Outing im Rampenlicht – Wenn Stars sich zeigen, fassen viele andere Mut
Sonntag trifft IGEL – Der Sonntagstalk von Jennifer Sonntag und Sascha Lang
18.10.2026 61 min Sascha Lang & Jennifer Sonntag
Zusammenfassung & Show Notes
Was bewegt es in uns, wenn Stars offen über eine Behinderung oder Erkrankung sprechen?
In Episode 351 widmen sich Jennifer Sonntag und Sascha Lang der Kraft solcher persönlichen Einblicke.
Ausgangspunkt ist Danger Dans Song „Dass es hier so schön ist“ und sein öffentlicher Umgang mit seiner Augenerkrankung.
Jennifer lebt mit derselben Erkrankung, Retinitis pigmentosa, und erzählt, warum sie das besonders berührt.
Es geht um Wiedererkennen, alte Ängste und die Ermutigung, mit eigenen Erfahrungen sichtbar zu werden.
Wenn prominente Menschen ihre Verletzlichkeit zeigen, können sich andere weniger allein fühlen.
Doch aus einem persönlichen Outing entsteht keine Verpflichtung, eine ganze Community zu vertreten.
Jeder Mensch darf selbst entscheiden, wann, wie und wie viel er von sich erzählt.
Auch der Umgang mit einer fortschreitenden Behinderung braucht Zeit und Raum für den eigenen Weg.
Konkrete Unterstützung anzunehmen kann dabei helfen, weiterhin selbstbestimmt den eigenen Beruf auszuüben.
Jennifer und Sascha sprechen darüber, wie wichtig es ist, die eigenen Bedürfnisse klar benennen zu können.
Dabei hinterfragen sie den Druck, als Mensch mit Behinderung ständig besonders leistungsfähig erscheinen zu müssen.
Was tun wir aus Freude – und wann versuchen wir, Erwartungen anderer zu erfüllen?
Auch Depressionen, ME/CFS und die öffentliche Sichtbarkeit nicht sichtbarer Erkrankungen werden zum Thema.
Persönliche Erfahrungen zeigen, wie hilfreich Worte anderer sein können, um die eigene Situation verständlich zu machen.
Gleichzeitig kann Offenheit angreifbar machen und erfordert Respekt vor persönlichen Grenzen.
Zum Gespräch gehören außerdem eure Rückmeldungen zur Darstellung von Behinderung in den Medien.
Zwischen Heldengeschichten und Mitleidsbildern fehlen häufig Menschen mit ihren vielfältigen Lebensrealitäten.
Für Jennifer und Sascha zählen deshalb die Haltung hinter den Worten und die Möglichkeit, selbst zu sprechen.
Ein persönlicher Sonntagstalk über Selbstbestimmung, gegenseitige Ermutigung und die Freude an kleinen Lebensmomenten.
In Episode 351 widmen sich Jennifer Sonntag und Sascha Lang der Kraft solcher persönlichen Einblicke.
Ausgangspunkt ist Danger Dans Song „Dass es hier so schön ist“ und sein öffentlicher Umgang mit seiner Augenerkrankung.
Jennifer lebt mit derselben Erkrankung, Retinitis pigmentosa, und erzählt, warum sie das besonders berührt.
Es geht um Wiedererkennen, alte Ängste und die Ermutigung, mit eigenen Erfahrungen sichtbar zu werden.
Wenn prominente Menschen ihre Verletzlichkeit zeigen, können sich andere weniger allein fühlen.
Doch aus einem persönlichen Outing entsteht keine Verpflichtung, eine ganze Community zu vertreten.
Jeder Mensch darf selbst entscheiden, wann, wie und wie viel er von sich erzählt.
Auch der Umgang mit einer fortschreitenden Behinderung braucht Zeit und Raum für den eigenen Weg.
Konkrete Unterstützung anzunehmen kann dabei helfen, weiterhin selbstbestimmt den eigenen Beruf auszuüben.
Jennifer und Sascha sprechen darüber, wie wichtig es ist, die eigenen Bedürfnisse klar benennen zu können.
Dabei hinterfragen sie den Druck, als Mensch mit Behinderung ständig besonders leistungsfähig erscheinen zu müssen.
Was tun wir aus Freude – und wann versuchen wir, Erwartungen anderer zu erfüllen?
Auch Depressionen, ME/CFS und die öffentliche Sichtbarkeit nicht sichtbarer Erkrankungen werden zum Thema.
Persönliche Erfahrungen zeigen, wie hilfreich Worte anderer sein können, um die eigene Situation verständlich zu machen.
Gleichzeitig kann Offenheit angreifbar machen und erfordert Respekt vor persönlichen Grenzen.
Zum Gespräch gehören außerdem eure Rückmeldungen zur Darstellung von Behinderung in den Medien.
Zwischen Heldengeschichten und Mitleidsbildern fehlen häufig Menschen mit ihren vielfältigen Lebensrealitäten.
Für Jennifer und Sascha zählen deshalb die Haltung hinter den Worten und die Möglichkeit, selbst zu sprechen.
Ein persönlicher Sonntagstalk über Selbstbestimmung, gegenseitige Ermutigung und die Freude an kleinen Lebensmomenten.
Hier die Links aus der Episode:
Danger Dan mit dem Song über seine Augenerkrankung bei „Inas Nacht“:
Hier thematisiert Elif ihre Depressionen:
Margarete Stokowski über ihr Leben mit ME/CFS:
Beitrag über Parkinsonerkrankung des a-ha-Sängers Morten Harket:
Hier geht es zu Jennifer Sonntag:
Instagram:
Facebook:
Link zu Sascha Lang Facebook:
Links zum IGEL Podcast
Podcast „IGEL – Inklusion Ganz Einfach Leben“
Webseite: http://www.inklusator.com <http://www.inklusator.com>
Social Media:
Facebook: https://www.facebook.com/igelpodcast
Feedback: sonntagtrifftigel@inklusator.com <mailto:sonntagtrifftigel@inklusator.com> <mailto:sonntagtrifftigel@inklusator.com <mailto:sonntagtrifftigel@inklusator.com> > <mailto:sonntagtrifftigel@inklusator.com <mailto:sonntagtrifftigel@inklusator.com <mailto:sonntagtrifftigel@inklusator.com%20%3cmailto:sonntagtrifftigel@inklusator.com> > > <mailto:sonntagtrifftigel@inklusator.com <mailto:sonntagtrifftigel@inklusator.com <mailto:sonntagtrifftigel@inklusator.com%20%3cmailto:sonntagtrifftigel@inklusator.com <mailto:sonntagtrifftigel@inklusator.com%20%3cmailto:sonntagtrifftigel@inklusator.com%20%3cmailto:sonntagtrifftigel@inklusator.com%20%3cmailto:sonntagtrifftigel@inklusator.com> > > >
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Transkript
Mit eurem Inklusator, Sascha Lang.
Es ist der 18. Oktober 2026, das Veröffentlichungsdatum dieses Podcasts,
und zwar der Folge 351 vom IGL-Podcast, IGL-Inklusion, ganz einfach leben,
dein Podcast für gelebte Inklusion.
Der dritte Sonntag im Monat, das ist für viele schon ein klares Zeichen,
nämlich Sonntag trifft IGL. Gleich zu Gast wird sein Jennifer Sonntag,
Moderatorin, Buchautorin, Aktivistin und eine Frau, die weiß, um was es geht.
Sie wird uns jetzt auch mitnehmen in ein spannendes Thema und zwar Outing im Rampenlicht.
Wenn Stars sich zeigen, fassen andere Mut. Das ist heute unser Thema.
Warum, das werdet ihr bald hören.
In den Shownotes gibt es die dazugehörigen Links. Mein Name ist Asch Lang,
ich bin euer Inklusator und ich wünsche gute Unterhaltung.
Und damit herzlich willkommen. Das ist der Sonntag. Wir schreiben genau den
18. Oktober 2026. Es ist die Episode 351.
Und dritter Sonntag im Monat heißt Sonntag trifft Igel. Damit herzlich willkommen.
Die Bühne frei für Jennifer Sonntag.
Ach, danke für die Bühne, Sascha. Ich hier mit meinen Kuschelhausschuhen,
mit meiner Kuscheljacke. Also da mache ich mich auf der Bühne doch hervorragend
damit, oder? Danke für die Autodescription.
Ja, das gefällt mir. Zu viel Information, glaube ich jetzt, oder?
Ja, das geht. Du wachst jetzt nicht im Detail. Da können wir drüber hinweg gucken.
Ihr wolltet mich wieder im Abendkleid mit Federbohren. Selbstverständlich.
Als nächstes Mal bitte sonntags, wenn wir uns treffen, in diesem Outfit und
dann Audiodescription, ja? Gerne, gerne. Ich kann euch ja alle lügen.
Was? Ich kann euch alles erzählen, wie ich mich hier inszeniere.
Das sind, also beim Eagle-Podcast, wir sind hier nicht bei Trumphausen, keine Fake News, ja?
Wir sind authentisch. Wir sind authentisch, genau. Also dann habe ich lieber Puschel.
Puschel von oben bis unten. Genau, Puschel von oben bis unten.
Ein Ganzkörper-Hausschuh.
Genau, das haben wir jetzt mal geklärt. Also wir können uns jetzt bildlich vorstellen,
wie Jennifer Sonntag da sitzt in ihrem schönen Raum, wo sie uns immer ihre wunderbaren,
interessanten Informationen zum Besten gibt.
Heute haben wir zwei Themen, wobei es handelt sich alles so ein bisschen um
Medien, um Wording, um Outing.
Wir fangen mal an mit den Feedbacks. Wir hatten ja mal so eine Folge,
ich glaube, es war im Juli, glaube ich, oder was im September?
Nein, im Juli. Ich weiß nicht mehr, wann es war. Es war Sommer.
