IGEL - Inklusion Ganz Einfach Leben

Sascha Lang - Inklusator
Since 04/2021 334 Episoden

Die SightCity 2026 in der Analyse

Das jährliche Feedbackgespräch mit Christian Stahlberg vom Podcast SightViews des BBSB

03.06.2026 54 min Sascha Lang & Christian Stahlberg

Zusammenfassung & Show Notes

Die SightCity 2026in der Analyse
               
 
               Das jährliche Feedback Gespräch mit Christian Stahlberg vom Podcast Sight Views des BBSB
Die SightCity 2026 ist vorbei – doch die Diskussionen, Innovationen und Eindrücke wirken nach. In der Episode 331 des IGEL Podcasts nimmt euch Inklusator Sascha Lang gemeinsam mit Christian Stahlberg vom Sightviews Podcast noch einmal mitten hinein in die größte Hilfsmittelmesse für blinde und sehbehinderte Menschen. Christian war an rund 70 Ständen unterwegs, hat fast 50 Interviews geführt und liefert einen spannenden Blick hinter die Kulissen der Branche. Gemeinsam sprechen die beiden darüber, warum die SightCity längst mehr als nur eine Messe ist. Sie ist Treffpunkt, Networking-Plattform, Innovationslabor und manchmal auch ein Blick in die Zukunft der Barrierefreiheit.
Es geht um Trends, die bleiben, und Ideen, die schnell wieder verschwinden. Warum schaffen es manche Start-ups nicht? Weshalb reicht eine gute Idee allein nicht aus? Und warum werden viele Produkte immer noch entwickelt, ohne die Betroffenen wirklich einzubeziehen? Sascha und Christian diskutieren offen über KI-Lösungen, smarte Brillen, Offline-KI, mobile Technologien und den Wandel von klassischen Standalone-Geräten hin zu Smartphone-basierten Lösungen. Dabei wird klar: Nicht jede technische Innovation bedeutet automatisch echte Teilhabe.
Die beiden sprechen auch über die zunehmende Internationalität der SightCity. Firmen aus aller Welt suchen Partnerschaften, Händler und neue Märkte. Gleichzeitig zeigt sich, wie stark die Community selbst die Entwicklung beeinflusst. Zwischen Workshopräumen, versteckten Produktneuheiten und spannenden Begegnungen entsteht ein authentischer Eindruck davon, wie dynamisch die Hilfsmittelbranche aktuell ist.
Natürlich fehlt auch der kritische Blick nicht. Welche Technologien sind wirklich alltagstauglich? Wo wird zu viel versprochen? Und welche Entwicklungen könnten die Zukunft für blinde und sehbehinderte Menschen nachhaltig verändern? Eine Episode voller Eindrücke, Einschätzungen, Hintergrundgeschichten und ehrlicher Diskussionen – direkt aus der Welt der gelebten Inklusion. Reinhören lohnt sich für Technikfans, Hilfsmittelnutzer, Fachkräfte und alle, die wissen wollen, wohin sich Barrierefreiheit und Assistenztechnologie entwickeln.
Hier geht es zum SightViews Podcast:
 
Links zum IGEL Podcast
Podcast „IGEL – Inklusion Ganz Einfach Leben“
 
 
Socialmedia:
 
 
 
 
#IGELPodcast #SightCity #SightCity2026 #Inklusion #Barrierefreiheit #Blind #Sehbehinderung #AssistiveTechnology #Hilfsmittel #Accessibility #KünstlicheIntelligenz #KI #Sideviews #ChristianStahlberg #SaschaLang #Inklusator #Teilhabe #Innovation #BlindTech #PodcastLiebe
#BBSB #Frankfurt #Messe #SightViews #ChristianStahlberg

Transkript

Mit eurem Inklusator Sascha Lang. Und damit herzlich willkommen am 3. Juni 2026, das ist der Veröffentlichungstermin dieser Ausgabe, das ist die Episode 331 331 vom Eagle-Podcast Eagle Inklusion, ganz einfach leben, dein Podcast für gelebte Inklusion. Bereits am 1. Juni haben wir mit der Eagle unterwegs auf der Side City einen kleinen, der wir Ja, Vorgeschmack auf das gegeben, was wir heute servieren. Vor einer Woche hat die Side City aufgemacht und sie ist mittlerweile zu und öffnet wieder am 19. Mai 2027. Vor der Side City oder nach der Side City ist vor der Side City, so heißt es an sich richtig. Ihr kennt schon das Prozedere. So drei, vier Wochen vor der Side City sprechen wir mit der Geschäftsführerin der Side City, Dagmar Krutzki. Und kurz nach der Side City kommt Christian Stahlberg bei uns ins Studio reingeflattert. Und wir sprechen mit ihm über die Highlights und zwar im Hinblick auf sein Podcast Sideviews. Das ganze Jahr über liefert er uns spannende Hilfsmittel Vorstellungen und während der Side City ist er mit seinem Mikrofon unterwegs und holt sich zahlreiche Stimmen ans Mikrofon. Er ist dieses Mal über 40 Interviews angegangen und hat die schon zusammengestellt und wird die dann auch in seinem Podcast veröffentlichen. Aber vorher verrät er uns seine Highlights. Ich freue mich auf dieses Gespräch mit Christian Stahlberg von dem Sideviews Podcast. Euch wünsche ich gute Unterhaltung. Mein Name ist Sascha Lang. Ich bin euer Inklusator. Herzlich willkommen. Ganz einfach leben. Die Episode 331, was für eine Zahl, am 3.06.2026 ist veröffentlicht. Ich habe es bereits in meiner Vorankündigung angesprochen. Wir werden über die Side City sprechen und wenn man im Nachgang über die Side City sprechen will, darf einer in diesem Podcast nicht fehlen. Christian Stahlberg vom Podcast Sideviews vom BBSB. Herzlich willkommen lieber Christian. Oh, vielen Dank. Ja, hallo. Freut mich wieder hier zu sein. Die Tradition ruft, ne? Langsam schon, ja. Mittlerweile erst zum dritten Mal, glaube ich. Ah ja, ich habe nicht mitgezählt. Aber wenn das so ist, kann gut sein, ja. Ein drittes Mal, ja. Auch du warst diesmal da. Ich habe so in der Gruppe, es gibt ja so eine Side-City-Gruppe, von privaten Leuten, glaube ich, initiiert. Da stand irgendwie, ich war bei 57 Ständen und 39 Interviews schon geführt. Das war am Donnerstagabend. Wie viele Interviews waren es denn zum Schluss? Also ich glaube, ich war so an 70 Ständen und ich glaube, es waren dann so 47 Interviews ungefähr. Genau, also es sind noch ein paar dazugekommen. Es waren ein paar längere am Freitag noch oder auch so, man hat ja, man lässt sich da vielleicht noch mal ein bisschen mehr mitreiben, verweilt mal länger, trifft noch den einen oder anderen oder die einen oder andere. Ja, also ich schätze mal, wenn man es dann alles auf Podcast-Episoden verteilt, manche sind dann auch einfach lang und werden aufgeteilt, ja. Also ich schätze mal, wenn ich nächste Woche mit der Veröffentlichung beginne, wird es schon bis wieder Ende Juli dauern, bis dann alles mal online ist, wenn man jeden Tag ein Interview oder einen Schnipsel aus dem Interview veröffentlicht. Jetzt stellt man sich natürlich die Frage, du bist seit, glaube ich, 2019 jedes Jahr auf der SideCity Gibt es denn immer noch immer so viel Neues, dass man immer noch 47 Interviews von 150 Teilnehmern, das sind ja fast ein Drittel, die du noch interviewt hast, also ist ja immer noch ganz vieles. Du lest ja hauptsächlich so Sachen wie die ganzen BSBH und so weiter, die läst du ja dann meistens aber aus, aber trotzdem hast du immer wieder neues Futter. Wie schätzt du das ein, dass es immer noch so viele interessante Themen gibt? Ja gut, also ich sag mal auf ein riesengroßes wirkliches Highlight, ich sag mal ein Breitflächendisplay, das man vielleicht zusammenrollen kann und einfach überall mitnehmen kann oder so auf sowas, warten wir natürlich alle noch immer, also es ist dann natürlich noch viel Luft nach oben und es ist jetzt nicht so, dass es jedes Jahr etwas massiv Neues gibt, aber ich finde es gibt schon immer wieder Punkte, die sich verändern, wo man merkt, da gibt es gewisse Trends, da sind Sachen im Fluss. Ja, ob man jedes Jahr auf die Side-City muss, ist natürlich immer die Frage, aber ich finde, es gibt schon Weiterentwicklungen und es ist halt wahrscheinlich wie bei einer Automesse. Die Autos sehen anders aus jedes Jahr und so alle fünf Jahre merkt man dann, okay, jetzt haben wir halt wieder mehr E-Mobilität drin oder keine Ahnung, Sparsamkeit wird wichtig und dann wird man wieder was anderes wichtig. Also ich finde schon, in längerer Zeit rein merkt man dann schon Veränderungen und natürlich auch von Jahr zu Jahr. Ich meine, wenn es gar nichts Neues gäbe, dann bräuchte man auch die Messe nicht jedes Jahr und dann würden sich bestimmt auch nicht immer wieder teilweise auch neue Aussteller einfach mit dazugesellen und das erste Mal zu Salt