Inklusion nervt? Uns Menschen mit Behinderung auch! – aber aus anderen Gründen
Sonntag Trifft IGEL – der Sonntagstalk mit Jennifer Sonntag und Sascha Lang
17.05.2026 78 min Sascha Lang & Jennifer Sonntag
Zusammenfassung & Show Notes
In der 328. Episode des IGEL Podcasts begrüßt Sascha Lang erneut Jennifer Sonntag zur beliebten Reihe „Sonntag trifft IGEL“. Gemeinsam nehmen sie die Protestwochen im Mai 2026, die Diskussionen rund um das Behindertengleichstellungsgesetz (BGG) und die gesellschaftliche Stimmungslage unter die Lupe. Mit scharfem Humor, ehrlichen Emotionen und deutlichen Worten sprechen beide darüber, warum Inklusion in Deutschland oft noch auf Sparflamme läuft – und warum Protest sichtbarer werden muss. Jennifer berichtet offen über ihre Erfahrungen mit Demonstrationen trotz ME/CFS, erklärt die Bedeutung von Liegend-Demos und macht deutlich, warum politische Teilhabe nicht an Erschöpfung scheitern darf. Gleichzeitig geht es um rechte Tendenzen unter Menschen mit Behinderung, die Rolle sozialer Medien, die Wirkung von Kampagnen wie AbilityWatch und die mediale Aufmerksamkeit rund um die Protesttage. Auch die Diskussion um Werkstätten für behinderte Menschen und die aktuelle Jan-Böhmermann-Sendung werden kritisch eingeordnet. Zwischen Sarkasmus, Klartext und nachdenklichen Momenten entsteht ein Gespräch über Menschenrechte, Sichtbarkeit und die Frage, warum viele noch immer glauben, Inklusion sei ein „Extra“ statt ein Grundrecht. Diese Episode ist laut, unbequem, ehrlich – und genau deshalb hörenswert.
Links aus der Episode:
Hier ist das ZDF-Magazin-Royale mit Jan Böhmermann zu der Sendung mit den Werkstättenlöhnen:
Hier ist die Hotel-Matze-Folge mit der Wirtschaftsexpertin Ulrike Hermann:
Hier ist die Hotel-Matze-Folge mit dem Aktivisten Marcant:
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Podcast „IGEL – Inklusion Ganz Einfach Leben“
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Transkript
Mit eurem Inklusator Sascha Lang.
EGEL-Inklusion, ganz ein Verleben. Das ist der 17. Mai 2026.
Das ist der dritte Sonntag im Monat.
Das heißt, Sonntag trifft EGEL. Episode 328.
Heute mit Jennifer Sonntag. Und wir sprechen über die Protesttage.
Wie kann es im Mai auch anders sein? Wir regen uns nochmal so richtig auf.
Seid dabei, hört zu, genießt es und gebt uns euer Feedback. Vielen Dank.
Viel Spaß bei dieser Episode.
Mein Name ist Herr Schlang, ich bin euer Inklusator. Schön, dass ihr mit dabei seid.
Igel-Inklusion, ganz einfach leben, Episode 328.
Es ist der 17. Mai 2026 und es ist Sonntag, der dritte Sonntag im Monat.
Und das heißt, Sonntag trifft Igel.
Welcome to the show, Miss Jennifer Sonntag.
Hallo, lieber Sascha. Hallo, ihr da draußen. Ich habe mich jetzt extra gestärkt
mit einem Energy-Riegel.
Also ich sprühe hoffentlich vor Energie.
Ja, musste auch, weil wir müssen ja diese Episode, die hat ja zwei Anlaufe gebraucht.
Zwei Anläufe, so heißt es auf Deutsch, zwei Anläufe gebraucht.
Den ersten wollten wir am 7. Mai aufzeichnen übrigens.
Und da hat uns etwas, ist uns da was in die Quere gekommen.
Übrigens, Jennifer, das ist der perfekte Einstieg auf diese Sendung.
Was haben Inklusion und WLAN gemeinsam?
Lass mich raten, es stockt, es hakt. Sascha, hast du eine Antwort?
Ja, immer dann, wenn man es braucht, ist es zu schwach. Ja, viel zu schwach.
Ja, wir können das bestätigen. Ja, in allen Hinsichten. Wir haben Erfahrungen
sowohl mit WLAN wie mit Inklusion.
Wir hatten uns schon so schön in Rage geredet. Ich hatte schon meine roten Boxhandschuhe
an und Sascha ließ mich auch schon die Treppe hinabschreiten.
Und ich weiß gar nicht. Also eigentlich sind wir in den Ring getreten und hatten
schon tolle Argumente ausgepackt.
Und auf einmal hat man uns abgeschnitten. Ja, das war ja auch zeitgleich,
liefen ja auch die Diskussionen zum BGG.
Ich kann natürlich ganz gut sein, dass in dem Moment gerade wirklich alle Dämme
brachen, weil du weißt ja auch, dass der Bundestag im Prinzip,
ist der Bundestag ja Vorbild für Inklusion.
Den hattest du schon, Sascha. Den hat ich nicht falsch, aber ich muss den nochmal bringen.
Weil da sitzen ja so viele Menschen zusammen, die Inklusionshintergrund haben.
Das kann man sich gar nicht vorstellen. Mit dem Schwachsinn, den einige fett zählen.
Also, ja, aber... Aber diskriminieren wir damit nicht automatisch auch Menschen
mit Behinderung, mit diesem Witz?
Doch, ich ziehe den Witz zurück.
Aber er ist... Gibt es da noch eine Steigerung?
Er ist an sich gut, ja, weil... Es ist ja schon so eine ziemliche Persönlichkeitsvielfalt,
die wir da so finden, auf die wir alle Rücksicht nehmen müssen.
Wir besonders, ja. Ja, wir besonders und auch die Gesellschaft.
Also da funktioniert der Inklusion auch.
Deswegen geht der Witz schon auf an sich.
Also wir zum Bundestag, wir sind da sehr respektvoll und inklusiv.
Aber der Bundestag zu uns scheinbar nicht so. Aber ich nehme an,
es gibt zwei Gründe wahrscheinlich, ich spiele jetzt mal so ein bisschen rum,
Also es gibt wahrscheinlich zwei Gründe, warum das am Donnerstag mit unserer
Aufzeichnung nicht funktioniert hat.
Erstens mal hat vielleicht irgendeiner, und das war nicht die NSA,
sondern eben von der BND, uns zugehört und wollte uns den Hahn abdrehen.
Das ist die eine Variante.
Oder es waren vielleicht so viele Leute, die live gestreamt haben vom Bundestag,
dass einfach die deutsche Glasfaser, Telekom und alle Anbieter das gar nicht geschafft haben.
Weil wir sind ja in Deutschland und wir haben ja wirklich Schwierigkeiten, ein vernünftiges Netz.
Manchmal habe ich das Gefühl, wenn ich in Timbuktu wäre, hätte ich besseres
Netz als in Deutschland.
Das fängt sogar mit dem Mobilfunknetz an und das hört mit dem WLAN auf.
Und wenn man dann noch einen Anbieter hat, der exklusiv ein Wohngebäude beliefert,
wie bei uns hier, die Kollegen von der DG.
Da darf man ja keinen, man kann ja keinen anderen Anbieter nehmen,
weil die hier exklusiv die Leitung gelegt haben, locken dich mit einem wundervollen
Angebot die ersten zwölf Monate und hauen danach drauf, behaupten,
sie würden eine tausende Leitung liefern.
Und wenn du dann guckst, wie viel Upload du hast, dann schüttelst du dich mal dreimal.
Ich glaube, die tausende Leitungen teilen sich hier 60 Parteien oder so,
keine Ahnung. Auf jeden Fall ist es definitiv mit den Wählern wie mit der Inklusion einfach zu schwach.
Aber Jennifer, die Protestwochen sind abgeschlossen.
Wie geht es dir eigentlich? Ach ja, also eine heiße Woche so gewesen, auch für mich.
Ich durfte, das war ja so eine schöne Igel-Show, die du auch rausgehauen hast,
neben den ganzen politischen Sprechern, die du eingeladen hast.
Ihr hattet ja auch über Protest gesprochen und welche Formen von Protest es
gab. Und du hattest dir dazu Gäste eingeladen.
Und das fand ich sehr spannend, weil jeder auf seine Weise Protest üben durfte.
Durfte und sehr viele Menschen das auch gemacht haben, mehr als wir gewohnt
sind und ich wünsche mir natürlich trotzdem noch viel, viel mehr.
Für mich ist auch ein guter Weg, oft der digitale Weg.
Ja, ich durfte AbilityWatch unterstützen bei ihrer großartigen Kampagne zum
BGG und ich durfte auch auf die Straße gehen und hatte das auch beim letzten Mal schon erzählt.
Für mich ist es auf die Straße ging durchaus eine Herausforderung,
da ich mit ME-CFS lebe und eigentlich eher so ein Typ für die Liegend-Demo wäre,
die ja auch reichhaltig praktiziert wird, auch bei uns in Halle.
Denn bei dieser Erkrankung ist es so, dass viele Menschen ja bettgebunden sind
und natürlich sehr dankbar dafür sind, dass man liegend demonstrieren kann.
Aber ich konnte auch laufend demonstrieren, gerade am Protesttag.
Ich hatte meine Sitzhilfe dabei, konnte mich also hin und wieder auch mal hinsetzen,
weil ich das so wichtig finde, dass wir laut sind, dass wir sichtbar sind.
Und warum ich mir wünsche, dass noch viel mehr Menschen sichtbar sind,
natürlich, weil ich auch in meiner Stadt runterrechne, wie viele Menschen mit
Behinderung leben hier. Also ich persönlich komme aus Halle.
Wie viele müssten also normalerweise auf der Straße sein?
Und es ist immer nur ein Bruchteil von dem, der dann auf der Straße ist.
Und trotzdem können wir zufrieden sein, trotzdem über jeden Einzelnen,
der sich zeigt, der Transparente schreibt, der sich mit Themen auseinandersetzt, weil...
Viele Menschen mit Behinderung trotzdem auch noch politikmüde sind,
trotzdem auch rechts wählen.
Also ich musste dann auch, danach haben wir natürlich auch viel gepostet und
berichtet, was ich auch gut fand, uns ausgetauscht, wie war es bei euch,
wie war es in eurer Stadt.
Und ich musste auch erleben, dass ich immer wieder konfrontiert bin mit Nazi-Behinderten,
sage ich jetzt mal so, die dann sagen, ja, alles roter Terror,
Sozialismus, wo ich so sage, Leute, es geht um Menschenrechte,
es geht um Rechte behinderter Menschen.
Ihr wählt euch ja alle selbst die Inklusion ab, ihr schaufelt euer eigenes Grab.
Und ich habe ja meine Faktenchecker und meine sehenden Faktenchecker,
die sich dann auch so ein bisschen die Leute angucken und wer kommentiert ja und wer ist das.
Und oft sind das Menschen, die selber eine Behinderung haben.
Und das ist fatal, gerade hier in Sachsen-Anhalt.
Also ich lebe in Sachsen-Anhalt. Das ist wirklich eine harte Nuss und kaum aushaltbar.
Da werden über 40 Prozent AfD wählen. Und Sascha, du hast es ja auch schon öfter kommentiert.
Es gab ja auch Umfragen von der Aktion Mensch, dass Menschen mit Behinderung
auch tatsächlich rechts wählen.
Ja, du hast gesagt, du wärst bei diesen Demos dabei gewesen.
Und wir haben ja vorhin auch schon, oder besser gesagt auch in unserer ersten
Ausgabe, und ich habe das schon ein paar Mal bedeutet, mir sind ein paar Sachen
aufgefallen in dieser Woche.
Erstens mal, ich kann aber auch natürlich sein, dass der Facebook-Algorithmus
mir alles das reinspielt, was es so gibt. Aber ich habe sehr viele Menschen
mit Behinderungen gesehen, die irgendwas gepostet haben in irgendeine Richtung.