Es war Sommer und zum ersten Mal im Leben. Es war Sommer und wir haben nicht
über die Hitzewelle gesprochen. Sascha, wir hatten über Medien gesprochen.
Peter Maffel war nicht dabei, hat nicht über die Hitzewelle gesprochen.
Sommer und wir haben über die Medienlandschaft gesprochen, über das Wording
in den Medien und da gab es ein bisschen Feedback und wir wollten uns mal wieder
so ein bisschen auch der Feedback-Runde widmen, bevor wir dann zu einem ganz
spannenden Thema kommen, was ich jetzt noch nicht verrate.
Wir arbeiten uns dahin, ja. Genau. Okay, Jenny, du bist die Feedback-Queen.
Ach, das ist doch schön, ja. Ich bin gern die Feedback-Queen.
Nachdem ich mich jetzt geoutet habe, sprechen wir jetzt über eure tollen Feedbacks
und später auch über Outings. Also, das ist also.
Wie soll ich sagen, sehr öffentliches Thema heute. Und vielen,
vielen Dank für ein Feedback, was mir sehr gefallen hat.
Das hat Amy platziert. Amy, die wundervolle Radiomoderatorin,
die selbst auch nicht Journalistin ist, sie auch nicht nur Moderatorin,
aber sie moderiert auch sehr viele Veranstaltungen.
Sie ist selbst auch blind vielen von euch bekannt.
Und sie hat gesagt, bei Insta war das, dass es ja nicht nur um das Wording geht.
Wir hatten darüber gesprochen, was JournalistInnen möglichst nicht mehr schreiben,
sagen, texten sollten über Menschen mit Behinderung.
Und es gibt ja diesen, ich nenne es mal Katalog, welche Begriffe sind einfach
nicht mehr zeitgemäß, was sollten wir einfach streichen aus dem Wortschatz.
Blinde Menschen, die sitzen nicht nur im Dunkeln und sie sind auch nicht mit
Blindheit geschlagen. Und da gibt es ja ganz, ganz viele Begrifflichkeiten, auf die wir verzichten.
Aber sie sagt, es geht ja nicht nur um das Wording, hat sie vollkommen recht.
Es geht natürlich auch immer um die Haltung dahinter, auch bei JournalistInnen.
Man muss das Thema Behinderung an sich erstmal begreifen, sonst versteht man den Katalog gar nicht.
Und sie macht Schulungen, aber nicht mal unbedingt nur für JournalistInnen,
sondern auch für Menschen mit Behinderungen selbst, für KünstlerInnen.
Wie können wir also unsere Geschichte so erzählen, dass wir nicht ständig diese Schablonen bedienen?
Auch diese journalistischen Schablonen und das, was die immer hören wollen.
Sodass wir also mit unserer Haltung auch versuchen, aus diesem Muster auszusteigen.
Und das fällt uns ja manchmal auch schwer, wenn wir uns vermarkten müssen,
wenn wir uns zeigen müssen, wenn wir vielleicht einen Beruf mit Öffentlichkeitswirksamkeit haben.
Und dann werden wir natürlich interviewt. Und ja, was sagen wir dann,
ohne jemanden, der uns da eine tolle Frage stellt, auf den Schlips treten zu
wollen? Wir müssten den dann immer wieder korrigieren.
Finde ich gut. Also das bietet sie an für KünstlerInnen und hat mich da auch
nochmal darauf aufmerksam gemacht, dass es dieses Konzept auch umgekehrt gibt.
Also nicht nur für JournalistInnen, sondern auch für uns, wie wir uns denn gut
auch präsentieren können, ohne dieses Wording und auch unsere Geschichten erzählen
können, weil es sind ja nicht nur die Worte.
Das ist richtig, sind nicht nur die Worte, aber wir müssen natürlich auch lernen,
das vermittle ich auch mittlerweile ganz viel, auch ich halte ja ein paar Workshops
und ein paar Weiterbildungsmaßnahmen, wir haben vorhin noch kurz darüber gesprochen,
und da sage ich immer, es geht nicht nur den Weg, dass wir die Menschen,
die pseudonormal sind, Klammer zu,
sensibilisieren, um mit uns umzugehen, Aber da wir mittlerweile ja auch viel
mehr in der Gesellschaft unterwegs sind, es ist absolut auch zwingend notwendig
zu lernen, wie wir Menschen mit Behinderung mit den Menschen ohne Behinderung umgehen können.
Das wird manchmal beläschelt, aber ich finde das mittlerweile genauso wichtig wie umgekehrt.
Also dieses, weil wir ja ganz lange, vielleicht wir als Blinde noch nicht so
wie vielleicht andere Menschen mit Behinderung, ganz lange in dieser,
über uns vorsorglichen Situation waren, dass andere für uns entschieden haben,
andere für uns gesprochen haben, andere für uns entschieden haben.
Und wir müssen den Menschen beibringen, jetzt das Heft selber in die Hand zu
nehmen. Empowerment nennt man das. Ich finde das ein sehr guter Begriff.
Ich schreibe gerade an einem Konzept für einen nationalen Bewohnerrat für Menschen
mit Behinderung, also die in Wohnstrukturen wohnen.
Und genau da ist ja gerade dieses behutsame Behütetwerden steht ja da an der
Tagesordnung, auch im Jahre 2026 noch.
Und ein zentraler Punkt unserer konzeptuellen Arbeit ist, die Menschen zu empowern,
für sich selber, für ihre Mitbewohner einzustehen und selber Feedback zu geben.
Und das geht ganz genau in das, was Amy gesagt hat. Also wir müssen da auch
selber noch eine ganze Menge dazulernen, um uns besser zu präsentieren,
besser zu verkaufen und uns selber auch nicht in diese reine Behinderungsschiene schieben zu lassen.
Das finde ich einen richtig guten Punkt, also so einen alltagspraktischen Aspekt.
Es geht ja nicht nur um uns als KünstlerInnen, ganz viele von uns sind es nicht.
Die sind einfach nur Alltagsmenschen. Wir sind alle Lebenskünstler.
Nein, Sascha, wir laufen alle mit diesem Abendquett. Nein, Quatsch.
Also richtig, in erster Linie sind wir ja alle Alltagsmenschen.
Und da fängt es ja ganz oft schon an, also auf der Bühne des Lebens sozusagen,
uns selbstbestimmt zu äußern und vielleicht auch diese ganzen alten Glaubenssätze,
die man uns mitgegeben hat, das abzulegen.
Also das wäre eigentlich so eine Erweiterung dessen, was Amy da meint.
Das müsste jedem Menschen mit Behinderung zur Verfügung stehen.
Einfach nochmal so ein Interview-Training für den Alltag.
Denn ich glaube, gerade vor Ämtern und Behörden oder so, werden viele von uns
wieder so klein mit Hut. Wir führen uns zurückversetzt, teilweise in unsere Kindheiten.
Teilweise haben wir vielleicht auch Eltern, die da so sehr ehrfürchtig sind.
Ich habe das jetzt im Interview gehört von MigrantInnen oder so
Kids aus diesen Familien, die das einfach auch noch so sehr kennen,
weil die alle so angstbelastet sind, wenn sie irgendwo zum Arzt gehen,
wenn sie Angst haben, Benachteiligung, Diskriminierung zu erleben.
Und ich glaube, Menschen mit Behinderung haben das auch ganz oft,
diese Befangenheiten, jetzt bloß nicht was Falsches machen, dann kriegen wir
das Hilfsmittel wieder nicht.
Und natürlich gibt es auch das ganze Gegenteil, dieses etwas vielleicht auch
überforsche, was auch der Tatsache geschuldet ist, dass man manchmal zehnmal
lauter sein muss, um vielleicht einmal was zu bekommen.
Also so dann eine gute Stabilität und Souveränität zu finden.
Das ist echt mal eine Schulung wert für viele von uns. Das ist die Schule des
Lebens eben. Die Schule des Lebens.
Ja, ein Feedback hatten wir noch, das möchte ich anonym halten, weil ich...
Bei solchen Dingen immer nicht genau weiß, möchte die Person das offen besprochen
haben oder nicht, aber ich fand es einen wichtigen Punkt.
Du hattest bei einer Sache gesagt, ich muss mir das als blinde Person nicht beweisen.
Da ging es, glaube ich, um das Schwimmen allein als blinde Person in offenen
Gewässern und ich hatte so ein bisschen davon erzählt, wie ich das mache und,
die Person hat so das Feedback gegeben,
wenn Sascha so sagt, also ich muss mir das nicht beweisen, dann klingt das irgendwie
so ein bisschen, als ob andere, die das aber machen, als ob die sich das jetzt beweisen müssen.
Und das hast du damit aber nicht gemeint. Ich habe das Feedback gelesen. Jein.
Erzähl mal, Sascha. Also ich bin der Überzeugung, dass es manche Blinde gibt
und das ist aber nicht negativ,
sondern das ist einfach, was du schon vorhin gesagt hast, aus unserer Erziehung,
aus diesen Glaubenssätzen raus, aus diesem, ich muss immer 120 Prozent geben,
weil 100 Prozent reicht ja nicht, das sieht ja keiner.
Wir wurden teilweise, gerade auch in diesen besonderen Strukturen,
wurden wir zu diesen Menschen erzogen, die immer, wir waren ja nie genug mit
30, 80, 90 Prozent oder mit 100 Prozent.
Und ich glaube, dass es einige von einigen, nicht alle, also es gibt einige
sicherlich unter uns, die glauben, dass wenn sie sich das alles beweisen und alles
über ihre Grenzen auch gehen, ich glaube, dass es auch viele Menschen mit Behinderung
gibt, insgesamt, das ist nicht nur Blinde, sondern Menschen mit Behinderung,
die über ihre Grenzen gehen, um sich, um aber auch dem Umfeld etwas zu beweisen.