City kommen. Es gibt ja wieder einen Anstieg an Messeausstellern. Das gab es ja dieses Jahr wieder. Ganz interessant. Weiterentwicklungen. Es gibt auch einige, die nicht mehr da sind, wo man merkt, okay, das war letztes Jahr One-Shot, haben probiert, sind aber nicht weitergekommen. Es ist halt immer wieder sehr spannend. Was auch sehr spannend ist, wovon du wahrscheinlich weniger mitkriegen wirst, wahrscheinlich aus Grund der Tatsache, dass du einfach bei den Ständen unterwegs bist, so Workshop-Thema, Forum und so weiter. Also da bist du weniger mit involviert, oder? Das schaue ich mir schon immer an, weil man da halt auch so ein bisschen mitbekommt, was bewegt die Branche, werden ja oftmals auch Workshops und die Ausstellervorschläge von den Firmen dann halt angeboten. Da kann man schon einiges rauslesen, was gerade aktuell ist. Und ja, interessiert mich grundsätzlich schon, aber tatsächlich steht es bei mir nicht so im Fokus, sondern wirklich die Stände und die Aussteller. Und ja, es stimmt durchaus, es fehlen auch immer wieder Firmen, wo man noch im letzten Jahr dachte, Mensch, das wird das große neue heiße Ding, aber es zeigt sich ja dann trotzdem oft, denke ich mal, gerade so KI-Startups und so, ja, die Idee ist gut, aber der Teufel steckt dann oft halt im Detail und ja, wenn Hilfsmittel nicht hundertprozentig funktioniert, kann das halt schon ein Problem sein und ja, auch die Entwicklungszyklen sind natürlich lang, bis man richtig damit Geld verdienen kann, ja, braucht man am besten irgendeine Medizinprodukt-Zulassung und muss vielleicht ins Hilfsmittel verzeichnen, da muss er sich noch rumsprechen und es muss am Ende jemand. Ja, kaufen oder am besten auch von der Krankenkasse vielleicht übernommen werden, mit was Teures ist. Das ist ein langer Weg von vielen, vielen Jahren und entweder die technische Entwicklung hat bis dahin das Start-up schon wieder überholt und sozusagen irgendwie obsolet gemacht. Oder es geht halt unterwegs dann doch mal das Geld aus oder es hapert dann an Feinheiten. Und ja, das beobachte ich auch immer wieder und vielleicht frage ich deshalb auch jetzt immer noch ein bisschen kritischer nach, ob das denn wirklich durchdacht ist und Zukunft hat. Woran kann das denn liegen, dass das keine Zukunft hat? Aus deinem Bereich ist es oft so, dass diese Ideen entwickelt werden, ohne die Begleitung von den Betroffenen selber, also ohne die Nutzer. Das oft eine coole Idee ist. Man denkt, man würde was Neues entwickeln, aber im Endeffekt ist es aber nicht so. Ich habe immer noch so diese Standalone-Geräte, die sind ja mittlerweile fast durch die mobilen Geräte sehr obsolet geworden. Also es gibt ja noch zwei, drei Anbieter, wo man sagt, okay, das könnte interessant sein. Da kommen wir gleich noch drauf zu sprechen. KI Offline beispielsweise als Stichwort. Aber so ganz viele Sachen kommen da raus, wo ich mir denke, das gibt es ja schon. Also ich habe das schon im Handy. Warum brauche ich da jetzt noch so eine Brille ohne Handy, die dann aussieht, als wäre es ein Alien oder so Geschichten? Ja gut, also die Nutzer sind natürlich sehr verschieden. Der eine möchte das lieber als Brille haben. Der andere sagt, um Gottes Willen, so eine teure Hardware brauche ich nicht. Ich mache das alles mit dem iPhone. Die Technikaffinität der Gruppe ist natürlich nicht einheitlich. Der eine kommt gut mit dem iPhone klar, der andere sagt, ich möchte lieber ein kleines Gerät haben mit drei Tasten, weil mehr verstehe ich sowieso nicht und das muss einfach zu bedienen sein. Also grundsätzlich gibt es ja schon dann sehr verschiedene Anforderungen. Von daher ist es schon gut, dass es so viele Ansätze gibt. Und ja, muss man dann aber halt tatsächlich immer schauen, was setzt sich letztendlich am Markt durch. Das gibt es wahrscheinlich auch kein Patentrezept und dass manche Startups nicht mehr so gibt. Ja, ich denke schon auch, manchmal fehlt dann doch die Rückkopplung mit der Zielgruppe oder man hat sich halt doch am Schreibtisch einfach zu einfach vorgestellt. Und ja, wie so oft, das ist manchmal auch die technische Entwicklung. Ich kann mich noch erinnern, so vor 15 Jahren, da konnte man mit seinem Nokia-Handy ein Bild fotografieren und dann wurde das per Internet wahrscheinlich schnarchlangsam an irgendeine Serverlösung geschickt, die einem dann per SMS mehr oder weniger den Text, der da drauf ist, zurückgeschickt hat. Und sowas braucht man heute natürlich gar nicht mehr, weil jedes selbst billige iPhone, günstige ältere iPhone oder auch Android-Smartphone, für den ist es halt heute ein leichtes, schon eine OCR-Texterkennung, dann einfach offline sozusagen am Gerät direkt zu machen. Also diese Text-Scout-Lösung, die es da vor einigen Jahren zum Beispiel mal gab, manches wird halt dann einfach auch durch die Zeit wieder überrollt sozusagen. Lassen Sie uns mal kurz noch die Internationalität ansprechen. Die ist ja trotzdem, die wächst ja auch immer wieder. Es fallen zwar immer wieder der ein oder andere Anbieter weg, der dann auf der Grenze nicht durchkommt oder was auch immer da für Probleme entstehen. Da sind der ein oder andere Aussteller, der dann nicht auftaucht. Aber die Internationalität ist da auch groß geschrieben und groß geworden, wo immer wieder auch Partnerschaften geknüpft werden oder gesucht werden. Geräte, die in Indien produziert werden, die aber gerne auf den europäischen Markt kommen. Wie empfindest du diese Kooperation? Da hat sich die Messe ja wirklich auch zu einem Networking Place to be entwickelt. Ja, absolut. Also ich denke, die Side City hat so verschiedene Ebenen. Einmal halt so die Endkunden, die dann halt bei den großen deutschen Firmen landen oder auch bei dem einen oder anderen kleinen Unternehmen. Es gibt diese ganze Workshop und dieses ganze Rahmenprogramm, was ja immer weiter ausgebaut wurde. Und dann tatsächlich auch viele Stände, die einfach mit potenziellen Kundinnen und Kunden ins Gespräch kommen wollen, die sich Ideen holen wollen, die oft aber auch da sind, um dann halt mit anderen Ausstellern Kontakte zu knüpfen, mit Händlern, die eben schauen, wer könnte unser Produkt in Deutschland unterstützen und dann vielleicht auch verkaufen. Also das ist schon, ja, eigentlich ist der City wirklich inzwischen, würde ich sagen, ein Marktplatz mit ganz, ganz verschiedenen Ebenen bis hin zu den größeren Firmen. Die haben ja teilweise auch ihre eigenen Besprechungsräume, wo sie dann halt ihre Händler-Meetings machen oder mitunter auch tatsächlich Produkte zeigen, die dann noch gar nicht auf den Tischen außen stehen, sondern eher so halt noch unter der verdeckten Hand. Wir würden da mal dran forschen und wie findet ihr als Händler das? Also ja, SideCity, da läuft sehr viel auch hinter den Messeständen sozusagen, untereinander unter den Ausstellern, glaube ich. Kommt halt immer auf das Unternehmen drauf an, aber ja, insgesamt auf alle Fälle eine internationale Messe, die inzwischen auch ganz klar als Marktplatz für untereinander und als große Networking-Base fungiert. KI-Offline, das war einer der Stichworte, die du mir gegeben hast, über die wir sprechen sollten, weil das wurde immer mehr angeboten, weil man ja doch immer denkt, so Digitalisierung ist ja großartig, Wahnsinn, toll, aber wir lassen da ganz viele Menschen auf der Strecke. Deshalb ist KI-Offline-Nutzung immer wieder ein ganz wichtiges Tool, was jetzt auf der SideCity ein bisschen mehr präsent war. Ja, auf jeden Fall. Zum Beispiel von Cobra Vision ein klassisches Vorlesegerät, also so ein klassischer Scanner wie so ein kleiner Kopierer mit integrierten Lautsprechern und Tastatur. Wirklich wie so ein klassisches Lesegerät, wie man sie schon so vor 30, ja rund 30 Jahren auf den Markt gebracht hat. Nur da eben auch mit der Besonderheit, man hat jetzt eine Offline-KI integriert, die also kein Internet braucht und die kann einem dann eben zum Beispiel trotzdem Handschriften vorlesen oder eine kurze Bildbeschreibung geben. Das Ganze dauert natürlich schon ein kleines bisschen länger, als wenn er jetzt