Ich bin mehr als meine Behinderung - Stimmen, Erfahrungen und Diskussionen aus der Community
Sonntag Trifft IGEL – der Sonntagstalk mit Jennifer Sonntag und Sascha Lang#IGELPodcast
15.03.2026 60 min Sascha Lang & Jennifer Sonntag
Zusammenfassung & Show Notes
In der März-Ausgabe von „Sonntag trifft IGEL“ begrüßt Sascha Lang wieder Jennifer Sonntag zum gemeinsamen Talk über Inklusion, Identität und aktuelle Entwicklungen in der Behindertenpolitik. Die beiden blicken zunächst auf ein kleines Jubiläum: Ihre Gesprächsreihe geht inzwischen ins vierte Jahr. Ein guter Anlass, kurz innezuhalten und zu schauen, was sich in dieser Zeit bewegt hat – und wo leider noch immer viel zu wenig passiert.
Ein wichtiges Thema zu Beginn ist der aktuelle Gesetzesentwurf zur Barrierefreiheit in Deutschland. Sascha und Jennifer sprechen offen darüber, warum viele Menschen mit Behinderung diesen Entwurf als Rückschritt empfinden und weshalb es jetzt wichtig ist, sich einzumischen und politische Verantwortung einzufordern.
Im Mittelpunkt der Episode steht jedoch die Frage: **Definieren wir uns zu stark über unsere Behinderung – oder müssen wir das sogar tun?** Ausgehend von zahlreichen Rückmeldungen aus der Community diskutieren Sascha und Jennifer unterschiedliche Perspektiven auf Identität, Selbstbezeichnung und gesellschaftliche Erwartungen.
Dabei geht es um Begriffe wie „Menschen mit Behinderung“, um persönliche Erfahrungen im Alltag und um die Frage, wann Behinderung sichtbar gemacht werden muss – und wann sie eigentlich keine Rolle spielen sollte. Auch Unterschiede zwischen sichtbaren und unsichtbaren Behinderungen kommen zur Sprache.
Ein weiterer Aspekt: Viele Menschen mit Behinderung müssen ihre Situation immer wieder erklären – sei es im Alltag, im Beruf oder im Kontakt mit Behörden. Warum das manchmal notwendig ist, aber auch anstrengend sein kann, wird ebenso thematisiert wie die Rolle von Selbstvertretung und Engagement.
Die Rückmeldungen der Hörerinnen und Hörer zeigen dabei deutlich: Behinderung ist nur ein Teil der eigenen Identität. Gleichzeitig prägt sie viele Lebensbereiche – und macht es oft notwendig, für Teilhabe und Rechte einzustehen.
Auch Themen wie Partnerschaft, Sexualität, Selbstbestimmung und gesellschaftliche Vorurteile werden angesprochen. Sascha und Jennifer machen dabei deutlich: Inklusion bedeutet nicht Sonderbehandlung oder Vorteile, sondern gleiche Chancen und echte Teilhabe.
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Podcast „IGEL – Inklusion Ganz Einfach Leben“
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Transkript
Mit eurem Inklusator Sascha Lang.
Herzlich willkommen. Moin Moin. Das ist die Episode 310 vom Eagle Podcast Eagle Inklusion.
Ganz einfach eben dein Podcast für gelebte Inklusion.
Mein Name ist Sascha Lang. Ich bin euer Inklusator und ich lade euch herzlich
ein, in dieser Ausgabe Sonntag trifft Eagle mit dabei zu sein.
Es ist der dritte Sonntag im Monat.
Vor drei Jahren, wenn ich mich richtig erinnere, haben wir mit dieser Serie begonnen.
Ich bin richtig stolz darauf und freue mich gleich auf die wundervolle,
großartige Gästin Jennifer Sonntag.
Gute Unterhaltung. Macht's gut.
Igel-Inklusion, ganz einfach leben. Es ist der 15.
März 2026 und es ist Zeit für eine neue Runde.
Sonntag trifft Igel. Herzlich willkommen, liebe Jennifer Sonntag.
Hallo, lieber Sascha. Hallo da draußen. Musstest du gerade überlegen,
in welchem Jahr wir leben? Du hast so ein bisschen gezögert bei 26 oder?
Nee, ich habe gerade festgestellt, dass ich ein Jahr älter bin.
Du auch, ich auch. Also ich glaube, ich gratuliere jetzt erstmal dir ganz herzlich,
weil du hattest Geburtstag.
Und du wann hattest du? Habe ich das verpasst? Ich glaube, du gratulierst jetzt
auch mir, weil ich hatte am Valentinstag Geburtstag. Boah, habe ich das voll vergessen.
Das ist aber nicht schlimm, weil ich wusste, dass wir uns...
Ich habe dir einfach nicht gratuliert.
So unfreundlich Moderator, also...
Nein, nein. Am Tag der Liebe hast du Geburtstag. Am Tag der Liebe,
ja, das ist eine, das sage ich ja immer, eine sehr angenehme Doppelbelastung,
die ich da habe, die ich sehr genieße.
Und ich wusste ja, dass wir heute sozusagen nochmal zusammen mit einem Kamillentier
anstoßen, weil ich noch ein bisschen angeschlagen bin.
Also ich bitte, das zu entschuldigen. Ich habe das sehr gut geschafft,
durch sämtliche Infektionsphasen gut durchzukommen und mich nicht anzustecken,
was bei ME-CFS immer günstig ist, weil das ist bei diesem Krankheitsbild nicht
so gut, wenn man sich noch irgendwo eine Grippe holt. Aber ich habe es jetzt leider doch geschafft.
Und wenn mein Gehirn heute nicht so schnell ist, dann würde mich,
Sascha haben wir gerade vereinbart, aus diesem Loch wieder rausziehen und meine
Räde dann weiter schwingen.
Aber ich glaube, wir kriegen das gut hin. Ich habe den Anker schon geworfen.
Sehr schön. Das freut mich. Du brauchst dich nur noch dran hochzuhandeln,
solltest du ins Wackeln kommen.
Sehr gut. Da freue ich mich. Ja, der Merze ist da. Also nicht der Bundeskanzler, der ist auch da.
Ich habe übrigens festgestellt, dass wir jetzt das dritte Jahr,
wir beginnen jetzt das vierte Jahr unserer Sonntag trifft Igel Kooperation.
Ich weiß jetzt nicht mehr, wie viele Sendungen wir haben. Ich habe wieder aufgehört zu zählen.
Die müssen jetzt, glaube ich, sechs oder 28 sein oder so. Wir waren schon,
glaube ich, bei 25. Ich weiß es nicht mehr genau. Ist aber auch nicht schlimm.
Auf jeden Fall haben wir vor ganz genau im Jahre 2023 angefangen als 101.
Oder 102. Episode, also ziemlich nah an der 100. Episode. Wir sind mittlerweile bei 311 übrigens.
Man hat so das Gefühl, wir kommen immer aus dem Feiern nicht raus.
Also ständig wird hier irgendwie ein Jubiläum gefeiert. Und ich glaube,
das ist auch wirklich ganz, ganz schön, weil wir haben so viel mit Rückschlägen
auch zu kämpfen. Und gerade behindertenpolitisch haben wir wieder gerade so eine Mogelpackung.
Du hast es auch mit Ott mal so schön ausgewertet, was eigentlich nicht schön ist.
Und Raul hat es formuliert. Wir haben so eine vergiftete Geschichte gerade,
was den Gesetzesentwurf betrifft. Ich wollte gerade sagen Entsetzesentwurf.
Den entsetzten Entwurf. Den entsetzten Entwurf, ein freundlicher Versprecher.
Und ich glaube gerade deswegen ist es auch wichtig, dass wir unsere Sachen weiterhin
durchziehen und am Ball bleiben und viele geben auf der Strecke auf.
Also mir tut das auch ganz gut, wenn man das selber viel zu wenig macht,
auch sich immer wieder zu erinnern, wir sind da schon so lange dran und wir
halten die Flaggen auch immer wieder hoch für Inklusion.
Deswegen, ja, freue ich mich, dass wir so viele Jahre schon Sonntag trifft Igel
machen und du mich eingeladen hast, Sascha, und wir immer wieder zusammen diesen
Sonntagstalk bestreiten.
Da bin ich ganz dankbar dafür. Ja, ich würde gerne einen Schwenk machen.
Du hast es gerade angesprochen.
Ein Entsetzensentwurf.
Wirklich mega. Gefällt mir sehr gut. Und damit dieser entsetzende Entwurf nicht
zur Realität wird, seid ihr alle draußen aufgefordert.
Raul hat ein sehr interessantes Tool entwickelt. Und zwar kann man an Abgeordnete
Briefe schreiben auf raul.de. Ich mache gerne Werbung für diese Initiative.
Mega cool. Also auf raul.de gehen und dort kann man Briefe an,
vorgefertigte Briefe schon runterladen.
Und ich glaube mit Adressen oder von den Abgeordneten, also bombardiert die
mit Briefen zu, macht die wirklich, gibt denen mal den Eindruck,
dass wir auch nicht unbedingt vor einem Bundestag stehen müssen,
um zu protestieren, sondern dass es auch andere Wege gibt, heute digitalisiertere
und schreibt denen Briefe, damit die noch wach werden, bevor...
Das Kind dann im Brunnen liegt, weil dafür habe ich leider keinen Anker,
weil das Kind ist zu groß. Das kriege ich mal gar nicht an einen Haken dran.