Und das ist das, was ich an sich gesagt habe. Ich brauche für mich das nicht mehr.
Aber ich verurteile niemanden, der das macht, sondern ich brauche es für mich
einfach nicht mehr. Ich will keinem mehr beweisen, was ich kann,
was ich nicht kann und so weiter, weil ich stehe zu meinen Schwächen sowie zu
meinen Stärken. Das habe ich aber gelernt.
Ich wurde auch nicht so erzogen mit diesem über 100%-Gen.
Diesen Ehrgeiz, stark zu sein, gut zu sein, Den habe ich sicherlich aus der
Erziehung, aber auch aus dem Charakter heraus.
Das hat aber nicht jeder. Und es sind ganz viele Menschen, die mit Glaubenssätzen
da herangewachsen sind und die, glaube ich, heute noch denken,
sie müssten der Welt mehr beweisen, als was nötig ist und gehen dann wirklich
so weit, dass sie nachher in einem Burnout leiden.
Denn wie gesagt, es sind nicht alle, es sind auch einige Menschen,
die einfach wirklich das leisten können und die das gerne machen und die Bock darauf haben.
Und ich verurteile weder den einen noch den anderen, will aber nur sagen,
dass ich überzeugt bin davon, dass es Menschen gibt, die durch ihre Glaubenssätze
in diese Richtung gepresst werden, um immer mehr zu zeigen, um sich besser darzustellen.
Um eine gewisse Art und Weise von...
Ja, nicht sensationell oder Sensation, sondern so mega Vorbild zu sein und sagen, aber,
so viele Blinde werden so als wenig fähig dargestellt, dann müssen wir paar
Blinden beweisen, dass das aber nicht so ist und die anderen,
um zu beweisen, dass es noch andere gibt.
So stelle ich mir das ein bisschen vor, aber also schon auch ein bisschen,
ich bin auch der Meinung, dass es wirklich welche gibt, die das machen,
weil sie einfach so erzogen worden sind.
Nicht unbedingt aus, ja, ich meine, Rampensäue gibt es auch bei den Nichtbehinderten.
Die meinen, sie müssten 170% geben, weil 100% nie bei denen reichen.
Also das ist ja auch eine Charaktersache. Das hat man gar nicht unbedingt auch
immer was, ich breche es immer gerne runter, das hat nicht immer was mit Behinderung zu tun.
Die wären vielleicht auch als Nichtblinde oder Nichtrollstuhlfahrer genauso
und würden da auch über ihre Grenzen gehen. Also.
Ja, dein Jein ist gut. Es kommt ja auch immer mehreres zusammen.
Manchmal müssen wir einfach auch.
Überirdisches leisten, weil wir die Hilfe nicht bekommen, auch wenn wir darum
bitten, weil wir einfach wahnsinnig allein mit Dingen dastehen und die Dinge
auch erstmal für uns selber erfinden müssen.
Gar nicht, um zu zeigen, guck mal, wie ich das gemacht habe,
sondern weil es einfach sonst nicht geht, weil es sonst keiner macht.
In so einer Situation waren wir bestimmt auch alle schon mal,
dass man wirklich über die Grenzen gehen musste, Weil der Weg,
der war da noch nicht geebnet.
Den musste man erstmal mit vielen Mosaikteilen selber kreieren.
Und manchmal sind es die verschlungenen Pfade und die sind oft sehr viel spannender
und aufregender, aber oft auch sehr viel anstrengender.
Also das ist so ein Aspekt, das hat erstmal noch gar nichts damit zu tun,
um zu zeigen, ja schau mal, was ich so als behinderter Mensch so schaffe.
Man musste einfach, sonst wäre man gar nicht durchgekommen, gar nicht klargekommen,
denke ich so auch an Schulzeiten oder Abistudium und so Sachen bei mir damals.
Aber du hast vollkommen recht, das ist ein interessanter Aspekt,
wenn ich da auch mich hinterfrage.
Es gab ja so Phasen, wo ich ganz viel auf einmal gemacht habe.
So, was weiß ich, Fernsehmoderatorin und acht Bücher geschrieben und dann noch
aber komplett als Sozialpädagogin tätig und dann noch zig Kunstprojekte rundherum.
Und ich habe dann immer gar nicht gemerkt, dass das bei mir so griff,
was du auch sagst, was manche so als Erziehung mitgenommen haben,
dieses Zehnmal besser sein.
Und dann wird es dir aber als Mensch mit Behinderung auch noch dann vorgeworfen,
weil du dann ja auch Neider hast, gerade in diesem alten Reha-System,
was dir das antrainiert hat.
Gibt es dann die Leute, die das auch ganz schnell wieder abschneiden wollen,
weil die denken, die behinderte Person, die macht jetzt ja wirklich was draus.
Die ist ja jetzt wirklich ein bisschen besser, in Anführungsstrichen,
als die Nichtbehinderten, die einfach nur ihren Weg gehen und heute reflektiere
ich das auch anders und beobachte so,
Gruppen und denke, stimmt, also andere können sich da viel mehr entspannen.
Wir haben nicht diesen inneren Trieb, jetzt das, das und das auch noch zu machen.
Aber ist dieser Trieb, muss ich kurz unterbrechen, dieser Trieb,
ist das nur darauf bedingt durch diesen Glaubenssatz oder ist es einfach,
weil wir auch Bock drauf haben?
Ich stelle mir die Frage selber. Ich bin ja, die, die mich persönlich gut kennen,
wissen, dass ich auch jetzt nicht jemand bin.
Der wenig macht und nur eine Sache macht, sondern ich mache ja auch leider ein
bisschen viel oder leider nicht, ich mache ein bisschen viel,
viel Verschiedenes, bin viel unterwegs und so weiter.
Und ich habe aber nicht das Gefühl, dass ich das mache, um irgendjemand was zu...
Also ich habe das Gefühl, vielleicht haben andere das andere, ein anderes Gefühl.
Aber ich mache das nicht, um irgendjemand was zu beweisen oder um Lob zu kriegen,
sondern ich habe mega Bock da drauf.
Ich habe mega Bock, die 70 Prozent bei meinem Arbeitgeber, bei meinem Familienministerium
zu arbeiten und da Dinge voranzutreiben. Ich habe mega Bock drauf,
diese Podcasts, die verschiedenen Podcasts zu machen.
Ich habe mega Bock drauf, die Weiterbildung zu machen.
Also ich habe Bock drauf. Das fällt mir auch gar nicht so schwer.
Es ist manchmal viel, es ist manchmal heftig.
Wie ich gesagt habe, teilweise wäre ich von September bis November mit keinem
Wochenende mehr beglückt gewesen,
frei im Wochenende, plus fünf Tage die Woche arbeiten und so weiter.
Aber ich habe nicht das Gefühl, dass das mir eine Belastung ist oder dass ich
das Gefühl habe, dass ich das für irgendjemand mache. Ich habe einfach Bock da drauf.
Ist das nicht vielleicht ein anderer Trieb?
Frage ich mich auch. Andere sagen, ich wäre Workaholic. Gut,
kann man sagen. Andere meinen, ich hätte auch noch ADHS oder so weiter,
aber ich weiß es nicht. Ich habe einfach Bock da drauf. Ich habe einfach Lust,
dass du erzählen willst.
Das ist auch gut. Also mich hat auch mal jemand gefragt oder zu mir gesagt,
mach doch einfach, was dir Spaß macht, weil ich einfach irgendwann nicht mehr
unterscheiden konnte, was mache ich, um Erwartungen zu erfüllen.
Und ich glaube, Menschen, die viel machen, die kommen auch in diese Mussfalle irgendwann.
Jemand, der irgendwie nichts macht und auch irgendwie immer aus Ausreden findet
und du weißt und dem brauchst du auch gar nichts erwarten, den fragt irgendwann keiner mehr.
Aber bei Leuten, wo du merkst, die wollen und die haben Bock,
da kommst du auch nochmal an und noch eine Anfrage und noch eine Anfrage und irgendwann,
wird das auch so zur Mussfalle und da merke ich durch meine ME-CFS,
durch diese Erkrankung, die mich so stark einbremst,
dass ich da hart auf die Probe gestellt werde und mich wirklich hinterfragen
muss, ist das jetzt eine Sache, die ich mit meiner wenigen Energie mache,
weil ich die wirklich möchte oder weil ich jetzt Erwartungen nicht enttäuschen
möchte oder weil ich jetzt für alle Blinden die Fahne hochhalten möchte, weil
das ganz wichtig ist, dass ich zu dem Thema jetzt was schreibe, was sage.
Das sind viele Aspekte, aber ich glaube, in deinem Fall, wenn du ganz stark
fühlst, ich will das auch und da müssen wir alle eigentlich hin,
bei allem, was wir auch machen müssen, worauf wir vielleicht keinen Bock haben,
aber gerade bei solchen Dingen, die was mit Öffentlichkeit zu tun haben,
wo wir viel von uns geben,
da dürfen wir uns immer wieder hinterfragen, ist das jetzt wirklich was,
was uns glücklich macht, aus welchen Gründen auch immer.
Das muss man ja jetzt auch nicht bis ins letzte Detail immer hinterfragen.
Ich habe noch ein Feedback, Sascha, das fasst auch noch mal ein bisschen diese
Öffentlichkeitswirksamkeit von Menschen mit Behinderung zusammen,
die Anne schrieb, dass sie so zwei Tendenzen sieht.
Oft sind es die privaten Sender, die diese Helden-Stories erzählen,
wo viele Menschen mit Behinderung das Gefühl haben, jetzt denkt wieder jeder,
wir können Wunder vollbringen.
Ja, so diese Wunderbehinderten und öffentlich-rechtlich zeigt manchmal eben
noch so stark diese Pflegebedarfe. Wir wollen ja auch das Wort Pflegefall eben
aus der Liste streichen und ersetzen mit Mensch mit hohem Assistenzbedarf.
