Freiheit fängt mit Vertrauen an
Eine Hommage an meinen Herzensmensch – Meine Mutter Marie-Josée
12.08.2026 16 min
Zusammenfassung & Show Notes
Freiheit fängt mit Vertrauen an
Eine Hommage an meinen Herzensmensch – Meine Mutter Marie-Josée
In dieser sehr persönlichen Episode nehme ich Abschied von meinem Herzensmenschen – meiner Mutter Marie-Josée Schuler, unserer Mariejo.
Sie war eine Kämpferin, Motivatorin und Wegbereiterin, die trotz schwerer Schicksalsschläge niemals ihre Lebensfreude verlor.
Als ich erblindete, lernte sie innerhalb weniger Monate Blindenschrift und übertrug jahrelang meine Schulbücher in Braille.
Sie ebnete mir Wege, zeigte mir Möglichkeiten und ließ mich dennoch stets selbst entscheiden, welchen Weg ich gehen wollte.
Meine Mutter hat mich unterstützt, aber niemals überbehütet – denn für sie bedeutete Liebe vor allem Vertrauen.
Sie gab mir den Mut, mich in einer sehenden Welt zu behaupten, eigene Erfahrungen zu sammeln und auch an Hindernissen zu wachsen.
Ihr Einsatz galt nicht nur mir: Sie gründete eine Elternvertretung und stärkte viele Familien und Menschen mit Behinderung.
Diese Hommage erzählt von gemeinsamen Erinnerungen, gelebter Inklusion, tiefer Dankbarkeit und einem Abschied, der keiner für immer ist.
Sie trägt eine klare Botschaft an alle Eltern: Schaut auf die Stärken, begleitet eure Kinder und ermöglicht ihnen ein selbstbestimmtes Leben.
Denn Freiheit fängt mit Vertrauen an – und Mariejos Liebe, Kraft und Spuren werden für immer in unseren Herzen weiterleben.
Sie war eine Kämpferin, Motivatorin und Wegbereiterin, die trotz schwerer Schicksalsschläge niemals ihre Lebensfreude verlor.
Als ich erblindete, lernte sie innerhalb weniger Monate Blindenschrift und übertrug jahrelang meine Schulbücher in Braille.
Sie ebnete mir Wege, zeigte mir Möglichkeiten und ließ mich dennoch stets selbst entscheiden, welchen Weg ich gehen wollte.
Meine Mutter hat mich unterstützt, aber niemals überbehütet – denn für sie bedeutete Liebe vor allem Vertrauen.
Sie gab mir den Mut, mich in einer sehenden Welt zu behaupten, eigene Erfahrungen zu sammeln und auch an Hindernissen zu wachsen.
Ihr Einsatz galt nicht nur mir: Sie gründete eine Elternvertretung und stärkte viele Familien und Menschen mit Behinderung.
Diese Hommage erzählt von gemeinsamen Erinnerungen, gelebter Inklusion, tiefer Dankbarkeit und einem Abschied, der keiner für immer ist.
Sie trägt eine klare Botschaft an alle Eltern: Schaut auf die Stärken, begleitet eure Kinder und ermöglicht ihnen ein selbstbestimmtes Leben.
Denn Freiheit fängt mit Vertrauen an – und Mariejos Liebe, Kraft und Spuren werden für immer in unseren Herzen weiterleben.
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Transkript
Mit eurem Inklusator, Sascha Lang.
Igel Inklusion, ganz einfach leben. Dein Podcast für geliebte Inklusion.
Herzlich willkommen. Das ist die Episode 343 mit dem Titel Freiheit fängt mit Vertrauen an.
Dieser Titel steht für eine Hommage an meinen Herzensmensch, meine Mutter.
Das ist eine besondere Episode, die heute am 12. August 2026 erscheint,
weil wir heute Abschied nehmen von meiner Mutter.
Ich wünsche viel Spaß bei dieser ganz besonderen persönlichen Episode.
Vielen Dank fürs Zuhören. Euer Inklusator Sascha Lang.
Egel Inklusion, ganz einfach leben. Die Episode 343 mit dem Titel Freiheit fängt mit Vertrauen an.