Also wenn das Kind in den Brunnen fällt, dann haben wir wirklich ein Riesenproblem.
Dann haben wir die UN-Bund- und Hintergrundrechtskonvention mal einfach locker
15 Jahre zurückgedreht und die gesellschaftliche Verantwortung in die Tonne gekloppt.
Also wenn das durchgeht, was da drin steht, dass wir unsere armen Unternehmen
nicht so unter Druck stellen sollten mit Barrierefreiheit.
Also alleine das schon auf der Internetseite der Regierung zu schreiben.
Finde ich schon eine Frechheit, also einen richtigen Schlag ins Gesicht.
Das nur am Rande, also bitte ausfüllen, raul.de.
Ich gucke, ob ich den Link nochmal finde, dann setzen wir den auch in die Show
Notes, also schreibt Briefe, solange das noch online ist, das Tool und macht
den Abgeordneten klar, worum es hier geht.
Es geht hier wirklich nicht um Spielerei, hier geht es wirklich um nacktes Überleben,
wenn man das so schön sagen darf.
Ja, und das ist gut, das auch immer wieder zu sagen, die Barrierefreiheit ist
in Gefahr, vor allem eine Barrierefreiheit, die wir noch nicht mal hatten,
worauf wir im dümmsten Fall sogar noch Jahrzehnte warten müssten.
Und die wird jetzt auch noch abgewürgt.
Und Menschen, die sich Inklusionsspektrum bewegen, die wissen das.
Die wissen, wie hart dafür gekämpft wurde, dass Anbieter von Produkten,
dass Dienstleistende dazu verpflichtet werden sollten, barrierefrei zu sein.
Und das ist natürlich, das wird jetzt als Zumutung interpretiert.
Das darf man denen nicht antun. Das bedeutet, dass Menschen mit Behinderung
natürlich in ganz vielen Bereichen nach wie vor keine Teilhabe haben.
In vielen Bereichen haben wir die, in Stücken.
Aber es gibt elementare Bereiche, wo die wirklich noch fehlt.
Und da könnten wir jetzt ins Detail gehen, wo die überall noch fehlt.
Ich glaube, da machen wir alle eine gute Arbeit.
Wir schreiben, wir machen Podcasts, wir haben medienschaffende Mitbehinderung,
die da immer wieder drüber sprechen.
Es wäre wichtig, dass es auch im Mainstream ankommt, weil ich frage ja immer
wieder meine nichtbehinderten Testwürfel, die sehr viele Nachrichten schauen,
wo ich dann immer wissen möchte, sag mal, was kommt bei dir da eigentlich an?
Womit behinderte Menschen gerade strugglen, was für uns gerade in Gefahr ist?
Was kommt bei dir da an? Was siehst du davon in den Nachrichten?
Und erschreckend wenig kommt bei Menschen ohne Behinderung da an und manchmal
auch kommt da wenig bei Menschen mit Behinderung an, die sich damit nicht befassen.
Wir sind da irgendwie...
Leider in die Pflicht genommen. Und da sind wir auch beim Thema, Sascha.
Wir haben uns abgesprochen, heute gleich in die Feedbackrunde einzusteigen,
weil beim letzten Mal hatten wir ja das Thema, definieren wir uns über unsere Behinderung?
Ich habe das auch ein bisschen provokativ bei Insta mal gefragt,
definieren wir uns zu stark über unsere Behinderung und wer entscheidet das eigentlich?
Und ich finde, das ist gerade sehr aktuell oder aktueller denn je,
wenn wir das nicht machen und wenn wir uns nicht zeigen mit unseren Themen,
dann erleben wir keine Barrierefreiheit.
Dann sind wir ganz schnell ganz unsichtbar. Dann haben wir keine Möglichkeit, Teilhabe zu leben.
Und deswegen ist es dieses Unangenehme, naja, der definiert sich so sehr über
seine Behinderung, der spricht ständig über Inklusion oder die.
Wir müssen das gerade wieder sehr, und da möchte ich alle nur ermutigen dazu.
Ja, das ist wichtig, dass wir nochmal diese Feedback-Runde machen,
weil ich glaube, da kamen ganz viele sehr interessante Reaktionen auch rein.
Und wir haben nicht überall dieselben Meinungen gesehen, aber trotzdem sind
einige mit uns sehr intensiv darauf eingegangen, über die Definition und Identifikation.
Sehr spannendes, definitiv sehr spannendes Thema.
Und ja, ich habe auch vor ein paar Tagen wieder gelesen, da war ich etwas überrascht,
die Maike Holbach, glaube ich, heißt sie. Ja, ich glaube, so heißt sie.
Die Abgeordnete von der SPD, die Gehörlos ist im Bundestag.
Hatte ich ja eher gedacht, sie würde sich nicht so mit dem Thema Behinderung
beschäftigen, habe aber dann mitgekriegt, das war mir entgangen,
dass sie trotzdem die behindertenpolitische Sprecherin der SPD im Bundestag ist.
Weil sie ja ihre erste Rede als gehörlose Abgeordnete nicht über Behinderung
gehalten hat, habe ich gedacht, okay, vielleicht ist sie dann...
Auch so eine Politikerin, die zwar als Mensch mit Inklusionshintergrund ins
Abgeordnetenhaus kommt, aber dann doch nicht das Thema Behinderung zu ihrem Fokus macht.
Und doch bin ich sehr froh, dass sie dann als gehörlose Abgeordnete,
ja, da die politische Sprecherin ist.
Ich habe mir vorgenommen, eventuell nochmal eine Runde mit allen politischen
Sprechern zu machen, wenn das gelingt vor der Umsetzung dieses entsetzenden Gesetzes.
Aber auch das ist die Identifikation, dass sie dann doch andere Themen auch
anspricht und trotzdem das Amt als politische Sprecherin, als Betroffene übernimmt.
Das fände ich auch wieder ganz interessant.
Ja, ich glaube, bei Themen, wo es richtig brennt, da macht man das dann schon.
Und das finde ich ja auch gut.
Das machen ja viele von uns, die sich entschieden haben, auch im Medienbereich,
vielleicht nicht ständig über Behinderung zu reden, aber da,
wo es dann sein muss und wo man genau das Gesicht ist, was es dann auch gut
transportieren kann, weil es authentisch ist, da ist es gut, das dann auch zu machen.
Aber das muss jede Person für sich entscheiden.
Ganz persönlich für sich entscheiden muss man, glaube ich, auch,
das ist auch eine Frage, die ich gestellt bekommen habe auf unsere letzte Folge
hin, wie wir uns eigentlich bezeichnen.
Ich glaube, da ist noch eine ganz große Verunsicherung, weil das auch nicht
jedem nichtbehinderten Menschen klar ist.
Und ich merke, wie wichtig auch immer noch der Dialog ist mit Menschen ohne
Behinderung, die uns auch hören und wofür ich wahnsinnig dankbar bin.
Und ich manchmal so merke, wir stecken da schon in unserem Thema so sehr drin
und nehmen manchmal auch ein bisschen krumm, wenn man vielleicht eine Frage
gestellt bekommt oder vielleicht eine Anerkennung bekommt,
wo wir das vielleicht schon als ebelistisch empfinden.
Und derjenige hat es nur gut gemeint, da haben wir auch schon öfter drüber gesprochen.
Ist derjenige vielleicht einfach noch nicht so tief drin wie wir und meint es
gar nicht als Inspiration-Porn.
Und genauso verunsichert sind Menschen oft in der Begegnung und wissen gar nicht
so richtig, sagt man noch behindert?
Und wie bezeichnet man das jetzt richtig?
Bin ich immer natürlich irgendwie sehr dankbar für solche Fragen,
weil ich merke, da ist immer noch Redebedarf.
Und wenn man sich so definiert, ich glaube, das passt zu diesem Definitionsbegriff,
kann ich für mich persönlich sagen, ich spreche am liebsten von mir als blinde
Frau oder als Frau mit Behinderung, als Mensch mit Behinderung.
Ich mag es nicht, wenn jemand sagt, da ist eine Behinderte oder heute kommen
die Behinderten Oder guck mal, da drüben ist eine Blinde.
Da fehlt für mich irgendwie noch das Wort Frau oder das Wort Mensch.
Ich weiß, Ottmar hat mal gesagt, ihm ist sogar die Bezeichnung behinderte Menschen
manchmal sehr stimmig, weil man wird ja behindert.
Es gibt ja das soziale Modell von Behinderung.
Also Menschen mit Behinderung, das kennen wir von der Behindertenrechtskonvention.
Aber behinderte Menschen kann auch stimmig sein, weil es sind Menschen, die behindert werden.
Wie ist denn das für dich, Sascha? Wie definierst du dich, wenn wir uns das
mal von dieser Perspektive aus betrachten?
Also ich sage ja ganz gerne ganz oft Menschen mit Inklusionshintergrund,
weil ich das ganz lustig finde, weil wir auch von Menschen, die aus anderen
Ländern kommen, mit Migrationshintergrund sprechen. Also bin ich ein Mensch
mit Inklusionshintergrund?
Gefällt mir einfach so, ja, behinderte Menschen, Menschen mit Behinderung.
Ich bin ja nicht so der Wortspielerfreund. Ich bin einfach der Meinung,
wir sollten uns einig werden.
In der UN-Gehinderung-Recht-Konvention steht Mensch mit Behinderung.
Auf Französisch heißt das Person en Situation de Handicap, also in einer behinderten Situation.
Das jetzt mal so übertragen, also der befindet sich in einer Behindertenfase, nenne ich das mal so.