Aber da fehlt ihr dann wieder diese Perspektive, was kann denn der Mensch noch,
was ist in seiner Lebenswelt noch wichtig, denn das zeigt wieder das Bild,
okay, Menschen mit Behinderung sind alle in Anführungsstrichen Pflegefälle oder Überhelden.
Und wenn sie dann jemanden trifft auf der Straße, dann kriegt sie dann auch
so reflektiert, ja okay,
ich habe mal Zivildienst in einem Altersheim gemacht oder meinem Teddybär fehlt
auch ein Bein, ich kenne mich aus mit euch Menschen mit Behinderung.
Und sie weiß dann immer gar nicht so richtig, kennst du das,
was du im Fernsehen gesehen hast oder ja.
Ja, sehr spannend. Also das ist natürlich auch ein Phänomen,
wobei ja bei 37 Grad oder so ganz oft jetzt auch mittlerweile andere Sachen
gezeigt werden in dieser Dings, was ich auch gut finde.
Aber ja, das ist richtig. Die Öffentlich-Rechtlichen sind eher noch mit diesem,
bemitleidenden Medienauftritt der Menschen mit Behinderungen unterwegs.
Und die anderen sind mehr auf diesem sensationsgeilen.
Hero-Trip. ganz entspannt. Ich glaube, einfach Mensch heißen die.
Die haben ja auch schon ein paar Leute gut porträtiert.
Da war Amy auch schon dabei und Bekannte von uns von barrierefrei feiern,
weil die Menschen mit Behinderung dann selber auch die ganze Zeit ihren Beitrag
sprechen, wenn ich mich recht entsinne.
Also der da läuft, du kannst also sehr viel mit deinen eigenen Worten auch gestalten
und nicht irgendjemand spricht dann über dich.
Ich überlege gerade, ich versuche mich gerade zu erinnern, wie diese Beiträge.
Aber ich glaube, alle, die da mitgemacht haben, sind da recht happy,
weil da einfach sehr viel Mitbestimmung dabei ist. Ich muss es mir nochmal anschauen.
Ja, das ist ja bei den Privaten noch schlimmer als bei den öffentlich-rechtlichen.
Bei den Privaten kriegst du ja wirklich jeden Schritt, jeden Pups,
sage ich mal, einfach ein bisschen übertrieben, kriegst du da vorgeschrieben.
Und damit es noch geiler und noch griffiger und sensationshaschender ist, als es sein muss.
Ich glaube, bei den öffentlich-rechtlichen, wenn da gefilmt wird,
ist es, glaube ich, noch etwas entspannter und mehr realistischer noch,
aber trotzdem ist es richtig, dass da mehr,
diese Mitleidschiene noch oder diese hohe Assistenzbedarfsschiene in den Vordergrund
gestellt wird und nicht der Mensch mit seinen Stärken.
Wir müssen das ja auch erzählen. Wir müssen ja diese Diskriminierungserfahrungen
und Lücken auch erzählen.
Aber wie erzählen wir das, um wirklich nicht zu zeigen, ach,
der arme, bedauernswerte Mensch, sondern wo sind strukturelle Probleme?
Wie gehen wir das von der Seite an? Wo wird der Mensch behindert?
Und wir wollen ja auch Ermutigung, Realität, auch Ermutigung.
Und da sind wir auch bei Ermutigung angekommen, Sascha. und vielleicht auch
bei unserem heutigen Thema.
Ja, wir sind nach 23 Minuten bei unserem Thema angekommen. Sehr gut.
Ach ja, Mensch, da sind wir ja nicht Schluss.
Unser Thema, Outings.
Und zwar hast du mir irgendwann eine ganz lange Sprachnachricht geschrieben
und gesagt, ich hätte ein Thema, das würde mir gerne, ich würde das gerne aufgreifen.
Und da es dein Thema ist, also da du die Idee hattest, will ich die Bühne dir
überlassen, um dieses Thema jetzt unseren Zuhörern zu präsentieren,
worüber wir uns jetzt gleich ein bisschen austauschen werden.
Ja, ich sage mal, Danger Dan und sein Augen-Outing.
Viele von euch haben vielleicht die Debatte rund um Danger Dan mitverfolgt.
Er wurde damals ausgeladen bei der Anstalt einer Fernsehsendung und da ging
es um einen ganz anderen Song eigentlich.
Da ging es um Widerstand gegen Rechts und das konnte man diskutieren.
Ist da jetzt zu viel Gewaltverherrlichung drin oder nicht? Ich bin schon sehr lange Danger Dan-Fan.
Er ist auch Mitglied der Antilopengang und dann kam ein anderer Song,
da ging es eigentlich eher so darum, dass er mal eine Beziehung auch zu einem Mann hatte und,
dann kriegte ich aber so mit, Momentchen mal, er outet sich in einem Lied,
das Lied heißt, dass es hier so schön ist.
Zum Thema Augenerkrankungen. Ich habe in vielen Interviews gelesen,
ja, seine Augenerkrankung führt zur Erblindung und so weiter.
Und dann habe ich nachgeschaut und das ist tatsächlich auch die gleiche Augenerkrankung,
die ich habe. Also Retinopathia pigmentosa, manche sagen Retinitis pigmentosa.
Und ich erlebe das sehr selten, dass Menschen, die sehend sind,
im Laufe ihres Lebens erblinden, also Menschen, die,
im öffentlichen Bereich tätig sind, also MusikerInnen, SchauspielerInnen,
PolitikerInnen, also entweder sind die Menschen schon selbst,
seit Geburt an blind und wir wissen, ja, Stevie Wonder kennen wir,
Joanna Zimmer kennen wir, die haben wir einfach als blinde Personen kennengelernt,
Aber ich hatte einfach keine Identifikationsfigur,
die das so erlebt hat wie ich, dass dir irgendwann ein Augenarzt sagt,
von dieser Krankheit wird man blind.
Und das ist so eine Songzeile bei ihm.
Von dieser Krankheit wird man blind. Und das hat bei mir so ganz viel aufgerissen wieder.
Also auch viel Unaufgearbeitetes. Und ich bin ihm wahnsinnig dankbar für diesen
Song, weil ich denke mal, er hat jetzt nicht Bock, in dieser Phase der Verarbeitung
so eine Galionsfigur zu sein und irgendwie ein Rollenmodell.
Ich glaube, da ist er auch noch gar nicht.
Und ich glaube auch nicht, dass er jetzt alle möglichen Blindenverbände in den
Hacken haben möchte, die ihn jetzt da als Sprachrohr haben wollen.
Das ist eine völlige Überforderung der Person, Danger Dan. Aber jetzt den Schritt
zu gehen und so einen Song zu machen,
Und das fand ich für mich sehr, sehr empowernd. Wie empfindest du solche Disability-Outings
von prominenten Menschen, Sascha?
Also ich finde das großartig, vor allem, was ich aber auch großartig fand,
dass er in ein paar Interviews auch ganz klar darüber gesprochen hat.
Also sein ist ja der Songtext, in einem Song kann vieles stehen,
das muss ja nicht autobiografisch sein, aber was ja klar war,
ist, dass er auch in Interviews mittlerweile darüber ganz klar spricht,
auch über seine Ängste, auch über die Unterstützung, die er kriegt schon auf der Bühne.
Also es ist ja schon so, dass er Unterstützung braucht.
Leuchtsignale auf der Bühne, beim Keyboard braucht er Unterstützung,
dass da alles schön beleuchtet ist und so weiter.
Also ich fand das sehr spannend, als ich gelesen habe, wie er sich da schon
mittlerweile auch Hilfsmittel und organisierte Möglichkeiten liefert, um seine,
Behinderung trotzdem oder seine Beeinträchtigung, die zu einer Behinderung werden
könnte, um die jetzt schon aufzugreifen, um sie jetzt schon so gut wie möglich zu kompensieren.
Ich finde das großartig, wenn Künstler das machen, ohne dabei,
und da ging es ihm nicht darum, weil er hat es ja geoutet, nachdem der Skandal
um seinen Song da war, den er nicht performen durfte.
Also er hat es nicht gemacht, um noch mehr Aufmerksamkeit zu kriegen,
weil die hatte er schon, er brauchte die gar nicht mehr.
Das fand ich schon mal sehr großartig. Es gibt ja noch ein paar andere Künstler,
die gewisse Probleme haben.
Wir nennen unseren Luis Capaldo.
Der hat Tourette, der musste eine Show abbrechen, weil sein Tourette so brutal
präsent war, dass er das gar nicht mehr auf der Bühne kontrollieren konnte.
Der hat das auch öffentlich gemacht und der hat auch die Show dann abbrechen
müssen und irgendwann wieder neu machen müssen. Dyslexie hat übrigens Robbie Williams.
Auch sehr spannend.
Kriegt man natürlich beim Singen nicht so viel mit. Es gibt ja auch andere Künstler,
also der Grafen zum Beispiel prinzipiell.
Was mir aber aufgefallen ist, dass das bei Interviews mittlerweile weniger ist.
Er hat das mehrheitlich im Griff. Der hat ja früher gestottert.
Und heute singt, also der singt ja Fabelhaft ohne Stottern und seine Interviews
mittlerweile, da kriegt man auch nicht mehr so das mit. Also es gibt ja Sachen,
wo man lernen kann, wie man das in den Griff kriegt oder umgehen kann damit.
Und Lady Gaga, glaube ich, hat ADHS oder irgendwie Autismus oder irgendwie sowas.
Also es sind ganz viele Künstler, wo man mitbekommt, die in irgendeiner Form
eine Behinderung haben, die vielleicht nicht so großartig darüber diskutieren oder reden,
außer bei denen, wo es ja ganz klar sichtbar ist, wie einem Steve Wonder,
Ray Charles oder sonstigen Künstlern, aber ja, wo es trotzdem vorhanden ist
und die auch nicht unbedingt das Ganze verstecken. Das finde ich großartig.
