Neben Aufregern brauchen wir auch immer den guten Ton – Musik liegt in der Luft
Sonntag trifft IGEL – der Sonntagstalk mit Jennifer Sonntag und Sascha Lang
21.06.2026 64 min Sascha Lang & Jennifer Sonntag
Zusammenfassung & Show Notes
Neben Aufregern brauchen wir auch immer den guten Ton – Musik liegt in der Luft
Sonntag trifft IGEL – der Sonntagstalk mit Jennifer Sonntag und Sascha Lang
Musik verbindet Menschen. Musik weckt Erinnerungen, schafft Emotionen und kann Brücken bauen, wo Worte manchmal nicht ausreichen. In der aktuellen Ausgabe von „Sonntag trifft IGEL“ sprechen Jennifer Sonntag und Sascha Lang passend zum Internationalen Tag der Musik über die Kraft von Klängen, Melodien und Begegnungen. Dabei geht es nicht nur um Lieblingssongs und musikalische Erinnerungen, sondern auch um die Frage, wie Kultur für alle zugänglich werden kann.
Musikfestivals und kulturelle Veranstaltungen sind Orte der Begegnung, Vielfalt und Teilhabe. Doch noch immer erleben viele Menschen mit Behinderungen Barrieren beim Zugang zu Konzerten, Festivals und Veranstaltungen. Deshalb werfen Jennifer und Sascha auch einen Blick auf positive Entwicklungen und Initiativen, die sich für mehr Barrierefreiheit im Kulturbereich einsetzen.
So sprechen sie unter anderem über das weltgrößte Treffen der Schwarzen Szene, das Wave-Gotik-Treffen in Leipzig, das Jahr für Jahr tausende Menschen aus aller Welt zusammenbringt. Weitere Informationen gibt es unter Wave-Gotik-Treffen. Ebenso wird die wichtige Arbeit der Initiative Barrierefrei Feiern thematisiert, die sich bundesweit für barrierefreie Kulturangebote und inklusive Veranstaltungen engagiert. Mehr dazu unter Initiative Barrierefrei Feiern. Auch das Hurricane Festival zeigt, dass große Festivals zunehmend auf Themen wie Barrierefreiheit, Awareness und Teilhabe setzen. (Hurricane Festival)
Natürlich bleibt auch Raum für persönliche Geschichten, musikalische Erlebnisse und die Frage, warum wir neben den vielen gesellschaftlichen Aufregern immer wieder den guten Ton brauchen. Eine Folge über Kultur, Inklusion, Begegnung und die verbindende Kraft der Musik. Denn Musik kennt keine Grenzen – wenn wir die Barrieren abbauen.
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Podcast „IGEL – Inklusion Ganz Einfach Leben“
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Transkript
Mit eurem Inklusator, Sascha Lang.
Es ist Sonntag, der 21.06.2026. Das ist weltweit, europaweit.
Fest der Musik, Fête de la Musique. Und es ist der dritte Sonntag im Monat.
Das bedeutet, Sonntag trifft Igel. Bühne frei für Jennifer Sonntag.
Im Gespräch nun mit mir. Wir sprechen über Feedback der letzten Episode und
natürlich über Musik. Was macht Musik mit uns, für uns?
Und wie beeinflusst Musik uns? Das hören wir in dieser Episode.
Mein Name ist Sascha Lange, ich bin euer Inklusator. Herzlich Willkommen.
Der Titel dieser Episode verrät das vielleicht? Die Musik im Hintergrund definitiv.
Gestartet haben wir mit unserem kleinen Intermezzo John Miles. Music.
Es geht heute definitiv um Musik.
Es ist der 21. Juni 2026 Internationales Fest der Musik und es ist der dritte
Sonntag im Monat. Und das heißt Sonntag trifft Hegel.
Herzlich willkommen, du liebe Jennifer Sonntag, die heute Morgen bei der Aufzeichnung
etwas irritiert ist. Warum?
Es hat diesmal keine behindertenpolitischen Gründe. Oh.
Nein, nein. Aber auch Gründe. Und die sind für mich jetzt gerade nicht so angenehm.
Ich habe nämlich meine Kopfhörer verbummelt, Sascha.
Und ich habe gewusst, irgendwann kommt der Tag, da wird das passieren.
Deswegen habe ich mir Ersatzkopfhörer schon bereitgelegt in so ein schönes Samtsäckchen.
Ich wusste, irgendwann werde ich die brauchen. Und jetzt habe ich die im Ohr.
Und das kennt ihr vielleicht da draußen, wenn ihr so Technik nutzt.
Oder auch einfach nur Musik hörendes seid.
Irgendwie ist das fremd, wenn man was anderes benutzt. Und so geht es mir gerade.
Ich klinge für mich selber anders. Meine Ohren müssen sich an diese Stöpsel gewöhnen.
Ich höre Sascha auch ein bisschen anders. Und demzufolge bin ich vielleicht
ein bisschen verunsichert beim Reden und muss mich da selber austricksen,
was meine neue Ohrtechnik hier betrifft. Also, ach Leute, und wenn einer mir
sagen kann, wo ich meine Kopfhörer hingelegt habe.
Bitte schreibt an, Sonntag trifft Igel, erzähl. inklusator.com,
wo liegen diese Kopfhörer?
Das ist natürlich, wenn es jetzt diese Wireless-Kopfhörer wären und du hättest
sie in deiner Wo-ist-App, dann könntest du drauf klicken und dann würden sie
piepsen, aber tun sie natürlich leider nicht.
Die Frage, die ich mir stelle, ist, du hast das manifestiert.
Du hast gesagt, ich lege mir schon Kopfhörer bereit, falls ich mal meine verliere.
Das heißt, du hast es schon vorausgesehen.
Glaubst du an sowas, dass man das manifestieren kann?
Ähm, nee. Aber ich glaube, dass wir behinderten Menschen oder blinden Menschen oft
sehr umsichtig sind und manchmal ein bisschen eine Schleife noch mehr denken
müssen und so Eventualitäten einplanen müssen. Und das hat so lebenspraktische Gründe.
Das beobachte ich manchmal so an Mitmenschen, die keine Behinderung haben,
die donnern so in Situationen rein, wo ich vorher schon so dreimal mitgedacht
habe. So was ist, wenn jetzt einer den Schlüssel vergessen hat oder wenn jetzt
einer dies und das macht.
Und das hat sich als positiv erwiesen, weil wir ja vielleicht nicht so auf Kult
zurückgreifen können wie jemand, der sehen kann oder der auf alle Optionen zurückgreifen kann.
Und deswegen bin ich so eine personifizierte Vorsichtsmaßnahme.
Maßnahme. Aber es gibt doch jetzt die Apps, so wie, ich weiß nicht,
Be My Eyes, Seeing the Eye oder, wie heißt die andere noch, die Screebit,
die aus dem Apple-Store geworden ist. Scribe Me.
Scribe Me, genau. Die finden doch alles. Hast du das schon mal mit der probiert
oder hast du morgen keine Zeit gehabt?
Ich glaube, sie kann nicht in Schränke gucken. Also es muss irgendwas sein,
was zum Glück kann die nicht in meine Schränke... Ach, ist die aus dem Apple-Store geflogen?
Die Screamy ist scheinbar aus
dem App-Store geflogen. Keiner weiß genau warum, aber sie arbeiten dran.
Ja, schade. Achso, ich dachte, es hätte was mit Apple jetzt und du meinst jetzt
generell aus dem App-Store ist die raus.
Ich glaube, dass Apple sie rausgeschmissen hat aus irgendeinem Grund.
Die Macher konnten noch nicht genau erklären, warum. Wir warten mal drauf, was da passiert ist.
Ich durfte die ja testen und dann war das über der Zeitraum abgelaufen.
Der hat mich nicht wieder angefasst. Aber ich glaube, die hätte mich jetzt nicht gerettet.
Ist natürlich eine große Hilfe, wenn einem was runterfällt oder so.
Offensichtlich auch für die App, offensichtlich irgendwo am Boden liegt.
Dann wäre das cool. Aber da hätte es glaube ich auch meinen Hund schon hergebracht.
Also der findet auch immer Dinge, obwohl es eigentlich kein Suchhund ist,
ist mir der Blindenführhund da auch manchmal, wenn mir was runterfällt,
irgendwie so eine nette Klingelhilfe.
Nee, das muss irgendwo verborgen sein im Schrank. Ich glaube,
da können so eine Apps auch noch nichts machen.
Oh, da muss ich meinen Hund noch ein bisschen ausbilden. Ich habe nämlich gestern
den Staubsauger-Roboter gesucht.
Der ist einfach groß. Ja, aber den habe ich auch nicht gefunden.
Der hatte sich unter der Couch versteckt.
Das ist ja schön, das ist fiesig, siehst du, naja, und sowas würde da wahrscheinlich
so eine App auch nicht sehen, wenn es irgendwo drunter oder irgendwo drin ist oder so, ja.
Okay, lass uns jetzt nochmal ganz kurz zu etwas, zum Aufreger des Monats kommen,
bevor wir uns dann mit der Musik beschäftigen.
Kopfhörer, die Qualität ist ein bisschen anders als sonst, muss ich zugeben, merke ich gerade.
Aber wir werden uns durchbackern, liebe Zuhörer, verzeiht uns,
wir werden es verbessern.
Die Kopfhörer werden bis zur nächsten Ausgabe wieder da sein.
Ich weiß es, ich habe da völliges Vertrauen in unsere Jennifer Sonntag.
Sie wird die Bude auf den Kopf stellen und im schlimmsten Fall wird sie den
Hund auf den Arm nehmen und mit dem Hund durch das Ding, bis sie den gefunden hat.
Ich weiß, wie sie das macht, ich sehe das schon vor mir.
Und im allerschlimmsten Notfall wird dein Freund dir helfen, definitiv.
Oh nee, der blickt in meinen Schränken am allerwenigsten durch,
ich glaube. Ach so, okay, der ist dann überfordert.
Total. Also die Abgründe eines Schrankes einer Jennifer-Sonntag, keine Chance.