Auch interessant, disabled heißt es ganz banal in Englisch, da wird Person with
Disability, Mitbehinderung.
Ja, das ist ja der allgemeine Gebrauch, ob wir den nach 20 Jahren UN-Mindernrechtskonvention
vielleicht mal anpassen müssen, ist die andere Frage.
Ich kann das, also ich habe manchmal so das Problem, das ist aber auch in den Medien so,
wenn so das, was uns prinzipiell ausmacht, also der blinde Mann oder die blinde Frau ist.
Wenn es relevant ist, dass die Person blind ist in diesem Artikel oder in diesem
Gespräch, dann halte ich das für interessant und wichtig, dass man die Informationen gibt.
Aber wenn es egal ist, weil es ein Mensch ist, dann muss nicht dazustehen,
der rollstuhlfahrende 37-Jährige fuhr mit seinem PKW oder was auch immer, weißt du?
Also es muss immer geguckt werden, wo ist diese Anmerkung, dass der jetzt eine
Behinderung hat oder behindert wird oder Behinderung ist, Mitbehinderung ist.
Wo ist es relevant, dass wir das miterwähnen? Wo ist es relevant,
dass wir miterwähnen, dass der Mensch dunkle Hautfarbe hat oder türkische Abstammung ist?
Wo ist das? Oder LGBTQ, whatever.
Also wo ist es relevant und wo können wir das einfach weglassen,
weil es gar nicht wichtig ist und gar nichts zur Information beiträgt,
weil es primär um Mensch geht?
Also mir ist das auch in den Nachrichten, wenn ich das manchmal lese,
denke ich mir so, ja, okay, was ist da jetzt, warum steht das jetzt so da drin,
warum ist das jetzt hervorgehoben?
Und es geht über diese Behinderung hinaus, also es geht über alles.
Wenn ich die Überschriften manchmal lese, denke ich mir, ja,
ist das jetzt wichtig, dass ich weiß, dass der untersetzte Mann,
weißt du, ist es jetzt wichtig, dass ich weiß, dass der jetzt 40 Kilo zu viel auf den Rippen hat?
Nein, ist in dieser Situation nicht wichtig. Also finde ich,
dass die Medien, die Relevanz.
Da selber erkennen müssen, ist es wichtig oder ist es nicht wichtig?
Ja, das ist ein guter Punkt.
Ich habe neulich in meinem Briefkasten einen Zeitungsartikel gefunden und es
hat sich dann auch aufgelöst, wer ihn reingesteckt hat.
Also eine liebe Frau, die ich vom Yoga kenne, die hat den jahrelang aufgehoben,
hat jetzt gesagt, du, ich wollte dir den geben und ich freue mich da auch immer.
Also das ist, manchmal sammeln Menschen irgendwas, wenn ich mal in der Zeitung war.
Und da ist mir aber so aufgefallen, es ging eigentlich um ein Buch,
was ich mit meinem Partner zusammen geschrieben habe und wir haben dann den
Preis damals bekommen dafür, aber die Überschrift, da dachte ich auch so,
blinde erfolgreiche Schriftstellerin berichtet, wie sie gemeinsam mit ihrem.
Partner, das den Alltag meistert. Und ich dachte, also ich von mir aus habe
überhaupt nicht das Bedürfnis, darüber zu berichten, wie ich mit meinem Partner
den Alltag meistere, weil es ging ja um unser Buch.
Das war schon völlig falsch getitelt. Und damals, natürlich freut man sich immer über Presse und so.
Und das war auch ein Journalist, der sonst eher so Verkehrsnachrichten schreibt.
Der hatte noch wenig Einblick in das Thema Behinderung und so.
Da habe ich das auch ein bisschen verziehen.
Aber heute kommt mir das umso absurder vor, weil ich dachte,
wenn sonst irgendwie so ein Schriftsteller paar was veröffentlicht,
geht das überhaupt nicht darum, wie die ihren Alltag meistern.
Und vielleicht hätte das auch in der Überschrift überhaupt keine Rolle gespielt,
ob ich blind bin oder nicht an der Stelle, weil in dem Buch ging es auch überhaupt nicht um Blindheit.
Aber das ist so genau der Punkt, den du da gerade meinst. Ja,
manchmal kann das relevant sein.
Da stört mich das auch nicht, wenn das dasteht. Da kann das sogar gut sein.
Aber hier, also da hatte ich ein absolutes Störgefühl.
Aber das war gut, den Artikel nochmal zu haben und zu lesen,
weil man sich da auch selber nochmal so ein bisschen im Rückspiegel sieht und
so merkt, okay, der Journalismus, der musste sich auch weiterentwickeln irgendwie.
Ich habe ja in der Vergangenheit, habe ich ja schon ein paar Mal glaube ich
erzählt, 25 Jahre lang im Musikgeschäft tätig gewesen,
hat Künstler vermittelt, Management gemacht, Interviews gemacht und so weiter
und ich habe zu 95 Prozent nie im Voraus erwähnt, dass ich blind bin,
nur wenn es mal wichtig war, wenn ich alleine zu einem Interview gekommen bin
und Assistenz oder Unterstützung gebraucht habe, aber prinzipiell habe ich das nie im Voraus.
Mitgeteilt, weil es für mich, ich war als Journalist, als Moderator,
als Interviewpartner da oder eben auch als Veranstalter.
Ich kann mich noch an eine Szene erinnern mit den Sportfreunden Stiller.
Ich hatte mit diesem Management, das war 2004, das war so gerade zu deren ersten
Erfolgsperiode, ein Festival organisiert und ich hatte mit diesem Typen nie
telefoniert, immer nur per E-Mail Kontakt gehabt und irgendwann so 50 Kilometer vor Luxemburg
Hat er mich dann angerufen und der wusste bis zum Moment, wo er vor mir stand,
wusste er nicht, dass ich blind bin, weil ich fand das gar nicht relevant.
Ich habe ihn ja nicht gebucht, weil ich als blinder Booker unterwegs war,
sondern weil ich als Booker für dieses Festival unterwegs war.
Und ich hatte nie das Interesse daran, da meine Behinderung in den Vordergrund
zu schieben, um eventuellen Künstler besser an Land zu ziehen,
um die Gage zu drücken oder um extra ein Interview zu kriegen.
Weil ich finde, das war gar nicht wichtig und ich glaube, bei Amy,
die zwar jetzt schon mittlerweile viel bekannter ist und die Leute schon teilweise
auch bei den Agenturen wissen, wer sie ist,
irgendwann, wenn du immer mit denselben Leuten zu tun hast, dann wissen die
schon, wer du bist und die wissen dann auch schon, dass du das dann eben so
bist, blind oder im Rollstuhl, aber wenn du sonst so Sachen buchst oder so Sachen machst, dann.
Ist das gar nicht relevant? Auch heute, wenn ich auf Termine gehe und ich bin
begleitet oder ich gehe da hin, auch in meinem Ministeriumjob,
ist das Thema, dass ich blind bin, mal zweitrangig.
Also bei uns im Haus sowieso, ich laufe in unserem Ministerium ohne Stock rum,
also da sind noch einige Mitarbeiter, die noch immer am überlegen sind,
ist der jetzt blind oder ist der sehbehindert oder ist der überhaupt nichts?
Weil ich da im Haus ohne Stock rumlaufe.
Ja, manche sagen, das ist nicht gut. Manche sagen, das ist cool.
Ich habe bis jetzt selten jemanden umgerannt.
Das habe ich in der Schulzeit mal gemacht. Da bin ich wirklich ohne Stock rumgerannt
und habe dann den einen oder anderen Schüler mal umgerempelt.
Die kennen mich aber heute noch.
Das war ein Pech. Nach 30 Jahren kriege ich das noch zu hören.
So, ah, du hast mich damals über den Haufen gerannt. Da habe ich gesagt,
oh, ja. Ich bin aber in Erinnerung geblieben.
Sie haben noch deine Fußabdrücke im Rücken.
Also das heißt, es ist immer die Frage, wo erhebt man es heraus, wo nennt man das?
Es gibt aber manche Punkte, wo ich es auch wichtig finde, direkt mit der Identifikation
meiner Behinderung, also der Klarheit, dass ich eine Behinderung habe, herauszurücken.
Also ich mache das immer, ich mache das aber à mon es, wie der Französer sagt,
also so wie ich glaube, dass es wichtig ist, nicht um Vorteile zu kriegen,
sondern um Fettnäpfchen auf beiden Seiten zu vermeiden.
Kann ich total nachvollziehen. Also gerade auch in der Öffentlichkeitsarbeit oder so.
Also auf Insta heiße ich Bleid Feminist da, weil ich natürlich zeigen will,
ich behandle Themen rund um
Frauenpower, um Feminismus, aber auch rund um Blindheit, um Behinderung.
Und da muss ich natürlich irgendwie so eine Art Marke finden,
die sich schnell transportiert, wo ich auch sehe, was sind meine Themen oder
wo ich zeige, was sind meine Themen.
Und da wäre es natürlich ganz blöd, wenn ich das jetzt total neutralisiere und
kein Mensch weiß, wozu ich arbeite oder so. Also da mache ich das natürlich ganz bewusst.
Aber wir haben zum Beispiel auch ein sehr, sehr schönes Feedback von Nina.
Das passt auch gut da rein, dass wir viel mehr auch sind als nur blind und definieren
uns natürlich auch noch über sehr viel mehr. Sie ist beispielsweise Unternehmerin,
sie ist Reiterin, sie interessiert sich für Fußball.