Und ich habe auch erstaunlicherweise sehr viele Medien mitbekommen,
die was geschrieben haben.
Natürlich hat irgendeiner mir auf irgendeiner Webseite geschrieben,
als ich den Artikel von der Taz, der jetzt vor kurzem rausgekommen ist, ja, das sind die Linken.
Da habe ich gesagt, ja, es ist aber eine Tageszeitung, die gelesen wird.
Also mir ist es egal, ob es von links oder von rechts kommt,
aber es ist eine Tageszeitung, eine private Tageszeitung, die was postet.
Wie hast du denn die mediale Aufmerksamkeit empfunden?
Fand ich gut, fand ich gut. Hast du ja auch schon mit Ottmar ausgewertet.
Also es gab durchaus Mainstream-Medienberichte.
Also du konntest irgendwo sein, ein Radio war an und du hast plötzlich gehört,
aha, BGG, also JournalistInnen haben sich auseinandergesetzt,
mal gut und mal schlecht.
Es ist natürlich wirklich schwer zu durchsteigen für Menschen,
für die wir lange unsichtbar waren und die das ganze behindertenpolitische Thema nicht kennenlernen.
Sogleich raffen. Und selbst für Menschen mit Behinderung, die sich behindertenpolitisch
nicht auseinandersetzen, ist es ja auch schwer zu begreifen.
Deswegen komme ich nochmal auf den Punkt, den ich eben hatte.
Deswegen haben wir leider ja auch Menschen mit Behinderung, die sich für rechts
entscheiden, die Rechtsabbieger sind, weil die einfach nicht verstehen, worum es für sie geht.
Und deswegen bin ich natürlich dankbar, wenn Mainstream-Medien unsere Themen
größer und sichtbarer machen oder ja auch abgesehen vom BGG und der Giftliste,
die wir jetzt aktuell diskutieren,
gab es jetzt auch eine großartige Böhmermann-Sendung, die nochmal das Werkstätten-Thema aufgegriffen hat.
Und das Absurde war, ich weiß nicht, ob du es verfolgen konntest,
er hatte ja vor einigen Monaten schon mal eine Sendung gemacht zum Thema Inklusion
und der vertreibt so ein Merch-Produkt.
Grundi, Grundi, der grundsätzlich Grundgesetz macht Gott schon, genau.
Richtig, und alle, die es nicht so genau verfolgt haben. Ich habe es geahnt,
als die aktuelle Sendung jetzt rauskam und er das Grund, die Ansprache,
ich dachte, fuck, das wird doch nicht in der Werkstatt zusammengeschraubt, das Ding.
Und genauso hat sich das dann rausgestellt. Aber nicht die ersten tausend.
Man muss ja dazu sagen, also die Firma hat ein Angebot gemacht und so weiter
und dann natürlich nicht erwähnt, dass sie dann irgendwann mal in die Werkstatt
und scheinbar wurde das so gut verkauft.
Die ersten tausend wurden noch zu Hause bei den Herren, die das kreiert haben,
zusammengeschraubt. und danach ging es dann in die Werkstatt,
aber der Preis blieb der gleiche scheinbar.
Ja, und es gab nur so eine subtile Zwischeninfo, die natürlich auch nicht so
gleich aufgefasst wurde, dass das jetzt in einem Sozialunternehmen hergestellt wird und so weiter.
Und die haben sich da selbst auch hart in die Kritik genommen,
was ich echt gut fand. Und ein Angehöriger einer Betroffenen hat dann geschrieben
und auch die Lohnabrechnung mal geschickt, also was man als solches bezeichnen kann.
Also wie wenig eigentlich, ich glaube seine Schwester war das,
nur verdient in dieser Werkstatt. Arbeitnehmer ähnlich.
Arbeitnehmer ähnlich, genau. Also deswegen wird man auch nur Arbeitnehmer ähnlich bezahlt.
Deswegen ist es auch nur menschenrechtsähnlich, was man da so erlebt.
Und ja, was ich damit sagen will, es ist natürlich wichtig,
dass solche Medienproduktionen im Mainstream unsere Themen richtig groß machen
und das klingt leider nochmal anders aus dem Mund eines Jan Böhmermann,
als wenn wir in unserer Bubble uns immer wieder dieselben Themen erzählen.
Also wir brauchen diese Allies und diese Unterstützer und die auch kritisch
mit sich selber umgehen und sich da nicht beweihräuchern und sagen,
wir machen es ja richtig, sondern Leute, wir haben es auch falsch gemacht.
Wir hätten es auch wissen können, wenn wir uns genug dafür interessiert hätten.
Und so ist es bei vielen anderen Medien auch. Deswegen also,
ja, deine Frage war gut, kann ich auch so beantworten.
Medien sind da schon sehr viel aufmerksamer gewesen als vorher, aber auch wieder.
Durch unseren Protest, durch Kampagnen von Aktivisten, dadurch,
dass wir diesmal wirklich echt Alarm gemacht haben.
Sonst wäre es vielleicht auch nicht so weit gekommen. Und was ich aber sehr
schön finde ist, das haben wir ja auch ein bisschen angesprochen,
glaube ich, in dieser Episode mit Lena Groh-Trautmann,
Gianni Kolbig und auch Ottmar Malz-Paul, dass es ja manchmal nicht geht,
dass man auf die Straße geht und dass jeder kleine Protest, auch als das,
was wir Social Media technisch gemacht haben oder was derzeit auch stattfindet, auch so Influencer,
der zwar bei vielen oder einigen Blinden nicht so beliebt ist, Mr.
Blind Life, aber auch andere Influencer, die man so kennt.
Da ist einige passiert und auch die haben ihre Reichweite genutzt,
um darauf hinzuweisen, darauf aufmerksam zu machen, was hier gerade schiefläuft.
Du hast vorhin noch was gesagt, wo ich nochmal ganz darauf zurückkommen wollte.
Du hast gerade gesagt, ich verliere immer den Namen von ME-CFS,
die sind an ihr Bett gebunden.
Da fiel mir gerade auch ein, ich habe ja am 7.
Ich weiß, ich weiß, jetzt kommt es raus. Ich habe am 7. das Interview mit Wilfried
Oellers ausgestrahlt, behindertenpolitischer Sprecher der CDU.
Und der hat zweimal den Begriff am Rollstuhl gebunden.
Alter, du bist doch Politiker, du bist jetzt mittlerweile, du hast Leute in
deinem Team sitzen, die im Rollstuhl cruisen.
Und wie kann es, hat noch keiner ihn drauf auf mehr? Ich wollte ihn im Interview,
ich habe gedacht, das kannst du jetzt nicht machen.
Ich wollte ihm wirklich im Interview darauf hinweisen, Herr Oellersmann sagt
nicht mehr an den Rollstuhl gebunden.
Hat er nicht gesagt gefesselt, das wäre ja früher ein Rollstuhl.
Aber warum sagt man denn bei euch ans Bett gebunden? Ja, also tatsächlich ist
es bei ME-CFS, noch mal ganz kurz erklärt, das ist eine schwere Multisystemerkrankung,
manchmal eine Folge von Long-Covid.
Ich selbst habe die Erkrankung nicht durch Long-Covid, sondern durch ein Krankenhausvirus
und viele Menschen leben mit Bettlägerigkeit.
Ich zum Beispiel liege viele, viele Stunden am Tag und habe dann auch mich oft
gefragt, wann spricht man schon von Wettlägerigkeit?
Und das ist hier bei dieser Behinderungsform auch so, dass die mit sehr viel Leid verbunden ist.
Also während wir bei anderen Behinderungen sagen, naja, der leidet unter seiner
Behinderung, ist vielleicht jetzt nicht so eine coole Formulierung,
weil bloß weil wir behindert sind, leiden wir nicht.
ECFS ist eine Erkrankung, die wirklich mit sehr viel Leid verbunden ist.
Und hier benutzt man auch tatsächlich, jemand ist Haus- oder Bett gebunden,
weil man damit ausdrücken möchte, die Menschen sind wirklich schwer krank,
schwer geschädigt, bis jetzt ist jahrzehntelang nichts in Sachen Forschung passiert
und das ist dort im Sprachgebrauch ganz üblich und so nutzen wir das auch.
Wo wir das nicht nutzen und da bin ich ganz bei dir und ich habe
Ich bin auch im Achteck gesprungen, als ich dieses Interview gehört habe,
als er dann demonstrieren wollte, ja, ich habe ja auch Kontakt zu Menschen mit Behinderung.
Eine Mitarbeiterin von mir ist auch an den Rollstuhl gebunden.
Da habe ich gedacht, das kann doch nicht sein. Also wenn ich politischer Sprecher
bin und immer am Puls der Zeit sein möchte, was Inklusion betrifft,
dann weiß ich doch auch, was sind hier die Trends, was ist das Wording,
wie würden sich Menschen mit Behinderung nicht mehr ausdrücken, wie kann das passieren?
Und ich habe mir auch angeschaut, wie alt er ist.
Also er ist jetzt ja auch nicht 92 Jahre alt, dass man das vielleicht verpasst hat oder so.
Das darf einfach an der Stelle wirklich nicht mehr passieren.
Ich habe unsere Episode heute mit dem wunderbaren Titel verpasst.
Inklusion nervt uns Menschen mit Behinderung auch, aber aus anderen Gründen.
Kannst du mit diesem Titel leben? Es ist doch so zu spät, weil das Cover ist
schon gemacht. Aber kannst du damit leben?
Du bist ja hinterhältig.
Ich finde es gut, weil Inklusion darf und soll ja auch nerven.
Und natürlich nervt es uns, weil sie nicht passiert. Aus anderen Gründen. Ja, richtig.
Und dass die natürlich die Gesellschaft gerade nervt, kann ich auch was mit anfangen.
Das war auch so ein Teil, den ich beim letzten Mal schon angestimmt habe.
Und ich bin ganz froh, dass wir vielleicht
Aus dem Grund jetzt nochmal neu aufnehmen, weil ich es nochmal besser erklären will.
Also dieser Punkt, es gibt ja verschiedene Sachen, warum unser innere Igel gerade so stachelt.
Also warum ich auch mit bestimmten Argumenten einfach nicht leben kann,
weil die zum Teil einfach nicht stimmen, weil die auf jeden Fall aber gefährlich sind.
Viele fühlen sich von Inklusion genervt. Ich gerade in meinem Bundesland höre das ständig.
Zum Beispiel, man soll, was Inklusion in der Schule betrifft,
eben nicht leistungsstarke und leistungsschwache zusammen beschulen.
Das ist ein Argument, wo die Leute sich genervt fühlen von Inklusion und wo
mich das aber unheimlich nervt.
Weil ich finde, das stimmt einfach nicht, das Argument. Ich muss dann manchmal
begründen, wenn ich so mit Leuten an einem Tisch sitze Und ich weiß,
da sitzen Menschen, die haben so ein Deutschland-Fahne-Button dran.
Also mein sehender Partner erzählt mir das im Nachhinein und ich denke,
oh mein Gott, leider kannst du das heutzutage nicht mehr so tragen,
weil du bist ja nicht Fan irgendeiner Sportmannschaft, sondern du bekundest
ganz klar, ich bin Deutschland-Fan, ich wähle AfD.
Und wenn ich dann sowas höre wie, naja, die Behinderten, die sind nicht leistungsstark
und so weiter, dann muss ich ein Argument bringen, was leider dieses Leistungsprinzip
mit bespielt und das ist eigentlich widerlich.
Dann muss ich den Leuten immer sagen, ey, du, ich war in meiner Abi-Klasse mit die Beste.
Ich habe mit das beste Abi geschrieben, ich hatte einen Einser-Durchschnitt.
Ganz viele in meiner Abi-Klasse hatten ein viel schlechteres Abi als du.