die Daten ins Internet senden würde. Aber doch, innerhalb von einer Minute oder noch nicht mal, kam dann eine Antwort dazu, was auf dem Bild zu sehen ist. Und ja, das ist natürlich schon eine Lösung für Menschen, die jetzt nicht so internetaffin sind, die sich schwer tun, so ein Gerät ins WLAN zu bringen. Die vielleicht auch gar kein WLAN haben, weil sie in irgendeiner Einrichtung leben, wo das WLAN nicht allen zur Verfügung steht oder wo man besondere Codes eingeben muss. Das geht ja mit diesen Geräten meistens auch nicht. Finde ich also eine gute Sache. Und ja, das kann man dann auch so weit treiben, dass man ein Standalone-Gerät hat. Cetrice Vision hat da was gezeigt. So ein Ansteckclip mit einer Kamera und wenigen Tasten. So groß wie ein dicker Schlüsselanhänger, sage ich mal. Und auch dieses Gerät, man kann es mit dem WLAN verbinden, aber wenn nicht, weil man gerade unterwegs ist und sich nicht mit dem mobilen Hotspot beschäftigen will oder weil man zu Hause einfach kein WLAN hat, dann arbeitet es eben auch offline und kann einen da eben auch schon mal so grundsätzlich beschreiben, was sieht man oder man kann sich ansagen lassen, ob da eine Flasche da ist oder wer da jetzt auf dem Bild ist, wie viele Frauen, wie viele Männer und so weiter hat sich mal demonstriert. Ja, finde ich einfach einen guten Ansatz, denn dadurch wird Technik nochmal einfacher. Man muss sich nicht bei irgendeinem Dienst anmelden, sich mit dem Internet rumschlagen, sondern in die Hand nehmen, Knopf drücken, Frage stellen, auch Spracherkennung. Das geht damit natürlich auch sehr gut. Man muss ja heute fast schon drüber lachen, fast jeder Blinder nutzt so einen Alexa-Lautsprecher. Ich darf es selber auch nicht so laut sagen, weil sonst würde hier gleich einer losgehen wahrscheinlich. Ja, vor 15 Jahren haben wir noch drüber gestaunt oder nicht mal 15 Jahren, was so ein smarter Lautsprecher alles versteht und macht. Und heute lachen wir nur müde drüber, weil sie halt doch oft sagt, dabei kann ich dir leider nicht helfen. Ja, ich denke, das ist jetzt einfach großartig, dass KI da bessere Antworten gibt. Und wenn das offline geht, auch für datenschutzsensible Menschen, denke auch an Behörden, wo das natürlich auch nicht gern gesehen ist, wenn da irgendwelche gescannten Dokumente sonst wohin geleitet werden und man da nicht mehr die Hand drauf hat. Also Offline-KI, ja, finde ich großartig, gern mehr Geräte davon. JAWS, was ja der führende Screenreader ist, die haben ja nicht nur eine Software vorgestellt, das haben sie schon letztes Jahr vorgestellt für Kioske, wobei die Software nur auf das Gerät gespielt wird und dann sprechen kann. Da gibt es ja noch eine andere Firma, Leiline, die so ein ganzes System vorgestellt haben, was ich sehr spannend und interessant fand. Bei JAWS ist ja die Lösung, dass es dann auf dem Gerät draufgespielt wird und dann du trotzdem irgendwie, aber wenn die sonstigen Sachen nicht barrierefrei sind, du trotzdem Schwierigkeiten hast, die Nummer rauszufinden. Also das ist ja so teilweise, aber nicht ganz umgesetzt. Leiline hat das ja ganz umgesetzt, aber das ist auch, da soll ja auch bei JAWS die KI sein. Eintritt halten, wobei ja da schon KI drin ist, bei dieser Bilderkennung ist ja schon, irgendwie ist ja schon überall ein bisschen KI mit drin. Auf jeden Fall, also bei JAWS natürlich dieses, also dieser Programm, was einen den Bildschirminhalt vorliest, man kann da ja inzwischen Bilder sich beschreiben lassen, entweder direkt im Browser oder wenn mir jetzt irgendjemand was zumailt, dann kann man das eben analysieren lassen, wird ins Internet geschickt und dann mit verschiedenen Diensten wie Google, Gemini und Co. Dann halt analysiert und ich bekomme dann angesagt als Blinder, was da drauf ist. Es gibt wohl auch die Funktion, dass ich mir die Struktur einer Internetseite erklären lassen kann. Also da steckt jetzt schon einiges drin. In Zukunft soll es halt dann auch richtige KI-Assistenten geben. Also sagen wir mal, ich möchte irgendwo bei einem Online-Shop bestellen. Und wie oft ist es dann so, das Produkt ist irgendwo im Warenkorb, aber ich finde den Warenkorb nicht. Oder ich bin im Warenkorb, aber finde immer nur weiter einkaufen und nicht den Schalter zur Kasse gehen, weil das vielleicht nicht so super barrierefrei programmiert ist oder irgendwie komisch beschriftet ist. ich komme da irgendwie nicht hin. Und da möchte eben Jaws auch in diese Richtung gehen, dass ich fragen kann, sagen kann, was ich möchte. Also zum Beispiel suche ich mir den Schalter, damit ich jetzt weiter zur Kasse gehen kann und der dann quasi meine Mauch sozusagen an die Hand nimmt und da draufklickt. Das Ganze dann wohl auch so sicher gedacht, dass man also immer noch eine Beschreibung erhält, was habe ich jetzt eigentlich gemacht und ich das auch wieder rückgängig machen kann. Weil ja, solche KI-Agenten gibt es ja wohl schon für Sehende. Gibt es ja auch so lustige Anekdoten wie, räum mir mal mein Postfach auf und mach das ordentlich und dann löscht der eine Nachricht nach der anderen und freut sich die KI darüber, der Agent, dass es jetzt schon viel, viel weniger Nachrichten geworden sind. Also sowas möchte man natürlich verhindern, gerade für Blinde. Es ist, glaube ich, wichtig, wenn da die Maus über den Bildschirm flitzt, wenn ich hinterher auch nochmal gesagt bekomme, was ist da jetzt eigentlich passiert. Ja, also das wird wohl dann irgendwann nächstes Jahr in Chores kommen. Hat dann auch ein bisschen den Wimutstropfen, dass man sich wahrscheinlich, oder das wird jetzt nach und nach eingeführt, man muss ein Konto eröffnen, also muss sich registrieren, weil Vispero, also der Hersteller, davon ausgeht, dass man solche Dienste halt nur zur Verfügung stellen kann, wenn da eine gewisse Anmeldung erfolgt ist, weil sie ja auch gegenüber den KI-Diensten eine gewisse Rechenschaft ablegen müssen, Ja, bis hin zu der gewissen Altersverifizierung vielleicht. Ja, und auch natürlich Daten zur Verfügung stellen, um das Ganze noch zu verbessern. Genau, ja, hoffen wir, dass es da irgendeinen Schalter gibt, wo man das vielleicht ein bisschen steuern kann. Aber ja, klar, also mehr KI bedeutet natürlich auch unter Umständen mehr Benutzerkonten und mehr gläserner Nutzer am Ende. Barrierefreiheit steht natürlich auch immer bei der SideCity in vorderster Front. Und Leitlinien begleiten einen. Dieses Jahr hat leider die App ein bisschen versagt, was die Kreuzungen respektive die QR-Codes bei den Ständen anbelangt. Das ging diesmal nicht so ganz. Aus technischen Gründen kurzfristig auf einmal nicht mehr. Sicherlich auch ein bisschen schade für die Side City, die sich ganz viel Mühe dafür gegeben haben. Aber trotzdem, so Beschilderungen ist so ein ganz großes Thema dieses Jahr auch gewesen. Unter anderem mit dem Haptic Guide. Sehr interessant. Ich konnte der Firma auch zwei, drei Feedbacks geben von Sachen, wo ein bisschen irritierend waren. Wie war deine Erfahrung mit diesen Informationen, auch mit diesem Haktik-Guide zum Beispiel? Also ich finde es erstmal eine gute Sache, dass man sich über sowas Gedanken macht. Ob ich jetzt immer Zeit und Lust hätte, mir vor dem Toilettengang da genau die Struktur auf diesem Plan zu arbeiten, ist die Frage. Aber ja, es ist wieder mal eine weitere Überlegung, Sachen barrierefrei zu machen. Die Pläne dürfen ja sogar hängen bleiben. Also wenn jetzt jemand zu einer anderen Veranstaltung mal ins Cap Europa geht, keine Ahnung, was dann in Frankfurt noch stattfindet, also... Vielleicht hessische Heiratsmesse oder irgendwas, wer da irgendwie auf dem unterwegs ist, der kann dann auch davon profitieren. Das finde ich schon eine gute Sache. Und ja, ich finde insgesamt dieses Jahr auf der SideCity waren total viele Anbieter, die irgendwas mit Leitlinien, mit taktilen Orientierungsplänen, mit Türschildern machen. Das habe ich jetzt so noch nicht erlebt. Viele, die auch richtig froh waren, dass sie eben auch Rückläufer bekommen haben. Zum Beispiel bei einem war dann doch so eher, dass ich die Punkte