Eine Hommage an meinen Herzensmensch, an meine Mutter.
Heute ist der 12. August 2026 Veröffentlichungstermin dieser Episode.
In dieser Episode geht es nicht um
ein Interview. Es geht nicht um Behindertenpolitik. Es geht um das Leben.
Das Leben, was wir genießen sollen. Das Leben, von dem wir profitieren sollen.
Es geht aber auch um Abschied nehmen. Ich nehme heute Abschied von meiner Mutter.
Sie ist am 17. Juli 2026 von uns gegangen.
Nach ihrem 4., 5. oder 6., wir wissen es nicht genau, Krebs.
Diesmal der Lungenkrebs.
Klar, sie hat gerne und gut geraucht. Da kann man schon mal Lungenkrebs kriegen.
Ja, wir wussten, dass dieser Lungenkrebs tödlich wäre.
Aber wir wussten nicht, dass es auf einmal so schnell gehen würde. Noch am 16.
Juli haben wir miteinander telefoniert und uns verabredet für den 18.
Juli, dass wir uns sehen würden.
Aber die Schöpfung hat da oben geglaubt oder festgestellt, dass meine Mutter
nicht mehr leiden sollte.
Er hat sie auf eine gewisse Art und Weise befreit. Befreit von ihren Schmerzen,
von ihrer chronischen Lungenentzündung, von ihrer chronischen Bronchitis,
von ihren Metastasen, die gestreut haben.
Der Körper wollte nicht mehr kämpfen. Er hat sie befreit.
Das ist schwer festzustellen oder schwer zu verstehen oder schwer zu akzeptieren auch.
Aber sie hinterlässt ihre Spuren, ihre großartige Spuren. Es begann schon mit meiner Geburt.
Damals war sie noch Lkw-Fahrerin. Ja, meine Mutter war Lkw-Fahrerin.
Sie war damals 22 und unterwegs.
Und wenn man unterwegs ist und in Frankreich ein Kind auf die Welt setzt,
wird dieses Kind Franzose.
Und wer Franzose männlich ist, geht in die Armee.
Und das wollte meine Mutter unbedingt vermeiden. Deshalb gab sie Gas und hat
es geschafft, dass sie am 12. März morgens um 8.15 Uhr im Krankenhaus in Luxemburg ankam.
Und trotzdem, dass sie Gas gegeben hat, wollte ich noch ein bisschen drinbleiben.
Ich habe nämlich bis mittags 13.30 Uhr gebraucht, bis ich den Ausgang gefunden hatte.
Aber sie hat es geschafft. Ich bin nicht in Frankreich geboren.
Weiß nicht, ob das was geändert hätte, wenn sie damals schon gewusst hätte,
dass ich eventuell blind werden könnte, weil als Blinder in die Armee,
glaube das hilft nicht sehr viel.
Aber sie hat es trotzdem gewollt, dass ich in Luxemburg geboren bin.
Mit drei Jahren stellte man ein Tränendrüsenkanalproblem fest und ein Glaukom.
Bei der OP für den Tränendrüsenkanal wurde der Nerv durchpiekst und da war ich
auf dem linken Auge blind.
Das rechte Auge verlor auch den.
Restsehvermögen und da war die Frage, was passiert.
Meine Mutter war eine Kämpferin. Meine Mutter ist eine Kämpferin.
Auch jetzt, wenn sie nicht mehr unter uns ist, ist sie immer noch eine Kämpferin.
Die Seele kämpft weiter.
Und meine Mutter war ganz klar darauf gepolt, mich in eine sehende Welt hinauszulassen.
Es war ihr wichtig, dass ich in dieser Welt klarkomme und nicht die Welt mit mir klarkommen muss.
Auch das muss die Welt mittlerweile lernen, mit mir klarkommen zu können.
Aber umgekehrt war es in den 80er Jahren definitiv, weil da gab es noch keine
Inklusion, sondern eher vielleicht mal eine schulische Integration.
Als ich dann in die Blindenschule ins sogenannte Institut pour la Diffusion
Visuelle kam, stellte der damalige Direktor Nico Blei fest, dieser Mann ist
hier oder dieser Junge ist hier am falschen Platz. Wir müssen schauen,
ob wir ihn integrieren können.