Also du AfD-Wähler, wie gut warst du denn in der Schule? Und das ist eigentlich
ein richtig Scheißargument, weil man wieder dieses Leistungsprinzip pusht und
das wollen wir nicht, weil es gibt viele Menschen, auch Menschen mit Behinderung,
Menschen ohne Behinderung,
die wertvolle Menschen sind, weil wir einfach Menschen sind und nicht an unserer
wirtschaftlichen Verwertbarkeit gemessen werden dürfen. Aber.
Ähnlich ging es mir im Studium. Ich hatte mit das beste Diplom,
nicht weil es mir so super ging.
Ich habe also auch sämtliche Hilfen abgesprochen bekommen. Ich habe keinen Screenreader
finanziert bekommen, keine Beischreibmaschine.
Ich habe heftige Erblindungsschübe gehabt, weil ich eben diese Unterstützung
nicht hatte und habe trotzdem, hier muss ich eben sagen, trotz meiner Behinderung,
dieses fucking, Entschuldigung, Studium geschafft in meiner Regelstudienzeit.
Ganz viele nichtbehinderte Mitstudierende haben das nicht geschafft.
Und mir tut, das ist Story of my life, Entschuldigung, mir tut das unfassbar
leid, wenn sich da so ein AfD-Wähler hinsetzt und sagt, naja,
die Behinderten, das sind die Leistungsschwachen.
Also auch, Sascha, ich bin gleich fertig, auch Menschen in Werkstätten sind
für mich nicht die Schwachen.
Das sind für mich unfassbar starke Menschen, die für wahnsinnig viel Geld bezahlen.
Teilweise einen Vollzeitjob dort hinlegen, Dinge bauen für große Firmen,
für große Player und die Mainstream-Gesellschaft weiß das noch nicht mal.
Und dann auch unter Bedingungen, wo viele Rechtswähler da draußen gar nicht arbeiten würden.
Einfach mit verschiedensten Menschen zusammen geballt in einem Raum.
Einer hat diese Macke, einer hat diese Macke. Also Großraumbüro auf das jüngste,
was es gibt, wo einige Menschen hier einen Kampf kriegen würden.
Absolut. Also ich durfte auch immer mal, hatte ich auch schon öfter mal gesagt,
so Manuskripte lesen von Mitarbeitenden aus Werkstätten, die es dann raus geschafft haben.
Da denke ich an Ottmers Buch und auch diese Idee, die Menschen,
die auf den ersten Arbeitsmarkt wollen, auch zu unterstützen,
aus den Werkstätten zu kommen, auch eine eigene Wohnung irgendwo zu haben.
Das ist ein Riesenkampf, das braucht so viel Resilienz, das braucht eigene innere
Stärke, Kraft und auch die Angehörigen der Familien,
wo es Menschen mit Behinderung gibt, sei es die Schwester, sei es die Tochter,
der Sohn, wie auch immer,
die müssen immer wieder aufstehen, die müssen immer wieder kämpfen.
Das klingt so blöd, aber es ist ja so. Du hast immer wieder herbe Rückschläge.
Und das sind doch keine schwachen Menschen.
Das sind Menschen, mein Gott, also so ein Fell muss man sich erstmal wachsen
lassen und den Kopf immer wieder aus dem Sand zu ziehen und sein Ding zu machen.
Also kriege ich gleich Gänsehaut. Und das macht mich sauer, dieses Argument. Ja, das sind die...
Oft kommt das so von Leuten, wo ich so denke, mein Gott, zeig mal dein Portfolio.
Und das ist eigentlich ärgerlich, weil ich dieses Leistungsding ja gar nicht so anpieksen will.
Aber definier mal Leistung, also definier mal Erfolg.
Für mich sind Menschen mit Behinderung sehr, sehr, sehr erfolgreiche Überlebenskämpfer teilweise.
Auch wenn wir immer sagen, ach, wir wollen die nicht so zum Helden erklären, zur Heldin.
Aber in diesem Inklusionskampf, den wir da gerade kämpfen, also sorry,
das müssen ja jetzt nun andere Menschen nicht.
Ja, und ich wollte noch ganz kurz, weil damit die Leute das nicht falsch verstehen,
du hast kurz vorhin gesagt, für ganz viel Geld arbeiten sie in den Werkstätten.
Also für ganz viel Geld hast du gesagt, dass ganz viele Geld bezahlen Unternehmen
an die Werkstätten, um ihren Scheiß gemacht zu bekommen.
Aber das Geld kommt definitiv nicht bei den Mitarbeitern an.
230 Euro durchschnittlich ist das Gehalt von arbeitnehmerähnlichen Mitarbeitern in einer Werkstatt.
Ich habe die Prozentzahlen jetzt nicht mehr ganz vor Ort.
Ich glaube aber von allen beschäftigten Menschen in Werkstätten sind fast 60.000
in ausgelagerten Positionen. Das heißt, die arbeiten teilweise in normalen Unternehmen.
Allerdings unter Werkstattbedingungen.
Und das halte ich, das ist wie Zeitfirmen arbeiten.
Und ich finde, das ist eines der skandalösesten Machenschaften,
die es gar nicht geben darf.
Wenn ich eine Firma, eine Werkstatt engagiere und da Mitarbeiter in meine Firma
einlade, habe ich die Bitte so zu bezahlen, weil die Werkstatt kriegt definitiv
nicht nur die 230 Euro vom Arbeitnehmerähnlichen.
Den er bezahlt, sondern die Werkstatt kriegt von der Firma ganz viel Geld.
Und Werkstatt ist sowieso überhaupt ein Begriff, den man wegstellen sollte,
weil Werkstatt klingt wie, also das klingt auch schon so, die Reform ist unabdingbar.
Und ich bin wirklich auch von dieser Sendung, ich habe die natürlich am Freitagabend
mir angeschaut, auch das Off-Interview noch mit Jürgen Linnemann und der Kollegen
da von der Anwaltskanzlei, die das unterstützen, also von der Vereinigung.
Und ich bin auch wirklich sehr dankbar, dass die Sozialhelden das mit unterstützen müssen.
Ich habe auch bereits auf Anfrage von Raul Interviews angefragt.
Ich warte dann noch auf das Feedback, dass wir das auch nochmal beim Eagle Podcast
thematisieren, weil ich auch gerne gucken will, dass diese Sache,
das kostet Tausende von Euro, diese Verfassungsklage.
Und es wird endlich Zeit, dass die Regierung, die mit ihrer Werkstattreform,
die jetzt anscheinend im Herbst erscheint soll,
wenn die Werkstattreform so scheiße ist wie die zwei anderen Reformen,
die gerade auf den Markt gekommen sind, Dann dürfen wir uns schütteln,
weil da wird auch wiederum nichts am System geändert.
Und das Perverse, was man ja an sich erleben muss, das hat ja der Böhmermann
auch nochmal hingewiesen drauf, das Perverse bei der Geschichte ist ja das.
Der Staat bezahlt ja doppelt.
Der Staat bezahlt zuerst mal, dass überhaupt ein Werkstattplatz stattfindet.
360.000 Werkstattplätze gibt es in Deutschland.
Der Staat bezahlt also die 360.000 Werkstattplätze, damit Begleitung,
Unterstützung in der Werkstatt stattfinden kann. Erster Betrag.
Dann kriegt der Mitarbeiter ähnliche Angestellte, ähnliche, von der Werkstatt
230 Euro oder wie der Herr Linnemann durchschnittlich 180, 185 Euro.
Je nachdem wie, kriegt er ein bisschen mehr.
So, das ist dann der nächste Faktor. Und dann kommt der Staat nochmal her und
dann verfragen wir uns, wo das Geld hingeht. Dann kommt der Staat nochmal her und bezahlt.
Und bezahlt nochmal Sozialhilfe, Wohngeld und whatever, damit die Menschen mit
Behinderung, die nur 230 Euro im Monat kriegen, damit die überleben können.
Damit die sich überhaupt was leisten können. Und da sie sich teilweise auf dem
ersten Arbeitsmarkt, am Wohnmarkt auch nichts leisten können.
Und der Staat ja auch sehr gering nur entweder eine Wohnung von 52 Quadratmeter
für einen Rollstuhlfahrer bezahlt.
Wie soll ein Rollstuhlfahrer mit 52 Quadratmeter überhaupt klarkommen?
Da braucht die Toilette oder das Badezimmer braucht schon 10,
15 Quadratmeter, damit er sich überhaupt ein bisschen bewegen kann.
Wenn ich das dann noch überlege, wie viel der Staat da noch mal bezahlt, dann ist das ja pervers.
Das ist ja an sich krank. Und das ist, bezahlen die Leute vernünftig,
dass sie vernünftig was leisten können.
Und die Werkstätten, die funktionieren teilweise als GmbH, verstecken sie schon,
dem Gemeinnützigen sind aber,
da gibt es Mitarbeiter, die müssen mehr leisten als einige Beamten und einige
Angestellte und einige sonst, die in irgendwelchen Büros Sesselpupser sind und
uns die Eingangshilfe kürzen wollen.
Also das ist nicht mehr, sorry, das kann ich nicht mehr nachvollziehen.
In Luxemburg haben wir seit 2003 ein Gesetz, das wird jetzt auch reformiert
nochmal, da gibt es den Mindestlohn.
Man kann auch steigen, also man kann auch mehr verdienen, aber da gibt es den
Mindestlohn. Nicht jeder kann in einer Werkstatt auch arbeiten.
Es gibt auch, ich nenne das mal, so Tagesstrukturen, wo die wirklich hinkommen,
die Menschen, die dann wirklich nicht in einer Werkstatt, wo gar nicht in einer
Werkstatt funktioniert und das gibt es auch.
Ich bin auch immer noch der Meinung, dass wir die Werkstätten gar nicht abschaffen dürfen.
Ich bin auch der Meinung, dass wir die Förderzentren nicht abschaffen dürfen.
Aber wir müssen das reformieren und wir müssen ganz klar entscheiden,
wer gehört dahin und wer gehört nicht dahin. Und wir haben am 13.
Mai eine Episode, wir nehmen zwar jetzt am 12. Mai auf, aber am 13.
Mai erschien dann die Episode, wenn wir hier ausstrahlen.
Und da ging es um den Arbeitsmarkt, eine Podiumsdiskussion in Kiel um den Arbeitsmarkt.
Und ich möchte einfach, dass wir dahin kommen, dass der Mensch mit Behinderung
nach der Schule erstens mal die Möglichkeit kriegt, einen vernünftigen Schulabschluss
zu kriegen, weil er es kann und dann auch die Möglichkeit hat zu wählen.
Will ich mit, trotz oder wegen meiner Behinderung auf den ersten Arbeitsmarkt?
Dann bitte gib ihm die Möglichkeit, da zu praktizieren, da zu schauen,
was zu ihm passt, wie alle anderen auch.
Oder will ich in eine Werkstatt, weil ich diesen beschützten Rahmen brauche?
Dann kann ich auch dahin. Aber gib mir mal die Wahl, gib mir mal die Möglichkeit,
die beiden Wege kennenzulernen, bevor wir die Leute einfach in ein Kostüm pressen, so nach dem Motto,
hast du einen Förderstatus, bist du geistig behindert oder mental beeinträchtigt,
was auch nicht immer Förderstatus lernen heißt, nicht direkt,
dass man mental beeinträchtigt.
Das wurde meiner Tochter gesagt von einer von einer Fachkraft,
einer Leiterin eines Förderzentrums für Förderschüler wurde gesagt,
Herr Lang, akzeptieren Sie, dass Ihr Kind geistig behindert ist.
Nur weil sie zwei Schwestern hatte, die selber mental beeinträchtigt waren,
hat sie das rausgekommen.
Und wir haben jetzt mitgekriegt in Elternversammlungen, dass das nicht mein
Kind alleine ist, was so eine Aussage gekriegt hat.
Klammer auf, Lara, meine Tochter, ist gerade dabei, den MSA zu machen, trotz Förderstatus.
