeiten, dass Stefanie trotzdem an diesem
Konzert teilhaben kann? Und dann muss ich sagen, Live Nation und auch Ticketmaster.
Ich will sie hier ganz besonders vorheben, weil das war wirklich sehr unkompliziert.
Ich habe dahin angerufen, ich habe meine Situation erklärt und mit dem ich nicht
gerechnet habe. Aber sie haben dann ein Ticket als Ticket für Rollstuhlfahrer
umgewandelt und ein Assistent, also Begleitung.
Das hat dann Keno, unser Assistent, übernommen. Der hat uns begleitet,
der hat sich auch gefreut mitzukommen.
Und die haben mir dann noch zusätzlich eins meiner vier Tickets zurückerstattet.
Und da habe ich gedacht, okay. Also das habe ich gar nicht verlangt und gewünscht. Mir war das egal.
Ich habe nur gesagt, ich brauche zwei Tickets, die dann zu Rollstuhlplatz gehen
und die zwei Tickets, die die normalen Plätze einholen.
Und dann haben wir noch trotzdem ein Ticket zurückbezahlt bekommen.
Das fand ich mega cool. Und was auch zu erwähnen ist, dass die Leute mit Rollstuhlplätzen
verteilt im Saal sitzen.
Also die sitzen nicht gepfercht auf einer Bühne, sondern wirklich verteilt.
Also bei Steffi war nur noch eine Rollstuhlperson und die waren verteilt durch
den Saal auf Plattformen. Und die hatten auch vernünftige, gute Sicht.
Also ich möchte das mal hervorheben. In der Buckley's Arena sind Rollstuhlplätze
wirklich vernünftig gestaltet.
Und dass wir so kurzfristig überhaupt noch einen bekommen haben,
das möchte ich jetzt mal so positiv zum Jahresstart. weil wir haben ja den Jahresstart
mit Ottmar Malz-Paul, da haben wir ja ein bisschen gejammert.
Ich möchte aber jetzt mal so eine
positive Nachricht in unsere Sonntags-Talk-Branch-Situation einbringen.
Und jetzt bist du dran, Jenny. Jetzt habe ich schon genug gesprochen.
Ich möchte jetzt, dass du jetzt übernimmst.
Es finde ich mal ein gutes Herangehen an diese ganze Gestaltung von Konzertsituationen.
Ja, wir reden ja oft darüber, sind beide bei Barrierefrei Feiern und Schulen
auch, Veranstaltende von Konzerten und Festivals.
Und du sagst schon richtig, Sascha, Selja ist nicht meine Tasse Tee.
Aber ich finde es gut, dass ihr dort euren Spaß hattet.
Und es tut mir sehr, sehr leid für Steffi und dass ihr jetzt sozusagen zwei
Behinderungen übereinbringen müsst. Das ist ja tatsächlich eine Herausforderung. Ich kenne das auch.
Also mein Partner, der normalerweise mit gesunden Beinen durchs Leben geht,
der hatte sich ja auch mal sehr, sehr schlimm verletzt durch einen Unfall.
Und da musste die Blinde und der Lahme in Anführungsstrichen,
ja, also man hat sich da oft über uns beide so ein bisschen lustig gemacht,
aber wir haben es auch mit Humor genommen. Wir mussten da Techniken finden,
wie wir dann zurechtkommen.
Und das ist nicht so einfach. Und dass ihr das jetzt geschafft habt bei so einem
Event, das finde ich ganz großartig.
Danke aber auch der Assistenz. Also ich hätte jetzt mir nicht vorstellen können mit Steffi alleine.
Wir hatten schon zwar so Spaß gemacht, dass wir Toskana unseren Führhund vor
Steffi spannen, weil die hat den rechten Fuß, der muss ausgestreckt bleiben,
der darf aber, da sind Schrauben drin.
Also es ist noch alles sehr, sehr anfällig. Und wir hatten schon wirklich gewitzelt,
ob ich sie dann ziehen würde. also hinter mir ziehen würde, wie ich das mit
dem Kinderwagen früher gemacht habe.
Da habe ich Tiana, damals meine Hündin, gehabt und ich bin dann mit dem Kinderwagen
durch die Gegend gefahren und habe die Kinder gezogen, aber nicht gedrückt,
weil drücken, da weiß ich ja nicht, wann es...
Wann ein Bürgersteig kommt oder wann eine Wand kommt. Gut, das hört man akustisch.
Aber ich habe die Kinder dann gezogen und habe links in der Hand den Hund und
rechts in der Hand den Kinderwagen. Das wollte ich aber mit Steffi.
Das hätte ein bisschen blöd ausgesehen.
Aber wir hatten uns schon ein paar überlegt, wie wir das machen.
Aber wir hatten gerade ein Kino dabei.
Einer meiner Assistenten, der uns jetzt im Sommer verlassen wird, weil der heiratet.
Und dann geht der Wille auf Campingtour mit seinem Campingwagen fahren und so
weiter. Also aber trotzdem, es war ein sehr wichtiger Aspekt,
dass wir da großartige Unterstützung haben, der das auch mit Humor nimmt und
der das auch mit Spaß macht.
Und wenn es einen Orden für ihn gibt als Assistent des Monats,
dann kriegt er den heute verliehen sozusagen.
Auf jeden Fall. Also ich musste damals in meiner Partnerschaft auch vieles nochmal überdenken.
Nicht was die Partnerschaft betrifft, sondern was unsere Rituale betrifft.
Und viele Haushaltsgeräte auch nochmal modifizieren, weil wir uns da natürlich
reingeteilt hatten in bestimmte Dinge. Und nun lag es an mir,
mit Sachen zurechtzukommen, die ich jahrelang nicht übernommen hatte.
Und das war auch für mich mal so ein guter Check.
Also wie funktioniert der Wäschetrockner eigentlich barrierefrei?
Wie funktioniert der Geschirrspüler barrierefrei?
Wie komme ich auch zu Lebensmitteln? Weil mein Partner dann nicht mehr mit dem
Auto rumfahren konnte, die Getränkekisten holen und so. Und das hat mich sehr
gefordert, aber das hat mich doch auch wieder sehr selbstbestimmt und selbstständig gemacht.
Und ich musste gucken, wie kann ich mir so Dinge organisieren?
Weil natürlich die Person, mit der man eng zusammenlebt, mit der kann auch von
heute auf morgen plötzlich mal irgendwas sein.
Und ich bin schon nicht der Mensch, der sich da besonders gern abhängig macht, habe ich gedacht.
Aber durch so einen Einschnitt merkt man natürlich schon, da drehen sich die
Dinge auf einmal nochmal andersrum.
Und man ist natürlich heilfroh, dass es in Anführungsstrichen bloß ein Weinbruch
ist, obwohl wir wissen alle, wer das mal hatte, das ist auch schon alles nicht
schön, aber das wird wieder gut.
Aber es kann ja auch mal ein Einschnitt sein, der...
Der so bleibt. Also der andere Mensch kann auch eine Behinderung erwerben,
die dann auch erhalten bleibt.
Und dann muss man sich wirklich neu finden und arrangieren auf Dauer.
Und das ist vielleicht sogar auch nochmal ein ganz eigenes Podcast-Thema,
merke ich immer. Ja, interessant.
Vor allem geht es ja, du hast ja dann zwei Welten.
Derjenige, also wie wir, die dann ja mit der Situation, Klammer auf,
eingeschränkt zu sein, klarkommt, sich arrangiert hat teilweise,
manchmal mehr, manchmal weniger.
Und dann hast du die neue Person, die weiß zwar, dass es nur zeitweise ist,
aber trotzdem stellt sich auf einmal fest, wie unbarrierefrei diese ganze Welt.
Und jetzt haben wir noch Glück in diesem Haus hier, dass das noch barrierefrei
war, wo wir noch die nächsten 14 Tage wohnen.
Aber da steht ja noch ein Umzug, wir suchen noch eine Wohnung für Steffi und so weiter.
Da sind ja noch ganz einige Baustellen, die zu klären sind und da haben wir
mal festgestellt, dass das Haus aber mega barrierefrei war und das ist ja schon mal auch,
weil sie kann in die Dusche, sie kann in jedes Zimmer im Erdgeschoss,
wir haben mussten dann, sie hatte ihr Zimmer im ersten Stock,
da mussten wir ihr Zimmer noch runter organisieren.
Ja, und das ging so schnell. Sie ging raus zum Mülleimer, es war glatt hier
und weg war sie. Und ja, das war Wahnsinn.