Das wird dann mal ein Thema sein, wenn wir die Markierung haben,
wie sagt man das, da gibt es ja immer so eine Markierung bei Podcasts,
anrüstig oder wie heißt das? Ah ja, stimmt.
Ich weiß ja, da denkt man immer, hier geht es jetzt um vergaute Themen oder
so. Richtig, manchmal ist es gar nicht so.
Nee, ist gar nicht so, da frage ich mich, wo kommt das her, also woran machen die das fest?
Ich habe bei Apple auch so eine gehabt in der Episode oder eine Zeit lang auch
so ein Häkchen dabei und ich wusste nicht, ob das vielleicht von der Politik
so gemacht wurde, dass das so gekennzeichnet wurde, weil wir uns sehr viel über die Politik aufregen.
Keine Ahnung, warum das dann in meinem Podcast auch so war, weil Barbara,
wie heißt sie, Barbara Schöneberger, wenn die ihre Rhabarber-Sendung da immer
hat mit ihren Partnern, kommt es auch manchmal vor, dass diese Kennzeichnung ist.
Ja, kann sexuelle Inhalte enthalten, steht dann irgendwie in der Erklärung dabei.
Also definitiv, wenn ihr das bei uns seht, wir haben keine sexuellen Inhalte.
Wir waren noch nicht im Schrank von Jennifer Sonntag. So, wir gehen jetzt mal
zum Thema, zu einem Aufreger des Monats.
Und zwar haben wir angedeutet in der letzten Ausgabe das Bundesverwaltungsgericht,
nee, Bundesgerichtshof-Urteil.
Eine blinde Frau wollte nach ihrer Knie-OP in eine Reha gehen.
Sie hat auch die Zusage bekommen, ist auch angereist und wurde dann sitzen gelassen,
sozusagen im Warteraum und es wurde ihr mitgeteilt, du kommst hier nicht rein,
du darfst hier nicht rehabilitiert werden, weil du bist blind.
Du hast hier keine Möglichkeit, dich alleine zu bewegen.
Du könntest, weil du alleine unterwegs bist, Menschen, die auch mit dem Knie
operiert sind oder nicht so gut stabil sind, umwerfen und so weiter.
Also Argumente herbeigezogen, die fatal waren.
Die gute Frau ist dann nach Hause gegangen, hat geklagt bis vor das Bundesgerichtshof.
Geht auch jetzt, glaube ich, wenn ich richtig verstanden habe,
bis zum Verfassungsgericht.
Sie wurde abgelehnt. Also die Klage wurde abgelehnt bzw.
Die Klinik hat Recht bekommen. Mit der Begründung, wenn ich das richtig gelesen
habe, du kannst mich korrigieren bitte, mit der Begründung, dass an sich nicht
die Klinik für angemessene Vorkehrungen zu sorgen hat, sondern der Staat ist.
Es war auf jeden Fall ein Thema, was mich unfassbar getriggert hat,
weil mir das, und ich habe es nachgerechnet, vor zehn Jahren mit mehreren Kliniken
von insgesamt fünf Trägern genauso ging.
Und ich habe natürlich damals sehr, sehr viel geschrieben. Ich habe im Fernsehen
darüber gesprochen. Ich habe mich an Studien beteiligt.
Ich habe in Arbeitskreisen gesessen. Also mich immer wieder auch mit meiner
Geschichte, in Anführungsstrichen, nackig gemacht, weil das ist ja auch eine Geschichte,
die man nicht immer wieder gern erzählt, weil man auch immer wieder natürlich
über Diagnosen spricht und Sachen, wo ich so denke, das ist nichts,
was ich in der Öffentlichkeit immer wieder auch diskutieren möchte.
Ich habe das gemacht, weil ich natürlich für mich und für andere was verbessern
wollte und bin auch in Mailinglisten gewesen gewesen.
Eine davon heißt Reha-Rat. Ich habe immer wieder auch von solchen Zellen gehört.
Ja, blinden Menschen, die gesagt haben, ich komme in diese und jene Klinik nicht
rein. Die begründen das so und so.
Und jetzt war das für mich erschütternd und für viele andere von euch auch.
Deswegen gab es da auch nochmal eine ganz große Welle, Diskussionen.
Ich habe auf Social Media, auch auf Insta nochmal einen Beitrag geschaltet,
auch mit ganz vielen Reaktionen und Feedbacks sogar ein Like bekommen von den
Schauspielern, von den Filmen, als wäre es leicht.
Wo wir uns so gefreut haben, dass wir endlich auch echte blinde Schauspieler vor der Kamera haben.
Also auch Ypsilon, die Tabianer, wo ich so denke, das ist ein bekanntes Thema
und viele blinde Menschen wissen darüber Bescheid.
Und wir haben es noch nicht gedreht gekriegt. Und es ist in diesem Land möglich
und legitim, dass Kliniken sagen, nein, wir behandeln hier keine gründen Menschen.
Es wird dann sowas argumentiert wie, also ich habe die Argumente ja über Jahre gesammelt.
Mit mir selber sagte man, sie finden sich ja nicht zu den einzelnen Therapiestationen.
Wir haben hier Treppen im Haus. Das ist schwierig, wenn wir uns da runterfallen. Wer bezahlt das?
Dafür haben wir kein Personal und dafür haben wir auch gar kein Therapieprogramm.
Also das ist einfach für sehende Menschen ausgerichtet. Und orthopädische Patienten
haben oft das Argument gehört, hier sind alle frisch operiert.
Und wenn sie da als Blinde reinlaufen, dann schädigen sie natürlich die frisch Operierten.
Aber dass die blinde Person selber auch unversorgt bleibt und natürlich in eine
gesundheitliche Abwärtsspirale gerät, weil sie nicht versorgt wird und dann
immobiler wird, das ist denen dann an der Stelle vollkommen egal.
Da ist mal ein Patient zweiter oder dritter Klasse.
Und es ist ja für viele von euch für uns ein Riesenskandal und gut,
dass da weiter rangeblieben wird und dass da jetzt der nächste Schritt gegangen wird.
Vor allem ist das Urteil paradox, weil es in eine Zeit fällt,
wo der Staat, der ja hier von dem Gericht in die Verantwortung genommen wurde
und die Pflicht genommen wurde, wo der Staat hingehen will und die Eingelehnungshilfe,
die persönliche Assistenz und whatever kürzen will.
Und jetzt sagt hier ein Gericht, du kannst gerne in die Klinik gehen,
aber du bringst bitte deine Assistenz mit.
Jetzt frage ich mich dann natürlich auch in Bezug auf die Krankenkassen,
dass da keine Reaktion kommt, weil wenn ich eine Assistenz mitbringe,
muss die ja bezahlt werden. Die braucht auch ein Zimmer, weil im Endeffekt ist
es ja keine Rehabilitation, wenn meine Assistenz bei mir im Zimmer schlafen muss.
Die ist 24 Stunden bei mir, die kann natürlich auch schlafen.
Aber was macht sie in der Zeit, wo ich in der Therapiestunde bin?
Was macht sie in der Zeit, wo ich nichts zu tun habe?
Ich habe mich vor kurzem, das Interview wird nach unserem Interview erscheinen,
mit Anke Fritz unterhalten. Sie ist Leiterin einer psychiatrischen Reha-Klinik.
Und zwar ging es da um soziale Selbstverwaltung.
Und wir haben natürlich, wenn ich dann natürlich so eine Person im Interview
habe, traue ich mich natürlich auch mal auf dieses Thema zu sprechen zu kommen
und habe sie dann auch gefragt, wie sie das Urteil gesehen hat.
Und sie sagt definitiv, dass wir da in Deutschland ganz weit hinten dran sind
und dass es an sich sie der Überzeugung ist, dass.
Der Staat oder dass die Finanzierung so gestrickt sein soll,
dass in den Reha-Kliniken Assistenzmöglichkeiten geboten werden,
also dass da Personal zur Verfügung steht.
Weil der Vorteil ist natürlich, wenn ich in der Reha-Klinik eine Assistenzperson
zur Verfügung habe, dient die nicht nur der Blinden oder der Gehörlosen oder
der Rollstuhlfahrenden Person, sondern sie kann ja mehrere Personen begleiten.
Der eine geht um 17 Uhr dahin, um 17.30 Uhr dahin.
So, das ist so ein bisschen wie bei der Deutschen Bahn mit der 3S-Zentrale.
Da ist ja, die Einsatzkräfte sind ja nicht nur für eine Blinden da,
sondern die sind wirklich für alle Menschen mit Mobilitätsbeeinträchtigung da
und haben dann sozusagen ein Timetable, ein Zeitplan, wo sie dann ihre Einsätze fügen können.
Das heißt, nicht eine Person wird engagiert für 24 Stunden mich zu begleiten,
sondern es ist eine Person oder vielleicht auch zwei Personen mit Backup, die...
Ich sage jetzt einfach mal drei, vier, fünf Personen begleiten und die sogar
auch Menschen, die vielleicht auf den ersten Blick gar keine direkte Behinderung
haben, auch unterstützen könnten.
Also im Endeffekt haben wir hier mit dem Urteil etwas losgetreten,
was vielleicht ganz interessant ist. Also die Frau Fritz von dieser Reha-Klinik
fand das Urteil jetzt nicht so negativ.
Sie fand es sogar sehr interessant für die Reha-Kliniken, weil die trotzdem
in irgendeiner Hinsicht eine Lösung finden müssen.
Und aufgefordert werden, eine Lösung zu suchen mit den Krankenkassen.
Also die Meinungen gehen natürlich da sehr weit auseinander.
Wir stehen jetzt gerade vor einem Scherbenhaufen. Ich weiß es nicht genau,
ich habe gehört, als würde Michael Richter mit der Klägerin vor das Bundesverfassungsgericht gehen.
Wenn das geht, finde ich das gut, weil das ist der Artikel 3,
ist da ja wesentlich mit dem Fuß getreten worden.
Wir sind gespannt. Also es ist sehr, sehr spannend, aber auch sehr frustrierend das Ganze.
Ja, und das sind auch verschiedene Dinge, über die wir da sprechen.