Ein Kind mit mentaler Beeinträchtigung glaube ich nicht, dass sie das unbedingt
so schafft. Und sie ist eine von vielen, die das macht, aber sie ist eine der
wenigen, der das überhaupt mit Förderstatus hat.
Ich will jetzt keine Lorbeeren für meine Tochter da machen, aber ich will damit
nur sagen, dass diese Einschätzungen manchmal von Menschen gemacht so fehlerhaft sind.
Du hast absolut recht, wie du vorhin gesagt hast, diese Unterschiede zwischen schwach und stark.
Im Endeffekt sind wir alle schwach und wir sind alle stark. Alle einzelnen Menschen.
Die 8,8 Milliarden Menschen auf dieser Welt sind schwach und stark.
Und die Gesellschaft würde sich gut daran tun, wenn wir endlich mal gucken würden,
dass wir die 8,8 Milliarden schwachen Segmente des Menschen akzeptieren würden
und die 8,88 Milliarden starken Elemente.
Und wenn wir die miteinander vermischen, haben wir einfach genau das,
was die Dualität in dieser Welt ausmacht.
Es gibt einfach Dualität, das gibt es einfach. Es gibt Schwach und es gibt Stark.
Und wir können aber gegenseitig so mega gut kompensieren. Du kannst gut schreiben,
ich kann gut labern. Gut, du kannst auch gut reden.
Wir können neue Gute labern. Genau. Aber verstehst du, wir haben alle Stärken und alle Schwächen.
Und ich finde es einfach krank auf diesem Planeten, dass wir jetzt an die Inklusion gehen.
Und dann setzt sich hier ein Herr Oellers hin und labert uns von guten Elementen.
Und wir kriegen gerade Jugendhilfe gestrichen.
Die jungen Leute haben jetzt schon Schwierigkeiten, Hilfsmittel überhaupt zu kriegen.
Ich habe jetzt noch mit einem Jugendlichen zu tun, der 18 Jahre alt ist.
Der kann seinen Abschluss nicht machen, weil irgendwelche Systeme versagt haben,
ihm beizubringen, als sehbehinderter Mensch mit iPad und Dings umzugehen.
Jetzt sagt die IKK zu ihm, du darfst seinen Abschluss nicht machen,
weil du nicht selber schreiben kannst.
Das Diktieren, das reicht uns nicht. Du kriegst also keinen Hauptschulabschluss.
So, was hat der denn für eine Zukunft?
Und da haben Pflegeeltern, die waren mit im Spiel, ganz genau die Geschichte
nicht, aber die haben damals gesagt, du brauchst keine Blindschrift,
das war vor fünf Jahren, du brauchst keine Blindschrift, du brauchst das alles
nicht, du kannst ja alles überhören und diktieren machen.
Gut, prinzipiell vielleicht gar nicht so verkehrt, aber ziemlich blöd.
Und da hing ein Förderzentrum Seen mit im Spiel, die da nicht hingegangen sind
und gesagt haben, doch, wir wollen, dass du das lernst, weil du brauchst das.
Da wird einfach eine Zukunft eines Menschen mit Füßen getreten.
Und das ist nicht der einzige Fall.
Und es ist so oft und so viel und so kämpfen.
Ich habe mich jetzt dazu entschlossen, in Segeberg in der Seminarschule,
wo Lara hingewechselt ist, Nachdem wir dreieinhalb Jahre wirklich einen unmöglichen
Weg gegangen sind wegen Mobbing von Lehrern, von Förderlehrerinnen bis hin zu Schülern,
ist sie in den Seminarweg in die Schule gewechselt und wir sind da auf einen
Schulleiter getroffen, der gesagt hat, mir ist die Vergangenheit von Lara scheißegal.
Ich schaue mir sie jetzt an und dann schauen wir weiter. Und da hat Lara das
geschafft, was an sich keiner mehr erwartet hat. Sie hat ihr ESA gemacht, sie hat MSA gemacht.
Sie hat sogar eine Empfehlung fürs Gymnasium bekommen, die sie aber nicht umsetzen will.
Sie hat ein klares Verhältnis, was sie machen will.
Und dann habe ich mich entschlossen zu unterstützen. Jetzt seit zwei Jahren
ist es Pflicht, dass Fördereltern eine Elternvertretung haben.
Ich war das jetzt zwei Jahre.
Mein Kind geht zwar jetzt von der Schule, aber ich habe gesagt,
die nächsten 18 Monate, solange der Leiter noch da ist, möchte ich die Schule unterstützen.
Und wir werden jetzt auch gucken, dass die Eltern mit Förderstatus ein bisschen
mehr noch zusammenrücken und auch mal ein bisschen mehr Unterstützung kriegen.
Weil ich merke auch gerade, wenn ich so mit Eltern mich unterhalten,
das hat bei uns ja schon einiges mitgemacht.
Und ich bin ja schon gewohnt mit diesem Kampf, mit diesem Nervenaufreibenden.
Aber dann gibt es Eltern, die das gar nicht kannten, weil die gar keine Behinderung
haben vorher und nie mit Behinderung in Betracht gekommen sind und jetzt Kinder
mit Autismus oder mit Lernschwierigkeiten haben.
Was die leiden, was die Paare leiden, was da einfach.
Und dann höre ich wirklich in der Politik, dann sitzen da welche Leute,
wo ich einfach mittlerweile das Gefühl habe, where are you?
In welcher Kapsel lebt ihr eigentlich? Vor allem, Sascha, alles,
was du jetzt sagst, alles erlebt in meiner Zeit.
Nochmal zurück zum Studium, was du gerade als Argument gebracht hast.
Sag mal ganz genau, wann war das? Gib uns einfach mal so den Zeitraum.
Ich bin ja nun schon sehr alt.
Ich bin jetzt 47, ich habe studiert, da war ich 19, 20, 21.
Also Ende der 90er Jahre haben wir das Problem schon.
Und da habe ich genau dieses Argument gehört, sie ist der Lautsprache mächtig
und nicht auf Schriftsprache angewiesen.
Also das war auch die Ablehnung des Kostenträgers und da habe ich gedacht,
okay, das muss man jetzt hier mal allen Studierenden sagen, ihr braucht eigentlich
keine Schriftsprache, bewältigt mal das ganze Studium ohne entsprechende Schreibutensilien,
ohne Lesematerial,
wir sind jetzt ja alle nur auf Lautsprecher.
Also weil das Argument jetzt ja wieder als Ablehnung kam, was du gerade erzählt hast.
Und ich finde das so schrecklich. Also auch alles, was du jetzt zum Thema Mobbing
nochmal angesprochen hattest und Erfahrungen mit deiner Tochter und so weiter. Ich habe das...
Für einen Einzelfall gehalten. Man hält sich natürlich erstmal für einen Einzelfall.
Ich habe das aber jetzt schon bei der zweiten Demo gehört zum Protesttag.
Es haben junge Menschen, Schüler gesprochen zum Thema Mobbing.
Zum Thema Inklusion in der Schule und dass das Mobbing ein ganz großes Thema
ist. Und das dürfen wir auch nicht wegschweigen.
Also wenn man Inklusion möchte, muss man auch über Mobbing sprechen.
Und Mobbing auch nicht nur von Schülern, sondern auch von Lehrern und auch von
Eltern nichtbehinderter Kinder, die ein komisches Bild von Mitschülern mit Behinderung haben.
Und das pusht natürlich auch die Politik, wenn die dann ständig sagt,
ja, das sind die Leistungsschwachen, die machen unsere Wirtschaft kaputt, was weiß ich.
Also auch was der Sören Pellmann gesagt hat, also Menschen mit Behinderung,
die kriegen zunehmend richtig Angst, weil man auch, das ist jetzt...
Harter Tobak, aber wir haben schon vom Straßenrand bei unserer Demo zum Bundesteilhabegesetz gehört.
Das ist Jahre her, kamen vom Straßenrand so Sprüche wie, bei Adolf hätten sie
sowas wie euch vergast, geht zurück in eure Anstalt.
Ich hielt es damals wirklich für eine sensationelle Ausnahme,
für einen Skandal von alten Männern, wo ich dachte, Mensch, du bist doch selber
bald aufs Pflegeheim angewiesen, du brauchst doch selbst Sozialleistungen.
Wie kannst du sowas sagen? Jetzt ist das salonfähig geworden,
vielleicht in diesem Bundesland, aber ich kriege Feedbacks auf Facebook,
das hatte ich vorhin schon gesagt, also zum Thema Protesttag habe ich auch von
Menschen mit Behinderung, die rechts wählen,
Rückmeldungen bekommen, wo ich so denke, mein Gott, du hast selber eine Behinderung.
Es gibt Leute im öffentlichen Dienst, die feiern den Hitler-Geburtstag.
Die werden früher rausgeflogen.
Und das sind mitunter Leute, die haben selber Allergien, die haben chronische
Erkrankungen, die haben überlebte Krebserkrankungen.
Die profitieren also auch von unserem Gesundheitssystem.
Jeder hat dann einen anderen Zugang, warum er das wählt. Oder in unserem Fall,
warum wir uns zu unseren Themen stark machen.
Aber Sascha... Ich stelle jetzt mal eine ganz provokative Frage.
Wir haben jetzt vor einiger Zeit in Ungarn den Orban abgewählt.
Braucht es wirklich,
Ich frage es einfach so und schlage mich nicht, liebe Hörer,
ich frage das einfach mal so.
Ganz frech, braucht es wirklich mal eine AfD-Regierung, damit wir wieder zu Besinnung kommen?
Brauchen wir wirklich ein paar Jahre Orban, um wieder vernünftig zu wählen,
um wieder einen Menschen zu wählen, der vernünftige Politik macht?
Wir gehen mal davon aus, dass der neue ungarische Präsident das macht,
dafür wurde er jetzt gewählt, dass die Bevölkerung aufwacht.
Brauchte Amerika eine zweite Runde Trump, um wieder zu sich zu kommen?
Brauchen wir wirklich manchmal Zerstörer, ich frage mich, wie dumm wir Menschen
eigentlich geworden sind, dass wir manchmal wirklich so Zerstörer brauchen,
um uns zu besinnen, auf was es eigentlich ankommt.
Also ich wünsche mir keine AfD, sie kommt sowieso nicht in Deutschland an die
Macht, weil sie wollen ja absolute Mehrheit, das kriegen sie hoffentlich nicht. Sachsen-Anhalt.
Ja, Sachsen-Anhalt. Und nach Sachsen-Anhalt. Ja, aber ich bin aber immer noch
der Überzeugung auch, dass die jetzige Politik und die jetzigen Politiker in der Macht, CDU und CSU,
die hebe ich ganz oben hin damit, dass die das aber auch wirklich so richtig provozieren.
Also die CDU, CSU, die gibt ja auch Sachen von sich, die AfD-like sind.
Sie sind nur kopiert teilweise und nicht so scharf.
Aber vom Inhalt her sind sie nicht viel besser. Und das ist das,
was gefährlich ist, weil wer wählt schon die Kopie, wenn er das Original haben kann?
Und dass wir im Moment mit Inklusion zu kämpfen haben, liegt nicht an uns Menschen mit Behinderung.
Es liegt definitiv an dem, was die Politik draußen verkauft.
Wenn ich als zu teuer, zu Belastung,
zu was auch immer und wenn die kranken Menschen, als wir machen das Wirtschaftssystem
kaputt und die Wirtschaft strotzt vor Geld, nicht alle Unternehmen sind Hochmilliardären
und so weiter. Das muss man auch sagen.
Es gibt auch viele Unternehmen, mittelständige Unternehmen, die wirklich an
der Grenze kratzen und für die natürlich Barrierefreiheit einen Aufwand ist.
Aber warum gehen wir denn nicht hin? Anscheinend hatte der Herr Oellers ja,
ich habe ihn ja auf Luxemburg angesprochen, anscheinend hatte der ja die Idee
gehabt, die privaten Firmen zu unterstützen, ist anscheinend vom Tischgewicht.