Aber wie integriert man eine blinde Person, wo man die Schulbücher noch gar
nicht in Blindschrift haben kann oder umschreiben kann?
Meine Mutter wurde darauf angesprochen und sie entschloss sich damals,
binnen drei Monaten Blindenschrift zu lernen.
Sie wurde die erste luxemburgisch staatlich geprüfte Blindenschrift-Übersetzerin
in Luxemburg, hat ein Examen abgelegt und hat dann ab dem Moment meine Bücher
von der sogenannten Schwarzschrift in Blindenschrift umgeschrieben.
Neun Monate pro Schuljahr, neun Monate mit der Perkins-Maschine Und wer die
Perkins-Maschine kennt, weiß, wie robust, wie laut und wie schwer sie ist.
Und wer sie nicht kennt, kann das gerne googeln. Man sieht, wie diese Maschine
aussieht. Die funktioniert übrigens heute noch. Ich habe noch eine zu Hause.
Neun Monate von ca. 1982 bis ca.
1988, bis ich ins Gymnasium kam, hat sie die Bücher umgeschrieben.
Bis dann in der Blindenschule damals dann auch ein Transkriptions-Service errichtet
wurde, wurde sie von dieser Arbeit befreit.
Noch damals, als wir eine Kneipe hatten, hat sie im Bistro gesessen mit der
Perkins-Maschine und wenn keine Kunden waren, hat sie getippt und geschrieben.
Mir die Bücher in Blindenschrift geschrieben.
Das hat mir den Weg ermöglicht, den ich heute gegangen bin. Sie hat mir diesen Weg geebnet.
Sie war eine Person, die vorausgegangen ist. hat geschaut, welchen Weg ich gehen kann.
Sie hat mich aber immer entscheiden lassen, ob ich hingehe. Sie war eine gute
Zeit lang neben mir, hat mich begleitet, hat mir Tipps gegeben.
Und zum Schluss, die letzten Jahre war sie hinter mir, hat mich gestützt und war für mich da.
Was sie aber nie gemacht hat, sie hat mir nie die Sachen vor der Nase weggeräumt.
Also wenn mal eine Glaswand kam, bin ich auch schon mal mit der Nase reingerannt.
Virtuell verstanden bitte.
Sie war eine Persönlichkeit, die...
Und es darauf angelegt hat, dass ich in diesem Leben klarkomme,
aber vor allem ohne sie klarkommen muss.
Sie hat mir vieles gezeigt, sie hat mir vieles beigebracht, außer Koche.
Dafür hatte sie keine Geduld, aber ist nicht schlimm. Oder ich nicht, ich weiß es nicht mehr.
Sie hat meine verrückten Ideen unterstützt. 1995 haben wir Autofahren für Blinde organisiert.
Sie war mittendrin statt nur dabei. Sie hat uns unterstützt bei dieser verrückten Idee,
und sie war froh wie Bolle, als wir dann sonntags nachmittags im Auto saßen,
sie hinten in der Mitte der Kameramann von RTL, rechts mein bester Freund,
vorne auf dem Beifahrersitz der Fahrlehrer und auf dem Fahrersitz meine Wedigkeit.
Kaputt vom Wochenende, aber überglücklich.
Meine Mutter hatte Tränen in den Augen, dass sie einmal erleben durfte,
dass ich sie fahren durfte.
Mit 20 Jahren habe ich meine Mutter gefahren und es ging alles gut.
Sie hat nicht nur meinen Weg geebnet oder mein Leben geebnet,
sie war auch Vorreiterin für ganz viele andere Menschen. In den 80er Jahren
hat sie die erste Elternvereinigung in der Luxemburg-Stadt gegründet.
Elternvereinigung, also Elternvertretung, war ihr ganz wichtig,
dass die Eltern eine Stimme bekommen.
Das hat sie damals gemacht und ja, eine ganze Zeit lang geleitet.
Zuerst in Weimarskirch, da
wo ich in die Schule gegangen bin und dann für die ganze Stadt Luxemburg.