Aber ich bin so froh, dass sie auch so schnell operiert werden konnte,
was schneller operiert, was schneller vielleicht verheilt und besser.
Und dann die Suche nach einem Pflegedienst. Liebe Zuhörer, ich weiß,
dass einige von euch das kennen, aber das ist ja wirklich hier in Deutschland
ganz dramatisch. Das kenne ich in Luxemburg nicht so.
Aber das ist, dass man erst mal so viele Angebote hat, die dann alle anrufen.
Und dann sind alle Kapazitäten und wenn man keinen Pflegegrad hat und wenn man
das nicht hat und wenn man ihnen das nicht garantieren kann und wenn man hier
nicht hat und dann muss der Zettel wieder umgeschrieben werden,
weil der Arzt den anderen falsche Daten draufgeschrieben hat.
Also ich muss ganz ehrlich sagen, das ist nicht schön.
Ich habe das jetzt mal miterlebt und ich habe, glaube ich, den Montag die ganze
Zeit rumtelefoniert, um Pflegedienste für den Montag und Dienstag.
Wir haben jetzt einen gefunden. Ich habe dann, Gott sei Dank,
weil ich das finanziell leisten kann, vorübergehend eine Person gefunden,
die das jetzt bis heute gemacht hat. damit wir dann einen Pflegedienst finden.
Also das ist schon, ich habe da schon nochmal mitgekriegt, wie krank,
kaputt unser System eigentlich ist für Menschen, die beeinträchtigt sind.
Auch das wäre ein eigener Podcast wert. Aber Jennifer, wir haben uns für heute
entschlossen, das ist der Januar, für unsere 31.
Ausgabe mal wieder eine Feedbackrunde zu gestalten. Und zwar wollen wir auf
die November-Ausgabe zurückkommen.
Du hast ganz viel Post gekriegt und jetzt mache ich eine Brücke. 4.
Januar 2026 hat unser großartiger Louis Breil seinen 217.
Geburtstag gefeiert, also hätte er gefeiert.
Und der gute Louis Breil hat unsere Breilschrift erfunden, die letztes Jahr 200 Jahre alt wurde.
Und mit dieser Breilschrift kannst du uns jetzt deine Feedback-Runde sozusagen mit Inhalt füllen.
Also was für eine Brücke, Sascha. Ich bin ja mal wieder begeistert.
Ich sitze hier tatsächlich mit meiner geklöppelten Punktschrift. Ja, wie soll ich sagen?
Zusammenstellung eurer Feedbacks, liebe Community. Und ich danke euch auch.
Ihr habt wirklich sehr ausführliche E-Mails geschrieben.
Und für alle, die die November-Folge nicht gehört haben, es war ein brisantes Thema.
Es war mal wieder ein sehr, wie soll ich sagen, deepes Thema,
was sich nicht jeder vornimmt.
Wir haben das gemacht. Und es ist auch sehr schön und ich bin immer Sascha sehr,
sehr dankbar, dass er offen ist für sowas.
Es ging um die Fetischisierung von Behinderung.
Man denkt ja immer so, naja, so allgemein, das ist so die Otto-Normal-Verbraucher-
und Otto-Normal-Verbraucherinnen-Meinung, Menschen mit Behinderung,
das ist nicht so ein begehrter Partner oder so eine begehrte Partnerin.
Also das ist mehr so ein, wie soll man sagen, ein sexuelles Neutrum und man
interessiert sich für Menschen mit Behinderung nicht so sehr und das ist so
die eine falsche Annahme.
Und dann gibt es das andere Extrem. Es gibt so Menschen, die stehen auf behinderte
Personen und über dieses Extrem hatten wir uns unterhalten, weil beides ist
natürlich nicht, was wir uns wünschen.
Wir Menschen mit Behinderung, wir wollen nicht wegen oder trotz unserer Behinderung,
wie geliebt und begehrt werden, sondern als ganz normale Menschen mit unserer Behinderung.
Die spielt da mit rein, aber die soll nicht fetischisiert werden.
Und wir wollen aber auch nicht hören, naja, dich will ja keiner haben,
weil du eine Behinderung hast.
Und die Rückmeldungen, die waren sehr, sehr interessant. Also tatsächlich haben
viele unserer Hörenden,
da andocken können und sich auch mit sehr, sehr witzigen und humorvollen Feedbacks gemeldet.
Zum Beispiel die Dorothee Feuerstein, die hat mal einen Text geschrieben und
der klingt schon sehr witzig.
Also die Überschrift heißt Aber bitte mit Glasaugen und den hat sie geschrieben
für ein Buchprojekt und das Buchprojekt heißt Blind verliebt.
Also ich finde das ein sehr, sehr interessantes Buch. Das wurde initiiert von Blautor.
Das ist so eine Arbeitsgruppe von Autorinnen und Autoren, die blind sind und
regelmäßig auch Bücher herausgeben.
Und die haben sich dem Thema Liebe gewidmet in allen möglichen Facetten.
Und ihr Text, aber bitte mit Glasaugen, der dreht sich genau um diese Fetischisierung
von Behinderung. Denn sie traf mal auf einen Herrn, der war eigentlich ein ganz angenehmer Mensch.
Also sie fand ihn jetzt nicht besonders unangenehm oder so.
Aber er hat ihr gestanden, dass er eine Partnerin sucht oder sich wünscht, die Glasaugen hat.
Und das fand sie natürlich, ja, das fand sie erst mal so. Sie hat es auch mit Humor genommen.
Sie selber lebt nicht mit Glasaugen. Und das wäre auch kein Fall für eine Partnerschaft gewesen.
Aber das fasst für mich nochmal so ganz gut zusammen, dass es das tatsächlich gibt.
Und dass uns das tatsächlich auch befremden kann,
wenn dahinter ein Machtgefälle steht oder wenn da eine nicht,
wie nennt man das, einvernehmliche Situation steht.
Das war das, worüber wir uns beim letzten Mal unterhalten haben.
Wenn man zum Objekt gemacht wird, was es ja auch sehr häufig gibt,
Menschen mit Behinderung sich dagegen auch nicht wehren können,
vielleicht auch sogar noch zum Opfer werden.
Hier schien das ein relativ harmloser Mann zu sein, aber er hatte eben diesen Fetisch.
Und diese Geschichte, die interessiert mich sehr. Also vielleicht besorge ich
mir auch das Buch, weil da geht es ja insgesamt nicht um dieses Thema speziell,
sondern um das Thema blind verliebt,
auch wie Menschen mit Behinderung insgesamt das Thema Liebe betrachten.
Und vielleicht wäre das mal ein Lesetipp.
Okay, wir werden den Lesetipp oder das Buch nochmal mit Titel und so weiter
in den Shownotes veröffentlichen.
Genau, ich weiß nicht, ob es das ja vielleicht als Hörbuch auch schon irgendwo
gibt. Das wäre ja natürlich cool.
Sehr interessant. Also ja, mit Glasaugen. Okay, vielleicht will er nicht beobachtet werden.
Das ist interessant. Also ich finde wirklich interessant, was da so dahinter stecken kann.
Ja, es gab auch so ein Feedback und ich möchte viele Dinge auch anonymisieren.
Hier kann ich es nennen, weil es ja tatsächlich auch gewünscht war.
Es geht ja um eine Geschichte, die auch mit vollem Namen so geschrieben wurde,
aber viele Erfahrungsberichte, die mir geschickt wurden, möchte ich später natürlich
anonymisieren, weil das ja persönliche Dinge sind.
Aber weil wir bei der Literatur sind, ich möchte auch sehr gerne noch ein Buch
empfehlen, das heißt Fuck Disability.
Das hat der Benjamin Schmidt geschrieben. Er lebt mit inkompletter Querschnittslähmung
und illustriert hat es die Franziska Appel, auch eine befreundete Künstlerin,
Illustratorin. Sie macht viele, viele Sachen, unter anderem eben auch das.
Und dieses Buch ist eigentlich so ein Empowerment-Buch, weil es hier darum geht,
dass Menschen mit Behinderung sich selber mit ihren Körpern zeigen.
Also Benjamin hat da sehr viele Geschichten geschrieben, die tatsächlich auch
aus der Sicht des behinderten Menschen Sexualität beschreiben.
Da gibt es skurrile Geschichten, liebevolle Geschichten.
Und dieses Zurückholen, also das, was man auch so diese Crip-Community in vielen
Bereichen machen möchte, also nicht über uns wird entschieden,
wir werden nicht objektiviert, fetischisiert.
Wir möchten selber zeigen, was wir uns wünschen. Und wenn fetischisiert,
dann möchten wir das auch selber in der Hand haben.