Mir fällt nur auf, dass es ganz viele Künstler gibt, die wirklich irgendwo eine
Beeinträchtigung schlummern haben.
Ganz viele auch nicht sichtbare Behinderungen. Das sind ja über 80 Prozent der
Menschen mit Behinderung, die es gibt. Also von den 15 bis 20 Prozent der Menschen
mit Behinderung, die wir weltweit haben, sind 80 Prozent mit nicht sichtbaren
Behinderungen unterwegs.
Die Anzahl der nicht sichtbaren Behinderungen ist enorm groß.
Und das fängt schon bei der Sehbehinderung beispielsweise an.
Ich glaube mal, dass man Danger Dan jetzt noch gar nicht sieht,
ansieht, dass er eine Sehbeeinträchtigung hat und das zählt dann auch zur unsichtbaren Behinderung.
Oder eine Person, die Hörgeräte trägt oder ein Cochlea-Implantat,
wenn da die Haare drüber sind, dann erkennst du gar nicht, dass diese Person
sensoriell beeinträchtigt ist.
Also es gibt sehr viele oder jemand, der eine Prothese hat und ich sage mal
eine lange Hose anhat, das siehst du nicht direkt.
Also es gibt so viele Facetten der unsichtbaren Behinderung auch und ich finde
aber wichtig, dass wir, ich meine Tourette-Syndrom ist auch keine sichtbare
Behinderung als Beispiel.
Und ich finde es wichtig, dass wir, also dass gerade die Menschen in der Öffentlichkeit
sind, dass das outen, aber es nicht in den Vordergrund stellen.
Ich würde jetzt nicht Luis Capaldo Fan sein, weil er Tourette-Syndrom hat,
sondern weil er einfach eine mega geile Stimme hat.
Oder auch Robbie Williams Konzert würde ich nicht gehen, weil er Dyslexiker
ist, sondern weil er einfach gute Songs schreibt. Und Deja Dan,
the same thing. Also ich bin jetzt nicht Fan von ihm, weil er sehbehindert ist,
sondern weil er einfach gut ist.
Und ich finde, hier hat sich auch die Kommunizierbarkeit von Behinderungen verändert.
Mit mir hat das auch so viel gemacht, weil ich das damals nicht so erleben konnte.
Also wenn ich über meine Behinderung gesprochen habe, auch wieder Schule,
altes Reha-System, es ging eher darum, zu verstecken, zu vertuschen,
möglichst so zu funktionieren, wie eine sehende Person, obwohl ich schon sehr,
sehr schlecht gesehen habe.
Das hat sich auf meine Eltern ausgewirkt. Ich habe mit denen jetzt auch noch
mal viel gesprochen nach der Veröffentlichung des Songs, weil die so bewegt
waren und ich dann so gesagt habe, das macht jetzt so viel mit euch.
Aber mir ging es damals genauso. Und die haben gesagt, die haben eben ganz viel
auch versteckt, weil die ein schlechtes Gewissen hatten.
Die hatten irgendwie ein schlechtes Gewissen den Lehrern gegenüber,
irgendwem gegenüber. Man wollte immer zeigen, sie kann das genauso gut.
Es ist aber auch wichtig zu zeigen, was kann sie gut, was kann sie nicht,
wofür braucht sie Hilfe.
Und ich bin mir sicher, dass es bei ihm jetzt auch ein Prozess von 20 Jahren
war, dahin zu kommen, darüber zu sprechen. Das ist ihm ja jetzt nicht einfach
so aus der Hosentasche gefallen.
Aber wirklich ganz klar zu sagen, ich brauche, wie du schon beschrieben hast,
hinter der Bühne jemanden, der mich mit der Taschenlampe durch diese dunklen Gänge navigiert.
Ich brauche jemanden, der mich da in die Hand nimmt, im wahrsten Sinne des Wortes.
Ich brauche abgeklebte Bühnenränder, dass ich da die Kontraste sehe.
Der hat ein leuchtendes Kreuz auf seinem Klavierhocker, dass er den Hocker findet,
er hat eine gut ausgeleuchtete Tastatur und also ganz klar sagen zu können,
diese Hilfestellung brauche ich, damit ich meinen Job machen kann.
Das ist uns damals noch nicht so leicht gefallen, weil wir immer eher so tun,
sollten, als kämen wir zu Recht überspielen, vertuschen, überkompensieren.
Das ist so ein ganz großes Ding gewesen und deswegen ist das für mich so ein
Befreiungsschlag zu sehen, wenn eine prominente Person zeigt,
so kann man es machen. Man kann sagen, das, das und das brauche ich,
das, das und das geht nicht mehr.
Da habe ich wirklich Jahrzehnte gehadert, er sicher auch, bis er soweit war.
Und bei Facebook hatte mir jemand geschrieben, naja, empowernd,
du erlebst das als empowernd, aber er lehnt ja noch Mobitraining,
Preilschrift, lehnt er alles ab.
Wo ich so dachte, mein Gott, das ist total normal.
Also in der Phase, wo ich noch was gesehen habe, habe ich jetzt nicht Wobitraining
und Breitschrift für mich als erstes in Erwägung gezogen.
Also man darf sich erstmal darüber freuen, dass er jetzt genau in dieser Phase.
Das Notwendige macht und das auch ausstrahlt und offen kommuniziert und ihm
nicht vorwerfen, dass er jetzt nicht gleich das volle Programm an Wobitraining absolviert.
Eher Maßnahme, zwei Jahre nach Würzburg, eingesperrt zwei Jahre,
weg von der Familie, von der Bühne, Deja Dan ist in Würzburg.
Hey, hallo, nein, also Schritt für Schritt.
Und was mir aber auch da, dann spannen wir den Bogen zu unserem ersten Thema
Teil, also zum Feedback, zum Wording und so weiter.
Ich glaube, dass sich da die Generation der Menschen mit Behinderung mittlerweile
aber auch ein bisschen verändert hat, dass wir gelernt haben,
mittlerweile unsere Bedürfnisse klarzumachen.
Ich kann nicht von der Gesellschaft verlangen, dass die mir von der Stirn ablesen,
welche Hilfe und Unterstützung ich brauche.
Wir sagen immer wieder in allen Vorträgen, in allen unseren Meetings,
sagen wir immer wieder, dass die Menschen fragen sollen, wenn sie helfen wollen.
Also, dass sie nicht einfach so uns mit dem Arm nehmen, über die Straße schieben
oder uns aus dem Bus mit dem Stock ziehen oder whatever.
Das sind jetzt Ideen von Blinden und Zimmern, die mir berichtet wurden, was denen passiert ist.
Also wir sagen immer wieder, dass wir gerne gefragt werden, kann ich Ihnen helfen
oder wie kann ich Ihnen helfen?
Und dann müssen wir natürlich auch lernen, zu definieren, was brauche ich jetzt
in diesem Moment und was ist das, wie viel brauche ich? Brauche ich jetzt viel
Hilfe? Brauche ich wenig Hilfe? Brauche ich an sich nur einen Anstupser?
Licht ist, Ampel ist grün, reicht mir das schon als Information?
Oder brauche ich noch jemanden, der mich über die Straße führt und sagt,
jetzt müssen Sie, wenn Sie dahin wollen, müssen Sie rechts gehen und so weiter.
Das heißt, ich glaube, dass das auch eine Entwicklung von uns als Betroffene
geworden ist, die immer mehr lernen, durch,
diesen Weg in der Gesellschaft, den wir mittlerweile gehen, den Menschen ohne
Behinderung oder vermeintlich sichtbare Behinderung oder die sogenannten,
sage ich immer, die sogenannten normalen Menschen.
Dass die Wir lernen, denen unsere ganz klaren Bedürfnisse zu benennen.
Und das ist enorm wichtig. Das ist das Allerwichtigste.
Das ist das Allerwichtigste nicht für Menschen mit Behinderung,
das ist das Wichtigste für den Menschen insgesamt.
Weil wir wissen ja, alle Menschen haben spezielle Bedürfnisse,
keiner ist gleich und der eine hat Stärken, der andere hat Schwäche und überall
brauchen wir irgendwo mal Unterstützung.
Und wenn wir gelernt haben, in dieser Gesellschaft als Mensch zu definieren,
welche Unterstützung wir brauchen, dann können wir gezielt fragen und fühlen
uns auch nicht überrannt, überrollt und übergangen.
Und das ist das, was für mich ganz wichtig ist. Und da glaube ich,
dass Desjardins vielleicht schon auch aufgrund seiner.
Lebenserfahrung, seiner politischen Erfahrung, seiner gesellschaftlichen Erfahrung
mittlerweile weiß, was tut mir gut und was brauche ich, um auf der Bühne als
Künstler weiterhin souverän dazustehen und nicht als Opfer.
Und hier ist der Punkt, uns wurde das ja auch ganz oft abgesprochen.
Also wir als behindert sozialisierte Menschen haben vielleicht auch oft erlebt,
wir haben das gesagt, aber andere nichtbehinderte Menschen wussten es besser.
Also über euch, ohne euch.
Und hier bin ich natürlich als Künstler in einer privilegierten Situation,
also ich als Danger Dance, weil die Leute wollen ja was von mir.
Die wollen ja, dass diese Person da auftritt.
Sie bringt einen gewissen Nutzen und da geht man bestimmte Kompromisse natürlich auch ein.
Als wenn ich jetzt einfach nur auf der Bühne des Lebens unterwegs bin und jemandem
sage, das funktioniert für mich nicht, dann werden sich manche den Weg des geringsten
Widerstandes suchen und denken, na gut, dann kann sie halt nicht teilhaben.
Also dann kommt sie halt hier nicht rein und dann funktionieren bestimmte Zugänge
nicht zu Krankenhäusern, zu Arztpraxen, zum Bildungssystem.