Aber wenn du in der Regierung mit bist als Beamte, als Abgeordneter,
verdammt nochmal, dann setze es durch.
Genau wie in Luxemburg. Wir haben Barrierefreiheit in Luxemburg auf die Tagesagenda geschrieben.
Ab 32 kann ich eine Axtpraxis verklagen, wenn sie nicht barrierefrei ist.
Das gibt es in Deutschland gar nicht. Aber in Luxemburg haben wir gesagt,
wir nehmen aber auch Geld in die Hand. 25.000 Euro, maximal 24.000 sind es ganz genau.
Maximal können als Unterstützung noch bis 2027 bezahlt werden,
damit Umbauten passieren. Und was haben wir da noch für einen Side-Effekt?
Wir kurbeln die Wirtschaft sogar mit an.
Und wir schaffen für auch die Politiker, wenn ich gucke, wie alt da teilweise
Leute sind, die in der Abgeordneten sind, das sind alles demnächst Rollator-
und Rollstuhlfahrer, entschuldigung, wenn ich das so brutal sage,
das sind demnächst die, die in der Pflegeeinrichtung leben und die nicht mehr
vernünftig gepflegt werden können, weil die Mitarbeiter keine Zeit haben,
weil die Menschen in diesen Zimmern nur noch Nummern sind. Und ich habe das miterlebt.
Wir haben gerade einen Sterbefall in der Familie, wo ich der Überzeugung bin,
dass der Mensch gestorben ist, weil die in der Pflegeeinrichtung Scheiße gebaut haben.
Der hatte auf einmal Rippenbrüche in der Pflegeeinrichtung. Danach hatte er
eine Lungenentzündung und ist daran gestorben.
Das kannst du mir nicht erzählen. Natürlich gibt es da Mitarbeiter,
die versuchen, das Beste daraus zu machen. Es gibt aber auch Mitarbeiter,
die völlig überfordert sind.
Und an sich müsste man jetzt da eine Enquete machen, um das zu überprüfen.
Aber die Menschen, die jetzt jemanden verloren haben, die haben die Kraft gar
nicht mehr. Die haben einfach keine Kraft mehr.
Am liebsten gibt es so viele Menschen, die kapitulieren würden und sagen,
macht doch euren Scheiß alleine. Die einen wandern gerne aus, wollen weglaufen.
Aber ist es woanders besser? Ich weiß es nicht. Man behauptet,
irgendwo wäre es besser.
Aber ist es wirklich irgendwo besser? Ich weiß es nicht.
Also es gibt ja Vergleichsländer und Vergleichsbeispiele, die auch immer zu Rate gezogen werden.
Danke, dass du mich vorhin nochmal korrigiert hattest, Sascha,
wo ich meinen freudschen Versprecher hatte zum Thema viel Geld.
Also ich hatte mir viel Geld gewünscht, was die Behindertenwerkstätten betrifft
und habe natürlich dann immer diese Wirtschaftsunternehmen, große Player und
so weiter im Hinterkopf, weil da ist viel Geld. Ich würde jedem empfehlen,
mal die aktuelle Hotel-Matze-Folge zu hören.
Da ist eine Wirtschaftsjournalistin zu Gast und die erklärt da nochmal sehr
transparent und für uns verständlich,
wo eigentlich das Geld ist, wie stark auch die Wirtschaft subventioniert wird,
wie lächerlich das eigentlich ist, zu gucken, wie wir kleinen Leuten da irgendwo
das Geld abknapsen und wo die ganzen Milliarden und Millionen hingehen.
Und natürlich ist es langsam abgetauschen, immer wieder zu sagen,
wir müssen die Reichen besteuern und dies, das Ananas.
Aber mein Gott, es ist so. Und was du sagst, dieser Wirtschaftsfaktor Mensch
mit Behinderung, da sind wir wieder bei dem Argument, ja, muss jeder nur nach
seiner wirtschaftlichen Verwertbarkeit betrachten.
Bewertet werden. An der Stelle sollte man sich aber wirklich die Zielgruppe
Menschen mit Behinderung nicht wegnehmen.
Also so ein ganz plumpes Beispiel, das hat jetzt wahrscheinlich funktioniert
durch das Bayre-Freit-Stärkungsgesetz.
Ich kriege regelmäßig Werbung reingespielt von Pandora. Es gibt auch andere
Schmuckfirmen wie, was weiß ich, Brigitte Bijoux oder so, keine Ahnung.
Aber da kriege ich einfach immer eine schöne Bildbeschreibung zu dem Produkt.
Und dann habe ich so das Erlebnis, was Sehende wahrscheinlich permanent haben.
Ich werde mit Werbung konfrontiert, die ich aber auch noch wahrnehmen kann.
Das ist ohne Quatsch ein Erlebnis, was ich als blinde Person nie habe.
Also Sehende, die minimalistisch leben wollen, die empfehlen sich ja immer gegenseitig
auf irgendwelchen Tutorials, bestellt Newsletter ab, dann seid ihr nicht so.
Kommerzgebunden und dann seid ihr nicht so Junkies.
Und ich denke immer so in die Rolle des Kommerz-Junkies bin ich als Blinde nie
reingekommen, weil ich Werbung überhaupt nicht wahrnehmen kann.
Also das sind tolle Bilder, da gibt es eine riesen Werbeindustrie,
die weiß, wie die Sehende verführt, die weiß aber nicht, wie die Blinde verführt.
Und Pandora hat es jetzt geschafft, wirklich präzise Produktbeschreibungen zu machen.
Ich sehe da 15 Schmuckstücke auf einmal, die könnte ich alle kaufen und denke,
wenn die das alle machen würden, wir Blinden schon mal alleine sind so dankbare
Kunden, weil wir das jetzt barrierefrei digital konsumieren können.
Und genauso, wie du vorhin schon sagtest, wenn ein Mensch mit Rollstuhl eine
Rampe nutzen kann, in den Shop reinkommt, wenn wir, ich meine,
wir sind alle iPhone-Nutzer, wer es nicht ist, nutzt Alternativen,
aber die sind auch barrierefrei.
Wir müssen da nicht Hilfsmittel, Firmen nutzen, Schulungen machen.
Wir können das Produkt kaufen wie jeder andere auch. Da hat es ja auch funktioniert.
Also die haben es ja gut vorgemacht.
Und Steve Job hat übrigens damals, war er in einer Aktienversammlung,
mit ganz vielen anderen Aktionären zusammen und dann stand einer auf und hat
gesagt, er soll diesen Scheiß mit dieser Barrierefreiheit endlich mal abschaffen,
das würde viel zu viel Geld kosten.
Dann hat Steve Jobs sich hingestellt und gesagt, du kannst gerne deine Aktien
verkaufen, weil so einen wie dich will ich gar nicht als Aktionär haben.
Und das ist ein Zeichen, das gesetzt wurde von Anfang an und das brauchen wir.
Wir brauchen auch diese Menschen, warum er damals diese Voice-Over eingeführt hat, warum.
Es gibt ja immer auch Background, es gibt auch Menschen und ich glaube,
das ist das, wo ich ein bisschen Hoffnung noch drin habe, aber auch für die
zukünftige Generation in der Wirtschaft.
Wir sind ja natürlich ganz lange ausgeschlossen gewesen, exkludiert.
Wir sind auch heute noch teilweise exkludiert, aber wir sind heute schon mehr sichtbar.
Wir sind mehr präsent und ich habe die gute Hoffnung, dass die zukünftigen Arbeitgeber
oder Wirtschaftsbosse, die jetzt heranwachsen,
dass die schon viel mehr mit Menschen mit Behinderung in Kontakt,
in Berührung waren und deshalb auch schon viel weiter den Menschen mit Behinderung
im Gedanken mitführen bei ihren Planungen.
Und wie du gesagt hast, bei Pandora, da muss wahrscheinlich einer gesessen haben,
der gesagt hat, hey, das ist eine Zielgruppe.
Und das ist auch richtig so, dass der auch so denkt.
Die wollen ja auch hübsch sein, die wollen sich auch was kaufen und die wollen das auch erleben.
Also das ist ein legitimer Gedanken, dass wir auch als kommerzielle Konsumenten gesehen werden.
Alle Menschen mit Behinderung, das sind 15 Prozent oder mittlerweile durch all
die Krisen und Katastrophen sind wir schon fast auf 20 Prozent gewachsen.
Das ist das, was ja auch irgendjemand in einem Interview bei mir gesagt hat.
Ich weiß, wie gesagt, nicht mehr, weil es war. Ich habe es auch nicht mehr nachgehört.
Aber wir investieren gerade in Krieg.
Und wie will ich denn Menschen begeistern? Es gibt so viele,
die anscheinend ihr Wehrpflichtbogen nicht zurückgeschickt haben,
weil sie nicht in die Armee wollen.
Ja, wer will denn heute in eine deutsche Armee kommen, wenn er eventuell in
den Krieg gehen muss und als Mensch mit Behinderung zurückkommt und weiß,
dass der Staat seine Bedürfnisse nicht mehr abdecken kann, weil er sie abgeschafft
hat oder weil er dich als zu teuer und zu belastbar reduziert.
Das ist doch krank alles. Ja, und ein Mensch mit Behinderung,
also da gibt es so viele Facetten, die da aufgehen, aber nochmal zurück zum,
der Mensch mit Behinderung ist zu teuer, der wird dann teuer,
wenn ich Inklusion nicht mitdenke, wird das Ganze immer teurer.
Also ich fand es eigentlich gut zum Thema Werkstätten, wenn Dinge anklagbar
sind, auch durch die Verbandsklagen und so weiter.
Das Instrument haben wir jetzt, vielleicht kann man da Exempel statuieren,
aber es gibt ja auch jetzt den Fall, du hattest es gerade angesprochen,
in der Pflege gebrochene Rippen und so weiter.
Man hat das ja ganz oft im Gesundheitssystem, dass Menschen mit Behinderung
nicht versorgt werden, in Reaklinien.
Eine Blinde, die jetzt, Verfassungsgericht auch, oder wo ist die jetzt?
Ich finde das so geil, wenn Menschen klagen und wenn Menschen den Mut haben.
Ich musste ja auch bis vor Bundesverwaltungsgericht gehen, um meine Arbeitsassistenz durchzukriegen.
Natürlich kann das nur Menschen machen, die wirklich massiv Energie haben und
die Bock drauf haben und auch die Unterstützung kriegen.
Aber das ist das, was wir brauchen. Ich finde es schade, dass wir das brauchen.
Ja, und der Punkt ist ja, also diejenigen, die den Fall jetzt nicht verfolgt
haben, also eine Frau, da ging es genau wie mir und vielen anderen blinden Menschen
auch, die Reha-Klinik hat gesagt...
Für Blinde machen wir hier nichts. Und die war schon dort, die saß schon dort.
Die haben die Frau dann vier Stunden dort sitzen lassen, Anmeldung war ja alles
klar. Dann sehen die die Blinde und sagen, also als Blinde.
Und oft ist ja so die Begründung, bei ihr ging es um eine Knie-OP,
glaube ich, die dann da nicht real versorgt wurde.
Sie laufen ja dann in die anderen Patienten rein, die sind ja auch alle frisch
operiert. Aber für den blinden Patienten bedeutet das ja, er wird nicht versorgt, nicht mobilisiert.
Er wird dann vielleicht wirklich immobil, wird viel, viel teurer für die Gesellschaft.
Und bei vielen anderen, auch Medikamenten ist es ja so. Also eine Bekannte von
mir bekommt jetzt die Migränespritze, die ist recht teuer.
Natürlich sind da auch Ängste. Was ist, wenn das Medikament wieder abgezogen
wird, weil das jetzt zu teuer ist?
Sie kann durch dieses Medikament aber wieder viel mehr arbeiten.
Es ist einsatzfähig, zuverlässig, kann mit den Stunden hochgehen.