Ja, es gibt schon länger diese Option mit Aufnahme einer Begleitperson.
Es gibt die Option Assistenz im Krankenhaus.
Und es gibt natürlich diesen ganz naheliegenden Gedanken.
Was wäre denn, wenn das Krankenhaus an sich nicht mal Gedanken über Inklusion
macht? Also oft sind das ganz lapidare Berührungsängste. Man hat sich noch keine
Gedanken darüber gemacht. Wie führe ich denn jetzt eine blinde Person zum Stuhl durch die Tür?
Wie vermittle ich jetzt einen Inhalt aus einer Ergotherapie,
aus einer Sporttherapie?
Und da ist es oft gar nicht nötig, diese Mitaufnahme einer Begleitperson überhaupt
zu aktivieren oder die Assistenz zu aktivieren, die bei bestimmten Behinderungen
natürlich nötig ist und wozu es auch Prozedere gibt.
Hier wäre das aber vermutlich gar nicht nötig gewesen. Und deswegen finde ich
das auch so problematisch, wenn wir so Leute auch in der Community haben,
die dann so angreifend sind und sagen.
Also das hättest du vorher besser planen müssen und du hättest da jemanden mitnehmen
können und das hättest du auch bezahlt gekriegt.
Das ist eine Möglichkeit, aber für mich wäre das zum Beispiel damals keine Möglichkeit
gewesen, weil meine sämtlichen Angehörigen berufstätig waren zu dem Zeitpunkt,
nicht mehrere Wochen für meine Therapie hätten aussteigen können aus ihrem Job.
Ich auch keine fremde Person, ganz ehrlich, in so eine persönliche Therapie mit reinnehmen wollte.
Da wird es körperlich, da wird es vielleicht auch mal,
psychisch sehr nah und da möchte ich nicht irgendjemanden als Begleitung dabei
haben, der da in alle Räume mitkommt, wo sich einfach eine Klinik mal ein paar
kreative Gedanken machen müsste.
Wie kann ich jetzt einer blinden Person ein taktiles Material an die Hand legen,
wie kann ich eine Sportübung vermitteln.
Die sind noch so auf dem Stand, ja was soll ich denn auch mit einem Blinden
in einer Bewegungstherapie oder in einer Ergotherapie, weil sie es einfach noch nie gemacht haben.
Und wenn die das dann einmal gemacht haben, da auch Schulungen durchlaufen sind,
dann sind die richtig stolz auf sich, weil die dann denken, Mensch,
das war jetzt aber gar nicht so schwer.
Also oft sind das einfach platte Berührungsängste und da sind wir wieder bei Inklusion.
Wir brauchen die Bewegnungen, wir brauchen uns auch in den Krankenhäusern,
in den Einrichtungen, dass wir da auch zur Alltäglichkeit gehören und dass die
Leute auch ermutigt sind, aus dem Gesundheitssystem mit uns Umgang zu haben.
Also das sind verschiedene Punkte, wo man da ansetzen muss.
Okay, ich könnte jetzt noch den zweiten Aufreger des Monats aufmachen,
den Boris Palmer Aufreger. Ja.
Aber ich glaube, wir widmen uns jetzt dem Tag, den wir heute an diesem 21.06.2026
zelebrieren, nämlich Music was my first love.
Oh, sag mal, wie schön. Ja, Musik. Was für Musik hört die Jennifer Sonntag?
Ja, ich finde es übrigens schön, dass wir das Thema jetzt wählen,
weil ich habe gemerkt, dass diese ganzen behindertenpolitischen Anspannungen
auch irgendwie so Überhand nehmen.
Und wir sagen ja auch immer wieder, wir müssen da aktiv bleiben,
wir müssen da dranbleiben und wach sein.
Und das sorgt aber zumindest bei mir persönlich auch für so eine Getriebenheit.
Also man ist ja einfach auch nur ein Mensch, man hat zwei Zeit,
man möchte seinen Hobbys nachgehen, zum Beispiel Musik hören.
Und auch ihr da draußen, ich hoffe, dass ihr auch nicht vergesst,
ihr seid auch nur Menschen.
Ja, bloß weil wir uns mehr engagieren müssen als andere, dürfen wir die Balance nicht vergessen.
Und jetzt kommt auch die Festivalsaison, es wird Sommer, wir sitzen wieder mehr
draußen, wir hören uns vielleicht auch Fans an und Sascha hatte diesen schönen
Tag auserkoren, weil wenn unser Podcast beöffentlicht wird, dann ist dieser,
du kannst es viel schöner aussprechen, weil das irgendwie... Fest der Musik.
Ja, das wird in vielen Städten auch gefeiert und ist so eigentlich französischen
Ursprungs, oder warum wird das dann gefeiert? Genau, also kurz zur Historie,
hat sogar was mit meinem Namensvetter zu tun, auch schon wir nicht Familie sind.
Ich glaube, es müsste jetzt 41 Jahre her sein oder so 30, 35 Jahre her, dann hat Georges Lang,
der damalige Der Kulturminister aus Frankreich, Georges Lang,
hatte das ins Leben gerufen und das startete in Frankreich übrigens,
ist auch da eine Rieseninstitution, Vettelermusik und ist glaube ich seit 2000
in Luxemburg und auch bis in Deutschland, in Deutschland noch nicht so verbreitet.
Es gibt verschiedene Städte, da findet es statt.
Ja, und das ist an sich die Möglichkeit
für alle, die Lust haben und musikalisch sind, Musik zu machen.
Die Veranstaltungen sind kostenlos. Die Künstler kriegen alle ein Obolus,
eine Gage, je nachdem. Also sie treten nicht umsonst auf. Aber man kann auch,
seine Gitarre schnappen und sich in den ICE setzen und da Musik spielen,
wenn einem keiner den Kopf runterreißt.
Also das ist an sich, darf da jeder Amateurmusiker vor allem,
war es damals für die Amateurmusiker gedacht, dass die überall,
wo Lust und Laune ist, Musik machen können und deshalb gibt es auch teilweise
und Musik manchmal dann ganz crazy,
Möglichkeiten, an ganz crazy Plätzen, wo Musik dann auf einmal stattfindet,
wo eine Gitarre ist, wo ein Klavier steht, wo eine Marching-Band auftritt.
Also es ist großartig und ganz verschieden. In Luxemburg übrigens wurde das
seit 2000 gefeiert. Ich war bei
den Anfängen mit dabei, als ich noch im Musikbereich gearbeitet habe. Es.
Gab die ursprüngliche Vettelermusik in Luxemburg, die findet in Düdlern statt,
jetzt schon seit glaube ich 35 Jahren oder so.
Und dann 2000 wurde in Luxemburg das luxemburgweite Fettler Musik gestartet
und ich war bei den ersten zwei, drei Jahren auch mit Veranstaltungsorten dabei,
habe da auch an verschiedenen Plätzen veranstaltet und auch irgendwann mal Bands vermittelt.
Und mittlerweile, ich glaube, es sind 30 oder 40 Kommunen, die dieses Jahr mitmachen.
Wir waren jetzt Mitte Juni in Luxemburg-Stadt und in Briedl unterwegs.
Da habe ich auch eine alte Band wieder getroffen, die ich mal gemanagt habe.
Am Wochenende, jetzt 20.21., da bin ich nicht in Luxemburg, sondern in Schesel
beim Hurricane-Festival.
Also wenn ihr jetzt zuhört, liebe Zuhörer, putze ich gerade meine Ohren von
Florence in the Machine und alledem, was Samstag aufgetreten ist und freue mich
mit riesiger Freude auf den 21.
Juni. Dann kommt die Provinz. Ich fahre an sich nur zum Hurricane Festival wegen
Provinz. Ich wollte die Jungs immer mal live sehen.
Ja, und am 23. ist nicht Viertelermusik, aber da spielt Run Republic in Luxemburg.
Und da tritt auch ein Künstler auf, den ich mal früher begleitet habe zu seinen
Anfangszeiten, Khalid Oke. Und ja, irgendwie ist dieser Monat gefüllt mit Musik.
Aber diese Fettler-Musik ist eine großartige Möglichkeit, um spannende Sachen
zu entdecken und um sich auch ein bisschen zu zeigen.
Und ich habe jetzt eine Pandentour mit meinem Partner gemacht und wir sind auch
an vielen Plakaten vorbeigefahren, wo dieses Event angekündigt wurde.
Also auch in unserer Stadt, auch in Halle, also überall in Deutschland,
in euren Städten wird es stattfinden.
Hört euch da mal um. Tut mir übrigens leid, dass wir gerade bei so einem schönen
musikalischen Thema jetzt meine falschen Kopfhörer mit dabei haben, wo es um Akustik geht.
Aber schön, Sascha, dass du schon ein bisschen im Festival-Tippa bist,
weil bin ich auch, ich bin ja auf dem Highfield dieses Jahr und da geht es auch
schon wieder los mit Planungen.
Du hast nach meinem persönlichen Musikgeschmack gefragt, das hat sich bei mir
sehr gewandelt. Ich war ja früher in der Punk-Szene, hat sich rumgesprochen,
legendäre Spuren habe ich hinterlassen.
Aber ich komme schon wirklich aus dieser ganzen Punk-Post-Besetzter-Szene.
Das war eine sehr rohe Musik. Ich bin dann in die schwarze Szene übergeknitten.
Da wird ja alles sehr viel düsterer, auch philosophischer so ein bisschen.
Und heute höre ich eigentlich so sehr viel deutschsprachige Musik.
Kraftklub Kesper, Provinz übrigens sehr toll, hat auch mal mit Kesper zusammengearbeitet.
Blond ist meine absolute Lieblingsband, hatten wir auch schon mal drüber gesprochen,
weil die auch ein blindes Bandmitglied haben, aber da gar nicht so ein Hill drumrum machen.
Die machen eigentlich eher so sehr feministische Musik, aber auch mir am Morgen
und alles, was so in diese Freundeskreise reingehört.
Und wo ich aber gerade beim Highfield bin und wir gerade über Festivals sprechen,
das ist ja auch unser beider Steckenpferd. Und stark dafür zu machen,
dass alle Menschen mit Behinderungen an Musik und Musik-Events teilhaben können.