Also das erleben wir ja auch gerade, weil wir einfach diese Wirkmacht nicht haben.
Aber was du sagst, ist ein ganz wichtiger Punkt.
Ich sehe es jetzt zum Beispiel auch bei Elif. Ich bin großer Fan von Elif,
auch Musikerin, die sehr,
transparent macht, dass sie gerade eine schwere Depression hat,
hat auch gepostet zu ihrem Klinikaufenthalt und dass sie verschiedene Medikamente
erprobt, um aus dieser Depression wieder rauszukommen.
Das ist ja auch so ein Thema, was sehr schambehaftet ist, wo Menschen denken,
sie gelten dann gesellschaftlich als gescheitert.
Und ich beobachte das natürlich mit einer ganz großen Sorge,
weil ich mir auch vorstellen kann, was da für ein Druck drauf ist,
wenn eine Tour ansteht, wenn,
man gerade ein Album veröffentlicht, wenn man dann einfach auch vom Markt ganz
schnell runter ist, wenn man nicht performen kann, weil so eine Depression,
die frisst einen einfach auf.
Und ich bin ihr wahnsinnig dankbar dafür, weil sie einfach ab einem bestimmten
Punkt dann auch keine andere Wahl mehr hat. Was soll sie den Leuten da draußen
erzählen, was gerade ist, wenn gerade der...
Der schwarze Hund, wie man ja auch die Depression nennt, über sie gekommen ist
und einfach überhaupt nichts mehr in ihrem Körper ankommt von Lebensfreude.
Ich finde im Outing-Bereich, also die einen finden die Sendung nicht cool,
die anderen finden sie gut.
Das Tauschkonzert auf Also was da auch die Künstler,
also das kann ich nur jedem empfehlen, die Staffel mal zu gucken,
auch jetzt glaube ich, war es dieses Jahr mit Frieda Gold und auch dem Graf,
wie persönlich die Künstler da auch werden, wie intim sie auch werden und wie
viel sie da auch preisgeben.
Auch Frieda Gold hat ja eine ganz schwierige Zeit hinter sich und so weiter.
Die Sängerin von Frieda Gold, ich weiß jetzt nicht mehr genau, wie sie heißt mit Namen.
Aber das finde ich schon genial, weil wir dann auch diese Thematik,
gerade dieses Depression, diese Burnout, diese Überforderung,
dieses ständig im Rampenlicht stehen,
von Menschen, die künstlerisch oder populär unterwegs sind und das geht auch Politikern so,
und auch anderen Menschen, die in der Öffentlichkeit stehen,
Moderatoren und so weiter.
Da gibt es einige, die dazu stehen, auch Sportler, Fußballspieler oder Sportler,
bekannte Sportler, die sich dann langsam auch mal outen, langsam auch mal auf.
Das alles mal kundtun und dadurch auch diese Tabuisierung aufheben,
weil das ist leider dieser Druck, Der mediale Druck auch von diesen Menschen,
die in der Öffentlichkeit stehen, der ist enorm geworden.
Jeder Pups wird da analysiert, jedes Wort wird auf die Goldfarge gelegt.
Du bist kein freier Mensch mehr, du darfst nicht mehr sagen,
was du fühlst, was du denkst.
Da wird alles auseinandergepflückt von Politiker bis Prominenz und,
dass das manchmal auch dieser Druck, ständig erfolgreich zu sein,
ein Top-Album zu liefern, dich gegen tausende Millionen von Künstlern plus die
künstliche Intelligenz jetzt
noch durchzusetzen, die in den Charts ja mittlerweile auch dann dominiert.
Das ist schon wahnsinnig und diese Apparatur ist einfach auch heftig und die
Künstlerszene, gerade die Musikszene leidet ja auch gerade, wir lesen Konzertabsagen
und das nicht nur von kleinen.
Gabriel Kelly Künstlern, sondern wirklich von Vincent Weiss oder sonstigen Künstlern,
wo du sagst, boah, das ist ja krass, dass so einer ein Konzert absagen muss,
wegen zu wenig Tickets verkauft.
Also dieser Druck, der ist so enorm geworden.
Ich finde, gefühlt ist er höher und brutaler geworden für Menschen in der Öffentlichkeit als sonst.
Du bist durch diese sozialen Medien so ausgeliefert mittlerweile,
dass ich nachvollziehen kann, dass da einige unter Burnout, unter Depressionen,
unter Angstzuständen leiden.
Das finde ich nicht schön, aber das ist leider der Side-Effekt von Öffentlichkeit.
Ich muss mich gerade erinnern, weil du das gerade so wirklich auf den Punkt bringst.
Ich saß mal auf der Bühne zusammen in einer Podiumsdiskussion mit SportlerInnen,
MusikerInnen, mit dem Musikjournalist Markus Kafka.
Es ging um Suizidprävention, gerade auch um diese Ängste.
Der Sänger von Jupiter Jones war dabei, auch der Sportjournalist,
der über den Enkel geschrieben hat, der sich ja leider suizidiert hat,
weil im Fußball auch so ein immenser Druck ist.
Und wir haben versucht, auch in Buchprojekten genau diese Themen besprechbar zu machen.
Also mit den Prominenten selbst, die dazu schreiben wollten oder noch konnten,
zu ganz verschiedenen Facetten von Alltagsbelastungen. Das Buch heißt nicht
gesellschaftsfähig, Alltag mit psychischen Belastungen.
Aber auch mit Fachleuten und Betroffenen, die nur in Anführungsstrichen auf
der Bühne des Lebens stehen und eben nicht auf Bühnen vor Publikum.
Aber wenn wir das so sehen, wir sind ja alle auch vor Publikum unterwegs.
Also gerade als Mensch mit Behinderungen haben wir auch schon öfter darüber
gesprochen, sind wir immer auch nochmal anders angekommen.
Und performen wir auch immer nochmal anders als jemand ohne Behinderung.
Wir werden bewertet, wir bekommen unsere Wagen.
Wir werden auch gesehen und wir sehen die Leute nicht. Richtig.
Mittlerweile, das ist ja,
wenn ich in Luxemburg immer wieder höre, wie viele Leute mich kennen,
die ich nicht kenne oder die meinen Namen kenne, mein Gesicht kenne,
wenn ich irgendwo unterwegs bin, die dann irgendwann, ah, du warst mit Sascha
unterwegs und so weiter, dann denke ich mir so, Alter, ich muss,
sowieso bin ich schon jemand, der sowieso immer aufpasst, wie er sich aufpasst.
Wir nehmen dich nicht daneben, Sascha. Genau, ich habe noch vorhin erzählt,
dass ich bei der Luxair Workshops gebe, also Weiterbildungsmaßnahmen und ich
kann mich mittlerweile in den Flughafen, ich muss mich im Flughafen in Luxemburg,
der ist ein kleiner Flughafen, zwar ganz viele Mitarbeiter, aber
ich muss mich da mittlerweile benehmen. Also ich habe mich immer benommen.
Aber da kennen mich so viele Leute beim Namen und natürlich auch Toskana,
also du bist ja einfach sichtbar und ich finde das, ich habe da jetzt kein Problem,
weil ich sowieso jemand immer war, der sich draußen.
Mich siehst du draußen, egal wie viel ich feiere gehe, mich siehst du nicht
so besoffen, dass ich nicht mehr weiß, wie ich heiße und unter mich pisse.
Entschuldigung für den Ausdruck.
Das würde ich mir nie, nie, nie erlauben, weil ich a. nicht weiß, wer kennt mich und b.
Ist das gar nicht meine Art, davon abgesehen. Und ich kenne andere prominente
Leute, die auch in hohen Positionen waren, die ich dann getroffen habe auf Festivals,
die dann hochgradig besoffen waren, wo ich mir einfach gedacht habe,
wie kannst du das machen?
Wie kannst du mit deiner Position hier so torkelnd durch die Gegend laufen?
Wo ich gedacht habe, das kann doch nicht wahr sein.
Und das ist so, ja, und da hast du recht, wir sind dem noch mehr ausgeliefert,
weil wir ja auch nicht sehen, wer uns ansieht.
Das kommt auch dazu. Wir sehen gar nicht, wer beobachtet uns gerade.
Ich habe das früher immer so beschrieben wie ein Schaufenster.
Ich habe mich gefühlt, als ob alle in dieses Schaufenster hineinschauen,
wir aber nicht rausschauen können.
Gerade am Anfang meiner Erblendung hat mich das auch teilweise wirklich ein
bisschen paranoid gemacht. Irgendwann habe ich das auch abgelegt,
weil ich dachte, alle sehen ja immer alles. Also ich musste das dann auch erst lernen.
Manchmal stehen ja wirklich Leute die ganze Zeit am Straßenrand und gucken,
wie macht sie das jetzt mit dem Hund. Und alles wird dann irgendwie bewertet und kommentiert.
Manchmal kriegt es aber auch gar keiner mit. Und ich bin mir gerade hochnotpeinlich,
weil ich mich verlaufen habe oder keine Ahnung.
Ich erlebe es auch bei MEZFS. Also da habe ich auch ein sehr großes Vorbild.
Die Margarete Stukowski, das ist eine feministische Autorin,
die hat untenrum freigeschrieben und das Ende des Patriarchats hat sie auch
geschrieben und ist auch Kolumnistin bei Spiegel Online.
Die hat im ECFS seit einiger Zeit und postet sehr viel zu dem Thema auch auf Insta.
Und wenn das so bekannte Menschen machen, die eine Öffentlichkeitswirksamkeit
haben, dann fällt es mir auch viel leichter, bestimmte Formulierungen,
die sie schon gefunden hat, für mich auch zu adaptieren und merke, okay, das ist so krass.
Also wir haben manchmal wirklich diese tagelange Bettlägerigkeit,
das habe ich mir früher einfach nicht getraut auszusprechen,
wie drastisch das ist, um es Menschen auch begreiflich zu machen.