ziemlich schwach ausgeprägt fand. Und ja, die machen das sicherlich alles nach Normen, aber dann einfach mal nochmal jemanden draufschauen zu lassen, Finger, die dann eine gewisse Übung haben oder auch Ungeüblere, die dann eben sagen, mach das doch mal so und so. Das war, glaube ich, für viele sehr bereichernd. Und ja, einerseits positiv, ein bisschen traurig vielleicht. Ich habe dann mal gefragt, wer ist denn so die Auftraggeber? Es ist natürlich nach wie vor eher die öffentliche Hand, die blindengerechte Orientierungspläne, Leitlinien und sowas beauftragt. Also ja, dass jetzt private Einkaufszentren oder Firmenzentralen da die großen Kunden wären, das konnte ich jetzt so leider bei den Ständen nicht raushören. Da fehlt es noch ein bisschen an Public Relation oder finanzielle Unterstützung. In Luxemburg ist es ja ein bisschen anders. Da müssen die privaten oder alle öffentlichen Gebäulichkeiten, also wo überhaupt Personen reinkommen, von der Arztpraxis bis zum Friseur, müssen ab 2032 barrierefrei sein, sonst können sie verklagt werden. Dann denkt man schon vielleicht ein bisschen anders drüber nach, um barrierefrei zu werden. Aber da sind wir in Deutschland, traut sich ja, da scheinbar die Politik noch nicht daran. Aber das ist nicht heute unser Thema. Diese Schilder und so weiter, also ich fand den Haptik-Guide sehr spannend von der Firma Kreie, um den zu nennen. Aber es gab, wie gesagt, ganz andere auch letztes Jahr, auch kennen, glaube ich, da mit ihren Braille-Produktionsmöglichkeiten. Also da gibt es wirklich gute Anbieter, Leitlinien. Da gibt es auch mehrere, die anbieten. Ich glaube, Inclusion sind immer die, die bei der SideCity selber die Leitlinien legen. Da gab es auch die Frage, warum das nicht im Einkaufszentrum vorne liegt, weil man durch das Einkaufszentrum teilweise muss, um an der SideCity teilzunehmen. Da sollte man vielleicht nicht ans Einkaufszentrum wenden, weil da hat die Messe ja weniger Einfluss drauf auf solche Wege, oder? Was denkst du? Ja, das befürchte ich auch. Das ist halt wieder auch ein privater Betreiber von einem Einkaufszentrum nebenan. Klar, man kann die vielleicht mal einladen, wenn die nächste SideCity ist, dass ich einfach mal anschauen, wie solche Leitlinien aussehen. Gut, die bräuchten dann vielleicht andere Leitlinien. Das wäre dann vielleicht toll, wenn die einfach dauerhaft drin wären. Das ist natürlich auch die Frage. Ja, schwierig, Private zu verpflichten in Deutschland. Das ist gerade erwähnt, ist einfach sehr schwierig. Und ja gut, ich weiß es auch nicht, das ganze Einkaufszentrum voller Leitlinien zu bauen, ist halt auch schon wieder die Frage. Also ich finde ja auch immer so Leitlinien, die bringen einen ja eigentlich oftmals nur dann was, wenn man auch weiß, wo es da hingeht. Also gerade so, wenn ich so ans Verteilergeschoss hier von meiner Stadt, wo ich wohne, Nürnberg, denke, ja, da hilft es mir schon, weil ich dann ungefähr weiß, okay, das ist jetzt der Abzweig da und dorthin. Aber wenn man das als erstes Mal unterwegs ist als Blinder, dann weiß man wahrscheinlich auch nicht, für was die sieben Abzweigungen gut sind. Also das würde ich dann beim Einkaufszentrum vielleicht wieder ein bisschen als Problem sehen. Leitlinien und habt dich einen Plan, glaube ich, macht gar keinen Sinn. Ja, das ist das Nächste. Also wenn, dann müsste man wirklich vielleicht auch in diesen Einkaufszentrum irgendwas mit QR-Code machen oder irgendwelche Tags einbauen, dass ich eben auch weiß, wo geht es da hin. Also, ja, klar wäre eine Erleichterung, wenn es das im Einkaufszinsen gäbe, aber... Ja gut, dann kommt der nächste und dann mach doch bitte noch zum Motel One gegenüber auch noch die Leitlinie. Genau, richtig, ja. Es wäre natürlich... Und zum Bahnhof. Ja, genau. Ich meine, man kann wirklich immer mehr machen. Ich meine, vielleicht würde man auch mal ein Hotel finden, wo man sagt, wenn wir da 200 Zimmer blocken, dann würden die sie vielleicht auch mit Blindenschriftbeschriftung ausstatten oder was auch immer. Also klar, die Gedanken sind frei und die Träume sind groß auf jeden Fall. Das möchte ich jetzt auch nicht irgendwie negieren oder herunterreden. Sehr spannend, was du entdeckt hast. Das ist mir nicht unter die Finger kommende App. die Kartenspiele vorspricht, da musst du wahrscheinlich Kopfhörer anziehen, sonst weiß dein Gegner ja, was du für Karten hast, ne? Ja, das wäre ein Vorteil. Und ich hätte auch so einen kleinen Smartphone-Halter, der dann so schräg vor einem eben in die Hand schaut. Also der hat auch so was gezeigt. Gibt's wohl auch für recht wenig Geld. Und ja, das ist eine App, die hat es dann mit Uno-Karten, mit diesem klassischen Spiel demonstriert. Und ja, es hat total schnell funktioniert. Also auch, wenn man mehrere Karten in der Hand hat, liest er die eben von links nach rechts vor und ist wirklich in einer sehr schnellen Geschwindigkeit, also davor halten und schon geht's los, also, schneller als so manche App, mit der man Geldscheine erkennt. Momentan geht's, glaube ich, für fünf verschiedene Kartenspieler, wird es das aber noch weiter ausbauen und ja, das war auch so ein Ansatz, wo ich sag, okay, nicht die 17. Breitseite, sondern mal eine ganz neue Idee, warum nicht? Und ja, ich finde, manchmal sind es ja auch so die Kleinigkeiten auf der SideCity, die man dann plötzlich antrifft und wo man gar nicht so mit gerechnet hat, dass es sowas gibt und dass sich da jemand Gedanken gemacht hat. Im Zeitalter, wo die Breilschrift zu eventuell dem UNESCO-Welterbe mutieren kann, die Bestrebungen sind ja, glaube ich, ganz groß vorangetrieben worden vom DBSV. Gab es sehr viele Anbieter, wo du auch Breilschrift lernen konntest, also sehr viele Ideen und Gedanken. Auch sehr interessant, dass man jetzt immer mehr auch darauf basiert, Bralschiff lernen zu können und auch nicht nur für Kinder. Ja, absolut. Also das finde ich auch mal großartig. Als ich noch Breitschiff gelernt habe, da war das wirklich sehr, sehr klassisch. Da hat man so einen Sechser-Eier-Karton gehabt, nur nicht so. Und wenn du das Ei dann links oben reinlegst, dann ist es so ein A. Und ich meine, es hat auch gut funktioniert, keine Frage. Aber insgesamt gibt es da heute schon sehr viele Lernspiele, wo man halt so Buchstabenrennen spielen kann, wo man vielleicht erstmal die Buchstaben mit einer Zeilenabstand oder mit Leerzeichen dazwischen präsentiert bekommt. Und so ein indisches Gerät, das hat ja auch Breitzeilen in verschiedenen Größen, also von ganz groß zu so mittelgroß bis hin eben zu dem Standardbreilmaß, dass ich eben erstmal auch oben auf dem Großen vielleicht üben kann und mich dann, wenn ich das Punktmuster verinnerlicht habe, eben auch an das Tasten von den kleineren heranführen lassen kann. Und sogar Spiegelschrift konntest du mit dem Gerät machen. Ja, stimmt. Stimmt, stimmt. Und du war so ein ganz kleiner, so ein ganz kleiner Ding, wo du mit den Punkten eintippen konntest. Das war ganz spannend. So ein Standalone-Gerät, das fand ich sehr spannend, wo links diese großen Buchstaben, die großen Punkte waren und rechts die kleinen. Und dann hast du so Spiele gehabt, ich glaube sechs oder sieben Sprachen hat der schon drin und kann es noch weiterentwickeln. Ein sehr spannendes Gerät, preislich, naja, 1300 Euro, nicht gerade günstig, aber er hat gesagt, in Amerika verkaufen die das im Moment dumm und dämlich. Ja, und die waren ja auch aus Indien und ich weiß jetzt die Zahl nicht mehr, ich habe ja wieder mal gefragt, wie viele Blinde in Indien wohnen, aber das ist natürlich schon ein riesiger Markt auch, da gibt es einfach viele Blinde und ja, vielleicht auch viele, die nicht so den perfekten Dreischriftlehrer in ihrer Nähe haben in diesem riesigen Flächenland und ja, also wenn es da Technik gibt, die dann auch Kinder ausbilden kann, diese Grundkompetenz des Lesens, ich meine klar, man kann heute viel mit Sprachausgabe machen, aber wir wissen ja alle, ja, es ist ein Weg, um mal schnell was zu überfliegen, Aber gerade um was zu lernen, um auch die Schrift