Und dann fühlt sich das auch anders an. Ich durfte für das Buch das Vorwort
schreiben, deswegen möchte ich es an der Stelle auch sehr, sehr gerne nochmal
nennen, weil das für mich auch nochmal ein ganz frischer, neuer Ansatz war.
Das klingt gut. Also zwei Bücher, zwei Tipps, sehr interessant.
Ja, du hast es schon angesprochen, es ist ja auch der Unterschied zwischen Fetisierungen,
wir haben schon einen Schnaps getrunken, werden und das aber auch selber steuern dürfen.
Also ich denke ja auch, dass es in der Behinderten-Community auch Menschen gibt,
die, und das ist auch wichtig, die auch selber auf Fetische stehen.
Also das ist ja nichts Böses, nur wenn es zur Machtübernahme kommt und nicht
abgesprochen ist und, ja, ich nenne mir jetzt mal den Begriff diskriminierend
erscheint, dann ist es natürlich nicht gut.
Es muss ein gemeinsames Gefälle sein, sowieso immer beim Fetischismus.
Also egal, Sexualität soll immer einvernehmlich ganz klar sein.
Es gibt keine Diskussion.
Und ein Nein heißt auch ein Nein, wenn er nicht ausgesprochen wird.
Also erst wenn ein Ja klar da ist, dann sollte es ein Ja sein.
Das auch nochmal mit auf den Weg geben. Das ist ganz wichtig.
Da bringe ich auch gerade meine jüngsten Tochter bei, dass es wichtig ist,
dass es ganz klar nur ein Ja ist ein Ja. Punkt. Und alles andere ist Nein.
Und auch das gilt bei uns Menschen mit Behinderungen, wenn wir sowas erleben,
dass wir, das ist nicht immer einfach und ich weiß, dass da Menschen auch erstarren
und Ängste haben, aber ich will das wirklich nochmal mit auf den Weg geben.
Egal ob männlich, weiblich oder andere sexuelle Orientierungen,
ein Nein ist ein Nein und auch keine Aussage ist auch ein Nein und erst ein Ja ist ein Ja.
Einfach das nochmal mitnehmen, weil man darf und sollte sich nicht alles gefallen lassen.
Ja, ein ganz wichtiger Punkt und das hatte ich auch sogar beim letzten Mal schon
mal gesagt, ich muss aufpassen, Sascha, ich fummle mir ja immer im Gesicht rum,
ich glaube, das hört man sogar im Podcast. Nee, das hört man nicht.
Also ein bisschen, wenn du es vor dem Mund hältst, dann hört man schon ein bisschen,
dass du gedämpfter klingst.
Aber man darf unser Gestikulieren vielleicht auch ein bisschen hören.
Ja, also das stimmt, dieses Ja und Nein.
Und es gibt manchmal auch so verzwickte Verstrickungen in sozialen Gefügen,
wo Menschen dann vielleicht sogar auch Ja sagen, weil sie wissen,
wenn ich jetzt Nein sage, dann droht mir irgendwie ein sozialer Nachteil.
Jemand hilft mir dann vielleicht nicht mehr.
Bei Behinderung kann das ja sehr häufig vorkommen, wenn man gebunden ist,
wenn man von Menschen abhängig ist.
Das ist wieder so meine Sicht als Sozialpädagogin, die da schon viel gesehen, erlebt, gehört hat.
Und derjenige sagt, naja, wieso? Die hat Ja gesagt.
Das war kein freies Ja, sondern das war ein Ja.
Die behinderte Person wusste, wenn die jetzt nicht Ja sagt, dann ist die nächsten
Wochen lost, nicht abgesichert, kriegt vielleicht kein Essen gebracht oder irgendwas.
Also das ist sogar noch viel komplexer.
Ja, das ist richtig. Und da ist auch die Kommunikation enorm wichtig.
Also das ist, ich erlebe das ja jetzt so hier im Haushalt mit Steffi und dann,
ich habe das ja nie an einer Person direkt miterlebt.
Ich kenne zwar viele Menschen, die auf Assistenzbedarf angewiesen sind,
aber wenn man das dann so hautnah auch mit Menschen erlebt, den man sehr mag
und der einem am Herzen liegt und dann wie abhängig man von anderen Menschen
ist und von anderen Launen ist und so weiter.
Richtig, richtig. Also ich bin wirklich, ich muss ganz ehrlich sagen,
ich bin dankbar für das, was ich habe. Und ich...
Ich habe dann noch einen anderen Blick jetzt auf Menschen mit Beeinträchtigungen,
die wirklich auf Assistenz,
das was ich als Assistenz benötige, das ist ja im Gegensatz zu Menschen,
die dann sich nicht so bewegen können oder die, das ist ja Pipifax,
wie auch diese Privatsphäre, also auch wenn du dann dich nicht mehr selber waschen
kannst, wie tief das in die Privatsphäre reingeht.
Also, puh, und wie gesagt, da ist es auch wichtig, dass man sehr viel kommuniziert,
damit man auch nicht übergriffig erscheint und schon mal das nicht machen will.
Also, wenn ich da Steffi unterstütze, frage ich sehr viel, was geht,
was brauchst du jetzt, wie kann ich dir helfen, weil ich auch da,
auch wenn ich der Ehemann noch bin, aber trotzdem, ich möchte da nicht das Gefühl
vermitteln, dass ich da übergriffig bin.
Also das ist schon ein ganz heftiger Spagat.
Gut, hier kommen jetzt meistens Frauen, also hier kommen nur Frauen als Pflegehilfe,
aber trotzdem, das ist ein mega Spagat und das hat mir nochmal so ein paar Augen
geöffnet in den letzten Tagen.
Dem Blinden hat es ein paar Augen geöffnet. Aber das ist sehr schön,
Sascha, dass du das so sagst, weil das ist das...
Das rührt mich auch gerade sehr, weil du da natürlich bereit bist,
auch ein Bewusstsein überhaupt zu haben und andere machen gerade das Gegenteil, die nutzen das dann aus.
Und das ist genau das, was mir auch viele Frauen geschrieben haben und ich merke,
dass da eine große Belastung ist, weil die genau das Gegenteil eben erlebt haben.
Also Leute, die da nicht achtsam mit umgehen, sondern genau in diese Kerbe reinhauen
und wissen, okay, die kann sich jetzt nicht wehren, die ist wie ein weiches
Opfer oder so. Und das wollen wir gerade nicht.
Aber da ist es eben auch wieder wichtig, diese externen Ansprechpartner zu haben,
wenn man mit jemandem nicht gut kommunizieren kann, dass man auch im Netz Hilfe
bekommt, Hilfetelefone hat.
Es gibt ja auch für Frauen Hilfetelefone, wo man niedrigschwellig Kontakt suchen
und finden kann, dass man aus dieser Bubble dann vielleicht auch rauskommt,
wenn man in so einer toxischen Bubble steckt.
Das ist so ein Punkt, wo wir vielleicht auch noch zum Schluss hinkommen können
oder auch was verlinken können in den Shownotes.
Aber ich merke, da switcht man immer auch so ein bisschen hin und her zwischen
dem eigentlich freiwillig Gelebten, was Menschen mit Behinderung ja auch gern
wollen und wo die sich auch emanzipieren und empowern wollen und diesem anderen Extrem,
wo andere diese Hilflosigkeit ausnutzen.
Also ich switche jetzt wieder so zu diesem Selbstbestimmten und komme auch schon
wieder zu einem Buchthema, ganz in eigener Sache, weil du vorhin gesagt hast,
es gibt ja auch ganz eigene Leidenschaften bei Menschen oder wir sind wieder
bei diesem betrunkenen Wort Fetischisierung.
Also ich habe vor vielen Jahren das Buch Liebe mit Laufmaschen geschrieben und
da geht es für mich gar nicht um Behinderung.
Also anders als bei Benjamin bei Fakt Disability, der sich ja behinderte Menschen
herausgepickt hat, war es für mich so ein Befreiungsschlag in den Geschichten.
Gar nicht Menschen mit Behinderung zu thematisieren, sondern so Leidenschaften
und Abseitigkeiten von ganz verschiedenen Protagonisten, um zu zeigen, wie möglich,
wie in Anführungsstrichen besonders oder schräg oder speziell Leute so sein können.
Und da soll auch keine Wertung drin liegen. Also manchmal ist es vielleicht
fraglich, manchmal ist es ein bisschen absonderlich.
Und ich habe mich hinterher auch gewundert, warum Behinderung so wenig eine Rolle gespielt hat.