Und ich habe jetzt gesehen, dass neben unserer Initiative Barrierefrei Feiern,
noch eine andere Initiative entstanden ist, die heißen, irgendeine Initiative entwindert.
Dabei und kümmern sich so auch ums Hard Rock Festival, also ich glaube,
die haben vielleicht ein bisschen auch andere Festivals im Blick,
aber hast du von denen schon gehört, dass es sich da quasi jetzt nochmal um so einen.
Weiß ich nicht, anderen Strang, so etwas Ähnliches wie Barrierefrei Feiern handelt,
nur nochmal mit anderen Leuten in einer anderen Region? Kennst du das?
Nein, leider habe ich noch nichts dafür gehört. Ich halte auch davon nicht so
viel, muss ich ganz ehrlich sagen.
Klar, kann man das regional steuern, aber ich finde, dass Barrierefrei Feiern
die Initiative da eine sehr gute Arbeit leistet.
Und ich sehe das immer so ein bisschen konkurrenzhaft. Ich finde die Philosophie
von Barrierefreifeiern und auch das Konzept und auch,
die Möglichkeiten, die da geboten werden, um auch das Awareness-Team und das
alles zu lernen, wie man umgeht mit Menschen mit Behinderungen,
die Tools, die da an die Hand gegeben werden,
haben sich viele Leute ganz viele Gedanken gemacht.
Und dieses Barrierefrei-Feiern ist ja ein Team von, also es gibt ja selten eine
Initiative, die so bunt gemischt ist, so vielfältig ist wie Barrierefrei-Feiern,
von Rollstuhlfahrern bis Menschen mit unsichtbaren Behinderungen,
bis blind, sehbehindert, bis queer, bis alles.
Also es gibt ja, es ist ein Putpuri, finde ich,
an Menschen, die da, so wie die Gesellschaft halt ist, also Barrierefrei Feiern
ist wirklich die Kopie der Gesellschaft und das finde ich mega cool und deshalb
bin ich auch nie so ein ganz großer Freund von diesen verschiedenen Initiativen oder verschiedenen.
Gruppierungen.
Ich wurde auch gestern ganz interessanterweise in einem Gespräch gefragt,
ja, es gibt ja hier die Sozialhelden, es gibt den Abit, es gibt den ZSL,
es gibt das ISL, es gibt dies und das und das.
Das ist ja alles schön und gut, aber wie funktionieren die denn zusammen?
Und dann muss ich sagen, die funktionieren alle sehr gut auf ihre Weise,
aber ein Zusammen, finde ich, auch bei diesen Sachen fehlt mir ein bisschen.
Und hier finde ich auch, wenn wir jetzt zwei Gruppierungen haben,
die an sich fast ähnliche Zielgruppen ansprechen, nämlich Festivalorganisatoren,
Und Konkurrenz belebt das Geschäft, aber hier geht es ja nicht ums Geschäft.
Hier geht es wirklich um Sensibilisierung. Und bei Sensibilisierung darf es
keine Konkurrenz, es darf kein Geschäft geben.
Also vielleicht kommen die auch nochmal zusammen oder vielleicht sind das auch
wieder irgendwelche Frustrierte, die bei Barrierefreie Feiern nicht zum Zuge gekommen sind.
Und ich schmeiße das mal so rein, das ist ja oft der Fall, dass solche Side-Initiativen
entstehen, weil sie irgendwo nicht so gehört oder gesehen worden sind,
wie sie das gerne gehabt hätten.
Ich hoffe nicht, dass es in diesem Fall so ist, aber ich finde es gut,
dass wir sensibilisieren, aber ich finde es nicht gut, wenn wir verschiedene
Gruppierungen machen und auch so gerade beim Festival.
Weil ich möchte keine Sensibilisierung nur für Blinde, ich möchte keine Sensibilisierung
nur für Rollstuhlfahrer, ich möchte eine globale Sensibilisierung zum Umgang
von Menschen mit Beeinträchtigungen auf Festivals, auf Events
und da gibt es verschiedene Sachen, die gleich sind, es gibt verschiedene Sachen,
die spezifisch sind, aber ich bin kein Freund davon, wenn wir da,
so Spartensensibilisierung machen, das macht die Veranstalter kirre.
Ich finde interessant, was du sagst, weil ich mir da auch Gedanken drüber gemacht
habe, Und vorher, ich glaube weit auch vor Initiative Barrierefreiheit zu Feiern,
gab es ja Inklusion muss laut sein.
Also sehr stark gesteuert auch von Ron, den ich großartig finde.
Er hat ein bisschen eine andere Ausrichtung, hat sehr viel ehrenamtlich aufgebaut
und hat dieses Netzwerk der Buddies entwickelt.
Also Menschen, die Personen mit Behinderung auf Konzerte begleiten,
also wenn man eine Gruppe behinderter Menschen ist oder auch allein unterwegs,
hat man ja oft das Problem, man findet sich nicht so gut zur Location,
man findet sich drin nicht zurecht.
Also dieses Hinkommen, Reinkommen, Klarkommen, was ja unsere drei Zeiler immer sind.
Braucht man manchmal abgesichert einfach durch eine Begleitperson,
die da nicht da ist, weil unsere Freunde haben vielleicht manchmal einfach einen
komplett anderen Musikgeschmack, keiner kann mitkommen und du kannst halt dann
nicht teilhaben, wenn du dich selber,
als Mensch mit Behinderung gar nicht zurecht findest und wir wissen,
die Locations sind oft nicht barrierefrei, die Leute dort sind oft noch nicht
sensibilisiert und das finde ich ein cooles Konzept von ihm.
Er hat natürlich sehr, sehr viele Kontakte auch schon zu veranstaltern und so weiter.
Mir auch schon sehr weitergeholfen, gerade beim Highfield, weil die sich so
gesträubt haben, dass ich da meine Sitzhilfe mitbringen darf.
Ich kann eben auch von meiner Behinderung lange stehen und bin aber auch noch
nicht auf den Rollstuhl angewiesen.
Und da hast du manchmal keine Chance. Also entweder stehen oder Rollstuhl,
aber eigene Sitzhilfe mitbringen, das war halt ein Riesending.
Und ist aber durch ihn möglich geworden.
Also das war eigentlich so einer in dieser ganzen Festivallandschaft,
der Ron mit seinem Inklusoren-muss-laut-sein-Konzept, der da schon eine Welle gemacht hat.
Ansonsten, ich bin da, ein Teil von mir stimmt dir da voll zu,
wenn du so sagst, ja warum muss jetzt hier jeder so seins machen?
Mein Freund hat das auch gesagt, so wo ich ihm davon, oder er hat es mir eigentlich
erzählt, er hat es im Radio gehört, von dieser neuen Initiative und hat gesagt,
guck mal, die machen doch dasselbe wie bei Barrierefrei feiern.
Und dann habe ich aber an Carolin Kebekus gedacht, die hat mal in einer Talkshow
gesagt, da ging es um die Frauenbewegung, ja, und bei Frauen ist es früher immer
so gewesen, es durfte immer nur eine sein, also auf irgendeinem,
was weiß ich, irgendeinem,
Musik-Sampler durfte da nur eine Frauenband drauf sein, zwei Frauenbands war irgendwie unrund.
Oder bei einem Theaterstück durfte eben nur die eine Frau mitspielen,
bei irgendeinem Krippenspiel, dann war sie halt die weibliche Rolle,
sonst durfte sie nur einen Baum spielen. Die zweite Frau war dann nur ein Baum oder ein Busch.
Also diese zweite Frau, die war immer eins zu viel und deswegen ist immer dieser
krasse Konkurrenzkampf zwischen Frauen hochgekocht. Warum können es nicht einfach mehrere sein?
Und so sehe ich das auch ein bisschen teilweise in dem Business,
weil das eben noch so ein isoliertes, nischiges Ding ist, gucken wir natürlich,
so ganz stark auf, ah, da sind welche, da sind welche.
Aber vielleicht wäre es auch okay wenn es ganz viele sind und nicht nur die
eine und andererseits hast du vollkommen recht kann man diese ganzen Erfahrungen
und Energien nicht bündeln und,
sich komplett vernetzen mit allem was man hat und da nochmal so ganz konkret
Ansprechpartner für die ganze Veranstaltungsbranche sein, also.
Ja, ich bin da auch ein bisschen hin und her gewesen Warst du dann am Wave Gothic Festival dieses Jahr?
Ja, ja, ja. Entschuldigung, Entschuldigung. Ja, ich werde gleich königlich.
Ich hatte einen riesen Kopfschmuck auf, mit dem habe ich gerade so ins Auto gepasst.
Das hat mir sehr gefallen, weil ich liebe das ja, dort nicht nur Musik zu erleben,
sondern auch so mit meinen Fingerspitzen diese ganzen Messestände zu erkunden
und zu ertasten, was Leute da so selber herstellen und verkaufen.
Und da habe ich mir so ein riesen königliches Teil gekauft und das drohnte auf meinem Kopf.
Und ich habe natürlich auch da im Nachhinein noch so Fragen gestellt und Dinge gepostet.
Weil mich das interessiert hat, wie Veranstalter vom WGT so über Barrierefreiheit
nachdenken, nämlich noch nicht sehr viel.
Also da gibt es ganz viele Locations, wo nicht transparent gemacht wird.
Gibt es hier Treppen, gibt es hier Aufzüge, gibt es Behindertenparkplätze oder
auch ein Behinderten-WC.
Und auch da habe ich den Veranstalter angeschrieben, ob ich mit dem Auto näher
ranfahren kann an manche Locations, weil ich nicht so weit laufen kann, weil ich im WCFS habe.
Das ist bei anderen Festivals schon viel besser geregelt, dass man bühnennah parken kann.
Und da kam einfach keine Antwort und ich kann bestimmte Orte einfach seit Jahren nicht mehr aufsuchen.