Also es gibt ja sehr, sehr viele Facetten und wir möchten nicht nur uns als
blind oder behindert definiert wissen.
Und das verstehe ich auch sehr gut, das hat sie auch sehr ausdrücklich so gesagt.
Und das werden viele verstehen und sich damit auch identifizieren können mit dieser Aussage.
Und ich denke dann immer gleichzeitig aber auch, warum, deswegen hatte ich auch
diese provokative Frage gestellt, Warum ist es eigentlich so schlimm,
sich über die Behinderung zu definieren oder stark darüber zu definieren?
Wenn wir zum Beispiel jetzt einen Musiker haben oder eine Politikerin oder einen
Sportler, eine Sportlerin sind.
Dann definieren die sich ja auch sehr stark über das, was sie da tun.
Und wir erwarten das sogar.
Also wir wollen jetzt nicht eine Politikerin haben, die sich da nicht stark
mit identifiziert oder vielleicht auch darüber definiert.
Wir wollen, dass die das voll leben. Und da würde ja auch keiner unbedingt kritisieren,
ah, die definiert sich da zu stark über die Musik.
Also wenn man jetzt Apache-Songs hört zum Beispiel, der singt ja ganz viel über
das Business und was er ist als Musiker und womit er so struggelt und so weiter.
Und das finden alle natürlich auch gut. Die wollen da ganz viel auch drüber wissen.
Wie ist denn dieser Lifestyle und so? Also bei einem Menschen mit Behinderung
würde man das anders kritisieren.
Da würde man sagen, warum muss man das so groß machen, das Thema.
Also irgendwie habe ich das Gefühl, das wird ein bisschen unterschiedlich bewertet.
Und das hat mich interessiert, so dieser Punkt hat mich interessiert.
Und aber auch bei einem Politiker oder bei einem Sportler würde man andererseits
sagen, ah, okay, der sollte das aber nicht nur leben.
Wenn der dann kein Privatleben mehr hat, gibt es ja auch bei einigen Sportlern,
dann kippt das. Wenn er sich zu stark... Wir wollen zwar, dass der das lebt,
aber wenn er es zu stark macht, dann hat er kein Familienleben mehr.
Dann leidet die Gesundheit. Also das kann man immer sehr komplex betrachten.
Weißt du, wie ich meine? Ich weiß, wie du meinst. Die Frage ist natürlich...
Sportler zu sein, Extremsportler oder Profisportler, Musiker zu sein,
Politiker zu sein, das ist ja mittlerweile auch salonfähig alles.
Das sind ja auch Identifikationen, mit denen man sich teilweise gerne identifiziert,
manche weniger, manche mehr.
Und Behinderung ist immer noch was, habe ich gestern in einem Vortrag gesagt,
ich bin zwar behindert, aber ich bin nicht ansteckend.
Ich glaube, dass da noch immer dieser Fokus, diese Angst drauf liegt,
wenn ich mich jetzt mit dem Thema Behinderung beschäftige, dann werde ich auch
behindert, automatisch.
Das ist so, als würde ich Corona haben, würde angesteckt werden für die Influencer.
Und ich glaube, dass dieses Image aus den Köpfen raus muss, bei allen Menschen
raus muss, dass Behinderung nicht ansteckend ist.
Die gute Laune der Menschen mit Behinderung ist ansteckend, aber nicht die Behinderung selber.
Aber ich glaube, das liegt auch, wenn du Musiker hast, der Musiker ist mit sich
im Reinen als Musiker und identifiziert sich mit sich selber.
Und das ist auch okay und das spürst du auch.
Viele Menschen mit Behinderungen sind noch nicht mit sich im Reinen.
Und das ist die Unsicherheit, die auch die Nichtbehinderten spüren,
dass da manchmal uns Menschen begegnen mit Behinderung, die das noch nicht verarbeitet
haben, die das noch nicht verkraftet haben, die vielleicht noch,
je nachdem wie die Behinderung zustande gekommen ist, unter Traumatast liegen.
Ich glaube, das ist so ein bisschen dieser Unterschied, den wir mit den anderen machen dürfen.
Das ist aber auch, glaube ich, beim Thema LGBTQ, wenn jetzt jemand sagt,
ich fühle mich nicht mehr als Frau im Körper, sondern eher als Mann.
Das wird viel einfacher, wenn...
Die Person das so akzeptiert hat und dann strahlt man das auch nach außen aus.
Also wenn wir unsere Behinderung akzeptieren, dann strahlen wir das ganz anders
aus und dann sind wir auch weniger frustriert oder meckern weniger über Menschen,
die dann vielleicht ins Fettnäppchen treten, weil bleibe ich ja immer dabei.
95 Prozent der Menschen treten nicht gerne ins Fettnäppchen,
sondern das passiert, weil sie nicht anders gelernt wurden.
Ich glaube, dass da unsere Begegnungen, die wir gerade schaffen,
immer mehr schaffen, rauskommen, rausgehen, sichtbar werden,
wie wir auch gesagt haben, vielleicht auch ein bisschen lauter werden und auf
uns aufmerksam machen, dass wir da sind, dass wir ein Teil der Gesellschaft sind,
dass da vieles dazu beiträgt, dass wir vielleicht etwas weniger diese Problematik
haben und dass wir uns auch selber mit uns eher identifizieren und dann stärker
in der Gesellschaft auftreten.
Also mir ist das bemerkenswert aufgefallen, wirklich bei der LGBTQ-Szene,
die sind einfach präsent, weil sie auch dann irgendwann eine ganz lange Phase
haben, wo sie brauchen, um sich zu outen.
Und wenn sie sich dann geoutet haben, dann stehen sie aber mit beiden Beinen
nach außen hin sehr fest da und lassen sich dann auch selten,
trotz der Diskriminierungen und dem Scheiß, der da passiert dann manchmal,
lassen sich aber sehr selten umwerfen oder nach außen weniger umwerfen.
Und wir Menschen mit Behinderung habe ich das Gefühl, dass noch ganz viele sehr
wackelig auf den Beinen sind, wenn sie sich geoutet, klingt jetzt blöd,
aber wenn sie bis zu ihrer Behinderung stehen, wir wackeln noch sehr viel.
Ja, und es ist natürlich auch noch irgendwie so ein anderer Punkt,
wenn ich jetzt eine selbst gewählte Identifikation habe, zum Beispiel,
ich bin jetzt so ein Workaholic oder ich bin Politikerin oder was weiß ich.
Sportlerin und kämpfe mich da voll rein oder ich habe halt eine Behinderung
oder ich habe einen Migrationshintergrund oder ja, ich bin queer oder so.
Das sind so Themen, die kann ich mir ja nicht aussuchen.
Also da muss ich mich dann irgendwie ergeben. Im besten Fall identifiziere ich
mich und im noch besseren Fall definiere ich das auch als vielleicht einen Lifestyle oder so.
Wo dann die Frage ist, ist der Lifestyle jetzt zu viel?
Das ist das so, was ich ein bisschen meinte. Aber es gibt ja auch Dinge,
die kann man sich aussuchen.
Ich kann mir jetzt aussuchen, ob ich viel arbeite. Das ist gesellschaftlich
sehr akzeptiert. Da gibt es immer Pluspunkte dafür.
Aber ich kann mir ja nicht aussuchen, ob ich behindert bin. Und natürlich sind
manche Sachen dann anerkannter und andere nicht.
Also da gibt es auch nochmal ein Feedback von, ich nenne sie jetzt mal Lotti,
weil ich glaube, das ist ein Punkt.
Sie hat es zwar offiziell geschrieben
als Kommentar, aber es ist ein bisschen so ein sensibler Punkt.
Deswegen habe ich den Namen jetzt mal geändert. Wenn es jetzt darum geht,
was ist denn so eine anerkannte Geschichte zum Thema Identifikation und was nicht?
Also zum Beispiel wieder dieser Punkt sichtbare versus unsichtbare Behinderung.
Es fällt ihr zum Beispiel viel leichter, zu ihrer sichtbaren Behinderung zu
stehen und auch zu definieren.
Denn ich bin zum Beispiel im Rollstuhl unterwegs, zum Beispiel mit einem Blindenlangstock
unterwegs, je nachdem, was für eine sichtbare Behinderung das ist,
geht es aber jetzt um eine psychische Behinderung, sieht das schon wieder ganz anders aus.
Je nachdem, in welchem Ort man lebt, ob das noch sehr stigmatisiert ist,
ob man dann vielleicht auch die ganze Familie mit stigmatisiert.
Wenn die Person jetzt sagt, okay, ich habe eine psychische Erkrankung,
das kann sein, dass man dann sehr unter Vorurteilen zu leiden hat.
Und das wirkt sich wiederum auch darauf aus, ob man zu sich selber steht und
ob man vielleicht viel leichter sagen kann, naja, ich bin blind.
Also ich kann das total verstehen, mir geht es ja so, dass ich viel,
viel leichter über Blindheit reden kann und viel, viel schwerer über ME-CFS,
was eine unsichtbare...
Schwere Multisystemerkrankung ist. Und ja, Sascha, wir hatten da auch mal in
einer eigenen Folge drüber gesprochen.
Was man nicht sieht, kann man so schwer in Worte fassen.
Fällt mir viel, viel schwerer. Und deswegen weiß ich, was sie da meint.
Es gibt anerkanntere Definitionen, sage ich mal.
Und dann gibt es so welche, die noch so sehr stigmabehaftet sind.