Also Menschen wären auch teuer, wenn man sich nicht ums Gesundheitssystem kümmert,
sich nicht ordentlich um inklusive Reha auch kümmert.
Das ist so der Punkt, der immer nicht verstanden wird. Und bei Kindern und Jugendlichen genauso.
Ich meine, das hat, glaube ich, Frau Rüffer gesagt, es droht auch bei Familien,
die nicht geschützt werden, es droht an Obdachlosigkeit, es droht Kriminalität.
Man muss sich das im Detail sicherlich angucken und nicht immer die ganz große Panik machen.
Aber das Geld ist doch ganz woanders. Man kann über einen Beamtenstatus diskutieren,
da werden jetzt auch einige schreien, nach wie kannst du nur.
Aber ja, man kann über Vermögensteuer diskutieren.
Ich werde da nicht müde.
Man kann über Ungleichheitsforschung sich mal informieren und gucken,
wo ist hier wirklich die große Ungerechtigkeit, wo ist das Geld.
Und es ist einfach eine Unverschämtheit, sich an Gebärbendolmetscher ranzuwagen
und zu sagen, hier ist zu teuer, da ist zu teuer.
Und die Reichen und Superreichen, die kriegen immer noch obendrauf und werden subventioniert sogar.
Da kann man ja auch in Sachen Barrierefreiheit einfach sagen,
okay, dann subventionieren wir hier mal noch ein bisschen mit.
Das Geld dafür ist einfach da.
Das gilt jetzt da, wenn man ja hört, dass 540 Millionen Euro von 2009 bis 2019
bis 2025 in einem Topf lagen, um Bahnhöfe barrierefrei zu gestalten.
Klar hat einer mir im Interview gesagt, auch der Herr Oellers war es,
glaube ich, der gesagt hat, ja, so eine Investition oder so eine Umbaumaßnahme
dauert sehr extrem lang.
Aber dann verlängert man, dieser Pott ist jetzt, der Pott ist nicht genutzt worden.
540 Millionen Euro, wie viel Barrierefreiheit hätte man da schaffen können?
Warum dauert das eigentlich so lange? Wir reden von Vereinfachung der Verwaltung und so weiter.
Und du sagst es richtig. Ja, es ist Geld da. Ich glaube aber auch,
dass das Reich-Bashing auch nicht die richtige Lösung ist.
Man muss sich einfach überlegen, müssen wir wirklich derzeit wirklich in massive
Waffen investieren für einen Feind, den es derzeit nach meinem Empfinden,
das ist meine persönliche Meinung,
den es derzeit nicht gibt. Wir sind unser eigener Feind derzeit.
Also wir sind wirklich, wir machen uns selber, wir führen gerade einen massiven
Krieg gegen uns selber. Und das merken wir mal gar nicht.
Und das ist kein Cyberkrieg, sondern das ist ein Sozialkrieg. Und der hat begonnen.
Und der hat begonnen, als Merz diese Regierung übernommen hat.
Und für mich ist das mittlerweile wirklich ein Krieg gegen die Bevölkerung,
von der Politik gegen die Bevölkerung.
Ich sage das jetzt wirklich so und ich mache mir da Feinde, das ist mir ganz schnuppe jetzt,
aber für mich ist das der Krieg, den wir derzeit führen und wir sind da wirklich
die Leidtragenden und wir müssten, wenn ich sehe, wie viele Milliarden da in
Waffen investiert werden, die dann auch wieder in Kriege investiert werden,
wo wieder Menschen mit Behinderungen rauskommen, in anderen Ländern,
die wir dann wieder unterstützen, weil dort keine Barrierefreiheit ist.
Boah, was ich aber auch sehe... Die beißt sich immer wieder in den Schwanz.
Das stimmt, was ich aber auch sehe, das hat die Wirtschaftsjournalistin auch sehr gut erklärt,
also man möchte Menschen so ein bisschen, also die Mittelschicht betrügt sich
so ein bisschen selbst und man möchte die glauben lassen, eigentlich gehören
wir auch irgendwie so schon fast zu den Reichen.
Man möchte so ein Identifikationsmuster schaffen, dass Leute,
die CDU wählen oder eben früher FDP gewählt haben, Eigentlich schwappt das ja
dann eher so in diesen Kosmos rein.
Eigentlich ist CDU ehemals FDP-Gedankengut. Und die Politiker selbst,
die sind natürlich mitunter Millionäre wieder, Herr Merz.
Und Leute, die das wählen, hoffen natürlich irgendwie in diese Bubble mit reinzugehören.
Die identifizieren sich sehr stark damit, merken aber nicht,
dass die da meilenweit von entfernt sind.
Dass die sich selbst verarschen und natürlich auch verarscht werden.
Und das verspricht man ja auch dem AfD-Wähler.
Die AfD wird den Teufel tun, die ganzen armen Arbeiter oder vielleicht sozial
Schwachen zu unterstützen.
Und die wählen sich eine Partei, die genau diese Leute abschaffen wird.
Also das ist eine große Illusion, die da geschaffen wird.
Das sind überhaupt nicht mehr die Ideale der großen, breiten Bevölkerung.
Die große, breite Bevölkerung, die ist auch nicht reich.
Also man muss sich wirklich befassen, genau mit solchen Ungleichheitsthemen
und das, was uns suggeriert wird und womit sich Menschen gerne identifizieren
wollen, aber das gar nicht sind.
Und natürlich ist nicht nur die Regierung schuld, natürlich sind wir auch gebeutelt
von Faktoren wie Corona und Zweig.
Krassen Kriegen. Wenn wir da mit unserer Inklusion ums Eck kommen,
dann wirkt das natürlich wahrscheinlich auch viele recht belanglos.
Da kann nicht immer nur die Regierung was dafür, weil die haben da natürlich
schon ganz schöne Brocken zu stemmen.
Aber umso absurder ist das jetzt, diese Menschen anzugreifen,
die schon nichts haben und damit Moral zu kommen und zu sagen,
ihr müsst aber ein bisschen sparsamer werden, weil ihr seid jetzt dran schuld,
dass uns das ja alles so viel kostet.
Ich habe einfach wahnsinnig Angst, und da bin ich ganz bei Sören Pellmann,
dass wir nicht nur im Gedankengut, sondern auch irgendwann in konkreten Handlungen
wieder in finstersten Zeiten ankommen und dass wir auch so Konkurrenzsituationen
zwischen ich bin der gute Behinderte,
ich bin ja der wertvolle, wirtschaftlich verwertbare Behinderte und du bist
der nutzlose Behinderte, dass wir einfach in diesem Nazi-Sprech und Denk- und
Handeln irgendwann ankommen.
Also da müssen wir doll aufpassen und sehr wach sein.
Was hast du denn für eine Idee, was wir machen können?
Naja, ich bin sowieso eine...
Ich glaube, eine eher von der anderen politischen Richtung kommende Person und
musste schon seit meiner Jugend immer wieder versuchen, Sachen anzusprechen,
die Leute nicht geglaubt haben.
Jetzt ist es so, jetzt bin ich bei dir, ich glaube, die Leute müssen erst erleben,
dass das wirklich passiert.
Also, dass wir wirklich brutalerweise so einen Idiot an der Macht oder so Idioten
an der Macht, um zu verstehen, dass die mit uns spielen.
Brauchen wir einen Orban, um zu verstehen, dass das nicht der Richtige war?
Oder brauchten wir wirklich einen Trump, um zu verstehen, dass Amerika kurz vor dem Abgrund steht?
Ich glaube, diese ganzen Arbeiter und die ganzen Menschen, die sagen,
sie sind so enttäuscht von der Regierung, die müssen jetzt erleben.
Wir sind auch enttäuscht. Ja, die sind enttäuscht und die müssen aber erleben,
AfD hat es mir jetzt aber auch nicht gebracht. Hat vielleicht sogar das ganze
Prinzip noch verschlimmert.
Und ich bin nicht einer von denen oder einer von denen, ich muss es leider sagen,
von den ganz wohlhabenden, wohlverdienenden.
Ich bin nicht einer von den wirtschaftserfolgreichen.
Das wollen die alle sein, deswegen wählen die das auch. Aber in der Realität
ist es der Otto-Normalverbraucher oder Normalverbraucherin Ottilio, die sind es halt nicht.
Die sind halt ganz normale Menschen und denen werden Glücksversprechen gemacht
und die werden Parteien, weil sie denken, ich komme auch irgendwann mal da an.
Und die identifizieren sich dann natürlich eher mit den Reichen,
werten dann alles, was unter ihnen ist, extrem ab, wozu auch Menschen mit Behinderung gehören.
Das ist dann Abschaum, das sind die Schwachen, mit denen wollen wir nichts zu tun haben.
Aber die da oben und die Yacht und der Helikopterlandeplatz auf der Yacht,
das gucken die sich gerne an in Serien.
Das ist natürlich auch noch schön mediengefüttert.
Der Öffentlich-Rechtliche hat jetzt auch so eine
peinliche Sendung, Serie zum Thema, weiß ich nicht, Aussteiger auf Mallorca oder so.
Ich weiß nicht, ich dachte auch, muss man das jetzt machen in so sozial neidischen
Zeiten, wo Leute eh schon aufgrund von Migrationshass und was weiß ich, Behindertenwut,
immer auf die da unten treten, muss man jetzt noch so Serien bringen,
die eher ins Private gehören.
Aber ich glaube, das ist auch so ein Konflikt in den Menschen.
Die wollen was sein, die kriegen was versprochen.
Und in Anbetracht der Kriege hat man wahrscheinlich noch mehr das Bedürfnis.
Jetzt will ich aber was für mich, jetzt muss ich aber was tun für meine Seele.
Und ja, mein Haus, mein Geld, mein Auto. Und jetzt kann ich nicht mal mehr fliegen.
Und da interessiert sich doch keiner für den Menschen mit Behinderung.
Der wird dann abgewertet. Dem will man da nicht noch hochziehen.
Und das ist ein Narrativ, was ja einfach auch nicht stimmt. Und das ärgert mich
so, weil die Potenziale dann einfach nicht gesehen werden.
Und das alles als sozialistischer Terror und links-grün-versifft abgewertet
wird. Und das sind aber Menschenrechte.
Und das tut weh. Kannst du dir vorstellen, warum? Was sagen die denn Menschen
mit Behinderung, die AfD wählen? Was sagen die denn?
Das ist ganz schwer, Argumente zu hören.
Also ich habe jetzt tatsächlich sogar auf einer Demo jemanden gesehen.
Der hat auf der Wade ein Nazi-Tattoo gehabt und die sind für dieselben Sachen, auch in ihrer Stadt.
Die wollen ja, dass da Inklusion gemacht wird und denken, ja,
wegen den ganzen Ausländern haben wir es jetzt hier so schwer.
Also die werten dann die nächstproblematische Gruppe ab. Ja,
die Menschen mit Behinderung sind ja teilweise die, die am meisten diskriminieren.
Das klingt brutal, aber es gibt wirklich viele Menschen mit Behinderung,
die gegen Diskriminierung sind und selber diskriminieren.
Richtig, richtig. Und das ist, glaube ich, das Hauptproblem von fast allen,
die diese Partei wählen oder rechts wählen.
Die haben ein ganz großes Problem mit Migration, weil das ist die nächstgelegenere Gruppe,
die man also abwerten kann, um sich aufzuwerten, um auch zu sagen,
ich bin ja eigentlich eine redliche deutsche Person, um die muss sich hier erstmal
gekümmert werden, wird sich schon nicht gekümmert.
Also erstmal hier um uns Behinderte kümmern, bevor man sich ja noch andere Leute
reinholt, die hier noch Geld kosten und hier noch kriminell sind,
ohne natürlich fair und sauber zu trennen und zu gucken, wie das tatsächlich ist mit Kriminalität.
Und natürlich zeigen uns die Medien dann immer auch nur die Fälle,
die das ganze Thema auch wieder aufstacheln.
Und viel tiefer kommst du da eigentlich gar nicht. Also das ist eigentlich immer das Hauptargument.