Wahrscheinlich, weil ich so viel zum Thema Behinderung mache,
auch in meinen Berufen und Berufungen, wollte ich sehr wohl als blinde Frau zeigen.
Ich setze mich schon mit Themen auseinander, auch mit Sexualität oder auch mit
Fetischen, aber ich möchte jetzt mal gerade nicht über Behinderung schreiben,
außer in einem Text, wo es für mich darum ging, irgendwie zu bearbeiten,
dass es Menschen gibt, die sich als behindert verkleiden und das als lustvoll empfinden.
Und das hat mir damals ein bisschen zugesetzt, weil es da eine Person gab,
die sich an mich gewandt hat und mir auch diese Szene mal vorgestellt hat.
Also dass Leute auf offener Straße wirklich als blind oder als körperlich behindert
unterwegs sind, aber verkleidet, also das als Simulation machen und das als
reizvoll empfinden. Das habe ich damals sehr verurteilt, musste aber einen Weg
finden, damit umzugehen.
Ich finde es gefährlich, also es gab ja auch mal diesen Augenbinden-Trend durch
einen Film mit Sandra Bullock, ich weiß gar nicht mehr, wie der hieß, Bird Box, glaube ich.
Und da haben ganz viele Menschen, das hatte jetzt aber gar nichts mit Lust vor
dem Empfinden zu tun, sondern die fanden das interessant in den sozialen Medien,
somit mit einer Augenbinde Sachen auszuprobieren und sich da teilweise sogar
auch zu verletzen und so.
Und das ist eine Challenge gewesen. Und da hatte ich auch bei Kobinet damals drüber geschrieben.
Das ist immer so die Frage, wie cool ist das, behindert zu spielen?
Der Blindenverband hat sich da auch dagegen ausgesprochen.
Und das war eigentlich so der einzige Text, wo ich mich mit Behinderung auseinandergesetzt habe.
Die Frage, die ich mir stelle ist, ja, natürlich ist das nicht cool,
behindert zu spielen, aber Männer spielen gerne Frauen, Frauen spielen gerne
Männer. Ist es denn da anders?
Ich glaube, es ging eher darum, dass man Behinderung dann so nicht ernst... Es geht ja um...
Ich glaube, so ähnlich wie beim Blackfacing, das hatten wir auch schon mal diskutiert,
da malt man sich schwarz an, es ist eine Identität.
Das ist tatsächlich eine gute Frage. Also an der Stelle habe ich es total verstanden,
weil die Herausforderungen, die wir im Alltag haben, die sind ja teilweise nicht lustig.
Also gerade wenn wir Diskriminierung erleben oder im Straßenverkehr auch gefährdet
sind und mit sowas spielt man nicht.
Es gibt echte Herausforderungen echter behinderter Menschen.
Das war, glaube ich, so der Punkt. Und es gibt natürlich auch Gefahren,
in die man sich dann begibt.
Also wenn man dann mit so einer Augenbinde unterwegs ist und sich dann wirklich
doll verletzt, muss das sein? Und ist das nicht auch respektlos?
Andererseits ist es auch so eine Frage, ist es eine ernst gemeinte Version,
sich einfühlen zu wollen?
Das ist ja auch so ein Punkt. Ich habe jahrelang ja Dunkelräume betreut,
die sensorische Welt und habe Menschen dazu eingeladen, was jetzt wieder auch
überhaupt nichts mit Sexualität zu tun hat.
Wir springen jetzt ein bisschen in den Themen. Aber das haben wir neulich auch
diskutiert beim Stammtisch kulturelle Inklusion.
Also wie sinnvoll ist es eigentlich, wenn man nichtbehinderte Menschen so in
diese Simulationen holt, also dunkle Erfahrungsräume oder in den Rollstuhl setzen
und einen Parcours bewältigen.
Ich finde es dann gut, wenn es in einen Workshop gebettet ist,
wenn man dazu auch viele Informationen gibt und dazu auch wieder so einen kommunikativen Raum aufmacht.
Als rein Event und so jetzt wollen wir mal ein bisschen Action erleben,
weil der Escape Room heute nicht auf hatte, machen wir heute mal Dunkelraum. Dann finde ich es blöd.
Aber das sind ganz viele. Lass
dir das Thema mal stehen, weil das wäre nochmal auch ein Podcast wert.
Da gibt es ja, Raul ist ja komplett dagegen, Raul Krauthausen.
Wir finden das ja ganz schrecklich, aber ich habe da auch so eine differenzierte Meinung.
Ich glaube, die verschieben wir einmal in den anderen Podcasts.
Lassen Sie uns mal zurück zu unserem Feedback kommen.
Damit wir den Fokus nicht verlieren. Sascha, wir haben so viele Themen schon wieder.
Wir brauchen kein fixes Thema.
Wir können spazieren, bringen die Zuhörer, aber wahrscheinlich ein bisschen
durcheinander, weil wir so schnell switchen, dass die Hörer den Faden verlieren.
Und das will ich ja natürlich nicht, dass sie unseren Faden verlieren.
Ich sammle den gerade selber wieder ein. Ich habe mir noch aufgeschrieben,
das fand ich auch einen guten Tipp, René van Rol. Ich weiß nicht, kennst du ihn?
Ich habe seinen Namen schon irgendwo gelesen. Früher mal mehr,
heute nicht mehr so oft, aber der ist mir nicht unbekannt.
Genau, und da gab es ein schönes Zitat, was uns zugespielt wurde.
Ich muss mal gucken, ob ich das jetzt freigekriege.
Irgendwas mit Helfersyndrom und Invalidendom.
Ich habe da so ein Helfersyndrom. Ich möchte gern in dein Invalidendom.
Er darf das sagen, er hat eine Behinderung.
Er ist selber im Rollstuhl auch unterwegs.
Und worauf er so anspielt, das ist natürlich das Thema Helferkomplex.
Und das ist auch ganz oft in diesen Feedbacks jetzt so rübergekommen,
was ist denn eigentlich ein Helferkomplex oder was ist denn eigentlich vielleicht
schon so ein kleiner Fetisch?
Ich glaube, manchmal mischt sich das, aber grundsätzlich ist es natürlich was
völlig unterschiedlich ist. Es gibt Menschen, die sich sehr darüber definieren.
Also ich habe da so ein kleines Helfer-Syndrom. Ich möchte gerne in deinen Invalidendom.
Es gibt bestimmt Menschen, die da so eine innere Aufwertung erfahren,
indem sie sich um einen behinderten Menschen kümmern.
Und gleichzeitig erleben sie da vielleicht auch so eine Sicherheit,
weil sie wissen, der kann mir nicht, ich sage das jetzt ganz überspitzt,
also der Blinde kann sich nicht nach anderen Frauen umschauen oder die Frau
im Rollstuhl kann mir nicht davonlaufen.
Also das ist jetzt sehr humorvoll gemeint und ich sage das, weil ich selber eine Behinderung habe.
Ich habe von Menschen in meinem Umfeld ohne Behinderung tatsächlich sowas schon
gehört, die mit Menschen, das war die Sprachausgabe.
Die das so ein bisschen auch zugeben.
Und das ist natürlich eine sehr vage Vorstellung, weil natürlich kann auch jemand,
der blind ist, eine sehr untreue Person sein und sich auch andere Partnerschaften
suchen. Aber was denkst du dazu, Sascha?
Ist dieses Helfersyndrom...
Ist das irgendwie so ein ernstzunehmendes Phänomen? Erleben wir das oft?
Spielt das in Fetisch mit rein?
Das ist eine sehr, ich weiß nicht, ob es immer direkt in, also das kommt.
Soll ich das jetzt sagen, es ist natürlich ein Spagat, den man machen muss.
Helfersyndrom, ja, es kommt immer darauf an, wer wem wie helft und in welcher
Konstellation die sind.
So sage ich mal, wenn da jetzt keine sexuellen Befriedigungswünsche,
wenn ich das mal so ausdrücken darf, dabei ins Spiel kommen,
dann ist das Helfer-Syndrom für mich ein klares Helfer-Syndrom.
Und Helfer-Syndrom hat aber, wenn es zum Syndrom wird, also nicht ich helfe,
weil dann wird es ja meistens auch zu einer ich will helfen,
weil ich mir was beweisen will oder weil ich mir was.
Meistens sind ja die Menschen, die helfen, sind oft die, die sich nicht helfen lassen.
Also das ist mir schon mal aufgefallen, ganz oft. Das sind die,
wenn du die dann fragst, brauchst du, nö, nö, nö, alles gut.
Und das sind die, die aber auch ihre Grenzen nicht kennen. Also ganz viele Helfer
kennen ihre Grenzen nicht.