Ja, und es ist natürlich einfacher, über etwas zu reden, was man,
ich sage mal, anfassen kann. Also ein Rollstuhlfahrer, der hat einen Rollstuhl
als ein Symbol, nenne ich mal, klingt so blöd, aber du weißt, was ich da meine.
Ein Blinder hat seinen Stock oder seinen Hund oder eine Sehbehinderte etwas,
eine größere Brille oder whatever.
Also es gibt bei den verschiedenen Behinderungen gibt es halt einfach Möglichkeiten,
das eher anzufassen, anzupacken.
Das heißt, der Mensch, der keine
Behinderung hat oder scheinbar keine Behinderung hat, kann sich eher...
Ja, nicht was vorstellen drunter, weil das auch noch nicht geht,
aber kann das eher greifen.
Und alles das, was nicht greifbar ist, ist sowieso in unserer Gesellschaft ja
ein schwieriges Thema, wenn wir über Spiritualität reden oder so.
Jetzt klingt das blöd, wenn ich Spiritualität mit unsichtbarer Behinderung vergleiche,
aber das ist so ein bisschen dieselbe Reaktion, weil die Menschen das nicht
verstehen können, nachvollziehen können.
Und trotzdem müssen wir den Menschen auch immer klar machen,
dass auch sogar Blindheit, wenn sie greifbar ist, meine Blindheit ist nicht
deine Blindheit und deine Blindheit ist nicht die von Andrea oder von Jacqueline
oder von Paul oder von Uta.
Das ist die Blindheit, also die Behinderung ist trotzdem differenzierter,
auch wenn sie vielleicht eine kleinere Definition hat und so ist es bei den
unsichtbaren Behinderungen auch noch heftiger,
weil du da erstens mal das auf den ersten Blick gar nicht siehst und dann ist
es noch sehr individuell.
Das heißt, deine Erkrankung kannst du für dich beschreiben.
Das heißt aber nicht, dass die Person neben dir, die dieselbe Einschränkung
hat, das genauso beschreiben kann, weil die sich vielleicht bei ihr anders auswirkt.
Und das ist das, was in unserer Behindertenwelt sehr komplex ist.
Wenn wir über LGBTQ oder People of Color sprechen, das ist greifbarer, weil das ist ähnlicher.
Ja, also entweder ein Mann, der sich als Frau fühlt, das ist klar,
das ist auch nicht immer sichtbar, aber das ist klar.
Wir wissen, also ich weiß nicht, wie sich eine Frau anfühlt,
aber ich kann das anders nachvollziehen.
Wie sie sich anfühlt, weißt du schon. Wie sie sich anfühlt schon,
aber wie es sich anfühlt, als Frau zu sein, weiß ich nicht.
Also, wir bringen mich nicht durcheinander jetzt.
Und deshalb, ich glaube, dass das so ein bisschen diese Schwierigkeit auch der
Behinderung ist, insgesamt der Behindertenszene, dass wir so individuell sind,
wie nun mal Menschen einfach sind.
Aber auch in unserer Bubble ist es sehr schwierig, dass alles,
wie gesagt, Blindheit ist nicht Blindheit.
Ich kann mich an einen Post erinnern, den ich abgesetzt habe,
wo auch gesagt wurde, ja, aber blind.
Oder es geht ja, die ganze Zeit gibt es ja in verschiedenen Diskussionsforumen über Mr.
Blind Life, der ja noch gesetzlich blind ist, aber noch 2% sieht und jeder ihm
vorwirft, er würde nur einen Blinden simulieren, er wäre nicht blind,
aber gesetzlich ist er blind. Das ist einfach so.
Wie viel er mit seinen 2% sieht, das können wir gar nicht wissen,
weil das weiß man einfach nicht.
Und das hängt sicherlich auch von verschiedenen Sichtmöglichkeiten ab,
das hängt vom Licht ab, das hängt von so vielen Aspekten ab.
Und deshalb ist es für mich extrem schwierig, auch Menschen manchmal klarzumachen,
dass Blindsein nicht Blindsein ist und Rollstuhlfahrer nicht Rollstuhlfahrer
oder hörgeschädigt nicht hörgeschädigt ist.
Und das ist das, was so schwierig ist. Und wenn wir dann noch die unsichtbaren
Behinderungen dazuholen, wo das noch individueller ist, noch viel mehr individueller
ist als, weißt du, blind haben wir einfach mal eine klare, prinzipiell eine klare Definition.
Paar Definition ist jemand, der blind ist, der sieht nichts.
Punkt. Dann gibt es Abstufen. Aber jemand, der eine unsichtbare Behinderung
hat, der kann nur dir selber erklären, wie sich seine Behinderung,
Einschränkung auf seinen Alltag auswirkt, also wo er wie behindert wird.
Ja, und ich bin da neulich auch mal so ins Grübeln gekommen.
Also ich bin auch ein großer Fan von Erklären und Worte finden bei Dingen, die man nicht sieht.
Also am besten so einfach und plastisch wie möglich machen.
Und ich habe neulich in einem Interview gehört von einer schwarzen Autorin,
die auch sehr viel Rassismus, Kritik und sowas in Workshops anbietet.
Und sie hat gesagt, dass sie jetzt gar nicht so sehr immer erklären will,
weil das retraumatisierend ist für sie.
Und sie möchte das eher auf der Meta-Ebene beschreiben und hat auch immer wieder,
also die Folge kann man hören, das ist eine Hotel Matze-Podcast-Folge und Ogette heißt sie, glaube ich.
Und ich fand das irgendwie beeindruckend, weil ich so dachte,
das ist ein richtiger Weg.
Also man muss seine Rassismus-Erfahrungen und Sexismus-Erfahrungen nicht immer
wieder auch plastisch machen und erklären, wenn einen das wirklich traumatisiert.
Und das war schlimm in ihrem Leben.
Dazu macht sie eine Öffentlichkeitsarbeit auf einer Metaebene.
Wie ich das vielleicht auch viele Jahre als Sozialpädagogin zum Thema Blindheit gemacht habe.
Aber immer wieder so in dieses Erklären der eigenen Situation,
wir Menschen mit Behinderung, deswegen komme ich drauf, wir müssen das ganz
oft wirklich noch machen. Also wir müssen erklären, damit man versteht.
Und weil jeder von uns ein bisschen anders, wie du das gerade auch beschrieben
hast, vielleicht sie bei verschiedenen Sehbehinderungen oder bei ADHS oder bei
ME-CFS unterschiedliche Bedürfnisse hat.
Oder jemand ist moderat betroffen, der andere ist sehr schwer betroffen.
Da gibt es ganz große Unterschiede. Man muss sehr viel erklären.
Und manchmal, denke ich, haben wir vielleicht auch das Recht zu sagen,
es ist an der Stelle auch immer wieder irgendwie retraumatisierend,
immer wieder in dieser Situation.
Definitionen, Diagnosen so stark reinzugehen. Vielleicht muss es auch einfach
reichen zu sagen, das geht, das geht nicht, das brauche ich,
das brauche ich nicht, ohne das so sehr erklären zu müssen.
Aber ich glaube, wir müssen das noch ganz oft, auch für uns selber.
Ja, aber das liegt ja auch daran, weil wir es ganz viele Jahre nicht erklären
konnten und durften und nicht die Möglichkeit hatten,
weil wir in Institutionen oder weil wir heute noch teilweise irgendwo in Sonderwelten
eingepfercht sind, Und wenn wir wissen, dass 360.000 Menschen mit Behinderung
in den Werkstätten arbeiten, die sind nicht auf dem ersten Arbeitsmarkt,
die sind nicht täglich in Kontakt mit der Gesellschaft.
Das ist ein ganz großer Faktor. 360.000 Leute, das sind, ich glaube,
0,05 Prozent der Menschen, die in einer Werkstatt arbeiten.
Wenn ich mich verkalkuliert habe, müsste so 88 Millionen oder 84 Millionen das runter.
Also egal, wenn es auch nur 0,2 Prozent sind. Aber die sind nicht in der Gesellschaft integriert.
Die sind nicht ständig draußen und begegnen uns.
Und das ist der Unterschied, dass wir uns vielleicht immer noch ganz viel erklären müssen.
Ich finde es, ich habe das Glück, dass ich das nicht so oft muss, weil Blindsein als,
Das ist meine, Gott sei Dank, meine einzige Beeinträchtigung, die ich habe.
Gut, meine Familie meint manchmal, ich hätte auch noch ein ADHS,
weil ich hier hyperaktiv bin. Das ist ein anderes Gesicht. Das Duracell-Häschen.
Ja, das Duracell-Häschen, genau. Das gefällt mir übrigens besser,
ein DH, ein Duracell-Häschen.
Nein, aber die Sache ist so, dass ich glaube, dass wir diese Erklärungen noch
machen müssen, dürfen, sollten, weil wir einfach 30, 40 Jahre zu spät mit der
Inklusion angefangen haben.
Wir sind einfach zu spät und wir müssen das noch, glaube ich,
ganz lange machen, bis wir dann irgendwann auf dem Niveau sind,
wie ich gestern auch gesagt habe in diesem Vortrag.
Dass die Kinder dann heutzutage in den Schulen mit nichtbehinderten Kindern
aufwachsen und dass das eine Selbstverständlichkeit ist.
Wir ziehen uns gerade ganz langsam, weil Inklusion ja auch noch nicht so gut
funktioniert, aber eine Generation an Jugendleuten ran, die wissen,
was Behinderung ist, weil sie mit Menschen mit Behinderung schon in Begegnung kommen.