Sie war eine Freundin, sie war eine Frau, sie war Mutter, sie war Oma, sie war Uroma.
Aber wie ich gesagt habe, sie war auch eine großartige Persönlichkeit,
eine Freundin für ganz viele Menschen.
Sie hat ganz viele Menschen unterstützt, sei es, weil sie auch Kinder mit Behinderung
hatten, sei es aber auch Menschen, denen es nicht so gut ging.
Ich erinnere mich noch an ganz viele Menschen, die sie begegnet hat oder die
ihr begegnet sind, wie sie die motiviert hat mit ihrer Lebensfreude,
trotz fast vier oder fünf Krebse, die sie erlebt hat.
Von Unterleibkriegs bis Blasenkrebs und so weiter. Sie hat sie alle besiegt,
nur den letzten, der hat sie besiegt.
Sie hat sogar noch zum Schluss, als sie auf der Krebsstation war,
ist sie noch zu den Menschen gegangen, die dort waren und verzweifelt waren
und hat sie motiviert zu leben, ihr Leben zu genießen, das Leben zu nutzen.
Was mich besonders erfreut ist, dass sie noch immer mal eine Kreuzfahrt machen
wollte. Hat sie gemacht.
Sie wollte immer noch mal an den
Gardasee. Hat sie gemacht. Und sie wollte immer noch mal nach Südtirol.
Hat sie gemacht. Sie hat die letzten
drei Jahre noch mal gelebt und alles durchlebt, was sie leben wollte.
Sie hat nochmal viel in Kontakt gehabt. Ich bin so glücklich darüber,
dass sie ihre Urenkelinnen kennengelernt hat und ihr Urenkel,
dass sie aber auch viel Kontakt noch mit ihren Enkeln zum Schluss hatte.
Auch meine zwei Mädels kamen aus Bad Segeberg nochmal nach Luxemburg,
um Zeit mit ihr zu verbringen. Lara und Noemi.
Auch meine Frau Stefanie mit der Schwiegermutter kamen nochmal,
um meine Mutter zu treffen, um mit ihr Zeit zu verbringen.
Alles das sehr wichtige Momente, die uns immer in Erinnerung bleiben.
Warum habe ich diese Episode Freiheit fängt mit Vertrauen an übertitelt?
Weil meine Mutter mir gezeigt hat, dass Mutter sein oder ein Mensch mit Behinderung
zu unterstützen nicht bedeutet, alles wegzuräumen.
Meine Mutter ist, wie ich schon mal gesagt habe, vor mir gegangen,
hat mir den Weg gezeigt, den ich selber auswählen konnte, war neben mir,
hat mich gestützt und hat mir gezeigt oder mich begleitet und war hinter mir und hat mich gestützt.
Was sie aber nie gemacht hat, war, mich in Wattebällchen eingepackt.
Sie hat mich nie beschützt.
Sie hat mich unterstützt. Und nur dann, wenn ich auch die Unterstützung gebraucht habe.
Selbstverständlich war sie Mutter und hat manchmal gemeint, sie müsste mehr
unterstützen, als nötig war.
Aber darüber konnten wir vor allem in den letzten 10, 15 Jahren sehr offen reden.
Gerade Mütter oder Eltern von Menschen mit Behinderungen sollten wissen,
dass Vertrauen ein wichtiger Aspekt ist.
Die Eltern sollten auf die Stärken der Kinder und der erwachsenen behinderten
Menschen schauen und nicht auf die Schwächen.
Die Eltern, Müttern vor allem sollten die Kinder mit Behinderung nicht beschützen,
sondern sie begleiten, sie unterstützen, ihnen den Weg zeigen.
Denn alles andere ist gefährlich. Alles andere ist nicht im Sinne des Kindes oder des Erwachsenen.
Denn wenn wir die Kinder und Erwachsenen, Menschen mit Behinderung zu lange
betreuen, wie man so schon sagt, oder unterstützen oder beschützen, eher beschützen.
Unterstützen kann man sie so lange wie möglich, aber wenn wir sie zu lange beschützen
und vor allem fernhalten wollen und vor allem Unheil, vor allem bösen Menschen fernhalten wollen.