schreiben zu können, da die richtige Schreibweise zu lernen, da ist halt Schrift einfach unabdingbar. Und ja, ich finde es großartig aus Frankreich, auch so ein Spiel, wo man auch mit Sehenden zusammenspielen kann. Also man muss da nicht unbedingt nur für sich üben oder mit anderen blinden Kindern zusammen. Man kann das auch, wenn man inklusiv beschultet wird, mit anderen zusammenspielen. Ja, finde ich toll, was da heute so an Möglichkeiten alles gibt. Bleiben wir bei den Breitzeilen. Man denkt ja, da gibt es ja demnächst nichts mehr Neues. Die sind ja alles da von 16er bis 80er Breilzeile, von mittlerweile auch 2 Reihen, 3 Reihen, 4 Reihen oder schräg oder wie auch immer. Es gibt ja schon einiges und vieles. Und doch überlegen sich die Anbieter immer wieder neue Sachen, zum Beispiel Help-Tech mit MyBreil, wo du jetzt 36 verschiedene Konfigurationen von Breilzeilen selber definieren kannst über einen Konfigurator bis hin zu auch die Pappenmeier, die ihre neue Breilex vorgeschlagen haben. Was hast du noch entdeckt oder was sind so Highlights, die dir aufgefallen sind? Ja, also MyBreil natürlich auf jeden Fall. Bisher gab es halt immer meistens ein Breilzeilenmodell und das musste man dann halt nehmen, also es sei denn, man ist halt so eine andere Firma. Und ja, es geht ja schon damit los, möchte ich eher flache Module haben oder möchte ich, dass es so ein bisschen der Fingerform, so ein bisschen so eine Dachlinform hat. Das ist ja schon mal so oftmals so der erste Unterschied. Oder manche, die sagen am Arbeitsplatz, ich möchte unbedingt eine Breiltastatur haben, weil ich dadurch irgendwelche Shortcuts eingeben kann. Und andere sagen, ach bitte, weg mit so einer Breiltastatur. Ich möchte, dass meine normale Schwarzschrift-Schreibmaschinentastatur sozusagen möglichst nah an die Breiltasteile heran drückt und da stören mich nur zusätzliche Tasten. Und ja, diese Krux sozusagen versucht jetzt Halbtech aufzulösen, indem es eben zukünftig vor allem nur noch eine Serie gibt, eine Standardserie MyBrill, die man dann eben in 24 bis 80 Modulen haben kann, abgestuft in verschiedenen Maßen und dann eben auch entscheiden kann, möchte ich eine Breitschrift-Tastatur, sollen die Module so oder anders sein, möchte ich an der Vorderkante vielleicht auch noch zusätzliche Funktionstasten haben, die ich belegen kann oder störe mich nur, weil ich da vielleicht nur blöd mit meinem Ärmel immer drüberwische und dann irgendwas auslöse, was ich gar nicht haben will. Ja, also es ist so ein bisschen das Konzept Auto. Wenn ich ins Autohaus gehe, dann überlege ich mir ja auch, braucht das Auto eine Klimaanlage? Ja gut, das hat es heute, aber bei Navi ist ja schon wieder die Frage, möchte ich es haben, was möchte ich am Multimeter haben? Möchte ich es eher Economy haben oder möchte ich auch die Sitzheizung mit drin haben? Und ja, also so umfassend hat es, glaube ich, bisher noch keiner angeboten und eingeführt, wie es jetzt HalbTech macht. Und die Activator-Breilzeilen von HalbTech bleiben trotzdem noch aktiv, also die bleiben da? Genau, ja. Da gibt es ja auch eine, die Activator hat ja auch die Möglichkeit zwischen Bralltastatureingabe und Querzeingabe. Finde ich auch sehr spannend. Ich bin ja so der, wie du gesagt hast, so der Tastaturfreund, nicht so der Bralltypfreund. Ich kann es mal tippen, aber ich finde die anderen schöner, irgendwie besser. Kommen wir schneller voran. Du hast gerade Auto angesprochen, Auto konfigurieren, Auto selbst fahren. Mobilität Paderborn hat da so einen öffentlichen Shuttle gezeigt. Konnte natürlich nicht damit durch Frankfurt fahren, weil so weit sind wir ja glaube ich noch gar nicht. Konntest du dir das mal angucken? Wie war das? Ja, also direkt von dem Eingang groß stand immer ein Fahrzeug, so ein Leichtbaufahrzeug mit vier Plätzen, was also als Leichtbaufahrzeug für den öffentlichen Personennahverkehr gedacht ist. Neue Mobilität Paderborn ist so ein Forschungsverein da in der Region Paderborn, der eben verschiedene Hochschulen und Mobilitätsanbieter unter ein Dach bringt und da eben verschiedene Forschungsprojekte durchführt. Und ja, da ging es eben darum, wie man halt Mobilität generell in Zukunft gestaltet. Deutschland ist ja doch ein Land, was auch sehr ländlich ist, wo sich nicht überall lohnt, einen Bus hinfahren zu lassen, in Randzeiten sowieso nicht. Kennt man ja auch so diese Anruf-Sammel-Taxis, wo man dann irgendwie schon eine Stunde vorher anrufen muss oder so. Und für solche Strecken sind eben so kleine Shuttle-Busse gedacht, die eben autonom dann das Ziel anfahren. Und ja, da ging es jetzt eben auch darum, wie kann man das für Blinde machen. Ja, ich meine, in Hamburg, glaube ich, da gibt es ja sowieso auch so eine Flotte mit Fahrern, aber das ist wohl auch ja manchmal schwierig dann zu finden, hat er jetzt angehalten oder nicht. Gut, da kann der Fahrer immer noch aus dem Fenster schauen, so ein autonomes Fahrzeug. Naja, gut, weiß ich, ob das dann den Blinden bemerkt. Aber da ging es dann halt auch um so aufhändige Geräusche oder ja, vielleicht auch Signale, Ansagen während der Fahrt, dass das eben funktioniert. Und ja, momentan gibt es natürlich immer wieder mal so. Versuche in manchen Regionen, wo dann so ein Fahrzeug langsam, keine Ahnung, irgendwie Kur-Gäste von A nach B in den Kurpark fährt zum Beispiel. Aber ja immer in Deutschland tatsächlich nur mit Aufsicht. Es muss immer noch ein Fahrer da sein, der halt im Notfall noch Bremsen oder die Steuerung übernehmen kann. Aber naja gut, ja, ist wahrscheinlich typisch Forschung. Der Herr war natürlich voll des Mutes, dass man in drei, vier Jahren dann auch in Deutschland so weit ist, dass solche Fahrzeuge dann autonom fahren würden. Und ja gut, wenn das mal kommt, klar, selbstfahrendes Auto für einen Blinden wäre natürlich immer noch perfekt, weil man einfach vor die Tür steht und sein eigenes Auto zu sich rufen könnte. Weiß ich nicht, ob wir da so schnell sind. Und jetzt auch in drei, vier Jahren, ja, bin ich zu wenig in der Materie drin. Aber es wäre natürlich schon mal, gerade für Blinde, die am Land wohnen, schon mal ein großer, großer Fortschritt, wenn es solche Shuttle-Verkehre gäbe, dass ich eben nicht immer nur alle zwei Stunden mal mit dem Bus irgendwo hinkomme oder tagsüber vielleicht gar nicht, sondern nur früh und abends und dass das Fahrzeug eben eventuell dann halt auch mich von der Tür abholt und ich nicht da erst noch eineinhalb Kilometer bergauf zur Kirche laufen muss, wo dann halt vielleicht mal mit etwas Glück der öffentliche Bus anhält. Apropos Bergauflaufen, Sport stand auch dieses Jahr auf der Side City mit einer Sonderbühne sogar, wirklich im Fokus, Sport und Bewegung, Sport und Musik. Unter anderem wurde da einiges gezeigt, ganz interessante Sachen. Neu auf dem Markt ist auch die Firma Bewegte Inklusion. Die Leila ist Tochter einer Sportart. Zwei blinden Eltern, die festgestellt hat, aufgrund der Tatsache, dass ihre Mutter bei Fitnessstudios immer wieder abgeblitzt ist, aus Sicherheitsgründen, wie das Fitnessstudio das mal geschrieben hat. Dass sie da mal was machen sollte oder probieren sollte, damit die Menschen eventuell dann zu Hause Bewegungen kriegen. Du warst auch bei dem Stand, wenn ich mich richtig erinnere, sehr spannend, auch die Motivation, die dahinter steckt. Auch zwei sehr junge dynamische Persönlichkeiten, die das anbieten. Ja, absolut. Also das finde ich immer gut, wenn irgendwie eine persönliche Geschichte dahinter steht und nicht nur irgendein Start-up im studentischen Umfeld mal entsteht, weil man denkt, man muss jetzt irgendwie die armen Blinden mit irgendeiner KI-Lösung oder irgendwas beglücken. Nee, also finde ich wirklich gut. Gerade schon das Thema, viele Blinde wohnen am Land oder in kleineren Städten. Das Fitnessstudio ist vielleicht weit weg oder hat dann tatsächlich Vorbehalte oder man wird dort zwar aufgenommen, aber bekommt dann doch nicht so die Einweisung, die man sich vielleicht wünschen würde. Und in dieser App gibt es dann wohl wirklich angeleitete