Und das ist das, wo wir wirklich drauf hoffen können, dass das in den nächsten 30,
40, 50 Jahren, wir beide erleben das wahrscheinlich nicht mehr,
aber dass dann irgendwann eine Gesellschaft herrscht, wo Behinderung normal,
was ist schon normal, aber normaler sein wird und wir uns nicht mehr immer so erklären müssen.
Ich habe aber damit auch persönlich kein großartiges Problem.
Ich weiß aber, dass einige Menschen mit Behinderung wohl nicht berufsbehindert
sein, hat Amy einmal irgendwo in einem Post geschrieben.
Ich kann das alles nachvollziehen, aber ich glaube,
dass gerade wir, die noch draußen so aktiv sind und gehört werden und auch Influencer,
klingt jetzt blöd, aber eine Reichweite haben, dass wir gerade prädestiniert
sind, um für die anderen Menschen das zu öffnen.
Weil wir können das noch. Wir können noch über unsere Behinderung sprechen, ohne...
Und manchmal fällt es uns natürlich auch schwer. Es gibt auch Tage,
wo ich auch gar nicht darüber mit konfrontiert werden will.
Aber ich glaube, dass wir, die das können, uns wirklich bewusst sein dürfen
sollten, dass wir die Aufgabe haben, das für andere zu tun, die das gar nicht
können, die noch gar nicht so weit sind, wie wir schon sind.
Wir haben schon einen ganz langen Prozess durchgemacht, die,
die jetzt schon in der Öffentlichkeit stehen, von Rauls bis Sonntags.
Ja und Behinderung ist halt eben auch so vielfältig, also wo wir selbst noch
so viel lernen müssen und was andere Behinderung betrifft, wo ich auch sagen muss, erklär es mir.
Ich möchte es gern verstehen, damit ich es auch anderen wieder gut erklären kann und so.
Also das ist schon auch gut und wichtig und doch habe ich auch die Momente,
weil dieses Berufsbehindert, ich war es ja tatsächlich auch mal,
weil ich jeden Tag vor Gruppen gestanden habe und über diese Behinderung gesprochen
habe und das tat mir mal gut und das tat mir mal schlechter,
ist nicht jeder Tag gleich und man ist dann auch irgendwie natürlich vulnerabler,
als wenn man jetzt einfach über,
was weiß ich, irgendwelche Vogelarten referiert oder so.
Wenn man gerade an einem bestimmten Tag Diskriminierung erlebt hat und möchte
da vielleicht jetzt nicht auch noch mit der 25.
Schulklasse über seine Behinderung sprechen, wo drei dabei sind,
die auch Bock haben, einen gerade irgendwie ein bisschen dumm zu machen oder so.
Aber im Großen und Ganzen bin ich zum Glück auch ein Mensch,
der das gut kann und heute auch noch Spaß daran hat, in bestimmten Räumen,
die ich mir selber aussuche, Fragen zu beantworten.
Also zum Beispiel mache ich das ja auch ganz bewusst an Stellen,
wo ich es auch möchte, zum Beispiel in Büchern oder eben in Texten oder auch
Social Media, wo ich Kategorien kreiere, wo ich da auch bereit bin, drüber zu sprechen.
Und es gibt Situationen, wo ich es auch nicht möchte.
Ich möchte jetzt nicht in jeder Situation im öffentlichen Raum immer erklären
müssen, warum ich jetzt meine Augen auf oder zu habe, warum ich eine Sonnenbrille
auf habe oder heute nicht. Also.
Da ist es auch mal befreiend, sagen zu können, ganz nett, dass sie sich für
das Thema interessieren.
Ich empfehle meine Website.
Heute möchte ich nicht drüber sprechen.
Also das fällt mir zwar schwer, aber die Freiheit möchte ich auch haben,
das vielleicht nicht immer zu
müssen, auch wenn ich irgendwie so eine öffentliche Stimme manchmal bin.
Sehr spannend. Hast du noch was? Ich habe noch was, Sascha, weil du vorhin so
gesagt hast, ich weiß, wie sich eine Frau anfühlt.
Das hast du gesagt, das hast du gesagt. Ich habe gesagt, ich weiß nicht,
wie es sich anfühlt, als Frau zu sein. Hast du gesagt, du weißt aber,
wie sich eine Frau anfühlt.
Da musst du schon auf die Wortmeldung passen.
Das hat mir so gut gefallen.
Aber wir haben hier so ein schönes Feedback auch von Sören. Der hat nämlich
eine Diplomarbeit geschrieben.
Und da ging es eigentlich auch, deswegen komme ich drauf, um Sexualität und
Behinderung. und eigentlich auch sehr stark um Identität.
Und ich glaube, ihm ging es da auch sehr ähnlich wie mir damals,
als ich so sehr, sehr viel mich auch freimachen wollte von diesem Vorurteil
und diesen Zuschreibungen von außen, dass wir, wenn wir eine Behinderung haben,
entweder schon immer oder eine erwerben, uns eine gekauft haben,
dass wir dann irgendwie so neu drin sind.
Unsere Sexualität wird uns abgeschoben. Asexuell, ne? Wir sind asexual.
Wäre ja noch okay, wenn wir das selber wollen. Aber ganz oft sind wir ja so
Menschen, die da ganz konkrete Vorstellungen haben.
Wir leben unsere Bedürfnisse und jeder so, wie er mag.
Und er ist auf dieses Thema Sexualität und Behinderung in seiner Diplomarbeit
eingegangen und hat das auch das Thema eben zu unserer letzten Podcast-Folge gepostet bei Facebook.
Fand ich auch schön, da haben sich Menschen auch dafür interessiert,
ob man die lesen kann, die Diplomarbeit, kann man sich auch an ihn wenden,
wenn man möchte, also wenn das jemanden interessiert, zu dem Thema zu lesen.
Das findet man auch. Ich kann da aber auch vermitteln. Also uns,
wo ich auch gerne über Igel anschreibe.
Und er hat gesagt, die Summe seiner Erfahrungen ist seine Identität.
Und da spielt natürlich auch seine Behinderung mit rein.
Da spielt natürlich auch Sexualität mit rein, ganz klar. Aber eben nicht nur die Behinderung.
Und er hat auch irgendwie so einen Impuls entwickelt mit seiner Behinderung.
Immer so ein Jetzt-Erst-Recht-Ding, das kenne ich auch von mir.
Also das ist so eine Trotzreaktion auch so ein bisschen im Umgang mit der Behinderung.
Jetzt mache ich es aber erst recht, wenn mir irgendwas abgesprochen wird.
Und natürlich gerät man da auch an seine Grenzen und merkt, okay,
jetzt erst recht ist das eine.
Und die andere Richtung ist aber dann, okay, so geht es nicht.
Dann muss ich es eben anders machen. Aber dann finde ich eben einen anderen Weg.
Also das finde ich auch schön, dass dann so eine Auseinandersetzung mit der
eigenen Identität da ist und wie finde ich da meinen persönlichen Weg.
Und ja, ich habe mich da irgendwie extrem verstanden gefühlt bei diesem Feedback.
Bei mir war das als junge Frau, junge erblindete Frau ganz stark.
Ich wollte auch ganz viel irgendwie arbeiten, immer zu diesem Thema Sexualität
und Behinderung, weil das so viel mit meiner Identität gemacht hat,
die man mir da irgendwie als Frau auch abgesprochen hat.
Weil man immer so dachte, naja, hat die überhaupt einen Freund?
Und dann immer so die Frage, hatte die schon mal Kontakt zu Männern?
Und manche Männer haben dann gedacht, sie wären dann der erste Mann,
der es mir jetzt nun zeigen müsste, wie es nun geht. Das ist so ein Freischlagen
und gut ist, dass wir auch zu solchen Themen sprechen.
Also ganz lange haben sich ja Reha-Pädagogen ohne Behinderung zum Thema Behinderung geäußert.
Ist gut auch, aber wichtig ist ja, dass wir auch zu unseren Themen sprechen.
Deswegen ist es ja so tragisch, dass Studiengänge abgeschafft werden,
die sich aus der Behindertenbewegung selbst zum Thema Behinderung bringen.
Das hattet ihr ja auch schon besprochen im Podcast. Ja, absolut.
Und ich finde auch, dürfen wir lernen oder darf die Gesellschaft lernen,
aber auch die Menschen mit Behinderung.
Das ist mir bei einem Post aufgefallen, den ich im Mitte Februar abgesetzt habe,
dass auch wir Menschen mit Behinderung klare Vorstellungen haben,
was wir in unserem Leben haben wollen und was wir nicht haben wollen.
Partner, Sexualität oder whatever.
Also allen Menschen wird das zugesprochen, dass sie entscheiden dürfen,
mit wem oder wie oder was.
Und ich hatte das Gefühl, dass der ein oder andere Probleme damit hat,
wenn wir das als Betroffene auch ganz klar identifizieren, was für uns geht
und was für uns nicht geht.
Das finde ich sehr interessant, weil auch in der eigenen Szene ist mir das aufgefallen,
dass da Leute wirklich erschrocken waren über meinen Post, den ich gepostet
habe, wo ich nicht mehr noch dazu stehe, dass ich sage, ich könnte mir eine
feste Beziehung mit einer blinden Frau nicht vorstellen.
Das sind einige, ich habe das schon mal vor drei Jahren, haben wir das dritte
Thema oder haben wir schon mal darüber gesprochen gehabt in unserem Podcast
selber und das ist meine Auffassung.