Wenn Menschen mit Behinderung nie lernen, in dieser Welt sich,
durchzusetzen, sich durchzubeißen und sich zu inkludieren.
Denn nur wenn wir in dieser Welt sichtbar werden und in diese Welt hineinkommen,
können wir inkludiert und inklusiv werden.
Deshalb möchte ich darauf hinweisen, dass ich das an meiner Mutter enorm schätze,
dass sie mich nicht beschützt hat.
Natürlich wie eine Mutter ein Kind immer beschützen wird, aber ihr versteht
hoffentlich, wie ich das meine.
Ich war nicht in einem Glaskasten, ich war nicht in einem Wattebällchen,
sondern ich wurde auf dieses Leben vorbereitet. Einer ihrer Aussagen war,
die Welt ist sehend, du musst da klarkommen.
Und heutzutage bin ich ihr sehr dankbar dafür. Sie hat mich nie schulig gezwungen,
große Leistungen zu bringen. Sie hat mich einfach meinen Weg gehen lassen.
Sie hat mich in meiner Musikwelt austoben lassen. Sie hat mich Radio machen lassen.
Sie hat mich einfach nur mein Ding machen lassen und hat mich begleitet.
Und dafür bin ich ihr unheimlich dankbar. Und ich möchte das als Message auf
den Weg geben an alle Menschen draußen, die Eltern von Kindern und Erwachsenen mit Behinderung sind.
Probiert diese Menschen zu unterstützen, sie nicht zu beschützen.
Vertraut ihnen und lasst sie dadurch frei. Frei sein in ihren Entscheidungen.
Gibt ihnen Ideen und Tipps, aber lasst sie selbstbestimmt leben.
Und bestimmt nicht ihr für sie.
Meine Mutter war eine Motivationskünstlerin, eine Motivatorin,
ein Vorbild. Es gibt Leute, die erzählen, dass meine Mutter für sie ein Vorbild
war. Sie war eine Inspiration.
Wenn man das heute in Gesprächen mit den Menschen, die sie begleitet hat,
hört, tut das gut, das zu hören.
Ich wusste es schon selber, aber wenn man von Menschen, die man nicht so oft
trifft, die eher meiner Mutter als Freundin zur Seite standen,
hört, dass meine Mutter sie inspiriert hat, meine Mutter,
ihnen Kraft gegeben hat, meine Mutter sie begleitet hat, sie motiviert hat, aber auch,
bei denen, die Kinder mit Behinderung haben, geguckt hat, dass sie Hilfe kriegen.
Dann ist das schön zu hören und dann hinterlässt das großartige Spuren,
Spuren, die niemand mehr verwischen kann.
Heute an diesem 12. August 2026 verabschieden wir uns vom Körper meiner Mutter.
Was wir nicht tun, ist uns von der Seele verabschieden.
Vom Menschen Marie-Josée Schuller, wie sie hieß.
Oder sie wurde auch von vielen Mim genannt oder Jace oder Marie-Jo.
Das waren ihre Spitznamen. Ja, sie hatte einige.
Wir verabschieden uns vom Körper. Aber wir wissen ganz genau,
oder ich weiß es ganz genau, dass die Seele immer da ist, dass sie uns beobachten wird.
Und sie hat keine schöne Kindheit gehabt, von Missbrauch bis Vergewaltigungen,
der ganze Scheiß von Schlägen und so weiter.
Sie hat keine schöne erste Ehe gehabt.
Aber trotzdem war sie immer da. Sie hat immer gekämpft und sie hat sich von
nichts unterkriegen lassen.
Das ist Charakterstärke. Vielleicht habe ich davon ein bisschen was mitbekommen.
Ich weiß es nicht. Auf jeden Fall bin ich ihr dankbar für alles das,
was sie mir mit auf den Weg gegeben hat.
Die Lektionen, die sie mir erteilt hat, aber auch die tollen und guten Sachen,
die sie mir mit auf den Weg gegeben hat. Für alles das bin ich dankbar.
Danke. Merci. Du wirst nie vergessen.
Igel – Inklusion, ganz einfach leben. Wird dir präsentiert von Inklusator.
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