Ich habe immer um den heißen Brei herum geredet, keiner konnte sich es vorstellen.
Das hilft mir immens, wenn andere dann auch sagen, ich konnte jetzt wieder wochenlang
keine Freunde treffen, weil ein ECFS mich wieder hausgebunden hat. und ich,
Bin andererseits aber auch wieder auf dieser Bühne, denn wenn ich dann eine
gute Phase habe, dann bin ich dann mal draußen, dann sitze ich irgendwo,
dann kann ich mich vielleicht auch mal in einer Woche mit drei Leuten treffen,
immer mit ein, zwei Tagen Pause dazwischen.
Aber dann hat man auch wieder diese Bewertung, okay, die sieht doch gar nicht
aus, als ob die bettlägerig ist.
Und dass es aber alles dazugehört, genau wie ein Mensch mit Depressionen auch
vielleicht mal ein Eis essen gehen kann und vielleicht auch mal mit seinen Freunden
lacht, aber hoch suizidal ist in dieser Phase und nicht alleingelassen werden darf.
Das sind alles Facetten, die gehören dazu. Und das hilft wahnsinnig,
wenn Leute, die prominent sind, das in den sozialen Medien erklären.
Trotzdem sind die natürlich auch immer die Angegriffenen. Also derjenige,
der sich da sichtbar macht, liefert sich aus.
Das ist auch der Grund, warum in der Vergangenheit ganz viele Prominente das nicht gemacht haben.
Ich erinnere mich an Kim Fischer, die auch beim NDR Moderatorin ist.
Und die hatte mal so ein Zitat gedroppt quasi. Das ist mir lange in Erinnerung geblieben.
Früher hat man immer so gesagt, angeschossenes Vieh stinkt.
Und man hat diese Leute dann einfach nicht mehr gebucht. Wenn die irgendwie
gesagt haben, du, ich habe mit Panikattacken auf der Bühne zu tun oder dies, das, Ananas,
dann wurde die Person so ein bisschen wie gebranntmarkt abgeschrieben und man
hat die nicht mehr als vollwertig anerkannt in diesem Business.
Kennst du solche Mechanismen?
Ja, die Geschichten kenne ich auch. Das war früher der Fall.
Heute bin ich, das ist zwar dramatisch eine Entwicklung der Gesellschaft,
Aber ich glaube, dass es heute leider zu wenig Menschen gibt.
Die keine Belastung mehr haben. Und deshalb wird es schwierig,
wenn sie die Belastungen, die,
ihre Herausforderungen kundgeben, wenn sie die jetzt nicht mehr buchen,
dann haben wir ein Problem, dann haben wir nicht mehr genug Leute.
Weil ich glaube, dass ganz viele mittlerweile in dieser Gesellschaft mit all
den Belastungen, die es gibt, mit all den Chemikalien, die,
in die Luft gepasst, gepumpt werden, all dem, was wir in unserer Ernährung mitfressen
und nicht wissen, was da drin ist.
Ich habe jetzt noch irgendwie gelesen, dass in Belgien oder in Frankreich ist
aufgefallen, dass das aufhört.
Ich weiß nicht, wie viel Eier kontaminiert waren von Hühnern, die freilaufen.
Oh no, ich wollte mehr Eiweiß essen. Ja, von Hühnern, die freilaufen.
Wenn ich das dann so lese und denke mir, was macht das alles mit unserem Körper,
mit unserer Psyche, mit unseren Seelen?
Und dann diese ganzen Ängste, die verbreitet werden von der Politik,
von der Gesellschaft, diese ganzen Bedrohungen, die man unterschwellig mitbekommt.
Also ich glaube mittlerweile, dass die ganze Gesellschaft und ich bleibe dabei,
alle ein spezielles Bedürfnis hat, auf ihre Art und Weise auch irgendwelche
Herausforderungen hat, dass wir mittlerweile keine 15 bis 20 Prozent Menschen
mit Beeinträchtigung haben.
Ich nehme ganz bewusst den Begriff Beeinträchtigung, weil Behinderung ist was anderes.
Zuerst haben wir die Beeinträchtigung und die Beeinträchtigung in der Gesellschaft
behindert uns und deshalb mache ich da einen Unterschied.
Ich bin der Meinung, dass wir 100 Prozent Beeinträchtigungen haben,
weil jeder irgendwo eine Herausforderung hat und die Gesellschaft behindert
diese 100 Prozent auf diversen Art und Weisen.
Wenn wir wirklich mal ein bisschen in der Gesellschaft rumgucken,
dann merken wir, dass viele Menschen viel mehr belastet sind,
als wir uns das zugestehen wollen und auch zugestehen können.
Ja, und das ist das, was dramatisch ist, aber auf der anderen Seite natürlich
auch wichtig, dass darüber gesprochen wird, dass geoutet wird,
dass die Menschen sich aber auch schützen können. Also auch da gilt wieder,
ich komme wieder zurück zu unserem ersten Punkt.
Dieses Empowern, dieses Wording, dieses Präsentieren, öffentlich sein,
auch da müssen Menschen, die sich outen lernen, gelernt bekommen,
wie kann ich mich denn auch jetzt gegen diese,
Ja, Diskriminierung würde ich jetzt nicht sagen direkt, aber gegen dieses Negative,
was mir dann entgegenkommt, es kommen ganz viele Positive, aber es kommt auch
Negatives. Wie kann ich mich dagegen schützen, dass das nicht so an mich rankommt?
Dass das dann alles jetzt, ich nenne jetzt mal nochmal Dejardin,
vielleicht wird dann irgendein Fehltritt von ihm direkt auf seine Sehbehinderung
runtergeschraubt, was nichts damit zu tun hat.
Aber die Leute finden dann irgendwas, ein Haar in der Suppe und dann ist es,
die Sehbehinderung. Der ist jetzt wegen seiner Sehbehinderung das und das.
Und da müssen wir einfach gucken, dass die Menschen auch ganz klar stark genug
sind, um da drüber zu stehen und zu sagen, LMRA.
Das ist sehr schön. Wir wissen alle, was das heißt, Sascha. Ich finde auch im
Alter, also Alter spielt ja auch wirklich eine große Rolle und Menschen,
gerade dieser Generation, haben auch nicht gelernt, so Dinge auszusprechen.
Nee, nee, ich komme schon klar. In Ihrem kleinen stillen Kämmerlein leiten Sie vor sich hin.
Ich sehe das bei meiner Mom mit ihrer Parkinson-Erkrankung. Und die schaut jetzt
auch, welche Prominenten outen sich mit Parkinson, outen sich vielleicht auch
mit einer Krebserkrankung.
Wie gehen die damit um?
Müssen die sich jetzt verstecken und vergriechen? Jeder Mensch ist ja auch anders.
Aber dass man auch alte Menschen, bloß weil sie alt sind, sind sie ja nicht
abgeschrieben. Wir werden alle hoffentlich alt.
Dass man auch zeigt, hier wird in der Öffentlichkeit auch mehr drüber gesprochen.
Man hat viele Jahre, die man noch gestalten kann und auch mit einer Behinderung
und vielleicht auch, wenn man sogar teilweise nicht mehr so aktiv sein kann,
in Anführungsstrichen ein Pflegefall ist.
Die Leute haben immer so wahnsinnig Angst vor diesem Thema Pflegefall und haben
keine Vorstellung davon, wie kann ich, auch wenn ich viel liegen muss,
wenn ich nicht mehr so viel raus kann, wie kann ich dann trotzdem mein Leben gestalten?
Da wird so ein Bild gemalt und die prominenten Gäste, die das betrifft,
sind dann nicht mehr sichtbar.
Wenn die sich aber zeigen, ich habe jetzt auch ein Interview gehört,
ich bin jetzt nicht der große Reinhold Messner-Fan, aber ich hatte den auch
mal im Interview, das war einer meiner ersten Interviewgäste,
der ist jetzt über 80 und ist bei Hotel Matze zu Gast gewesen,
Podcast, den ich auch oft höre, mit seiner...
Mit seiner etwas jüngeren Frau. Die haben ein Buch zusammengeschrieben und er
redet wirklich sehr, das hat mir gut gefallen, sehr ehrlich übers Alter.
Da sind wir auch wieder beim Beweisen, dass er sich da jetzt nichts mehr beweisen
muss oder kann, weil der wird nicht mehr die höchsten Berge besteigen.
Das macht was mit ihm. Er möchte anderen alten Männern auch wirklich Mut machen.
Dieses Alter anzunehmen und andere kreative Wege zu finden und da auch ehrlich
mit zu sein, was das für Gefühle macht.
Und das hätte ich jetzt von so einem Stiesel, wie ich den auch eingeschätzt habe, nicht gedacht.
Also das finde ich auch einen wertvollen Impuls. Und auch da ist es wie mit der Behinderung.
Irgendwann muss man lernen, sie zu akzeptieren. Ich habe irgendwann,
meine Mutter war, glaube ich, 58, warte, lass mich mal kurz rechnen, 13, 14 Jahre zurück.
Sie wäre, sie würde jetzt 54 werden, 53, 14 Jahre zurück. Also sie war 59,
58. Irgendwann habe ich sie gesagt, wann fängst du mal an, altersgerecht zu leben?
Und dann ging sie in irgendeine, bei uns nennt man das Amipera,
wie man das in Deutschland nennt, so einen Verein, wo viele ältere Menschen
zusammenkommen und die dann Spiele machen, Ausflüge und so weiter.
Und dann hat sie meinen Stiefvater kennengelernt, der zehn Jahre älter ist und
dann haben sie geheiratet.
Gut, so hatte ich das dann damals nicht gedacht. Aber ich habe mir auf den Weg
gegeben, mal altersgerecht leben soll, akzeptieren, dass sie mit 59 kein junger
Sprinker mehr ist, sondern einfach ihrem Alter angepasst leben und das sie nicht mehr leisten muss.