Das kann jetzt jeder gut finden oder nicht gut finden, aber das ist genauso,
wie es Menschen gibt, die sagen, ich könnte mir mit einer Frau, mit,
In kurzen Igelhaarfrisur kann ich mir keine Beziehung vorstellen.
Jeder hat so seine Vorstellung auch von seinem Partner, ein Bild,
was er für seinen zukünftigen Partner haben will.
Manchmal wird es konkret umgesetzt, manchmal passiert es, dass man sich trotzdem verliebt.
Aber für mich aus meiner Sicht ist für mich ganz klar, dass ich mir keine feste
Beziehung mit einer blinden Partnerin vorstellen kann, weil ich einfach damit Schwierigkeiten habe.
Der ganze Aufwand frisst sozusagen die Beziehungsenergie auf,
muss ich einfach so für mich sagen.
Aber das kann natürlich, es gibt großartige Paare, die blind sind,
zusammen sind oder im Rollstuhl sitzen, zusammen sind, die das so wunderbar
meistern und zufrieden sind damit und glücklich sind und das respektiere ich
und ich feiere diese Paare auch, dass die das hinkriegen.
Für mich wäre das persönlich zu viel Aufwand, weil mein Leben ist schon ziemlich
heftig so und wenn ich dann noch das Gefühl hätte, dass ich mich dann noch,
also diese Partnerin, ja, ich hätte extreme Erwartungen in diese Partnerin und
ich glaube, das wäre nicht fair, weil ich alles das erwarte von ihr,
was ich mache und das kannst du nicht.
Also das ist an sich einer der Hauptgründe, weil ich extrem viel von mir erwarte
und ich glaube, dass ich das dann auch von einer blinden Partnerin erwarten würde.
Es ist so dieses Gleiche und Gleiche. Du kannst in Gegensätzen wahrscheinlich
dann mehr so Ergänzung finden.
Du kannst ja durchaus auch Partnerschaften leben, wo die andere Person andere
Besonderheiten hat, so nenne ich es mal. Also so war das ja auch in deiner Beziehung.
Da gab es ja auch gesundheitliche Herausforderungen, mit denen du dann auch
umgegangen bist oder auch hilfreich warst mit den Fähigkeiten,
die du hattest, wo man sich dann gegenseitig ergänzen kann.
Das ist vielleicht eher das Ding, was du dann gut kannst oder wo man sich ergänzt.
Und es heißt ja nicht, dass du vielleicht mit einer anderen Art von Behinderung
oder Herausforderung nicht matchen würdest.
Und bei mir hat sich das geändert. Ich hatte früher auch so eher,
ich habe mich immer provoziert gefühlt, wenn jemand gesagt hat,
ist ihr Partner auch blind?
Da habe ich immer gesagt, wieso soll ich auch einen blinden Partner haben?
Nicht jeder, der ein Doppelkinn hat, hat ja auch einen Partner mit Doppelkinn. und so.
Das fand ich immer irgendwie. Nicht? Ich dachte. Ja, also das ist ja irgendwie eine Blöde.
Wenn die mal gesagt haben, hat ihr Partner das auch? Ich so,
was lange schwarze Haare? Nee, hat er nicht.
Aber so heute könnte ich da gut mit umgehen, wenn mein Partner auch blind wäre.
Aber das stimmt, was du sagst. Natürlich ist es eine organisatorische.
Herangehensweise, die man da überdenken muss, die dann anders wäre. Ja, also.
Ja, und auch auch wenn wir ja die großartige Chance haben, auf persönliche Assistenz zurückzugreifen.
Aber du hast immer wieder jemanden um dich herum, den du brauchst.
Und ja, ich habe so ein Problem mit dieser Abhängigkeit von anderen Menschen,
weil die Gesellschaft auch heute sehr gewandelt ist und wir immer mehr kämpfen
müssen, dass Menschen auch dann,
zur Verfügung stehen. Sogar wenn man sie bezahlt, sind sie manchmal sehr anstrengend.
Also das ist so kompliziert geworden, finde ich jetzt mal, dass das für mich
eine zusätzliche Anstrengung wäre, die ich gerade in meinem Leben nicht meistern
will und meistern kann und meistern würde.
Ist ja nur Saschas Meinung. Das ist ja auch okay.
Und ganz viele andere leben das ganz wunderbar und das finden wir auch ganz wunderbar.
Ich habe noch ein Feedback von Lisa, die sagt, sie definiert sich eigentlich
nur über ihre Behinderung, wenn sie was braucht, weil sie dann so darauf zurückgeworfen ist.
Das ist eigentlich das, was du gerade nochmal so gesagt hast,
dieses sich manchmal abhängig fühlen und Assistenz. Und sie meint das auch so
mehr in Bezug auf irgendwas beantragen, glaube ich.
Also da ist man ja sehr, glaube ich, auch schon sehr zurückgeworfen auf diese
Definition von Behinderung, weil man die dann auch vorbringen muss.
Diagnose, Behinderung, dann vielleicht auch genaue Zahlen vorbringen muss und Gutachten.
Und eigentlich nur dann fühlt sie sich auch so definiert und muss sich dann auch so definieren.
Das hat Andrea auch nochmal, also Andrea hat uns ein wunderbares Feedback geschrieben
mit ganz vielen wertvollen Punkten.
Einer davon war auch nochmal so dieses Argument, naja, wenn wir so taktisch
mit der Behinderung umgehen müssen, vielen von uns ist es eigentlich fremd,
weil wir vielleicht auch gegen unseren Charakter arbeiten müssen.
Wir sind vielleicht sehr harmoniebedürftige Menschen und wir sind eigentlich
gar nicht so, dass wir ständig was durchkämpfen müssen und uns da vielleicht
auch so ein bisschen zeigen müssen, wie wir normalerweise gar nicht wären,
aber wenn wir ein bestimmtes Hilfsmittel brauchen oder du hattest es gerade
wieder mit einem Hund, der nicht in den Flieger mit durfte und natürlich braucht
man da auch so ein Durchsetzungsvermögen,
man muss was einfordern, auch einfordern lernen und da definiert man sich natürlich
schon irgendwie über die Behinderung und muss die auch
taktisch klug nutzen, weil sonst kommt man ja nicht zu seinem Recht.
Das klingt spannend. Taktisch klug nutzen, ja.
Nicht einsetzen, sondern profitieren und Vorteile. Weil das ist ja auch das,
wo ich eine Krise gekriegt habe, als ich über das neue oder den neuen Behindertenausweis,
den europäischen Behindertenausweis gelesen habe.
Vorteile für Menschen mit Behinderung. Ey, Freunde, wir wollen keine Vorteile,
wir wollen Gleichberechtigung.
Wir wollen Gleiches, was ein sehender, ein nichtbehinderter Mensch hat,
ohne Behinderung möchten wir auch. Wir wollen keine Vorteile.
Ich möchte, das sage ich, ich möchte keine Vorteile.
Das sind auch keine Vorteile für mich. Ich habe das auch versucht,
auch in Luxemburg ein bisschen einzubringen.
Das sind Kompensationen. Das sind Entschädigungen für das, was wir nicht haben.
Und hört bitte auch die Menschen mit Behinderung selber darüber zu reden,
dass wir mit unserem Behindertenausweis Vorteile kriegen.
Das ist kein Vorteil, eine scheiß fucking Behinderung zu haben. Sorry für den Ausbruch.
Und das geht mir sowas auf den Sack, wenn ich höre, dass wir Vorteile oder Erleichterungen
Und das klingt dann immer auch irgendwie ein bisschen so,
dass man, deswegen dieses Wort, das fühlt ein bisschen in die falsche Richtung,
aber Andrea hat es genauso gemeint, dass wir das eben nicht irgendwie als Vorteil
nutzen, sondern es geht darum, unsere Rechte einzuholen und das kann mitunter
so viel abverlangen, das wissen wir ja alle.
Und da sind wir ja irgendwo genötigt, diplomatisch zu sein, irgendwie natürlich
auch taktisch klug zu sein, ohne dass es uns irgendwie negativ ausgelegt wird.
Aber wir sind auch genötigt, uns mit Inklusion zu befassen. Auch wenn viele
Menschen mit Behinderung haben sich jahrelang vielleicht nicht mit dem Thema
befasst, weil sie mit ihrer Behinderung okay waren.
Das hast du ja auch schon gesagt, Sascha. Irgendwann ging das aber bei dir los,
wo du die dann akzeptiert hattest, dich identifiziert hattest.
Dann hast du gemerkt, Mensch, wenn nicht wir, wer dann? Also man wird dann auch
aktivistisch, man kommt dann in so eine Rolle, wenn man in der Lage ist,
das zu machen, kann man dann schon gar nicht anders.
Und Andrea sagt auch, nicht mal nur für sich selber, sondern für viele andere
Menschen auch mit anderen Behinderungen, was man ja auch bei ihrer Arbeit auf ihrer Seite sieht.
Und sie teilt ganz viele Themen auch rund um andere Behinderungen und chronische
Erkrankungen, was eigentlich ein sehr, sehr, nicht eigentlich,
was ein sehr, sehr guter Weg ist, dass wir uns eben gegenseitig auch sichtbar machen.
Und manchmal ist es sogar ein bisschen leichter, das für andere zu machen als
für sich selber, weil man sich da selber nicht so im Fokus hat.
Aber es ist auch wichtig, dass man es für sich selber macht,
gerade wenn man Themen hat, Hilfsmittel braucht und da nicht ins,
Das nehme ich auch von mir selber.