Seitdem ich diese Multisystemerkrankung habe, diese weiten Laufstrecken nicht
mehr schaffe, bin ich also ausgeschlossen und ich finde es nicht schön,
dass da nicht geantwortet wird.
Also als barrierefrei feiern würde ich da gerne mal rangehen an das ganze Festival,
weil man, das ist ja unsere, wir nennen das ja immer dezentrale Bestandsaufnahme.
Dass Leute eigentlich erst mal auf ihrer Website kommunizieren müssten,
was ist denn bei uns eigentlich alles barrierefrei, was ist vielleicht auch
nicht barrierefrei, das machen die ja schon mal komplett nicht,
also schon mal da ist sehr viel Luft nach oben.
Und vielleicht kriegt man das bewegt, aber der Veranstalter muss ja selber auch
wollen. Also wir müssen selber ein Interesse daran haben, mit uns zusammenzuarbeiten.
Während wir gerade hier die Aufnahme machen, kurz für die Zuhörer, das ist der 11.06.2026.
Also wir switchen ein bisschen. Ich bin am 21. auf dem Hurrikan.
Ich bin gerade auf der Internetseite, weil ich mich an sich auch mit der Barrierefreiheit
jetzt nicht beschäftigen musste.
Ich gehe mit meiner Tochter dahin und sie ist ja dann sozusagen meine Unterstützung.
Das Einzige, was ich jetzt nochmal nachgefragt habe, ist, weil die Begleitung
ja frei ist, da gibt es jetzt so eine Cashless-Payment-Möglichkeit.
Da habe ich gesagt, ja, kriegen wir dann die Bändchen da vor Ort?
Wie sieht das dann aus? Kriege nur ich eins oder kriege nur meine Tochter eins?
Es gibt nämlich im Schwimmbad, ganz witzigerweise, wenn du da als Betroffener,
als Person mit Assistenz hingehst, kriegst du als Betroffener keine Karte,
wo du Geld drauf haben kannst.
Also ich darf mir nicht selber essen und trinken holen, wo ich mich auch schon
ein bisschen aufgeregt habe darüber.
Aber ja, also hier gibt es ganz viele News. Ich habe aber jetzt so direkt so
einen Button Barrierefreiheit habe ich keinen gefunden. Es gibt Pläne,
es gibt Camping, aber so direkt hier das Ganze...
Barrierefrei? Ah doch, hier ist ein Button Barrierefrei. Habe ich gerade gefunden.
Klicke mal drauf, gucken, was passiert.
Also live seid ihr mit dabei? Barrierefrei. Sehr spannend. Gucke ich mir nachher mal an.
Ich freue mich auf jeden Fall wirklich da drauf und bin gespannt.
In Luxemburg übrigens bei dem Konzert von Run Republic auf dem großen Platz
in Luxemburg gibt es eine ganz klar ausgezeichnete Tribüne für Menschen mit Behinderung.
Man muss sich da vorher anmelden, weil die Plätze sind ja natürlich auch da begrenzt.
Und dann kann man da auf diese Bühne und kann sich da hinsetzen,
auch wenn man jetzt nicht Rollstuhlfahrer ist, sondern einfach mit Mobilitätsbeeinträchtigung.
Also ich als blinde Person darf mit einer Begleitperson dahin.
Das finde ich auch am angenehmsten und am einfachsten, weil es gibt auch Menschen,
die unsichtbare Behinderungen haben, wie du zum Beispiel.
Man sieht, dass du blind bist, aber trotzdem hast du ja noch mehr Pakete zu tragen.
Und ich finde, da müsste man einfach die Möglichkeit haben, sich hinsetzen zu dürfen.
Damit man das auch miterleben kann. und auch die Möglichkeit haben,
dahin sich hinsetzen zu gehen, aber auch wieder mal sich unter die Masse zu
stürzen. Weil das Problem ist, dass die Menschen immer denken,
ja, aber wenn du einmal da auf dieser Behindertribüne bist, sollst du da bleiben,
weil du bist ja ein Mensch mit Behinderung.
Du musst ja nicht in die Masse gehen. Aber manchmal will man aber auch so,
ich will bei Provinz, würde ich auch gerne so mittendrin.
Nicht Pogo machen, weil Provinz macht ja keine Pogomusik. Aber du verstehst,
was ich meine. Deshalb finde ich das manchmal spannend.
Da gibt es Festival Assist, da gibt es Anreise, also ja, sehr cool.
Auch Ticketkauf, alles unter Anmeldung Special Needs Camping.
Also wenn du als Betroffener mit Behinderung auf den Camping willst,
gibt es da auch eine extra.
Special Needs Camping. Sehr cool, finde ich ja cool.
Interessant. Das kommt aber auch von den Wording-Inspekt, ne?
Also barrierefrei-Ferien-Wertes ist ein bisschen wegen diesem Special-Needs-Begriff,
der kommt auch ein bisschen aus der Heilerziehungsschwege.
Vielleicht könnte man es noch ein bisschen...
Ja, aber wie würde es man da nennen? Ja, das wurde ich auch gefragt,
das wurde ich vom Heilschitz gefragt, ob es irgendwie einen anderen Begriff
dafür gibt, Special-Needs, mhm, ähm...
Klingt so ein bisschen nach Pflegeeinrichtung vielleicht für manche.
Ich weiß es nicht. Also ich finde den VIP-Bereich eigentlich immer ganz witzig,
weil da kommen die etwas Wohlhabenderin hin. Da kommen aber dann auch die Menschen mit Behinderung hin.
Aber das kann das wirklich auch ein bisschen arrogant. Aber apropos arrogant, mir ist auch.
Beim Highfield aufgefallen, weil wir konnten jetzt so eine Qualifikation machen
bei Barrierefrei-Feiern zum Festival-Checker und mussten dafür einen Bericht
schreiben, um dann am Ende auch das Zertifikat zu bekommen.
Nach dieser Workshop-Reihe und da habe ich das komplett auseinandergenommen.
Da gibt es auch einen Button Barrierefreiheit, da habe ich mir jeden Punkt vorgenommen.
Und da gibt es ja auch so eine Luxus-Lounge, eine Boot-Lounge, Button-Lounge.
Und da sind ja per se Sitzplätze, weil ich ja immer mit den Veranstaltern diese
große Diskussion habe, Sitzplätze geht nicht. Also entweder du bist im Rollstuhl
oder du musst halt stehen, aber Sitzplätze geht nicht.
Und dann denke ich aber auch, Geld regeln. Also wenn ich jetzt Geld habe und
auf der Platin-Lounge mich da irgendwie einbuche, dann sind ja für die Leute,
die das Geld dafür bezahlen, automatisch sind Plätze da.
Also dann wird ja auch nicht argumentiert, ach, das können wir hier aus Platzgründen
und aus Sicherheitsgründen geht das nicht. Da können wir nicht extra irgendwie
nochmal eine Tribüne für Leute, die sitzen müssen.
Aber es hat sich noch keiner gefragt, warum geht das denn dann für die Luxusbereiche.
Also da sind Buffets, da sind auch Sitzmöglichkeiten, da ist alles Mögliche.
Also das geht immer, sobald es bezahlt wird.
Und da argumentiert man ja auch nicht mit Platzgründen.
Und was mir noch so eingefallen war, weil du vorhin noch so ein anderes Thema
anschneiden wolltest und gesagt hast, das machen wir jetzt aber nicht auf, ist,
Da ging es ja auch darum, dass eine Bühne nicht zugänglich war für eine Person mit Behinderung.
Sie sollte ausgezeichnet werden, es ging um Sport.
Aber im Musikbereich ist es ja ähnlich. Also wir sind ja nicht nur als Publikum
interessant, also vor der Bühne, sondern auch auf der Bühne oder hinter der Bühne.
Und da haben wir auch ganz oft das Thema gehabt, mit Mitgliedern auch bei Barrierefrei
Feiern, die selber auch MusikerInnen sind.
Die müssen in den Backstage schreien, die müssen da auch Toiletten nutzen können,
die müssen auch die Bühne drauf kommen und die wenigsten Bühnen sind halt barrierefrei.
Manchmal müssen Freunde sich dann da irgendwie hochließen, manchmal ist der
Rollstuhl aber auch so schwer, dass die Bühne das gar nicht zulässt,
dass man dann sagt, nee, die Kriegung können wir nicht zulassen.
Und das ist ja auch noch so ein Riesenpunkt, oder Sascha? Ja, das ist richtig.
Ja, also vor allem, also mich hat ja bei dieser ganzen Geschichte aufgeregt,
wie der Herr Palmer sich da auch benommen hat.
Also er hatte sicherlich auch die eine oder andere Sache nicht unrecht,
aber seine Verwaltung hat gnadenlos versagt.
Wenn man eine Sporterin mit Behinderung ehren will, dann macht man sich vorher
Gedanken darüber und sucht Lösungen und guckt in seiner Verwaltung.
Und da muss man wissen, was man für Locations hat.
Ja, dass ich natürlich nachvollziehen kann, dass eine Rampe für einen Tag 1.200
Euro viel Geld ist. Ja, aber dann bau doch einfach um.
Dann hast du dieses Problem nicht mehr, dann investiere. Klar,
für einen Abend ist das ein bisschen Blödsinn, aber man hätte für die Zukunft planen können.
Ja, also das ist manchmal, ich frage mich auch manchmal einfach,
wie die Gedanken da sind. Ich gebe ihm nicht bei allem Unrecht, was er da gesagt hat.
Aber ja, er stößt auch manche Sachen an. Manchmal muss man auch ein bisschen
pragmatischer sein, aber für mich gibt es gar keine.
Ich hatte mit einem anderen behinderten Kollegen darüber gesprochen und gesagt,
ja, wäre mir auch scheißegal, hauptsache ich werde geehrt.
Ich dachte, nee, für mich ist das nicht scheißegal. Wenn ich geehrt werde,
möchte ich mit den anderen auf derselben Plattform geehrt werden.
Also entweder alle auf dem Boden oder alle auf der Bühne und keine Ausnahme,
weil sonst ist es für mich keine Ehrung, sondern Sonderehrung.