Ich glaube nicht, dass das ein Helferfetisch, ja, vielleicht,
aber nicht unbedingt jetzt immer, also ich glaube, dass da die sexuelle Komponente
sehr gering ist in dem Sinne.
Kann natürlich auch von, wenn es geschlechterabhängig oder nicht geschlechterabhängig.
Kann natürlich auch sein, aber ich glaube, dass das eher seltener ist im Helferbereich,
dass jemand, der wirklich einen Fetisch da im sexuellen Bereich hat,
dass der ganz klar nicht unbedingt auf Helfer aus ist, sondern wirklich ganz
klar auf seine Befriedigung, wenn ich das mal so aus meiner Sicht interpretieren könnte.
Ich habe noch so ein bisschen gedacht, weil es gibt ja auch diesen Begriff Devotee.
Also man spricht ja einerseits von Amelos, also Menschen, die auf behinderte
Personen stehen oder auch Devotees.
Also dass sie vielleicht irgendwie auch so dieses Dienende, Helfende haben,
einem Menschen mit Behinderung gegenüber.
Und es muss auch ein Pflegegegenstand, ein Rollstuhl oder irgendwas mit im Raum
sein, der da irgendwie erregend ist.
Und wie gesagt, ich sage das alles ohne Wertung. Ich weiß, für Menschen,
die sich damit noch nicht befasst haben, klingt das ein bisschen befremdlich. Absurd auch.
Für viele, die sich wirklich damit befasst haben, klingt das absurd.
Das können sich ganz viele Menschen überhaupt nicht vorstellen, dass es das gibt.
Aber es gibt es jetzt nicht, wir müssen jetzt ganz klar auch sagen,
es ist jetzt nicht die Mehrheit.
Es ist selbstverständlich eine Minderheit, genau wie BDSM oder wie das heißt.
Das ist ja auch unfätig, aber das ist ja auch jetzt nicht 95 Prozent der Menschen
stehen auf BDSM. Das stimmt ja nicht.
Also es ist schon, zwar viele wahrscheinlich, also es gibt viel mehr,
als wir uns das vorstellen können.
Viele, die das auch nicht äußern. Also ich glaube, dass das Thema Fetisch schon irgendwo weit ist.
Und deshalb habe ich auch immer so ein bisschen die Schwierigkeit,
also wir haben ja gesagt, wir verurteilen das nicht, aber es ist auch immer
schwierig, das Verständnis dafür zu gewinnen. Und wann ist es ein negatives
Fetisch, nenne ich das mal so.
Also wann kann man sagen, das ist schon eher grenzwertig, wie jetzt.
Wenn wir hier über das Thema Behinderung sprechen.
Ist es grenzwertig oder warum? Warum ist es, wenn es dann da grenzwertig ist, warum ist es denn da?
Und warum ist es bei Menschen, die BDSM erleben und mit Strafe und mit Schlägen
und was auch immer da passiert?
Das wäre gar nicht mein Ding, muss ich ganz ehrlich zugeben.
Aber warum ist es da nicht so grenzwertig?
Weil ich halte Gewalt in Beziehungen, in Sexualität, finde ich nicht cool.
Aber es gibt Menschen, die brauchen das.
Wo ich dann sage, okay. Oder auch Menschen, die dann, wie du sagst,
Devote, die wirklich einen Herren oder eine Dame suchen.
Ja, ich kann das selber nicht nachvollziehen, aber ich will es auch absolut gar nicht verurteilen.
Ich glaube, dass das aber alles auch immer mit Erlebnissen zu tun hat.
Ich glaube, dass das mit Erfahrungen zu tun hat, mit Sachen zu tun hat,
die man so im Leben begegnet ist.
Ich glaube nicht, dass man geboren wird mit dem Gefühl, ich finde beispielsweise
Menschen mit Behinderungen anregend oder BDS mega geil.
Ich will gerne geschlagen werden. Ich weiß nicht, ob das wirklich so angeboren
ist. Ich weiß nicht, aber auch ein spannendes Thema.
Ja, glaube ich auch. Also das wurde uns auch rückgemeldet, dass es irgendwie
so war, dass es sich in der Kindheit verquickt hat.
Dass jemand also irgendwie eine Person ohne Bein gesehen hat und von da an irgendwie
auf jemanden ohne Bein stand und das sich so festgehakt hat.
Und das kann sich ja jeder auch mal selber fragen. Warum hat er bestimmte Leidenschaften?
Steht auf, was weiß ich, blonde Haare, dunkle Haare, dicke Menschen, dünne Menschen.
Die Frage ist eben bloß, mache ich diese eine Eigenschaft, also mache ich die
komplett zum obersten Gebot?
Also so eine Rückmeldung war auch, es kann ja sein, jemand steht auf dicke Menschen
und die Person nimmt plötzlich ab, verlasse ich dann den Menschen.
Und so ist es ja manchmal in dieser Ameloszene oder Amelotazismus,
heißt es auch, wenn man auf einen amputierten Menschen steht,
Also würde man den nur lieben wegen dieser Amputation, das wäre wirklich schlecht.
Und das möchte man auch nicht, wenn man eine bestimmte Behinderung hat,
dass man nur deswegen ausgesucht wird.
Für alle, die das Thema auch nicht so gut nachvollziehen können.
Wir hatten im letzten Podcast im November dazu auch eine ZDF-Folge verlinkt,
wo das nochmal sehr gut auch erklärt wird und auch sehr niveauvoll.
Das ist eben auch wichtig, dass man niveauvoll über das Thema spricht,
um das so aus dieser Schmuddelecke rauszuholen.
Vielleicht auch genau darum, dass man Menschen auch schützt.
Ich glaube nämlich auch, dass so ein fair abgesprochener Fetisch deutlich ungefährlicher
und unkomplizierter ist als genau das andere Thema.
Nämlich wenn Menschen mit Behinderung zum Opfer werden, wenn es ein ungesundes
Machtgefälle gibt. oder wenn ein Mensch mit Behinderung als hilflos empfunden wird.
Das ist die wesentlich gefährlichere Sache.
Viel gesünder ist, wenn sich eben zwei finden und Dinge sind vielleicht auch
mal publiziert oder offen kommuniziert.
Man kennt ein Thema, man weiß damit umzugehen.
Da ist auch die Gefahr nicht so groß, dass irgendjemandem davon was Ungewolltes passiert oder so.
Das hat auch Vorteile, dass man über solche Themen spricht und dass Medien davon
auch mal sauber berichten und man da auch mal was nachschauen kann dazu.
Ja, man muss nur den Spagat finden, das nicht verurteilen zu sehen.
Also man hat ja ganz oft so diese Du, Du, Du und das geht gar nicht und so weiter.
Ich versuche immer zu gucken, dass das nicht so als Urteil, Verurteilung funktioniert.
Geht, weil wir auch nicht immer die Geschichten dahinter kennen.
Also auch die Herkunft. Also wenn es natürlich nicht abgeklärt ist und auch
schon in die Richtung von übergriffig und unfreiwillig passiert,
dann ist es definitiv zu verurteilen.
Da gibt es auch für mich gar keine Diskussion. Es ist strafbar.
Aber wenn es geklärt ist und so weiter, dann hinterfrage ich nicht,
warum das so ist. Dann ist es so.
Ja und klar. Was immer wieder schwer ist, tatsächlich diese Abgrenzung.
Ich habe auch das Stichwort mal falscher Engel aufgeschrieben.
Dieses Phänomen ist mir auch sehr bekannt.
Also jemand möchte einem helfen über die Straße oder man hat als blinde Person
irgendwie eine Notlage und spricht jemanden an oder man wird angesprochen und
nimmt das auch sehr gern an.
Und dann wird man aber diesen falschen Engel nicht wieder los.
Ich hatte das mal mit einer Freundin.
Also dieser Herr, der ging uns einfach dann nicht von der Pelle.
Der kam die ganze Zeit hinter uns her. Am Anfang fanden wir es noch lustig,
weil wir dachten, ist der immer noch da?
Wir wollten essen gehen, wir beiden, und wir wollten nicht mit ihm zusammen
essen gehen. Und wir wollten den nicht wieder los. Und das hatte ich auch,
Oft, wenn ich nach Hause gegangen bin, ich dachte, das ist nett,
dass du mir über die Straße geholfen hast, aber du musst mir jetzt nicht noch
ins Haus und auch nicht in die Wohnung und auch schon gar nicht noch ins Schlafzimmer helfen.