Mich um andere zu kümmern, ist manchmal leichter, weil man sich da nicht so aufregt.
Wenn man selber einen Antrag stellt und das dann abgelehnt kriegt, regt man sich so auf.
Also bei einer anderen Person kriege ich das viel besser, mich da abzugrenzen, wie...
Aber, ja. Und was ihr auch noch geschrieben hattet, das hattest du angesprochen,
wenn man sich so in Behinderten-Bubbles bewegt, zum Thema, wie identifizieren
wir uns, wie stark definieren wir uns über die Behinderung.
Also Andrea hat auch viele Freunde, Freundinnen ohne Behinderung und die Mischung
macht es und vor allem die gemeinsamen Themen, die man hat.
Also mir geht es zum Beispiel so, ich finde das auch und ich kenne auch viele
behinderte Menschen, mit denen ich inhaltlich jetzt überhaupt nicht connecten
könnte, also wo ich gar keine gemeinsamen Themen finden würde,
was auch ganz normal ist.
Das sind jetzt nicht automatisch alles meine Freunde, bloß weil die eine Behinderung
haben, wo ich manchmal auch so in Gruppen bin und denke, das sind so Leute,
mit denen hätte ich jetzt null zu tun, wenn wir jetzt nicht gerade am Thema
Teilhabe im Kulturbereich.
Ja, ich muss jetzt grinsen, weil es manchmal so, da gehst du ein bisschen in
der Stadt oder so, dann gehst du mit irgendwelchen Leuten, bist du dann unterwegs
und auf der anderen Seite steht ein anderer Blinder. Ja, ihr müsst euch doch
kennen, oder? Dein Kollege.
Nein, den kenne ich nicht nur, weil der blind ist oder Rollstuhlfahrer.
Ach, kennt ihr euch? Nein, wir kennen uns nicht, auch wenn wir in derselben Stadt leben.
Also diese Selbstverständlichkeit, als würden sich auch alle Menschen People
of Color aus Kamerun, die bei uns in Bad Segeberg wohnen, als würden die sich prinzipiell kennen.
Normalerweise ja, die sind ja schon ein bisschen anders vernetzt,
aber prinzipiell dass jetzt alle Personen, die eine schwarze Hautfarbe haben,
dass die sich alle aneinander kennen, weil die alle schwarz sind oder.
Alle aus Asien kommen, kennen sich alle, ob Thailand, China,
Philippinen, whatever, die kennen sich dann alle, weil, nein,
wir müssen uns nicht kennen, nur weil wir blind sind oder wir müssen uns auch
nicht kennen, weil wir Rollstuhlfahrer sind. Es gibt ja beides.
Es gibt ja das Phänomen, was du gerade beschreibst, also so,
dass dann jeder so sagt, da drüben ist ein Kollege von dir oder eine Kollegin,
wieso, naja, die ist mit einem Blindenstock unterwegs.
Deswegen, was du gerade sagst, ja, da muss man überhaupt keinen Berührungspunkt
haben und manchmal ist es aber auch echt so, wo man denkt, alle Blinden kennen
sich, also kannst du hinkommen, wo du willst, in dem und dem Meeting oder in
der und der Veranstaltung,
klar, die kennst du, die kennst du, aber so ist es wahrscheinlich auch manchmal
so bei Nationalitäten oder so, wo dann der Bruder von dem und dem dann doch
irgendwie, der kennt dann den und den,
aber ja, also es ist, Andrea hatte auch noch einen Punkt, über den hatten wir
auch schon ganz oft gesprochen und im Zusammenhang mit, wie,
identifizieren wir uns und wo haben wir zu struggeln, fand ich es auch nochmal eine gute,
Bestätigung, also dieses, dass wir manchmal so erzogen sind,
gerade in diesem Sonderschulsystem, uns besonders Mühe zu geben,
besonders gut zu sein, denn wenn wir raus in die Gesellschaft.
Integriert werden und eben dann später inkludiert, da müssen wir ja dann besonders
stark und gut sein und in bestimmten Ausbildungen oder Berufen ist das dann
aber so, dass alle anderen, die nicht behindert sind,
eine normale Ausbildung durchlaufen haben, aber Menschen mit Behinderung besonders
gut sind, weil die das ja so gelernt haben. Ihr müsst noch ein Zacken besser sein.
Und das kann natürlich dann für Irritationen sorgen im Team,
weil jemand eine bestimmte Disziplin hat, einen bestimmten Perfektionismus.
In der Einrichtung, in der ich Sozialpädagogin war, haben wir das sogar an Arbeitgeber rausgegeben.
Die Blinden und Sehbehinderten, die gucken da nicht während der Arbeit aus dem
Fenster und lassen sich ablenken, sondern die sind da wirklich straight bei ihrer Arbeit.
Also das wurde tatsächlich auch als Argument so verkauft. Was aber immer ein
Grund dafür auch sein kann, und
dass andere natürlich dieses Tempo vielleicht gar nicht haben.
Und man selber macht das ja nicht mit einer Arroganz oder auch nicht böse gemeint,
sondern man ist dann vielleicht einfach gut und schnell und versiert in den
Dingen und andere neiden einen.
Das sind missgünstig, mobben dann, weil da ein sehr gut ausgewilderter behinderter
Mensch ist und der weiß gar nicht, wo es herkommt, dass dann so eine Dysbalancen
entstehen oder so eine Bissigkeiten.
Und das ist so ein Punkt, den es gibt. Es ist nicht immer nur so,
dass ein behinderter Mensch der langsame, schlecht Ausgebildete ist,
der Hilfe braucht, sondern es gibt eben auch die Dynamik.
Und ich finde, das macht auch ganz viel mit Identität.
Deswegen spreche ich es hier nochmal so an. Ja, sehr spannend.
Danke nochmal an Andrea, dass da so viel, ich weiß es sehr zu schätzen,
wenn sich wirklich jemand hinsetzt und unsere Folge nochmal einfach komplett reflektiert.
Also danke an alle, die geschrieben haben und ihre Erfahrungen geteilt haben.
Und bei jedem einzelnen Punkt, also auch wenn man jetzt so sagt,
okay, das ist vielleicht nicht ganz deine oder nicht ganz meine Meinung,
ich kann aber überall andocken und das verstehen.
Also verstehen, was ihr meint. Und danke nochmal fürs Reinhören und Mitmachen.
Sehr wohl. Auch mein Dank immer wieder, schönen Feedbacks zu kriegen,
auch auf den Facebook-Seiten, eure Reaktionen.
Das ist immer sehr spannend und das zeigt uns auch aber immer wieder,
dass wir sozusagen den Finger auf die richtige Stelle pressen.
Wir sind gespannt, was wir im April haben, liebe Jennifer. Bis dahin wünsche
ich natürlich eine wundervolle Zeit.
Ich genieße den Frühlingsanfang. Die Sonne kitzelt uns ja schon ein bisschen
mehr im Gesicht als noch vor einem Monat.
Also es ist schon ein schönes Gefühl. Du merkst auch, dass die Menschen wieder
offener werden, wacher werden, freundlicher werden.
Das Strahlen der Sonne überflügelt sich auch in die Gesichter der Menschen.
Das finde ich eine sehr gute Sache, weil irgendwie hatte ich das Gefühl,
ich hatte schon letztes Jahr im Januar das Gefühl, dass es so düster war.
Bei diesem Jahr war es noch länger düster.
Aber wir sind raus. Wir sind im Flow, wie man so schön sagte.
Und deshalb macht es gut. Habt eine schöne Zeit. Liebe Jennifer, wir hören uns wieder.
Und zwar wird es dann, ich muss mal in meinem Kalender kalkulieren, Ostersonntag ist der 5.
April und dann noch zwei Wochen dazu.
Dann sind wir am 19. April wieder da mit Sonntag trifft Igel.
Bis dahin, macht es gut und viel Spaß an Ostern.
Oh ja, viel Spaß beim Sammeln, ihr Lieben. Ich habe den Osterhasen getroffen.
Ich habe den wirklich getroffen, aber das verrate ich später, wie das so war.
Und der wird viele bunte Ostereier für euch verstecken. Das hat er mir versprochen. Bis dann. Ciao, ciao.
Ciao, ciao. In den Show Notes gibt es die wichtigsten Links,
auch zu den Kanälen, wo ihr Jennifer und mich erreichen könnt.
Und natürlich auch unsere E-Mail-Adresse sonntagdrifteagle.inklusator.com.
Ja, und wir freuen uns auf die nächste Ausgabe im April. Bis dahin,
alles Gute, euer Inklusator Sascha Lang. Ciao, ciao.
Der Operator Sascha Lang bedeutet Inklusion. Inklusion ist ein Gesellschaftsprojekt.
Inklusion bedeutet, dass jeder Mensch ganz natürlich dazugehört.
Egal wie du aussiehst, welche Sprache du sprichst oder ob du eine Behinderung hast.
Inklusion heißt teilhaben.
Wir möchten dich mit unserem Podcast dazu motivieren, bereits jetzt an der Gesellschaft teilzunehmen.
Denn nur so können Barrieren abgebaut werden.
Barrieren, die nicht nur im Alltag bestehen, sondern auch in den Köpfen.
Lasst uns diese gemeinsam abbauen.
Inklusion, ganz einfach leben, wird dir präsentiert von Inklusator.
Infos zum Inklusator und weitere Folgen findest du unter www.igelmedia.com,
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