Übungen, die man auch versteht. Ich meine, auch bei mir am Arbeitsplatz gibt es so Kurse in der Mittagspause. Würde ich jetzt aber ehrlich gesagt gar nicht hingehen, weil ich nicht weiß, wie gut es dann erklärt wird. Und ja, wenn ich das dann dauernd falsch mache und alle schauen und ich sehe es ja noch nicht mal, ob sie jetzt auf mich schauen oder mich muss dann dauernd ein Kollege korrigieren und sagen, nee, mach das so oder anders. Also ja, die Hemmungen sind ja einfach wirklich vielleicht groß auch in ein Fitnessstudio zu gehen, selbst wenn einen das aufnehmen würde und dazu zu sagen, okay, wir machen eine App, die ist barrierefrei und die Angebote, die ihr da drin findet, sind auch barrierefrei. Die könnt ihr nutzen, das könnt ihr zu Hause machen, ohne dass euch jemand dumm anschaut oder anredet. Also finde ich eine richtig, richtig gute Sache. Ja, und wie Leila auch gesagt hat, es gibt neben dem Kurs, den man online also über diese App abrufen kann, gibt es auch regelmäßig Online-Meetings, wo dann geguckt wird, individuell mache ich die Übungen überhaupt richtig. Also das ist mit dem Programm mit drin, einfach mal gucken. Und, was ich sogar gehört habe, ist anscheinend sogar von den Krankenkassen refinanzierbar. Gibt es einen 8-wöchigen Kurs, der ist von der Krankenkasse, wenn man ihn durchgezogen hat, kriegt man das Geld zum Schluss zurück. Auch ganz spannend, ganz interessant. Auf jeden Fall. Ja, ich bleibe trotzdem beim Sport noch. Habe leider nicht ausprobieren können, weil es keine Möglichkeit gab, auszuprobieren, nämlich Eishockey für Blinde. Aber ich habe das auch in Wien gesehen gehabt. Da war auch eine Kinderjugendmannschaft bei dem Zero-Project-Konferenz. Das war auch eine Kinderjugendmannschaft, die Eishockey für Blinde angeboten hat. Auch sehr spannend. Also ich weiß nicht, also Blindenfußball hat ja schon was mit Krach und Wumms, aber Blindeneishockey ist noch eine Nummer drüber, oder? Ja, ich denke schon, weil man muss sich erstmal überhaupt auf den Kufen da halten, auf dem Eis, auf diesen Schlittschuhen. Ja, und dann auch noch diesen Schläger, dann diesen Puck da in der Weltgeschichte rumhauen. Also ich kann es mir jetzt gerade auch noch nicht so richtig gut vorstellen. Hauptunterschied ist wohl tatsächlich, dass der Puck ja wohl normalerweise aus Hartgummi ist. Hier in dem Fall ist es so eine Metallscheibe, die gefüllt ist mit anscheinend anderen metallischen Dingen, die dann halt klappern, wenn man dagegen schlägt. Aber ich weiß auch gar nicht, wie laut das dann klappert, wenn das da über die Eisfläche eher schlittert. Also dass ein Rollball, wenn da Glöckchen drin sind, dass der einen Lärm macht, das ist ja irgendwie klar. Aber wenn das jetzt nur so in sich da so... Also ja, mir hat es auch viele Fragezeichen offen gelassen und ich wollte nochmal gucken, ob ich da irgendwo ein Video finde, damit ich mir das mal anhören kann. Auf jeden Fall braucht man aber wohl auch ein paar Sehende mit dabei oder zumindest welche noch mit Serest, weil eben sowas wie Torverteidigung, ja, das ist dann natürlich, ist man wahrscheinlich einfach zu langsam oder hört es dann doch zu spät. Aber das ist halt so ähnlich wie beim Blindenfußball, wo es ja meines Wissens nach auch gewisse Positionen gibt, wo man eben was für sehen muss und wenn es andere Positionen im Spiel gibt, die man anscheinend gut machen kann als Blinden. Ich glaube, der Torwart ist beim Blindenfußball sehend und es gibt halt drei Sehende, die am Rand stehen für jede Mannschaft, die da Informationen mitteilen und rufen und so weiter. Ich glaube, wenn ich mich richtig erinnere. Ja, also ich glaube, Rufer gibt es jetzt nicht beim Eishockey, soweit ich das verstanden habe. Aber vielleicht gibt es drei Sanitäter, die mich dann wieder zusammensetzen. Zusammenkleben. Ja, die würde ich mir wünschen. Mit der Eisklempistole. Ich glaube nicht, dass ich das mal ausprobieren werde. Es gibt einige Sachen, die ich gerne ausprobiere, aber Eishockey, erstmal kann ich nicht genug Schlittschuh dafür laufen. Lass uns nochmal zu Reinecker kommen. Die sind auch regelmäßig, die sind auch einer der einzigen Aussteller, oder einer der wenigen, sage ich mal, nicht der einzigen, einer der wenigen Aussteller, die es auch regelmäßig machen, dass sie auf der ReaCat zum Beispiel sind in Düsseldorf. Da sind ja ganz wenig blind spezifische Aussteller. Reinecker ist da, Dregel und Linat ist meistens da. Das sind ja ganz wenige, die auf solch einer Messe auch sind, wobei ich ja immer mehr sage, es gibt nicht nur den Blinden. Sondern es gibt mittlerweile auch die multiple Behinderung. Das wird auf den Messen insgesamt noch ein bisschen zu wenig gemacht. Kommen wir gleich nochmal darauf zurück. Reinecker hat ein Veo-Lesegerät vorgestellt, eine Serie, die auch ganz interessant ist. Ja, also Veo gibt es ja schon seit bestimmt 15 Jahren. Das sind halt so diese Lesegeräte für sieben Monate mit klassischer Bauform, also sprich ich lege etwas unten auf einen Lesetisch, kann den dann nach links bewegen, sodass das dann eben auf der Kamera entsprechend sich auch weiter bewegt, das Bild, und kann dann eben vergrößert auf dem Bildschirm, der darüber hängt, oder auch mit verstellten Kontrasten mir dann Bilder anschauen oder auch Sachen lesen. Die Video-Serie gibt es, glaube ich, schon seit ca. 15 Jahren und wurde jetzt eben nochmal überarbeitet. Also sprich, der Kreuztisch ist jetzt etwas leichter, leichtgängiger, sodass man ihn gut in der Hand hat. Auch die Bedienung wurde nochmal etwas vereinfacht und insgesamt so ein Refresh, sage ich mal, von dem Design. Und ja, dieses Lesegerät ist halt auch Krankenkassenleistung. Wenn man jetzt die Brille nicht mehr ausreichend ist und eine Verordnung hat, dann kann man das bekommen. Und ich finde es dann schon toll, dass dieses Gerät wohl tatsächlich in Deutschland entwickelt wurde und auch noch weitgehend hier hergestellt wird. Gut, diese Flachbildschirme, die da eingebaut werden, naja, die werden die da jetzt in Darmstadt wahrscheinlich auch nicht zusammenschweißen. Die sind sicherlich auch irgendwie zugekauft und die Kamera. Aber also diese ganze Mechanik und Montage und so. Also finde ich toll, dass sowas auch noch möglich ist. und soll wohl auch sehr modular sein, sodass man es auch gut reparieren kann. Früher hat man doch manchmal aus Kostengründen Sachen zusammengeklebt und dann gab es das Ersatzteil nicht mehr. Aber es soll wohl auch einfach sehr nachhaltig sein, dass man es lange nutzen, lange reparieren kann. Finde ich eine gute Sache, dass es sowas noch gibt und nicht nur irgendwelche Geräte aus Fernost. Du hast, ich glaube, zwei- oder dreimal sozusagen ein Sideview-Stammtisch organisiert auf der Side City. War es zweimal oder dreimal? Ich weiß nicht. Also Donnerstag, Mittwoch weiß ich, Freitag weiß ich nicht mehr. Ja, Freitag auch, genau. Wie ist das angekommen und was hast du da erfahren, was haben dir die Leute auch erzählt mit den Neuerungen auf der SiteCity, zum Beispiel dem Zugang und so weiter. Was ist da so für dich hängen geblieben? Ja, also ich habe für die Podcast-Hörerinnen und Podcast-Hörer des SiteViews Podcasts ein Treffen angeboten, weil ich immer schon mal wieder welche getroffen habe auf der SiteCity, entweder zufällig oder weil sie mir eben geschrieben haben, Mensch, du bist doch da bestimmt da, wollen wir uns mal treffen. Das war dann manchmal ein bisschen kompliziert, neben den Firmenterminen auch noch private Trefftermine zu organisieren oder manchmal verspäte ich mich oder die sagen dann, ach, ich bin jetzt doch noch aufgehalten worden. Deshalb gab es also dreimal an jedem oder an jedem Tag, an jedem der drei Tage ein Treffen. Und ja, es waren tatsächlich immer so zwischen fünf und neun Leute da, würde ich mal sagen. Ja gut, manche hatten Begleitpersonen da, von daher ich habe es nicht so hundertprozentig gezählt. Aber ja, also wir haben zumindest nicht an einen kleinen Tisch im Catering gepasst. Wir mussten entweder Tische zusammenschieben oder saßen irgendwann auch mal im