Und ich hätte mir da vielleicht gewünscht, vielleicht war es auch noch der Druck
von den Sportlern, die auch geehrt wurde, das wissen wir ja nicht alles,
ob da auch Druck von den Sportlern kam, die auch mit auf der Ehrung dabei waren.
Ich hätte mir da wirklich noch ein bisschen massiveren Druck gewünscht von den
Sportlern selber, die gesagt hätten, Ah ne, Kollege, also wenn du das nicht
hinkriegst, dass diese Kollegin mit uns geehrt wird auf derselben Ebene,
dann tut es mir leid. Also da hätte ich mir noch ein bisschen mehr Druck gewünscht.
Und die, die jetzt sagen, ja, ganz viel Geld und so weiter, wenn wir nicht irgendwann
anfangen, und deshalb bin ich auch ein bisschen traurig, dass Hamburg gegen die
Olympiade, Schrägstrich, Paralympics gestimmt hat, weil wenn wir nicht mit solchen
Events und solchen Möglichkeiten anfangen, Barrierefreiheit,
das sind die Gelegenheiten.
Schlimm, dass wir sowas brauchen, aber das muss man so einfach sagen.
Das sind die Gelegenheiten, wo Barrierefreiheit entstehen kann.
Ich meine, Paris ist eine der Städte, wo jetzt Barrierefreiheit durch die Paralympics
2024 nach vorne geschoben wurden.
Und ich denke mal, wenn wir die Paralympischen Spiele nach Deutschland kriegen,
wird das für Barrierefreiheit in diesen Regionen nochmal ein großer Schub geben.
Und dann ist auch auf einmal erstaunlicherweise Geld da.
Geld, was ja jetzt im Moment nicht da ist und was dann auf einmal da ist. wie aus Zauberhand.
Das muss man ja sagen. Das ist ja als hätte die EZB eine Druckmaschine angeworfen
oder die Deutsche Zentralbank. Dann ist auf einmal Geld da und.
Auf der anderen Seite ärgert mich das natürlich, dass dann Geld da ist und jetzt ist keins da.
Man bräuchte an sich nicht so Events abzuwarten, aber trotzdem finde ich immer
wieder gut, wenn solche Sachen sind, dass dann die Barrierefreiheit nach vorne geschoben wird.
Deshalb wünsche ich mir auch, dass Deutschland nochmal die WM kriegt.
Dann wird nochmal in verschiedenen Stadien auch das Thema der barrierefreien
Rollstuhlplätze und Kopfhörerplätze nochmal aufgegriffen und mehr Plätze freigemacht für Menschen.
Die Stadien werden ja dann nochmal geprüft, ob die alle konform sind und so
weiter. Und da gibt es ja Vorschriften.
Also ich denke, dass solche Events immer wieder einen Schub nach vorne geben,
und auch ein bisschen was für die Barrierefreiheit in einer Stadt,
für ÖPNV und so weiter machen. Deshalb bin ich ein bisschen traurig,
dass Hamburg Nein gesagt hat.
NRW freut sich, eventuell kriegen die das jetzt. Kiel hat ja auch Ja gesagt.
Also Kiel kann ja keine ganzen Paralympischen Spiele und Olympischen Spiele
veranstalten. Bin mal gespannt, wer da jetzt eventuell den Zuschlag kriegt.
Aber das sind immer Momente, wo ich sage, das ist auch gut. Auch diese Festivals,
wo wir gerade angesprochen haben, Highfield, Hurricane, Rock am Ringen,
Wacken ist ja da schon ziemlich groß dabei mit seiner Barrierefreiheit.
Die leben natürlich auch dadurch, dass wir als Betroffene da hingehen und uns
auch dann trauen, Feedback zu geben,
also Sachen zu sagen, Informationen mitzugeben. Was könnten die machen?
Ich kann es für meinen Bereich machen. Rollstuhlfahrer kann es für seinen Bereich machen.
Aber ich finde, wir sollten uns da auch trauen, nicht in einer Art Mecker,
Mecker, Mecker, Mecker, Mecker,
Motz, Motz, Motz, Motz, sondern weist die Leute darauf hin, weil im Endeffekt
glaube ich, dass die meisten, es gibt Ausnahmen, es gibt bonierte Veranstalter,
die denken, Barrierefreiheit sei ein Kostenfaktor,
aber es gibt Ausnahmen, das sind die Ausnahmen, es gibt wirklich viele,
die das mal gar nicht so auf dem Schirm hatten, weil sie nie was mit Menschen
mit Behinderung zu tun hatten oder nie in die Lage gekommen sind,
ihr Festival mit einem Rollstuhl zu begehen oder als blinde Person.
Davon mal abgesehen brauche ich kein Festival als blinde Person,
das sage ich ganz ehrlich, so wie es ist.
Ich brauche kein barrierefreies Festival mit Leitstreifen und Pipapo,
weil ich würde alleine nicht auf ein Festival gehen. Das ist doch schweißlangweilig.
Das ist für mich ein No-Go. Also ich würde mich da nicht zurechtfinden,
so wie ich auch nicht wie Christian Ohrens in den Freizeitpark alleine gehen würde.
Das gibt Menschen, die das machen, aber sie sind noch weniger als insgesamt
die Blinden, die wir überhaupt haben. Aber ich würde nicht alleine auf ein Festival gehen.
Das würde ich nicht tun. Deshalb braucht das Festival auch nicht mit Leitstreifen
und 100 Prozent Barrierefreiheit.
Ja, Sascha, aber da gibt es gute Ansätze. Also wenn du dann siehst,
was eigentlich wirklich ist, dann denkst du, das kann man adaptieren oder kann
man sich Ideen mitnehmen.
Da finde ich zum Beispiel das Harzrock, die sind da richtig groß,
die haben sich da Sachen ausgedacht.
Zum Beispiel, ich habe es leider noch nicht angepasst oder betastet,
die haben da so Abraum, wie nenne ich denn das Bänder, die für Rollstuhlnutzende
sehr praktisch sind, weil man da nicht durch den Schlamm rufen muss mit dem Rollstuhl.
Und gleichzeitig kann das aber dann auch als Leitsystem und Orientierungshilfe
für blinde Menschen benutzt werden.
Und wenn du noch einen Seerest hast oder das Festival seit Jahren besuchst und
weißt, ah, okay, hier immer lang, da immer lang, da sind die Essstände,
dann haben die auch mit Pro-Air-Codes hier gearbeitet, dass du dich so ungefähr orientieren kannst,
kannst ablesen, wo du dich ja eigentlich gerade befindest, wo es der Sanitär fragt.
Kannst du dir ja auch Marken setzen. Das ist richtig.
Da stimme ich dir zu, wenn es so eine multifunktionale Möglichkeit gibt,
wie mit den Wegen, die dann für Rollstuhlfahrer sind, die dann auch für uns
als Leitstreifen gelten können, mit QR-Codes und so weiter.
Aber ich würde jetzt nicht ein Festival verlangen. Ich würde jetzt nicht dem
Hupikaren schreiben und sagen, ich komme als blinde Person, bitte Leitstreifen.
Und so weiter und so fort, von hier bis da.
Es gäbe, ich glaube, und das ist das, was man noch mal ein bisschen auch hervorheben
müsste und sollte, Es gäbe viele Ansätze, die nicht nur Blinden und Sehbehinderten
helfen würden, sondern auch Festivalgästen insgesamt. Weil ich finde,
insgesamt auf den Festivals ist Beschilderung beschissen.
Also nicht nur für Blinden und Sehbehinderten, sondern insgesamt auch für Sehende.
Also ich meine, du bist ja auch viel mit Sehenden unterwegs.
Also die sind auch manchmal völlig überfordert, weil die Beschilderung auf den
Festivals, das sind Menschen, die meinen, sie wüssten, nein,
nicht sie meinen, sie wissen alles auf ihrem Festival, wo alles steht und gehen
davon aus, dass der Besucher das auch weiß. Und das ist immer so ein bisschen das Problem.
Also die Beschilderung auf den Festivals müsste insgesamt für alle Menschen
besser werden, weil dann findet man sich schneller zurecht und man läuft weniger
hin und her. Man macht sowieso schon Kilometer auf so Festivals.
Aber ich bin jetzt nicht der Meinung, dass ich dem Hurrikan als Beispiel sagen
würde, ich hätte gern, dass ihr für mich barrierefrei werdet, komplett.
Dass ich alleine zu euch kommen kann, das fände ich übertrieben.
Das wäre für mich nicht realistisch, weil viel, viel Leute machen das.
Aber dass sie für Rollstuhlfahrer barrierefrei sein müssen, auch wenn nur ein
Rollstuhlfahrer kommt, Das sind andere Forderungen.
Ich kann ja teilweise überall als blinde Person gehen, wenn ich dann gut zu
Fuß bin. Du hast jetzt natürlich noch ein paar Beeinträchtigungen,
die dich dazu bewegen, dass es doch noch ein paar andere Möglichkeiten für dich gibt.
Ich würde dann so zwischen die Klammer auf, zwischen die Rollstuhl- und Blindenfraktion
setzen, so in die Mitte, ohne das falsch zu verstehen.
Aber für dich wären dann Maßnahmen für Rollstuhlfahrer genauso gut wie für Blinde.
Aber ich würde jetzt für einen Blinden ein Festival komplett barrierefrei zu
gestalten, halte ich für.
Das hat sich für sehr, sehr übertrieben. Ich glaube, das kriegt der DBSV bei
seinem Festival auch mal nicht ganz hin. Ich weiß es nicht, ich war noch nie da.
Ich weiß gar nicht, ob die das überhaupt da so hinkriegen. Ich glaube,
man kann da wirklich gute kreative Lösungen finden.
Es geht schon mal damit los, dass es irgendwie eine Area geben könnte für Assistenzhunde
oder Blinden für Hunde, die man dort, wo die Zelte sind, wo vielleicht auch
der Special Needs Bereich ist, unterbringen kann und nicht Hunde komplett verbieten.
Man kann jetzt diskutieren, ob man die jetzt mit in dieses laute Konzert nehmen
muss. Also ich würde das nicht machen. Das ist einfach für die,
wenn wir in Ohren zu heavy, so schätze ich das für meinen Hund ein.