Sie kann, aber sie muss nicht. Und das ist genauso das mit unserer Behinderung.
Wir können, wir müssen aber nicht.
Wir dürfen unsere Behinderung lernen zu akzeptieren. Ich habe jetzt noch mit
einem blinden Kollegen zu tun, der jetzt erblindet so langsam,
Vater von einem Kind und so weiter.
Und ja, und mit dem bin ich auch dabei.
Wir haben uns kennengelernt beim Goalball vor fünf Monaten, hat sich eine Freundschaft
entwickelt und er hat zu mir gesagt, ja, meine Art und Weise hätte ihn imponiert,
weil er gelernt hätte, durch mich einfach das Ganze etwas anders zu nehmen und
nicht als Angst vor der Zukunft.
Und er wechselt jetzt den Job in drei Monaten und so weiter. Also finde ich cool.
Und das ist wichtig, dass wir lernen, das Alter zu akzeptieren und so Beeinträchtigungen
zu akzeptieren, auch mal eine
Depression zu akzeptieren und auch so Wege suchen, um da rauszukommen.
Also ich finde das, finde ich sehr wichtig, dass wir das lernen und dass wir
vielleicht auch Wege finden, das zu lernen.
Leider gibt es da zu wenig Unterstützung, weil wir haben Mangel an Unterstützungsmaßnahmen,
für diese Wege zu gehen, Coaches, Psychologen, Psychotherapie und so weiter.
Das brauchen einige Menschen, es ist aber verdammt schwierig, das zu kriegen.
Das finde ich schwer und das finde ich sehr traurig, weil es könnten mehr Menschen
golfen werden, wenn sie rechtzeitig, frühzeitig auch die Unterstützung kriegen
würden, die sie brauchen.
Und wir haben ja auch mal eine Folge gemacht zur Behinderungsverarbeitung.
Das ist auch ganz am Anfang gewesen. Das ist auch immer so ein Punkt,
den man sich bewusst machen darf.
Natürlich werden wir behindert. Das ist das soziale Modell von Behinderung.
Aber wir haben natürlich auch eine Behinderung. Und wir durchlaufen ganz verschiedene
Prozesse. Wir sind nicht gleich vollständig bei der Akzeptanz angekommen.
Und da gibt es verschiedene Modelle. Die hatten wir auch besprochen.
Natürlich verarbeiten wir nicht nach Modell. Wir sind ja keine Maschinen.
Aber die geben so ein bisschen Orientierung, wie sich das vollzieht,
wenn man eine Behinderung erwirbt oder auch eine chronische Erkrankung.
Was man da von Schock bis Ablehnung, bis Trauer, bis wieder Neuorientierung erleben kann.
Und andere bewegen sich so zwischen Pendelfasen, also zwischen ich akzeptiere,
aber ich bin auch zurückgeworfen und bin dann auch sehr traurig über diesen Verlust.
Also, dass wir immer alle so tun, dass wir über allem stehen müssen,
das finde ich auch extrem unrealistisch. Es gibt auch dieses Kaleidoskop-Modell,
wo einfach ganz viele Farben und Facetten von Verarbeitung gezeigt werden.
Das kommt eigentlich aus der Trauer.
Und da komme ich auch wieder auf Danger Dan. Er hat ja in der zweiten Strophe
so eine Zeile wie, also so eine Nachtmetapher, wo auch einige Personen gesagt
haben, na ja, aber ich möchte da dagegen sprechen.
Es ist ja nicht so, dass wir in der Nacht ankommen. Ich glaube,
das hat er gar nicht gemeint als Blindheit, dass für ihn irgendwann die Nacht
auf ihn wartet, sondern das hat er eigentlich so lebensphilosophisch gemeint,
im Zusammenhang mit Vergänglichkeit.
Wir wissen ja alle, dass das Leben vergänglich ist. Und was er mit dem Song
ja sagen will, ist, dass es hier so schön ist.
Er hätte das sonst alles nie gesehen. Also da steckt ja auch sehr viel Positivität drin.
Und natürlich auch eine Angst. Angst vor Erblindung, das kann auch alles im
übertragenen Sinne verstanden werden. Aber was er auch sagen wollte,
wir sind uns ja alle der Tatsache bewusst, dass wir,
vergänglich sind und deswegen ganz bewusst auch das Leben zu atmen und auszutrinken,
das ist, glaube ich, auch eine wichtige Botschaft in diesem Song.
Absolut, die kann ich auch nur unterstreichen. Ich finde, das ist ein sehr schönes
Schlusswort für unsere Episode, das Leben zu atmen und zu genießen.
Sollten wir noch viel mehr machen, ist mir auch bewusst geworden, als meine Mama am 17.
Juli von uns gegangen ist, Einfach nochmal bewusst zu sein, was Leben eigentlich
bedeutet. Also wie viel Leben wert ist und wie schnell es auch ausgehen kann.
Wie schnell das Licht ausgehen kann.
Wir haben am Donnerstag, am 16. noch miteinander gesprochen.
Wir wollten uns noch samstags treffen. Freitags ging das Licht aus. Ja.
Ich habe eine Bekannte, die jetzt drei solche Menschen verloren hat,
mit denen sie noch Termine hatte und die sind kurz vorher, ehe die Termine stattgefunden
haben, sind die einfach von uns gegangen und das macht ihr zu schaffen,
weil das jetzt dreimal hintereinander passiert ist, inklusive meiner Mutter.
Und ja, also das Leben atmen und versuchen jeden Tag für sich selber in seiner
Möglichkeit das Beste draus zu machen.
Ich finde das ein schönes Motivation, gerade für die Zeit, die jetzt kommt,
wo viele Menschen, gerade diese November-Dezember-Zeit, wo es vielen Menschen
nicht so gut geht, diese dunklere Zeit, diese etwas schwierigere Zeit.
Und einfach wünsche ich diesen Menschen alle, die draußen tagtäglich mit ihrem
Schicksal, mit ihrem Leben kämpfen, hadern, sagen,
dass sie sich vielleicht schöne Momente raussuchen, sei es mal einen wunderschönen
Tag, wo die Sonne scheint, der goldene Herbst uns kitzelt an der Nase,
die Sonne uns beläschelt und die Bäume, die Farben verändern und so weiter, alles das.
Oder auch irgendwie gucken, wie kann ich mir einen schönen Moment kreieren.
Weil das sind, glaube ich, die Momente oder entweder alleine oder mit jemandem
zusammen, weil das sind die Momente, wo wir Adrenalin kriegen,
wo wir einen Schub kriegen, wo wir positive Energie kriegen,
die gerade die Menschen, die jetzt in der dunkleren Zeit,
etwas zu kämpfen haben mit sich.
Mit dem Leben, dass die vielleicht Motivation kriegen.
Ich schicke das jetzt einfach mal so raus, weil mir das gerade passend erschien.
Nehmen wir sehr gerne als Geschenk, Sascha. Und ich möchte euch auch den Rat,
ist immer ein schwieriges Wort, aber so das Geschenk mitgeben.
Manchmal nur von halbe Stunde zu halbe Stunde denken. Wie kann ich mir jetzt
die nächste halbe Stunde schön machen?
Was kann jetzt helfen, vielleicht diesen düsteren Gedanken zu überbrücken?
Und die nächste halbe Stunde sieht dann vielleicht schon wieder ganz anders
aus. Und wir sind gegenseitig füreinander da. Und ich danke euch für euer Ohr
bei dieser vielleicht nicht ganz leichten, aber doch beschwingenden Folge.
Absolut. Herzlichen Dank dafür. Feedback gerne an sonntagtrifteagle at inclusate.com
stehen in unseren Shownotes.
Wir werden definitiv das Video, ich denke mal, dass da ein Video rausgekommen
ist von Dejan Dan mit dem Song.
Wir werden auch sein Instagram hier vernetzen und du wirst sicherlich noch den
ein oder anderen coolen Link für uns parat haben.
Für die Ausgabe Jennifer Sonntag. Vielen Dank für deine Zeit für heute.
Ich weise gerne darauf hin, dass wir ab dem Ab dem letzten Sonntag schon, also ab dem 11.
Oktober, eine neue Serie gestartet haben, nämlich der Verband der pflegenden
Eltern ist bei uns für ein Jahr zu Gast.
Und das, weil am 24. Oktober 2026 der zweite Tag der pflegenden Eltern stattfindet.
Und wir haben uns überlegt, dass es ein One-Shot nicht wert ist,
sondern wir wollen ein ganzes Jahr, alle zwei Monate mit diesem Verband über
Probleme diskutieren, die pflegende Eltern haben.
Was passiert, wenn mein Kind 18 wird, heißt die nächste Folge.
Ganz dramatisch, was da in Deutschland abgeht, was die Eltern da für Probleme haben.
Ich möchte gerne auf diese Serie hinweisen. Pflegende Eltern bei uns zu Gast.
Susanne Zellmer wird unsere Gästin sein am 24. Oktober. Und dann geht es weiter
Dezember, Februar, April, Juni, August.
Und dann wieder am Oktober, weil dann ist ja nächstes Jahr schon der dritte
Tag der pflegenden Eltern. Ein wichtiges Thema, welches wir uns beim Eagle Podcast annehmen.
Und dir gebe ich Rendezvous, wie man sich sagt. Ich gebe ja ein Rendezvous.
16. November 2000, nee, 15. November, Entschuldigung, der 15.
November 2026 sind wir wieder da mit Sonntag trifft Igel. Bis dann,
mach's gut, liebe Jenny. Bis dann, ciao, ciao.
IGL. Inklusion. Ganz einfach leben. Wird dir präsentiert von Inklusator.
Infos zum Inklusator und weitere Folgen findest du unter www.igelmedia.com.
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