Das sind dann so Phänomene, da denke ich auch, bin ich jetzt für ihn irgendwie,
ich bin ja nicht interessant, weil ich blind bin und bestimmt auch nicht,
weil der jetzt auf Blinde steht, sondern weil der jetzt ein leichtes Opfer gefunden
hat und ich möchte natürlich kein Opfer sein.
Aus dieser Rolle möchte ich ja raus und habe auch viel dafür getan,
zum Beispiel auch in unserem Selbstverteidigungskurs, um mich nicht in dieser Rolle zu fühlen.
Also als junge Frau war das noch viel schlimmer als jetzt.
Dann hat man vielleicht noch einen Look an, der für manche Leute so als Einladung
wirkt und ist aber nicht so gemeint.
Und das ist aber natürlich klar, hat eine blinde Frau noch einen kurzen Rock
an, dann kommt bei manchen so im Kopf sofort die Kombination,
ah okay, also da, die kann ja jetzt nicht weg,
da kann ich, also mir hat auch mal eine blinde Frau erzählt in einem Austausch,
wo wir über dieses Thema gesprochen hatten, der ist dann wirklich mit in die Wohnung rein.
Und sie hat das in der Wohnung erst gemerkt, da war dann auf einmal eine Männerstimme
und dann hat die natürlich geschrien und hat sofort geistesgegenwärtig reagiert
und hat ihn dann rausgeschmissen.
Aber man möge sich mal den Schreck vorstellen, auf einmal ist da eine Männerstimme,
die man sich da mit reingenommen hat.
Also das finde ich skandalös.
Das ist für mich ein Grund anzuzeigen. Also klar, wenn du natürlich nicht weißt,
wie der aussieht, dann ist das natürlich Kacke.
Aber für mich ist das ein Grund anzuzeigen, weil das hat nichts mehr mit Helfer-Syndrom
zu tun, sondern das hat wirklich mit Absicht zu tun. Also da ist ja eine Absicht dann dahinter.
Total, ja. Nicht der Überzeugung. Also vielleicht tue ich dem jetzt auch unwohl,
aber das ist für mich eine ganz klare, das macht man einfach nicht. Das ist übergriffig.
Und da haben manche Menschen auch Helfer.
Menschen manchmal das Problem, dass sie diese Grenze nicht, dass sie vergessen,
dass der Mensch gegenüber von ihnen eine würdige, eine mündige Person ist.
Also auch in der Betreuungssituation.
Also wenn wirklich Menschen mit Behinderung in Betreuungssituationen sind,
Und ich vermisse einfach dieses, es geht mir um den Menschen,
den ich da gerade begleite, betreue, unterstütze, assistiere.
Es geht mir um den Menschen. Es geht nicht um mich.
Ich habe eine Funktion und die Funktion ist assistieren, unterstützen und gegebenenfalls,
wenn man in der Betreuungssituation auch betreuen.
Aber im Sinne des Menschen und nicht in meinem Sinne. Das heißt,
ich muss lernen, auch wenn es Menschen mit mentaler Beeinträchtigung sind,
ich muss lernen zu kommunizieren.
Und vor allem muss ich lernen, diese Menschen zu verstehen. Ich habe jetzt noch
einen Fall, der jetzt nichts mit unserem Thema hier zu tun hat,
aber da ist der Bruder wohnt in Süddeutschland.
Da gibt es eine Betreuerin, die ständig seit einem Jahr kämpfen wir dafür,
dass der Mann hier zu seiner Schwester ziehen kann, weil er hat unten gar keine
Familie, ist blind und ist seit 14 Jahren aufs Abstellgleis gestellt,
wird nicht gefördert, gar nichts, kann auch immer noch keine Blindenschrift.
Der hängt da in einem Pflegeheim, jetzt mittlerweile mit 53 Jahren,
also 39 Jahre saß er in einem Pflegeheim, also mit 39.
Familie hat ihn verlassen, warum auch immer, das ist wenig seiner Blindheit,
das hat keinen Kontakt mit seinen Kindern und wir kämpfen jetzt,
ich helfe der Person seit einem Jahr, dass die Betreuerin den loslässt.
Und da gibt es Diskussionen. Ja, er will nicht. Ja, doch, natürlich will er,
aber sie will nicht. Warum hält sie den?
Ich verstehe einfach nicht, das müsste, und da gibt es natürlich ganz viele
Menschen, die gar nicht wissen, wie sie sich dagegen wehren.
Die lassen das dann irgendwann mit sich machen, wie du vorhin gesagt hast,
einfach um auch ihre Ruhe zu haben.
Aber da kommen wir wieder zum Thema Empowerment. Wir müssen die Menschen empowern,
dass sie sich wehren und sich nicht jeden Scheiß gefallen lassen. Das geht gar nicht.
Also dieses Übergriffige, aber das hat auch nicht mal unbedingt immer was mit Behinderung zu tun.
Es gibt ja auch im Alltag, wenn du nicht behindert bist, gibt es auch manche
Menschen, die dich unterstützen oder die dir helfen, die aber trotzdem dann auch übergriffig sind.
Also dieses Übergriffige von Menschen, die nicht die Grenzen respektieren,
beziehungsweise die kann man ja nicht unbedingt wissen, aber Grenzen kann man
erfragen. Und diese richtige Fragestellung, das wäre ein Fach für die Schule.
Wie erfrage ich die Grenzen oder wie zeige ich Grenzen auf?
Anstatt, dass man irgendwelche Chemiesachen lernt oder irgendwelche Sachen lernt.
Meine Kinder haben ganz klar verurteilt, dass sie in der Schule nicht aufs Leben
vorbereitet werden und das unterstütze ich auch, das stimmt auch so.
Also das wären Fragen, die man in einer Schule lernen kann oder in einer Lebensschule,
dass man da noch zwei Stunden Lebensschule dazu macht, wo man genau diese Frage lernen kann.
Aber da gibt es schon Lehrer, die das nicht wissen, wo die Grenzen sind und wie man die erfragt.
Die sind ja auch Lehrer, die übergriffig sind. Also es ist schwierig,
so ein Fach zu geben, wenn du selber in die Frage klemmst. Aber du verstehst, was ich meine.
Und dann würde in dieser Gesellschaft viel Streit vermieden werden.
Es wären viel weniger Konflikte, viel weniger Brutalität, auch glaube ich,
in der Gesellschaft, wenn die Menschen lernen würden, zusammen miteinander zu
reden und sich ausdrücken zu können, wo ist meine Grenze.
Und dass der andere natürlich der Gegenüber diese Grenze absolut respektieren muss.
Finde ich super, was du sagst. Ja, und auch dieses Beispiel,
was du genannt hast mit dem jungen Mann.
Also da ist es auch an der Stelle egal, Mann, Frau, alles dazwischen und außerhalb,
wie Jan Böhmermann sagen würde.
Weil in diese Situationen wirklich alle reingeraten können, ja,
ob Behinderung oder nicht.
Es kann immer zu so einer toxischen Abhängigkeit kommen.
Aber bei Behinderung, das sagen ja auch die Statistiken, sind wir immer noch mal mehr gefährdet.
Und ich habe hier auch das Stichwort Kriminalität und wir hatten auch dieses
Beispiel mit dem Taxifahrer, der ja auch sehr, sehr übergriffig einer behinderten
Frau gegenüber geworden ist, der Fahrdienst, was auch medial funktioniert.
Bekannt geworden ist und da bin ich auch sehr in Resonanz gegangen,
weil Taxifahrer, ich möchte, Leute, ich möchte euch jetzt nicht angreifen,
falls ihr Taxifahrer zuhören,
weil ganz, ganz viele sich absolut korrekt verhalten und ganz,
ganz viele Taxifahrer auch Menschen mit Behinderung transportieren,
aber ich habe mich erinnert an eine Situation,
die auch ich mit einem Taxifahrer hatte und ich weiß noch, ich war so paralysiert,
ich musste auf Arbeit, ich hatte einen vollen Tag, Ich hatte ja jeden Tag immer
viele Menschengruppen zu bewältigen, Führungen, Seminare, Workshops.
Als ich dann aus dem Auto raus war, ich saß dann in meinem Büro.
Ich war erst mal völlig Banane im Kopf. Ich wusste, ich muss jetzt diesen Tag bewältigen.
Ich habe nicht in der Taxizentrale angerufen, weil ich dachte.
Dann schicken die den wieder. Wer weiß, ob die das glauben.
Ich habe das auch nicht polizeilich gemeldet, weil ich so im Business-Wahn stand
damals und habe einfach immer nur Angst gehabt, hoffentlich kommt der nicht wieder.