Stuhlkreis. Und ja, die meisten waren schon eigentlich sehr begeistert von der Side City. Es wurde auch immer wieder betont, wie freundlich alles sind. Also nicht nur die Messeguides, sondern eben auch allgemein die Besucherinnen und Besucher, dass man eben überall fragen konnte und einen keiner blöd angeredet hat oder so. Also das wurde schon positiv bemerkt. Auch das Einlasssystem war eigentlich bei keinem Thema. Also es war, glaube ich, für niemanden ein Problem, da am Eingang das eben scannen zu lassen, wenn man reingeht und dann wieder raus. Also ja, es kam, glaube ich, richtig gut an. Und ja, mir wurde es dann am Abend auch nochmal so ein bisschen bewusst, weil ja, meine Familie war dieses Jahr auch mal mit dabei in Frankfurt. Die haben halt eher so Sightseeing gemacht, aber haben mich dann immer dort abgeholt. Und dann sind wir da abends so beim Essen nochmal draufgekommen, was so die Side-City ausmacht. Und ich glaube, es ist halt einfach auch so ein Ort, wo man halt einfach mal sein kann als Blinder. Ja, man muss im Alltag oft sich erklären. Man muss oft höllisch aufpassen. Ja, selbst wenn man irgendwie beim Bäcker sich anstellt, wenn da vielleicht zwei Schlangen sind oder drei Leute bedienen. Man muss total aufpassen, wann bin ich jetzt dran und keine Ahnung. Sich vielleicht auch immer wieder mal entschuldigen, weil irgendwas ist. Aber auf der Side City, ja, es ist eigentlich wirklich eine Welt der Blinden. Du kannst da einfach sein und kannst auch Fragen stellen und niemand sagt darüber oder stell dich doch nicht so an oder wie auch immer. Das ist eigentlich schon irgendwie ein cooles Community-Event, eine Sache, wo es halt einfach ganz normal ist, dass man so ist, wie man ist. Und wenn man jetzt noch zusätzlich eine Hörbeerinnerung hat oder so, dann ist es halt so, dann finden sich da auch Lösungen und das finde ich einfach gut. Könntest du vom Live-Voice-System dir einen Eindruck machen, von der Live-Direktübersetzung, das wurde ja auch angeboten und angezeigt? Also ich war mal am Stand von der Firma. Die waren ja auch dann Aussteller auf der SideCity. Jetzt direkt getestet habe ich sie nicht. Aber ja, ich glaube, es kamen jetzt eigentlich keine Beschwerden darüber, dass es nicht funktioniert hätte. Von daher scheint ja wohl alles ganz gut zu funktionieren. Ja gut, es ist halt natürlich auch wieder so ein KI-Dienst. Vor ein paar Jahren hat man blinde und sehbehinderte Menschen teilweise als Schriftdolmetscher ausgebildet, dass sie sich also in Vorlesungen reinsetzen und dann für Hörbehinderte die Inhalte, die da gesagt werden, abtippen oder eben verständlich rüberbringen. Ist natürlich auch klar, je mehr KI-Lösungen wir haben, dort läuft das halt alles über den Server und über eine KI-basierte Spracherkennung, desto weniger wird es halt auch solche Jobs geben, aber ja gut, das ist halt wahrscheinlich erst der Anfang von Jobs, auch von Sehnen, die jetzt halt durch KI nach und nach, ja, leider dann auch wegfallen. Die Dagmar Kutzke hat in unserem ersten Interview gesagt, die SideCity ist mittlerweile nicht nur einfach ein Terminaussteller, Besucher, Aussteller, Nutzer, sondern eine Plattform geworden. Würdest du das teilen? Ich nenne das mittlerweile, ich hatte so ein bisschen das Gefühl, es wäre so ein Konveniat. Man trifft sich jedes Jahr aus allen. Ich habe auch in der Gruppe, wo wir alle beide ja drin sind, auch so gelesen, ja, ich habe da die und die getroffen, die schon lange so aus Deutschland wieder. Ich habe auch ein Feedback in der Eagle auf der Side City, wo eine gesagt hat, ja, ich habe dann Freunde getroffen aus vielen Bundesländern, aus dem Ausland, die ich kenne, aber noch nie getroffen habe oder selber getroffen habe, so ein bisschen auch so ein Klassentreffen mittlerweile, ne? Ja, das geht mir ja auch so, dass ich die eine oder andere Podcast-Hörerin, mit der ich ab und zu mal schreibe oder Podcast-Hörer dann immer live getroffen habe und das dann schon auch interessant ist, einfach mal so die Hand zu geben oder mal einfach die Stimme live zu hören oder mal zu hören, oh, ist das eher ein großer oder kleiner Mensch? So nebenbei, so diese subjektiven Faktoren, die man halt einfach nicht hat, wenn man sich nur ab und zu mal eine Sprachnachricht vielleicht schickt oder mal eine E-Mail austauscht. Ja, auf jeden Fall. Und mit diesem ganzen Workshop und sonstigen Programmen drumherum ist es tatsächlich natürlich mehr als so eine Tischmesse geworden. Ja, ob die ganzen Workshops und so weiter jetzt mehr Leute anziehen, dass da mehr Besucher kommen, weiß ich nicht. Das müsste man halt mal auswerten. Aber es sind zumindest Angebote, die vielleicht dafür sorgen, dass manche Leute halt jedes Jahr kommen und nicht nur alle drei Jahre. Weil früher war ja schon oft so, ach ja, wieder so eine Tischmesse und naja, so viel Neues gibt es ja da auch nicht. Reicht auch, wenn ich nächstes Jahr fahre. Ich finde auch, was interessant ist, was ich so gelesen habe, auch dass die Leute mittlerweile auch sehr über das Online-Programm sich freuen. Wenn sie nicht die drei Tage da sind, können sie aber trotzdem in die Workshops, in die Foren reinhören, reingucken. Es ist halt City TV und so weiter. Da gibt es ja schon einiges, was auch offline zu bieten ist. Für die, die vielleicht auch doch nicht sich trauen zu kommen, es sind aber auch einige, wo ich gelesen habe, die sich getraut haben, zum ersten Mal alleine so eine große Messe zu machen durch die Guides. Also da sind auch Motivationsaspekte dabei. Ja, auf jeden Fall. Und ja, wie schon vorhin erwähnt, ist es halt auf jeden Fall ein Raum, wo man sich gut bewegen kann. Der eine liebt einen Messeguide, für den anderen ist es eher Abenteuer, wenn er allein den Leitstreifen entlangläuft und dann mit dieser App erfährt, wo er da hingeht. Also es ist schon, ja, eine Challenge, die man groß haben kann oder kleiner haben kann. Es ist so gesehen für jeden was dabei. Für den Abenteurer, der sich allein durchmüht, bis hin zu jemanden, der sagt, Mensch, ich möchte einfach nur entspannt profitieren und von A nach B gebracht werden. Das finde ich schon gut, dass es so vielfältig ist und ich glaube, das macht keine andere Hilfsmittelmesse der Welt, bietet da so vielfältige Orientierungs- und Hilfsmöglichkeiten wie die Side City an. Gab es ein Highlight für dich dieses Jahr, wo du sagst, das hat mich bewegt, berührt oder fasziniert oder…, ärgerlich gemacht irgendwo bei den Produkten oder? Insgesamt, insgesamt insgesamt, da gab es irgendwann, wo du gesagt hast, wow das war cool. Ja, wie gesagt, ich finde, das sind manchmal auch eher so die kleineren Sachen, wie eben diese App, mit der man Karten erkennen kann, die einfach viel ausmachen, irgendjemand hat irgendwas erfunden für die Spülmaschine, hat mich jetzt nicht so überzeugt, aber es sind eben manchmal auch so Bastler da, die irgendeine Idee haben die bisher noch keiner hatte, das finde ich immer faszinierend und ja, ich finde die Menschen auf der Side City auch immer total nett, die Messe-Guides und auch so. Und ja, dieses Jahr habe ich auch mal eine kleine Bluetooth-Kopfhörer mal irgendwo, sind wir vielleicht bei irgendeinem Interview an irgendeinem Stand mal aus der Tasche gerutscht und tatsächlich am nächsten Tag wurden sie anscheinend gefunden und lagen dann an der Info. Ich habe einfach gefragt, habe mir gar keine große Hoffnung gemacht und sie waren da. Also es gibt wirklich viele nette und ehrliche Menschen auf der SideCity, die auch Kunstsachen zurückgeben. Das hat mich natürlich auch sehr gefreut. Die Guides waren dieses Jahr ausverkauft. Ich denke mal, dass da nächstes Jahr nachgebessert werden muss. Da muss man natürlich auch immer Leute finden, die das machen. Das ist auch trotzdem ein hoher Aufwand. Aber die waren sehr gefragt. Ja, auf jeden Fall. Also da bin ich auch einigen begegnet, die dann wirklich gleich den ganzen Tag gebucht haben. Klar, es ist halt immer eine Preisfrage. Der eine ist mit zwei Stunden glücklich und könnte sich den ganzen Tag nicht leisten. Das ist