Und wenn man dann sagt, du wählst dich doch selber ab. Also dann hofft man sich
dann aber als den besseren Behinderten darzustellen irgendwie.
Und dann sind wir wieder bei dem, was ich auch schon ganz oft gesagt habe,
das haben die Nazis damals schon gepusht.
Deswegen sind viele Behindertengruppen heute noch so getrennt,
dass man sagt, naja gut, das ist aber der. Ich bin nicht so behindert wie der.
Ich kann ja das und das und das. Und der ist, ja, der kann gar nichts, aber ich.
Und das darf nicht passieren. Wir müssen solidarisch sein für alle Menschen
mit Behinderung. Und das fällt mir auch schwer, wenn ich sehe.
Deswegen ist politische Bildung auch im Bereich Menschen mit Behinderung so wichtig.
Ich habe erlebt, dass ein Mensch mit einer gravierenden kognitiven Beeinträchtigung
einen Hitlergruß gezeigt hat.
Und der tat mir sehr leid. Also ich habe ja immer meine sehenden Menschen,
die mir dann auch alles drumherum erklären.
Der konnte das wirklich nicht einschätzen. Und wir haben in Halle zum Glück
einen Workshop jetzt auch um die Protesttage herum gehabt, auch zur Landtagswahl.
Dass man auch Menschen, die das einfach intellektuell schwer erfassen und aber
so offen sind für diese leichten Erklärungen der AfD, dass sie auch begreifen, was die machen.
Wenn die so Gesten nachahmen, die bei TikTok ja so leicht auffassbar sind,
die kriegt man dann auch sehr leicht.
Und das ist einfach gefährlich für unsere ganze Community.
Kriegen wir das in den Griff?
Es ist immer schwer. Man will ja denjenigen auch nicht die Selbstbestimmung
nehmen, Das ist ja dann auch Manipulation.
Also wenn ich mich jetzt hinsetze mit Menschen mit Lernschwierigkeiten und jemand
ist sehr beeinträchtigt.
Eltern werden das auch kennen. Ich habe in einer sehr engagierten Organisation
erlebt, dass jetzt eine Mutter eines lernbehinderten Sohnes gesagt hat, ich bin dafür,
dass das in Auschwitz oder in Gedenkstätten alles auch in leichte Sprache übersetzt wird.
Weil die alle in der Klasse von meinem Sohn, die sind alle sehr offen für Hakenkreuz und so.
Die sind zu haben für so leicht verständliche Parolen und haben natürlich alle
eine gravierende kognitive Beeinträchtigung.
Und ich sage jetzt natürlich, aber das ist das Schlimme.
Da muss man, ohne dass man jetzt die Selbstbestimmung des Menschen nimmt und
sagt, weißt du was, ich mache jetzt für dich das Kreuz auf dem Wahlzettel,
ich mache es an die richtige Stelle.
Dass man doch auch in dem Bereich bildet, Workshops anbietet,
Aktion Mensch unterstützt ja auch, hat ja jetzt nicht nur die Protesttage unterstützt,
sondern unterstützt auch gezielt diese politische Bildung. Ich glaube,
Also nicht ich glaube, sondern das ist der einzige Weg, dass wir Leute da nicht
ungebildet auf der Strecke lassen.
Und das ist auch so eine Gefahr im Bereich Kinder und Jugend,
wenn man da nicht unterstützt, wenn man da nicht am Ball bleibt, wenn man da kürzt,
wenn man da Bildung zurückdreht, vielleicht noch so eine Idee hat wie Schulpflicht abschaffen.
Also auch so eine Wahnsinnsidee der AfD.
Dann lasse ich dann Kinder zu Hause bei Eltern, die da Werte weitergeben,
die sehr problematisch sind.
Ja, wir müssen sehr, das finde ich bei Ottmar auch immer so gut,
dass er nicht müde wird, Politik zu erklären.
Aber wir müssen das gerade dahin bringen, wo es noch nicht stattfindet.
Ja, das hinterlässt uns aber mit ganz vielen offenen Fragen.
Aber wir müssen es ansprechen. Der erste Weg ist immer, das anzusprechen,
um dann auch auf Maßnahmen zu kommen.
Also auch innerhalb unserer Szenen.
Ganz oft muss man sagen, denjenigen wirst du jetzt nicht mehr kriegen,
der muss es am eigenen Leib dann erleben.
Aber da habe ich Angst vor der Geschichte, dass die sich wiederholt.
Aber ich sage es nicht genau das, was wir nicht haben dürfen,
sondern einfach, dass wir versuchen, ich meine, wir reden zwar jetzt von 27
Prozent laut Umfragen, man weiß auch nie, wer wird da gefragt?
Ist das auch nicht vielleicht eine Manipulation der Medien oder der Umfragegesellschaften?
Wer sitzt da eigentlich?
Wer macht diese Umfragen? Wer sucht die Leute raus?
Ist das wirklich so zufällig? Ich will ja jetzt keine Verschwörungstheorie hochbringen,
aber ich stelle mir da ganz oft manchmal die Fragen, weil ja auch manchmal Umfragen
nicht mit der Realität entsprechend oder kombinierbar sind.
Deshalb stelle ich mir einfach manchmal die Fragen, wer sind die Menschen,
die da gefragt werden, wer entscheidet, wer gefragt wird, ist es wirklich so
zufällig, wer leitet gerade diese Umfragegesellschaft, was ist das für ein Typ,
zu wem steht der eigentlich, ist der überhaupt neutral?
Ich frage das einfach so, weil ja, natürlich wissen wir, dass in den ostdeutschen
Ländern die AfD sehr stark ist.
Dass sie laut Medien derzeit einen Riesenanteil gerade bei den nächsten Wahlen
haben könnten, könnten, sage ich mir.
Ich glaube aber auch nicht, dass die richtige Lösung ist, die Partei nur mit
Gegenargumenten zu wehren.
Also immer nur sagen, die machen Scheiße, die machen hier, die Wähler sind dumm,
die Wähler sind blöd, weil damit gewinnen wir absolut gar nicht.
Ich glaube, dass die anderen Politiker endlich mal wach werden müssen und gucken,
dass sie mit Argumenten versuchen,
die anderen 73 Prozent der Wähler jetzt in Deutschland, die noch übrig sind,
erstens mal da eine Menge an die Urnen zu kriegen, zu wählen zu gehen und zweitens
die 73 Prozent der Wähler zu begeistern, dass die Politik, die die machen,
an sich die einzige richtige ist. Aber das kriegen die mal nicht hin.
Die kriegen ja keine Überzeugung. Vor allem fühlt der Wähler sich ja belogen.
Es wird heute so gesagt im Wahlkampf und wenn wir dann sehen,
was in der Umsetzung dann stattfindet, ist was ganz anderes.
Es gibt Koalitionsverträge, die nicht eingehalten werden und so weiter.
Das ist ja das, was passiert. Die anderen werden es auch nicht tun.
Da sind wir uns einig. Aber...
Die Menschen sehnen sich vielleicht einfach nach etwas anderem,
ohne zu wissen, dass es nur die Cholera und die Pest gibt. Das ist das Problem.
Und wir haben derzeit wirklich keine Alternative. Keine Alternative,
die sagt, wo man wirklich mal an jemanden glauben kann, der nicht nur an den
Versicherten kratzen geht, nicht nur an den Behinderten kratzen geht, an den Kranken,
sondern der endlich mal Mut hat, dieses fucking System auseinander zu pflücken und zu sagen.
Naja, zum Beispiel 92 Krankenkassen, komm, wir lassen mal reduzieren auf 16.
Oder Einbeleidungshilfe, zwölf Fälle vor Gericht, was kostet uns das?
Sollten wir da nicht gleich drunter schrauben. Und wenn ihr dann mal einfach
die Gesetze umsetzt, wie funktioniert das denn?
Wie wäre das denn? Anstatt dass wir ständig mit drei Meetings fünf Leuten am Tisch sitzen müssen.
Wie viele Ressourcen werden gefressen durch diese Nicht-Umsetzung der Gesetze,
die ja vorhanden sind? Wir haben ja ein paar Gesetze, die da sind. Das ist ja das Problem.
Das ist ja das, was schlimm ist. Und wir haben eine UN-Binnenrechtskonvention.
Wo es wirklich Zeit wird, dass mal geklagt wird, ob Deutschland nicht mittlerweile
vom Europäischen Gerichtshof oder sogar in Genf verklagt werden muss.
Weil 17 Jahre so weit hinten mit der Umsetzung zu sein, das ist doch nicht im
Sinne der UN-Bindernrechtskonvention, die wir übrigens dieses Jahr 20 Jahre
feiern, das in Genf vorbereitet wurde.
Und dann sitzen wir noch immer da und diskutieren noch darüber, die Umsetzung.
Das ist immer ein längerer Prozess, das wird nicht morgen ganz umgesetzt werden,
aber wir sind ja noch meilenweit entfernt. Und es kann nicht sein,
dass wir im Jahre 2026 über Wirtschaftlichkeit einer Barrierefreiheit diskutieren.
Ich finde das eine Freshheit. Und wer sich dann da hinsetzt und sagt,
die Bundesländer, die öffentlichen Gebäude bis 45 brauchen die erst barrierefrei
zu sein, der Staat, der seit 2002 in einem Gesetz die Verpflichtung bereits hat,
Und 24 Jahre danach noch nicht da ist, wo er sein sollte. Und die wollen jetzt
noch 19 Jahre dazukriegen. Dann sind wir beide in der Rente.
Und ja, wir brauchen den Staat wahrscheinlich gar nicht mehr,
weil wir dann schon Geld kriegen oder schon von oben grüßen.
Keine Ahnung. Weiß nicht, wie das Leben spielt. Aber das ist Wahnsinn. Welche...
Auch diese Umsetzung für die Geldautomaten-Barrierefreiheit sind wir in Deutschland
noch besser als in Luxemburg. In Deutschland haben wir wenigstens schon mal
Geldautomaten, die mit uns sprechen.
Auf Barbados haben wir schon einen Geldautomaten, der mit uns spricht.
Aber in Luxemburg haben wir noch überhaupt keinen.
Wir machen ein Pilotprojekt für Geräte, die über die Grenze stehen,
die man nehmen könnte und nach Luxemburg hinstellen könnte.
Wir machen in Luxemburg noch ein Pilotprojekt für ein Geldautomaten.
Ich kriege eine Krise. Wie du das sagst.
Das ist interessant. Ich hatte da jetzt auch nochmal einen Austausch mit Ottmar
und er dann mit Markus Erte, weil das manchmal wirklich noch nicht mal eine
Raketenwissenschaft ist und wir uns auch gefragt haben, ist das jetzt eigentlich
abgedeckt über das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz oder über das BGG?
Also wir haben ja jetzt ja wirklich eine Menge Gesetze, wie du schon sagst,
weil in meinem Haus wurde jetzt so ein toller Touchscreen integriert mit wirklich
auch wichtigen Warenhinweisen.
Also für mich wichtig, wenn jetzt hier irgendwie eine Giftköderaktion ist,
weil es Schädlinge im Haus gibt. Ich habe einen Blindenführhund.
Mir wurde dann gesagt, wir können Sie jetzt hier nicht als einzelne Mieterin
anrufen. Wir haben hier über 1000 Mieter, wo ich so denke, also das finde ich heikel.
Das kann dann teuer werden, wenn meinem Hund was passiert. Und diesen Touchscreen,
den kann ich aber null bedienen.
Da hat man also nicht daran gedacht, da irgendwie eine Sprachausgabe zu inkludieren
oder irgendeine andere Art und Weise der Barrierefreiheit.
Und das ist jetzt passiert. Das trifft aber auch nicht.
Also das kann nicht geregelt werden über das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz.
Da fällt also längst nicht alles rein, was digital ist.
BGG ist so die Frage, ist das BGG? Also das ist dann wieder so ein Ding der Unzumutbarkeit.