Also wenn die mir den wieder schicken und das kam alles nochmal hoch,
wo dieser Fall bekannt geworden ist mit der Frau mit Behinderung.
Also jetzt gar nicht die Branche Taxifahrer, um Gottes Willen,
das wäre auch unfair, aber alle Menschen, die in irgendeiner Form einem behinderten
Menschen gegenüber irgendwie verpflichtet sind,
da loyal zu sein, da eine Vertrauensperson zu sein, da ist natürlich Tür und Tor auch geöffnet.
Das haben wir auch in den Einrichtungen, wo es immer wieder auch zu Gewalt und
Übergriffen kam, was auch gut kam,
wäre noch milder ausgedrückt, ist ja leider immer noch so und da möchte man
ja auch keinem unterstellen,
dass da jemand jetzt mutwillig einen behinderten Menschen zum Objekt macht,
aber vielleicht macht da Gelegenheit auch die, wie du vorhin auch schon gesagt
hast, man weiß auch immer nicht, was ist mit demjenigen Menschen los,
Was hat der auch für Konflikte?
Aber bei Kriminalität gibt es da auch keine Entschuldigung.
Und manchmal wird sowas auch ein bisschen romantisiert.
Gerade so, ich weiß gar nicht, war das, wie heißt dieser Film,
mehr als Beste Freunde oder so? Ziemlich Beste Freunde. Ziemlich Beste Freunde.
Es ist zum Teil natürlich auch immer ein bisschen schön, wenn ein Mensch vielleicht
aus einem bestimmten Milieu plötzlich Assistent von einem behinderten Menschen
wird und erkennt sich dann wieder als wichtiger Teil.
Ich glaube, war der Assistent nicht auch irgendwie ein bisschen ein kleiner
Luftikus? Ja, Luftikus und Migrationshintergrund mit Drogen und so Geschichten.
Genau, also der ist jetzt nicht... Dries hieß der im Film.
Ja, genau. Und das finde ich auch immer cool, wenn das so Leute sind,
die haben es schwer und dann helfen die aber einem behinderten Menschen.
Und der war jetzt nicht sexuell übergriffig oder so.
Aber manchmal ist das auch kein so cooler Ansatz, wenn man so Leute aus dem
Milieu an behinderte Menschen ranlässt.
Weil die sind manchmal vielleicht auch nicht so aufgeräumt oder nicht so persönlichkeitsentwickelt.
Und dann kann es manchmal, wenn die eben eine bestimmte Neigung haben,
auch zu etwas Blöden kommen.
Da hört es manchmal mit meiner Sozialromantik ein bisschen auf,
wo ich so denke, man braucht loyale Menschen, man braucht so Leute.
Gerade bei einem behinderten Menschen kann ich nicht sagen, okay,
da lasse ich jetzt mal den letzten Assi, die behinderte Person fahren oder so und dafür reicht es.
Das hat man mir auch schon krumm genommen, so eine Einstellung.
Ich brauche jetzt nicht einen hochqualifizierten Doktor-Professor.
Das heißt auch nicht, dass die immer die besten Leute im Umgang mit behinderten Menschen sind.
Aber ich brauche eine wirklich aufgeräumte, loyale Person.
Also kriminelle Menschen in Kombination mit Behinderung, das kann auch schon schief gehen.
Vor allem, wenn es da bestimmte Neigungen gibt, jetzt in Bezug auf unser Thema.
Ja, dann ist es heikel, ja, wenn sich jemand nicht wehren kann und wirklich
so in so einer hilflosen Rolle ist.
Ja, das ist ganz wichtig, dass da auch die nötigen Unterlagen angefordert werden
und so weiter, dass man da auch ein bisschen weiß, mit wem man sich da eins
hausholt. Weil man holt ja auch teilweise, gerade im Assistenzbereich,
ist man ja auch ganz privat und manchmal auch ganz alleine.
Richtig. Und dann ist die Beweislage natürlich immer schwieriger und so weiter.
Und die Menschen, die aus diesem Milieu kommen, nicht alle bleiben drin.
Einige wollen auch raus, das ist okay. Einige werden rückfällig.
Man sollte jedem eine Chance geben, aber man sollte gucken, wo man eben die
Chance gibt. Und jemand, der eine Bank überfallen hat, wird ja auch nicht Filialeiter einer Bank.
Richtig. Und deshalb müssen wir das auch immer ein bisschen analysieren und
gucken, wo setze ich die Person ein.
Aber ich bin wirklich auch dafür, das ist meine soziale Art,
den Menschen eine Chance zu geben.
Aber ich bin auch dafür zu gucken, wo setze ich die Menschen ein.
Und ja, und da müssen wir achtsamer sein in der Auswahl.
Wir müssen gegebenenfalls für verschiedene Jobs, Polizei, Führungszeugnisse
haben und so weiter. Das klingt brutal heutzutage, aber das müssen wir.
Und dann habe ich lieber eine Person, die weniger Ausbildung hat,
die aber an sich sauber ist und die kann ich einsetzen wie jemand,
der vielleicht sogar noch Abitur hat und Straftäter,
sexualübergriffig, pädophil oder whatever und der arbeitet dann als Assistent
bei einer Person. Also da muss man einfach aufpassen.
Wie gesagt, wir wollen hier nicht alle verurteilen, aber wir sollten uns als
Menschen mit Behinderung und auch nicht als Menschen mit Behinderung,
sondern auch die, die Assistenzdienste haben, sollten uns die Leute gut anschauen,
wie wir da auf die Menschen mit Behinderung betrachten.
Ja, zulassen oder freilassen. Losgelassen. Loslassen, habe ich gesagt, genau.
Klingt jetzt ein bisschen übertrieben, aber das ist für mich ganz wichtig,
dass wir da auch nochmal so den Fokus drauflegen, zu gucken,
wen holen wir da? Also wer ist da tätig?
Ja, also absolut. Und du weißt ja, Sascha, ich selber komme aus der Punk-Szene.
Ich würde immer jeden auch irgendwie ins System reinholen, der aus irgendwelchen
Gründen vielleicht mal hinten runtergerutscht ist oder es nicht so leicht hatte im Leben.
Also das war immer mein Ansatz. Ich komme immer eher auch aus der Ecke.
Aber ich bin auch absolut dagegen. Also ich habe das ja schon mal auch erzählt.
Wir hatten einen Lehrer an der Schule, also einen Erzieher, es war kein Lehrer,
es war ein Internatserzieher, der wurde aus einer anderen Schule versetzt,
kam dann in unsere Sehbehindertenschule und ist dort eben,
ja, er hat Mädchen sexuell missbraucht und er war schon auffällig und man hat
ihn ausgerechnet in unsere Schule dann nochmal reingeholt.
Und er hat dort dann nochmal so richtig losgelegt.
Und das geht natürlich nicht.
Und es gibt auch so manch andere Beispiele, die haben jetzt wieder nichts mit
dem Thema Objektivierung zu tun.
Aber es gibt ja so Begleitdienste, zum Beispiel in öffentlichen Verkehrsmitteln,
die haben wir auch in Halle.
Und das finde ich wahnsinnig wertvoll, dass man also als Mensch mit Behinderung
dort eine Person in Anspruch nehmen kann, die einen dort in der Straßenbahn
von Ort zu Ort begleitet.
Und das sind auch manchmal ganz tolle Leute und manchmal aber auch so Leute,
die kommen so sehr ins Tratschen.
Die erzählen dir dann von einer anderen blinden Person das ganze Privatleben,
was sie dann wahrscheinlich so im Gespräch mitbekommen haben.
Und dann denke ich immer, das darf man aber nicht machen.
Also man muss zumindest so souverän sein, dass man weiß, ich begleite hier vielleicht
verschiedene behinderte Menschen in dieser Stadt und,
Und wenn die mir was Privates erzählen, dann kann ich das nicht der anderen
behinderten Person brühwarm weitererzählen, weil das einfach Privatangelegenheiten sind.
Die kennen sich ja auch noch untereinander. Richtig, die kennen sich untereinander
und das kann zu ganz blöden Dynamiken führen.
Das hat manchmal was damit zu tun, wie reif, wie entwickelt,
wie sozial erfahren sind auch Menschen.
Und wen kann ich da auf Leute loslassen?