halt wie überall so ein Stück weit. Und ich glaube, die Guides waren ja doch bis so circa vier oder sechs Wochen davor schon buchbar. Ja, also ich denke, für Spontanbesuche war es natürlich dann nicht mehr möglich, einen Guide zu bekommen. Aber wer wirklich hin möchte zur Side City, ich denke mal, der plant ja dann doch schon vielleicht so zwei Monate im Voraus, muss ich Urlaub eintragen, was auch immer. Also der ist auf jeden Fall auch zum Zug gekommen und hat dann auch einen Guide bekommen. Ja, das würde ich jetzt mal nicht so als den schlimmsten Engpass bezeichnen. Ja, schlecht wäre es, wenn dann die Guides vielleicht schon im Februar oder so ausgebucht werden. Aber wenn es jetzt irgendwann im April dann mal heißt, Bis an dem Tag haben wir es aber niemanden. Ja gut, dann muss man sich vielleicht auch selber an die Nase fassen und halt sagen, okay, dann war ich jetzt halt einfach zu spät. Nächste Steps sind, wir gucken auf die South City 27 vom 19 bis 21. Mai. Der Termin steht schon fest im Kap Europ. Soll auch wieder direkt hinter Pfingsten sein, irgendwie, weil da weniger Messe-Trubel in Frankfurt ist. Wird dann geguckt, wie es dann weitergeht. Kap Europ ist noch nicht zu klein. Ich denke mal, wenn die Messe noch weiter wächst, wird es aber eng da. Ja, gut, ich weiß nicht. Es gibt glaube ich schon so ein paar Konferenzräume, die halt vermietet sind, ob man dann da was machen würde. Ja, ich kann mir jetzt aber auch nicht vorstellen, dass wir irgendwann bei 200 Ausstellern landen. Also ich glaube, es wären schon noch so einzelne Flächen auch frei gewesen tatsächlich. Und es gibt ja schon noch viele Firmen, die eher so alle zwei, drei Jahre kommen oder dann halt mal zwischendurch auch nicht mehr. Also ich würde mir schon wünschen, dass wir weiterhin dort bleiben können und nicht wieder an eine neue Location uns gewöhnen müssten. Denn eigentlich ist das Haus ja wirklich perfekt bis dahin, dass die Eingangsbereiche und so weiter sich im Norden befindet und man auf dieser Basis sehr gut auch die Standnummer dieses Jahr machen konnte nach Himmelsrichtungen. Also ich glaube, niemand will ins Sheraton zurück und wir wollen aber auch nicht in so riesige Messe hallen, wie man sie vielleicht von der Reha-Career kennt. Und jetzt aber zum nächsten Timing mit Sideview. Wie geht es jetzt weiter? Wir sind jetzt am 3. Juni, wo wir diese Episode veröffentlichen. Also die, die am 3. Juni hören, können sich jetzt mal darauf einstellen. Wann fängst du an? Wann geht es los mit den ersten Episoden aus deinem Podcast? Ja, also ich gehe Stand heute, wo wir das aufnehmen davon aus, dass ich am Samstag, den 6. Juni dann beginne, erstmal mit so einer kurzen Einschätzungsfolge, was mir so auf der SideCity aufgefallen ist und dann eben ab dem Sonntag, 7. Juni dann jeden Tag ein Interview veröffentliche. Ja, das wird noch eine Menge Aufwand werden, das alles zurechtzuschneiden und ich übersetze das ja auch immer wieder. Es waren ungefähr 16 Interviews auf Englisch, also so ein guter Viertel der Interviews oder ein Drittel. Das werde ich dann auch übersetzen natürlich, sodass man auch, wenn man kein Englisch kann oder nur so leidlich wie ich, dann möglichst viel mitnehmen kann. Und na gut, ich denke mal, das wird dann wieder bis Ende Juli dauern, bis dann jeden Tag ein Interview online gegangen ist. Und zum Schluss wird es dann wieder noch so eine Episode geben, wo ich nochmal die großen Borgenspannen versuche, die ganzen Entwicklungen ein bisschen einzuordnen. Beziehungsweise manchmal gibt es ja dann auch noch Punkte, wo auch nochmal Hörer eine Rückmeldung haben oder eine Frage haben. Oder ich mir auch denke, Mensch, im Eifer des Gefechts habe ich da jetzt aber nicht so genau nachgefragt. Da schreibe ich doch den Hersteller nochmal an oder erkundige mich nochmal. Also es ist dann immer noch so Zusammenfassungen, Meinungen, Eindrücke zum Schluss. Auch auf alle Fälle immer sehr gefragt, auch für diejenigen, die jetzt vielleicht nicht Bock haben, sich da 5-6 Stunden Audio-Material von der SideCity anzuhören. Das Ganze dann zu finden natürlich immer unter www.sideviews.de oder Sideviews auch in der Podcast-App und wer sich das alles nicht merken kann, unter, hilfsmitteltester.de das habe ich mal extra eingeführt, weil Sideviews ist ja auch ein bisschen schwierig und würde ich heute den Podcast nochmal starten, würde ich ihn vielleicht auch irgendwie deutsch benennen, Aber 2019 war das einfach noch gar nicht klar, dass das jemals so lang laufen wird und so ein Erfolg wird. Aber ja, hirschmitteltester.de findet man auf jeden Fall, kann man sich leichter merken, findet man auf jeden Fall auch alle Infos. Oder man klickt hier bei uns in den Show Notes auf den Link und dann schwuppsdiwupps ist man schon da, kann abonnieren bei allen guten Podcast-Anbietern, bei allen Plattformen und sogar, glaube ich, auch über die Dame mit A, die wir jetzt nicht benennen, weil sonst bei verschiedenen wieder das Ding angeht. Die kann man auch motivieren, einem den Podcast vorzustellen. Die neueste Folge kann man immer fragen, dann kann man rückwärts oder vorwärts springen. Also es gibt genug Möglichkeiten, um Sideview-Podcasts zu hören. Dir, lieber Christian, für jedes Jahr herzlichen Dank. Wir haben uns ja letztes Jahr zum ersten Mal getroffen und dieses Jahr auch zufälligerweise. Wir haben keinen Termin ausgemacht, auf einmal standen wir alle beide beim Jaws-Stand. Das war Zufall. Das ist auch immer spannend. Mittlerweile geht man hier über das SideCity, gerade als Podcast-Moderator, passiert hier wahrscheinlich auch. Man hat gar keinen direkten Draht zu jedem Besucher, der da ist, aber irgendwann kommt dann so, ah, bist du nicht der Igel oder bist du nicht der von Sideviews? Die Leute erkennen ja gerade, die Blinden erkennen ja unsere Stimmen auch. Das ist auch ganz spannend, immer bei den Sehenden oder bei den Influencern wird man ja auch entdeckt oder so. Erdem ist der Blindlife, war ja auch auf der Side City da, fand ich auch sehr spannend. Wir haben uns auch kurz getroffen. Und ja, man kennt uns ja eher dann durch die Stimmen, weil nicht jeder sieht uns. Das ist auch ganz spannend. Also wir haben uns dann auch getroffen, weil mein Assistent kannte dich nicht. Und deine Assistentin hat den Igel nicht erkannt, sondern hat gedacht, wer? Und deshalb war ganz spannend, dass wir uns dann stimmlich erkannt haben. Sehr schön. Schwarz hat ja so ein Hai, oder? Wahrscheinlich hat es einfach für Verwirrung gesorgt. Hier Hai am Stand und Igel davor. Keine Ahnung. Das hat sich überfordert. Der war auch ganz interessant, der Hai. Ich durfte mir einen mitnehmen. Ja, hatte ich auch schon mal. Der wird jetzt auf meinem Schreibtisch hier liegen. Dann wird er immer mich beobachten. Solange es kein Wal ist, der verschwindet. Alles gut. Christian Stahlberg vom Podcast www.zeitvios.de oder hilfsmitteltester.de Das ist die Internetseite, wo ihr ihn findet. Ich danke dir für deine Zeit und deine Expertise und wünsche viel Erfolg und allerspätestens Mai 2027 hören wir uns wieder. Bis dann. Ja, ich freue mich und danke auch für deinen Podcast. Auch immer wieder großartige Arbeit. Tschüss. In den Show Notes gibt es den Link zum Podcast Sideviews vom BBSB-Moderator ist Christian Stahlberg. Produzent ist Christian Stahlberg. Er ist die Stimme bei diesem Podcast und hat auch sogar, wie wir gehört haben, seine Follower, seine Zuhörer auf der SideCity getroffen. Sehr coole Idee, muss man wirklich sagen. Wir haben uns per Zufall getroffen, wie ihr gehört habt. Und es ist auch immer wichtig, dass man sich so manchmal über den Weg läuft. Ich wünsche gute Unterhaltung bei den einzelnen Podcast-Folgen von Christian Stahlberg und dem Sideviews-Podcast und wir hören uns wieder demnächst. Euer Incusator, Sascha Lang. Ciao. Bye-bye. Igel. Inklusion. Ganz einfach leben. Wird dir präsentiert von Inklusator. Infos zum Inklusator und weitere Folgen findest du unter www.igelmedia.com. Du möchtest uns kontaktieren? Dann schreibe uns eine Mail an moin.igelmedia.com.