Also ist ja scheinbar dann auch für die Wohnungsgenossenschaft unzumutbar,
mich einfach anzurufen oder mir eine Mail zu schreiben und zu sagen,
wir haben da unten irgendwie Giftköder angebracht oder wie auch immer.
Oder es gibt ja noch viele andere wichtige Informationen, was weiß ich,
Serviceleistungen, Warnungen, Vereinbechern oder ein Wohngebietsfest,
was da angekündigt wurde. Guck mal, unsere Wohnverwaltung hat was ganz Cooles gemacht.
Die haben ein Online-Portal gemacht.
Das ist gut. Ein Online-Portal und da kann ich, wenn was da ist,
was mein Wohngebäude betrifft, kriege ich da eine Information über das Online-Portal.
Das geht doch. Also es gibt ja
angemessene Möglichkeiten. Warum muss dann irgendwo ein Touchscreen sein?
Warum kann ich denn nicht jedem Bewohner eine Mail, gut, die,
die keine Mail, aber warum kann ich nicht beides machen?
Dieses Touchscreen, das ist ja digital, das wird ja irgendwo gefüttert.
Dann kann ich doch auch irgendwo ein Portal füttern, wo die Leute,
die nicht regelmäßig Also die Möglichkeiten sind ja da.
Das ist ja digital machbar. Aber wenn es natürlich nirgendwo abgedeckt ist,
also auch da am liebsten würde ich mich jeden Tag hinsetzen und prozessieren
und prozessieren und prozessieren.
Also das haben die schon auch. Die haben auch eine Webseite.
Aber dieses stylische Gerät kann natürlich viel mehr.
Und du kriegst nicht alle Informationen auf der Webseite, die dort taufrisch
eingeblendet werden. Und ich bin ja auch ein Freund von sowas.
Ich finde das ja auch alles cool. Aber ich denke, so weit sind wir technisch
wirklich längst, um das barrierefrei mitzudenken.
Und das sind so Kleinigkeiten, aber die sind halt unser Alltag.
Wie jetzt auch ganz viele gesagt haben, die auf die Straße gegangen sind,
wir finden im Alltag statt.
Also da, wo wir wohnen, da wo wir einkaufen, da wo wir essen,
trinken, feiern, zu Kulturveranstaltungen gehen und da müssen diese ganzen Tools
und Eingänge und alles, was wir nutzen,
irgendwie für uns auch funktionieren und wenn man uns da wieder irgendwas anbietet, wo wir raus sind.
Und weil du vorhin sagtest, ja, also es gibt zu wenig Alternativen.
Also AfD klingt so nach Alternative, aber wir meinen natürlich irgendwie eine
Alternative zu solchen Parteien.
Es gibt auch eine sehr, sehr interessante Podcast-Folge. Da habe ich einen jungen
Mann kennengelernt, leider nicht persönlich, der heißt Mark Hunt.
Und der hat sich diese ganz, also es fängt ja bei sehr jungen Menschen schon
an, sich in so sehr rechte Bubbeln reinzudenken.
Und das ist auf TikTok sehr groß geworden, weil man eben auch Jugendliche sehr gut darüber erreicht.
Also die machen Lip-Singing auf Nazi-Songs, also so gerade Störkraft,
Lanza, alles, was ich aus meiner Jugend auch noch so kenne und bewegen dann
ihre Lippen zu diesen Songs.
Meistens sehr junge Mädchen, die hübsch sind, die haben dann im Hintergrund
irgendwelche rechtsprechenden Plakate hängen und das ist natürlich ein ganz
leichter Zugang für Jugendliche,
sich das anzugucken, toll zu finden. und die Szene braucht auch Mädchen.
Das wurde auch ganz klar so gesagt, da sind ja sehr, sehr viele Männer,
zu viele Männer und mit so einer jungen Frau bei einer Demo oder insgesamt lässt
sich diese ganze Propaganda einfach gesellschaftsfähiger machen.
Schlimme Sachen, die da aus den Mündern kommen, die sagen sich halt von Mädchen
und Frauen gesellschaftstauglicher.
Und Markant ist ein junger Mann, der kommt eigentlich aus dem Baseball,
hatte eine Sportverletzung, kann den Sport nicht mehr machen und hat gedacht,
ich muss jetzt da irgendwas dagegen machen.
Nachdem er das hundertste Video gesehen hat und lange nichts gemacht hat.
Hat er sich so gedacht, ich muss jetzt einfach Gegenargumente liefern.
Ich muss in die rechten Demos rein und muss denen erklären, dass das anders ist.
Dass vieles einfach auch nicht stimmt, was über den Holocaust für Lügen verbreitet
werden, was hier und da verbreitet wird.
Und er hat auch angesprochen, in der Politik ist es halt ähnlich.
Wir brauchen eigentlich gute Beziehungen.
Politiker, die auch junge Menschen erreichen, die auch auf Social Media junge Menschen erreichen.
Da ist ja Heidi Reichenek ganz groß. Aber das ist natürlich nur ein Teil,
aber ein ganz großer Teil,
weil ich glaube, so die Mittelalten und Alten, die merken gar nicht,
wie die Jugend uns quasi rechts überholt und sich da ihre ganz starken Wabels
ausbilden und da auch solche Sätze gesagt werden,
die uns Menschen mit Behinderung da ganz schön ins Abseits drängen.
Also deswegen muss man das auch immer von der anderen Seite mit bespielen.
Und da hast du recht, da fehlt es an Alternativen.
Das ist ganz blöd, dass bei AfD das Wort Alternative vorkommt.
Womit sich Menschen auch identifizieren können.
Also wo die wieder Halt und Haltung finden.
Und am Ende denke ich, mein Gott, so schlecht geht es denen gar nicht.
Also wenn man sich jetzt aber Menschen mit Behinderung anguckt,
denen geht es dann ganz schön schlecht. Also ja.
Wir werden in den Shownotes definitiv die drei Links, Jan Böhmermann und Marc
Kant und du hast noch eine Folge angesprochen.
Mit der Wirtschaftsjournalistin. Mit der Wirtschaftsjournalistin,
diese drei Links würde ich dich sehr bitten, mir zuzukommen lassen,
dass wir die in die Shownotes setzen können für unsere Zuhörer,
damit die auch nochmal dann auf diese Sachen zurückgreifen können.
17. Mai 2026. Ich glaube, wir haben euch nochmal so zum Schluss nach einer Woche
Protesttage und nach allem dem, was wir so erlebt haben, mitgenommen auf unsere Gefühlslage.
Es ist keine Happy End Folge, aber es ist eine Folge, wo wir ganz klar sagen,
wo wir stehen und wo wir, glaube ich, aus dem Bauch raus vieles gesagt haben.
Wir werden vielleicht die eine oder andere Kritik positiv und negativ kriegen,
aber das halten wir durch, wir beide. Wir stehen ja zusammen. Sonntag trifft Igel.
Wir sind eine Rüstung. Mit unseren Igelstacheln. Mit unseren Igelstacheln, genau.
Das akzeptieren wir, das ist so. Das ist, wenn man in der Öffentlichkeit auch
was sagt, dann muss man da mithalten und aushalten können, dass man Gegenwind bekommt.
Aber trotzdem glaube ich, dass wir alle gut dran tun, uns zu besinnen,
uns nochmal zu überlegen, wo wir sind, was wir sind und wo wir hinwollen.
Aber auch die Politik wachrütteln. und die Politik mal wieder nahbar machen.
Und ja, ich glaube, dass mit dem, was die Regierung sich die letzten sechs Wochen,
acht Wochen geleistet hat.
Die Angst in der Gesellschaft viel größer geworden ist. Vielleicht ist das auch genau das Ziel.
Und wenn es das Ziel ist, dann sollen sie bitte ganz schnell damit aufhören,
weil sonst weiß ich nicht, wie die nächsten Bundestagswahlen ausgehen.
Und die könnten früher kommen, als uns lieb ist, glaube ich, wenn es so weitergeht.
Liebe Jenny, ich hoffe, dein Puls hat sich wieder beruhigt.
Ein bisschen. Also ich meine, es ist ja immer gut, sich auszutauschen.
Und unsere Protesttage gehen ja weiter.
Raul hat es auch geschrieben in einem seiner neuen Newsletter,
glaube ich. Also wir dürfen jetzt auch nicht einschlafen.
Wir müssen, so wie du mit deinem Podcast immer am Puls bleibst,
ist es wichtig, dass wir informiert bleiben und da jetzt nicht denken,
okay, also jetzt haben wir was gemacht und es wird sich regeln.
Leider können wir uns nicht so richtig entspannen.
Und es wird sich nicht automatisch regeln, wenn wir nicht laut bleiben.
Also das hat die letzte Debatte im Bundestag am 7. Mai auch nochmal gezeigt.
Das hat auch das Interview mit Herrn Oellers gezeigt, der ja von der Regierung,
Frau Heubach ist noch ein bisschen mehr in unsere Richtung gegangen,
aber die scheinen da auch die Hände gebunden zu sein.
Das eine ist ja das, was der einzelne Mensch will und das andere ist,
was die Fraktion abbügelt.
Deshalb hoffen wir, dass das passiert. Das Erschreckende war ja,
wie ich gehört habe, dass sogar die AfD auf der Seite der Opposition stand im Bundestag.
Ja, das ist aber Demokratie auch.
Die sind gewählt, das müssen wir auch aushalten, finde ich, auch wenn das scheiße
ist, aber das ist Opposition, das ist halt einfach so.
Und vor allem, das ist ein Trick. Das ist jetzt ein ganz mieser Trick.
Ottmar hatte das schon angesprochen, ja, in eurer sehr aktuellen Folge noch
am selben Tag, am 7.5., dass es eben wirklich in Mark und Bein geschossen ist, zu erleben,
wie die AfD jetzt versucht, an so einer Stelle anzudocken, wo andere vielleicht
blockieren, um sich vielleicht dann noch so ein paar Wähler zu ziehen.
Und Leute, lasst euch da bitte nicht einlullen.
Also diejenigen, die dahin tendieren, ich weiß, das ist immer ganz schwierig.
Und missionieren ist schwierig, wenn da jemand eh schon seine ganz klare Meinung
hat, aber ich werde trotzdem,
ich höre trotzdem nicht auf und das ist natürlich ein taktisch krasser Zug von
denen jetzt, das ist hart mitzuerleben,
aber man muss es reflektieren und ich hoffe, dass wir uns da einfach nicht blenden lassen.
Wir sowieso nicht. Am längsten Tag des Jahres treffen wir uns nächstes Mal wieder. Das ist der 21.
Juni und es ist der Tag der Musik Fett de la Musique.
Also gute Gründe, um am 21.06. wieder bei uns zu sein, wenn es heißt Sonntag trifft. Egal.
Danke, Jenny, für Sonntag. Und noch eine schöne Zeit.
Ebenso. Das war es für diese Episode 328. Die angekündigten und angedrohten
Links gibt es in den Shownotes.
Wir hoffen, ihr habt Spaß gehabt und freuen uns auf eure Reaktionen.
Bis dann, euer Inklusator Sascha Lang.
Für den Inklusator Sascha Lang bedeutet Inklusion, Inklusion ist ein Gesellschaftsprojekt.
Inklusion bedeutet, dass jeder Mensch ganz natürlich dazugehört.
Egal wie du aussiehst, welche Sprache du sprichst oder ob du eine Behinderung hast.
Inklusion heißt teilhaben.
Wir möchten dich mit unserem Podcast dazu motivieren, bereits jetzt an der Gesellschaft teilzunehmen.
Denn nur so können Barrieren abgebaut werden.
Barrieren, die nicht nur im Alltag bestehen, sondern auch in den Köpfen.
Lasst uns diese gemeinsam ab.
Igel. Inklusion. Ganz einfach leben. Wird dir präsentiert von Inklusator.
Infos zum Inklusator und weitere Folgen findest du unter www.igelmedia.com,
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