Aber wenn ich den jetzt mitnehme, weil ich ja vielleicht eine Person bin,
die da mehrere Tage auf dem Festival ist und der Hund mich durchaus zu Versorgungsständen,
zur Toilette begleiten kann, zum Strand und ich darf den aber gar nicht mitnehmen,
das finde ich schon blöd.
Also das ist so eine einfache Option, die man einführen könnte,
die ich sinnvoll finde. Oder es gibt ja auch so Menschen mit Sehrest,
sehbehinderte Menschen, da helfen schon auch Kontrastkanten,
vielleicht wirklich farbige.
Zähnchen oder wie gesagt farbige QR-Codes, Dinge, die man zusätzlich mit seinen
Augen vielleicht noch wahrnehmen kann. Kombinationen aus Tastsinn und Sehsinn,
sind ja nicht alle voll blind.
Und ich glaube, da kann man einiges machen, was Spaß macht, wo man selber auch
kreativ sein kann, was ich da etablieren würde.
Also nicht extra ein blindes Leitsystem erfinden, aber das vielleicht einfach
kombinieren, so wie wir gerade schon gesagt haben. Oder,
bei Toilettensituationen auch daran denken, wir brauchen, wir haben auch Menschen
mit Stoma oder Menschen.
Die sich kathedern müssen. Wir brauchen da einfach mehr Hygiene.
Also Barrierefreiheit bedeutet eben nicht immer nur Rollstuhl.
Und wir haben auch den Behindertentribünen ganz oft diese Diskussion,
dass dort nur Menschen mit Rollstuhl zugelassen werden, blinde Menschen sehr
oft nicht, Menschen nicht wie ich mit meiner Sitzhilfe.
Ja, da wurde mir gesagt, setz dich unten rein, in die Crowd,
wo ich so denke, ich bin Schmerzpatient, ich kann nicht in die springenden Leute
mit meinem Stuhl, die sehen mich gar nicht, weil ich dann ja untergehe,
die fallen und springen über mich drüber.
Das ist wirklich ein Sicherheitsmanko dann. Also ich glaube,
das sind so Kommunikationsthemen, die man wirklich gut absprechen kann,
wo noch nicht so richtig ein Bewusstsein da ist.
Also nicht nur Rollstuhl, auch wenn auf dem Banner auch ein Rollstuhl drauf
ist an der Behindertentribüne und mehr Platz schaffen einfach auch für Menschen
mit Behinderung, da ist die Tribüne auch zu klein.
Also es wurden auch schon Begleitpersonen darunter geschickt,
weil kein Platz war und das ist natürlich auch heikel, weil die Menschen mit
Behinderung vielleicht Medikamente oder eine Assistenz brauchen an ihrer Seite
und da kann man nicht die ganzen Begleitpersonen runterschicken.
Sehr interessant. Ich habe gerade gelesen hier beim Hurrikan,
dass ich, hätte ich zwar sowieso nicht gemacht, Toskana nicht hätte mitnehmen
dürfen, Assistenzhunde sind beim Festival nicht erlaubt.
Auch eine Frage, die sehr, ob das überhaupt geht, weil es ist ein öffentlicher Ort.
Also die Frage wäre gewesen, dürfte der Veranstalter mir das verbieten?
Das ist eine andere Frage, die ich jetzt gar nicht mit ihm beantworten will oder besprechen will.
Weil es ist meine Entscheidung, wenn ich den Hund brauche, zum Beispiel wenn
ich jetzt Epileptiker bin oder Diabetiker bin, dann muss dieser Hund ja mit.
Also kann ja nicht jemand das da verbieten. Das ist eine sehr spannende Geschichte.
Und wir haben ja auch, Sascha, viele blinde Menschen, die sind wirklich alleine
unterwegs. Sie haben jetzt nicht die Begleitpersonen dabei oder Partner, irgendwas.
Wir kennen unsere Andrea Eber, die wirklich jahrelang nach Griechenland gereist
ist, alleine mit ihrem Assistenzhund, auf Zeltplätzen unterwegs war.
Also diese ganze Situation, Camping, Strand, fremdes Land, über Monate hat die da gelebt.
Also es gibt Leute, die sind da einfach auch alleine unterwegs,
die brauchen dann auch den Assistenzhund und selbst meine Begleitperson,
die ist vielleicht mal auf Toilette, die ist vielleicht auch mal ein bisschen
mit Kumpels treffen und wir haben bei barrierefrei Feiern,
Die Jo, die ist selber auch in einer Band, auch so ein bisschen Gothic angehaucht.
Die ist ganz toll. Ich bin da großer Fan.
Johanna Krems hat sich das große Fan. Ja, die spielt in einer Band.
Ja, die ist Sängerin in einer Band. Ich weiß jetzt leider nicht mehr,
wie sie heißt, aber die war auch jetzt auf Tour mit ihrer Band.
Ja, die ist einfach großartig und die hat auch einen schwarzen Lafrador,
wie man sich weiß. Der Tourhund.
Genau, ja und da kannst du jetzt auch nicht mit jedem Veranstalter diskutieren,
also hier, das haben uns unsere Trainer, also meine Trainerin auf jeden Fall
mitgegeben, wenn wir überall Kompromisse einnehmen und sagen,
na gut, lassen wir den Hund jetzt zu Hause, nehmen wir ihn hier auch nicht mit,
nehmen wir ihn da auch nicht mit.
Du bist ja auch irgendwo in der Pflicht, wenn du für und haltende Person bist,
Sichtbarkeit ist Macht.
Das habe ich neulich von, glaube ich, sogar Raul gehört.
Und wenn du immer den Hund im Unsichtbaren lässt, immer wieder der anderen Seite
Recht gibst, dann sorgst du nicht für diese Sehgewohnheit, für dieses natürlich
ist es selbstverständlich.
Und manchmal kommt es ganz unerwartet. Mir hat jetzt eine Freundin erzählt in
der Zahnklinik, wo sie operiert wurde. Da stand dieser Aufklebertrank,
Assistenzhund willkommen.
Und ich freue mich da so wahnsinnig, weil ich denke, das ist ein bewusstes Zeichen.
Das macht so viel mit einem, ob man den jetzt mitnimmt oder nicht,
ob man jetzt eine blinde Person ist, die wirklich allein unterwegs ist und das
nicht anders absichern kann.
Wir müssen auch wirklich den Eindruck,
den Hund nicht irgendwo verstecken, weil es ja doch irgendwie auch ohne geht,
weil dann kann sich die ganze Führhundsszene, der ganze Ausbildungsbereich,
diese Öffentlichkeitsarbeit sparen.
Also es ist wichtig, dass man sagt, nee, ich bin Künstlerin,
ich bin hier im Musikbereich tätig,
ich brauche den Assistenzhund, ich kann nicht immer jemanden hier an meiner
Seite haben, dafür ist er ja auch da, dass ich da selbstbestimmt und selbstständig
sein kann, sonst brauchen wir die Krankenkasse, den nicht bewilligen.
Da könnte man ja sagen, bei allen könnte mir irgendwie auch ein Mensch helfen,
also es würde schon immer gehen, auch ohne den Hund. Wo fangen wir da an?
Und wie gesagt, jetzt bei einem Rammstein-Konzert den Hund mit reinzunehmen,
das fände ich jetzt schon heikel. Ich muss den jetzt nicht in die Konzertsituation reinschleppen.
Aber ich bin ja gerade bei einem Festival auch ganz viel rundherum unterwegs.
Hol mir was zu essen, geh mal zur Toilette, muss mal duschen,
was weiß ich, wo der wirklich dann helfen kann, denke ich.
Die Festivalsaison ist lanciert. Das Fest der Musik läuft heute und auch sicherlich
ganz viel. Ich hoffe, ihr werdet euch ganz toll daran beteiligen und genießt
die Musik, egal wo sie ist.
Apropos Musik, so ganz kurz, kriegst du es hin, künstliche, intelligenzproduzierte
Musik von normaler Musik zu unterscheiden?
Also ich habe es mir jetzt ein paar Mal schon angehört und dann wusste ich es vorher.
Dann sage ich natürlich ganz schlau, naja, das hört man.
Aber ich wurde noch nicht überlistet, dass mir dann einer im Nachhinein sagt,
naja, das wird aber, ich bilde mir natürlich ein, dass ich unterscheiden kann
und ich finde das dann auch doof, so wie jemand jetzt ein Buch präsentiert,
was komplett die KI geschrieben hat,
finde ich das ja auch doof, weil das natürlich Grund kaputt macht,
aber wie geht es dir damit mit dem Thema?
Naja, ich weiß nicht, ob ich das unterscheiden könnte. Ich habe letztes Mal
im Radio einen Song gehört von der Künstlichen, saugeil produziert, muss ich ehrlich sagen.
Ich weiß nicht, wie gut das produziert war. Also das war schon, oh, alter Schwede.
Aber ja, ich finde es natürlich nicht so cool. Auf der anderen Seite kann man
es, muss man es kennzeichnen. Ja, ich bin der Meinung, das wäre wichtig, es zu kennzeichnen.
Ja, aber wir kommen da nicht drum rum. Ich finde es natürlich schade für die
Künstler, für die richtigen Künstler.
Es wird noch schwieriger für die jetzt.
Auf der anderen Seite können wir da nichts aufhalten von.
Das können wir nicht mehr bremsen. Das ist das Brutale. Das kann ja auch für
Künstler und Künstlerinnen und alles.
Wie gesagt, Jan Wilmermann immer, naja, alles dazwischen und außerhalb und er
hat jetzt noch eine andere Formulierung gefunden. Ähnlich, Künstler ähnlich.
Künstler ähnlich. Aber es ist ja auch eine Bereicherung, wenn man das als Handwerkszeug
mit dazu nimmt, auch bei Videoinstallationen, was auf Bühnen alles stattfindet,
wenn man noch zusätzlich irgendwas visualisieren will und so.