Ganz interessant, dass du das erzählst. Wir haben in Luxemburg,
und dann müssen wir zum Schluss kommen in unserem Podcast, gerade erzähle ich noch ganz kurz,
in Luxemburg haben wir Adapto, das ist so ein Fahrdienst für Menschen mit Behinderung
und da gibt es ja auch, wir haben ja verschiedene Unternehmen,
die das machen und da verschiedene Fahrer und oft sind es dieselben Fahrer und
ja, ich finde es schon manchmal ganz spannend, wie dann
ein Kollege auf mich zukommt und sagt, sag mal, du bist doch hier,
da und da, ist das richtig?
Ja, hä, wie kommst du? Ja, der und der, der Armando hat das erzählt,
der Fahrer, dann erzählen die Sachen über andere Menschen im Bus und so weiter,
weil die das dann mitkriegen und da denke ich mir so, Alter, also...
Hast du noch eine wichtige Feedback-Notiz auf deinem wunderschönen Zettel stehen? Ja.
Also was ich vielleicht noch zusammenfassend sagen kann, was auch oft so kommt,
also einerseits hören wir ganz oft, ja,
du darfst deinen Anspruch nicht so hochschrauben, weil du behindert bist.
Also dann, so nach dem Motto, dann sei froh, dass du einen abkriegst.
Oder andererseits, du darfst dich nicht so klein machen. Und irgendwo dazwischen
müssen wir uns dann wiederfinden. Na, was denn nun?
Also nicht so hoch oder sich nicht so klein machen. Also letztendlich sind wir
auch nur Menschen. Richtig.
Das fand ich eigentlich eine schöne Rückmeldung. Und dass wir natürlich auch
immer Solidarität zeigen wollen für Menschen, die sich nicht
denen irgendwas passiert ist, was einem selber vielleicht zum Glück nicht passiert ist.
Also nicht so diese Aussage, mit mir hätte der das nicht gemacht oder mit mir
hätte die das nicht gemacht.
Weil passiert einem schwarzen Menschen eine Gewalt auf der Straße,
dann solidarisieren sich auch viele andere schwarze Menschen.
Und das wünschen wir uns ja auch von unserer Szene. Also wenn einem Körper ein
Missbrauch passiert, einem Menschen mit Behinderung irgendwas Unfaires passiert,
ist wichtig, dass wir nicht sagen, naja gut, da hast du irgendwas falsch gemacht.
Selber schuld, ja irgendwie, keine Ahnung, warum deinem Körper das passiert
ist, meinem Körper passiert sowas nicht, sondern dass wir uns wirklich solidarisch
zeigen, egal bei welchem Thema.
Und ansonsten ist es ganz, ganz wichtig, dass wir uns mit den Themen,
die wir zeigen, die wir leben wollen, auch zeigen dürfen, also mit einer offenen
und selbstbestimmten Sexualität, so wie es sich jeder von uns wünscht.
Und deswegen vielen, vielen Dank für eure vielen Feedbacks. Also ich glaube,
Sascha, ich rase hier so durch, weil ich hier noch so viel auf dem Zettel habe.
Das können wir heute gar nicht bewältigen, aber ich freue mich,
dass da so viele bunte Impulse kamen und die uns auch dabei helfen,
zu sehen, was wir vielleicht im Jahr alles noch so als Einzelfolgen machen können.
Da waren ja jetzt schon auch Punkte dabei, wo wir gemerkt haben,
hier haben wir Seitenstraßen genommen. Das wäre mal eine eigene Folge.
Vielen, vielen Dank dafür. Ich habe auch, Sascha, nochmal ganz separate E-Mails
bekommen, wo sich Themen gewünscht wurden. Die haben wir heute hier gar nicht angesprochen.
Also wir sind da gut gefüllt mit Ideen und Wünschen fürs neue Jahr.
Genau, die nächsten zehn oder elf Episoden, wir wissen ja nicht,
ob wir im Sommer nochmal eine Pause machen, die sind definitiv gefüllt mit schönen Themen.
Also wir marschieren mit ganz großen Schritten auf die 40.
Ausgabe hin. Und wir haben ja ausgemacht, oder wir haben es noch nicht ausgemacht,
ich weiß noch nicht, aber vor der 50. Ausgabe werden wir uns getroffen haben.
Wir haben uns ja wirklich noch nie persönlich getroffen, wir beide.
Das ist auch immer spannend.
Ja, aber das kriegen wir noch hin.
So habe ich mir das vorgenommen, dass ich dich mal in Halle dann besuche, sozusagen.
Ganz spannende Themen und ganz wichtig ist, was wir gerade erwähnt haben,
ganz wichtiger Satz, den du gesagt hast, prinzipiell und an erster Stelle sind
wir Menschen und wir Menschen bestimmen eigenständig über unseren Körper,
unsere Vorlieben, über das, was wir wirklich wollen, was uns gut tut. Das ist ganz wichtig.
Prioritär sind wir als Mensch und wir haben Menschenrechte, nicht nur UN-Behindertenrechtskonvention,
sondern an allererster Stelle ganz oben stehen für mich die Menschenrechte und
die anderen Rechte gehören da auch dazu.
Es ist traurig, dass man eine UN-BRK machen muss, um seine Rechte nochmal zu fixieren.
Es ist traurig, dass wir eine Senioren-UN-Rechtskonvention kreieren müssen,
um die Rechte von älteren Menschen zu kreieren für Kinder.
Das finde ich dramatisch, weil für mich müssen die Menschenrechte,
die es gibt, allesamt, so wie sie da stehen, für alle stehen und es bräuchte
keine gesonderten Behindertenrechtskonventionen.
Das ist meine Auffassung.
Also zuerst sind wir Mensch und das ist ganz wichtig. Nehmt das bitte mit auf
den Weg und probiert euch zu stark zu machen, dass ihr das nur zulasst,
was euch wirklich auch gut tut, was ihr wollt, was ihr euch wünscht.
Das wünsche ich mir von ganzem Herzen. Das fällt mir auch nicht immer leicht, muss ich auch zugeben.
Aber ich glaube, dass wir alle da guttun werden, darauf hinzuarbeiten und weiterzugehen.
In diesem Sinne, am 15. Februar 2026 sind wir ja.
Einen Tag nach Valentinstag treffen wir uns wieder, liebe Jennifer.
Und was wir da für ein Thema haben, wir haben einen ganz schönen Lostopf.
Ich glaube, wir losen da mal aus, was wir dann für ein Thema nutzen.
Und bis dahin wünsche ich dir alles Liebe und alles Gute, gute Gesundheit und
den Zuhörer und Zuhörerinnen wünsche ich jetzt, aber du hast das letzte Wort,
wünsche ich noch alles Gute bis dahin und seid nicht traurig,
dass im Moment ein bisschen weniger Episoden rauskommen.
Und ab Februar, März wird es wieder richtig rund gehen hier beim Igel-Podcast.
Ja, ich nenne euch jetzt einfach mal Igel-Nasen da draußen. Ich hoffe,
ihr seid damit einverstanden.
Vielleicht habt ihr auch ein anderes Wort, mit dem ihr euch gut identifizieren könnt.
Vielleicht Igel-Gang oder so. Ich habe überlegt, Sascha.
Inklusator-Fetischisten. Ja, das wäre für die heutige Folge auf jeden Fall ein Ding gewesen.
Aber wenn man immer so sagt, liebe Community, das klingt immer so neutral.
Also wenn ihr da ein Wunschwort habt, wir werden da sehr offen.
Ansonsten, ich grüße euch da draußen, ihr Lieben. Ich wünsche euch natürlich
auch einen tollen Valentinstag, wenn ihr darauf Wert legt und eine Liebste habt.
Ansonsten macht es euch einfach schön und wir hören uns im Februar.
Bis dann. Ciao, ciao. Ciao, ciao.
Wie immer die wichtigsten Links in den Shownotes hier in diesem Eagle Podcast.
Eagle Inklusion, ganz einfach leben. Vielen Dank fürs Zuhören,
sagt euer Inklusator Sascha Lang.
Ciao, ciao. Bye, bye. Musik.
Bedeutet Inklusion? Inklusion ist ein Gesellschaftsprojekt.
Inklusion bedeutet, dass jeder Mensch ganz natürlich dazugehört.
Egal wie du aussiehst, welche Sprache du sprichst oder ob du eine Behinderung hast.
Inklusion heißt Teilhaben. Wir möchten dich mit unserem Podcast dazu motivieren,
bereits jetzt an der Gesellschaft teilzunehmen.
Denn nur so können Barrieren abgebaut werden.
Barrieren, die nicht nur im Alltag bestehen, sondern auch in den Köpfen.
Lasst uns diese gemeinsam abbauen!
Ganz einfach leben wird dir präsentiert von Inklusator.
Infos zum Inklusator und weitere Folgen findest du unter www.igelmedia.com.
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