Man kann es sich ja auch zunutze machen und vielleicht, wenn man einen Text
konstruiert, die KI bitten,
mal irgendwie aus dem, was man schon beschrieben hat, was weiter zu spinnen
oder was weiß ich, am Text auch mitzuhelfen.
Da wird es welche geben, die sagen, nee, das ist mir nichts.
Wir alle haben schon mal probiert, wo wird eine KI weiterhelfen.
Ich habe eine Phase gehabt und das mega spannend fand, jetzt bin ich wieder
ein bisschen zurückgegangen, weil ich merke,
Ich habe meinen Schreibstil, wenn ich eine KI dazu nehme, mache ich es hinterher
alles dann doch nochmal so, wie ich es eigentlich will.
Aber ich bin trotzdem ein großer Fan von KI. Ich glaube, wenn man lernt,
es für sich zu benutzen, wird das jetzt auch eine echte Band nicht gefährden.
Wir sehen ja trotzdem noch echte Bands auf Gnünen. Und das ist ja auch das Gute,
dass man so diese echten Begegnungen hat, dass man jemanden mit einer richtigen
Gitarre irgendwo hören und sehen will.
Deswegen ist es, glaube ich, auch Live-Aufbrücke ganz wichtig,
wie wir jetzt gerade besprochen haben.
Was ich dich noch fragen wollte, was hältst du eigentlich von so Low-Vision-Contests
oder so Contests extra für blinde oder sehbehinderte Menschen?
Ist das so ein bisschen wie bei Special Olympics oder gut, dass man sagt,
eigentlich fließt das lieber,
alles im Mainstream haben, dass man so sagt, wir wollen nicht diese Sonderveranstaltungen?
Oder findest du das erstmal gut, dass es das gibt?
Also beim Sport bin ich ja ganz klar für die Tatsache, dass Special Olympics
und Paralympics existieren sollen, weil es Äpfel mit Birnen vergleichen im Sport
ist einfach nicht möglich.
Es gibt auch Frauen- und Männerveranstaltungen.
Das finde ich einfach ganz normal, dass das so ist.
Man könnte es vielleicht ein bisschen mixen, aber ich habe auch da schon gesagt,
wenn wir die Paralympics und die Olympischen Spiele zusammenwürfeln,
sind wir über so viele Veranstaltungen am Tag und dann gehen die Paralympics
unter. Hier haben die Paralympics einen großen Stellenwert gekriegt.
Das finde ich schon mal ziemlich cool.
Deshalb ja, also ich bin da für eine Abtrennung, bei der Kunst allerdings nicht,
weil im Endeffekt ist es für mich, egal ob du Sehend bist, Rollstuhlfahrer bist, das muss gut sein.
Das muss einfach qualitativ gut sein und da ist mir die Behinderung schnuppe,
da finde ich einfach eine Abtrennung nicht sehr förderlich und auch definitiv
nicht wie sagen wir das, nicht.
Inklusiv, also bei der Kunst Und gibt es für mich keinen Grund,
Menschen mit und ohne Behinderung, also Menschen mit Behinderung von Menschen
ohne Behinderung zu trennen, weil Kunst ist etwas, das kann jeder auf seine Art.
Und wenn er das nicht kann, also ich kann nicht malen, also werde ich nicht
zum Malerkünstler werden.
Ich könnte aber Musik spielen und da möchte ich mich genauso vergleichen mit
einem sehenden Klavierspieler oder sehenden Sänger wie mit einem nicht sehenden
Sänger. Da gibt es für mich keinen Unterschied.
Und ja, ist auch wieder so ein Punkt, wo ich hin und her gerissen bin,
weil ich so denke, das ist gut, dass es diese Songcontents gibt,
weil man in andere vielleicht erstmal nicht reinkommt oder schwerer reinkommt.
Und so hat man überhaupt erstmal eine Plattform zu zeigen, was haben wir denn
für tolle Sänger und Sängerinnen mit Sehbehinderung.
Also dass es dazu irgendwie Events gibt und dass wir da voten können.
Und ich muss sagen, ich habe mich zu wenig damit beschäftigt,
weil ich immer so auf der anderen Seite mir wünsche, dass wir das nicht brauchen.
Aber ganz doll, denke ich, brauchen wir es eben noch, wie bei anderen Themen,
wo wir eben noch extra für Frauen haben, wir ja auch extra für Frauen,
Festivals und extra für Frauen müssen wir ja noch Möglichkeiten schaffen.
Weil die Gesellschaft es von allein eben noch nicht ermöglicht.
So ist es ja auch manchmal mit Inklusionsthemen, da müssen wir jetzt.
Extra sozusagen erstmal wie eine positive also ich weiß es nicht irgendwie finde
ich es gut und irgendwie finde ich es auch gut bist du so drin in diesem Game,
in diesem Novision Song Contest,
ich bin da nicht drin, ich kriege ja es gibt ja auch beim Ohrfunk gibt es ja auch die.
Charts, Lovision Charts,
wo halt Künstler mit Behinderung dann drin sind. Ja, wie gesagt, kann man machen.
Kann man machen. Ist okay, also wenn die das so wollen, aber ich bin da nicht
so hot drauf, muss ich ganz ehrlich zugeben.
Ja, und ich finde es auch gut, weil das ist wieder das Ding von Sichtbarkeit.
Und der nächst schönere Schritt wäre, wenn das dann auch im Mainstream ankommt.
Das ist ja so wie bei Blautor, wo wir blinde Autoren und Autorinnen haben.
Und das ist sehr schön, dass es erstmal gebündelt wird, dass man auch sieht,
okay, hier gibt es eine Plattform, wo Schreibende mit Seheinschränkungen sind.
Und wenn es die aber noch nach draußen schwemmt, sozusagen, dass es dann ganz
selbstverständlich ist.
Ja, aber werden Sie dann wirklich nach außen geschwommen, wenn Sie in dieser
Bubble sich befinden? Fühlen Sie sich da nicht pudelwohl in dieser Bubble?
Aber wir brauchen, glaube ich, auch erstmal so für uns so eine Organisationsform,
wo wir wissen, okay, hier können wir uns vielleicht
trainieren, hier können wir uns challengen, hier können wir gegenseitig auch
einen Austausch haben, ohne dass da vielleicht ein Konkurrent drin sein muss,
aber hier können wir uns gegenseitig erstmal,
vor uns zeigen, Ach, hier sind viele, die.
Gern singen und ich bin da nicht so alleine irgendwie mit dem Thema und vielleicht
machen wir erst mal das und versuchen dann aber trotzdem,
Bücher, Tonträger, was auch immer zu veröffentlichen.
Aber ja, das ist halt, ich kann nur sagen, ich bin auch hier sowohl als auch nicht so eindeutig.
Bei einer Meinung. Nicht so eindeutig sind wir uns da einer Meinung,
das ist gut. Deshalb, liebe Zuhörer, wie seht ihr das?
Seid ihr mit uns einer Meinung? Seid ihr mit mir einer Meinung?
Oder mit Jenny? Wir wollen hier gar keine zwei Lager aufbauen,
so sind wir nicht. Nein, aber wir sind interessiert.
Bedarf es dieser Sonderveranstaltungen wie Low Vision Charts,
Paralympics, Special Olympics, brauchen wir das.
Gerne euer Feedback an sonntagtrifteagle at inclusator.com Sonntag trägt eagle
at inklusator.com Alles in einem Wort geschrieben.
Wir sind schon in einer Stunde. Wir haben eine Stunde hinter uns,
liebe Jenny. Der Sonntag ruft das Frühstück, bettelt an unserer Tür.
Deshalb würde ich mir wünschen, dass du eine schöne Zeit hast.
Bis zur nächsten Ausgabe. Und die nächste Ausgabe wird sein am 19.
Juli 2026. Dann treffen wir uns wieder. Sonntag trifft Eagle.
Vielen Dank für unser schönes, nettes Gespräch. Und ich glaube,
wir haben trotzdem mit ein paar positiven Elementen, nämlich der Freude an der
Musik, an der Kunst, aufgehört, oder?
Auf jeden Fall. Ich habe jetzt richtig Lust auf Musik, Sascha.
Wir haben auch neulich ein Kompliment auf LinkedIn bekommen für unsere durchaus
auch manchmal kontroverse Auseinandersetzung im Podcast. Also freue ich mich sehr.
Und in diesem Sinne hören wir vielleicht auch unterschiedliche Musik.
Aber ich habe festgestellt, gar nicht so unterschiedlich. sagen.
Also ich mag deinen Musikgeschmack und ihr Lieben, schreibt uns auch gerne über
eure Musikerfahrungen. Wie seid ihr geprägt? Was sind eure musikalischen Wege?
Sind blinde Menschen vielleicht auch gute Musiker?
Ist ja auch so ein Vorurteil. Wir müssen alle gut singen können,
bloß weil wir blind sind. Wir sind alles diese Wunder.
Also schreibt uns da gerne und wir freuen uns unsere Zeit.
Bis dann. Alles Gute. Ciao. Ciao. Interessante, spannende Links gibt es natürlich
wieder in unseren Shownotes. Alles Gute und bis zur nächsten Episode Sonntag
trifft Igel wünscht euch euer Inklusator Sascha Lang. Ciao, ciao.
Für den Inklusator Sascha Lang bedeutet Inklusion, Inklusion ist ein Gesellschaftsprojekt.
Inklusion bedeutet, dass jeder Mensch ganz natürlich dazugehört.
Egal wie du aussiehst, welche Sprache du sprichst oder ob du eine Behinderung hast.
Inklusion heißt teilhaben.
Wir möchten dich mit unserem Podcast dazu motivieren, bereits jetzt an der Gesellschaft teilzunehmen.
Denn nur so können Barrieren abgebaut werden.
Barrieren, die nicht nur im Alltag bestehen, sondern auch in den Köpfen.
Lasst uns diese gemeinsam abbauen.
IGL. Inklusion. Ganz einfach leben. Wird dir präsentiert von Inklusator.
Infos zum Inklusator und weitere Folgen findest du unter www.igelmedia.com.
Du möchtest uns kontaktieren? Dann schreibe uns eine Mail an moin.eaglemedia.com.